Podcastfolge 123: Good bye „gelber Schein“ – Die besten Tipps, damit Sie nichts falsch machen

Arbeitsjurist Alexander Jarre. Foto: Frank Wiedemeier

Arbeitsjurist Alexander Jarre. Foto: Frank Wiedemeier

Matthias Dutschmann Foto: METRO Deutschland
Zum 01. Juni 2023 übernimmt Matthias Dutschmann, zuletzt bei der METRO AG tätig, die Position des Geschäftsführers Einkauf und Supply Chain bei METRO Deutschland. Matthias Dutschmann begann seine Karriere 2008 als Head of Internationalisation and Expansion bei der METRO AG – zuvor war er in verschiedenen Positionen bei der Gemini Consulting GmbH in Deutschland tätig. Nach verschiedenen Führungspositionen im Einkauf in Asien, Singapur, China und Hongkong wechselte er 2016 als Geschäftsführer Einkauf zu METRO Rumänien.
Dort vollzog er die Transformation des Einkaufs mit einem klaren Großhandels-Fokus. Seit Februar 2021 verantwortet Matthias Dutschmann als Senior Vice President Wholesale Business Transformation bei der METRO AG die Großhandels-Transformationsaktivitäten aller Länder innerhalb der METRO. Seine umfangreichen Erfahrungen und Expertise in diesem Feld soll Matthias Dutschmann ab dem 01. Juni 2023 bei METRO Deutschland einbringen. „Matthias Dutschmann hat bereits in anderen Ländern mit Erfolg die konsequente Großhandelsausrichtung vorangetrieben. Wir sind sehr froh, ihn als Geschäftsführer von METRO Deutschland bei der weiteren operativen Umsetzung der METRO sCore-Strategie an Bord zu haben“, sagt Martin Schumacher, CEO METRO Deutschland.
Klaus Sauer ist seit 2016 Geschäftsführer bei METRO Deutschland und verantwortete zuletzt den Einkauf, die Logistik sowie das Marketing der Gesellschaft. „Klaus Sauer hat in den letzten Jahren in seiner Funktion wesentlich dazu beigetragen, das Unternehmen wirtschaftlich voranzubringen und die neue strategische Ausrichtung zu initiieren. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, sagt Martin Schumacher. „Für seine neuen Aufgaben wünschen wir ihm viel Erfolg.“

Klaus Sauer Foto: Metro

Schaufelradschiff Goethe mit der Schönburg bei Oberwesel am romantischen Mittelrhein. Foto: ots
Leinen los! Mit ganz viel Schwung und Zuversicht startet die Flotte der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH (KD) in die neue Saison. Die Schiffstouren auf Rhein, Main und Mosel sind viel mehr als ein Weg von A nach B. Sie verheißen Entspannung, Entschleunigung, verschaffen neue Eindrücke, ermöglichen ein Wiederentdecken von liebgewonnenen Zielen und sorgen für Glücksmomente.
Optimierter KD Fahrplan für die Gäste
Am Samstag, den 29. April, beginnt die Hauptsaison der KD auf dem Rhein mit einem dichten Fahrplantakt. Dann legen die Schiffe wieder täglich außer montags ab ins Siebengebirge, und am Mittelrhein geht u.a. das inzwischen 110 Jahre alte Schaufeldradschiff GOETHE auf Nostalgie-Tour durch das UNESCO Welterbe von Koblenz bis Rüdesheim und zurück.
Der neue Fahrplan wurde auf Basis intensiver Gespräche mit Mitarbeitern, Partnern und Fahrgästen optimiert. Die zahlreichen Anregungen der Gäste haben dabei besondere Beachtung gefunden. So setzt die KD, wie in der vergangenen Saison, auf echte Rundfahrten am Mittelrhein. Gleich vier Abfahrten täglich gibt es für die Loreley-Rundfahrt im Herzen des Welterbes zwischen Boppard und St. Goar. Ab Rüdesheim ist die Rheinromantik auf insgesamt drei täglichen Rundfahrten zum sagenumwobenen Felsen zu erspüren. Der Ein- und Ausstieg für einen Landgang zwischendurch ist dank des dichten Fahrplannetzes der KD ebenfalls möglich.
Neues Dach für die GOETHE
Ein besonderes Erlebnis ist und bleibt die Fahrt mit dem historischen Schaufelradschiff GOETHE auf der Nostalgie-Route. Die Gäste erleben an Bord des detailgetreu restaurierten Klassikers aus dem Jahr 1913 die gesamte Strecke des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal. Ab 29. April geht es täglich (außer montags) von Koblenz nach Rüdesheim und zurück. Wer bei der nächsten Fahrt genau hinschaut, wird entdecken, dass die GOETHE ein neues Dach bekommen hat. Zum 110. Geburtstag des einmaligen Klassikers wurde diese Sanierung über den Winter vorgenommen. Kosten ca. 250.000 Euro.
Eventbereich: Etablierte Formate und neue Events
Für ihren gesamten Eventbereich blickt die KD sehr optimistisch nach vorne. Nach den schwierigen Jahren der Corona-Pandemie, in denen zahlreiche Events gar nicht stattfinden konnten, überzeugte die KD bereits 2022 mit einem gut gefüllten Eventkalender und zahlreichen ausverkauften Veranstaltungen. 2023 können sich die Gäste neben den etablierten Formaten wie Partys, all-inclusive Abendfahrten und Sonntagsbrunch in Köln und in Düsseldorf auf viel Neues freuen. So kommen neue kulinarische Events hinzu wie die „Kitchen Party“ in Düsseldorf, bei der die Chefköche der KD die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten überraschen oder die verschiedenen Dinnerfahrten mit Entertainment-Programm.
MS RheinGalaxie in Düsseldorf
Im Charter- und B2B-Bereich punktet die KD vor allem mit ihrer imposanten Eventflotte. Neuer Star ist die im Frühjahr 2022 getaufte MS RheinGalaxie in Düsseldorf. Das neueste Mitglied der KD-Flotte bietet ein besonderes Maß an Komfort und Luxus und ist perfekt geeignet für Events, Firmenveranstaltungen, Tagungen, Party- und Genussfahrten. Das 85 m lange und 14 m breite Eventschiff fasst bis zu 1.000 Gäste und wird hauptsächlich im Bereich Düsseldorf/Köln/Bonn eingesetzt. Eventkatamaran MS RheinEnergie ist mit bis zu 1.650 Gästen das größte Schiff der KD. Auch hier hat die KD über den Winter kräftig in das Interieur des Schiffes investiert. Die Gäste können sich auf einen neuen Boden, neue Sonnensegel und neue Theken auf dem Freideck freuen.
NEU: Event- und Partykreuzfahrten mit Übernachtung auf dem Fluss
Nach der erfolgreichen Premiere der Partykreuzfahrten von Düsseldorf nach Amsterdam im Winter 2022/23 baut die KD ihr Kurzreisen-Programm in diesem Jahr weiter aus. In der Nebensaison von November 2023 bis März 2024 wird es neben den 3-tägigen Partykreuzfahrten in die Grachtenmetropole auch neue Eventkreuzfahrten ab Köln den Rhein hinauf mit Besuch der Weihnachtsmärkte in Koblenz und Bonn geben. Auch eine Silvesterreise nach Amsterdam ist geplant. Zudem kann das Original KrimiDinner in Köln mit einer Übernachtung auf dem Hotelschiff unter dem Namen „KrimiHotel“ gebucht werden. Alle Kreuzfahrten finden als Wochenendtrips statt.
Die KD liefert auf ihrer Website zahlreiche Tipps und Inspirationen für einen perfekten Urlaubstag auf dem Rhein. Infos und Tickets zu allen Veranstaltungen sind ebenfalls unter www.k-d.com erhältlich.

Die Gewerkschaften haben ein Zukunftsproblem, sagt Carolin Fulda vom Institut der Deutschen Wirtschaft.
Am 1. Mai stehen traditionell die Interessen der Arbeiter im Fokus, in diesem Jahr unter dem Motto „ungebrochen solidarisch“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund plant etliche Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet. Allerdings tun sich Gewerkschaften seit Jahren schwer damit, genug Mitglieder hinter sich zu versammeln. Fünf Fakten zur Organisation der Gewerkschaften.
„Die Gewerkschaften haben ein ernstes Zukunftsproblem“, sagt IW-Tarifexpertin Carolin Fulda: „In der Mitgliederstruktur lässt sich der demografische Wandel sehr deutlich ablesen. Wenn sich der Trend künftig nicht fundamental ändert, haben viele Gewerkschaften eine ungewisse Zukunft vor sich.“ Vor allem ver.di hat darauf mit einer aggressiveren Tarifpolitik reagiert. Im Zuge der vielen Warnstreiks in den letzten Monaten wurden laut ver.di über 70.000 Mitglieder gewonnen. Sollte diese im Fachjargon „Organisieren am Konflikt“ genannte Strategie Schule machen, drohen künftig härtere Tarifauseinandersetzungen.

Arbeitsminister Laumann.„Ich freue mich sehr, dass Mercedes-Benz diesen Weg so konsequent geht und Menschen mit Handicap eine Chance gibt, am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Einerseits natürlich für die Beschäftigten selber – aber auch für das Unternehmen, das erkannt hat, welche Potenziale auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Inklusion liegen. Für mich zeigt das Beispiel des Mercedes-Benz-Werks Düsseldorf, dass Ausbildung und Inklusion, wichtige Bausteine für unsere Unternehmen auf dem Weg aus der Fachkräftekrise sind“. Archivbild: Unternehmerschaft Düsseldorf
Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann hat das Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf besucht, um die dortige Ausbildungswerkstatt zu besichtigen. Seit ihrer Einrichtung im Jahr 2000 wurden dort 1200 junge Menschen praxisnah aus- und fortgebildet. Aktuell absolvieren dort fünf schwerbehinderte Personen eine Ausbildung. Im Werk in Düsseldorf arbeiten mehr als 5.600 Menschen, über 14 Prozent davon gelten als schwerbehindert.
„Das Engagement von Mercedes-Benz in der Ausbildung behinderter wie nicht-behinderter junger Menschen hat mich sehr beeindruckt. Am Beispiel der Lehrwerkstatt und des Inklusionsprogramms am Düsseldorfer Standorts zeigt sich eindrucksvoll, dass Inklusion funktioniert, wenn man bereit ist, auf die Bedürfnisse behinderter Menschen bei der Ausbildung aber auch bei der Anpassung von Arbeitsabläufen einzugehen“, so Arbeitsminister Laumann.„Ich freue mich sehr, dass Mercedes-Benz diesen Weg so konsequent geht und Menschen mit Handicap eine Chance gibt, am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Einerseits natürlich für die Beschäftigten selber – aber auch für das Unternehmen, das erkannt hat, welche Potenziale auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Inklusion liegen. Für mich zeigt das Beispiel des Mercedes-Benz-Werks Düsseldorf, dass Ausbildung und Inklusion, wichtige Bausteine für unsere Unternehmen auf dem Weg aus der Fachkräftekrise sind“.
„Ausbildung ist seit jeher enorm wichtig für uns als Industrie-Unternehmen. Wir bilden bedarfsgerecht aus und sichern somit aktiv die Zukunft unseres Unternehmens. Eine besondere Rolle spielt dabei das Thema der Inklusion, das wir hier am Standort fest in unser Ausbildungsprogramm eingebunden haben. Wir sind davon überzeugt, dass in den jungen Menschen und deren Vielfältigkeit, die Zukunft für unser Werk liegt”, sagt Michael Hellmann, Standort- und Produktionsleiter Mercedes-Benz Vans Düsseldorf. „Jeder Mensch ist einzigartig und damit auch sein Potenzial und seine Fähigkeiten. Wir verstehen Vielfalt als Chance und setzen ganz bewusst auf die individuellen Stärken unserer Beschäftigten, die wir benötigen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“
Menschen mit Beeinträchtigungen sind eine wichtige Zielgruppe der Fachkräfteoffensive Nordrhein-Westfalen. Denn Wirtschaft und Gesellschaft können es sich nicht länger leisten, dass Menschen mit ihren Potenzialen nur wegen ihrer Beeinträchtigung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ankommen. Das Land setzt sich nachdrücklich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ein: Hier sind zum Beispiel das Bündnis für Beschäftigung und der Inklusionspreis des Landes in der Fachkategorie „Arbeit und Qualifizierung“ zu nennen.
Darüber hinaus fördert die Landesregierung mit rund 2,5 Millionen Euro Investitionsmaßnahmen in Inklusionsbetrieben im Rahmen des „Landesprogramms Integration unternehmen! – LIu!“.
Weitere zwei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) stellt das Land für die „Aktion 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in NRW“ zur Verfügung. Das Programm fördert betriebliche Ausbildung für junge Menschen mit Behinderungen, die auch in der Nachvermittlungsphase nicht erfolgreich in eine Ausbildung eingemündet sind. In 16 Jahren wurden im Rahmen der Aktion über 1.710 zusätzliche Ausbildungen in zirka 1.650 Unternehmen ermöglicht.

Eine IW-Auswertung für die acht Branchen, die bislang verhandelt haben, zeigt: Die Summe der in Tarifverhandlungen genutzten Konflikthandlungen war im ersten Quartal 2023 höher als im Durchschnitt des Vorjahres (Grafik).
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wurden die Tarifverhandlungen deutlich konfliktreicher geführt als im Vorjahr. An der Tendenz dürfte auch der am Wochenende gefundene Kompromiss im öffentlichen Dienst wenig ändern.
Kaum haben sich Bund, Kommunen und Gewerkschaften in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf mehr Geld für die 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst geeinigt, streikt das Sicherheitspersonal am Flughafen Berlin Brandenburg. Erst drei Tage zuvor hatten Arbeitsniederlegungen bei der Deutschen Bahn zu bundesweiten Zugausfällen geführt. Und auch dies war nicht der erste Streik in diesem Frühjahr. Gefühlt gab es in den vergangenen Monaten jede Woche wegen Arbeitsniederlegungen größere Beeinträchtigungen. Aber ist das wirklich so?
Eine IW-Auswertung für die acht Branchen, die bislang verhandelt haben, zeigt: Die Summe der in Tarifverhandlungen genutzten Konflikthandlungen war im ersten Quartal 2023 höher als im Durchschnitt des Vorjahres (Grafik oben).
Mit 8,9 Punkten übertraf die Konfliktintensität zwischen Januar und März 2023 die des Vorjahres um das 1,7-Fache.
Am konfliktreichsten ging es mit einer Konfliktintensität von 28 Punkten im öffentlichen Dienst zu (Grafik). Hier gab es neben zwei Streikdrohungen nach jeder der drei Verhandlungsrunden Streikaufrufe mit entsprechenden Warnstreikwellen. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen sorgte eine Schlichtung schließlich am vergangenen Wochenende für eine Einigung: Sie sieht steuer- und abgabenfreie Sonderzahlungen von insgesamt 3.000 Euro in mehreren Stufen vor sowie ein Lohnplus in Form eines Sockelbetrags von 200 Euro ab März 2024 mit anschließend 5,5 Prozent mehr Lohn. Die Vertragslaufzeit soll 24 Monate betragen.
Auch bei der Deutschen Post, in der Textilindustrie sowie in der Papierverarbeitenden Industrie haben sich die Parteien inzwischen geeinigt. Andernorts schwelen die Konflikte dagegen weiter: Noch im April werden die Verhandlungen im Einzelhandel, im Groß- und Außenhandel sowie in der Süßwarenindustrie aufgenommen. Aufgrund der hohen Lohnforderungen werden wohl auch diese Verhandlungen nicht konfliktfrei vonstattengehen.

Einsatzbereitschaft – keine andere der sogenannten Soft Skills war Unternehmen in Deutschland im Januar 2023 bei neuen Mitarbeitern wichtiger.
Welche persönlichen und sozialen Kompetenzen brauche ich, um auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen zu haben? Die Bertelsmann Stiftung hat in einer Studie Stellenausschreibungen untersucht und die Top Ten der Arbeitgeberwünsche an neue Mitarbeiter ermittelt.
Einsatzbereitschaft – keine andere der sogenannten Soft Skills war Unternehmen in Deutschland im Januar 2023 bei neuen Mitarbeitern wichtiger (Grafik): In fast der Hälfte der mehr als 70 Millionen Online-Jobanzeigen, die die Bertelsmann Stiftung regelmäßig analysiert, suchten Firmen zuletzt nach entsprechend hoch motiviertem Personal. Auch Teamfähigkeit und Selbstständigkeit stehen hoch im Kurs. Über die vergangenen Jahre betrachtet, ist der Stellenwert der meisten Soft Skills weitgehend gleich geblieben.
Am stärksten an Bedeutung gewonnen haben seit 2018 Kenntnisse der deutschen Sprache; der Anteil der digitalen Jobanzeigen, in denen Kundenorientierung gefordert wurde, ist dagegen um einige Prozentpunkte gesunken – sodass diese Kompetenz aus den Top Ten der Soft Skills verdrängt wurde.
Als Grund für die leichten Veränderungen der Arbeitgeberwünsche an neue Mitarbeiter sieht die Bertelsmann Stiftung den Wandel der Arbeitswelt. Vor allem für Mitarbeiter im Homeoffice sind aus Sicht der Unternehmen ein gutes Selbstmanagement sowie hohe Einsatzbereitschaft wichtige Kernkompetenzen.
Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat mit seiner Division Sensors and Actuators einen Neuauftrag im mittleren zweistelligen MioEUR-Bereich über mehr als 150.000 Wasserstoffrezirkulationsgebläse – HRB 1800 (Hydrogene Recirculation Blower) – erhalten. Bei dem Kunden handelt es sich um einen Neukunden für den Konzern. Der Kunde hat sich nach eingehenden Tests der Technologie davon überzeugt, dass sich die Gebläse durch die derzeit größtmögliche am Markt verfügbare Qualität und Robustheit auszeichnen.
Für die Konzerntochter Pierburg handelt es sich um einen Meilenstein im Bereich dieser innovativen Technologieentwicklung rund um das System Brennstoffzelle, da sich an die Prüfung von Mustern durch den Kunden ein Auftrag zur Serienfertigung anschließt. Die Produktion der bestellten HRB 1800 startet im Jahr 2026 und endet fünf Jahre später im Jahr 2030. Darüber hinaus wird mit weiteren Anschlussaufträgen gerechnet. Eine weitere Nominierung im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich über eine elektrische Kühlmittelpumpe, CWA 2000, aus dem Hause Pierburg ist bereits erfolgt. Der Anwendungsbereich liegt bei beiden Aufträgen im Segment Bus and Trucks.
Das Wasserstoffrezirkulationsgebläse erfüllt eine zentrale Funktion im Brennstoffzellensystem als Ganzem, indem es dem Brennstoffzellenstapel den bei der Reaktion in der Zelle nicht verbrauchten Wasserstoff erneut zuführt. Damit erhöht sich die Effizienz der Brennstoffzelle und ihre Lebensdauer wird verlängert. Außerdem ermöglicht die gleichmäßige Verteilung des Wasserstoffs im Stapel ein verbessertes Startverhalten des Systems.
Das über die gesamte Lebensdauer besonders leckagearme Gebläse von Pierburg ist sowohl für Hochvolt- als auch für Niedervoltspannungen verfügbar. Es ist äußerst kompakt und weist ein hervorragendes NVH (Noise, Vibration, Harshness) -Verhalten auf. Die elektrische Leistung reicht von 0,7 bis 2 Kilowatt bzw. in der Niedervoltausführung bis zu 400 Watt. Angetrieben wird es von einem bürstenlosen Motor mit sensorloser Regelung. Im Bereich der Datenübertragung sind LIN- als auch CAN-Bus-Kommunikations- und Diagnosefunktionen vorhanden.
Das Wasserstoffrezirkulationsgebläse gehört zu den sogenannten Balance-of-Plant (BoP) -Produkten, also den Komponenten zur Medienversorgung des Brennstoffzellenstapels. Beide bestellten Systeme sorgen für eine aktive Kühlung von Elektronik und E-Motor, die die Leistungsdichte erhöht. Rheinmetall profitiert bei der Entwicklung von dem Wissen und der Erfahrung aus seinem mehr als zwanzigjährigen Engagement im Brennstoffzellengeschäft, das den Konzern zu einem der führenden Anbieter auf diesem Gebiet hat werden lassen. Insbesondere im Bus-Segment wurde die hier zur Anwendung kommende Technik über mehr als 10 Jahre validiert.
Aufgrund der jüngsten Erfolge und der zu erwartenden Marktdynamik hat der Konzern die Entwicklungsanstrengungen für BoP-Produkte weiter ausgeweitet. Eine Reihe von innovativen Komponenten ist in der Entstehung. Das Portfolio soll sukzessive erweitert werden. Der Konzern möchte eine nachhaltige Rolle bei der Transformation der Industrie weg vom Verbrennungsmotor hin zu umweltschonenden modernen Antriebsformen im automobilen wie auch im stationären industriellen Bereich einnehmen. Rheinmetall strebt die eigene Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 an.

Diese Nachricht hat in dieser Woche viele überrascht: laut einer Stern-Umfrage, durchgeführt vom Forsa-Institut, sind die Deutschen mehrheitlich (im Osten: 62%, im Westen 54%) gegen eine generelle Einführung der Vier-Tage-Woche – sogar bei vollem Lohnausgleich. Die IG Metall wagte diesen Vorstoß und verwies dabei auf Erfahrungen in anderen europäischen Ländern. Die Gewerkschaft ist der Meinung, dass dieses Arbeitszeitmodell die Arbeitsbelastung senke und die Produktivität erhöhe. Unternehmen dagegen haben die Sorge, dass sie finanziell überfordert würden und sich die anfallende Arbeit nicht ohne weiteres auf weniger Arbeitsstunden verteilen lasse. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spiegeln uns in privaten Gesprächen, dass sie besorgt sind, ihre Arbeit nicht in vier Tagen zu schaffen – die Arbeitsbelastung also steigen würde. In Düsseldorf gibt es einige wenige Unternehmen, die die 4-Tage-Woche eingeführt haben bzw. einführen wollen, zum Beispiel „ElectronicPartner“. Über Erfahrungen gibt es aber noch nichts zu berichten. Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa am 20. und 21. April 2023 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte.

Wir freuen uns sehr: Henkel-Chefin Simone Bagel-Trah wurde in der Kategorie Wirtschaft zur „Düsseldorferin des Jahres“ gewählt. Konrad Henkel hat vor rund 70 Jahre die Unternehmerschaft Düsseldorf gegründet, weil er und seine Unternehmer-Kollegen sich ein Sprachrohr der Düsseldorfer Wirtschaft wünschten. Diesem Ziel sind wir bis heute treu geblieben. So sind wir mit Henkel eng verbunden. Unser Foto zeigt Frau Bagel-Trah in unserem Veranstaltungsformat „Unternehmerschaft im Dialog“. Foto: Frank Wiedemeier
Alljährlich werden in unserer Stadt die „Düsseldorfer des Jahres“ ausgezeichnet. Früher fand diese Veranstaltung Ende des Jahres statt – nun wurde sie in den „Früh-Frühling“ verschoben. Eine Jury wählt Jahr für Jahr engagierte Menschen aus unserer Stadt, in der Regel „Promis“, aus in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Sport und u.a. Lebenswerk. Im letzteren Bereich wurde der Wahl-Kölner Bernhard Paul ausgezeichnet: ihm gehört das Apollo-Varieté. Wir erwähnen ihn an dieser Stelle, weil er vor 15 Jahren schon mal Ehrengast bei der Unternehmerschaft war, nämlich bei unserem exklusiven Talk-Format „Unternehmerschaft im Dialog“.
Wir freuen uns sehr, dass in der Kategorie Wirtschaft mit Simone Bagel-Trah eine „richtige“ Unternehmerin ausgezeichnet wurde. Dies war in der Vergangenheit nicht immer so. Wir gratulieren der Henkel-Chefin, aber auch der Jury für diese glückliche Entscheidung.
„Die Chefin der Chefs bei Henkel“, so schreibt die WIRTSCHAFTSWOCHE über die eloquente Niederkasslerin, ist eine Ur-Ur-Enkelin des Henkel-Gründers Fritz Henkel. Sie legte 1988 ihr Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Düsseldorf ab. Von 1988 bis 1993 studierte sie Biologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. 1998 promovierte sie dort mit einer Arbeit über Adhärenzeigenschaften chinolonresistenter E.coli-Isolate. Von 1998 bis 2000 war sie als selbstständige Beraterin für Projektmanagement im Bereich Mikrobiologie und Pharmazie tätig. 2000 wurde sie geschäftsführende Gesellschafterin der Antiinfectives Intelligence GmbH in Rheinbach. Sie ist Gründungsmitglied des seit dem 6. Dezember 2007 existierenden Hochschulrates der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Simone Bagel-Trah lebt mit Ehemann und den zwei fünf und sieben Jahre alten Kindern in einer Villa in Niederkassel mit Rheinblick in Düsseldorf. Ihr Mann arbeitet auf der anderen Seite des Rheins, im 22. Stock des Ergo Towers. Christoph Trah, zwei Jahre älter als seine Frau, ist Gesellschafter bei Interconsilium, einer noblen, auf Spitzenmanager spezialisierten Personalvermittlung.
Auch erwähnenswert: in der Kategorie Ehrenamt wurde Claudia Seidensticker ausgezeichnet. Seit 2009 kümmert sich der Düsseldorfer Verein darum, Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine kulturelle und soziale Teilhabe zu eröffnen