Flexibilität in der Produktion ist unmöglich? Neue ifaa-Praxishilfe für ein attraktiveres Arbeitgeberimage

Im Produktionsbereich kann nicht mobil und zeitflexibel gearbeitet werden! Das Forschungsprojekt „MofAPro – mobiles, zeitflexibles Arbeiten im Produktionsbereich“ widerlegt diese Annahme und stellt gleichzeitig eine neue Praxishilfe vor, mit der Flexibilität in der Produktion entdeckt und umgesetzt werden kann. „Der Fachkräftemangel wird auch in der Produktion deutlich. Unsere Praxishilfe unterstützt den Wunsch nach Flexibilität und Individualisierung bei den Beschäftigten. Damit erhöht sie gleichzeitig die Arbeitgeberattraktivität“, so Dr. Anika Peschl, wissenschaftliche Expertin des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Das Produkt ist online verfügbar und individuell für jedes Unternehmen nutzbar. Kostenfreier Download: www.arbeitswissenschaft.net/mofapro-handlungshilfe

Mit Hilfe praxiserprobter Tools können Unternehmen Flexibilisierungspotenziale, insbesondere im produktionsnahen und direkten Produktionsbereich, aufdecken und umzusetzen. Die Praxishilfe unterstützt Unternehmen mit einer systematischen Vorgehensweise bei der Verwirklichung ihrer Flexibilisierungsziele:

  • Status Quo: Wie sind wir aktuell hinsichtlich Umsetzung und Gestaltung mobiler, zeitflexibler Arbeit aufgestellt? Wo müssen wir im Unternehmen etwas tun?
  • Bedarfe und Kompetenzen: Möchten unsere Beschäftigten mobil und zeitflexibel arbeiten? Haben sie die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse im Sinne des eigenverantwortlichen Handelns bei mobiler Arbeit?
  • Nutzen und Aufwand: Liefern die Umsetzung und Ausweitung mobiler, zeitflexibler Arbeit einen hohen Nutzen für unser Unternehmen? Sind wir in der Lage, Flexibilisierungspotenziale vor dem Hintergrund betrieblicher und technischer Rahmenbedingungen umzusetzen?
  • Aufgaben und Betriebsmittel: Wie viele Stunden kann ein Beschäftigter aufgrund der Zusammensetzung seiner Aufgaben und der dafür benötigten Betriebsmittel sowie Arbeitsunterlagen mobil und zeitflexibel arbeiten?
  • Maßnahmenplanung: Welche Maßnahmen setzen wir um, um die aufgedeckten Flexibilisierungspotenziale zu nutzen, und mobile, zeitflexible Arbeit zu gestalten?
  • Technische Hilfsmittel: Wie können Assistenzsysteme, die Flexibilität im Produktionsbereich fördern, gestaltet sein? Wie kann eine erfolgreiche Einführung ablaufen?

Rheinmetall und GM Defense erhalten Auftrag für die erste Phase des Common Tactical Truck Program der U.S. Army

Rheinmetalls Tochterfirma American Rheinmetall Vehicles aus Sterling Heights, Missouri und GM Defense LLC aus Washington, DC haben den Zuschlag für die erste Phase des Common Tactical Truck (CTT)-Programms der U.S. Army erhalten. Ziel des mehrstufigen Programms ist es, die Familie der schweren taktischen Lkw des US-Heeres durch die Produktion von bis zu 40.000 Fahrzeugen im Wert von bis zu 14 Milliarden US-Dollar zu ersetzen.

Die beiden führenden Verteidigungsunternehmen sind 2022 eine strategische Kooperation eingegangen, um sich an dem Programm zu beteiligen. Sie bringen zwei Entwickler und Hersteller der Weltklasse zusammen, um einen modernen taktischen Lkw zu schaffen, der die Fähigkeiten der Soldaten durch Zukunftstechnologien verbessert. Hierzu zählen etwa fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) für mehr Sicherheit, erhöhte Geländegängigkeit, Cybersicherheit, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz, verbesserte Überlebensfähigkeit und Kraftstoffeffizienz sowie andere neue Technologien.

Das Team bietet den HX3 Common Tactical Truck (HX3-CTT) an. Der HX3 ist die neueste Lkw-Generation der äußerst erfolgreichen und einsatzerprobten HX-Familie, die bei einer Reihe von NATO-Staaten und US-Alliierten im Einsatz ist. Die HX-Lkw-Familie basiert auf dem kommerziellen Lkw-Portfolio von MAN Truck and Bus, die ein hohes Maß an handelsüblichen Komponenten in den Fuhrpark bringen – eine prioritäre Forderung der U.S. Army im CTT-Programm. Das HX3-CTT-System der nächsten Generation zeichnet sich durch verbesserte Mobilität auf der Straße und im Gelände, integrierte Überlebensfähigkeit und eine offene digitale Architektur aus, die ADAS unterstützt und einen autonomen Fahrzeugbetrieb ermöglicht. In Verbindung mit der offenen Architektur wird das kommerzielle Grundgerüst des HX3-CTT eine kontinuierliche Modernisierung fördern und eine rasche Steigerung der Fähigkeiten im Zuge der technologischen Weiterentwicklung ermöglichen. Mit einer globalen Präsenz sowohl in den derzeitigen militärischen Nutzernationen als auch in den kommerziellen Händlernetzen bietet der HX3-CTT der U.S. Army eine Grundlage für optimierte Lebenszykluskosten und Serviceunterstützung weltweit.

„Sowohl American Rheinmetall Vehicles als auch GM Defense freuen sich darauf, das CTT-Programm der U.S. Army im Wettbewerb zu unterstützen. Wir sind engagierte Partner der U.S. Army und bringen eine enorme Einsatzfähigkeit in Verbindung mit fortschrittlichen Sicherheitsmerkmalen mit, die gewährleisten, dass unsere Soldaten ihren Auftrag sicher und effektiv erfüllen können. Gemeinsam wird unser Team einen zukunftsträchtigen vielseitigen Lkw liefern, der die kommerziellen Stärken unserer Partner Rheinmetall MAN Military Vehicles und General Motors sowie die Gemeinsamkeiten des HX3-CTT-Designs nutzt“, so Matthew Warnick, Geschäftsführer von American Rheinmetall Vehicles.

„Der Gewinn der CTT-Prototypphase zeigt den unbestreitbaren Wert, den die strategische Zusammenarbeit zwischen GM Defense und American Rheinmetall Vehicles für dieses wichtige Army-Programm der nächsten Generation hat“, so Steve duMont, Präsident von GM Defense. „Wir freuen uns darauf, unsere fortschrittlichen Technologien und unsere Fertigungskompetenz in diese wichtige Zusammenarbeit einzubringen und eine bewährte, moderne Lösung zur Verbesserung der Fähigkeiten der Soldaten zu liefern. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit mit American Rheinmetall Vehicles fortzusetzen, um die erste Prototypphase durchzuführen und gleichzeitig die notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen, um unsere Position zu stärken und künftige Phasen des Programms zu gewinnen.“

Rheinbahn als bestes Nahverkehrsunternehmen in Deutschland ausgezeichnet – und im März kommen die Sammeltaxen

In einer großen bundesweiten Umfrage haben das Magazin stern und das Marktforschungsinstitut Statista zum vierten Mal Deutschlands beste Arbeitgeber ermittelt. Mehr als 43.000 Beschäftigte haben an der Befragung teilgenommen, deren Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des stern veröffentlicht worden sind. Im Segment „Verkehr und Logistik“ belegt die Rheinbahn nach der DFS Deutsche Flugsicherung, dem Bahnverkehr-Dienstleister MEV, dem Logistikunternehmen Hapag-Lloyd und der Deutschen Bahn den hervorragenden fünften Platz. Gleichzeitig belegt die Rheinbahn unter allen deutschen Nahverkehrsunternehmen den besten Platz. Über alle Branchen hinweg landet die Rheinbahn auf Platz 174 der 650 ausgewiesenen Unternehmen. Das zweitplatzierte Nahverkehrsunternehmen belegt Platz 371.

„Alle Rheinbahnerinnen und Rheinbahner haben sich über dieses tolle Ergebnis sehr gefreut“, erklärt Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn. „Die Nahverkehrsunternehmen sehen sich durch Corona, die Verkehrs- und Klimawende, den demographischen Wandel und die Herausforderungen im Zuge der Ukraine-Krise mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Nur mit hervorragenden, motivierten und anpackenden Mitarbeitenden können wir diese Herausforderungen meistern. Aus diesem Grunde haben wir ein umfassendes Paket geschnürt, das Kern unserer Arbeitgebermarke geworden ist. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Zur Studie:
Mehr als 43.000 Beschäftigte wurden von Marktforschern rekrutiert. So stellt die Studie sicher, dass die Arbeitgeber unabhängig bewertet wurden. Beurteilt werden konnten alle Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten in Deutschland. Zuvor hatte Statista eine Liste von 2.600 größeren Arbeitgebern recherchiert und diese einer von 24 Branchen zugeordnet. Bewertet wurden die eigene Firma und weitere Unternehmen der Branche, so dass die Studie auf mehr als einer Millionen Urteile fußt.

+ Ab März will die Rheinbahn auch Sammeltaxen in unserer Stadt anbieten. Dafür wurde vier hybride „London-Caps“ (LEVC TX) geleast, die bereits in der Stadt gesehen wurden. Mit der Initiative, die man auch in anderen Städten, z.B. Berlin, kennt, will die Rheinbahn ihr Angebot in Randgebieten und Randzeiten verbessern. Die Sammeltaxen sollen besser an den ÖPNV angebunden werden. Die RP hat die Betriebszeiten bereits veröffentlicht montags bis freitags, 20 bis zwei Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen neun bis zwei Uhr.

Was passiert, wenn verkaufsoffener Sonntag in der Stadt ist und viele nicht mitmachen?

Viele Kundinnen und Kunden waren enttäuscht, als sie am Wochenende zum verkaufsoffenen Sonntag in unsere Stadt kamen, denn: sehr viele Unternehmen beteiligten sich nicht an der Aktion. An der KÖ waren sehr viele Fachgeschäfte geschlossen. Im Bereich der Schadowstraße entspannte sich allerdings die Lage.

Auf der einen Seite kann man die Händler verstehen, dass sie nach dem bunten Treiben in der Adventszeit sich und ihren Mitarbeitern etwas Ruhe gönnen. Auf der anderen Seite kann man sich aber auch fragen, warum man so kurz nach Weihnachten einen verkaufsoffenen Sonntag durchführt. Wir müssen uns fragen, wann welche verkaufsoffenen Sonntage Sinn machen und wann nicht.

City-Manager Frank Hermsen erkennt in der RP zwei strategische Probleme: Man dürfe die Kunden nicht enttäuschen, die aus Nachbarstädten eigens für das Einkaufserlebnis am Sonntag anreisten. Zudem spiele man der Gewerkschaft Verdi in die Karten, die ohnehin gegen Sonntagsöffnungen und entsprechend klagefreudig sei.

Es ist gut, dass sich die Stakeholder in unserer Stadt mit dem Thema beschäftigen werden. Die Politik wird sicherlich darüber sprechen. Laut Frank Hermsen wird sich auch das Forum Stadtmarketing in Kürze mit dem Thema befassen. Schlussendlich ist aber auch Solidarität unter den Händler ein besonderes „Maß“, an dem man sich in der Stadt messen lassen kann.

Dauerhaftes Mega-Stauchaos in der Stadt befürchtet: Grund ist der Umbau von Carsch-Haus und Heinrich-Heine-Platz

Der Heinrich-Heine-Platz und der Vorplatz des Wilhelm-Marx-Hauses sollen umgestaltet werden. Dazu wird auch die Verkehrsführung geändert. So wird die Kasernenstraße von der Heinrich-Heine-Allee nach Süden dauerhaft gesperrt. Es werden Umleitungen für Durchgangsverkehr, Nahverkehr, Radfahrende und Busse und Bahnen eingerichtet. Ziel ist es, an diesem zentralen Standort einen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde und die Verträge für die Kooperation zwischen der Carsch-Haus-GmbH und der Landeshauptstadt Düsseldorf unterschrieben sind, startet nun der Umbau des Carsch-Hauses und die Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes. Der Durchgangsverkehr wird während der Bauarbeiten weiträumig umgeleitet. Schilder weisen auf die Umleitungsstrecken, etwa über die Maximilian-Weyhe-Allee, den Kö-Bogen-Tunnel und den Rheinufertunnel, hin.

Für die Anlieger wird jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr in den Räumen des Amtes für Verkehrsmanagement auf der Heinrich-Heine-Allee 37 eine Sprechstunde angeboten. Vor der ersten regulären Sprechstunde am Donnerstag, 2. Februar, wird ganz aktuell noch vor der Verkehrsänderung am Donnerstag, 26. Januar, 16 bis 18 Uhr, eine Sondersprechstunde angeboten.

Umleitungen
Für den Autoverkehr mit Fahrtziel südliche Altstadt oder Carlstadt besteht während der Bauzeit die Möglichkeit, über die Theodor-Körner-Straße, die westliche Königsallee und die Benrather Straße die gesperrte Strecke zu umfahren.

Für die Erschließung der Häuser im Umfeld der Kasernenstraße zwischen Heinrich-Heine-Platz und Benrather Straße wird die Einbahnstraßenregelung in diesem Abschnitt aufgehoben. Von der Benrather Straße aus Richtung Osten (Königsallee und Breite Straße) kann in die Kasernenstraße eingebogen werden.

Eine wichtige Änderung betrifft die Zu- und Ausfahrt der Tiefgarage Carsch-Haus Parkhaus: Die Einfahrt erfolgt ab Sonntag, 29. Januar, über die heutige Ausfahrrampe an der Kasernenstraße und die Ausfahrt über die heutige Einfahrrampe an der Grabenstraße.

Umleitungen für Radverkehr und ÖPNV
Für den Radverkehr in südliche Richtung wird eine Umleitung über die Ludwig-Zimmermann-Straße, den Corneliusplatz, die westliche Königsallee und die Benrather Straße ausgeschildert.

Die Buslinien 780 Richtung Hochdahler Markt, 782 Richtung Hilden/Solingen, 785 in Richtung Langenfeld und SB50 in Richtung Haan werden über die Theodor-Körner-Straße und die Blumenstraße auf die Berliner Allee geleitet. Der Bussteig 7 der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee wird nicht angefahren. Eine Ersatzhaltestelle wird auf der Theodor-Körner-Straße in Höhe der Königsallee errichtet. Die Haltstellen Benrather Straße und Steinstraße/Königsallee werden während der Sperrung des Heinrich-Heine-Platzes nicht angefahren.

Auch nach Abschluss der Umbauarbeiten am Carsch-Haus wird es während der Ladenöffnungszeiten einen Zugang von der Verteilerebene des U-Bahnhofes Heinrich-Heine-Allee ins Basement des Carsch-Hauses geben. Der Rückbau des nördlichen Treppenaufganges (Festtreppe) der Stadtbahntreppe Flinger Straße in Richtung Heinrich-Heine-Allee ist zugunsten der künftigen Fußgängerführung zur Straßenquerung in Richtung Theodor-Körner-Straße zum Kaufhof an der Königsallee notwendig.

Die Arbeiten am Carsch-Haus und am Heinrich-Heine-Platz werden voraussichtlich bis Ende 2024 andauern. Im Anschluss daran beabsichtigt die Stadt, die umliegenden Straßenzüge neu zu gestalten, soweit diese nicht bereits im Zusammenhang mit dem Bau der Wehrhahn-Linie fertiggestellt worden sind. Dazu laufen derzeit die Planungen.

Anliegerbetreuung
Die Anliegerinnen und Anlieger wurden per Postwurfsendung informiert. Ihnen steht während der Bauzeit eine von Landeshauptstadt und Signa beauftragte Anliegerbetreuung zur Seite. Zu erreichen ist die Anliegerbetreuung unter der E-Mailadresse mitte-sued@lindschulte.de und telefonisch montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr unter 0162-2303448.

Hintergrund
Der Heinrich-Heine-Platz ist für die Stadt Düsseldorf von großer Bedeutung. Er liegt am historischen Prachtboulevard und der heutigen Hauptverkehrsstraße Heinrich-Heine-Allee. Mit seiner Lage zwischen Königsallee und Altstadt ist der Platz ein zentraler Ankunftsort für Menschen, die die Altstadt besuchen. Die fußläufige Verbindung von den östlich gelegenen Einkaufsstraßen zum Rhein führt über den Platz, und bereits heute dient er als Treffpunkt und Aufenthaltsort.

Die letzte Platzgestaltung aus dem Jahr 1984 ist allerdings in die Jahre gekommen, und der Platz hat stark an Aufenthaltsqualität verloren. Durch die bestehende Verkehrsbelastung und fehlende Barrierefreiheit ist seine Nutzbarkeit stark eingeschränkt.

Durch den Bau der Wehrhahn-Linie und dem damit verbundenen Wegfall der oberirdischen Straßenbahnen ist zukünftig eine deutliche Vergrößerung und Verkehrsberuhigung der Platzfläche möglich, wenn – im Rahmen einer Neugestaltung – auf die Anbindung der Heinrich-Heine-Allee an die Kasernenstraße verzichtet wird. Dadurch bietet sich die Chance, den Platz für die Düsseldorfer Bevölkerung und auswärtige Gäste aufzuwerten und besser nutzbar zu machen.

Ab Sommer 2019 hatte die Landeshauptstadt, vertreten durch das Amt für Verkehrsmanagement, das Garten- und das Stadtplanungsamt, die Bevölkerung zu einem mehrstufigen Workshopverfahren eingeladen, mit dem Ziel, eine Platzgestaltung zu entwickeln. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort, den Eigentümern des Carsch-Hauses, Vertretern aus der Politik sowie verschiedenen Interessensgruppen und drei Planungsbüros aus Hochbau, Verkehr und Landschaftsplanung wurde bis Juli 2020 ein gemeinsames städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept entwickelt.

Im Dezember 2020 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf dieses Konzept beschlossen, mit dem Auftrag, die Themen Verkehrskonzept, Begrünung, Aufenthaltsqualität und Sicherheit, besonders in den Nachtstunden, zu überarbeiten. Am 18. Mai 2021 wurde die überarbeitete Planung den Vertretern der Politik in einer Online-Veranstaltung erneut vorgestellt, diskutiert und angepasst. Das Ergebnis wurde vom Rat der Landeshauptstadt am 16. Dezember 2021 beschlossen. Die daraufhin erarbeitete Entwurfsplanung wurde zuletzt am 8. September 2022 beschlossen.

Die beschlossene Entwurfsplanung umfasst Baumpflanzungen im Hinblick auf das sich verändernde Stadtklima, das Oberflächenmaterial des Platzes, das dem der Altstadt optisch angepasst wird und ein Stadtmobiliar, wie besondere Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter und Radabstellmöglichkeiten. Außerdem sieht die Planung ein Lichtkonzept, Barrierefreiheit und die Möglichkeit, auf dem Platz Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt anzubieten, vor.

Informationen rund um die Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes sind auf der städtischen Internetseite zu finden unter: www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/verkehrsmanagement/raeume-und-plaetze/in-planung/heinrich-heine-platz.html.

Henkel-Mitarbeiter unterstützen ehrenamtlich weltweite CSR-Projekte im Bereich Bauen und Renovierung

Corporate Citizenship ist ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie von Henkel. Um Menschen dabei zu helfen, ein besseres Leben zu führen, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, das Leben von 30 Millionen Menschen weltweit zu verbessern*. Dieses Engagement basiert unter anderem auf dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter, beispielsweise bei der Unterstützung von Bau- und Renovierungsprojekten. So schätzt UN-Habitat, dass bis zum Jahr 2030 etwa 3 Milliarden Menschen Zugang zu angemessenem Wohnraum benötigen werden**. Dies entspricht etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung und einem weltweiten Bedarf von 96.000 neuen erschwinglichen und zugänglichen Wohneinheiten pro Tag.

Um den sozialen Fortschritt weiter voranzutreiben und bedürftige Familien und Kinder durch gezielte Bauaktivitäten zu unterstützen, hat die Geschäftseinheit für Handwerk, Bau und Gewerbe des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies das Corporate Social Responsibility Programm ‚Welcome Home‘ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms können Henkel-Mitarbeiter aus aller Welt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit renommierten Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) ehrenamtlich in mehreren Neubau- oder Renovierungsprojekten mitarbeiten. Im Jahr 2022 engagierten sich freiwillige Mitarbeiter aus aller Welt in sieben lokalen Bau- oder Renovierungsprojekten.

Ziel von ‚Welcome Home‘ ist es, die Lebensbedingungen der Menschen durch die Renovierung und den Bau von Häusern, Schulen oder Spielplätzen zu verbessern. Die Initiative bietet Freiwilligen die Möglichkeit, auf persönlicher Ebene zu helfen und sich an Teambuilding-Aktivitäten zu beteiligen. Henkel unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement mit Produktspenden aus seinem breiten Portfolio an Produkten für Bau und Renovierung unter bekannten Marken wie Ceresit oder Pattex. Seit dem Start des Programms im Jahr 2016 haben Henkel-Mitarbeiter weltweit mehr als 900 Freiwilligentage geleistet und über 20 Projekte in 13 verschiedenen Ländern realisiert.

„Wir sind davon überzeugt, dass ehrenamtliches Engagement das Herzstück sozialer Aktivitäten ist und dass die Wirkung von persönlichem Einsatz echte Veränderungen herbeiführt“, erklärt Mark Dorn, Corporate Senior Vice President der Geschäftseinheit für Handwerk, Bau und Gewerbe bei Henkel Adhesive Technologies. „Mit unserer ‚Welcome Home‘ Initiative wollen wir den sozialen Fortschritt vorantreiben, indem wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich ehrenamtlich in konkreten Bauprojekten zu engagieren, die Familien und Kindern rund um den Globus unmittelbar helfen. Gerade nach den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie in den letzten Jahren sind wir sehr stolz auf die großartigen Ergebnisse und Erfolge im Jahr 2022.“

Übersicht der ‚Welcome Home‘ Projekte im Jahr 2022

Südafrika – Nelson Mandela Build
In Zusammenarbeit mit Habitat for Humanity und der Nelson-Mandela-Stiftung baute ein Team von Henkel-Mitarbeitern in der Stadt Guateng ein Haus mit zwei Schlafzimmern und getrennten Wohn-, Küchen- und Badbereichen. Zu den Tätigkeiten gehörten das Mischen von Zement, das Verlegen von Ziegeln und die Unterstützung von Fachleuten beim Bau des Hauses.

Brasilien – Heliopolis
Freiwillige Helfer von Henkel unterstützten Habitat for Humanity bei der Renovierung von Häusern für vier Familien, die unter schwierigen Bedingungen in Heliopolis, Sao Paolo, leben. Zu den Tätigkeiten gehörten Maler- und Verputzarbeiten, Materialvorbereitung, Abbrucharbeiten, Maurerarbeiten und Verfugung.

Vereinigte Staaten – Foundation Builder
In Partnerschaft mit Habitat for Humanity sponserte Henkel ein neues Haus als Teil eines Plans zur Wiederbelebung eines Viertels, um das Leben in Cleveland zu verbessern. Die ehrenamtlichen Henkel-Mitarbeiter übernahmen verschiedene Tätigkeiten wie Rahmenbau, Malerarbeiten und Ausbauarbeiten.

England – Abenteuerspielplatz in Bolton
Henkel-Mitarbeiter halfen bei der Renovierung eines Abenteuerspielplatzes in Kennington, London, auf dem Kinder neue Fähigkeiten erlernen und entwickeln können. Die Aktivitäten umfassten die Reparatur und Instandsetzung bestehender Spielstrukturen und Geräte sowie Maler- und Dekorationsarbeiten.

Rumänien – SOS Housing
Henkel-Mitarbeiter unterstützten das Habitat for Humanity-Projekt SOS Villages in der Stadt Bukarest, welches Kindern, die keine elterliche Unterstützung mehr haben oder diese zu verlieren drohen, eine Familie bietet. Die Mitarbeiter ersetzten Teile des Daches von zwei Häusern und halfen bei der Wärmedämmung von Fassaden und des Daches.

Mexiko – Hausbau
In Zusammenarbeit mit Habitat for Humanity unterstützte ein Freiwilligenteam den Bau eines Hauses für eine bedürftige Familie in der Stadt Donato Guerrera. Zu den Aktivitäten gehörten die Fertigstellung der Innenwände und die Abdichtung des Daches.

Kolumbien
In Zusammenarbeit mit der Catalina Munoz Stiftung halfen Mitarbeiter von Henkel bei der Renovierung einer Schule in der Stadt Sibaté. Das Team nutzte vorgefertigte Lösungen, um den Klassenraum zu vergrößern und so zusätzlichen Platz für mehr Schüler zu schaffen.

Quelle: henkel.de

„Wirtschaft im Westen“ – Der neue Podcast von unternehmer nrw

In dem neuen Audio-Format der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW diskutieren wir regelmäßig mit den Podcast-Gästen zu aktuellen Themen der Landespolitik, der Bundespolitik und der Wirtschafts- und Sozialpolitik.

In der ersten Podcast-Folge von „Wirtschaft im Westen“ ist der Präsident von unternehmer nrw, Arndt G. Kirchhoff, zu Gast. Er spricht über die aktuelle Lage in unserem Land und darüber, worauf es im Jahr 2023 für die Wirtschaft ankommt.

+ Platziert ist der Podcast auch bei Podigee: https://wirtschaft-im-westen.podigee.io/
+ Dazu bei Deezer: https://www.deezer.com/de/show/5657957
+ Bei Spotify: https://open.spotify.com/show/07vJ4XbMkD6oUCxbfxK7VR
+ Bei Google Podcasts: https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly93aXJ0c2NoYWZ0LWltLXdlc3Rlbi5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz?sa=X&ved=2ahUKEwihqsLq9e78AhWkZ_EDHYAQB_oQ9sEGegQIARAC
+ Amazon Music: https://music.amazon.de/podcasts/ac9256bf-e095-49d7-82ed-72fa8a01cdea/wirtschaft-im-westen
+ Darüberhinaus zukünftig auch bei Apple.

Düsseldorfer Konjunkturmonitor 2023

Die Düsseldorfer Wirtschaft befindet sich in einer Grauzone und wird 2023 vermutlich noch tiefer in die Rezession schlittern. Dies sind die Ergebnisse des 20. „Düsseldorfer Konjunkturmonitor“ der Unternehmerschaft Düsseldorf. Seit 20! Jahren ist er in der Stadt ein beliebtes Format, weil er in die Zukunft weist und eine hohe Treffsicherheit erzielt. Fast 600 Betriebe aus der Stadt beteiligten sich an der Umfrage. Nachfolgend der Filmbeitrag von RP Media.

Podcast-Folge 116 der „Düsseldorfer Wirtschaft“: Urlaubsplanung 2023 – worauf Arbeitgeber und Mitarbeitende jetzt achten müssen

Was ist los in der „Düsseldorfer Wirtschaft“? Wer das wissen möchte, ist hier richtig: bei unserem Podcast, der immer freitags erscheint ab 05.55 Uhr überall dort, wo es Podcasts gibt und auf unser Infoplattform www.unternehmerschaft.de. Mit Arbeitsjurist Alexander Jarre (2.v.l.), Lisa Marie Fitzner und Christoph Sochart (r.) sowie Produzent Frank Wiedemeier. I Und im Radio gibts die „Düsseldorfer Wirtschaft“ auch (mittwochs ab 19:04 Uhr auf Antenne Düsseldorf mit Dennis Lieske).

Wir starten mit unserem beliebten Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ in die vierte Staffel. Seit März 2020 berichten Lisa Marie Schelig und Christoph Sochart für die Unternehmerschaft Düsseldorf aus der Wirtschaft der Landeshauptstadt. Unser „Lieblingsgast“ ist Arbeitsrechts-Jurist Alexander Jarre, der in dieser 116. Folge eine ganz besondere Rolle spielt, denn: Wir sprechen über die Urlaubsplanung 2023 und sagen, worauf Arbeitgeber und Mitarbeitende jetzt achten müssen.
In unserem „Nachrichtenmüsli“ geht es unter anderem um die Ergebnisse des „20. Düsseldorfer Konjunkturmonitor“, um das große Apothekensterben in unserer Stadt und um ein ganz besonderes Hotel in Fliegern, das in wenigen Wochen an den Start gehen wird.
Eine kleine Premiere gibt es außerdem im Rahmen der Folge, denn diese Sendung können Sie wie gewohnt hören überall dort, wo es gute Podcasts gibt, und sie können sie auch im Stream verfolgen unter www.unternehmerschaft.de.
Wenn Ihnen gefällt, was Sie hören und sehen, dann empfehlen Sie uns bitte weiter. Auch den Link zur Sendung können jederzeit weiterleiten in Ihre beruflichen und privaten Netzwerke.

Mein Wochenende in Lützerath: wichtige Elemente einer erfolgreichen Verhandlung

Verhandlungsexperte Matthias Schranner

Wir reden nie über unsere Verhandlungen, wir bleiben im Hintergrund und die Öffentlichkeit erfährt meist nichts von unserer Unterstützung. Meine Verhandlung in Lützerath mit den beiden Aktivisten im Tunnel ist jedoch bekannt geworden, und mit dem OK meines Kunden durfte ich auch ein Spiegel Interview geben.

Gleich vorneweg: Die Verhandlung habe ich nicht alleine geführt, es war eine professionelle Zusammenarbeit mit einem richtig guten Team.
Eine Verhandlungsgruppe der Polizei hatte die letzten Tage mit den beiden Aktivisten verhandelt. Das Verhandlungsmandat der Polizei ging allerdings nur bis Sonntagabend, da mit dem Ende der Räumung auch die polizeilichen Aufgaben erledigt waren. Rechtlich gesehen war es dann keine Räumung mehr, sondern eine Rettung. Die Verantwortung für die beiden Aktivisten im Tunnel ging somit an die RWE über. Am Sonntag hat mich der Krisenstab von RWE gebeten, die Verhandlung zu übernehmen.

Nach meinem Eintreffen in Lützerath bekam ich ein detailliertes Briefing von der polizeilichen Verhandlungsgruppe. Als ehemaliger Polizeibeamter und Mitglied der Verhandlungsgruppe wurde ich sofort akzeptiert und es gab keinerlei Konkurrenzdenken.

Zusammen mit der Polizei hatten wir eine saubere Übergangsphase definiert. Bis 19 h verhandelte die Polizei, ab 19 h ging die Verantwortung der Verhandlung auf mich über.

In unserem Sprachgebrauch übernahm ich die Rolle des „Commanders“, der Leiter des Krisenstabes war der „Decision Maker“ und – ein wirklich großes Glück – der „Negotiator“ war bereits bestens besetzt. Christian, ein technischer Experte für den Grubenbau, hatte die letzten Tage zusammen mit seinem Kollegen Kontakt zu den beiden Aktivisten. Es wurden technische Punkte wie die Versorgung mit Sauerstoff und die Sicherheit im Tunnel besprochen. Durch seine Expertise und sachliche Herangehensweise entwickelte sich über die Tage eine sehr vertrauensvolle Beziehung.
Christian blieb unser „Negotiator“, denn ein Tausch hätte Irritationen hervorgerufen und wir hätten diesen großen Vorteil aufgegeben.

Als „Commander“ hatte ich zwei wichtige Aufgaben: Die Unterstützung und Coaching des „Negotiators“ und die interne Verhandlungen mit der Polizei und RWE. Nachdem wir am Sonntag gegen 20 h von den Aktivisten eine Forderungsliste mit 6 klaren Forderungen bekommen hatten, war es mein Job, die Forderungen intern zu verhandeln und mögliche Zugeständnisse zu erreichen.
Ich möchte keine Details nennen, wir konnten jedoch innerhalb von 30 Minuten die Forderungen intern klären und den beiden Aktivisten Zugeständnisse anbieten. Die Zugeständnisse waren an eine klare Zeitschiene gebunden, nach Ablauf dieser Frist hätten die Zugeständnisse nicht mehr gegolten. Zudem hatte die RWE entschieden, ab Montag einen Tunnel zu graben, um bei einer Verschlechterung der Bedingungen die Aktivisten retten zu können. Diese Bauarbeiten hätten aber ein zusätzliches Risiko für den bestehenden Tunnel bedeuten können.

Wir hatten eine klare Strategie für die Verhandlung vereinbart: Es gibt keine Versuche, die Aktivisten zu überzeugen. Aufforderung wie „jetzt kommt doch endlich raus“ waren nicht erlaubt. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen war immer den Aktivisten überlassen, natürlich innerhalb der vereinbarten Korridore, wie die zeitlichen Fristen.

Um 21 h hatten wir die Vereinbarung mit den Aktivisten getroffen, dass der Tunnel bis Montag 12 h verlassen wird.
Die Aktivisten, die Polizei und RWE hatten sich an alle Absprachen gehalten und so konnten die beiden Aktivisten den Tunnel verlassen.

Es war auch für mich eine neue Situation, da normalerweise Leute in Gefahr um Hilfe bitten. Die beiden Aktivisten waren in Gefahr und wollten keine Hilfe. Sie haben in einem Video als „Pinky und Brain“ die Maßnahme als Verteidigung dargestellt und damit gedroht, sich bei einer Räumung anzuketten.

Wichtige Elemente einer erfolgreichen Verhandlung:

  1. Es braucht eine klare Aufteilung der Verantwortungen, die Rollen „Negotiator“, „Commander“ und „Decision Maker“ müssen klar getrennt sein.
  2. Ein Zeitplan ist elementar und darf nicht geändert werden, Fristen müssen klar kommuniziert werden.
  3. Konsequenzen müssen angesprochen werden, jedoch nicht als Drohung.
  4. Es geht um Menschen, nicht um Ideologien. Die Rettung steht im Vordergrund und nicht, ob jemand Recht oder Unrecht hat.
  5. Ein Verhandlungsprozess ist Teamwork. Im Sinne der Sache darf es kein Konkurrenzdenken geben, Informationen müssen auf den Tisch. Es muss intern gestritten werden, es muss Raum für Ideen und Bedenken geben. Nach dem Streit steht die Strategie, die dann Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Das Teamwork war in Lützerath perfekt. Vielen Dank an die Polizei, RWE, Experten, Feuerwehr, die parlamentarischen Beobachterinnen, die Aktivisten und alle, die mitgeholfen haben.

Quelle: Matthias Schranner