WohnBarometer: Kaufnachfrage zieht dank spürbarer Preiskorrektur schon wieder leicht an – die prozentual größten Preiskorrekturen gibts in Düsseldorf

  • Trotz Preiskorrektur im vierten Quartal – im gesamtdeutschen Mittel stiegen die Immobilienpreise im Gesamtjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr.
  • Angebotspreise in den Metropolen liegen zum Großteil unter Vorjahresniveau: deutliche Preiskorrekturen bei Eigentumswohnungen im Neubau und Bestand im vierten Quartal.
  • Nachhaltige Preisrückgänge nicht erwartbar aufgrund von Angebotsknappheit.
  • Angebotspreise für Einfamilienhäuser fallen deutlich stärker als für Eigentumswohnungen.

Deutschlandweit gehen die Angebotspreise für Immobilien zum Kauf zurück. / ots

Es ist ein ungewohntes Bild. Der Immobilienmarkt kannte in den letzten Jahren in der Preisentwicklung nur eine Richtung – nach oben. Das attraktive Zinsniveau führte zu einer regelrechten Preisexplosion. Allein binnen der letzten fünf Jahre sind die Immobilienpreise um bis zu 63 Prozent gestiegen. Ein Großteil der Verkäuferseite war im zweiten und dritten Quartal 2022 mit ihren Preisanpassungen noch zurückhaltend. Das ImmoScout24 WohnBarometer zeigt im vierten Quartal 2022, dass die Angebotspreise nun deutlicher nachgeben. Trotz der spürbaren Preiskorrektur von bis zu 10 Prozent, liegen die Angebotspreise zum Großteil weiterhin deutlich über dem Niveau von 2021.

Eigentumswohnungen verlieren im Bereich Bestandsimmobilien im Durchschnitt minus 4,3 Prozent. Mit 2.714 Euro pro Quadratmeter ist der Angebotspreis im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 3,5 Prozent gestiegen. Der Neubau-Quadratmeterpreis verliert mit 6,4 Prozent stärker und landet auf dem Niveau des vierten Quartals 2021. Bei Einfamilienhäusern ist die Entwicklung umgekehrt. Hier ist der Preisrückgang von Bestandsimmobilien mit 4,5 Prozent höher als im Neubau, wo die Preise um minus 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal nachgeben. Dennoch lagen auch hier die Angebotspreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höher. Im Bestand um plus 2,7 Prozent und im Neubau um plus 7,3 Prozent.

„Die letzten Monate waren geprägt von einer Phase des Abwartens und der Spekulation auf sinkende Preise. In der aktuellen Situation des Angebotsüberhangs haben Kaufinteressierte das Momentum auf ihrer Seite. Dass die Preise jetzt nachgeben zeigt, dass der Markt funktioniert,“ erläutert Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Verglichen mit dem Preisanstieg der letzten fünf Jahre ist die Preiskorrektur als moderat einzuordnen. Ein nachhaltiger Preisrückgang ist nicht zu erwarten, da die Neubauziele der Bundesregierung in weite Ferne gerückt sind. Wir rechnen mittelfristig mit einer Verknappung des Angebots, die den Markt wieder drehen kann.“

Nachhaltige Preisrückgänge nicht erwartbar aufgrund von Angebotsknappheit

Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Einwohnerzahl Deutschlands im ersten Halbjahr 2022 erstmals auf über 84 Millionen Menschen gestiegen. 843.000 Menschen mehr als zum Jahresende 2021. Gleichzeitig ist der Wohnungsbau ins Stocken geraten. Der Gesamtverband der deutschen Wohnungswirtschaft rechnet in 2022 mit 250.000 neu gebauten Wohnungen für Deutschland, für 2023 mit rund 200.000 Wohnungen und für „2024 dann noch weniger“. Das liegt weit unter den ambitionierten Zielen der Bundesregierung. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie meldet, dass 74 Prozent aller Baufirmen Verzögerungen in 2022 beklagen und ein Drittel der Baufirmen von Auftragskündigungen betroffen sind. Laut einer Studie des Hannoveraner Pestel-Instituts sowie des schleswig-holsteinischen Instituts Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen Kiel (Arge) liegt das Wohnungsdefizit zum Jahresende 2022 bundesweit bei rund 700.000 Wohnungen. Mehr als doppelt so viele Wohnungen, als 2022 gebaut wurden. Das erhöht den Druck sowohl auf den Miet- als auch den Kaufmarkt.

„Die aktuelle Marktlage wird nur für einen begrenzten Zeitraum anhalten. Die Baubranche und insbesondere der Neubau sind ins Stocken geraten. Die Bundesregierung muss diesem Trend entgegensteuern. Andernfalls wird sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt immer weiter zuspitzen. In den Metropolen sehen wir bereits Anzeichen, dass die Nachfrage bei Kaufinteressierten wieder anzieht,“ ergänzt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.

Nachfrage in 4 von 5 Metropolen im 4. Quartal wieder steigend

Saisonbereinigt scheint die Nachfrage für Kaufimmobilien im dritten Quartal die Talsohle erreicht zu haben. Im vierten Quartal steigt die Nachfrage in vier der fünf größten deutschen Städte wieder leicht an. Die Nachfrage bleibt insgesamt jedoch noch unter dem Vor-Corona-Niveaus des vierten Quartals 2019. In Berlin ist die Nachfrage nach Kaufimmobilien weiterhin deutlich höher als in den anderen Metropolen und liegt annähernd auf dem Ausgangsniveau von 2019. Einzige Ausnahme unter den Top 5 ist Köln, hier geht die Nachfrage nach Kaufimmobilien weiter leicht zurück.

Deutliche Preiskorrekturen in den Metropolen bei Eigentumswohnungen im Neubau und Bestand

In Hamburg sind im Metropolenvergleich die stärksten Preisanpassungen im vierten Quartal zu beobachten – mit minus 7,6 Prozent im Neubau und minus 6,2 Prozent im Bestand. Ein möglicher Grund für die Entwicklung ist, dass Hamburg im Metropolenvergleich im Mietmarkt und dem Wohnungsbau als Vorbild gilt. In der Hansestadt deckt das Angebot den Bedarf und es gibt ein vergleichsweise gutes Wohnungsangebot. Wie auch bei der gesamtdeutschen Preisentwicklung der Eigentumswohnungen verbüßen Neubauwohnungen einen stärkeren Preisrückgang in den Metropolen als im Bestand. Einzige Ausnahme bildet Köln. In der Dom-Stadt fallen die Angebotspreise im Vergleich zum Vorquartal um 5,6 Prozent im Bestand und um 3,8 Prozent im Neubau. In Frankfurt am Main sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Bestand stabil und bleiben mit einer Differenz von 0,2 Prozent annährend auf dem Niveau des Vorquartals. Und auch im Neubau verzeichnet die Finanzhauptstadt Deutschlands mit minus 2,6 Prozent den geringsten Preisrückgang im Metropolenvergleich.

Angebotspreise für Einfamilienhäuser fallen deutlich stärker als für Eigentumswohnungen

Anders als bei den Eigentumswohnungen fallen die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im Bestand deutlich stärker als für Neubauhäuser. München bildet hier die Ausnahme, da die Preise für Bestandshäuser um lediglich 3,8 Prozent fallen und im Neubau fast doppelt so stark mit minus 7 Prozent. Die prozentual größten Preiskorrekturen von etwas mehr als 10 Prozent im Neubau und 8 Prozent im Bestand sind in Frankfurt am Main und Düsseldorf zu beobachten. Ein Einfamilienhaus in der bevölkerungsreichsten Stadt Hessens kostet mit 5.624 Euro pro Quadratmeter im vierten Quartal so viel wie in der ersten Jahreshälfte von 2021. Damit liegt der Quadratmeterpreis nur 56 Euro über dem Angebotspreis einer Bestands-Eigentumswohnung. Im Vorquartal lag die Differenz noch bei ca. 800 Euro. Berlin liegt bei der Angebotsentwicklung mit minus 5,2 Prozent im Neubau und minus 6,5 im Bestand im Mittelfeld. Die Hauptstadt bleibt dennoch mit Abstand die günstigste Metropole für Einfamilienhäuser unter den Top 7.

Alle Daten zu den Metropolen und Gesamtdeutschland finden Sie in unserem Medienbereich.

Methodik – Das ImmoScout24 WohnBarometer

Das ImmoScout24 WohnBarometer ist der Marktreport zur Entwicklung des Immobilienmarkts. Herausgeber ist ImmoScout24: Deutschlands führende Online-Plattform für Wohnimmobilien. Das ImmoScout24 WohnBarometer gibt die Preisentwicklung in realen Angebotspreisen wieder, ergänzt um einen Indikator zum Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Datenbasis umfasst über 8,5 Millionen Inserate der letzten fünf Jahre auf ImmoScout24. Die Werte werden für Referenzobjekte für den jeweils betrachtetem Immobilientyp durch einen Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens ermittelt. Für Wohnungen zum Kauf wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche zugrunde gelegt. Das betrachtete Einfamilienhaus hat 140 Quadratmeter Wohnfläche und einen Grundstücksanteil von 600 Quadratmetern. Die Kategorie Neubau enthält alle Angebote mit einem Baualter von maximal zwei Jahren zum jeweiligen Bestimmungszeitpunkt. Die Nachfrage im Verhältnis zum Angebot wird berechnet auf Basis der Kontaktanfragen pro Inserat des jeweiligen Immobilientyps pro Woche. Es handelt sich um einen normierten Wert, um unterschiedliche Standzeiten der Anzeigen auf dem Portal auszugleichen. Die aktuellen Angebotskaufpreise beziehen sich immer auf den letzten Datenpunkt im Marktreport und stehen damit für den Angebotspreis im vierten Quartal 2022.

boot 2023 startet: 220.000 Quadratmeter mit Yachten, Booten, Sport, Spaß und Action in 16 Hallen

Foto: Messe Düsseldorf/ ct

Im Düsseldorfer Messeturm herrscht große Vorfreude auf die boot 2023, die vom 21. bis 29. Januar wieder in Düsseldorf ihre Leinen auswirft. Rund 1.500 Aussteller werden an Bord sein. „Unser großer Dank geht an die internationale Ausstellerschaft, die uns durch ihre Treue und Begeisterung für die boot so hervorragend unterstützen. Die Besucher werden auf der boot 2023 ein Feuerwerk an Yachten, Booten, Sport, Spaß und Action auf einer Fläche in der Größenordnung von 31! Fußballfeldern in 16 Messehallen erleben. Und ich sage ganz deutlich: alle Düsseldorfer Messen im Herbst, Winter und Frühjahr 2022/2023 werden stattfinden. Wir sind sowohl für Energie-Engpässe als auch gegen eine Virenverbreitung in den Hallen bestens gerüstet. Unsere Messehallen sind mit neuesten Hochleistungspartikelfiltern, sogenannten Hepafiltern, ausgestattet, die 99,9 Prozent der Viren aus der Luft eliminieren und auch die Energieversorgung ist rundum sicher. In den Hallen wird wie gewohnt eine durchgängige Temperatur von 19 Grad herrschen. Verglichen mit den wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit verdient die boot 2023 das Prädikat besonders wertvoll“, erklärt Messechef Wolfram Diener.

Die boot Düsseldorf punktet auch 2023 mit ihrer besonderen Internationalität. Bootswerften, Anbieter von Tauchausstattung, Hersteller von Boards und Kanus ebenso wie zahlreiche Destinationen in der ganzen Welt verwandeln die Messehallen im Januar in das größte, globale Indoor-Wassersportevent. boot Director Petros Michelidakis: „Die Welt ist zu Gast auf der boot 2023. Die Liste der Ausstellerländer reicht weltumspannend von Australien bis nach Zypern. Ganz besonders freut mich, dass auch zahlreiche Tauchregionen wieder den Weg zu uns gefunden haben und die Besucher in exotische Unterwasserwelten entführen werden. So präsentieren sich zum Beispiel Tauchbasen aus Ägypten, Curaçao, Israel, Kuba, Mauritius, Oman und Palau mit ihren traumhaften Reisezielen. Mit dem neuen Tauchturm und innovativem Equipment ist die Halle 12 wieder der Dreh- und Angelpunkt der Tauchszene.“

Motorboote aller Klassen und die „Global Brands“ der Luxusyachten an Bord in den Hallen 1, 3, 4 bis 6 und 7a

Der Rundgang über die boot 2023 startet in der Halle 1 mit mittelgroßen Motor- und Stahlyachten – u.a. Bavaria, Bénéteau, Greenline, Jeanneau, Linssen und Marex. Weiter führt der „Motor Walk“ der boot über die Halle 3. Hier gibt es Motorboote – u.a. die Brunswick Group mit Searay, Quicksilver und Bayliner – in der Klasse bis zu zehn Metern und Außenbordmotoren aller Größen – u.a. Honda, Mercury, Suzuki, Tohatsu und Yamaha.  Skandinavische Motorboote und viele Modelle mit innovativen, alternativen Antrieben sind der Hit in der Halle 4 – u.a. Arksen, Axopar/Brabus, Candela, Finboat, Nimbus, Saxdor und X-Shore. Die Superboat Halle 5 besticht sowohl mit klassischer Eleganz als auch mit futuristischen Neuentwicklungen bei Tendern und edlen Beibooten, den sogenannten Shadowboats – u.a. Boesch, Boston Whaler, Cantiere del Pardo, Nautor/Swan, Frauscher, Rand Boats, Wally und Zar Formenti. Und weiter geht’s zum luxuriösen Highlight der boot: In der Halle 6 treten die schnittigen Schönheiten der Luxuswerften zum Wettstreit an – u.a. Absolute, Azimut, Fairline, Ferretti, Princess, San Lorenzo und Sunseeker. Wer es noch größer und komfortabler mag, kommt bei den Modellen der Superyachthersteller und den Ideen für eine exquisite Innenausstattung in der Halle 7a – u.a. Art for living, Deutsche Yachten, Ocean Independence, Superyacht France und Whisper Power – auf seine Kosten.

Entspannung bei maritimer Kunst in der Halle 7

Nach so viel Luxusimpressionen freut sich das Auge auf eine malerische Entspannung in der Halle 7 mit maritimer Kunst. Bekannte See(h)-Künstlerinnen und -künstler begeistern mit ihren hochformatigen Bildern mit Meeresstimmungen, feinen Schiffsmodellzeichnungen und Skulpturen.

Innovative Technik in den Hallen 9, 10 und 11 –
Nachhaltigkeitsforum „blue innovation dock“

Gut erholt und entspannt brechen wir auf in die atemberaubenden Technikhallen 9, 10 und 11 der boot. Das wachsende Segment der Motorboote erweitert sich ab der boot 2023 um die Halle 9 mit Tenderbooten und Ribs bis zehn Metern – u.a. Alltechnik, Highfield, Seabob, Zar Formenti, Williams sowie einem estländischen Gemeinschaftsstand. Es folgen die Motorenherstellern mit ihren neuesten, innovativen Antrieben sowie Marina-Ausstatter, Bootsausrüster, Versicherungen, Zubehörhersteller und maritime Bekleidung in der Halle 10.

Hier lockt auch das neue „blue innovation dock“ (bid), eine Bühne mit Diskussionsforum für Themen rund um die Nachhaltigkeit in der Bootsproduktion, dem Bootssport und der umweltgerechten Ausrichtung von Bootshäfen und großen Marinas. An allen neun Messetagen geben sich die europäische Spitzenpolitik, die herstellende Industrie, Marinabetreiber und internationale Verbände die Klinke in die Hand. Visionen und konkrete Umsetzungen für den Wassersport stehen auf dem bid im Fokus. Das Programm des bid koordiniert der Verband der European Boating Industry (EBI).

Tipps von professionellen Bootsbauern für „Do it yourself“-Profis

Professionelle Bootsbauer, Restaurateure und „Do it yourself“-Profis erleben in der Halle 11 einen aktiven Austausch bei Segelmachern, Lackierern und Ausrüstern. Im „Refit Center“ lassen sich die Experten über die Schulter schauen und geben wertvolle Tipps

Halle 12 glänzt mit neuem Tauchturm

Anschließend tauchen die Besucher visuell ganz tief ein ins glitzernde Wasser des neuen Tauchturms in der Halle 12. Mit einem Durchmesser von acht und einer Höhe von vier Metern ist er der Treffpunkt der internationalen Tauchcommunity.  Im „Dive Center“ werden an allen neun Messetagen prominente Trendsetter der Szene über ihre spannenden Tauchsafaris berichten, Hersteller innovative neue Techniktrends vorstellen oder Tauchregionen vom nächsten Urlaub unter Wasser träumen lassen. Anna von Boetticher wird hier gewohnt fachfraulich durch das abwechslungsreiche Programm führen. Rund um das „Dive Center“ tauchen die Großen der Hersteller, Händler und Reiseanbieter auf und präsentieren ihr neuestes Angebot – u.a. Beluga Reisen, BtS Europa, Cressi, Garmin, Mares, Padi.

„Destination Seaside“ in Halle 13

Ungebunden, vielseitig und reif für den Urlaub präsentiert sich die Halle 13. Urlaubsregionen in aller Welt, neueste Hausbootkreationen, Vercharterer und Marinas sowie die Vielfalt der Aktivitäten in den schönsten Wassersportregionen Europas und exotischer Ziele in Übersee. Die           „Destination Seaside“ bietet jede Menge Highlights für alle, die den Urlaub am Wasser lieben. Die Bühne lädt mit ihrem Urlaubsfeeling ein, kulturelle Vielfalt, Ländertage, Buchvorstellungen oder Reiseblogger live vor Ort zu erleben. Die bekannten Moderatoren André Scheidt und Katharina Knoll werden dabei das Programm gekonnt in Szene setzen.

Paddelsport, alte Schätzchen und „Seaside Camping“ in Halle 14

Sportlich empfängt die Halle 14 die Fans des Kanusports in der „World of Paddling“. Im Kanukanal können kleine und große boot Fans vor beeindruckender Bergkulisse ihre Runden paddeln und dabei entspannen. Tipps für die nächste Paddeltour gibt es auf der Bühne mit dem Paddel- und SUP-Experten Lars Thierling. Freunde der klassischen Boote finden ihre Erfüllung bei einem Besuch des „Classic Forums“. Altmeister Bernd Klabunde und sein Team entführen in eine scheinbar längst versunkene Welt der Holzboote, der ersten schnittigen Motorbötchen oder kleinen Schaluppen. Ein besonderes Highlight für Klassikfans ist die Bootsversteigerung am zweiten boot Wochenende im „Classic Forum“. Ebenfalls in der Halle 14 regt der beliebte „love your ocean“ Stand mit sieben Informationsinseln zum Nachdenken und Austausch über den Meeresschutz an. Experten der Deutschen Meeresstiftung e.V. stehen auf dem Stand und beim vielseitigen Bühnenprogramm Rede und Antwort. Am Dienstag, 24. Januar, lädt die Stiftung dort zum internationalen „Ocean Forum“ ein.

Tipps für Profis und Einsteiger im „Sailing Center“ in der Halle 15

In der Halle 15 ist die ganze Welt der Segelregatten und -verbände, das „Sailing Center“ und „Start Sailing“ an Bord. Es riecht nach großer, weiter Welt auf der Bühne des „Sailing Centers“, hier sind die Stars der internationalen Segelszene am Ruder und berichten von atemberaubenden Törns auf den Weltmeeren. Und der Segelnachwuchs kann auch mal selbst Hand an die Pinne legen. Die erfahrene Segellehrerin Silke Krüger vom Düsseldorfer Unterbacher See gibt praktische Tipps zum Halsen und Wenden auf dem boot „Sailing Pool“. Segel-Highlight in der Halle 15 sind die spektakulären Mehrrumpfyachten – u.a. Catana Bali, Excess und Lagoon. Die Crème de la Crème der Daysailer, Dinghies und Klassenvereinigungen an Bord.

Große Segelbootflotten in Halle 16

In der Halle 16 zeigen die internationalen Segelyachthersteller mit ihren großen Flotten Flagge. In einer beeindruckenden Präsentation sind 2023 wieder nahezu alle großen Anbieter mit Segelyachten von 22 bis 70 Fuß, aber auch viele Newcomer, in Düsseldorf dabei – u.a. Amel, Bavaria, Bénéteau, Bente, Dufour, Elan, Grand Soleil, Nautor Swan, Oyster, Solaris und Wally Nano.

Surfen, Shoppen und Chillen in Halle 17 mit dem XXL-Pool

Das Highlight für den Surfsport ist die Halle 17. Der extra für den noch jungen Wingfoilsport tiefer gelegte XXL-Pool, Surfsportcontests, Infos vom Profi für den Newcomer und eine chillige, exotische Südseeatmosphäre sind das Markenzeichen der „Beach World“ der boot. Mit ihrem Umzug in die Halle 17 liegt sie nun mitten im Herzen der Messe. Expertentipps direkt vom Hersteller oder Händler gibt es an den Ständen der internationalen Marktführer der Surfsportszene, die in der Halle 17 angelegt haben. Auch die zahlreichen Surf-Profis vor Ort geben gerne ihr Know-how an den Nachwuchs weiter.

Petros Michelidakis: „Wir sind stolz wieder diese Vielfalt präsentieren zu können und freuen uns auf die Newcomer

Petros Michelidakis fasst zusammen: „Wir sind glücklich und auch ein bisschen stolz, der Wassersportcommunity wieder diese großartige Vielfalt an Produkten, Trends und Services präsentieren zu können. Besonders freuen wir uns auf die „Newcomer“, die in den letzten Jahren ihrer Leidenschaft gefolgt sind und den Trends in der Branche einen zusätzlichen Schub gegeben haben. Fast 200 neue Aussteller sind 2023 erstmals an Bord der boot Düsseldorf.“

Tickets auf www.boot.de

Tickets für die boot Düsseldorf 2023 sind auf www.boot.de erhältlich. Der reguläre Online-Eintrittspreis beträgt 19,00 €, für www.boot.club.deund ADAC Mitglieder gibt es den vergünstigten Preis von 17,00 €. Eine Nachmittagskarte ist von Montag bis Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr für nur 10,00 € online erhältlich. An der Tageskasse vor Ort kostet der Eintritt 27,00 €. Kostengünstige Übernachtungen für alle boot und Caravaning Fans bietet im Januar das Caravan-Center der Messe Düsseldorf (35,00 € pro Nacht, Anreise ab 16:00 Uhr, Abreise bis 18:00 Uhr am nachfolgenden Tag). Über eine große Auswahl an Hotelzimmern verfügt die Reiseagentur bcd travel (Tel: +49 30 40365 2117, Mail: 347.01@bcdtravel.de) Alle aktuellen Informationen zur boot und ihrem Begleitprogramm gibt es online auf www.boot.de.

Trotz Pandemie: Krankenstand bleibt stabil, sagt unser Institut der Deutschen Wirtschaft

Der Krankenstand 2021 verbleibt wie im Vorjahr auf stabilem Niveau, obwohl die Corona-Variante Omikron für deutlich mehr Ausfälle in den Belegschaften gesorgt hat. Im Schnitt war jeder Arbeitnehmer in Deutschland für 18,2 Tage krankgeschrieben, das geht aus der Auswertung der neuesten Daten des Dachverbands der Betriebskrankenkassen hervor. Weitere Daten und Fakten zum Krankenstand in Deutschland finden Sie in unseren interaktiven Grafiken. Quelle: IW Köln

Rheinmetall erhält Auftrag zur Regeneration von Anteilen der modularen Sanitätseinrichtungen – Kompetenz im medizinischen Bereich

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) entschied sich im September 2022 für Rheinmetall als Auftragnehmer für den Umbau von Anteilen der Modularen Sanitätseinrichtungen (MSE).

Der Gesamtwert der Beauftragung liegt im mittleren einstelligen MioEUR-Bereich. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2023 abgeschlossen sein.

MSE-Container beschreiben eine Familie der modularen Sanitätseinrichtungen. Die seit den 1990er Jahren hergestellten Einheiten wurden in den unterschiedlichen Varianten beschafft und werden nun umfassend regeneriert.

Die MSE bestehen aus Rettungszentren und Einsatzlazaretten, die in den Einsatzgebieten der Bundeswehr genutzt werden. Einzelne Systeme übernehmen dabei spezielle Aufgaben, wie beispielsweise die Erzeugung und Versorgung mit medizinischen Gasen mittels eines Geräte-Versorgungs-Containers (GVC). Die technische und medizinische Ausstattung des GVC unterstützt im Feldeinsatz die Durchführung von Operationen im angrenzenden OP-Bereich. Die Containersysteme sind CSC-klassifiziert, stapelbar und damit geeignet zum Transport auf Containerschiffen. Die Systeme und ihre Ausstattungen werden in ihrem Umfang und in ihrer Funktionalität angepasst.

Die Rheinmetall Project Solutions GmbH bündelt seit 2019 Ressourcen und Fähigkeiten für den Bereich Einsatzunterstützung und ist verantwortlich für mobile verlegbare Einsatzlösungen. Ziel ist es, die Kunden auch durch spezifische Dienstleistungen bei ihren Missionen langfristig zu unterstützen. Die Gesellschaft wurde durch die Rheinmetall AG gegründet um Dienstleistungen und Projekte für die Einsatzunterstützung abzuwickeln.

Dr. Deniz Akitürk, Geschäftsführer der Rheinmetall Projekt Solutions GmbH, ist stolz auf das neue Projekt: „Rheinmetall Project Solutions GmbH bietet, im Verbund mit ihrer Tochter Rheinmetall Zeppelin Mobile Systeme, eine vollumfängliche Einsatzunterstützung an. Neben dem Bau und Betrieb von Feldlagern, bündeln wir hier auch die Überwachung sowie medizinische Kompetenz im Einsatz für den Kunden. Als Systemanbieter freut es uns, die Regeneration des Kunden unterstützen zu können.“

Der Auftrag unterstreicht die hohe Kompetenz Rheinmetalls in der Einsatzunterstützung der Bundeswehr im medizinischen Bereich.

KI in der Arbeitswelt. Das Düsseldorfer ifaa zeigt Good-Practice-Beispiele aus der M+E-Industrie

Das Grundlagenwissen über künstliche Intelligenz ist in Unternehmen mittlerweile weitverbreitet. Dennoch entwickeln nur wenige Unternehmen eigene KI-Anwendungen oder erproben die Technologie in Pilotprojekten. Sebastian Terstegen, Experte des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft: „Das ifaa möchte mit Good-Practice-Beispielen die Akzeptanz für KI erhöhen und Hemmschwellen abbauen, KI im eigenen Unternehmen anzuwenden.“ Die neue ifaa-Praxisbroschüre stellt interessante und praktische Anwendungsbeispiele aus kleinen und mittleren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie vor. Ergänzt wird die Broschüre um ein Plakat, das übersichtlich darstellt, wie ein Machine-Learning-System implementiert werden kann. Kostenloser Download unter: https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-praxis

Umwälzende Veränderungen in der Arbeitswelt durch KI

Die Arbeitswelt der Unternehmen wird durch KI umwälzende Veränderungen erfahren. Instrumente und Arbeitssysteme mit intelligenter Assistenz, lernende Roboter und benutzeroptimierte Informationsbereitstellung bereichern die Produktion und Verwaltung. Für die Beschäftigten bedeutet der Einsatz von KI noch mehr Flexibilität, anspruchsvollere Tätigkeiten, individuell angepasste Informationen sowie Erleichterung bei monotonen geistigen Tätigkeiten.

Studienergebnisse: Nur wenige Unternehmen entwickeln KI-Anwendungen

Diverse Studien zum Einsatz der KI in Unternehmen belegen, dass das Grundlagenwissen über KI in Unternehmen mittlerweile weitverbreitet ist und die Bedeutung der KI für das eigene Unternehmen und Geschäftsmodell zunehmend erkannt wird. Was die Studien aber auch zeigen: Nur die wenigsten Unternehmen entwickeln KI-Anwendungen oder erproben die Technologie in Pilotprojekten.

Akzeptanz durch erfolgreiche Beispiele

Durch die Verbreitung von Good-Practice-Beispielen lässt sich die Akzeptanz erhöhen und Hemmschwellen, KI im eigenen Unternehmen anzuwenden, abbauen. Die neue Praxisbroschüre inspiriert mit interessanten und praktischen Anwendungsbeispielen aus kleinen und mittleren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie.

Elabo GmbH: deutliche Zeiteinsparung

Die Elabo GmbH in Crailsheim – Hersteller individueller Arbeitsplatzsysteme – berichtet darüber, wie sie gemeinsam mit dem Karlsruher Start-up-Unternehmen Kimoknow das bestehende digitale Montageassistenzsystem um KI-Funktionalitäten erweitern konnte. Horst Maywald, Senior Advisor bei der Elabo GmbH ist begeistert von der neuen Technologie: „Bei der Erstellung der Arbeitsanweisung sparen wir jetzt deutlich Zeit. Alle neuen Bauteile und Produktgruppen, die bei Elabo entwickelt werden und deren CAD-Daten dann ohnehin vorliegen, werden in das System gegeben, sodass digitale Arbeitspläne zur Verfügung stehen.“

Balluff GmbH: Komplexität vereinfachen

Die Balluff GmbH in Neuhausen auf den Fildern – einer der großen deutschen Hersteller von Sensortechnik – demonstriert, wie mithilfe von KI auch komplexe Analyseprobleme handhabbar gemacht werden konnten. Daniel Kessler, Data Scientist bei der Balluff GmbH, erläutert die Vorteile, die KI für sein Unternehmen bietet: „Man kann viele Systeme durch ein physikalisches Modell beschreiben, aber dieses Modell stößt in manchen Fällen an seine Grenzen oder ist recht kompliziert und benötigt viel Expertise. Eine andere Möglichkeit ist das Training eines KI-Modells mittels historischer Daten. Dieses kann Zusammenhänge und Muster erkennen, die ein Mensch vielleicht nicht direkt aus den Daten ableiten kann.“

Jakusch GmbH: optimierte Schichtplanung

Die Drehtechnik Jakusch GmbH in Saalfeld – Hersteller von Drehteilen sowie Metall- und Kunststoff-Baugruppen – nutzte KI für ihr komplexes und innovatives Schichtplanungssystem, mit dem ihre Mitarbeitenden Leerlauf- und Bereitschaftszeiten sinnvoller planen können. Enrico Jakusch, Geschäftsführer der Drehtechnik Jakusch GmbH, ist es wichtig, dass Mensch und Technik zusammenarbeiten: „Diese Autonomie schafft den Menschen nicht ab. KI wird aber die Notwendigkeit fehlerbehafteter menschlicher Einflussnahme verringern. Der Mensch gibt immer noch die Struktur vor, KI ist nur ein Werkzeug, um Arbeit für den Menschen angenehmer zu machen.“

SICK AG

Auch Daniel Nazimek, Product Manager bei der SICK AG, weiß um die Bedeutung der KI für die Arbeitswelt: „Mithilfe der KI können teilweise komplexe Aufgaben vereinfacht und die Produkt- und Fertigungsqualität erhöht werden. Mit der Nutzung der KI-Prozessautomation verändern sich natürlich die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche der Mitarbeitenden.“ Bei der SICK AG in Waldkirch werden neue KI-Technologien wie das Deep Learning eingesetzt, um innovative Machine-Vision-Systeme für Anwendungen in der Logistik zu entwickeln.

Die ifaa-Praxisbroschüre inkl. des beiliegenden Plakats „Künstliche Intelligenz im Unternehmen anwenden – Ein Überblick über die Implementierung eines Machine-Learning-Systems“ ist kostenfrei auf der Website des ifaa erhältlich: https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-praxis

Düsseldorfer Unternehmensberatung weiß: Weltweiter Markt für Batterien wächst rasant

Der weltweite Markt für Batterien wächst rasant: Bis 2030 wird die Nachfrage von heute 700 GWh um jährlich 30% auf dann 4.700 GWh wachsen. Die Umsätze steigern sich auf über 400 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030. Mit 4.300 GWh entfällt der größte Teil der Nachfrage auf Batterien für Anwendungen in der Mobilität, der Rest auf stationäre Energiespeicher und Batterien für Unterhaltungselektronik. Dies geht aus einer neuen Studie von McKinsey & Company in Düsseldorf mit dem Titel „Battery 2030: Resilient, sustainable, and circular“ hervor, die die Unternehmensberatung gemeinsam mit der Global Battery Alliance und seinen Mitgliedern veröffentlicht hat – einem Zusammenschluss von über 130 Unternehmen, Regierungen, Wissenschaftsorganisationen und NGOs. Die Nachfrage nach Batterien wird sich damit deutlich beschleunigen und 2030 bedeutend größer sein als bislang von vielen Experten angenommen.

Zellfertigung und Aktivmaterialien größte Umsatzquellen

„Durch die Nachfrage nach Batterien entsteht aktuell ein gigantischer Markt und ein neues Ökosystem rund um Geschäftsmodelle, Technologien, Rohmaterialien und Recycling“, sagt Martin Linder, Co-Autor der Studie und Senior Partner im Münchner Büro von McKinsey. „Jetzt geht es darum, gemeinsame Standards zu schaffen und die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, um eine resiliente, nachhaltige und möglichst kreislaufbasierte Batterieindustrie für das Jahr 2030 aufzubauen.“ Das Verfolgen der Klimaziele, regulatorische Anreize, ein hohes Kundeninteresse für E-Autos und klare Ausstiegspläne vieler Autohersteller aus dem Verbrennungsmotor sind die wesentlichen Treiber für den Batteriemarkt. Im Batterie-Ökosystem sind die Aktivmaterialien (Anode/Kathode) mit 110 Milliarden US-Dollar sowie die Zellfertigung (121 Milliarden US-Dollar) die größten Umsatzquellen, gefolgt vom Packaging (74 Mrd. US-Dollar), Refining (52 Mrd. US-Dollar) und der Rohstoffförderung (34 Mrd. US-Dollar). „Bis 2030 wird das Thema Recycling mit rund 13 Milliarden US-Dollar Umsatz von der Größe her noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Technologien und Geschäftsmodelle werden jedoch heute mit Hochdruck und industrieübergreifend entwickelt Bis 2040, wenn mehr Batterien das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, dürfte dieser Markt auf dann 40 Milliarden US-Dollar wachsen“, so Linder. Gleichzeitig nimmt die Regionalisierung der Batterieproduktion zu – Investitionsprogramme wie der Inflation Reduction Act in den USA führen dazu, dass die drei großen Nachfrageregionen Asien, USA und Europa jeweils ihre eigene Fertigung und Supply Chain aufbauen. China bleibt mit 45% der Gesamtnachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2025 und 40% im Jahr 2030 der größte Abnehmer. Die Wachstumsraten sind jedoch in der EU und in Nordamerika am größten, da die Autoindustrie darauf drängt, die Batteriefertigung näher an die Fahrzeugfertigung anzusiedeln. Insgesamt werden bis 2030 über 120 neue Batteriefabriken weltweit an den Start gehen. Über 60% dieser angekündigten neuen Kapazität wird in China liegen, 19% in Europa und 13% in den USA.

„Trotz der Ankündigungen vieler Projekte – die Batterieindustrie wird auf Jahre hinaus weiter von Knappheiten bestimmt sein und bleibt damit ein Angebotsmarkt“, sagt Patrick Schaufuss, Co-Autor der Analyse und Partner im Münchner McKinsey-Büro. „Nicht alle angekündigten Projekte werden voraussichtlich wie geplant realisiert werden. Zudem gibt es noch keinen Spotmarkt für Batterien, denn viele Projekte basieren auf langfristigen Lieferverträgen.“ Knappheiten bestehen vor allem bei den benötigten Maschinen zum Aufbau einer Batterieproduktion, bei Baumaterialien und bei den benötigen Arbeitskräften.

Die größte Herausforderung wird jedoch perspektivisch die Versorgung mit Rohstoffen sein. Vor allem beim Lithium zeichnet sich ein drohender Engpass ab. Basierend auf bisherigen Ankündigungen für die Batterieproduktion könnte der Lithiumbedarf 2030 nur zu weniger als der Hälfte gedeckt sein. „Theoretisch ist Lithium auf der Erde in ausreichender Menge vorhanden – für den Abbau müssen die Investitionen in neue Förderprojekte jedoch massiv erhöht werden“, warnt Schaufuss. Bei Mangan und Nickel könnte die Nachfrage ebenfalls etwas höher liegen als das Angebot, bei Kobalt und Graphit scheinen die für 2030 avisierten Produktionskapazitäten die Nachfrage decken zu können.

Martin Linder: „Der Aufbau resilienter, nachhaltiger und kreislaufbasierter Batterie-Ökosysteme ist ein Kraftakt – nur im Schulterschluss aller Stakeholdern werden sich die größten Herausforderungen lösen lassen: Von Umweltaspekten wie der Rohstoffförderung und der Entsorgung über soziale Fragen wie Arbeitsschutz bis hin zu Governance-Aspekten.“

Die vollständige Studie steht hier zum Download zur Verfügung: https://ots.de/8Kbopv

Eine spannende Challenge und Düsseldorfer Azubi beweisen ihr Können

Azubi-Tag in Düsseldorf. Foto: ots

Praxisbezogen, motivierend und wertschätzend: Der Azubi-Tag im Bezirk Düsseldorf war ein voller Erfolg. In angenehmer Atmosphäre kamen am 4. Januar sechs Auszubildende zu Verkäuferinnen bzw. Verkäufern in der KODi-Filiale Düsseldorf-Friedrichstraße zu einem interessanten Austausch zusammen. Ausbilderin und Filialleiterin Alexandra Berg sowie Verkaufsleiter Christian Wittag teilten ihr Wissen mit den Azubis, bevor es für diese an die selbständige Durchführung der Aufgaben ging.

Getreu dem Motto „Fördern, fordern, nicht überfordern“, führt der Verkaufsbezirk Düsseldorf auch in diesem Jahr seine Schulungsreihe fort. Neben der Vermittlung des theoretischen Wissens, ist insbesondere der Austausch der Auszubildenden untereinander wichtig. Die sechs Azubis nutzten den Tag, um über eigene Erfahrungen und Lösungswege für unterschiedliche Situationen in der Filiale zu berichten. Alexandra Berg, die als Ausbildungskoordinatorin im Bezirk Düsseldorf fungiert, ist zufrieden: „Die Azubis sind interessiert, serviceorientiert und mit viel Herzblut für unsere Kundinnen und Kunden da.“

Auch die jungen Auszubildenden waren begeistert und lobten besonders, dass man sich für sie Zeit genommen hätte, um sich ihre Ideen und Vorschläge anzuhören. Durch den gemeinsamen Austausch hätten sie zudem neue Einblicke in das Unternehmen gewonnen.

Die Ausbildung von Fach- und Führungskräften hat für KODi einen großen Stellenwert. Sowohl in der Zentrale als auch in den Filialen erwartet die Auszubildenden bei KODi eine praxisorientierte und abwechslungsreiche Ausbildung. Neben der praktischen Arbeit vor Ort, können die Azubis auf der E-Learning-Plattform VOCANTO Lernvideos, Kontrollfragen und Prüfungssimulationen zur Vertiefung des theoretischen Wissens nutzen. Die Mitarbeiter-App KODiConnect ermöglicht darüber hinaus einen standortübergreifenden Austausch und fördert den Zusammenhalt untereinander.

Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung: der Erklärfilm für Schülerinnen und Schüler

Vom 24. – 29. März 2023 finden in unserer Stadt die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“ statt. Viele Betriebe aus allen Branchen öffnen an diesen vier Tagen ihre Türen und stellen sich als Ausbildungsunternehmen vor. In vier bis sechs Stunden lernen die Schülerinnen und Schüler die Betriebe und ihre Ausbildungsberufe kennen. Oft dabei auch die Azubis, die auf Augenhöhe ihre Jobs am besten erklären können. Und die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Fragen und bekommen bestimmt auf alle ihre Fragen auch Antworten. Für Betriebe und die Teilnehmenden sind die DTBO kostenfrei. Unternehmen stellen ihre Angebote ein unter www.berufsorientierungstage.de und die Schülerinnen und Schüler buchen sie. Wie das geht erklärt Ezgi Yildiz, Projektleiterin unserer Stiftung Pro Ausbildung, in diesem kleinen Filmchen.

Wieder eine schlechte Nachricht aus der Wirtschaft: Hoher Auftragsbestand beginnt zu bröckeln

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2022 kalender- und saisonbereinigt 1,2 % niedriger als im Oktober 2022. Der Rückgang dürfte unter anderem auf sinkende Auftragseingänge und sich zuletzt entspannende Lieferketten zurückzuführen sein. Der Auftragseingang im November 2022 sank um 5,3 % zum Vormonat und erreichte damit sein niedrigstes Niveau seit Juli 2020 (siehe Pressemitteilung Nr. 007 vom 6. Januar 2023). Verminderte Lieferkettenprobleme führen dazu, dass Aufträge einfacher abgearbeitet werden können. Trotz des Rückgangs befindet sich der Auftragsbestand weiter auf einem hohen Niveau: Im Vergleich zum November 2021 war der Auftragsbestand kalenderbereinigt 3,1 % höher.

Blick aufs eigene Unternehmen: Optimismus sinkt rapide

Petra Justenhoven, Sprecherin der Geschäftsführung von PwC Deutschland. Foto: ots/pwc

26. Global CEO Survey von PwC: Mehr als 80 Prozent der deutschen CEOs rechnen mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums / Inflation, makroökonomische Volatilität und geopolitische Konflikte sind die größten Gefahren fürs Geschäft / Technologie ist Investitionsfeld in der Krise

Weltweit großer Pessimismus bei den CEOs: 73 Prozent der Unternehmenslenker:innen rechnen mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. Noch vor einem Jahr waren es lediglich 15 Prozent. An eine Steigerung des Weltwirtschaftswachstums glauben in diesem Jahr nur 18 Prozent der CEOs (Vorjahr: 77 Prozent). In Deutschland sind CEOs noch pessimistischer: 82 Prozent von ihnen rechnen im kommenden Jahr mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums (Vorjahr: 19 Prozent). Nur etwa jeder siebte deutsche CEO (14 Prozent, Vorjahr: 76 Prozent) glaubt an eine Steigerung des Weltwirtschaftswachstums.

Das sind Ergebnisse des 26. Global CEO Survey der Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, an dem rund 4.500 CEOs aus 71 Ländern teilgenommen haben.

Blick aufs eigene Unternehmen: Optimismus sinkt rapide

Schon der 25. Global CEO Survey zeigte, dass der Optimismus der CEOs in Deutschland mit Blick auf das eigene Unternehmen bröckelt. Der Trend setzt sich fort: In diesem Jahr sind nur noch 35 Prozent sehr zuversichtlich, dass ihre Organisation in den kommenden zwölf Monaten wächst (weltweit: 42 Prozent). Im Vorjahr waren es 59 Prozent. 20 Prozent der CEOs hierzulande sind nicht zuversichtlich, dass ihr Unternehmen wachsen wird (Vorjahr: 9 Prozent).

Eine bessere Prognose geben die CEOs in Deutschland für das Wachstum ihrer Organisation in den kommenden drei Jahren ab. 59 Prozent sind sehr zuversichtlich, dass ihr Unternehmen in den nächsten drei Jahren wächst (weltweit: 53 Prozent). Im vergangenen Jahr machten jedoch noch 67 Prozent diese Angabe.

„Klimawandel, Krieg in Europa, Energiekrise, Inflation: Wir alle stehen vor strukturellen und systemischen Problemen. Doch Krisenzustand und Optimismus dürfen sich nicht ausschließen. Es braucht Zuversicht und Mut, um die notwendigen Transformationsprojekte, etwa die Digitalisierung und die Dekarbonisierung, erfolgreich umzusetzen“, so Petra Justenhoven, Sprecherin der Geschäftsführung von PwC Deutschland (Foto). „Um die Herausforderungen von heute und in Zukunft zu lösen, sollten CEOs auf das Zusammenspiel von Mensch und wegweisender Technologie setzen. So schaffen sie nachhaltige Werte und sichern das Vertrauen ihrer Stakeholder – heute und in Zukunft.“

Als Wirtschaftsstandort bleibt Deutschland von hoher Relevanz: Das Ausland sieht Deutschland auch in diesem Jahr als den drittwichtigsten Wachstumsmarkt. 18 Prozent der CEOs ausländischer Unternehmen gaben an, dass Deutschland für ihr Unternehmenswachstum in den kommenden zwölf Monaten wichtig sei (Vorjahr: 18 Prozent). Nur die USA (40 Prozent, Vorjahr: 41 Prozent) und China (23 Prozent, Vorjahr: 27 Prozent) werden von den CEOs weltweit als noch wichtiger gesehen.

Inflation, makroökonomische Volatilität und geopolitische Konflikte bereiten Sorgen

Die Inflation hat 2022 Rekordhöhen in Deutschland erreicht. Das beunruhigt CEOs: 39 Prozent der deutschen CEOs gaben an, dass die Inflation ihr Unternehmen sehr stark gefährdet (weltweit: 40 Prozent). Darüber hinaus sehen CEOs ihre Organisationen durch geopolitische Konflikte (31 Prozent, weltweit: 25 Prozent) und makroökonomische Volatilität (31 Prozent, weltweit: 31 Prozent) gefährdet. Cyber-Risiken und der Klimawandel, im Vorjahr Platz eins und zwei der größten Sorgen, liegen nun knapp dahinter. Dennoch wissen die deutschen CEOs weiterhin um die Gefahr von Cyber-Risiken wie Hacking, Überwachung und Desinformation (29 Prozent, weltweit: 20 Prozent) und dem Klimawandel (20 Prozent, weltweit: 14 Prozent). Gesundheitsrisiken – darunter Pandemien wie Covid-19 – sehen acht Prozent der deutschen CEOs als Gefahr an (weltweit: 14 Prozent). Soziale Ungleichheit gaben vier Prozent (weltweit: sechs Prozent) an.

Ökonomische Herausforderungen sorgen für Änderungen im Betrieb

Die ökonomischen Herausforderungen haben Folgen: 92 Prozent der CEOs in Deutschland sagen, dass sie aufgrund der aktuellen Marktlage die Betriebskosten reduzieren werden oder dies schon getan haben (weltweit: 85 Prozent). 91 Prozent gaben an, dass sie die Preise anheben werden oder dies schon getan haben (weltweit: 80 Prozent). 88 Prozent suchen alternative Zulieferer (weltweit: 75 Prozent). Zudem gaben 82 Prozent an, dass sie derzeit laufende Projekte und größere Initiativen re-evaluieren (weltweit: 74 Prozent). Und 67 Prozent sagen, dass sie Investitionen verlangsamen (weltweit: 54 Prozent). Mehr als jeder vierte CEO in Deutschland (27 Prozent) glaubt nicht, dass das eigene Unternehmen in zehn Jahren noch wirtschaftlich tragfähig sein wird, wenn der derzeitige Kurs beibehalten wird. Weltweit sagen das 39 Prozent.

Technologie als Investitionsfeld in der Krise

86 Prozent der CEOs in Deutschland gaben an, in den kommenden zwölf Monaten in die Automatisierung von Prozessen und Systemen zu investieren (weltweit: 76 Prozent). Den Einsatz von Technologie ausbauen und in Cloud-Lösungen, KI (Künstliche Intelligenz) sowie weitere Lösungen investieren möchten 71 Prozent (weltweit: 69 Prozent). Zudem werden die Einführung alternativer Energien (61 Prozent, weltweit: 34 Prozent) und die Qualifizierung und Weiterentwicklung von Mitarbeitenden (57 Prozent, weltweit: 72 Prozent) als Investitionsbereiche genannt. Viele deutsche CEOs sehen auch Investitionsbedarf im Bereich Nachhaltigkeit: 51 Prozent von ihnen gaben an, dass ihr Unternehmen in die Dekarbonisierung des eigenen Geschäftsmodells investieren wird (weltweit: 31 Prozent). Zudem gaben 49 Prozent an, dass sie finanzielle Mittel zur Anpassung der Lieferketten freimachen werden (weltweit: 41 Prozent).

Die Studie und weitere Informationen auf: www.pwc.de/ceosurvey