„Der Ausbilderkreis“ stellt sein Jahresprogramm 2023 vor – Netzwerk hat seinen Sitz in der Unternehmerschaft Düsseldorf

Das Motto des Ausbilderkreises „Aus Bildung wird Zukunft“ wird im neuen Jahresprogramm konsequent umgesetzt. Die Berufsausbildung und damit die Beschaffung von Nachwuchs sowie die Nutzung betrieblich vorhandener Potentiale stehen 2023 im Fokus des Veranstaltungsprogramms. Der Verein hat seinen Sitz in der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Den Start macht im Januar ein Workshop unter dem Namen „Best Ager – das vergessene Potential der Unternehmen?“  „Best Ager“ sind Menschen älter 50 Jahre. Das ist eine sog. Kickoff-Veranstaltung von zwei workshops zum gleichen Thema. Um erfolgreich in der Akquise von Bewerbern für Ausbildungsplätze zu sein, muss das Unternehmen wissen, wie die Altersgruppe der Generation Z (geb. zwischen 1995 und 2010) eigentlich tickt und erfolgreich angesprochen wird. Dafür bietet der Ausbilderkreis ein eigenes dreistündiges Seminar an, das durch repräsentative Befragungen dieser Generation untermauert wird.

Dazu passt ein Workshop unter dem Titel „Psychologie für Ausbilder“, der von einem auf diesem Gebiet fachlich versiertem Unternehmen ausgerichtet wird, in dem u.a. praktische Ansätze für den zeitgemäßen Umgang mit jungen Menschen in Ausbildung und Beruf entwickelt werden. Mehrere „Runde Tische“ (Stammtische) für Ausbilder und Ausbildungsleiter sowie Personalverantwortliche, über das Jahr verteilt, runden die (Selbst)Qualifizierung des verantwortlichen Personals ab. Teilnehmer bestimmen die sie interessierenden Themen. Lehrer von Berufsbildenden Schulen, Partner in der dualen Berufsausbildung, sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Wichtig ist, dass bei all dem betrieblichen Tun die rechtliche Seite nicht zu kurz kommt, damit keine Gesetzesüberschreitungen und unproduktiven rechtlichen Auseinandersetzungen entstehen. Ein Wissensupdate als workshop mit den neuesten Streifällen und Gerichtsurteilen zum Ausbildung- und Arbeitsrecht hilft dabei, möglichst rechtsrelevante Konflikte  zu vermeiden. Man könnte auch sagen, dass hier rechtssicheres Handeln vorgestellt und eingeübt wird.  Bei den Runden Tischen sowie beim Rechtsseminar kann der Teilnehmer seine Fragen, Sorgen und Fälle vorstellen, um gemeinsam Lösungen zu diskutieren und für sich und seine Situation zu finden.

Weitere Informationen zum Ausbilderkreis und seinen Angeboten sowie die Möglichkeit zur Anmeldung und zum Beitritt des großen Netzwerks von mehr als 100 Unternehmen findet der Interessent unter derausbilderkreis.de

3M-Studie: Deutsche wünschen sich mehr Diversität in MINT-Berufen

Gut vier Fünftel der Deutschen halten es für wichtig, die Vielfalt und Integration in den Berufsfeldern Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik zu erhöhen. Die Befragten nehmen vor allem geschlechtsbedingte Unterschiede wahr, gefolgt von der Unterrepräsentation verschiedener Ethnien und sexueller Orientierungen. Diese Ergebnisse liefert der State of Science Index (SOSI) 2022. Für die umfangreiche Studie im Auftrag des Multitechnologieunternehmens 3M (Neuss) befragte ein globales Forschungsunternehmen etwa 17.000 Personen in 17 Ländern.

Mit rund 15,5 Prozent ist der Frauenanteil in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in Deutschland nach wie vor ausgesprochen niedrig. Gleichzeitig kämpft der Markt mit einer bundesweiten Arbeitskräftelücke von 276.900 (Oktober 2021). 79 Prozent der deutschen SOSI-Befragten sehen in Frauen eine Quelle ungenutzten Potenzials für MINT-Berufe. 84 Prozent sind der Meinung, dass mehr getan werden muss, um Frauen und Mädchen zu ermutigen, sich in diesen Bereichen zu engagieren.

„Um offene wissenschaftliche und technische Stellen zu besetzen, müssen Unternehmen und Institutionen weibliche Arbeitskräfte sowie Vertreter von unterrepräsentierten Gruppen einsetzen“, so Camila Cruz Durlacher, als Vice President verantwortlich für Forschung und Entwicklung bei 3M in EMEA. „Darüber hinaus ist Diversität unverzichtbar, um verschiedene Perspektiven einzubringen und Kreativität zu fördern. Nur so schaffen wir die besten Voraussetzungen für dringend benötigte wissenschaftliche Fortschritte, etwa im Kampf gegen künftige Pandemien oder den Klimawandel.“

Heterogenität unter MINT-Beschäftigten noch nicht erreicht
62 Prozent der deutschen SOSI-Teilnehmenden finden, dass unterrepräsentierte Gruppen oft nicht den gleichen Zugang zu naturwissenschaftlicher, technischer, ingenieurwissenschaftlicher oder mathematischer Bildung erhalten. Global liegt dieser Wert mit 71 Prozent* sogar noch höher. Auch nehmen Deutsche die Unterrepräsentation bestimmter Gruppen zwar deutlich, aber doch weniger stark wahr als der weltweite Durchschnitt. 48 Prozent sind der Meinung, dass es ein geschlechtsspezifisches Gefälle gibt (53 Prozent weltweit), 33 Prozent sehen eine ethnische Kluft (44 Prozent weltweit). 28 Prozent stimmen zu, dass eine LGBTQ+-Kluft exisitert (39 Prozent weltweit).

MINT-Diversität: Deutsche optimistischer als andere Europäer
Deutsche erwarten eher Verbesserungen in Sachen Diversität unter Beschäftigten in MINT-Berufen als der weltweite Durchschnitt und als alle anderen befragten europäischen Länder. Nur in asiatischen Ländern, vor allem in China und Japan, rechnen noch mehr Befragte mit positiven Entwicklungen. Bei geschlechtsspezifischen Unterschieden glauben 68 Prozent, dass die Situation sich verbessern wird (56 Prozent global). Mit Blick auf ethnische Unterschiede und sexuelle Orientierung sind es je 61 Prozent (52 Prozent beziehungsweise 49 Prozent global).

Hindernisse: Diskriminierung und mangelnde Zugehörigkeit 
Manche der Gründe, warum die deutschen Befragten keine Laufbahn im technischen oder wissenschaftlichen Bereich verfolgten, sind im persönlichen Umfeld wie Familie, Freunde oder Bildungseinrichtungen zu finden. Von dieser Untergruppe der deutschen Studienteilnehmenden fühlten sich 28 Prozent nicht mit der Gemeinschaft an ihrer Universität/Hochschule verbunden und verließen sie vor dem Abschluss. Global nannten nur 16 Prozent dieses Hindernis. 20 Prozent der Deutschen gaben an, dass sie aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Ethnie diskriminiert wurden (weltweit 22 Prozent).

19 Prozent – sowohl in Deutschland als auch im internationalen Durchschnitt – wurden davon entmutigt, dass sie niemanden kennen, der in der MINT-Branche arbeitet und mit dem sie sich etwa in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft oder Nationalität identifizieren können. „Diese Ergebnisse zeigen, wie unfassbar wichtig es ist, Identifikationsflächen für junge Menschen zu schaffen. Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Medien sind gleichermaßen in der Pflicht, Vorbilder sichtbar zu machen und so Hemmschwellen abzubauen,“ so Camila Cruz Durlacher. In der Dokumentation „Not the Science Type“ begleitet 3M vier Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg an die Spitze ihres Fachgebiets und zeigt auch ihren Kampf gegen Stereotypen und Diskriminierung.

Vielfältiges Engagement gefragt, um Frauen in MINT-Berufen zu fördern
Sowohl in Deutschland als auch weltweit gaben 62 Prozent der Befragten an, dass Frauen und Mädchen eher davon abgehalten werden, ein technisches Studium zu absolvieren, als dies bei anderen wissenschaftliche Fächern der Fall ist. Doch auch nach der Studienwahl oder gar dem Abschluss sind längst nicht alle Hürden genommen. 58 Prozent der Deutschen stimmten zu, dass Frauen MINT-Berufspositionen verlassen, weil sie nicht genug Unterstützung erhalten. Global sind es sogar 66 Prozent. Deshalb ist es entscheidend, weibliche Beschäftigte in wissenschaftlichen und technischen Laufbahnen über den gesamten Bildungsweg und auch im Berufsleben konsequent zu fördern. 3M engagiert sich daher in zahlreichen Initiativen wie dem Girls‘ Day als bundesweitem Berufsorientierungstag für Mädchen und bringt mit dem eigenen Workshop-Format „Science is Fun“ Schülerinnen und Schülern im Alter von sieben bis elf Jahren wissenschaftliche Tätigkeitsfelder näher. Im 3M internen Netzwerk „Technical Women’s Leadership Forum“ begleitet das Unternehmen gezielt weibliche Führungskräfte im technischen Bereich. Das vielseitige Engagement zahlt sich aus: 2021 stellte 3M insgesamt 26 neue Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung ein, immerhin neun davon waren Frauen.

Über den State of Science Index
Der 3M State of Science Index ist eine jährliche Studie, die im Auftrag von 3M von einem globalen Forschungsunternehmen durchgeführt wird. Dabei wird die Bevölkerung in 17 Ländern befragt. Im fünften Jahr ihres Bestehens verfolgt die Umfrage das öffentliche Bild der Wissenschaft und zeigt langfristige Trends auf, wie sehr die Menschen der Wissenschaft vertrauen, sie respektieren und schätzen und welche Rolle sie in ihrem Leben spielt.

Weitere Informationen über die Ergebnisse des State of Science Index 2022 finden Sie unter 3M.de/stateofscience.

*Alle globalen Daten basieren auf dem Durchschnitt der 17 Länder.

Erste wissenschaftliche Tagung „Digitaler Alltag in Gefahr“

Eine wissenschaftliche Tagung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, des Instituts für Verbraucherinformatik und des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung NRW am 28. Februar 2023 in Sankt Augustin rückt erstmals die verbraucherbezogene IT-Sicherheitsforschung in den Fokus. Sie richtet sich vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Stakeholder aus dem Digitalen Verbraucherschutz. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Infos zu Veranstaltung:

Die IT-Sicherheit ist zu einem zentralen Handlungsfeld im Digitalen Verbraucherschutz geworden. Um effektiv zu sein, benötigt dieser eine solide empirische Grundlage und Antworten zu drängenden Fragen: Welches Verständnis von IT-Sicherheit haben Verbraucherinnen und Verbraucher? Welche gesellschaftlichen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen müssen in den Blick genommen werden, um die Menschen besser zu schützen, zu unterstützen und zu entlasten? Diese und weitere Themen adressiert erstmalig die Tagung „Digitaler Alltag in Gefahr?“, die zahlreiche Expertinnen und Experten aus der IT-Sicherheits- und Verbraucherforschung zusammenbringt, um gemeinsame Forschungsanliegen sowie Anschlussstellen für eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit herauszuarbeiten.

Unterstützt wird die Tagung vom Projekt „Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Usability“.

Die Reiselust ist derzeit groß, auch in den Unternehmen

„Ich habe keine Angst vor der Zukunft, denn ich weiß: Beratung wird auch weiterhin nachgefragt und wir bieten einen sehr hochwertigen Service in diesem Bereich an“, sagt Fred Buchberger, Geschäftsführer von DERPART MfG Reisen, das mehr als 90 Prozent seines Umsatzes mit Geschäftsreisen generiert. Quelle: DERPART

Bereits 2021 waren laut VDR-Studie rund 67 Prozent mehr Geschäftsreisende unterwegs als im Vorjahr. Und die Aussichten für 2022 sehen ebenfalls gut aus, wenn nicht sogar sehr gut wie etwa bei DERPARTner MfG Reisen. Denn das DERPART Reisebüro, mit Sitz in Unterhaching und Düsseldorf, hat aktuell bei den Buchungen von Geschäftsreisen bereits den Stand von 2019 erreicht und will dies im kommenden Jahr noch weiter ausbauen.

„Ich habe keine Angst vor der Zukunft, denn ich weiß: Beratung wird auch weiterhin nachgefragt und wir bieten einen sehr hochwertigen Service in diesem Bereich an“, sagt Fred Buchberger, Geschäftsführer von DERPART MfG Reisen, das mehr als 90 Prozent seines Umsatzes mit Geschäftsreisen generiert. 1999 hat der gelernte Reisebürokaufmann mit drei Mitarbeitern seine Firma gestartet, derzeit zählt MfG Reisen rund 60 Mitarbeiter und gehört zu den umsatzstärksten Privatunternehmen auf dem deutschen Reisemarkt. Immer an seiner Seite: DERPART. „Der großzügige Freiraum, sich selbst zu entwickeln und gleichzeitig ein Konzern hinter sich zu haben, das war mir bei DERPART von Anfang an sympathisch“, erklärt Buchberger, der bei DER Touristik seine ersten Schritte in der Reisebranche gemacht hatte und daher dem Unternehmen bereits seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn verbunden ist.

Eine Kombination, die sich bis heute bewährt habe, sei beispielsweise das Vernetzte Arbeiten. „Wir haben bereits vor etwa zwölf Jahren mit dem Arbeiten im Homeoffice angefangen, unsere Mitarbeiter sind überall in Deutschland zu finden“, so der MfG Reisen Geschäftsführer. Die DERPART Zentrale hatte dies über VPN ermöglicht. Zudem profitiere er von den digitalen Anwedungen und Innovationen der Reisevertriebsorganisation. Gerade bei Buchungen von Geschäftsreisen spiele die automatisierte Beratung durch die richtige Technologie eine große Rolle. Wertvoll sei auch die persönliche Unterstützung durch die Zentrale. Hier könne er aber auch eigene Ideen einbringen und stoße immer auf ein offenes Ohr. „Wichtig ist mir zudem auch die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft, der DER Touristik, denn gemeinsam sind wir viel stärker. Die Marken-Umstellung von DERPART TRAVEL SERVICE auf DER BUSINESS TRAVEL im kommenden Jahr unterstütze ich daher sehr.“ Schließlich brauche ein Unternehmer in unserer Branche eine starke Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft, die innovativ sei, ein gutes Image habe und ein starkes Miteinander pflege. „Das ist es, was mich motiviert beim DER Touristik-Konzern zu sein und auch weiterhin zu bleiben. Hinzu kommt die positive Aufbruchsstimmung, die mit dem Geschäftsführerwechsel und der neuen Teambildung bei DERPART einhergeht und in allen Bereichen zu spüren ist.“, betont Fred Buchberger abschließend.

Bankenverband: Das hier verändert sich 2023!

von Sylvie Ernoult, Pressesprecherin

 

Das Jahr 2022 hat nicht zuletzt wegen der hohen Inflation uns allen viel abverlangt. Die Abschläge für Strom und Gas sind zum Teil massiv angestiegen. Der Gesetzgeber hat reagiert und Maßnahmen ergriffen, sodass wir uns für das Jahr 2023 über Entlastungen freuen dürfen. Wir haben einige Änderungen für Sie zusammengestellt.

Kindergelderhöhung

Das Kindergeld steigt zum 1. Januar auf einheitlich 250 Euro pro Monat und Kind. Fürs erste und zweite Kind sind es somit 31 Euro mehr und für das dritte Kind 25 Euro mehr im Monat.

Grundfreibetrag steigt

Das zu versteuernde Einkommen, bis zu dem keine Steuern fällig werden (steuerlicher Grundfreibetrag), steigt um 561 Euro auf 10.908 Euro.

Spitzensteuersatz ist später fällig

Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der aktuell noch ab einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro greift, ist im kommenden Jahr erst ab 62.810 Euro fällig. Auch die Progressions­stufen unterhalb dieses Betrages werden angehoben, sodass auch Steuerpflichtige profitieren, die weniger Einkommen erzielen.

Altersvorsorgeaufwendungen abzugsfähig

Altersvorsorgeaufwendungen werden ab 2023 in vollem Umfang als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt.

Sparer-Pauschbetrag steigt

Ab 2023 steigt der Sparer-Pauschbetrag von 801 auf 1.000 Euro. Bei zusammenveranlagten Ehegatten klettert er von 1.602 auf 2.000 Euro. Kapitaleinkünfte unter dem Sparer-Pauschbetrag bleiben steuerfrei. Kunden, die ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilt haben, müssen nichts tun. Die Bank passt den Freistellungs­auftrag automatisch an den neuen Sparer-Pauschbetrag an.

Höhere Homeoffice-Pauschale

In Zukunft können statt 600 bis zu 1.260 Euro Homeoffice-Pauschale bei der Steuererklärung angesetzt werden. Zudem wird der bisherige Maximalbetrag von 1.250 Euro für ein häusliches Arbeitszimmer in einen pauschalen Jahresbetrag in Höhe von ebenfalls 1.260 Euro umgewandelt. Die Pauschalen zählen zu den Werbungskosten. Hier werden aber allen Steuerzahlenden ab 2023 so oder so 1.230 Euro angerechnet. Nur wer über diesen Betrag liegt, profitiert von den Erleichterungen.

Gas- und Strompreisbremse kommt

Ab Januar 2023 wird der Preis für Gas bis Ende April 2024 gedeckelt. Auch wenn die Preisbremse erst ab Anfang März 2023 gelten soll, erhalten Sie für die Monate Januar und Februar 2023 eine rückwirkende Deckelung der Preise. Die Entlastungen für Januar, Februar und März werden dann im März 2023 angerechnet. Konkret erhalten Gaskunden für 80% ihres bisherigen Jahresverbrauchs einen staatlich garantierten Preis von 12 Cent / Kilowattstunde. Für Fernwärme beträgt der gedeckelte Preis 9,5 Cent / Kilowattstunde. Für den restlichen Verbrauch muss indes der aktuelle Marktpreis bezahlt werden, sprich es bestehen weiterhin Anreize zum Energiesparen. Der Staat bezahlt dem Anbieter die Differenz zwischen dem Vertragspreis und der Preisbremse.

Beim Strom soll ebenfalls eine Preisbremse greifen. Ein Basisverbrauch soll für private Haushalte günstiger bleiben (40 Cent pro Kilowattstunde). Nur wer mehr verbraucht, müsste dann deutlich mehr zahlen. Auch diese Preisbremse wird ab März 2023 eingeführt und gilt bis Ende April 2024.

Im parlamentarischen Verfahren kam außerdem eine konkrete Härtefallregelung für Kundinnen und Kunden mit sogenannten nicht leitungsgebundenen Brennstoffen dazu – also zum Beispiel Öl und Pellets. Die Obergrenze pro Haushalt liegt hier bei 2.000 Euro.

Hinzuverdienstgrenze für Rentnerinnen und Rentner abgeschafft

Ab 2023 sollen Rentnerinnen und Rentner unbegrenzt neben der Altersrente dazuverdienen dürfen. Diese Neuregelung, die noch vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden muss, sieht diese Regelung sowohl für die Frührente als auch für die Altersrente vor.

Achtung! Bei der Erwerbsminderungsrente gelten eigene Regeln:
Bei Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung soll ab 1. Januar 2023 eine Hinzuverdienstgrenze von 17.823,75 Euro brutto jährlich gelten. Diese Grenze lag in der Vergangenheit bei 6.300 Euro brutto jährlich.

Bei Menschen, die eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen, beträgt die geplante Hinzuverdienstgrenze 35.647,50 Euro brutto jährlich.

Hartz IV wird durch das Bürgergeld abgelöst

Ab Januar 2023 löst das Bürgergeld Hartz IV ab. So bekommt ab Januar 2023 eine einzelne Person als Regelbedarf 502 Euro, ein Paar in einer Bedarfsgemeinschaft 902 Euro. Darüber hinaus werden für ein Jahr die Kosten für Miete oder Eigenheim übernommen, ohne dass geprüft wird, ob die Wohn­kos­ten angemessen sind.

Außerdem wird Vermögen bis zu 40.000 Euro pro Person nicht angerechnet und bleibt für das erste Jahr unangetastet. Die Grenze von 40.000 Euro gilt für eine Person im Haushalt, alle weiteren Personen dürfen für das erste Jahr über einen Freibetrag von 15.000 Euro verfügen. Dieses Privatvermögen wird nicht auf das Bürgergeld angerechnet. Die Altersvorsorge ist von dieser Berechnung ausgenommen.

Kleiner Tipp: Sollten Sie Haus- oder Wohnungsbesitzer sein, so müssen Sie ihre Grundsteuererklärung bis Ende Januar 2023 abgegeben haben. Ursprünglich war als Frist Ende Oktober 2022 gesetzt.

2023 wird auch das 49€-Ticket kommen. Wann genau, ist derzeit noch offen.

Einkommensteuer: Ab Januar gibt es mehr Netto vom Brutto

Ein Gutverdiener mit einem Monatsbrutto von 5.500 Euro spart aufs Jahr gerechnet knapp 600 Euro. Bei einem Durchschnittsverdiener mit 4.000 Euro beträgt der Effekt mehr als 400 Euro. Und einem Geringverdiener mit einem Bruttomonatseinkommen von 2.500 Euro bleiben rechnerisch netto 236 Euro mehr am Jahresende. Grafik: IW Köln

Mit Beginn eines neuen Jahres ändern sich traditionell Steuerregeln und Sozialbeiträge. Aufgrund der hohen Inflationsrate fällt der Ausgleich der kalten Progression in Deutschland ab 2023 stärker aus als in den Vorjahren. Auch das Kindergeld wird deutlich erhöht. Allerdings konterkarieren höhere Sozialbeiträge diese Effekte zum Teil, sagt uns das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Zum Jahreswechsel steht ein seit 2016 eingeübtes Prozedere an: Die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden um die Inflationsrate verschoben. Dadurch wird die sogenannte kalte Progression ausgeglichen. Ohne Anpassungen würde sie dazu führen, dass der durchschnittliche Steuersatz steigt, ohne dass das Einkommen real – also gemessen an der Kaufkraft – zugelegt hat.

Die Steuerpolitik folgt dabei dem Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit. Wenn die Leistungsfähigkeit gemessen am Einkommen abnimmt, muss die Steuerlast sinken. Um dies zu erreichen, wird zum Beispiel der Grundfreibetrag, also das steuerfreie Existenzminimum, im kommenden Jahr von 10.347 Euro auf 10.908 Euro erhöht. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent wird dann erst bei einem zu versteuernden Einkommen von 62.810 Euro einsetzen, im Jahr 2022 waren es noch 58.597 Euro.

Aufgrund der vom Bundesfinanzministerium für 2022 unterstellten Inflationsrate von 7,2 Prozent fallen die Anpassungen stärker aus als in den vergangenen Jahren. Der Grenzwert für die sogenannte Reichensteuer von 45 Prozent bleibt dagegen unverändert bei 277.826 Euro, weil die Bundesregierung eine Steuererhöhung für diese Einkommensklasse für vertretbar hält.

Quelle und weiterlesen: hier!

Alles anders? – Von guten Vorsätzen und solchen, die es nicht sind

Das Silvesterfest naht und schon wird nach den „guten Vorsätzen“ für das kommende Jahr gefragt. Es gibt die Standardantworten („gesündere Ernährung, mehr Bewegung“), die hastig über die Lippen gehen. Es gibt die Hochmotivierten, die am liebsten ihr Leben umkrempeln würden, Karriere machen und den Mount Everest besteigen wollen. Und dann sind da noch die Vorsatz-Verweigerer, die glauben, dass sie eh nichts umsetzen. Was hat es auf sich mit den Vorsätzen zum neuen Jahr und wie findet man einen guten Mittelweg? Nora Johanna Schüth – Psychologin am Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft – weiß Rat.

Mit all den drei oben vorgestellten Varianten gibt es Probleme, erläutert die Expertin:

Das Problem mit der Standardantwort: Sie ist zu unkonkret und damit halbherzig. „Gesündere Ernährung“ kann bedeuten, einen Apfel mehr zu essen, den täglichen Gang in der Mittagspause an die Pommesbude aber nicht ausfallen zu lassen. Viel effektiver ist es, sich „smarte“ und damit spezifische (mitgebrachte/n Rohkost/Obstsalat statt Imbiss-Essen), messbare (jeden Mittag an Arbeitstagen), attraktive (lecker! Gut für mich!), realistische (schnell gemacht) und terminierte (neues Jahr natürlich) Ziele zu stecken.

Womit wir beim Problem der Hochmotivierten sind. Dies sollte nicht falsch verstanden werden: Sich im Beruf weiterentwickeln zu wollen, ist ein toller Vorsatz – aber Karriere macht man nicht in einem Jahr. Zumindest nicht, wenn man gleichzeitig noch Training in Höhenluft für die Besteigung des höchsten Berges der Erde absolvieren will. „Bleiben Sie realistisch“, rät Schüth. „Setzen Sie sich kleine Teil-Ziele zur Erreichung des großen Ganzen.

Diesen Rat gibt Schüth auch den Vorsatz-Verweigerern, die häufig enttäuscht und resigniert vor ihren sich selbst erfüllenden Prophezeiungen stehen und sich ausschließlich zum Vorsatz gemacht haben, nie wieder Vorsätze zu formulieren. Bereits eine kleine Veränderung von negativen Angewohnheiten (nur eine Zigarette vor 12 Uhr statt drei) kann der Beginn einer gesünderen, produktiveren Lebensweise sein. Ergänzend dazu sagt Schüth: „Werfen Sie nicht alles über Bord, wenn ein Vorsatz mal gebrochen wurde! Feiern Sie die Erfolge, die Sie bis dahin erzielt haben. Dann packen Sie es wieder an.“

Was außerdem hilft, ist das Bilanzziehen: Was haben Sie im letzten Jahr erreicht, auf das Sie stolz sind? Wer oder was hat Ihnen gutgetan, was und wer nicht? Was darf so bleiben und was wollen Sie ändern? Das gilt für den beruflichen Bereich ebenso wie für das Privatleben. „Mein Tipp:“, so Schüth, „Kochen Sie sich einen Tee. Der ist immer gut. Nehmen Sie sich eine Stunde allein, ziehen Sie Bilanz und machen sich einen realistischen Plan. Mit Dingen, die sich gut für Sie anfühlen und von denen Sie wissen, dass Sie sie erreichen können – und wollen“. In diesem Sinne: Eine schöne Weihnachtszeit, wenig Böllerdiskussionen und ein gutes, neues Jahr 2023.

 

Silvester 2022: Jeder Fünfte freut sich auf das Feuerwerk-Comeback

Mit buntem Spektakel in das neue Jahr zu starten ist dieses Mal, nach den letzten zwei Jahren Feuerwerksverbot, wieder für alle Böllerfans möglich. Doch diese Tradition stößt mittlerweile auf geteilte Meinungen. Denn ganze 26 Prozent der Menschen in Deutschland sprechen sich für ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerk aus [1]. Zudem kommt es durch die beliebten Böller und Silvesterraketen nicht selten zu Verletzungen, Gefährdungen oder Sachbeschädigungen. Der digitale Versicherungsmanager CLARK klärt darüber auf, welche Versicherungen bei Silvester-Schadensfällen greifen und wie in 2022 die Neujahrsstimmung in Deutschland aussieht.

Nach der Corona-Pandemie die Feuerwerks-Euphorie?

Den Jahreswechsel feiern fast alle in Deutschland mit Freunden und Familie – die letzten zwei Jahre waren jedoch wegen Covid-19 massiv eingeschränkt. Nicht nur die Personenanzahl, auch das Veranstalten von privatem Feuerwerk war betroffen. Neben enttäuschten Stimmen gab und gibt es jedoch auch immer mehr Kritik. Denn laut einer bevölkerungsrepräsentativen Studie des digitalen Versicherungsmanagers CLARK in Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut YouGov stimmen die Hälfte der Befragten zu, dass Tiere von Raketen und Böllern stark verängstigt werden. Weitere 44 Prozent bejahen, dass Feuerwerk sowohl sehr gefährlich als auch unnachhaltig und umweltschädlich sei [1]. Noch dazu kennen 14 Prozent jemanden, der oder die sich bereits beim Feuerwerk verletzt hat. Das sind wohl vier der Hauptgründe, weshalb die Bevölkerung sich mit 27 Prozent dafür ausspricht, dass das Feuerwerk nur von der Stadt bzw. Gemeinde gestaltet werden sollte. Trotzdem freuen sich viele auf das Feuerwerk-Comeback: Gerade bei Männern ist die Vorfreude auf privates Feuerwerk groß (15 Prozent; Frauen 7 Prozent). Auch so scheint die generelle Vorfreude auf das diesjährige Feuerwerk-Spektakel mit 21 Prozent größer als bei den 16 Prozent der Frauen.

Verbote, Optionen und großer Diskurs

Es gibt zwar 2022 kein deutschlandweites Feuerwerksverbot, aber ein Stadtweites – unter anderem gibt es bestimmte Böllerverbotszonen in München, Stuttgart, Berlin und Tübingen. In Städten wie Hamburg und Frankfurt steht die Entscheidung für dieses Jahr noch aus [2]. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Baden-Württemberg ergab aber, dass es in den meisten Städten kein generelles Böllerverbot geben wird [3]. Die GdP (Gewerkschaft der Polizei) hingegen fordert genau das – ein gänzliches Feuerwerksverbot. Auch eine dazu gegründete Petition sowie Tierschützer und die deutsche Umwelthilfe stimmen bei der GdP mit ein. Aber es gibt auch erste innovative Alternativen zum traditionellen Feuerwerk: In Düsseldorf gibt es an dem diesjährigen Silvesterabend eine Drohnen-Show [4].

Ausgelassenheit und Unvorsichtigkeit

Kurz nicht aufgepasst und zum Beispiel den Wein oder die Wunderkerze auf den hochwertigen, hellen Teppich von dem:r Gastgeber:in fallen lassen und schon entsteht ein teurer Schadensfall. Doch wer kommt für die Kosten auf? „Bei einem selbstverursachten Schaden, wie einem Brandloch oder Fleck in einem hochpreisigen Teppich, greift die Privathaftpflichtversicherung„, so die CLARK-Versicherungsexpert:innen. Dies gilt natürlich auch im umgekehrten Fall. Sollte ein:e Freund:in oder eine unbekannte Person persönliches Eigentum versehentlich beschädigen, kommt deren private Haftpflichtversicherung für den Schaden auf. Dabei ist es wichtig, auch inmitten der ausgelassenen Stimmung daran zu denken, dass die Versicherungsdaten ausgetauscht werden müssen. Die CLARK-Versicherungsexpert:innen weisen darauf hin: „Sie sollten gerade bei einem an Silvester verursachten Schaden damit rechnen, dass Einzelfälle genauer geprüft werden.“

Einen Sekt zu viel gehabt

Das Anstoßen zu Silvesternacht ist mindestens genauso Tradition wie das Feuerwerk. Dies ist leider mit ein Grund, weshalb einige Versicherer zunächst skeptisch sind, wenn in dieser Nacht ein Schadensfall gemeldet wird. Beispielsweise könnte das unvorsichtige Zünden einer Silvesterrakete unter Alkoholeinfluss als grobe Fahrlässigkeit eingestuft werden. In so einem Fall würde die Haftpflichtversicherung die entstandenen Schäden nicht übernehmen. „Deswegen sollten sie bei Abschluss ihrer Versicherung unbedingt darauf achten, ob auch bei Alkoholkonsum der Versicherungsschutz greift“, empfehlen die CLARK-Versicherungsexpert:innen. „Privathaftpflichtversicherungen decken diesen Fall aber meist ab.“

Schäden am Auto durch Feuerwerkskörper

Gefährlich können die Feuerwerkskörper auch für Pkw-Halter:innen werden. Gerade wenn das Auto auf der Straße geparkt wird, können herunterfallende Raketenteile oder zu nah gezündete Böller beispielsweise Schäden im Lack oder Brandspuren verursachen. Da der Schaden meist erst am darauffolgenden Tag auffällt, kann der:die Verantwortliche oft nur schwer auffindbar gemacht werden. Doch glücklicherweise übernimmt die Kaskoversicherung derartige Schäden, wenn die schuldige Person nicht festgemacht werden kann. Sollte durch eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete ein Brand oder sogar eine Explosion am Wagen entstehen, übernimmt die Teilkasko ebenso die Schäden. Und auch wenn das Auto durch Vandalismus in der Silvesternacht beschädigt wurde, kommt die Vollkaskofür diesen Schaden auf. Am sichersten ist es sonst, das Auto in der Garage oder auf einem eher abgelegenen Parkplatz abzustellen, damit nichts zu Schaden kommt.

Vor dem Silvesterabend empfiehlt es sich also, seine Versicherungssituation zu überprüfen und gegebenenfalls nachzurüsten, um sicher ins neue Jahr zu starten. Und vor allem ist Vorsicht beim ausgelassenen Feiern geboten, damit ein Schadensfall gar nicht erst entsteht.

[1] Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1061 Personen zwischen dem 07. und 13.09.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

[2] https://www.swp.de/panorama/feuerwerk-silvester-2022-2023-boellerverbot-was-gilt-wo-67614697.html

[3] https://www.fr.de/politik/silvester-polizei-rakten-boeller-spass-feuerwerk-kehrt-zurueck-deutschland-news-91912738.html

[4] https://www.rtl.de/cms/ueberblick-zum-silvester-feuerwerk-2022-was-ist-erlaubt-gibt-es-boellerverbote-5015905.html

ÜBER CLARK

Der führende Versicherungsmanager CLARK bietet seinen Nutzer:innen die Möglichkeit, ihre Versicherungen digital zu verwalten, zu vergleichen und zu verbessern. Mehr als 500.000 Kund:innen nutzen bereits CLARKs intelligente Algorithmen und individuelle Beratung der Versicherungsexpert:innen. CLARK wurde im Juni 2015 von Dr. Christopher Oster, Steffen Glomb, Dr. Marco Adelt und Chris Lodde gegründet. Das Insurtech beschäftigt an den vier Unternehmensstandorten Frankfurt am Main, Berlin, Püttlingen und Wien insgesamt über 400 Mitarbeitende.

Mehr Hilfe aus Düsseldorf für Czernowitz: dort warten 100.000 Menschen auf das Kriegsende – Kälte und Stromausfälle verschärfen die Situation dramatisch

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat erneut eine umfangreiche Hilfslieferung in die Partnerstadt Czernowitz auf den Weg gebracht. Schulmöbel zur Einrichtung von Klassenzimmern, Tablets für den Heimunterricht und Spielplatzgeräte sind neben fünf Generatoren unterwegs in Düsseldorfs Partnerstadt.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Wir lassen bei der Unterstützung unserer Freundinnen und Freunde in Czernowitz nicht nach. Kälte und Stromausfälle verschärfen die Situation dramatisch, und wir sind mehr denn je gefordert, die Menschen vor Ort zu versorgen.“

Die Aktion wird koordiniert duch das Büro für Internationale und Europäische Angelegenheiten mit Unterstützung der „Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)“ und Mitteln des Bundes.

Im Rahmen des Projektes „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“ stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Sondermittel zur Unterstützung ukrainischer Kommunen im Rahmen deutsch-ukrainischer Städtepartnerschaften zur Verfügung. Die Landeshauptstadt Düsseldorf erhielt 120.000 Euro für das Unterstützungspaket Kinder- und Jugendhilfe.

Zusätzlich konnte die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit fünf Generatoren mit einer Leistung von sechs bis neun Kilo Volt-Ampere (KVA) zur Verfügung stellen, die nun ebenfalls gemeinsam mit einem weiteren Fahrzeug der Landeshauptstadt Düsseldorf auf dem Weg nach Czernowitz sind. Ein weiterer, größerer Generator wird zu Beginn des neuen Jahres folgen. Die Landeshauptstadt übernimmt die Kosten für den Transport der Hilfslieferungen.

Hintergrund
In die Stadt und Region Czernowitz im Westen der Ukraine sind bis zu 100.000 Menschen aus den Kriegsgebieten im Süden und Osten geflohen. Diese Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, ist eine große Herausforderung. Dabei kümmert sich die örtliche Caritas der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche um die besonders vom Krieg betroffenen Personen wie alte und kranke Menschen. Der Winter sowie die zunehmenden Einschränkungen in der Stromversorgung erschweren die Situation auch für die Czernowitzer Bürgerinnen und Bürger dramatisch.

Düsseldorf und Czernowitz sind einander bereits seit vielen Jahren eng durch verschiedene Projekte verbunden, viele Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf stammen aus Czernowitz. Als Zeichen der Solidarität in Anbetracht des Krieges stimmte der Düsseldorfer Stadtrat am 10. März 2022 einstimmig für eine Städtepartnerschaft mit Czernowitz. In der Folge haben insbesondere Düsseldorfer Unternehmen Hilfen zur Verfügung gestellt, darunter rund 170.000 Euro an Geldspenden und verschiedene Sachspenden. So wurden bereits fünf LKWs mit insgesamt rund 85 Tonnen haltbarer Lebensmittel und Hilfsgüter nach Czernowitz geschickt. Darüber hinaus hat die Landeshauptstadt der Stadt Czernowitz neben einem Kanalwagen mehrere kommunale Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.  Gemeinsam mit der Caritas Düsseldorf hat die die Stadt Düsseldorf zusätzlich die Aktionen „10.000 Pakete für Czernowitz“ und „Eine Dose für Czernowitz“ auf den Weg gebracht. Mit beiden Aktionen wurden Lebensmittel für Czernowitz gesammelt. Bereits Ende März hatten beide Partner mit Unterstützung von Mercedes Benz einen Sprinter für Hilfsfahrten vor Ort an die Caritas Czernowitz übergeben.

So fährt die Rheinbahn über Silvester und Neujahr

Damit an Silvester alle den eigenen „Schlitten“ stehen lassen und auch Sekt statt Selters trinken können, verstärkt die Rheinbahn ihren Fahrplan deutlich. Viele Busse und Bahnen im gesamten Netz sind länger und häufiger unterwegs. Die NachtExpress-Linien fahren im 30-Minuten-Takt durch bis morgens gegen 5 Uhr.

Angebot in der letzten Nacht des Jahres

Am Samstag, 31. Dezember, gilt tagsüber der Samstagsfahrplan. Die Straßenbahnen und Stadtbahnen fahren bis 1:30 Uhr im unveränderten Samstagstakt. Ab 21 Uhr gilt auf vielen Buslinien bis 5 Uhr, ab 1:30 Uhr auf vielen Stadtbahnlinien bis 4:30 ein spezieller Silvester-Fahrplan. Die Betriebspause (sonst zwischen 2 und 4 Uhr) entfällt.

Für die besten Verbindungen zu später Stunde sorgt der NachtExpress: Die Buslinien NE1 bis NE8 bis 5 Uhr sowie die Stadtbahnlinien U71, U72, U74/U76 (kombinierte Linie bis zur Haltestelle „Düsseldorf, Holthausen“) und U75 fahren ab 1:30 bis gegen 4:30 Uhr im 30-Minuten-Takt. Die Stadtbahnlinie U79 fährt alle 30 Minuten nach Wittlaer und alle 60 Minuten nach Duisburg-Duissern.

Fahrplan ins Neue Jahr

Daran schließt sich am Sonntag, 1. Januar 2023, ab 5 Uhr nahtlos der Sonntagsfahrplan an. Die Linie U79 endet in Richtung Duisburg bis etwa 7:30 Uhr bereits in Wittlaer.

Information

Alle zusätzlichen Fahrten sind in der Fahrplanauskunft und in der Rheinbahn-App hinterlegt. Schnelle Antwort auf alle Fragen zum Fahrplan gibt es rund um die Uhr unter der „Schlauen Nummer“ 0800. 6 50 40 30 (gebührenfrei aus allen deutschen Netzen).