Düsseldorfer Airport erwartet über 600.000 Passagiere

Wenige Tage noch, dann stehen Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür. Für viele die Zeit, um endlich oder noch ein letztes Mal in diesem Jahr in den Urlaub zu fliegen. Geschmäcker und Reisegründe sind vielfältig. Die einen zieht es in die Heimat zu Familie und Freunden, andere suchen weiße Weihnachten mit verschneiten Häusern und romantischen Spaziergängen in Kuschelpulli und Winterjacke. Und viele sehnen sich einfach nur nach Sonne und Strand. Der aktuelle Flugplan am Düsseldorfer Flughafen bietet für jeden Wunsch genügend Optionen. Die Fluggesellschaften haben für die Ferienzeit rund 4.800 Starts und Landungen zu circa 120 Zielen weltweit angemeldet. Insgesamt erwartet der Flughafen in der letzten Reisewelle des Jahres von Freitag, 23. Dezember, bis einschließlich Sonntag, 8. Januar, mehr als 600.000 Fluggäste. Spitzentag ist der erste Ferientag am 23. Dezember mit rund 45.000 Passagieren und rund 350 Flugbewegungen.

Gefragte Reiseziele, erhöhte Frequenzen

Zu den beliebtesten Zielen zählen Gran Canaria, Mallorca, Hurghada und Antalya mit jeweils 27 wöchentlichen Abflügen. Auch auf den Fernstrecken kommen Sonnenanbeter auf ihre Kosten, wenn es etwa mit Emirates und Qatar Airways über Dubai oder Doha nach Bangkok, Singapur, Kapstadt oder Melbourne geht. Emirates bedient die Strecke nach Dubai wieder zweimal täglich. Kreuzfahrtfans fliegen mit Condor nach Abu Dhabi, Montego Bay (Jamaica), La Romana (Dominikanische Republik), Barbados und Dubai-World Central. Neu im Flugplan von Condor ist seit dem 7. Dezember Beirut mit einem wöchentlichen Umlauf, jeweils mittwochs. Die Stadt an der Levanteküste wird ab dem 23. Dezember ebenfalls von Sundair jeden Freitag angeflogen. Middle East Airlines, die die Route ganzjährig bedient, legt in den Weihnachtsferien Sonderflüge von und nach Beirut auf. Auf der Türkeistrecke werden mehr Kapazitäten angeboten. So erhöht Pegasus Airlines die Flugfrequenz nach Antalya von drei auf siebenmal in der Woche. Und Turkish Airlines fliegt zusätzlich zu den vier Umläufen zu ihrem Drehkreuz Istanbul (IST) nunmehr auch zweimal täglich nach Istanbul-Sabiha Gökçen (SAW). Neben der Metropole am Bosporus sind auch Städtetrips zum Weihnachtshopping nach London, Paris oder Barcelona sehr begehrt – mit British Airways, Air France, Vueling und Eurowings. Eurowings nimmt einige Strecken eigens für die Weihnachtsferienzeit ins Programm, darunter Belgrad, Zagreb, Tunis und Tiflis. Die Airline erfreut Nordic-Fans mit einem deutlich erweiterten Flugangebot zu skandinavischen Winterzielen: Rovaniemi und Tromsø, seit dem 3. Dezember jeweils mittwochs und samstags, Kiruna und Kittilä, ab dem 24. Dezember jeweils samstags, sowie Keflavik und Lulea, ab dem 25. Dezember jeweils sonntags.

Shops & Restaurants feiertags geöffnet

Das Terminal ist nicht nur Startpunkt in den Weihnachtsurlaub, sondern selbst ein Reiseziel, das einiges zu bieten hat. Schnell noch fehlende Geschenke besorgen, für den Festtagsbrunch einkaufen oder außerhalb der Cityhektik gemütlich in der Shoppingmeile des Flughafens bummeln: Im öffentlichen Bereich haben die Shops Heiligabend von 7:30 bis 17 Uhr sowie am ersten und zweiten Weihnachtstag, an Silvester und an Neujahr von 7:30 bis 18 Uhr geöffnet. Frische Lebensmittel und alles für den täglichen Bedarf gibt es an allen Feiertagen von 5 bis 24 Uhr im Rewe Supermarkt auf der Ankunftsebene im Bereich des Flugsteigs C. Die Öffnungszeiten der Restaurants, Imbisse und Bäckereien im Terminal variieren. Hier empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die Flughafenwebsite unter Shoppen & Genießen.

Inspiration im Reisemarkt

Alle, die schon ihren nächsten Urlaub planen wollen, können sich Heiligabend bis 14 Uhr im Reisemarkt auf der Abflugebene bei den über 20 Reisebüros inspirieren lassen und nach neuesten Angeboten Ausschau halten. Infos dazu finden sich unter Reisemarkt A-Z.

Parkplatz online reservieren

Fluggästen, die mit einem PKW anreisen, stehen am Düsseldorfer Airport insgesamt rund 20.000 Parkplätze zur Verfügung, davon 17.000 überdacht. Wer online vorab bucht, sichert sich einen garantierten Stellplatz zum Vorteilspreis. Zudem gibt es immer wieder attraktive Parkspecials zu Sonderkonditionen. Es lohnt sich, sich vor Reiseantritt auf der Website des Flughafens zu informieren: Informationen rund ums Parken am Flughafen Düsseldorf.

Per Park & Ride zum Weihnachtsmarkt Düsseldorf

Der Düsseldorfer Airport bietet noch bis zum 30. Dezember ein günstiges Park & Ride Angebot für alle, die Weihnachten lieber zu Hause und mit einem Weihnachtsmarktbummel mit Freunden verbringen wollen. Das gemeinsame Angebot von Flughafen und Rheinbahn ermöglicht einen entspannten Besuch der Innenstadt. Einfach das Auto auf dem Airport-Parkplatz P13 abstellen und mit der U79 von der nahen U-Bahn-Haltestelle „Lohausen“ in 14 Minuten Fahrzeit zum Weihnachtsmarkt fahren. Das Park & Ride mit Kombiticket für drei Personen kostet nur zwölf Euro und beinhaltet Parken für acht Stunden sowie den Fahrschein für die Rheinbahn. Insgesamt gibt es drei Angebotsvarianten, die online unter www.dus.com/parkandride buchbar sind.

90 Jahre Konditorei Heinemann: ,,Frischeste Butter, erste Sahne und feinste Kakaobohnen. Bloß keine Konservierungsstoffe, sonst gibt´s Ärger!’’

Die Konditorei ist in Düsseldorf eine Institution. 1932 begannen Hermann und Johanna Heinemann die Erfolgsgeschichte.

Hermann Heinemann entdeckte schon früh seine Liebe zum feinen Backwerk und wurde Konditormeister aus Berufung. Eines seiner frühen Meisterwerke war die Schöpfung der Herrentorte, die schnell ihren Siegeszug in jener Zeit antrat. Im Jahre 1932 verwirklichte er sich einen Traum und eröffnete mit seiner Frau Johanna die erste eigene Konditorei im niederrheinischen Mönchengladbach auf der Bismarckstraße 91.

Hermann Heinemann kannte das Geheimnis, um süße Meisterwerke zu schaffen. Schon früh gab er es an seine Söhne weiter: ‚‚Verwendet nur die besten Zutaten: frischeste Butter, erste Sahne und feinste Kakaobohnen. Bloß keine Konservierungsstoffe, sonst gibt´s Ärger!’’ Bernd und Heinz-Richard Heinemann machten ihre Lehre in der Schweiz. Nach vielen Gesellenjahren bei Kollegen im Ausland, bestanden sie in Bern erfolgreich die Meisterprüfung und erhielten das Diplom: ‚‚Eidgenössisch diplomierter Konditor- und Confiseur-Meister.‘‘ Heinz-Richard Heinemann lernte in Lausanne, Paris und Zürich und führte das Streben nach höchster Qualität und Frische fort. Jede Torte, jede Praline zeugen heute wie vor Jahren davon.

Schon Konditormeister Hermann Heinemann hatte stets verführerische Ideen für das süße Naschwerk. Der Ehrgeiz, neue Meisterwerke zu schaffen, blieb auch nach seinem Tod bis heute. Täglich werden neue Kreationen ausprobiert. Heute ist Heinemann an 13 Standorten in sechs Städten zu finden, darunter mehrere in Düsseldorf.

RP-Redakteur HELMUT MICHELIS erinnert in seinem Jubiläums-Artikel: „Reine Handarbeit im Schlaraffenland“ hatte die Rheinische Post als Überschrift zum 75-jährigen Bestehen 2007 gewählt. „Auch wenn inzwischen ein Online-Shop hinzugekommen ist: Im Prinzip arbeiten wir noch heute so, wie mein Vater es vor 90 Jahren gemacht hat“, sagt Heinemann.“

Rheinbahn-Fahrplan in den Weihnachtsferien – „schlauen Nummer“

Während der Weihnachtsferien fahren einige Rheinbahn-Linien nach einem speziellen Ferienfahrplan, der die geringere Anzahl an Fahrgästen berücksichtigt. Die Pläne hängen an allen betroffenen Haltestellen aus und sind grün gestaltet, damit die Kundinnen und Kunden sie auf einen Blick erkennen.

Von Freitag, 23. Dezember 2022, bis Samstag, 7. Januar 2023, gilt der Ferienfahrplan auf folgenden Linien: U70, U74, U76, U77, U79, 709, SB50, 778, 779, 781, 783, 785 und 790. Die Zusatzfahrten (mit „E“ gekennzeichnet) entfallen, die Linie 829 fährt nicht.

Information

Alle Änderungen sind in der Fahrplanauskunft und in der Rheinbahn-App hinterlegt. Schnelle Antwort auf alle Fragen gibt es rund um die Uhr unter der „Schlauen Nummer“ 0800. 6 50 40 30 (gebührenfrei aus allen deutschen Netzen).

Metro AG verkauft Indien-Geschäft

METRO AG in Düsseldorf hat heute eine Vereinbarung zur Veräußerung von METRO Indien an Reliance Retail Ventures Limited („RRVL“) unterzeichnet. Die Transaktion umfasst das operative Geschäft aller 31 indischen METRO Märkte sowie das Immobilienportfolio, das 6 Märkte umfasst. Der Eigenkapitalwert von METRO Indien in Höhe von ca. 0,3 Mrd. € impliziert einen EV/Umsatz-Multiplikator von 0,6x, basierend auf dem Umsatz des Geschäftsjahres 2021/22 und unter Berücksichtigung von Miet- und anderen damit verbundenen Verbindlichkeiten in Höhe von 150 Mio. €. Nach Abschluss der Transaktion und unter der Annahme konstanter Wechselkurse erwartet die METRO AG einen Transaktionsgewinn von ca. 150 Mio. € und einen Gewinn je Aktie. Trotz des Verkaufs von METRO Indien bekräftigt METRO seine jüngst erhöhte mittelfristige Ambition.

„Mit METRO Indien verkaufen wir ein wachsendes und profitables Großhandelsgeschäft zum richtigen Zeitpunkt. METRO Indien hat sich seit seinem Markteintritt vor 19 Jahren als Großhändler insbesondere für die in Indien weit verbreiteten Kiranas – kleine Straßenläden – etabliert. Gleichzeitig erlebt die indische Handelsbranche derzeit eine starke Konsolidierung und ein überproportionales Wachstum im E-Commerce, auch im B2B-Segment. Aufgrund der Marktdynamik wären erhebliche Investitionen erforderlich, um das Geschäft weiter auszubauen. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Momentum zu nutzen und ein neues Kapitel für METRO Indien aufzuschlagen“, schreibt Metro-Chef Greubel.

METRO Indien, mit Hauptsitz in Bangalore, betreibt mit seinen rund 3.500 Mitarbeitern 31 Großmärkte in 21 indischen Städten. Vor allem im Süden des Landes ist das Unternehmen mit 15 Märkten fest etabliert. Insgesamt ist METRO Indien in 8 der 10 größten Städte des Landes vertreten. Das Unternehmen war das erste, das das Cash-and-Carry-Format in Indien einführte, als es 2003 in den Markt eintrat, und hat heute eine Reichweite von über 3 Millionen Händlern mit rund 1 Million Kunden, die regelmäßig einkaufen.

METRO Indien hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 926 Millionen Euro erzielt und ein EBITDA im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in EUR erwirtschaftet. Damit erreichte das Unternehmen sein bisher höchstes Umsatzniveau und ist einer der wenigen profitablen Akteure in der Branche.

METRO strebt eine führende Marktposition im Großhandel an. Aufgrund der zunehmenden Marktkonsolidierung, der beschleunigten Digitalisierung und des intensiven Wettbewerbs würde das Geschäft von METRO Indien in Zukunft nicht mehr zur sCore-Wachstumsstrategie von METRO passen. Daher ist weiteres Wachstum für METRO Indien am besten mit einem Eigentümer zu erreichen, der über ein geeignetes Netzwerk und eine starke Präsenz in Indien verfügt.

Rheinmetall liefert fabrikneue Militär-LKW an die Ukraine

Rheinmetall liefert im Auftrag der deutschen Bundesregierung HX 8×8-LKW an die Ukraine. Insgesamt sollen 26 fabrikneue Exemplare der hochmobilen Wechsellader-Fahrzeuge im Wert von 12,5 MioEUR geliefert werden. Die Auslieferung der Fahrzeuge hat bereits begonnen.

Die HX-Familie von Rheinmetall MAN Military Vehicles gehört zu den am weitest verbreiteten militärischen Nutzfahrzeugen. Weltweit sind über 15.000 Exemplare im Einsatz. Die HX-LKW sind als Military-off-the-Shelf-Fahrzeugfamilie konsequent auf Robustheit, Beweglichkeit, Ergonomie und Modularität ausgelegt – ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche.

Rheinmetall ist bereits im Rahmen mehrerer Aktivitäten in die Unterstützung der Ukraine eingebunden. So liefert das Rheinmetall-Tochterunternehmen Zeppelin Mobile Systeme GmbH mit Unterstützung der Bundesregierung im Jahr 2023 ein schlüsselfertiges Feldhospital.

Zudem ist Rheinmetall Partner bei mehreren Ringtausch-Verfahren. Dies ist ein von der deutschen Bundesregierung entwickeltes Procedere, um die Ukraine bei deren Anstrengungen gegen die russische Invasion in Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn und NATO-Partnern unterstützen zu können. Dabei geben NATO-Mitgliedstaaten Großgerät aus vormals sowjetischer Produktion an die Ukraine ab und erhalten dafür verfügbare Systeme aus westlicher Produktion.

Im Ringtausch liefert Rheinmetall derzeit verschiedene Gefechtsfahrzeuge – Leopard 2 A4 und Schützenpanzer Marder aus Firmeneigentum – an Tschechien, die Slowakei und an Griechenland. Weiterhin erhält Slowenien HX 8×8-LKW des gleichen Typs wie jetzt die Ukraine. Im Gegenzug geben die NATO-Partner ihrerseits Kampf- und Schützenpanzer an die Ukraine ab.

Deutscher Maschinenbau in großer Sorge: Umsatzrückgang in 2023 erwartet

Die Inflation setzt die deutsche Wirtschaft weiterhin unter Druck. Auch den Maschinenbauern bereiten die steigenden Kosten weiterhin starkes Kopfzerbrechen. Sie befürchten für das kommende Jahr einen weiteren deutlichen Anstieg. Vor allem die Kosten für Energie und Strom werden nach Schätzung der Entscheider:innen durchschnittlich um mindestens 35 Prozent anziehen. Die Unternehmenslenker sind besorgt, wie aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) hervorgeht. PWC hat auch einen Standort in Düsseldorf.

Energiekosten drücken die Stimmung

Acht von zehn befragten Entscheider:innen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gehen davon aus, dass die Gesamtkosten im Jahr 2023 weiter ansteigen werden. Für ebenso viele Befragte bleibt der entstehende Kostendruck die größte Herausforderung für ihre Unternehmensentwicklung im kommenden Jahr. Das wird sich vor allem auf die Preise auswirken. Über zwei Drittel der Manager:innen werden zu Beginn des kommenden Jahres ihre Verkaufspreise steigern, jedoch rechnen lediglich 11 Prozent noch damit, ihre Profitabilität halten zu können. Für mehr als ein Drittel der Befragten kann ein Sinken der Margen nicht abgewendet werden.

Im Kostenmix sind vor allem die Energiekosten für die Branche von hoher Relevanz. 71 Prozent der Befragten rechnen damit, dass im kommenden Jahr die Energiekosten weiter steigen werden. Im Durchschnitt erwarten sie eine Steigerung von 36,3 Prozent. Jede:r zehnte Entscheider:in geht sogar davon aus, dass die Energiekosten sogar um über 50 Prozent steigen werden. Zwei Drittel der Befragten rechnet darüber hinaus auch mit steigenden Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte – hier werden im Schnitt Steigerungen von 17,6 Prozent erwartet. Deutlich geringer fallen demgegenüber die möglichen Steigerungen der Personalkosten aus: im Schnitt um 7 Prozent.

„Die Ergebnisse unseres Barometers zeigen deutlich, wie wichtig aktuell Maßnahmen wie die kürzlich vom Bundestag verabschiedete Gaspreisbremse für die Branche sind“, bemerkt Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries and Innovations bei PwC Deutschland. „Die gute Nachricht: Die derzeitige Auslastung der Maschinenbauer ist auf einem stabil hohen Niveau. Die Mehrheit der befragten Unternehmen arbeitet sogar bereits heute am Kapazitätslimit. Deshalb sind gerade jetzt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Eindämmung der Energiekosten dringend geboten.“

Verunsicherung nimmt weiter zu

Fast die Hälfte der befragten Unternehmenslenker blickt pessimistisch auf die deutsche Konjunkturentwicklung der kommenden zwölf Monate. Noch vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine hatte ihr Anteil bei 14 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vorquartal ist vor allem die Gruppe der Unentschlossenen deutlich gewachsen, von 34 auf 42 Prozent. Bei der Bewertung der Weltwirtschaft zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund die Hälfte der Entscheider:innen steht der Entwicklung der globalen Konjunktur im Jahr 2023 skeptisch gegenüber. Ein Drittel ist unentschlossen, lediglich jede:r Fünfte glaubt an einen positiven Trend.

Deshalb setzen die meisten Unternehmen derzeit auf die Stärkung ihrer Abwehrkräfte. Als Gegenmaßnahmen gegen die Folgen des Krieges in der Ukraine fokussiert sich die Mehrheit der Entscheider:innen auf die Steigerung der Energieeffizienz. Ihr Anteil hat gegenüber dem Vorquartal am stärksten zugenommen, von 40 auf 57 Prozent. Viele Unternehmen arbeiten parallel dazu auch an einer Neuaufstellung: Vier von zehn Befragten erschließen neue Kunden, 39 Prozent strukturieren ihrer Lieferketten um, weitere 29 Prozent verändern ihren Energiemix, mittelfristig wird zudem der Footprint hinterfragt.

Prognose: Umsatz 2023 im Minus

Für das Jahr 2023 prognostizieren die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer eine Umsatzentwicklung für die Gesamtbranche von -2,9 Prozent. Der Anteil derjenigen Entscheider:innen, die überhaupt an ein Wachstum glauben, ist rapide gesunken. Inzwischen erwartet über die Hälfte der Befragten eine negative Umsatzentwicklung. Damit ist die Umsatzprognose seit dem Vorquartal wieder deutlich abgeschmolzen und befindet sich auf dem tiefsten Stand der letzten zwei Jahre. „Die Mehrheit der Manager blickt mit Sorge in die Zukunft. Die Gefahr einer Rezession ist bedrohlich real. Umso wichtiger ist es bereits jetzt, die richtigen Schritte einzuleiten. Dazu zählen die Steigerung der Liquidität und intelligente Investitionen in eine Wachstumsstrategie sowie eine Überprüfung des Footprints“, resümiert Gushurst.

Über das PwC Maschinenbau-Barometer:

Das PwC Maschinenbau-Barometer ist das Ergebnis einer vierteljährlichen Panelbefragung unter Führungskräften des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Neben einer Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung spiegelt die Studie die Unternehmenserwartungen hinsichtlich zentraler Kennzahlen wie Kosten, Preise und Investitionsvolumina. Zudem werden in jeder Ausgabe wechselnde Themen vertieft.

Das Maschinenbau-Barometer finden Sie unter:

www.pwc.de/maschinenbau-barometer

PwC hat für Industrieunternehmen zudem ein Playbook zur Reaktion auf das Risiko einer Rezession entwickelt. Erfahren Sie hier, was Unternehmen jetzt tun können:

www.pages.pwc.de/industrial-manufacturing-recession-playbook

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 327.000 Mitarbeitende in 152 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

Beschäftigte in Unternehmen wünschen sich mehr Wissen über künstliche Intelligenz

Mit künstlicher Intelligenz (KI) können Aufgaben des Menschen im Bereich der Datenanalyse effizient automatisiert werden. KI kann in vielen Anwendungen eingesetzt werden und Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen. Eine große Mehrheit der Beschäftigten wünschen sich KI-Qualifikationen zu erwerben oder zu vertiefen, sagt das ifaa in Düsseldorf.

Dabei kommt es aber auf die passenden Lerninhalte und eine geeignete Wissensvermittlung an. Das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat gemeinsam mit Projektpartnern ein zweitägiges Seminar für den Einstieg in die KI-Entwicklung erstellt. Sebastian Terstegen, wissenschaftlicher Experte des ifaa weiß aus praktischer Erfahrung: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen wünschen sich häufig praktische Lösungen, um beispielsweise mühsame Datenauswertungen zu vereinfachen, Assistenzsysteme, die ihnen komplizierte Montageanleitungen erleichtern würden, oder in der Qualitätssicherung Kamerasysteme, die fast ganz von selbst lernen, die Fehler in den Metallbauteilen zu erkennen.“https://www.arbeitswissenschaft.net/enaible-seminar

Das sind keine allzu utopischen Wünsche. Mit künstlicher Intelligenz (KI) – genauer gesagt, den Verfahren des maschinellen Lernens – können insbesondere einfache Tätigkeiten und Aufgaben des Menschen im Bereich der Datenanalyse effizient automatisiert werden. KI bzw. maschinelles Lernen kann in vielen Anwendungen eingesetzt werden: in der Überwachung der Produktionsanlagen, der Optimierung von Produktions- und Fertigungsplänen, für eine orts- und zeitflexible Personalplanung, in der Qualitätskontrolle, als Assistenzsystem in der Montage usw.

Die Herausforderung beim Einsatz von KI: Fachpersonal

Eine Vielzahl an Befragungen und Studien zeigt, dass sich zwar viele Unternehmen mit KI beschäftigen[1], das heißt, sie informieren sich über KI oder analysieren das Potenzial. Aber nur wenige Unternehmen haben konkrete KI-Anwendungen im Einsatz. Dies liegt weder am mangelnden Wissen noch an fehlenden Kenntnissen über KI, sondern ist eher ein Umsetzungsproblem[2]. In den Unternehmen fehlen oftmals die KI-Spezialisten. Die Rekrutierung von Fachpersonal sowie die entsprechende Qualifizierung des eigenen Personals sind Bedingung dafür, KI-Applikationen produktiv im Unternehmen einführen und nutzen zu können.

Große Mehrheit der Beschäftigten möchte sich zu KI qualifizieren

Was wünschen sich Beschäftigte in deutschen Unternehmen von künstlicher Intelligenz? Unter anderem eine von Microsoft in Auftrag gegebene internationale Studie[3]unter 12 000 Fach- und Führungskräften aus 20 Ländern untersuchte den Zusammenhang zwischen dem erfolgreichen Einsatz von KI im Unternehmen und der Qualifizierung beziehungsweise den Kompetenzen der Beschäftigten. Fast alle befragten Führungskräfte, die bereits erste KI-Applikationen im Unternehmen einsetzen, qualifizieren aktiv ihre Beschäftigten und bauen entsprechende Kompetenzen auf. In diesen Unternehmen ist auch eine große Mehrheit der Beschäftigten hoch motiviert, KI-Qualifikationen zu erwerben oder zu vertiefen.

Fit werden für den KI-bedingten Veränderungsprozess

Dabei kommt es aber auf die passenden Lerninhalte und eine geeignete Wissensvermittlung an. Nur wenige Beschäftigte in der Arbeitswelt müssen Expertenwissen zur Entwicklung von KI-Softwareanwendungen besitzen. Für den Großteil ist Grundlagenwissen darüber, wie KI und Maschinelles Lernen funktioniert, ausreichend.

Vielmehr müssen betriebliche Akteure, die in Projekten an der Entwicklung von KI-Anwendungen beteiligt sind, befähigt werden, in diesem KI-bedingten Veränderungsprozess produktiv und präventiv zu agieren sowie mithilfe eines mitarbeiterorientierten Beteiligungskonzeptes alle Kompetenzen und sozialen Innovationen des Unternehmens für die KI-Integration partizipativ zu nutzen.

Das ifaa hat gemeinsam mit Projektpartnern im Verbundprojekt en[AI]ble das zweitägige Seminar „KI erkennen, bewerten und einführen – Kriterien und Aspekte der Arbeitsgestaltung“ entwickelt. Das Seminar konzentriert sich darauf, den Teilnehmenden aus Unternehmen sowohl die notwendigen technologischen Fachkompetenzen als auch die Arbeitsgestaltungskompetenzen mit klaren Kriterien für KI-Lösungen und ihrer Implementierung zu vermitteln. Diese Kompetenzen werden in das jeweils bestehende Domänenwissen der betrieblichen Akteure integriert, sodass sie die Arbeitsgestaltung von KI im Rahmen ihrer bisherigen Aufgaben und Tätigkeiten umsetzen können.

Details zum enAIble-Seminar, das Konzept und die Lernziele auf der Website des ifaa: https://www.arbeitswissenschaft.net/enaible-seminar

Das Projekt en[AI]ble wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert.

Ringtausch: Rheinmetall liefert hochmoderne Wechsellader-Lkw an Slowenien

Im Zuge eines weiteren von der deutschen Bundesregierung beauftragten Ringtausches liefert Rheinmetall militärische Wechsellader-Lkw an Slowenien. Die 40 neu gebauten Militär-Lkw, die angelehnt sind an Fahrzeuge, die Rheinmetall als sogenannte WLS-Fahrzeuge auch für die Bundeswehr fertigt, sind jetzt in Ljubljana an den slowenischen Kunden übergeben worden. Für Rheinmetall verbindet sich damit ein Auftragswert im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich.

Die slowenischen Streitkräfte hatten ihrerseits – im Tausch für die neuen Militär-Lkw – vor wenigen Wochen signifikante militärische Unterstützung an die Ukraine geliefert. Neben der Lieferung der Fahrzeuge sind Wechselladepritschen, fünf palettierte Wassertankmodule sowie ein erstes Servicepaket inklusive Training Teil der Lieferungen an den slowenischen Kunden.

Bemerkenswert ist die schnelle Realisierung des Projekts bis hin zur Übergabe der Fahrzeuge. Der Tausch basiert auf einer Vereinbarung zwischen den Verteidigungsministerien von Deutschland und Slowenien sowie dem anschließend vereinbarten Liefervertrag mit Rheinmetall vom 5. Dezember 2022. Dabei erfolgten die Verhandlungen aller Beteiligten – des Bundesverteidigungsministeriums, der slowenischen Streitkräfte und Rheinmetalls – äußerst zügig und kooperativ.

Die Übergabe der Fahrzeuge fand jetzt beim lokalen Partner der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, der MAN Truck & Bus Slovenija d.o.o., statt. Bereits unmittelbar danach wurden die Fahrzeuge durch Verteidigungsminister Marjan Šarec offiziell in die Armee übernommen. Hiermit wird ein Großteil der Lieferungen bereits abgeschlossen sein, einzelne Komponenten und Trainingsmodule werden aber auch noch in den kommenden zwei Jahren geliefert.

Bei den Wechselladersystemen (WLS) handelt es sich um Fahrzeuge, die in einer vergleichbaren Konfiguration von Rheinmetall MAN Military Vehicles für die Bundeswehr entwickelt wurden. Derzeit werden sie in großer Stückzahl in geschützten sowie ungeschützten Varianten innerhalb eines Rahmenvertrags produziert, den das Koblenzer Bundesamt für Beschaffung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit Rheinmetall getroffen hat.

Der Ringtausch ist ein von der deutschen Bundesregierung entwickeltes Verfahren, um die Ukraine bei deren Anstrengungen gegen die russische Invasion in Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn und NATO-Partnern unterstützen zu können. Dabei geben NATO-Partner Großgerät aus vormals sowjetischer Produktion an die Ukraine ab und erhalten dafür verfügbare Systeme aus westlicher Produktion. Rheinmetall ist bereits an Ringtauschen mit den griechischen, tschechischen und slowakischen Streitkräften – hier mit Kampf- und Schützenpanzern – beteiligt.

MINT-Lücke: 300.000 Menschen fehlen, aber: Innovationen brauchen Fachkräfte

Quelle: IW Köln

In den vergangenen Monaten fehlten in Deutschland weit mehr als 300.000 MINT-Fachkräfte. Um die Wirtschaft zukunftsfest zu machen, muss Deutschland noch innovativer werden – was den Bedarf an Fachpersonal weiter steigert. Nachwuchskräfte sind also begehrt und haben beste Verdienstchancen.

Die Corona-Pandemie hatte das Problem kurzzeitig kaschiert, verschwunden war es aber nie: Deutschland hat ein dramatisches Fachkräfteproblem. Das gilt besonders für MINT-Tätigkeiten, also jene in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Oktober 2022 gab es in diesen Berufen bundesweit mehr als 500.000 offene Stellen – bei nur gut 175.000 arbeitslos gemeldeten Personen, die einem MINT-Beruf nachgehen wollen. Das bedeutet unterm Strich :

Über alle 36 MINT-Berufskategorien hinweg gab es in Deutschland im Oktober 2022 eine Arbeitskräftelücke von 326.100 Personen.

Weiterlesen: IW KÖLN (Link)

rising systems stark im Düsseldorfer Sport-Sponsoring

Sebastian Witzmann, Vorstand des Softwareentwicklers rising systems, spricht im Interview über das Engagement seines Unternehmens bei D.SPORTS, die Affinität zum Sport und was er sich für das neue Jahr wünscht.

Herr Witzmann, Ihr Unternehmen ist schon seit vielen Jahren Official Partner von D.SPORTS und hat diese Partnerschaft nun verlängert. Warum ist rising systems so engagiert im Sport?

Sebastian Witzmann: Unser ganzes Unternehmen ist einfach ungemein sportaffin. Wir sind alle privat sportlich aktiv und darüber hinaus in Vereinen engagiert. Der Sport braucht Unterstützung und entsprechende Finanzierung. Das gilt insbesondere für alle Sportarten, die nicht Fußball heißen. Unser Engagement ist uns auch deshalb wichtig, weil D.SPORTS für tolle Events steht und den Athletinnen und Athleten ein sportliches Zuhause bietet.

Ist die Verlängerung Ihrerseits nach den Pandemie-Jahren ein besonderes Zeichen?

Witzmann: Wir haben unsere Partnerschaft ja auch während der Corona-Pandemie aufrechterhalten. Gerade in schwierigen Zeiten ist finanzielle Unterstützung im Leistungssport von besonderer Bedeutung. Und die Zeiten sind auch nach den Pandemie-Jahren weiter schwierig, nur eben aus anderen Gründen. Es gibt in vielen Bereichen Aufholbedarf, und das nicht zuletzt, weil es viele Unternehmen gibt, die aktuell vielleicht primär mit anderen Dingen beschäftigt sind und ihren Fokus nicht so sehr aufs Sponsoring legen können. Uns ist es wichtig, ein verlässlicher Partner zu sein und zu bleiben.

Im vergangenen Jahr hat rising systems für die Digitalisierung des städtischen Sportangebots den German Innovation Award erhalten. Was ist aus der gemeinsam mit dem Sportamt Düsseldorf geplanten Online-Plattform zum Sportangebot geworden?

Witzmann: Die Plattform ist startklar und wird Anfang des kommenden Jahres durch das Sportamt der Öffentlichkeit vorgestellt. Aktuell pflegen die Sportvereine und Sportanbieter ihre Angebote ein und der Launch der Online-Plattform wird die Sportlandschaft in Düsseldorf transparenter machen. Basierend auf einer entsprechenden Auswahl der User werden den Bürgerinnen und Bürgern Sportarten empfohlen, die zu ihnen passen könnten und im nächsten Schritt wird erklärt, wo sie diese ausprobieren bzw. dauerhaft ausüben können.

Sie selbst haben sich lange als Vorstandsmitglied beim Judoclub 71 engagiert. Wie sportlich ist ihr Alltag derzeit – sowohl als Aktiver als auch als Zuschauer?

Witzmann: Ich selbst mache jeden Tag Sport, zuletzt habe ich beispielsweise aktiv als Staffelmitglied am Triathlon teilgenommen. Als Zuschauer bin ich unter anderem ein Freund des Handballsports und der Leichtathletik. Das ISTAF INDOOR im PSD BANK DOME mit Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis hat mich beispielsweise sehr beeindruckt.

Gibt es denn Sport-Highlights im Kalender für 2023, auf die Sie sich besonders freuen?

Witzmann: Da gibt es sicher einige. Als ehemaliger Vorstand des Judoclub 71 möchte ich an dieser Stelle aber gerne mal den Judosport hervorheben. Ich schaue immer sehr genau auf das, was Johannes Frey macht und bin gespannt, wie es für ihn weitergeht. Er kann auf der Weltbühne auf jeden Fall noch viel erreichen, da bin ich mir sicher.

Welche Wünsche haben Sie für das Jahr 2023?

Witzmann: Natürlich immer Gesundheit. Das steht an erster Stelle. Für unsere Partnerschaft mit D.SPORTS wünsche ich mir, dass viele Düsseldorfer Athletinnen und Athleten auch 2023 richtig gut performen und dass viele sportliche Großveranstaltungen in unsere Stadt kommen. Düsseldorf ist diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Und über ein weiteres gemeinsames Beachvolleyball-Spiel mit den anderen Partnern würde ich mich freuen. Das hat mir dieses Jahr viel Spaß gemacht.

Quelle: https://www.d-sports.de/der-sport-braucht-unterstuetzung/