Produktionsjubiläum in Düsseldorf: 5.000.000 Transporter mit dem Stern

„Mit dem 5 Millionsten Transporter feiern wir im Werk Düsseldorf einen ganz besonderen Meilenstein. Zu diesem Produktionsjubiläum gratuliere ich dem Werk und der gesamten Mannschaft ganz herzlich, ohne deren Innovationskraft, Professionalität und tägliches Engagement, wir heute nicht hier ständen. Ich blicke gespannt in die Zukunft Düsseldorfs und freue mich auf die weiteren Meilensteine und ab 2023, die nächste Generation des eSprinter“, sagt Michael Hellmann (Foto), Standortverantwortlicher des Mercedes‑Benz Werks Düsseldorf.

Das Mercedes‑Benz Werk in Düsseldorf feierte im April dieses Jahres das 60. Werksjubiläum, und am 5. Oktober nun den nächsten Meilenstein: die Produktion des 5 Millionsten Transporters. Als Transporter-Werk der ersten Stunde liefen hier schon 1995 der, Bremer‘ und der, Düsseldorfer‘ vom Band. Bei dem 5 Millionsten Transporter handelt es sich um einen eSprinter, welcher seit Ende 2019 in Düsseldorf produziert werden.

„Mit dem 5 Millionsten Transporter feiern wir im Werk Düsseldorf einen ganz besonderen Meilenstein. Zu diesem Produktionsjubiläum gratuliere ich dem Werk und der gesamten Mannschaft ganz herzlich, ohne deren Innovationskraft, Professionalität und tägliches Engagement, wir heute nicht hier ständen. Ich blicke gespannt in die Zukunft Düsseldorfs und freue mich auf die weiteren Meilensteine und ab 2023, die nächste Generation des eSprinter“, sagt Michael Hellmann (Foto), Standortverantwortlicher des Mercedes‑Benz Werks Düsseldorf.

Standort mit Geschichte

Mit der Übernahme der Auto-Union und Eingliederung in die Daimler-Benz AG in den 1960er Jahren, wurde das Werk Düsseldorf, welches zum weltweit größtem Werk der Mercedes‑Benz Vans Familie zählt, gegründet. Seither produziert man hier für die Vans-Sparte der Mercedes‑Benz AG Transporter, darunter die Transporter-Ikone Sprinter, welche in mehr als 130 Ländern unterwegs ist, aber genauso historische Legenden wie etwa der ‚Bremer‘ und der ‚Düsseldorfer‘. Seit 1995 laufen hier die geschlossenen Baumuster des Mercedes‑Benz Sprinter vom Band, die neben Sicherheit auch für Ergonomie, Effizienz und Komfort stehen. Im Laufe der Jahre hat sich der Produktionsstandort zu einem der größten industriellen Arbeitgeber und Ausbilder in der Region entwickelt. Dazu gehören mittlerweile rund 5.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende, als auch 690.000 Quadratmeter Fläche mitsamt Rohbau, Lackierung und Montage. Mit Aussicht auf die nächste Generation eSprinter, wurden 50 Mio. € in den Standort Düsseldorf investiert, die zur Anpassung der Produktion sowie der Weiterbildung der Mitarbeiter dienen.

Für eine nachhaltigere Zukunft: die nächste Generation eSprinter

Mit der Produktion des eSprinter bietet Mercedes-Benz Vans nicht nur eine nachhaltige Lösung für lokal emissionsfreie Transporte, sondern setzt damit auch neue Maßstäbe für den urbanen Lieferverkehr. In enger Zusammenarbeit mit Kunden aus dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienst) sowie Aufbauherstellern, wurden die Anforderungen an die nächste eSprinter Generation, die im zweiten Halbjahr 2023 zuerst in Charleston (South Carolina) und anschließend in Düsseldorf und Ludwigsfelde in die Produktion geht, definiert. „Nachhaltige Produktion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2‑Neutralität. Wir haben bereits diverse Maßnahmen aufgesetzt und werden unsere Produktions- und Logistikprozesse konsequent weiter Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. “, erklärt Michael Hellmann. Die geplante Produktion der nächsten eSprinter Generation, erfolgt auf Basis der neu entwickelten, Electric Versatility Platform‘, durch die neuen Kundensegmente sowie neue Märkte wie die USA und Kanada eröffnet werden sollen.

Mobilitätswende: Umstieg auf eine CO2-neutrale Produktion

Der Ansatz einer ganzheitlichen nachhaltigen Mobilität wird auch bei Mercedes-Benz Vans verfolgt. Bereits seit diesem Jahr ist die Produktion CO2-neutrale Produktion umgestellt, wodurch man Schritt für Schritt dem Ziel einer nachhaltigen Verkehrswende und wirksamerem Klimaschutz näher rückt. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt man auf den Einsatz von erneuerbaren Energien, sowie emissionsreduzierende, neue Mobilitätssysteme auf dem Werksgelände wie zum Beispiel der On-Demand-Werk-Shuttle und fahrerlose Transportsysteme sowie den Bezug von Strom aus ausschließlich regenerativen Quellen. Mit diesen Maßnahmen steuert man zudem aktiv auf die Ziele der Ambition 2039 zu, in der private sowie gewerbliche Transporter über den gesamten Lebenszyklus CO2‑neutral werden sollen. Dies beinhaltet alle Teilschritte von der Entwicklung bis hin zur Produktion.

Tarifpolitik: Chemie einigt sich auf zweimal 3,25 Prozent für 20 Monate

BAVC und IGBCE haben sich auf einen zweistufigen Tarifabschluss für die Chemie- und Pharmaindustrie verständigt: Die Beschäftigten erhalten 3,25 Prozent mehr Entgelt ab Januar 2023 sowie weitere 3,25 Prozent ab Januar 2024. Beide Stufen der Entgelterhöhung sind flexibilisiert; sie können aus wirtschaftlichen Gründen jeweils um bis zu drei Monate verschoben werden. Zusätzlich zahlen die Unternehmen 3.000 Euro pro Kopf als einmaliges steuer- und beitragsfreies Inflationsgeld. Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen von je 1.500 Euro spätestens im Januar 2023 sowie im Januar 2024. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate, inklusive der Brückenlösung vom April sogar 27 Monate. Die Einigung gilt für 1.900 Betriebe mit 580.000 Beschäftigten.

„Mit diesem Ergebnis halten wir die Balance zwischen der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und den Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir senden ein Signal für Standort und Beschäftigung: Arbeitgeber und Gewerkschaft ziehen in der Krise an einem Strang“, kommentiert BAVC-Präsident Beckmann die heute erzielte Einigung. BAVC-Verhandlungsführer Oberschulteerklärte: „Wir haben in Summe einen krisengerechten Abschluss ausgehandelt. Zentrale Pluspunkte für die Arbeitgeber sind langfristige Planungssicherheit und eine insgesamt ausgewogene Kostenbelastung.“ Über die im Abschluss angelegte Flexibilität könne den Unternehmen geholfen werden, die jetzt oder in Zukunft in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind. Unter dem Strich sei das Ergebnis ein Spiegelbild der aktuellen Krise – und zugleich der bestmögliche Kompromiss für die Mitglieder. „Wir decken die beiden schwierigen Winter ab, die nun vor uns liegen, und wir zeigen unseren Beschäftigten, dass wir ihre Arbeit und ihren großen Einsatz wertschätzen“, so Oberschulte.

Die Einigung im Detail: Die Beschäftigten der Chemie- und Pharmabranche erhalten ab 1.1.2023 in einem ersten Schritt zunächst 3,25 Prozent mehr Entgelt. Ab 1.1.2024 steigen die Entgelte um weitere 3,25 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen entsprechend. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate. Die Brückenregelung von April eingerechnet, beträgt die Laufzeit 27 Monate. Die bezirklichen Entgelttarifverträge laufen damit bis Ende Juni 2024. Beide Stufen der Entgelterhöhung sind flexibilisiert. Sie können aus wirtschaftlichen Gründen jeweils um bis zu drei Monate verschoben werden. Bei roten Zahlen wird die Entgelterhöhung um zwei Monate verschoben, bei einer Nettoumsatzrendite unter drei Prozent um einen Monat. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung sind drei Monate Verschiebung möglich.

(Quelle: BAVC)

Corona ist schuld: IW Köln deckt Lernrückstände in der Dualen Ausbildung auf

Die Maßnahmen zur Kontaktreduktion während der Corona-Pandemie hatten starke Auswirkungen auf den Alltag in der dualen Ausbildung. Für den betrieblichen Teil der Ausbildung stellt sich die Frage, inwieweit das Lernen und Arbeiten auf Distanz kurzfristig organisiert werden konnte. Daran schließt sich die Frage an, ob trotz Umstellung auf Distanz Lerneinbußen bei Auszubildenden entstanden sind.

Eine Befragung zeigt, dass mehr als die Hälfte des Ausbildungspersonals (55,3 Prozent) Distanzlernen bis heute zeitweise einsetzt, wenn es nötig wird. 8,5 Prozent setzen es sogar strategisch ein, um die jungen Menschen zur digitalen Zusammenarbeit im Arbeitsalltag zu befähigen.

Distanzlernen wurde bedingt durch die Lockdowns in vielen Fällen sehr kurzfristig und zumindest zu Beginn der Pandemie ohne Vorbereitungszeit eingesetzt. Daher stellt sich die Frage, ob durch den spontanen Wechsel auf Distanzlernen weniger vermittelt und gelernt werden konnte. Insgesamt berichten 71,1 Prozent des Ausbildungspersonals von Lernrückständen bei Auszubildenden, wobei es sich selten um große (5,7 Prozent) und zumeist um kleine Lernrückstände (38,6 Prozent) handelt. Mit Blick auf den Lernstand scheinen die Auszubildenden und Betriebe die Herausforderungen der Krise gut gemeistert zu haben.

Um zu prüfen, welchen Effekt der spontane Einsatz von Distanzlernen hatte, wurde analysiert, ob es Unterschiede zwischen Unternehmen, die digitales Lernen strategisch einsetzen und anderen Unternehmen gibt. Bei mittleren und kleinen Lernrückständen finden sich keine Unterschiede. Sie treten bei allen Unternehmen gleichermaßen auf, unabhängig vom strategischen Einsatz von Distanzlernen. Bei großen Lernrückständen ist dies anders: Ausbilderinnen und Ausbilder, die Distanzlernen strategisch einsetzen, berichten als einzige Gruppe nicht von großen Lernrückständen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass insbesondere Betriebe mit leistungsstarken Auszubildenden Distanzlernen strategisch eingesetzt haben können. Zudem kann es sein, dass vor allem Ausbilderinnen und Ausbilder Distanzlernen strategisch einsetzen, die schon vor der Pandemie Erfahrungen damit gesammelt haben. Die Befunde untermauern die Hypothese, wonach es eher der unvorbereitete Wechsel auf Distanzlernen war, der zu Lernrückständen führt, als das digitale Lernen an sich.

Auch wenn insgesamt nur selten große Lernrückstände bestehen, ist es wichtig, Wissenslücken zu schließen. Die Befragung hat gezeigt, dass Unternehmen finanzielle und personelle Ressourcen aufwenden, um den Lernerfolg ihres Fachkräftenachwuchses zu sichern. Dies ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung der Unternehmen.

Quelle: IW Köln

Trotz Milliarden-Entlastungspaket: der Mittelstand ist bedroht

Die Ampel-Koalition in Berlin hat sich auf ein drittes Entlastungspaket geeinigt. Es soll ein Volumen von mehr als 65 Milliarden Euro. Es kostet dem Staat allerdings 200 Milliarden Euro, zeigen neue Berechnungen unseres Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Während die Hilfen Potenzial haben, Privathaushalte durch die Krise zu bringen, müssen viele Unternehmer um ihre Existenz bangen, scheibt uns IW-Experte Dr. Tobias Hentze. Zwar profitieren auch Unternehmen von den Entlastungspaketen. Es ist jedoch noch völlig unklar, ob die Betriebe ausreichend gestützt werden. Insbesondere der Mittelstand ist bedroht, schon jetzt bangen energieintensive Betriebe, beispielsweise Bäckereien und Papierverarbeitungsunternehmen, um ihre Existenz. „Die Regierung sollte flächendeckend Steuerzahlungen stunden“, sagt Hentze. „Außerdem müssen Vorauszahlungen erstattet werden. Wir brauchen jetzt einfache Wege, um die Liquidität in den Unternehmen schnell zu verbessern.“

Das sind die neuen Chefs am Airport

Lars Redeligx, ab 1. Januar 2023 Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Düsseldorf GmbH (rechts im Bild) und Pradeep Pinakatt, ab 1. Januar 2023 Geschäftsführer Finanzen und Arbeitsdirektor der Flughafen Düsseldorf GmbH (links im Bild). Foto: Airport Düsseldorf

Der Aufsichtsrat der Flughafen Düsseldorf GmbH hat Lars Redeligx bereits mit Wirkung zum 1. Dezember 2022 zum Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf GmbH bestellt. Aktuell ist Redeligx als Geschäftsführer des privaten Bahnfrachtunternehmens Lineas in Brüssel tätig. Er tritt zum 1. Januar 2023 als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung die Nachfolge von Thomas Schnalke an, der mit Auslaufen seines Vertrages Ende 2022 nach über 20 Jahren Geschäftsführungstätigkeit am Düsseldorfer Airport ausscheiden wird.

Zugleich folgt zum 1. Januar 2023 Pradeep Pinakatt als Geschäftsführer Finanzen und Arbeitsdirektor auf Lars Mosdorf, der nach Erfüllung seines Geschäftsführervertrages zum Jahresende das Unternehmen ebenfalls auf eigenen Wunsch verlässt. Pinakatt ist seit 2017 Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH (FDGHG). Mitte Juni hatte der Aufsichtsrat des Airports ihn bereits zum 1. November 2022 als Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf GmbH bestellt.

Im Sinne einer kontinuierlichen Unternehmensentwicklung ist mit diesen ineinandergreifenden Personalwechseln an der Spitze des Airports eine nahtlose Übergabe der Geschäfte sichergestellt.

Nachfolgerin von Pradeep Pinakatt in der Geschäftsführung der Flughafen Ground Handling GmbH wird ab 1.11.2022 die bisherige Leiterin Kaufmännisches und Human Resources der FDGHG, Stephanie Jelinek. Ihre Laufbahn am Airport begann sie 2016 in der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH, wo sie u.a. die Bereiche Controlling, IT, Einkauf und Personal verantwortete.

Als neuen Senior Vice President Aviation und Accountable Manager des Düsseldorfer Flughafens begrüßt der Airport zum 1. Januar 2023 Dr. Henning Pfisterer, der aktuell als Chief Operations Officer am Flughafen Sofia tätig ist und von 2010 bis 2020 als Senior Manager Safety and Airside Operations Mitglied des Management Direktoriums am Airport Doha war. Seine Aviation-Karriere startete Pfisterer am Flughafen München, wo er verschiedene operative Funktionen im Bereich Flugbetrieb innehatte.

Quelle: Airport Düsseldorf

Bereits 2024 soll der grüne Innovationscampus am Flughafen starten

Baubeginn in Lichtenbroich: Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde der Grundstein für den neuen EUREF-Campus gelegt. © EUREF-Campus Düsseldorf

Baubeginn in Lichtenbroich: Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde der Grundstein für den neuen EUREF-Campus gelegt.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Das Projekt hat Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Damit wird hier in Düsseldorf ein Schaufenster für Innovation errichtet. Der EUREF-Campus ist ein Leuchtturmprojekt, an dem das Prinzip der Community, der Gemeinschaft aus Bildung und Forschung mit der Wirtschaft gelebt wird. Der Standort am Flughafen Düsseldorf im Herzen Europas bietet eine perfekte Grundlage der optimalen Anbindung und Vernetzung.“

Hintergrund
Auf insgesamt rund 105.000 Quadratmetern errichtet die EUREF AG den EUREF-Campus Düsseldorf. Für den Nachhaltigkeits- und Innovationscampus stehen die Schwerpunkte Energie, Klimaschutztechnik, Umweltschutz und Mobilität im Fokus. Künftig sollen am Standort Start-ups, Firmen, Verbände und wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten. Gemeinsam mit den Mietern wird über die klimafreundliche Errichtung des Campus hinaus auch ein umfassender nachhaltiger Betrieb des Standorts für die Zukunft sichergestellt.

Der EUREF-Campus versteht sich als lebendiger Zukunftsort der Energiewende, der dank einer hochtechnisierten Energiezentrale, unter Einbindung des angrenzenden Baggersees, für die thermische Versorgung sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien beispielhaft ist.

Der benachbarte Mobility Hub ist als Erprobungs- und Gründungsplattform für neue Mobilitätsformen konzipiert und dient zusätzlich als Umsteigeort für Berufspendler und Fluggäste. Zum EUREF-Campus-Konzept gehören auch ein Indoor-Garden, Event- und Veranstaltungsflächen etwa für Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie ein umfangreiches gastronomisches Angebot mit regionaler Küche und Bistros.

Der grüne Innovationscampus wird in zwei Bauabschnitten errichtet. Der erste wird bis Mitte 2024 bezugsfertig sein, der zweite bis Mitte 2025. Über 50 Prozent des EUREF-Campus Düsseldorf sind bereits vermietet.

Bei der Grundsteinlegung am EUREF-Campus (v.l.n.r.): Reinhard Müller, CEO EUREF AG, Manfred Abrahams, Vorstand Finanzen Stadtwerke Düsseldorf, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Ministerpräsident Hendrik Wüst © Landeshauptstadt Düsseldorf

Die größten Ängste der Deutschen

Inflation, Rezession, Steuererhöhungen: Die Top-Sorgen der Deutschen drehen sich in diesem Jahr um die Finanzen. Mit Abstand auf Platz eins liegt die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten (67 Prozent). Am stärksten gestiegen ist die Furcht vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Das zeigt die repräsentative Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen 2022“ des Infocenters der R+V Versicherung.

In fast jedem Lebensbereich spüren die Deutschen drastische Preissteigerungen. „Der bange Blick in den Geldbeutel lässt die finanziellen Ängste in die Höhe schnellen. Insgesamt sind die Menschen deutlich sorgenvoller als noch vor einem Jahr“, sagt Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch anlässlich der Pressekonferenz zur Studie am 13. Oktober in Berlin. „Der Angstindex – der Durchschnitt aller abgefragten Sorgen – steigt um sechs Prozentpunkte und erreicht mit 42 Prozent das höchste Niveau seit vier Jahren.“ Bereits zum 31. Mal hat das Infocenter der R+V Versicherung in der Studie „Die Ängste der Deutschen“ mehr als 2.400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt.

Deutschland verzeichnet die höchste Inflation seit fast 50 Jahren. Etwa die Hälfte davon macht der starke Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise aus. Entsprechend groß ist auch die Angst vor explodierenden Lebenshaltungskosten. Mehr als zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) befürchten, dass alles immer teurer wird. „Die Preisspirale macht den Menschen in allen Bevölkerungsschichten Angst. Das gilt für reiche Befragte genauso wie für arme, für Jung und Alt, für Männer wie Frauen und für Anhänger aller Parteien in allen Bundesländern“, erläutert Prof. Dr. Manfred G. Schmidt, Politikwissenschaftler an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Er berät das R+V-Infocenter seit rund zwei Jahrzehnten bei der Auswertung der Ängste-Studie.

„Bemerkenswert ist in diesem Jahr die starke Zunahme der Inflationsangst um 17 Prozentpunkte“, ergänzt Brower-Rabinowitsch. Im Vorjahr lag die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten mit 50 Prozent auf Platz zwei. „Einen solchen Anstieg haben wir bei diesem Thema erst einmal zuvor erlebt. 1993 schnellte die Sorge von 29 Prozent auf 57 Prozent. Grund hierfür war die damalige Talfahrt der deutschen Wirtschaft.“ Die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten treibt die Deutschen übrigens regelmäßig um. Im Verlauf der Langzeitstudie hat sie schon zwölfmal Platz eins belegt – und damit häufiger als jede andere Sorge. Überraschend: Diese Angst ist im Westen mit 69 Prozent erstmals deutlich ausgeprägter als in Ostdeutschland (59 Prozent).

Auf Platz zwei rangiert mit 58 Prozent die Angst, dass Wohnen unbezahlbar wird. Die Frage ist 2022 neu dabei. „Auch diese Sorge hat reale Grundlagen: ein knappes Angebot, hohe und oftmals weiter steigende Preise sowie eine starke Konkurrenz unter den Wohnungssuchenden“, erklärt Professor Schmidt.

Zuerst die Corona-Lockdowns, dann die Folgen des Ukrainekrieges – Deutschlands Wirtschaft ist im Krisenmodus. 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger fürchten eine Rezession, Platz drei der diesjährigen Studie. Der Vorjahresvergleich zeigt einen ebenso sprunghaften Anstieg um 17 Prozentpunkte wie bei der Angst vor steigenden Preisen. 2021 lag die Furcht vor wirtschaftlicher Verschlechterung noch mit 40 Prozent auf Platz zehn. „Der Dreiklang von Corona-Pandemie, Russlands Krieg gegen die Ukraine und Inflation beeinträchtigt die deutsche Wirtschaft – sie droht in eine Rezession abzurutschen“, erläutert Professor Schmidt.

Platz vier und fünf der Top-Ängste: Vor dem dritten Pandemie-Winter fürchtet immer noch mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent), dass der Staat wegen der Schuldenlast aus der Corona-Krise dauerhaft Steuern erhöht oder Leistungen kürzt (Platz vier). 2021 war dies mit 53 Prozent noch die größte Angst der Befragten. Ähnlich groß wie im Vorjahr bleibt mit 51 Prozent die Furcht, dass die Steuerzahler für die EU-Schuldenkrise zur Kasse gebeten werden (Platz fünf; 2021: 50 Prozent, Platz drei).

Kriegsangst steigt extrem
„Nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wollten wir wissen: Haben die Deutschen Angst davor, dass autoritäre Herrscher weltweit immer mächtiger werden?“, berichtet Brower-Rabinowitsch. Die Antwort lautet „Ja“ – die Sorge landet mit 47 Prozent direkt auf Platz sieben. „Weltweit beobachten wir schon seit geraumer Zeit eine Autokratisierungswelle, zum Teil auch in demokratischen Staaten“, analysiert Professor Schmidt. „Ein besonders krasser Fall für eine militante Autokratie ist Russland mit Putin an der Spitze und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine.“

Einen Krieg mit deutscher Beteiligung fürchten 42 Prozent der Bürgerinnen und Bürger (Platz zwölf). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein enormer Zuwachs um 26 Prozentpunkte (2021: 16 Prozent, Platz 21). Einen derart extremen Anstieg gab es in den drei Jahrzehnten der Langzeitstudie überhaupt erst zweimal. Dazu Professor Schmidt: „Nach vielen Jahrzehnten Frieden erschien ein Krieg mit deutscher Beteiligung für viele undenkbar. Russlands Angriff auf die Ukraine hat diesen Glauben zerstört. Nun wächst die Befürchtung, Deutschland werde in einen Krieg verwickelt.“ Einen ähnlich großen Anstieg dieser Angst gab es zuletzt 1999 infolge des Kosovo-Krieges. Damals schnellte sie von 24 Prozent auf 60 Prozent.

Umweltängste nehmen zu
Hitzerekorde und historische Trockenheit: Nach dem Dürresommer 2022 fürchtet fast jeder zweite Befragte Wetterextreme und Naturkatastrophen (49 Prozent, Platz sechs). Das ist ein klarer Anstieg im Jahresvergleich (2021: 41 Prozent, Platz acht). Spürbar wächst auch die Angst vor dem Klimawandel. Sie landet mit 46 Prozent auf Platz acht (Vorjahr: 40 Prozent, Platz elf). „Vor einigen Jahren war ein heißer, regenarmer Sommer in Deutschland noch ein Grund zur Freude. Jetzt erleben wir alle die negativen Folgen unmittelbar – Waldbrände werden häufiger, Flüssen fehlt Wasser und die Natur insgesamt leidet“, sagt Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch. „Auch die Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel vor einem Jahr ist den Menschen noch präsent.“

Großer Ost-West-Unterschied bei Zuwanderungsthemen
Mehr als eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer wurden seit Kriegsbeginn in Deutschland registriert. Trotzdem ist die Furcht vor einer Überforderung des Staates durch die Zahl der Geflüchteten gleich geblieben (45 Prozent), aber im Ranking von Platz vier auf Platz neun gerutscht. Die Sorge, dass es durch weitere Migration zu Spannungen kommt, liegt mit 37 Prozent nur noch auf Platz 16 (2021: 42 Prozent, Platz sieben). Allerdings sind die Unterschiede zwischen Ost und West bei beiden Ängsten groß. In Westdeutschland fürchten 43 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass die Zahl der Geflüchteten den Staat überfordert. Im Osten ist es mehr als die Hälfe der Befragten (54 Prozent). Aber auch in Ostdeutschland nimmt diese Angst ab, wirtschaftliche Sorgen haben sie von Platz eins auf Platz fünf verdrängt. Konflikte durch den weiteren Zuzug von Ausländerinnen und Ausländern fürchten im Westen 35 Prozent der Befragten (Platz 16), im Osten sind es hingegen 44 Prozent (Platz zwölf).

Weitere Ergebnisse der R+V-Studie in Kurzform:
+ Arbeitslosigkeit: Die Angst vor dem Verlust des eigenen Jobs sinkt auf 22 Prozent (Platz 21; Vorjahr: 24 Prozent, Platz 18) und erreicht damit den niedrigsten Stand im Verlauf der Studie. Dass bundesweit die Arbeitslosenzahlen steigen, besorgt etwa jeden Dritten (34 Prozent, Platz 18).
Überforderung der Politik (Platz 10): Das Vertrauen der Deutschen in ihre Politikerinnen und Politiker ist traditionell schlecht. So fürchten 44 Prozent, dass diese von ihren Aufgaben überfordert sind (2021: 41 Prozent, Platz neun). Angesichts der zahlreichen Krisen eine geringe Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
+ Pflegebedürftigkeit (Platz 13): Obwohl die Angst vor Pflegebedürftigkeit nur leicht gesunken ist (41 Prozent; Vorjahr: 43 Prozent), verliert diese Furcht ihren Platz unter den Top Ten (2021: Platz sechs). Andere Themen bereiten den Deutschen weit größere Sorgen.
Schwere Erkrankung / Corona-Infektion (Platz 19): Die Angst vor einer schweren Erkrankung und einer Corona-Infektion bleibt mit 33 Prozent auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 35 Prozent, Platz 14).
+ Störfälle in Atomkraftwerken (Platz 20): Die neu entfachte Debatte über Kernenergie und die Kämpfe um ein Atomkraftwerk in der Ukraine schlagen sich nicht auf die Ängste der Deutschen nieder. Wie schon im Vorjahr fürchtet nur knapp ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger (30 Prozent) Störfälle in den Atomkraftwerken.

Über die Studie
„Die Ängste der Deutschen“ ist die bundesweit und international einzige Umfrage, die sich seit 30 Jahren mit den Sorgen der Bevölkerung befasst. Seit 1992 befragt das R+V-Infocenter jährlich in persönlichen Interviews rund 2.400 Männer und Frauen der deutschsprachigen Wohnbevölkerung im Alter ab 14 Jahren nach ihren größten politischen, wirtschaftlichen, persönlichen und ökologischen Ängsten. Die repräsentative Umfrage findet immer im Sommer statt – dieses Mal lief sie vom 13. Juni bis 23. August 2022. Die wichtigsten Ergebnisse zur Ängste-Studie der R+V sind unter www.die-aengste-der-deutschen.de aufbereitet.

Quelle: R+V Versicherungen

Gerresheimer erzielt zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum im 3. Quartal

Die Gerresheimer AG, ein führender Anbieter von Health & Beauty-Lösungen und Drug Delivery-Systemen für Pharma, Biotech und Kosmetik, bestätigt nach einem weiteren Quartal mit starkem und profitablem Wachstum die Prognose für das Geschäftsjahr 2022. Der Umsatz stieg im 3. Quartal organisch um 17,4 %, worin sich die starke Kundennachfrage, die führende Marktposition und der anhaltende Erfolg der High Value Solutions widerspiegeln. Das Adjusted EBITDA wuchs organisch um 13,3 %. „Gerresheimer setzt seinen profitablen Wachstumskurs in allen Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen fort und untermauert damit seine starke Marktposition. Wir steuern erfolgreich durch ein herausforderndes Umfeld, setzen unsere Wachstumsstrategie konsequent fort und forcieren unseren Transformationsprozess hin zum Lösungsanbieter und Systemintegrator“, sagte Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG. „Wir sind auf Kurs, unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2022 zu erfüllen, und halten an unseren mittelfristigen Zielen fest“, bekräftigte er.

Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2022 erwirtschaftete Gerresheimer einen Umsatz von 473 Millionen Euro und erzielte damit ein organisches Wachstum von 17,4 %. Die Geschäftsbereiche Plastics & Devices und Primary Packaging Glass trugen mit zweistelligen profitablen Umsatzzuwächsen zu diesem Erfolg bei. Hier zahlt sich die langfristig angelegte Fokussierung auf Investitionen in wichtige Wachstumstreiber wie High Value Solutions,

Kapazitätsausbau und regionale Expansion sowie in die Auftragsfertigung aus. Aufgrund des starken Wachstums im Bereich High Value Solutions und konsequenter Preisanpassungen stieg das bereinigte EBITDA von 75 Mio. EUR um 16 Mio. EUR auf 91 Mio. EUR. Währungsbereinigt entspricht dies einem organischen Wachstum von 13,3 %. Das Adjusted EPS stieg von EUR 0,97 auf EUR 1,15 und verzeichnete damit ein organisches Wachstum von 10,1 %. Gerresheimer bekräftigt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit einem organischen Umsatzwachstum von mindestens 10 % und einem hohen einstelligen organischen Wachstum des Adjusted EBITDA und des Adjusted EPS.

Gerresheimer hat umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Auswirkungen der Inflation zu bewältigen und die kontinuierliche Versorgung mit systemrelevanten Lösungen und Dienstleistungen sicherzustellen. Das Unternehmen verfügt über langfristige Energielieferverträge, die eine sehr gute Wettbewerbsfähigkeit auch auf der Kostenseite sichern. Mit Blick auf die Zukunft wird Gerresheimer seinen Energiemix durch die konsequente Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie weiter verbessern.

Die Umsätze des Geschäftsbereichs Plastics & Devices stiegen organisch um 11,3 %, getragen von vertraglich verankerten Preisanpassungen, aber auch durch die starke Nachfrage nach Kunststoffverpackungen und Injektoren sowie durch das Engineering- und Werkzeuggeschäft. Das Adjusted EBITDA stieg organisch um 9,3 %.

Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass konnte sein organisches Wachstum mit einem deutlichen Anstieg von 24,5 % weiter beschleunigen. Treiber hierfür waren die anhaltend starke Nachfrage nach High Value Solutions wie Gx® RTF Vials und Gx® Elite Glass sowie nachhaltige Preiserhöhungen. Das Adjusted EBITDA stieg organisch um 18,9 %.

Der Geschäftsbereich Advanced Technologies trieb Projekte und Investitionen für künftiges Wachstum weiter voran. Dazu gehören laufende Projekte zur Entwicklung einer neuen Pumpe für einen Biotech-Kunden aus den USA sowie einer Mikropumpe zur Behandlung chronischer Herzinsuffizienz mit SQ Innovation.

Gerresheimer setzt seinen Strategieprozess formula G mit Wachstumsprojekten wie neuen Partnerschaften, einer Beschleunigung der globalen Expansion und des Kapazitätsaufbau sowie mit neuen Aufträgen im Bereich der Auftragsfertigung konsequent fort. In den letzten Monaten verkündete Gerresheimer beispielsweise eine strategische Partnerschaft mit der Zollner Elektronik AG, Zandt, zur Entwicklung elektronisch gesteuerter medizintechnischer Systeme, eine staatlich geförderte Investition in zusätzliche Produktionskapazitäten für Injektionsfläschchen in den USA sowie eine Initiative zur Einführung eines neuen Industriestandards für hochwertige Ready-To-Fill (RTF)-Vials.

Prognose für das Geschäftsjahr 2022 (auf Konzernebene, FXN):

  • –  Organisches Umsatzwachstum: mindestens 10 %
  • –  Organisches Wachstum Adjusted EBITDA: im hohen einstelligen Prozentbereich
  • –  Wachstum des Adjusted EPS: im hohen einstelligen ProzentbereichMittelfristige Prognose (auf Konzernebene, FXN)
  • –  Organisches Umsatzwachstum: im hohen einstelligen Prozentbereich
  • –  Organische Adjusted EBITDA-Marge: von 23 – 25 %
  • –  Wachstum des Adjusted EPS: mindestens 10 % p.a.Der Bericht ist hier verfügbar:

https://www.gerresheimer.com/unternehmen/investor-relations/berichte

Mercedes-Benz Vans steigert Absatz im dritten Quartal um 4%

MB Vans Retailabsatz Q3 2022

Mercedes-Benz Vans hat in den ersten neun Monaten des Jahres den Absatz der eVans in Summe um ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1 bis Q3 2021) gesteigert und unterstreicht damit einmal mehr seinen Führungsanspruch im Bereich der Elektromobilität. Im Berichtsquartal (Q3 2022) hat Mercedes-Benz in Summe rund 100.000 Vans an Kunden übergeben, davon rund 3.300 eVans.

Die Nachfrage nach den gewerblich positionierten Vans Citan, (e)Vito, (e)Vito Tourer und (e)Sprinter ist in Summe im Berichtsquartal auf dem Niveau des Vorjahres geblieben (82.400 Vans, -1%). Dabei legte der Small Van Citan um fast ein Drittel gegenüber dem Vorjahresquartal zu, während der Absatz des (e)Sprinter aus Düsseldorf im Segment der großen Vans leider um 8% zurückging. Die mittelgroßen Vans (e)Vito und (e)Vito Tourer verzeichneten eine deutliche Absatzsteigerung von 13%.

Trotz der weltweiten, anhaltenden Herausforderungen im Bereich der Teileversorgung und Logistik hat die Van-Sparte den Absatz gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 4% auf 99.700 Vans gesteigert. Einen besonders starken Beitrag leistete von Juli bis September das Segment der privat positionierten Vans mit einem Plus von 32% (17.200 Einheiten). Mit der V-Klasse und der vollelektrisch angetriebenen Großraumlimousine EQV konnte der Absatz dieser beiden Modelle im mittleren Segment um 21% auf 15.700 Einheiten gesteigert werden. Die seit Sommer dieses Jahres erhältliche, komplett neu eingeführte T-Klasse sowie der gewerblich positionierte Citan konnten zahlreiche Kunden im Small Van-Segment (+86%) überzeugen. Die weiterhin anhaltend hohe Nachfrage im Bereich der Reisemobile wirkt sich nach wie vor positiv auf den Absatz des Marco Polo und aller seiner Derivate aus.

Kunden erwarten von Mercedes-Benz Fahrzeugen die besten Lösungen für ihren jeweiligen Einsatzzweck. Mercedes-Benz Vans bietet ihnen Premium-Fahrzeuge und Services, stets mit dem höchsten Anspruch in Bezug auf Marke, Kundenfokus, Technologie und Nachhaltigkeit.

Produktioneinschränkungen oder Produktionsstopps können zu Lasten von Wertschöpfung, Versorgung und Beschäftigung gehen

„Gaspreiskrise und Gasversorgungskrise gefährden massiv den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland und führen zugleich zu einer großen Verunsicherung der privaten Haushalte. Deshalb begrüßen wir, dass die „Kommission Gas und Wärme“ jetzt sehr schnell einen guten und belastbaren Vorschlag für eine Gaspreisbremse für Wirtschaft und Haushalte vorgelegt hat“, betonte Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), zum aktuellen Vorschlag der „Kommission Gas und Wärme“.

Er führt weiterhin aus:

„Sehr richtig ist, mit möglichst einfachen, pragmatischen und schnell umsetzbaren Maßnahmen zügig für direkte Entlastungen zu sorgen. Bei der konkreten Umsetzung der Gaspreisbremse muss ein besonderer Blick auf die enge Verflechtung der industriellen Wertschöpfungs- und Lieferketten gerichtet werden. Deshalb braucht es bei Härtefällen zusätzliche pragmatische Instrumente. Die Politik ist nun gefordert, so schnell wie möglich für Rechtssicherheit zu sorgen.

Wir unterstützen das Bestreben der Kommission, durch gedeckelte Gaspreise den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern und gleichzeitig angesichts der ungewissen Versorgungslage notwendige Sparanreize zu setzen. Gleichzeitig verweist die Kommission zu Recht darauf, dass Einsparungen der Unternehmen durch die Einschränkung oder gar den Stopp von Produktion sehr schnell zu Lasten von Wertschöpfung, Versorgung und Beschäftigung zu gehen drohen. Daher ist es extrem wichtig, dass auch die privaten Haushalte große Anstrengungen zum Energiesparen unternehmen. Gleichzeitig muss die Politik nun endlich alle Möglichkeiten zur Ausweitung des Energieangebotes nutzen. Jenseits der Gaspreisbremse kommt es für die Unternehmen ebenfalls entscheidend darauf an, dass nun auch zügig eine wirksame Strompreisbremse umgesetzt wird.“