Woche der Ausbildung: Livechat der Berufsberatung

Wie finde ich trotz Pandemie die passende Ausbildung? Wie laufen derzeit Bewerbungsgespräche ab? Und wie hilft die Berufsberatung – auch während des Lockdowns? Neben der Beratung am Telefon und per Videokommunikation
bietet die Arbeitsagentur Live-Chats bei youtube.de auf dem YouTube-Kanal der Bundesagentur für Arbeit an:

– Mittwoch, 17.03.21, 17-18 Uhr: „Fit für den Bewerbungsprozess“
– Freitag, 19.03.21, 17-18 Uhr: „Wie unterstützt die Bundesagentur beim Thema Ausbildung?“

Links zu den Live-Chats
Link zum Live-Chat 17.03.21: https://www.youtube.com/watch?v=BSnAePBDK9I
Link zum Live-Chat 19.03.21: https://www.youtube.com/watch?v=pagaYSitMmw

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Tarifgespräche in Nordrhein-Westfalen ergebnislos vertagt

Auch die 5. Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist am Montag ergebnislos beendet worden. Die Verhandlungen seien zwar in einer grundsätzlich konstruktiven Atmosphäre verlaufen, hätten aber bisher keine Annäherung gebracht. „Wenn die Gewerkschaft wirklich eine Einigung will, dann muss sie jetzt schleunigst ihre Politik der verschränkten Arme aufgeben“, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff in Düsseldorf. Es sei erfreulich, dass die IG Metall bis Ostern zum Ergebnis kommen wolle, „denn auch Unternehmen und Beschäftigte wollen angesichts der anhaltenden Pandemie jetzt dieses Thema erledigt wissen“. Dann sei aber auch von der Gewerkschaft Bewegung am Verhandlungstisch erforderlich. Dazu gehöre auch, nach Wegen zu suchen, wie auf Basis des Strukturvorschlags der Arbeitgeber eine Lösung möglich sei.

Kirchhoff bekräftigte die Forderung der Arbeitgeber, dass der Tarifabschluss zwingend die extrem heterogene wirtschaftliche Situation in den mehr als 2.000 Mitgliedsbetrieben seines Verbandes berücksichtigen müsse. Es sei sehr erfreulich, dass einige Unternehmen inzwischen wieder eine „recht ordentliche Auftragslage“ meldeten und im Aufholprozess vorankämen. Diese Entwicklung bestätige den Optimismus der Arbeitgeber, ab dem Jahr 2022 wieder Entgeltsteigerungen in Aussicht stellen zu können. „Wir haben dies mit unserem Lösungsvorschlag klar zum Ausdruck gebracht – und darauf können sich unsere Mitarbeiter auch verlassen“, betonte Kirchhoff. Zugleich müsse die IG Metall aber endlich akzeptieren, dass es nach wie vor eine im Vergleich zu anderen konjunkturellen Schwächeperioden deutlich höhere Zahl von Betrieben gebe, die um ihre wirtschaftliche Existenz kämpften oder dringend notwendige Zukunftsinvestitionen aufgrund des pandemiebedingten enormen Verzehrs von Eigenkapital nicht mehr stemmen könnten. „Wir verhandeln hier einen Flächentarifvertrag, deshalb muss der Tarifabschluss eine für alle Betriebe verkraftbare Antwort geben“, sagte Kirchhoff. Gerade diese Unternehmen hätten viel investiert, um die Beschäftigung in ihren Firmen zu stabilisieren. Er erwarte, dass die Gewerkschaft diesen enormen Einsatz zum Wohle der Mitarbeiter auch einmal zur Kenntnis nehme. „Es wäre verantwortungslos, diese Unternehmen jetzt durch tarifliche Kostensteigerungen zu bestrafen“, so Kirchhoff.

Auch 2021 gehen die Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler auf Job-Erkundung

(cs) Seit acht Jahren gibt es bereits die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO)“. Ziel: die Schülerinnen und Schüler lernen Berufsbilder und Ausbildungsberufe hautnah und pragmatisch kennen, kommen mit Auszubildenden und Ausbildern ins Gespräch und können in den Betrieben hinter die Kulissen blicken.

Während viele Städte das Standardelement der Berufsfelderkundungen in diesem Jahr pandemiebedingt nicht anbieten, geht Düsseldorf einen anderen Weg: die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung werden hybrid“, freut sich Gregor Nachtwey, Leiter der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf. „Rund 6.600 Plätze können wir in diesem Jahr vom 17. bis 24. März anbieten. So viele wie noch nie.“ Die meisten Termine fänden digital statt. Das würde ganz gut passen, da viele Schülerinnen und Schüler sowieso zuhause seien, sagt Gregor Nachtwey. „Durch die Corona-Pandemie wurde ein regelrechter Digitalisierungsschub ausgelöst, der das beschleunigt, was sich schon zuvor angekündigt hatte: unsere Arbeitswelt ist im Wandel“.

Die Formate sind abwechslungsreich: es gibt Treffen auf digitalen Plattformen, Livechats, umfangreich gestaltete Padlets, virtuelle Erklärformate sowie digitale und analoge Betriebserkundungen (soweit die Hygienebestimmungen dies zulassen) zu rund 80 Ausbildungsberufen aus Handwerk, Industrie und Verwaltung. (Anm. f. Redaktionen: alle Berufe finden Sie unter www.berufsorientierungstage.de).

Die Berufsorientierungstage sind ein Modul eines vielfältigen Instrumentenkasten zur Berufsorientierung, der in der achten Klasse beginnt. Potenzialanalysen, Pflegen eines Berufswahlpasses, Praxisphasen und eine organisierte Übergangsbegleitung in der Schule sind die Elemente eines standardisierten Prozesses, der durch die Kommunale Koordinierung begleitet wird.

Gregor Nachtwey: „Unsere Jugendlichen lernen Schritt für Schritt ihre Stärken kennen und können das Erlebte und Erlernte in ihren individuellen Prozess der Berufswahl einbringen. Die Ergebnisse sind eine erste Orientierungshilfe, die von Eltern und Lehrkräften genutzt werden können, um über berufliche Wünsche und Fähigkeiten zu sprechen“.

Livetipp: Im Rahmen einer kurzweiligen Veranstaltung werden die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2021“ am 17. März 2021, 18 Uhr, auf der Webseite www.kommunale-koordinierung.com eröffnet. Expertinnen und Experten aus Region, unter anderem von den Arbeitgeberverbänden, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer, der Schulaufsicht, der Kommunalen Koordinierung und des Kompetenzzentrums Berufliche Orientierung, informieren über die Möglichkeiten der Berufs- und Studienorientierung in Düsseldorf, diskutieren über den Ausbildungsmarkt und über die Anforderungen der Berufswelt und sagen, was für Schüler, Eltern und Unternehmen jetzt wichtig wird. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche wird im Stream die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2021“ an diesem Abend eröffnen.

Gute Noten für den Standort Rheinland

Das Rheinland ist ein vielversprechender Gründungsstandort – das ist das Ergebnis einer Studie, die der digihub Düsseldorf/Rheinland unter Scaleups im Rheinland durchgeführt hat. Die Studie gibt einen Überblick über den Status Quo des Gründungsgeschehens im Rheinland und macht Verbesserungspotenziale in der Start-up-Förderung sichtbar. Im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz stellte der digihub Düsseldorf/Rheinland gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Theresa Winkels, Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, die Studie vor.

OB Keller: „Dank der Studie des digihub Düsseldorf/Rheinland können wir Bedarfe von Gründerinnen und Gründern erkennen und schauen, wie wir Startups und Scaleups beispielsweise noch gezielter fördern können. Erfreulich ist, dass die befragten Scaleups ein positives Resümee ziehen und wir uns offenbar auf einem guten Weg befinden.“

Theresa Winkels, Amtsleiterin Wirtschaftsförderung und Aufsichtsratsvorsitzende des Digihub Düsseldorf/Rheinland ergänzt: „Die Wirtschaftsförderung hat bereits zahlreiche gezielte Unterstützungsangebote für Startups und Scaleups umgesetzt, wie zum Beispiel die Startup-Woche,  das Mentoring-Programm  und die Präsentation von Startups und Scaleups auf unseren Messen und Investorenseminaren im Ausland. Darüber hinaus haben wir eine Reihe von Netzwerken initiiert, in denen wir eng mit den Hochschulen in Düsseldorf, der IHK und dem Digihub zusammenarbeiten. Die Studie des Digihub zeigt uns, dass wir die richtigen Themen belegen und dass wir das nächste Level zünden können. Und ich bin froh, dass wir das Team des Digihub als Partner dabei haben.

Starke Erfolgsbilanz und ambitionierte Nachhaltigkeits­ziele für 2025

Henkel hat seinen 30. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und seine Leistungen und Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit 2020 vorgestellt.

„Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil unserer strategischen Agenda für ganzheitliches Wachstum und hat bei Henkel eine lange Tradition. 2010 haben wir unsere langfristige Nachhaltigkeitsstrategie und Ziele bis 2030 definiert. Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir seitdem erzielt haben. Wir haben die meisten Ziele erreicht und einige davon sogar übertroffen“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Mit nachhaltigen Innovationen sowohl im Konsumenten- als auch im Industriegeschäft wollen wir herausragenden Wert schaffen, um das Wachstum unserer Märkte zu übertreffen und gleichzeitig unsere führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit zu stärken.“

„Die globale Pandemie hat uns im letzten Jahr vor viele neue Herausforderungen gestellt. Dennoch ist es uns als globales, engagiertes Team gelungen, unsere Nachhaltigkeitsagenda voranzutreiben – insbesondere in unseren drei Kernthemen Klima, Kreislaufwirtschaft und sozialer Fortschritt. Wir haben im vergangenen Jahr viel erreicht und große Fortschritte erzielt – sowohl auf Unternehmensebene als auch bei unserem Produkt- und Technologieportfolio“, ergänzte Sylvie Nicol, Personalvorständin und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel.

Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit

Im Jahr 2010 hat Henkel eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030 mit konkreten Zielen definiert, die seither kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee, mit weniger Ressourcen mehr Wert zu schaffen, also einer wachsenden Weltbevölkerung ein gutes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig weniger Ressourcen zu verbrauchen.

2020 markiert die Halbzeit der Strategieumsetzung. In den vergangenen 10 Jahren hat Henkel in allen Dimensionen seiner Nachhaltigkeitsstrategie große Fortschritte erzielt. Insgesamt konnte das Unternehmen seinen ökologischen Fußabdruck in den drei Dimensionen CO2-Emissionen, Abfall und Wasser um 39 Prozent reduzieren und damit das Ziel einer 30-prozentigen Reduzierung für 2020 deutlich übertreffen. Darüber hinaus hat Henkel mit der Reduzierung der weltweiten Unfallrate um 50 Prozent pro eine Million Arbeitsstunden die Zielsetzung für 2020 übererfüllt.

30 Jahre erfolgreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung

1992 veröffentlichte Henkel seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Damit ist es eines der wenigen Unternehmen in seinen Branchen sowie im deutschen DAX-Umfeld, das mit Stolz auf 30 Jahre konsequente Nachhaltigkeitsberichterstattung zurückblicken kann. Der erste Bericht hieß „Umweltbericht“ und beinhaltete unter anderem die Grundsätze des Umweltschutzes bei Henkel. „Seitdem haben sich die Berichterstattung und unsere Nachhaltigkeitsstrategie deutlich weiterentwickelt. Heute greifen wir eine Vielzahl von Themen auf, die für unsere Stakeholder und für den zukünftigen Erfolg unseres Unternehmens wichtig sind. Sie reichen von der Sicherstellung sozialer und ökologischer Standards in unserer Lieferkette bis hin zu Fortschritten auf dem Weg zu einem klimapositiven Unternehmen“, erklärte Uwe Bergmann, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagements bei Henkel.

Ambitionierte Ziele für den Klimaschutz

Um die CO2-Emissionen zu reduzieren und die globale Erwärmung zu begrenzen, verfolgt Henkel die langfristige Vision, bis 2040 ein klimapositives Unternehmen zu werden.

Bereits bis 2025 will das Unternehmen den CO2-Ausstoß seiner Produktion um 65 Prozent reduzieren. Die Energieeffizienz soll kontinuierlich verbessert und bis 2030 nur noch Strom aus erneuerbaren Quellen verwendet werden. Im März 2020 bestätigte die „Science Based Targets Initiative“ (SBTi), dass Henkels Ziele zur Reduzierung von Emissionen die Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens erfüllen.

Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war der Abschluss eines umfangreichen virtuellen Stromabnahmevertrags für einen neuen Windpark in Bee County, Texas. Dieser wird langfristig 100 Prozent des Strombedarfs von Henkel in den USA abdecken.

Darüber hinaus will Henkel die große Reichweite seiner Marken und Technologien auf der ganzen Welt nutzen, um Kunden, Verbrauchern und Lieferanten zu helfen, ihre eigenen CO2-Emissionen zu reduzieren. In den letzten fünf Jahren konnten bereits mehr als 55 Millionen Tonnen eingespart werden. Bis 2025 strebt Henkel das Ziel von 100 Millionen Tonnen an.

Messbare Erfolge bei Verpackungszielen

Henkel treibt die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft aktiv voran und verfolgt ambitionierte Verpackungsziele. Bis 2025 sollen 100 Prozent der Henkel-Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sein.* Ende 2020 hatte Henkel das schon für rund 89 Prozent seiner Verpackungen erreicht.

Zudem arbeitet das Unternehmen kontinuierlich daran, den Anteil an recyceltem Material in seinen Verpackungen zu erhöhen. Sehr viele Henkel-Verpackungen bestehen bereits aus recyceltem Material. Bis 2025 soll der Anteil von recyceltem Kunststoff auf mehr als 30 Prozent für alle Konsumgüterprodukte weltweit steigen. Ende 2020 lag dieser Anteil bei rund 15 Prozent.

Sozialer Fortschritt und gesellschaftlicher Beitrag

Der Kampf gegen soziale Ungleichheit ist eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Die Corona-Pandemie hat diese zum Teil noch verstärkt und trifft oft die Schwächsten unserer Gesellschaft besonders hart. Um zum Kampf gegen die Pandemie beizutragen, hat Henkel im vergangenen Jahr ein globales Solidaritätsprogramm gestartet und damit seine Nothilfe-Aktivitäten deutlich ausgeweitet. Dies zahlte in das Fokusfeld „sozialer Fortschritt“ ein, eines der sechs Nachhaltigkeitsschwerpunkte von Henkel.

Henkel möchte seinen positiven sozialen Beitrag für die Gesellschaft bis 2025 weiter ausbauen: durch 100 Prozent verantwortungsvolle Beschaffung, mit mehr als 50.000 als Nachhaltigkeitsbotschafter ausgebildeten Mitarbeitern, und indem das Unternehmen dazu beiträgt, das Leben von 20 Millionen Menschen weltweit zu verbessern.

Ein Beispiel ist Henkels Engagement für eine nachhaltige Palmöl-Produktion und die langjährige Zusammenarbeit mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad zur Unterstützung von Palmöl-Kleinbauern in Südamerika, Afrika und Asien. Bis heute wurden damit bereits rund 34.000 Kleinbauern erreicht, die etwa 305.000 Hektar Land bewirtschaften.

Die Richtung im Außenhandel stimmt

Wir sind auf dem richtigen Weg. Zwar geht es erst langsam aufwärts, weil viele Länder noch mit den Folgen der Pandemie kämpfen, aber einige sind bereits weiter.

„Die schnelle wirtschaftliche Erholung Chinas erklärt, warum das Land im Januar sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen Deutschlands wichtigster Handelspartner war. Der Handel mit den USA hingegen, deren Pandemie-Management bis vor kurzem so gut wie nicht existent war, ist deutlich eingebrochen.“ Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Januar 2021 bekannt gegeben. Demnach sind die Exporte in Deutschland gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 kalender- und saisonbereinigt um 1,4 Prozent gestiegen. Exportiert wurden Waren im Wert von 98,1 Milliarden Euro. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 8,0 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 83,8 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um 9,8 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 14,3 Milliarden Euro ab.

„Bedrückend ist der Blick auf unsere europäischen Partner, mit denen der Handel im Vorjahresvergleich stark zurückgegangen ist. Das ist ein klares Zeichen, dass die EU im Kampf gegen die Corona-Krise mehr hätte tun können und müssen. Damit wurde eine wichtige Chance vertan, als globaler Player wahrgenommen zu werden und eine Blaupause für andere Weltregionen zu sein. Corona ist aber nicht das einzige Problem für den Außenhandel. Der Brexit hat zu einem massiven Einbruch der Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich geführt. Es herrscht großes Chaos. Auch die jüngste einseitige Entscheidung Londons, auf bestimmte Zoll- und Warenkontrollen von Einfuhren aus Nordirland für weitere sechs Monate zu verzichten, ist da wenig hilfreich. Sollte dies zu einer Nicht-Ratifizierung des Handels- und Kooperationsabkommens durch das Parlament oder gar zu einem Rechtsstreit zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich führen, würde dies die Hängepartie nur verlängern. Die Wirtschaft braucht hier endlich Klarheit, damit der bilaterale Handel nicht noch mehr leidet“, so Börner abschließend.

sms group: 10.000 Containerbewegungen im BoxBay-High-Bay-Store

DP World, globaler Hafenbetreiber und Logistikanbieter von intelligenten End-to-End-Supply-Chain-Lösungen mit Sitz in Dubai, hat im Rahmen des Joint Ventures BoxBay gemeinsam mit dem Düsseldorfer Anlagenbauer SMS group GmbH im Hafen Jebel Ali ein neuartiges Hochregallager errichtet und nun erfolgreich die ersten 10.000 Containerbewegungen absolviert.

Dieser Meilenstein zeigt, dass das disruptive BoxBay-High-Bay-Store-Konzept praxistauglich ist und das Potenzial besitzt, den Containerumschlag in Häfen weltweit tiefgreifend und nachhaltig zu verändern. Der Bau einer Pilotanlage mit 792 Containerstellplätzen an Terminal 4 im Hafen von Jebel Ali in Dubai wurde im Juli 2020 abgeschlossen.

BoxBay ist ein patentiertes automatisiertes Containerumschlag­system, bei dem Container auf bis zu elf Ebenen in einer Rahmen­konstruktion aus Stahl eingelagert werden. Dabei bietet es mehr als die dreifache Kapazität eines konventionellen Lagers, so dass die Grundfläche von Terminals um bis zu 70 Prozent reduziert werden kann. Das System ist für einen automatisierten Betrieb ausgelegt und ermöglicht – ohne jegliches Umstapeln – den direkten Zugriff auf jeden einzelnen Container.

Traditionell werden Container beim Umschlag direkt aufeinander­gestapelt. Das führt dazu, dass für Container, die aus den unteren Reihen entnommen werden sollen, erst zahlreiche andere Container versetzt werden müssen. BoxBay ist vollständig elektrifiziert und kann durch Solarzellen auf dem Dach mit Strom versorgt werden.

Die Technologie wurde ursprünglich von der SMS group für das Handling von bis zu 50 Tonnen schweren Stahl- oder Aluminium-Coils in bis zu 50 Meter hohen Regalen entwickelt. Im Oktober 2021 soll sie der Öffentlichkeit im Rahmen der in Dubai stattfindenden „EXPO2020“ vorgestellt werden.

Sultan Ahmed Bin Sulayem, Group Chairman und CEO von DP World: „Die erfolgreich absolvierten ersten 10.000 Container­bewegungen haben gezeigt, dass das BoxBay-Konzept in der Praxis funktioniert. Diese Technologie hat das Potenzial, Abläufe in Häfen und Containerterminals überall in der Welt zu revolutionieren. BoxBay ermöglicht für unsere eigenen Abläufe und für die unserer Kunden einen großen Mehrwert und ist ein weiterer Beweis für die Leistungsfähigkeit von DP World als globaler Provider intelligenter und innovativer Logistiklösungen.“

Dr. Mathias Dobner, CEO von BoxBay: „Mit der Anlage an Terminal 4 machen wir große Fortschritte. Oft zeigen erst Praxistests, wo noch Optimierungsbedarf besteht – insbesondere, wenn ein System erstmals installiert wird, wie es bei BoxBay der Fall ist. Um die Zuverlässigkeit der Technologie zu steigern, haben wir die Informationen analysiert, die von unserem Lagerverwaltungssystem gesammelt wurden. Das waren große Datenmengen. Auf dieser Basis konnten wir kontinuierlich alle notwendigen Änderungen vornehmen. BoxBay ist angetreten, globale Lieferketten zu revolutionieren.“

Klaus Poeggeler, General Site Manager der SMS group-Tochter AMOVA GmbH: „Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, wie das neue System innerhalb eines Jahres hochgezogen werden konnte. Dennoch stand und steht die Sicherheit der Mannschaft für uns immer an erster Stelle. Es gab während des gesamten Aufbaus keinen einzigen Unfall – nicht einmal eine Schnittverletzung.“

Mentoringprogramm – von Experten lernen

Beim Mentoringprogramm stellt die Düsseldorfer Wirtschaftsförderung vielversprechenden Startups Experten aus der Düsseldorfer Unternehmenswelt zur Seite. Über mehrere Monate arbeiten die Gründerinnen und Gründer mit ihren Mentoreninnen und Mentoren eng zusammen, entwickeln ihre Ideen weiter, vergrößern ihr Netzwerk und stellen ihr Startup zukunftsfähig auf.

Die Wirtschaftsförderung bringt Startups mit den passenden Mentoren zusammen, damit  genau die Themen bearbeitet werden können, die für die Startups gerade wichtig sind.

Re-Start im Düsseldorfer Einzelhandel

Der Einzelhandel in unserer Stadt knüpft Hoffnungen an die Geschäftsöffnungen. Seit dieser Woche können wir nach Terminabsprache in die Läden gehen und einkaufen. Laut Handelsverband in Düsseldorf nutzen 95 Prozent der Geschäfte die „Click&Meet“-Methode. Für uns Verbraucher lohnt es sich aber, sich genau vorher zu informieren, wer mitmacht.

Beispiel Mode: P&C bleibt geschlossen, C&A hat wieder geöffnet. (UPDATE vom 9. März: P&C hat auch wieder geöffnet und bietet den Service Click & Meet an). Auf vielen Internetseiten der Länden können Kunden Termine ausmachen. Oft geht es aber auch vor den Geschäften. Mittels eines QR-Codes kommt man mit seinem Smartphone direkt auf die Anmeldeseite. Wie genau das Click&Meet gehandhabt wird, ist sehr unterschiedlich. Bei IKEA in Reisholz werden beispielsweise 90 Minuten-Slots vergeben, für die man sich vorher anmelden muss. Sorge bereitet dem Handelsverband allerdings, dass die jetzigen Einnahmen durch die Personalkosten wieder aufgezehrt werden.

Quelle: ANTENNE DÜSSELDORF

ifaa: Neue Arbeitszeiten braucht das Land – 11 Thesen zur Arbeitszeit der Zukunft

Die Corona-Pandemie hat der Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes einen enormen Entwicklungsschub gebracht. Unternehmen und Beschäftigte haben viel ausprobiert und dazu gelernt. In diesem Zusammenhang steht die Frage: Wie soll sie aussehen, die Arbeitszeit der Zukunft?

Das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat 11 Thesen zu den zukünftigen Herausforderungen und Potenziale einer flexiblen, gesundheits- und bedarfsgerechten Arbeitszeitgestaltung erarbeitet. Dominant über allen Thesen steht: „Traditionelle Arbeitszeitmodelle stoßen an ihre Grenzen. Eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten ist gewünscht und notwendig.“

Download des ausführlichen Thesenpapiers: www.arbeitswissenschaft.net/thesen-arbeitszeit
Die essenzielle Herausforderung einer modernen und innovativen Arbeitszeitgestaltung wird folglich darin liegen, die unterschiedlichen bestehenden und eingeführten Konzepte mit den neuen Entwicklungen insbesondere im Hinblick auf die dort nutzbaren Synergien zu untersuchen, zu bewerten und für die Unternehmen nutzbar zu machen.

Die 11 Thesen auf einen Blick:

1) Traditionelle Arbeitszeitmodelle stoßen an ihre Grenzen. Die Transformation der neuen Arbeitswelt erfordert zunehmend eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit. Der normale Arbeitstag mit einem Achtstundentag und einer Fünftagewoche verliert weiter stark an Bedeutung.

2) Arbeitszeiten müssen so flexibel und bedarfsgerecht gestaltet sein, dass sie Unternehmen im globalen Wettbewerb die notwendige Beweglichkeit einräumen und damit langfristig Arbeitsplätze sichern. Zukunftsfähige Ausgestaltung der Arbeitszeit ist ein wichtiges Instrument für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

3) »Doppelte Flexibilität«: Die flexible und individuelle Arbeitszeitgestaltung, welche sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte vorteilhaft ist, muss zwei Perspektiven gleichermaßen berücksichtigen: zum einen die betriebliche Flexibilität zur stets zuverlässigen und wirtschaftlichen Erfüllung von Kundenbedürfnissen und zum anderen die individuelle Flexibilität der Beschäftigten hinsichtlich einer lebenssituationsspezifischen Arbeitszeit wie zum Beispiel bei der Betreuung von Kindern oder der Pflege kranker Angehöriger.

4) Echte Flexibilität ist nur mit Arbeitszeitkonten zu erreichen. Eine formal und organisatorisch im Unternehmen verankerte Flexibilität kann nur dann alle Potenziale entfalten, wenn eine Steuerung und Verwaltung der Arbeitszeit mithilfe von Arbeitszeitkonten vorgenommen werden.

5) Eine zunehmende Autonomie der Beschäftigten bei der Gestaltung von Arbeitszeiten, wie sie von Beschäftigten und Gewerkschaften gefordert wird, muss folglich auch mit einem »Mehr« an Verantwortung für die eigene Gesundheit und den Arbeitsschutz einhergehen.

6) Orts- und zeitflexibles Arbeiten gewinnt an Bedeutung, trägt maßgeblich zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei und ist somit ein wesentlicher Attraktivitätsfaktor für deutsche Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte. Dabei sind die Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft. Wir gehen davon aus, dass sich in Zukunft der Anteil der Beschäftigten, die orts- und zeitflexibel arbeiten werden, noch weiter stark erhöhen wird.

7) Eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten ist gewünscht und notwendig. Dies kann nur innerhalb zukunftsweisender gesetzlicher und/oder tariflicher Rahmenbedingungen, welche die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen aufgreifen, umgesetzt werden.

8) Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schicht- und Nachtarbeit nimmt seit Jahren zu. Dieser Trend wird sich wohl auch mit der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen und dem Einsatz kapitalintensiver Produktionseinrichtungen weiter fortsetzen.

9) Für ergonomische Schichtplangestaltung ist die Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse nach wie vor unerlässlich. Um den Veränderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden, sollten jedoch die neu gewonnenen arbeitswissenschaftlichen und arbeitsmedizinischen Ansätze und Erkenntnisse konstruktiv diskutiert und gegebenenfalls in die aktuellen und zukünftigen Diskussionen integriert werden.

10) Flexible, gesundheits- und bedarfsgerechte Schichtarbeit ist planbar. Schichtplangestaltung auf der Basis arbeitswissenschaftlicher Kriterien hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Dass gesunde und flexible Schichtmodelle planbar sind, zeigen die Ergebnisse einer ifaa-Studie aus dem Jahr 2019.

11) Es gibt kein Patentrezept für Arbeitszeitgestaltung. Zahlreiche Kombinationen von Kriterien und Aspekten, wie zum Beispiel Arbeitsorganisation, kurze Reaktions- und Lieferzeiten, Reaktion auf saisonale und konjunkturelle Auslastungsschwankungen, Chronobiologie, Alter, Geschlecht, persönliches Risikoprofil sind ausschlaggebend für eine bedarfs- und gesundheitsgerechte Arbeitszeitgestaltung. Die Herausforderung auf betrieblicher Ebene liegt darin, die jeweiligen betrieblichen Anforderungen mit den Wünschen und Bedarfen der Beschäftigten abzugleichen und optimal aufeinander abzustimmen.