Worum geht es eigentlich bei dem „Tariftreuegesetz“, dass heute auf den Weg gebracht werden soll? Wir haben nachgefragt!

Dr. Rainer Dulger. Foto: BDA | Michael Hübner

(cs) Die Bundesregierung will ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzen: ein Tariftreuegesetz für Bundesaufträge. Heute soll das Kabinett den Gesetzentwurf auf den Weg bringen. Der Entwurf sieht vor, dass Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen des Bundes ab 50.000 Euro ihren Beschäftigten Löhne, Weihnachtsgeld, Urlaub und Ruhezeiten wie in den branchenüblichen Tarifverträgen gewähren müssen – auch dann, wenn sie selbst nicht tarifgebunden sind.

Ziel des Gesetzes ist es, die Tarifbindung in Deutschland zu erhöhen. Unterstützt wird das Vorhaben von der IG Metall, die eine Umsetzung ohne Ausnahmen und Schlupflöcher fordert. Die Arbeitgeberseite hingegen läuft Sturm gegen das geplante Gesetz – der Vorwurf: Es sei ein „Tarifzwangsgesetz“, das die Tarifautonomie untergräbt und Unternehmen mit bürokratischen Lasten überzieht.


Dulger: „Das Gesetz ist staatlicher Zwang, keine Treue“

Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), kritisierte den Gesetzentwurf scharf. „Mit echter Tariftreue hat das nichts zu tun – denn Treue setzt Freiwilligkeit voraus, nicht staatlichen Zwang“, sagte Dulger der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einem „Tarifzwangsgesetz“, das so nicht kommen dürfe.

Dulger warnte zudem vor einem enormen bürokratischen Aufwand und sah darin einen Widerspruch zur von der Regierung proklamierten Entlastung der Wirtschaft: „Der Entwurf aus dem Arbeitsministerium ist das Gegenteil von Bürokratieabbau. Die Vergabe im öffentlichen Raum wird so noch komplizierter.“ Er forderte stattdessen Vertrauen in die Wirtschaft und die Kräfte des Marktes. Unternehmen würden bereits eigenverantwortlich handeln und bräuchten keine gesetzliche Gängelung, so Dulger.


Industrie- und Handelskammer: Bürokratie wird steigen

In eine ähnliche Richtung argumentiert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Sie verweist auf den hohen administrativen Aufwand, der mit der Umsetzung eines Tariftreuegesetzes einhergehen würde. „Das Gesetz bedeutet zusätzlichen Aufwand für die Betriebe, ohne dass es tatsächlich zu mehr Tarifbindung führt“, heißt es aus DIHK-Kreisen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen könnten dadurch von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen abgeschreckt werden.


Johannes Pöttering (r.) mit unserem Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. Foto: W. Meyer

Unternehmer NRW: „Tarifbindung wird geschwächt, nicht gestärkt“

Auch die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) lehnt den Gesetzentwurf entschieden ab. Hauptgeschäftsführer Johannes Pöttering bezeichnete das Gesetz als „völlig kontraproduktiv und rückwärtsgewandt“. In einer Stellungnahme aus Düsseldorf sagte er: „Offensichtlich befinden sich Teile der Bundesregierung in einem anhaltenden tarifpolitischen Blindflug.“

Pöttering warnte, dass gesetzlicher Zwang zur Anwendung von Tarifverträgen die freiwillige Tarifbindung schwäche, anstatt sie zu fördern. Er erklärte: „Wenn Tarifverträge staatlich verordnet werden, fehlt ein zentraler Anreiz, als Betrieb einem Arbeitgeberverband beizutreten oder als Beschäftigter Mitglied einer Gewerkschaft zu werden.“ Als Beleg verwies er auf Erfahrungen mit dem NRW-Tariftreuegesetz in den Jahren 2010 bis 2017. „Uns ist kein einziger Betrieb bekannt, der aufgrund des Gesetzes in einen Arbeitgeberverband eingetreten ist.“

Statt gesetzlicher Regelungen fordert Pöttering einen stärkeren Fokus auf attraktive Tarifverträge und mehr Handlungsspielräume für die Tarifparteien: „Der Staat sollte auf eigene Regulierung verzichten und durch tarifliche Öffnungsklauseln in Gesetzen Räume schaffen, die passgenau von den Sozialpartnern ausgestaltet werden können.“


Bürokratie contra Gerechtigkeit – ein altbekannter Streit

Die Auseinandersetzung um das Tariftreuegesetz steht exemplarisch für den alten Konflikt zwischen sozialen Mindeststandards und wirtschaftlicher Freiheit. Während Arbeitgeber und Unternehmensverbände vor einem „Regulierungswahn“ warnen, pochen Gewerkschaften auf die Schutzfunktion des Staates gegenüber prekärer Beschäftigung. Letztlich geht es um die Frage, wie Tarifbindung in Deutschland wieder gestärkt werden kann – freiwillig oder gesetzlich erzwungen.

Der Ausgang ist offen. Klar ist jedoch: Sollte das Gesetz wie geplant kommen, wird es weitreichende Auswirkungen auf die Vergabepraxis des Bundes und die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter haben. Die Fronten sind verhärtet – die politische Debatte hat gerade erst begonnen.


Erklärt: Was ist das Tariftreuegesetz?

Ein Tariftreuegesetz verpflichtet Unternehmen, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bestimmten tariflichen Standards zu folgen – auch wenn sie selbst nicht tarifgebunden sind. Ziel ist es, faire Löhne und Arbeitsbedingungensicherzustellen und zu verhindern, dass sich Firmen durch Lohndumping Vorteile bei Ausschreibungen verschaffen.

Das geplante Bundesgesetz soll für alle Bundesaufträge ab 50.000 Euro gelten. Unternehmen müssen dann Entgelt, Weihnachtsgeld, Urlaubsanspruch und Ruhezeiten nach branchenüblichen Tarifverträgen gewähren. Länder wie Nordrhein-Westfalen haben ähnliche Gesetze bereits getestet – mit gemischten Ergebnissen.

Befürworter sehen darin einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und fairem Wettbewerb. Kritiker sprechen von „Tarifzwang“ und einem Bürokratiemonster, das vor allem kleine Firmen belastet. Die politische und juristische Debatte über Sinn und Wirkung solcher Gesetze ist seit Jahren umstritten – das neue Bundesgesetz könnte zum Präzedenzfall werden.

Unglaublich: neuer Sicherheitsdienst aus Düsseldorf warnt täglich 150.000 Mobilfunk-Nutzer vor möglichem Betrug

Mit dem ‚Spam Warner‘ startet Vodafone heute einen neuen Sicherheitsdienst für das Mobilfunknetz. Auf dem Display jedes im Vodafone-Netz eingebuchten Handys erscheint eine Warnmeldung, die auf die Betrugsgefahr bei eingehenden Anrufen hinweist. Foto: VODAFONE

(cs) Ob der angebliche Enkel in Not, ein vermeintlicher Polizist oder ein Flirt aus dem Internet – Telefonbetrug hat viele Gesichter. Besonders ältere Menschen werden zur Zielscheibe skrupelloser Täter, die mit perfiden Methoden das Ersparte ihrer Opfer ergaunern wollen. Um dem etwas entgegenzusetzen, hat das Düsseldorfer Telekommunikations-Unternehmen Vodafone vor drei Monaten den sogenannten Spam-Warner gestartet – ein digitales Schutzschild im Mobilfunknetz. Jetzt zog das Unternehmen eine erste Zwischenbilanz!

15 Millionen Warnmeldungen in drei Monaten

Die Bilanz ist beeindruckend: Seit dem Start Anfang Mai wurden Vodafone-Kunden über 15 Millionen Mal mit einer Warnmeldung auf dem Handy-Display vor möglichen Betrugsanrufen gewarnt. Durchschnittlich 150.000 Mobilfunknutzer pro Tag erhielten den Hinweis „Vorsicht: Betrug möglich!“. Spitzenwert: An einem einzigen Tag registrierte Vodafone mehr als 650.000 Spam-Anrufe.

„Wir wollen unsere Kunden aktiv vor Telefonbetrug schützen“, erklärt Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. Möglich macht das eine ständig aktualisierte Datenbank mit mehreren tausend bekannten Spam-Rufnummern. Wenn von einer dieser Nummern ein Anruf eingeht, erscheint der Warnhinweis direkt auf dem Display – noch bevor der Anruf angenommen wird.

Die Tücke: Wir geben unsere Nummer oft selbst preis

Doch wie kommen die Betrüger eigentlich an unsere Telefonnummern? Die Antwort: Oft freiwillig und unbewusst. Wer bei Online-Gewinnspielen mitmacht, an scheinbar harmlosen Umfragen teilnimmt oder eine App installiert, gibt dabei häufig seine Handynummer preis – und willigt im Kleingedruckten ein, dass diese Daten an Dritte weiterverkauft werden dürfen.

„Sparsam mit den eigenen Daten umgehen und zweimal hinschauen, bevor man klickt“, rät de Groot. Denn einmal weitergegeben, wandert die Nummer in die Hände von Datenhändlern – und ist damit nur noch einen Schritt entfernt von Betrügern.

Schutz mit Grenzen: Neue Nummern, neue Tricks

Ein Problem bleibt: Viele Betrüger wechseln regelmäßig ihre Telefonnummern, um Warnsysteme zu umgehen. Ist eine Nummer noch nicht in der Vodafone-Datenbank erfasst, bleibt die Warnung aus – und das Risiko steigt.

Wer den Verdacht hat, von einer unseriösen Nummer kontaktiert worden zu sein, kann sich an die Bundesnetzagenturwenden. Dort können Verbraucher Beschwerden einreichen – und nur auf behördliche Anordnung darf Vodafone Rufnummern tatsächlich sperren.

Fazit: Schutz beginnt beim Nutzer

Der Spam-Warner ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Telefonbetrug – aber kein Allheilmittel. Letztlich gilt: Wer achtsam mit seinen Daten umgeht und verdächtige Anrufe sofort meldet, trägt selbst dazu bei, die Maschen der Betrüger ins Leere laufen zu lassen.


Info-Kasten: So schützt man sich vor Telefonbetrug

  • Keine sensiblen Daten am Telefon preisgeben.

  • Auf Warnhinweise wie „Vorsicht: Betrug möglich!“ achten.

  • Unbekannte Nummern nicht zurückrufen.

  • Nummernmissbrauch bei der Bundesnetzagentur melden.

  • Bei Unsicherheit: Angehörige einbeziehen oder Polizei kontaktieren.


Mehr Infos zum Thema hier!

Sommerspecial – Livepodcast mit Henkel-CEO Carsten Knobel

Carsten Knobel Fotos: Frank Wiedemeier

In dieser besonderen Sommerfolge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ werfen wir einen exklusiven Blick zurück auf den Arbeitgebertag 2025 – mit einem der spannendsten Gesprächspartner der deutschen Wirtschaft: Carsten Knobel, CEO von Henkel.

In einem lebendigen Livegespräch spricht Knobel über zentrale Zukunftsthemen:
🔹 Bildung und Ausbildung als Innovationsmotor
🔹 Transformation und Technologie bei Henkel
🔹 Nachhaltigkeit & Lieblingsprojekte
🔹 Führungskultur, Leistung & Ambition
🔹 Geschlechtergerechte Elternzeit
🔹 Frauen in Führungspositionen
🔹 Standort Deutschland & Risikobereitschaft
🔹 KI bei Henkel

Christoph Sochart und Produzent Frank Wiedemeier ordnen das Gespräch ein und kommentieren die wichtigsten Passagen. Ein echtes „Behind the Scenes“-Erlebnis – authentisch, inspirierend und hochaktuell.

📍 Ein Muss für alle, die wissen wollen, wie Wirtschaft in Düsseldorf tickt.

Wenn Ihnen gefallen hat, was Sie gehört haben, empfehlen Sie uns gern weiter und abonnieren Sie unseren Podcast Düsseldorfer Wirtschaft.
Wir sind und bleiben kostenlos – und bringen Ihnen die besten Geschichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft – gemacht von der Unternehmerschaft Düsseldorf.
Produziert von Frank Wiedemeier – aufgenommen in den Streamboxstudios.

Bleiben Sie gesund und uns gewogen – wir hören uns wieder nach den Sommerferien – wie gewohnt alle 14 Tage, mittwochs ab 5:55 Uhr.

Bis dahin – sonnige Grüße und einen guten Sommer!

Vodafone beseitigt das nervigste Funkloch NRWs – Michael Jungwirth: „Bringen 5G mit neuen Stationen auch zu den Menschen auf dem Land“

Unser Foto zeigt unter anderem die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (2.v.l.) mit Michael Jungwirth (2.v.r.), Mitglied der Geschäftsführung von Vodafone und Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf. Foto: VODAFONE

(cs) Brenschede im Sauerland – bislang nur wenigen bekannt, doch als „nervigstes Funkloch NRWs“ wurde der abgelegene Ortsteil von Sundern in den vergangenen Jahren bundesweit zum Synonym für digitale Funkstille. Kein Empfang, kein Netz, kein Notruf – schlichtweg „0G“. Doch damit ist jetzt Schluss: Brenschede ist ab sofort nicht mehr weißer Fleck auf der Mobilfunkkarte, sondern 5G-Zone.

Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Vodafone hat heute offiziell eine neue Mobilfunkstation in Betrieb genommen, die nun das wohl prominenteste Funkloch des Landes schließt. Der 54 Meter hohe Funkmast wurde unter schwierigen geografischen Bedingungen errichtet – und das komplett eigenwirtschaftlich. „Brenschede hat jetzt stabilen Mobilfunk! Das ist beispielhaft und ein starkes Signal für ganz NRW, gerade für den ländlichen Raum“, sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur bei der Inbetriebnahme. „Digitale Teilhabe darf kein Großstadt-Privileg sein. Deshalb danke ich allen Beteiligten, die das möglich gemacht haben.“

Vom Funkloch zur Highspeed-Zone

Dass Brenschede nun endlich per Handy erreichbar ist, war ein Kraftakt: In den vergangenen vier Jahren wurde der Standort unter großem technischen und logistischen Aufwand erschlossen. Der neue Funkmast versorgt nun rund 112 Haushalte mit schnellem 5G. Für Vodafone sei dies kein Renditeobjekt, sondern eine Frage der Verantwortung, betont Michael Jungwirth, Mitglied der Geschäftsleitung bei Vodafone Deutschland: „Wenn wir Digitalisierung ernst nehmen, dürfen wir die Menschen auf dem Land nicht vergessen. Auch hier sind schnelle Netze unverzichtbar.“

Jungwirth erklärte weiter, dass das Projekt Brenschede „das wohl bekannteste Funkloch in NRW“ geschlossen habe. Man habe dabei aus „0G endlich 5G gemacht“. Für ihn steht das Projekt sinnbildlich für den kooperativen Ansatz in NRW: „Politik und Wirtschaft arbeiten eng zusammen. Gemeinsam verbessern wir die Ausbaubedingungen für Mobilfunk und machen Funklöcher zum Auslaufmodell.“

Ausbau mit Weitblick – Mobilfunk als Daseinsvorsorge

Dass sich ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie Vodafone zum Ausbau entschlossen hat, obwohl die Wirtschaftlichkeit aufgrund der geringen Haushaltsdichte kaum gegeben ist, zeigt laut Jungwirth: „Wir investieren nicht nur, wo es sich rechnet – sondern wo es nötig ist.“ Der Ausbau wurde gemeinsam mit Vantage Towers umgesetzt, einem Unternehmen, das deutschlandweit Funktürme errichtet.

„Wir freuen uns sehr, mit dem Funkturm in Brenschede die Voraussetzung für Handytelefonie und mobiles Internet in der Region zu schaffen“, sagte Badiaa Bazarbacha, Deputy Managing Director bei Vantage Towers. Ziel sei es, überall dort Mobilfunk-Infrastruktur bereitzustellen, „wo Menschen leben, arbeiten oder unterwegs sind“. Denn in einer vernetzten Gesellschaft müsse der Zugang zum Mobilfunk selbstverständlich sein – nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land.

Brenschede als Modellfall für ganz NRW

Ministerin Neubaur lobte das Projekt als „starkes Beispiel für gelungene Zusammenarbeit“ und betonte, dass das Land NRW weiterhin am Ball bleiben werde: „Unser Ziel ist ein zukunftsfähiges Netz – überall im Land.“ Der nun erschlossene Standort in Brenschede markiere nicht nur das Ende eines Funklochs, sondern einen wichtigen Meilenstein für die digitale Daseinsvorsorge.

Mit dem symbolischen Startschuss in Brenschede sendet NRW ein deutliches Signal: Kein Ort soll abgehängt bleiben. Die Landesregierung und Mobilfunkanbieter setzen damit auf flächendeckenden Netzausbau, selbst unter schwierigen Bedingungen – und machen Funklöcher zur Geschichte.

Genuss auf der Kö: Gourmet Festival Düsseldorf vom 22. bis 24. August

Vom 22. bis 24. August lädt das beliebte Gourmet Festival Düsseldorf bereits zum 13. Mal zum Flanieren, Probieren und Genießen ein. Symbol-Foto: cs

(cs) Düsseldorf feiert den guten Geschmack: Vom 22. bis 24. August lädt das beliebte Gourmet Festival Düsseldorf bereits zum 13. Mal zum Flanieren, Probieren und Genießen ein. Auf 2,3 Kilometern entlang des Kö-Grabens – vom Graf-Adolf-Platz bis zum Hofgarten – präsentieren sich über 100 Aussteller: von kleinen Manufakturen bis hin zu etablierten Händlern, Brauern, Winzern und Gastronomen. Auch viele Düsseldorfer Restaurants sind mit eigenen Ständen vertreten.

Wer sich einen Überblick über die gehobene Küche der Stadt verschaffen möchte, ist hier goldrichtig. Zwar sind 2025 keine Sternelokale dabei, doch zahlreiche Anbieter bieten kulinarischen Genuss auf hohem Niveau – ideal für eine genussvolle Tour durch die feine Küche der Stadt. Mit guter Kondition kann man sich einmal rund um den Kö-Graben schlemmen und dabei gleich mehrere vielversprechende Adressen für spätere Besuche entdecken.

Das stilvolle Ambiente der Königsallee mit Wasser, alten Bäumen, Denkmalen und edlen Geschäften bildet den perfekten Rahmen für ein genussreiches Wochenende. Neben hochwertigen Speisen und Getränken gibt es auch Feinkost, Genusswaren, Live-Cooking, Verkostungen und Gewinnspiele. Der Eintritt ist frei.

Auch unser Mitglied METRO ist in diesem Jahr wieder mit dabei und präsentiert seine Spezialitäten. Wer gutes Essen liebt, sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen.

Handwerk sucht Nachwuchs: Über 700 freie Ausbildungsplätze in Düsseldorf und Region

(cs) Während das neue Ausbildungsjahr gerade startet, gibt es im nordrheinischen Bezirk der Düsseldorfer Handwerkskammer noch viele Chancen für Schulabgängerinnen und Schulabgänger: Über 700 freie Lehrstellen sind aktuell noch zu haben – in fast 60 verschiedenen Berufen und nahezu flächendeckend in der Region. Eine detaillierte Übersicht bietet die Online-Lehrstellenbörse der Kammer unter www.hwk-duesseldorf.de/lehrstellen.

Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze ist breit: Von klassischen Bau- und Ausbaugewerken über Gesundheits- und Lebensmittelberufe bis hin zu kreativen Handwerken – es gibt für nahezu jedes Interesse passende Angebote. Besonders gefragt sind derzeit Auszubildende in der Elektro- und Informationstechnik (69 freie Stellen), in Lebensmittelberufen wie Bäcker oder Fleischer (60), im Maler- und Lackiererhandwerk (55) sowie in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (52). Auch im Dachdeckerhandwerk gibt es mit 40 freien Plätzen noch gute Einstiegsmöglichkeiten.

Praktika als Türöffner – Ausbildung auch später noch möglich

Wer sich noch nicht entschieden hat, kann sich unkompliziert über ein Praktikum einen ersten Eindruck verschaffen. „Wir empfehlen, sich schnell noch ein, zwei der fast 1.800 angebotenen Firmenpraktika für Test-Tage im Wunschberuf oder in einer spannenden Alternative zu sichern“, rät Christian Henke, Geschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf. Wer jetzt aktiv wird, könne noch bis Ende Oktober eine Ausbildung beginnen – und selbst danach ist in vielen Betrieben ein unterjähriger Einstieg denkbar.

Die HWK sieht eine spürbare Belebung auf dem Ausbildungsmarkt: „Das Interesse an handwerklichen Berufen ist wieder deutlich gewachsen“, stellt Kammer-Sprecher Alexander Konrad fest. Die Nachfrage sei vor allem in Berufen hoch, die einen Beitrag zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Infrastruktur leisten – etwa in der Gebäudetechnik oder bei Energielösungen. „Das Handwerk ist wieder in“, so Konrad. „Viele junge Leute schätzen das praktische Arbeiten im Team und die klare Perspektive, sich mit einer qualifizierten Ausbildung zum Top-Könner oder zur Könnerin zu entwickeln.“

Ein Beleg für diesen Trend: Zum Stichtag 31. Juli lagen der HWK Düsseldorf bereits 5.603 neue Ausbildungsverträge vor – das sind 8,2 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Besonders stark ist der Zuwachs in der Landeshauptstadt selbst: Düsseldorf verzeichnet ein Plus von stolzen 24,6 Prozent.

Erlebniswelt Handwerk live erleben

Für alle, die noch auf der Suche sind oder mehr über die Möglichkeiten im Handwerk erfahren wollen, bietet sich am 20. September 2025 eine besondere Gelegenheit: Auf der Berufsorientierungsmesse Stuzubi in der Mitsubishi Electric HALLE zeigt die HWK eine große „Erlebniswelt Handwerk“ – inklusive lebender Werkstätten und Mitmachaktionen. Der Eintritt ist frei.

Beratung und Information

Interessierte finden umfassende Informationen zu Berufen, Lehrstellen und Möglichkeiten zum dualen oder trialen Studium auf www.hwk-duesseldorf.de/ausbildung. Persönliche Beratung gibt es über die Ausbildungs-Hotline der HWK Düsseldorf unter Tel.: 0211 8795-888.

Fazit: Wer handwerklich arbeiten will, hat jetzt noch beste Chancen – aber das Zeitfenster schließt sich. Praktikum machen, reinschnuppern, Ausbildung starten: So lautet die Empfehlung der Handwerkskammer für den Ausbildungsendspurt 2025.

Rückblick auf den Henkel-Preis der Diana 2025: Nicoreni krönt sich zur „Sommer-Queen“

Foto: cs

(cs) Großer Sport, strahlende Sieger und beste Unterhaltung für die ganze Familie – der 167. Henkel-Preis der Diana auf der Düsseldorfer Galopprennbahn bot einmal mehr einen unvergesslichen Tag am Grafenberg. Im Mittelpunkt: die dreijährige Stute Nicoreni, die ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurde und sich den prestigeträchtigen Titel der „Sommer-Queen“ sicherte. Damit ist sie nicht nur amtierende Winterkönigin, sondern auch stolze Gewinnerin des wichtigsten deutschen Stutenrennens über 2.200 Meter – einer Gruppe I-Prüfung mit 500.000 Euro Preisgeld, dem zweithöchst dotierten Galopprennen des Landes. Wir blicken zurück auf einen spannenden Tag.

Große Emotionen im Ziel

Jockey Leon Wolff feierte mit Nicoreni seinen ersten Sieg in einem Gruppe 1-Rennen – und das ausgerechnet vor heimischem Publikum in Düsseldorf:

„Die Stute hat 450 Kilogramm Körpermasse – und 500 Kilogramm Herz! In der Zielgeraden hatte ich freie Bahn – das war perfekt.“

Auch Trainer Peter Schiergen zeigte sich überglücklich:

„Nicoreni wurde immer unterschätzt – heute hat sie ihre Klasse eindrucksvoll bewiesen.“

Ein Wermutstropfen: Die Stute Honeybee verletzte sich im Schluss-Spurt und wurde direkt auf dem Geläuf tierärztlich versorgt. Die weitere Behandlung erfolgt durch ihren heimischen Veterinär.

Wer zehn Euro auf den Sieg von Nicoreni gesetzt hatte, durfte sich freuen: 146 Euro Gewinn bedeuteten einen vollen Renntag für alle Wetter-Fans.

Weitere Höhepunkte: Geography und Bacarda triumphieren

Im Fritz Henkel-Preis (Gruppe 3, 1.600 Meter, 55.000 Euro) war Geography erneut eine Klasse für sich. Der Hengst verteidigte seinen Vorjahressieg souverän – ebenfalls trainiert von Peter Schiergen, diesmal mit Jockey Andrasch Starkeim Sattel.

Im beliebten BBAG-Auktionsrennen über 1.600 Meter (52.000 Euro) siegte die dreijährige Stute Bacarda unter Wladimir Panov. Die Stute aus dem Stall von Janina Reese zeigte Herz und Klasse.

„Hut ab!“ – Kreativität auf dem Catwalk

Auch abseits der Rennbahn gab es reichlich Grund zum Staunen: Beim traditionsreichen Hut-Wettbewerb von Syoss präsentierten sich Besucher:innen mit fantasievollen Kopfbedeckungen. Eine prominente Jury – darunter Model Annika Gassner und TV-Journalistin Tanja Comba – kürte die schönsten Kreationen. Zu gewinnen gab es luxuriöse Preise wie eine Chanel-Sonnenbrille, einen Wellness-Aufenthalt im vabali spa sowie Shopping-Gutscheine von Breuninger.

Unterhaltung für die ganze Familie

Der Henkel-Renntag war wieder ein Erlebnis für Groß und Klein. Marken wie Persil, Schauma und Pattex luden zu Mitmachaktionen ein, Kinder konnten basteln, Ponyreiten oder das Karussell genießen. In der Picknick-Area sorgten Live-Musik und entspannte Atmosphäre für Wohlfühlmomente. Beim Dosenwerfen wurden wie jedes Jahr gemeinnützige Projekte unterstützt.

20 Jahre Henkel-Preis in Düsseldorf – ein Jubiläum mit Herz

In diesem Jahr feierte Düsseldorf ein kleines Jubiläum: Bereits zum 20. Mal fand der Henkel-Preis der Diana auf dem Grafenberg statt. Albrecht Woeste, Ehrenvorsitzender der Henkel-Gruppe und ehemaliger Vorsitzender unserer Unternehmerschaft Düsseldorf, hatte das Rennen 2005 nach Düsseldorf geholt – ein großer Verdienst für den deutschen Galoppsport. Woeste wurde an diesem Tag von Henkel-CEO Carsten Knobel vor rund 300 geladenen Gästen gewürdigt – unter anderem mit einer liebevoll gestalteten Fotocollage zum Thema Borussia Düsseldorf, Woestes sportlicher Leidenschaft. Auf der Gästeliste: Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Klaus Allofs (Fortuna Düsseldorf) und Andreas Rebbelmund (Breuninger). Gastgeber: Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Henkel-Gesellschafterausschusses Simone Bagel-Trah, CEO Carsten Knobel und Corporate Vice President Dr. Daniel Kleine.

Ausblick

Wer nun auf den nächsten Renntag fiebert, sollte sich den 14. September vormerken. Dann steht das nächste große Event auf dem Programm: das BBAG-Auktionsrennen, diesmal mit 52.000 Euro Preisgeld – und sicher wieder mit großen Emotionen, packendem Sport und viel Freude für die ganze Familie.

Düsseldorf trifft auf die Zukunft: Redaktion besucht humanoiden Roboter Ameca im Heinz-Nixdorf-Forum

Roboter Ameca im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Foto: HNF

(cs) Wie nah kann Technik dem Menschen kommen? Unsere Düsseldorfer Redaktion bekam einen eindrucksvollen Eindruck davon – bei einem Besuch im Heinz-Nixdorf-Forum (HNF), Europas größtem Computermuseum in Paderborn. Dort ist jüngst ein neuer Bewohner eingezogen: Ameca, ein humanoider Roboter der nächsten Generation, der Besucher mit seiner lebensechten Mimik, einer natürlichen Sprachführung und erstaunlich empathischer Kommunikation beeindruckt.

Ameca wirkt auf den ersten Blick wie eine Figur aus einem Science-Fiction-Film, steht aber real und interaktiv in der Ausstellung des HNF – und genau das macht den Besuch so besonders. Entwickelt wurde der Roboter von der britischen Firma Engineered Arts aus Cornwall, die mit Ameca nichts Geringeres als die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion einläuten will. Und in Düsseldorf, wo Technologie, KI und Digitalisierung längst Teil städtischer Zukunftsstrategien sind, stößt dieses Thema auf besonderes Interesse – schließlich ist die Stadt ein wachsender Hotspot für Tech-Innovationen und Start-ups im KI-Bereich.

Kommunikation auf Augenhöhe – fast menschlich

Ameca misst 1,87 Meter, wiegt 62 Kilogramm und wird von 61 Motoren angetrieben – davon 27 allein für die Mimik. Damit ist der Roboter in der Lage, seine Stirn zu runzeln, zu lächeln, zu blinzeln oder sogar skeptisch zu schauen. Er kann den Kopf neigen, Arme und Hände bewegen, nur die Beine sind unbeweglich – laufen kann er (noch) nicht.

Für den Dialog mit den Besuchern nutzt Ameca das KI-Sprachmodell ChatGPT. Die Kommunikation läuft verblüffend flüssig – in nahezu jeder Sprache, grammatikalisch korrekt und mit einer menschlich klingenden Stimme. Gespräche mit Ameca fühlen sich erstaunlich natürlich an, was vor allem an der Kombination aus ausgeklügelter Sprachsynthese und präziser Mimik liegt. „Es ist einer der besten humanoiden Roboter, die derzeit weltweit im Einsatz sind“, sagt Jochen Viehoff, Geschäftsführer des HNF.

Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz-Nixdorf-Forms. Foto: HNF

Ethik trifft Technik

Besonders auffällig: Ameca hat ein neutral graues Gesicht und keine Haare. Damit soll bewusst vermieden werden, dass der Roboter einer bestimmten Ethnie oder Hautfarbe zugeordnet wird – ein wichtiges Signal im Umgang mit künstlicher Intelligenz und der Frage, wie menschenähnlich Maschinen gestaltet sein sollten.

Düsseldorf und die Roboter-Zukunft

Auch wenn Ameca in Paderborn zu Hause ist, könnten Begegnungen mit humanoiden Robotern wie ihm auch in Düsseldorf künftig keine Seltenheit mehr sein. Unternehmen und Bildungseinrichtungen der Region beschäftigen sich zunehmend mit KI-Anwendungen, Robotik und Automatisierung – von der Industrie bis zur Pflege. Und auch der Einsatz in Museen, Science Centern und Schulen wird diskutiert, um komplexe Technik begreifbar zu machen.

ElectronicPartner bleibt ein beliebter Ausbilder in unserer Stadt

 

Matthias Assmann (links im Bild) begrüßt mit Mitarbeiterinnen des Bereichs Personal den neuen Ausbildungsjahrgang in der ElectronicPartner Zentrale.

(ud) Die Düsseldorfer Handels-Verbundgruppe ElectronicPartner heißt für das Ausbildungsjahr 2025 sechs neue Azubis in der Düsseldorfer Unternehmenszentrale willkommen. Hinzu kommt ein weiterer Auszubildender, der seine Laufbahn zum 1. September am Lagerstandort Augsburg startet. Auch in diesem Jahr setzt die Verbundgruppe auf ein praxisnahes, persönlich begleitetes und zukunftsorientiertes Ausbildungsprogramm – sowie auf die gezielte Förderung engagierter Nachwuchskräfte.

Bereits im Juni konnten die angehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Düsseldorfer Zentrale bei einem Pre-Onboarding ihre künftige Wirkungsstätte kennenlernen. Ein Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen, erste Gespräche mit zukünftigen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie ein Austausch mit anderen Azubis boten einen umfassenden Eindruck und halfen dabei, erste Kontakte zu knüpfen. Nun starten die neuen Auszubildenden hier in ihren jeweiligen Berufsfeldern: Büromanagement, Groß- und Außenhandelsmanagement, Fachinformatik für Systemintegration sowie Marketingkommunikation.

Dabei ist es längst keine Selbstverständlichkeit mehr, geeignete Auszubildende zu finden. Der Wettbewerb um junge Talente ist höher denn je – Ausbildungsplätze bleiben zunehmend unbesetzt. ElectronicPartner begegnet dieser Herausforderung mit gezielten Maßnahmen: von enger Zusammenarbeit mit Schulen und Ausbildungsmessen über Social-Media-Kampagnen bis hin zu Praktikumsangeboten und Pre-Onboarding-Events. Der Aufwand ist gestiegen – aber er lohnt sich, weiß Timo Stockem, Leiter des Bereichs Personal: „Wir sehen außerdem, dass wir mit der Einführung unserer 35-Stunden-Woche in der Zentrale gerade auf die Anforderungen der besonders jungen Arbeitnehmergeneration eingehen. Hinzu kommen mobile Arbeit und flexible Arbeitszeiten. Nach ihrer Ausbildung haben die Azubis dann – wie alle anderen Mitarbeitenden in Düsseldorf – die Möglichkeit, auf eine 4-Tage-Woche zu wechseln. Das ist absolut attraktiv!“

Die Ausbildung bei ElectronicPartner ist bewusst vielseitig gestaltet: Neben der täglichen Mitarbeit in den Fachabteilungen erhalten die Azubis Einblicke in unternehmensübergreifende Prozesse, nehmen an internen Schulungen teil und werden individuell durch erfahrene Fachkräfte begleitet. Dabei steht nicht nur die fachliche, sondern auch die persönliche Entwicklung im Fokus. „Eine fundierte Ausbildung ist für uns nicht nur eine Investition in die Zukunft des Unternehmens, sondern auch ein aktiver Beitrag zur Förderung junger Menschen“, sagt Timo Stockem. „Deshalb ist es uns von Anfang an wichtig, Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen und eine offene Kommunikationskultur zu pflegen. Wir legen großen Wert darauf, unseren Auszubildenden das Gefühl zu geben, Teil des Teams zu sein, denn das sind sie ab Tag eins.“

Auch die Geschäftsführung unterstützt das Engagement im Bereich Nachwuchsförderung mit voller Überzeugung. Matthias Assmann, Mitglied im Vorstand von ElectronicPartner, unterstreicht: „Jungen Menschen eine erstklassige Ausbildung zu bieten, ist eine der sinnvollsten Sachen, die ein mittelständisches Unternehmen in der aktuellen Zeit tun kann – in menschlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Dabei ist es uns wichtig, einen rundum gelungenen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen – mit echter Verantwortung, echter Wertschätzung und echten Perspektiven. Unsere Auszubildenden sind für uns keine kurzfristige Verstärkung, sondern ein fester Bestandteil unserer langfristigen Unternehmensentwicklung.“

Mit dem Start der neuen Ausbildungsrunde setzt ElectronicPartner ein klares Zeichen für gelebte Nachwuchsförderung – und freut sich auf eine spannende, erfolgreiche gemeinsame Zeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen.

Bundeswehr ruft über 1.000 Logistikfahrzeuge bei Rheinmetall ab – Auftragswert rund 770 Millionen Euro

(cs) Die Bundeswehr setzt weiter auf moderne und leistungsstarke Logistiklösungen von Rheinmetall aus Düsseldorf: Über 1.000 neue Logistikfahrzeuge wurden jetzt bei der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) abgerufen. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf rund 770 Millionen Euro brutto. Mit dem aktuellen Auftrag unterstreicht Rheinmetall einmal mehr seine zentrale Rolle als Ausrüster der Bundeswehr – und liefert einen weiteren Beitrag zur Modernisierung und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte.

Konkret umfasst der aktuelle Abruf 963 Fahrzeuge mit Wechselladersystemen (WLS), darunter auch Varianten mit geschütztem Fahrerhaus, sowie entsprechende Wechselladepritschen und Plane-Spriegel-Aufbauten. Ergänzt wird der Auftrag durch 425 Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) in den Versionen 4×4 und 8×8.

„Als verlässlicher Partner der Bundeswehr freuen wir uns, weitere Fahrzeuge auszuliefern und damit einen Beitrag zur Mobilität und Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu leisten“, betont André Barthel, Vorsitzender der Geschäftsführung der RMMV.

Die Auslieferung der rund 1.400 Fahrzeuge soll noch im laufenden Jahr erfolgen. Die Buchung der Aufträge erfolgt für das dritte Quartal 2025.

Größter Rahmenvertrag der Unternehmensgeschichte

Der Abruf der 425 UTF-Fahrzeuge erfolgt im Rahmen eines im Juli 2024 abgeschlossenen Rahmenvertrages – dem größten Auftrag in der Geschichte der RMMV im Bereich logistischer Fahrzeuge. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf bis zu 3,5 Milliarden Euro brutto und sieht die Lieferung von maximal 6.500 Fahrzeugen über eine Laufzeit von sieben Jahren vor.

Erstmals wurde mit dem aktuellen Abruf auch die neue Variante UTF 3,5t (4×4) bestellt, die sich durch ein Höchstmaß an Gleichteilen mit den bereits eingeführten UTF 5t und UTF 15t auszeichnet. Die neue Fahrzeugklasse ergänzt die bestehende Flotte ideal und erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr im Bereich taktischer Logistik.

Leistungsstarke Fahrzeugfamilie mit internationalem Nutzerkreis

Die UTF-Fahrzeuge und Wechsellader basieren auf der bewährten HX-Fahrzeugfamilie der RMMV. Diese wurde speziell für militärische Anforderungen entwickelt und zeichnet sich durch hohe Geländegängigkeit, Robustheit und Flexibilität aus. Seit 2017 wurden bereits rund 7.000 Fahrzeuge – darunter auch Sattelzugmaschinen und Wechsellader – an die Bundeswehr ausgeliefert.

Durch flexible Rahmenverträge und hohe Stückzahlen hat sich die UTF-Flotte zu einem Vorzeigeprojekt der militärischen Beschaffung entwickelt. Weltweit sind mehr als 20.000 HX-Fahrzeuge im Einsatz – neben Deutschland nutzen unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland, Norwegen, Schweden, Österreich, Ungarn, Singapur, Slowenien, Dänemark und die Ukraine die robuste Fahrzeugfamilie. Dies sichert Interoperabilität bei multinationalen Einsätzen und bietet logistische Vorteile.