Rheinmetall auf Rekordkurs: Verteidigungsriese wächst rasant und peilt nächste Milliarden-Sprünge an

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall AG (Mitglied in der Unternehmerschaft Düsseldorf) bleibt im Höhenflug. Das Unternehmen meldet für das Geschäftsjahr 2025 neue Rekordzahlen – und stellt für 2026 bereits den nächsten Wachstumssprung in Aussicht. Getrieben wird der Boom vor allem durch steigende Verteidigungsausgaben in Europa.

Rheinmetall entwickelt sich rasant zu einem der wichtigsten europäischen Verteidigungsunternehmen. Hohe Auftragsbestände, steigende Verteidigungsetats und eine klare strategische Ausrichtung sorgen dafür, dass der Düsseldorfer Konzern auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleiben dürfte.

Rekordjahr 2025: Umsatz und Gewinn explodieren

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

  • Umsatz: 9,9 Milliarden Euro – ein Plus von 29 %

  • Operatives Ergebnis: 1,84 Milliarden Euro – 33 % mehr als im Vorjahr

  • Operative Marge: gestiegen auf 18,5 %

  • Auftragsbestand: neuer Rekord von 63,8 Milliarden Euro

  • Dividende: soll auf 11,50 Euro je Aktie steigen

Damit setzt der Konzern seinen Wachstumskurs eindrucksvoll fort. Besonders bemerkenswert: Der Gewinn wächst noch schneller als der Umsatz – ein Zeichen für steigende Effizienz und hohe Nachfrage.

Sicherheitslage treibt Nachfrage

Hinter dem Boom steht die veränderte geopolitische Lage. Viele europäische Staaten investieren massiv in ihre Streitkräfte. Davon profitiert Rheinmetall stark – vor allem durch Aufträge der Bundeswehr und anderer NATO-Partner.

Der Anteil des Deutschland-Geschäfts stieg zuletzt auf 38 % des Konzernumsatzes, während 62 % international erzielt werden.

Vorstandschef Armin Papperger bringt es auf den Punkt:

„Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet.“

Transformation zum Rüstungs-Systemhaus

Strategisch stellt sich Rheinmetall neu auf. Der Konzern trennt sich von seinem zivilen Automotive-Geschäft und konzentriert sich vollständig auf den Verteidigungssektor.

Zugleich baut das Unternehmen seine Rolle als umfassender Systemanbieter aus. Neben Land- und Luftsystemen ist Rheinmetall inzwischen auch in neuen Bereichen aktiv:

  • Marine und Schiffbau

  • Digitale Gefechtsführung

  • Drohnen-Technologie

  • Satelliten und Space

  • Flugabwehrsysteme

Durch Übernahmen und Partnerschaften entwickelt sich der Konzern immer stärker zum technologischen Komplettanbieter für moderne Streitkräfte.


Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen. Mit unseren Produkten werden wir an den steigenden Ausgaben für die Ausstattung der Streitkräfte einen bedeutenden Anteil haben und liefern, was moderne Streitkräfte im 21. Jahrhundert brauchen. Gemeinsam mit unserem neuen Bereich Naval Systems setzen wir die Segel in den Wind und nehmen jetzt volle Fahrt auf.“


Wachstumstreiber: Fahrzeuge, Munition und Digitalisierung

Besonders stark liefen 2025 mehrere Geschäftsbereiche:

Vehicle Systems

  • Umsatz: 4,99 Milliarden Euro (+32 %)

  • Wichtige Projekte: Boxer-Radpanzer und Militär-Lkw

Weapon and Ammunition

  • Umsatz: 3,53 Milliarden Euro (+27 %)

  • Operative Marge: 29 %

Electronic Solutions

  • Umsatz: 2,5 Milliarden Euro (+45 %)

  • Treiber: Digitalisierung der Bundeswehr und Flugabwehrsysteme

Vor allem der Bereich Munition und Schutzsysteme wächst rasant – ausgelöst durch steigende Nachfrage aus NATO-Staaten und der Ukraine.

Mega-Ausblick für 2026

Auch für das laufende Jahr stellt Rheinmetall weitere Rekorde in Aussicht.

Die Prognose:

  • Umsatz: 14 bis 14,5 Milliarden Euro

  • Wachstum: bis zu 45 %

  • Operative Marge: rund 19 %

Damit würde der Konzern innerhalb von nur zwei Jahren seinen Umsatz fast verdoppeln.

„Volle Hütte“ beim GUT in Neuss – Sicherheit in unsicheren Zeiten

Foto: CS

(cs) Beim Gnadentaler Unternehmertisch (GUT) in Neuss herrschte diesmal besonders großes Interesse: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Journalist Uwe Schulz mit Hans-Dieter Müller ins Gespräch kam. Müller ist Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr und Kommandeur des Landeskommando Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Der General machte deutlich, dass sich Deutschland in einer Zeit wachsender Unsicherheiten befinde – und dass Politik, Gesellschaft und Wirtschaft darauf reagieren müssen. Besonders Unternehmen sollten aufmerksam bleiben. Cyberkriminalität, Sabotage und gezielte Störungen kritischer Infrastruktur nähmen deutlich zu. Ziel solcher Aktivitäten sei es, so Müller, Vertrauen zu erschüttern und die Bevölkerung zu verunsichern.

Dabei verwies der General auch auf die Strategie Russlands. Das Ziel sei nicht nur militärischer Druck, sondern vor allem psychologischer: „Die Menschen sollen verunsichert werden“, erklärte Müller. Umso wichtiger sei es, vorbereitet zu sein – nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung.

Für einen überraschenden Moment sorgte eine Frage von Moderator Schulz an das Publikum: „Haben Sie einen Notfallrucksack?“ Einige Gäste blickten sich erstaunt an. Ein Notfallrucksack – auch Fluchtrucksack oder „Bug-Out-Bag“ genannt – enthält eine bewusst zusammengestellte Grundausstattung für Krisensituationen, mit der man sich im Ernstfall für eine gewisse Zeit selbst versorgen kann. Dazu gehören beispielsweise Wasser, haltbare Lebensmittel, wichtige Dokumente, Medikamente und Kommunikationsmittel.

Trotz der ernsten Themen wollte Müller den Abend nicht mit Sorgen enden lassen. „Ich will, dass Sie heute positiv gestimmt nach Hause gehen“, sagte er. Vorbereitung bedeute nicht Panik, sondern Handlungsfähigkeit. Der General gab konkrete Empfehlungen, wie Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ihre Resilienz stärken können – von besserem Informationsmanagement bis hin zu praktischer Krisenvorsorge.

Sein Fazit brachte er auf eine prägnante Formel:

„Kämpfen können, ohne kämpfen zu müssen. Das muss unsere Aufgabe sein.“

Mit vielen Denkanstößen, aber auch mit einem gestärkten Gefühl der Zuversicht endete der Abend beim GUT in Neuss – und zeigte einmal mehr, wie wichtig der offene Dialog zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Sicherheitsverantwortlichen ist.

Gastgeber war die Familie Zülow mit Jutta Zülow und ihren erwachsenen Kindern David und Nadia.

Neue Idee aus Düsseldorf: Handys werden zu Super-Sensoren!

Michael Reinartz ist Innovationschef von Vodafone in Düsseldorf und steht für den Open Innovation-Ansatz des Unternehmens. Foto: Vodafone

(cs) Mega-Show auf dem Mobile World Congress 2026: Das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone und das US-Unternehmen Tiami Networks zünden die nächste Mobilfunk-Stufe – und machen Smartphones zu echten Spürnasen!

Netz hört mit wie eine Fledermaus

Was wie Science-Fiction klingt, ist knallharte Technik: Eine neue Netz-Technologie namens Integrated Sensing and Communication (ISAC) verwandelt Mobilfunk-Antennen in hochpräzise Sensoren.

Das Prinzip? Ähnlich wie bei der Echoortung von Fledermäusen! Funksignale werden ausgesendet, prallen an Gegenständen oder Personen ab – und kommen als Echo zurück. So erkennt das Netz seine Umgebung. Und das Beste: Niemand muss dafür eingeloggt sein!

Heißt konkret: Antennen sehen, was um sie herum passiert – ganz ohne Kamera.

Warnung vor Menschenmassen & Wasserlecks

Die möglichen Anwendungen sind riesig!

„Smartphones könnten Nutzer vor überfüllten Räumen warnen oder versteckte Wasserlecks in Gebäuden erkennen“, erklärt Michael Reinartz, Innovationschef von Vodafone Deutschland.

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • Einkaufszentren messen Besucherströme – datenschutzfreundlich ohne Kameras

  • Flughäfen erkennen Eindringlinge oder Drohnen

  • Industrieanlagen sichern sensible Bereiche

  • Landwirtschaft & Robotik profitieren von präziser Umfelderkennung

  • Sogar verlegte Hausschlüssel könnten geortet werden

  • Neue AR-Anwendungen werden möglich

Funktioniert schon heute – mit 5G!

Besonders brisant: ISAC braucht kein Zukunftsnetz!

Vodafone und Tiami zeigen, dass die Technik bereits mit dem heutigen 5G-Spektrum und vorhandener Hardware läuft. In Tests wurden handelsübliche 5G-Antennen zu großflächigen Sensoren umgebaut – sie erkannten zuverlässig Gegenstände und sogar Personen.

Und das ohne Störungen bei Telefonaten oder Datenverbindungen!

Schlüssel-Technologie für 6G

Trotzdem gilt ISAC als Herzstück der kommenden 6G-Generation, die ab 2030 erwartet wird. Vodafone bringt die Testergebnisse bereits in die Standardisierung ein – unter anderem in die Arbeiten der 3GPP zu Release 19.

Das Ziel: ISAC soll sich künftig so einfach aktivieren lassen wie eine Software-App im Netz – ohne bestehende Verbindungen zu stören.

Die gemeinsame Testreihe von Vodafone und Tiami läuft 2026 weiter.

Vier Wochen dicht! Rheinufertunnel wird zur Mega-Baustelle

Im Rheinufertunnel müssen zwei der insgesamt fünf Axialventilatoren zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht ausgetauscht werden. Diese sorgen im Brandfall für einen schnellen Abzug des Rauches und sind somit eine der unverzichtbaren Sicherheitseinrichtungen im Tunnel. Für den Austausch der beiden Ventilatoren muss der Rheinufertunnel vier Wochen lang – von Montag, 30. März, 5 Uhr, bis zum Samstagnachmittag, 25. April 2026 – für den Verkehr gesperrt werden, Foto: cs

(cs) Düsseldorf steht der nächste Verkehrs-Hammer bevor! Im knapp zwei Kilometer langen Rheinufertunnel müssen zwei von insgesamt fünf riesigen Axialventilatoren ausgetauscht werden – und dafür wird der Tunnel vier Wochen komplett gesperrt.

Von Montag, 30. März, 5 Uhr, bis Samstag, 25. April 2026, geht im Tunnel nichts mehr!

Warum die Vollsperrung?

Die beiden Ventilatoren sind im Brandfall lebenswichtig. Sie saugen Rauch blitzschnell ab und gehören zu den zentralen Bausteinen des Brandschutzkonzeptes.

Jetzt wird das Sicherheitskonzept verschärft: Künftig müssen im Falle eines Feuers – etwa bei einem Stau im Tunnel – größere Luftmengen abgesaugt werden. Dafür sind neue, leistungsstärkere Anlagen nötig. Ohne sie darf der Tunnel nicht betrieben werden.

Sechs Tonnen schwer, fünfeinhalb Meter hoch

Der technische Aufwand ist enorm:
Jeder Ventilator ist rund 5,5 Meter hoch und wiegt etwa sechs Tonnen!

Schon beim Bau des Tunnels zwischen 1990 und 1993 wurden die Teile durch eine nur zweieinhalb mal zwei Meter große Öffnung rund zehn Meter in die Tiefe gelassen und in einem engen Schacht montiert. Jetzt steht der Austausch an – ein echtes Millimeter-Projekt.

Die Kosten: rund 4,5 Millionen Euro.

45.000 Autos täglich betroffen

Der Rheinufertunnel ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen der Stadt. Rund 45.000 Fahrzeuge fahren hier jeden Tag durch.

Immerhin: Ein Teil der Sperrung fällt in die Osterferien (30. März bis 12. April) – also in eine verkehrsärmere Zeit.

Neben dem Ventilatoren-Austausch werden auch Wartungsarbeiten erledigt und eine energiesparende LED-Beleuchtung weiter eingebaut.


Umleitungen quer durch die City

Die Stadt setzt auf sogenannte „Alternativroutenstrategien“. Heißt: Ampelschaltungen werden angepasst, LED-Tafeln weisen auf empfohlene Strecken hin.

Wichtige Ausweichrouten:

  • über Fischerstraße, Kaiserstraße, Berliner Allee, Corneliusstraße

  • über Merowingerstraße und Friedrichstraße

  • über den Lastring

Nord-Süd-Umleitung:

  • Von der Danziger Straße über Heinrich-Erhardt-Straße und Lastring

  • Vom Süden über den Südring und Lastring

Autos unter 3,5 Tonnen können außerdem über die Theodor-Heuss-Brücke und den Rheinalleetunnel ausweichen.

Die Stadt rechnet damit, dass sich der Verkehr zusätzlich auf weitere Straßen verteilen wird, um einzelne Abschnitte nicht zu überlasten.


Baustelle schon ab März sichtbar

Bereits ab Anfang März werden Flächen auf der Rheinuferpromenade für die Baustelleneinrichtung benötigt – zwischen Rathausufer 16 und der Brücke am „Alten Hafen“.

Radfahrer und Fußgänger kommen weiter durch, allerdings mit weniger Platz. Die Tiefgarage Altstadt/Rheinufer bleibt erreichbar, die Schranke am Mannesmannufer bleibt geöffnet.

Die Stadt verspricht:
Das Verkehrskonzept wird eng mit Feuerwehr, Polizei und der Rheinbahn abgestimmt. Und: Bis zum Düsseldorfer Marathon am 26. April soll die Baustelle weitgehend zurückgebaut sein.

Klar ist aber schon jetzt:
Für Autofahrer werden diese vier Wochen zur Geduldsprobe!

Das Parkhaus im Rheinufer-Tunnel ist nur noch über die Schulstraße erreichbar. Foto: cs

KLÜH: Neuer Service im Jobportal – Arbeitsweg auf einen Blick

(cs) Unser Mitgliedsunternehmen Klüh Service Management macht Bewerben jetzt noch einfacher: Wer sich für einen Job interessiert, sieht künftig sofort, wie lange der Weg zur Arbeit dauert. Ein neues Feature im Jobportal zeigt Bewerbenden die Anfahrtszeit direkt in der Stellenanzeige – schnell, transparent und ohne Umwege.

Klüh Service Management baut sein digitales Recruiting weiter aus. Mit der neuen Funktion „Ihr Arbeitsweg“ können Bewerberinnen und Bewerber jetzt direkt in der jeweiligen Stellenanzeige sehen, wie sie zum Arbeitsplatz kommen – und wie lange das dauert.

Der Clou: Die Funktion ist mit Google Maps verknüpft. Wer sich für einen Job interessiert, erhält sofort eine individuelle Wegbeschreibung zum Einsatzort – egal ob Auto, Bus und Bahn, Fahrrad oder zu Fuß. So lässt sich auf einen Blick prüfen, ob der Job auch zum eigenen Wohnort passt.

Arbeitsweg wird zum entscheidenden Faktor

Gerade in personalintensiven Dienstleistungsbranchen spielt die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes eine immer größere Rolle. Ein kurzer, planbarer Arbeitsweg kann für viele Menschen den Ausschlag geben, sich zu bewerben.

Mit der neuen Funktion schafft Klüh Service Management deshalb mehr Transparenz schon ganz am Anfang der Jobsuche.

„Ein kurzer, planbarer Arbeitsweg ist für viele Menschen ein zentrales Entscheidungskriterium. Mit der neuen Funktion erleichtern wir Bewerbenden die Orientierung und stärken gleichzeitig die Verbindlichkeit im Bewerbungsprozess“, sagt Viktoria Kaiser, Personalleiterin bei Klüh.

Digitaler Recruiting-Ausbau seit Jahren

Die neue Funktion ist Teil einer konsequenten Digitalstrategie im Recruiting. Schon 2021 hatte Klüh Service Management sein Jobportal grundlegend modernisiert. Ziel: eine besonders intuitive Nutzerführung, bessere Filtermöglichkeiten und eine standortbezogene Jobsuche.

Ein Jahr später folgte der nächste Schritt: die Bewerbung per WhatsApp. Über den Messenger können Interessierte ihre Bewerbung schnell und unkompliziert starten – besonders praktisch für mobile Nutzerinnen und Nutzer. Der digitale Assistent führt dabei Schritt für Schritt durch den Prozess und verkürzt die sogenannte Time to Hire deutlich.

Rund 300 Jobs aktuell offen

Mit der neuen Funktion „Ihr Arbeitsweg“ setzt Klüh Service Management seine Strategie fort: digitale Innovationen gezielt einsetzen, um Bewerben einfacher und transparenter zu machen.

Aktuell bietet das Unternehmen rund 300 offene Stellen in unterschiedlichen Bereichen und Karrierestufen.

Alle offenen Positionen finden Interessierte im Jobportal von Klüh Service Management unter www.jobs.klueh.de.

Achtung Berufs-Pendler: Warnstreik am 10. März – massive Einschränkungen im Rheinbahn-Netz

(cs) Am Dienstag, 10. März, kommt es aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr in Düsseldorf und der Region.

Kaum Fahrten im gesamten Netz

An Streiktagen gilt grundsätzlich:
U-Bahnen und Straßenbahnen fahren nicht. Auch bei den Buslinien gibt es nur ein stark eingeschränktes Angebot. Nur wenige Linien sind unterwegs – diese sind am Ende der Seite aufgeführt. Schulbusse fallen komplett aus.

Betroffen ist das gesamte Netz der Rheinbahn. Dazu zählen:

  • die Stadt Düsseldorf
  • der Kreis Mettmann
  • die Stadt Meerbusch
  • Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen

KundenCenter geschlossen

Die KundenCenter bleiben am Streiktag geschlossen.
Auch die Verwaltung ist nur eingeschränkt erreichbar.

Keine Mobilitäts- und Anschlussgarantie

Aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite entfallen an Streiktagen sowohl die Mobilitätsgarantie als auch die Anschlussgarantie.

Alternativen prüfen

Es empfiehlt sich, Fahrten frühzeitig zu planen und alternative Wege einzuplanen. Alle Verbindungen, die trotz Streiks angeboten werden können, erscheinen in der Fahrplanauskunft sowie in der Rheinbahn App.

Der On-Demand-Service flexy ist vom Streik nicht betroffen und steht weiterhin zur Verfügung. Aufgrund der voraussichtlich höheren Nachfrage kann es jedoch zu längeren Wartezeiten kommen.

Weitere Mobilitätsangebote für Düsseldorf sind in der App redy gebündelt.

Regional- und S-Bahnen fahren

Regionalbahnen und S-Bahnen sind vom Streik nicht betroffen und verkehren planmäßig.

Aus Düsseldorf in die Welt: Neue 5G-Datenautobahn für Fotografen – Schluss mit Funk-Frust im Stadion!

Skizze: Vodafone

(cs) Wer schon mal in einem vollen Stadion war, kennt das Problem: Tausende Menschen sind gleichzeitig online. Nichts geht mehr. Fotos verschicken? Dauert ewig! Jetzt gibt es eine Lösung.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigen die Düsseldorfer Unternehmen Vodafone, Ericsson (beide Mitglied in der Unternehmerschaft Düsseldorf) und Sony eine echte Weltneuheit: Fotografen bekommen im 5G-Netz ihre eigene Datenautobahn!

Eigene Spur nur für Fotos

Die Technik heißt „Network Slicing“. Klingt kompliziert – ist aber einfach erklärt:

Im 5G-Netz wird ein eigener Bereich reserviert. Nur für die Bilder der Fotografen.
Heißt: Keine Staus mehr. Keine Wartezeiten. Fotos kommen blitzschnell an – selbst wenn 50.000 Fans gleichzeitig posten.

Gerade bei Sport-Events oder Konzerten ist das wichtig. Profis müssen ihre Action-Bilder in Sekunden an Redaktionen und Agenturen schicken.

So funktioniert’s

Die Fotografen nutzen spezielle Kameras von Sony. Dazu gibt es ein tragbares Übertragungsgerät (PDT-FP1) und eine App.

Über das 5G-Netz von Vodafone gehen die Bilder direkt in die Cloud.
Im Hintergrund arbeiten programmierbare Schnittstellen (APIs) und Technik der Ericsson-Tochter Vonage.

Das Besondere: Diese 5G-Funktion kann flexibel gebucht und für einen bestimmten Zeitraum aktiviert werden. Wie eine extra Spur auf der Autobahn – nur für dich.

Präsentation in Barcelona

Vom 2. bis 5. März 2026 zeigen die drei Technik-Riesen ihre Lösung im Ausstellungsbereich von Ericsson in Halle 2 auf dem Mobile World Congress.

Homeoffice-Update: Anteil bleibt stabil – auch in Düsseldorf setzt sich das hybride Modell durch

Auch in Düsseldorf zeigt sich: Das hybride Arbeiten hat sich etabliert. Symbolfoto: DAK

(cs) Der Homeoffice-Anteil in Deutschland verharrt auf einem konstanten Niveau. Im Februar arbeiteten 24,3 Prozent aller Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des ifo Institut. Zum Vergleich: Im März 2021 war mit 32,3 Prozent der Höchststand erreicht worden, im August 2024 mit 23,4 Prozent der bislang niedrigste Wert.

„Seit 2022 arbeiten etwa ein Viertel aller Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice“, sagt ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. „Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den Branchen bleibt die Homeoffice-Nutzung auch innerhalb der einzelnen Sektoren weitgehend konstant.“ Einzelne Unternehmen mit verschärften Präsenzregeln seien kein Trendbruch: „Das Homeoffice ist und bleibt etabliert.“

Deutliche Branchenunterschiede

Besonders hoch ist der Homeoffice-Anteil in der Dienstleistungsbranche mit 34,9 Prozent. Spitzenreiter sind IT-Dienstleister (76,4 Prozent) sowie Unternehmensberatungen (67,6 Prozent).

Im Verarbeitenden Gewerbe arbeiten 15,4 Prozent zumindest teilweise mobil. Innerhalb der Industrie liegt die Automobilbranche mit 24,2 Prozent vorne, gefolgt von Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten mit 21,9 Prozent.

Im Handel ist mobiles Arbeiten naturgemäß seltener: 12,6 Prozent insgesamt, wobei der Großhandel (17,3 Prozent) deutlich vor dem Einzelhandel (5,9 Prozent) liegt. Schlusslicht bleibt die Baubranche mit 4,5 Prozent.

Düsseldorfer Unternehmen setzen auf klare Regeln

Auch in Düsseldorf zeigt sich: Das hybride Arbeiten hat sich etabliert – allerdings mit verbindlicheren Leitplanken.

Beim Konsumgüterhersteller Henkel müssen Mitarbeitende mindestens drei Tage pro Woche im Büro präsent sein. Ähnlich handhabt es die Deutsche Telekom: Auch hier sind drei Präsenztage vorgesehen, Führungskräfte sollen sogar an vier Tagen vor Ort sein.

Vodafone hat im April die zuvor praktizierte „totale Freiheit“ beendet. Künftig sind acht Bürotage im Monat verpflichtend. Teams können die konkreten Tage selbst festlegen, eine sechsmonatige Übergangsfrist sowie Härtefallregelungen sind vorgesehen. Deutschlandchef Marcel de Groot betont: „Unsere Kultur lebt von echten Begegnungen.“

Internen Umfragen zufolge kommen 44 Prozent der Beschäftigten vor allem wegen sozialer Kontakte ins Büro. 40 Prozent schätzen persönliche Team-Meetings. Nur 14 Prozent nennen die eigentliche Arbeit als Hauptgrund für ihre Anwesenheit.

Auch der Versicherer Ergo erlaubt bis zu 50 Prozent Homeoffice, wirbt jedoch gezielt mit Angeboten wie Yoga-Kursen oder attraktiven Kantinenkonzepten für mehr Präsenz. Besonders bei neuen Mitarbeitenden wird auf häufigere Anwesenheit im Büro geachtet, um Integration und Unternehmenskultur zu stärken.

Das 2+3-Modell setzt sich durch

Unterm Strich zeichnet sich ein klares Bild ab: Der Trend geht zum strukturierten hybriden Modell – häufig zwei Tage mobiles Arbeiten und drei Tage im Büro. Ein Ansatz, den wir in den Arbeitgeberverbänden bereits seit Corona propagieren. Er verbindet Flexibilität mit Planbarkeit und persönlichem Austausch.

Homeoffice ist damit weder Auslaufmodell noch Allheilmittel, sondern fester Bestandteil einer neu austarierten Arbeitswelt.


Fünf Tipps für Unternehmen

  1. Klare Leitplanken statt völliger Freiheit
    Transparente Regelungen zu Präsenztagen schaffen Planungssicherheit und Fairness im Team.

  2. Teamorientierte Festlegung der Bürotage
    Wenn Teams ihre gemeinsamen Präsenztage selbst bestimmen, steigt die Akzeptanz.

  3. Büro als Mehrwert gestalten
    Soziale Begegnungen, kreative Workshops und attraktive Angebote machen das Büro zum Anziehungspunkt.

  4. Onboarding in Präsenz stärken
    Neue Mitarbeitende profitieren besonders von persönlicher Begleitung und häufigerer Anwesenheit.

  5. Regelmäßig evaluieren
    Interne Befragungen helfen, Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und Modelle anzupassen.

Mit Rheinmetall entsteht ein „Systemhaus für die Marine“.

(cs) Deutschland bekommt ein neues maritimes Schwergewicht: Mit der vollständigen Übernahme von NVL durch Rheinmetall in Düsseldorf entsteht ein nationales Systemhaus für die Marine – mit dem Anspruch, hochmoderne Überwasserschiffe, Küstenwachboote und autonome maritime Systeme aus einer Hand zu entwickeln und zu fertigen. Mit der Übernahme von NVL setzt Rheinmetall ein deutliches Zeichen: Die Zukunft der maritimen Verteidigung liegt in integrierten, digitalisierten und technologisch führenden Systemlösungen.

Das neue Systemhaus der Marine steht für gebündelte Kompetenz, strategische Weitsicht – und den Anspruch, Deutschlands Rolle auf See nachhaltig zu stärken. Nach der Ankündigung im September 2025 und der Vertragsunterzeichnung im Oktober 2025 wurden nun alle kartellrechtlichen Freigaben erteilt. Zum 1. März 2026 ist die Transaktion offiziell vollzogen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Ein Systemhaus für die See

Mit dem Zusammenschluss bündelt Rheinmetall seine Technologiekompetenz mit der jahrzehntelangen Schiffbau-Expertise von NVL. Ziel ist nicht weniger als der Aufbau eines integrierten deutschen Systemhauses für die Marine – also eines Anbieters, der das komplette Fähigkeitsspektrum abdecken kann:

  • Entwicklung und Bau hochmoderner Marineschiffe
  • Küstenwach- und Spezialboote
  • Autonome Überwassersysteme
  • Digitale Führungs- und Einsatzsysteme
  • Sensorik, Elektronik und Effektoren

Damit erweitert Rheinmetall sein Portfolio strategisch in der Domäne See – und positioniert sich künftig domänenübergreifend: zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum.

Strategischer Schritt mit Signalwirkung

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, spricht von einem Meilenstein: Mit der Verbindung beider Kompetenzen entstehe ein leistungsfähiger Komplettanbieter für hochmoderne Überwasserschiffe. Gleichzeitig leiste der Konzern einen substanziellen Beitrag zur Stärkung der maritimen Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der NATO-Partner.

In einer Zeit geopolitischer Spannungen und wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen gewinnt die maritime Dimension zunehmend an Bedeutung. Der Schutz von Seewegen, kritischer Infrastruktur und Küstenregionen rückt stärker in den Fokus. Entsprechend steigen die Budgets für maritime Beschaffungsvorhaben in Europa deutlich an.

Digitale Schlagkraft auf See

Was den neuen Verbund besonders macht, ist der technologische Ansatz: Rheinmetall steht für integrierte Systemlösungen mit hochmoderner digitaler Infrastruktur. Künftig sollen Plattform, Elektronik, Sensorik und Wirksysteme noch enger verzahnt werden.

Die Vision: Marineschiffe als vernetzte, hochdigitalisierte Gefechtssysteme – interoperabel mit anderen Teilstreitkräften, NATO-kompatibel und vorbereitet auf hybride Bedrohungsszenarien.

Autonome Systeme spielen dabei eine immer größere Rolle. Unbemannte Überwassereinheiten können Aufklärung übernehmen, Minenabwehr unterstützen oder in riskanten Einsatzräumen operieren, ohne Personal zu gefährden. Auch hier eröffnet die Kombination aus Schiffbau-Know-how und Systemintegration neue Möglichkeiten.

Stärkung des Industriestandorts Deutschland

Neben der sicherheitspolitischen Dimension ist die Übernahme auch industriepolitisch relevant. Mit dem Aufbau eines starken maritimen Systemhauses in Deutschland wird Wertschöpfung gebündelt, technologische Souveränität gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Verteidigungsmarkt ausgebaut.

Der Schritt unterstreicht zudem Rheinmetalls Ambition, sich als umfassender Anbieter für Verteidigungstechnologie in Deutschland und Europa zu etablieren – mit einer klaren strategischen Ausrichtung auf Wachstum in allen militärischen Domänen.

Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ – Episode 195 – Telefonische Krankschreibung auf dem Prüfstand!

 

Alexander Jarre Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Aktuelle Rechtsprechung, exklusive Hintergrundinformationen und die fundierte Bewertung eines ausgewiesenen Experten: In Episode 195 des Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“ spricht Rechtsanwalt Alexander Jarre (Foto), Arbeitsrechtsexperte der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, über ein hochrelevantes Thema mit besonderer Bedeutung für Unternehmen und Führungskräfte: die telefonische Krankschreibung.

Aktuell sind Arbeitnehmer noch berechtigt, sich unter bestimmten Voraussetzungen von einem Arzt telefonisch krankschreiben zu lassen. Das könnte sich allerdings bald ändern. Die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen der Krankschreibung sowie die Folgen einer fehlerhaften Krankschreibung beleuchten wir in unserem aktuellen Podcast.

Was bedeuten dies für die betriebliche Praxis? Wo lauern Risiken – und wo entstehen neue Handlungsspielräume? Alexander Jarre ordnet die Entwicklungen verständlich ein und gibt konkrete Impulse für den unternehmerischen Alltag.

Host Christoph Sochart führt durch das Gespräch. Produziert wird der Podcast von Streamboxstudios, Produzent ist Frank Wiedemeier. Wenn Ihnen gefällt, was Sie hören, dann empfehlen Sie uns gerne weiter. Uns gibt es überall, wo es gute Podcasts gibt – und auf www.unternehmerschaft.de.