Tarifergebnis in der chemische Industrie

IGBCE und BAVC haben sich auf ein zweistufiges Tarifpaket verständigt, das den Unternehmen Planungssicherheit bis ins erste Quartal 2026 garantiert. Die Beschäftigten erhalten 2,0 Prozent mehr Geld ab 1. September 2024 sowie weitere 4,85 Prozent ab 1. April 2025. Die Laufzeit beträgt 20 Monate. Die zweite Stufe der Entgelterhöhung ist flexibilisiert; sie kann aus wirtschaftlichen Gründen um bis zu drei Monate verschoben werden. Zur Stärkung der beiderseitigen Tarifbindung haben sich IGBCE und BAVC darauf verständigt, den sozialpartnerschaftlichen Kurs der Branche fortzusetzen und gewerkschaftliches Engagement stärker zu honorieren. Darüber hinaus wird der Bundesentgelttarifvertrag, der insbesondere die Eingruppierung der Beschäftigten regelt, schrittweise modernisiert. Die Einigung gilt für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten.

BAVC-Präsidentin Scharpwinkel: „Eine gute Sozialpartnerschaft auch unter schwierigen Rahmenbedingungen“

„Wir haben eine sehr schwierige Tarifrunde in der dritten bundesweiten Verhandlung gemeinsam abschließen können“, kommentiert BAVC-Präsidentin Katja Scharpwinkel. „Standort und Beschäftigung in Deutschland stehen vor großen strukturellen Herausforderungen, die unsere Branche meistern muss. Für diesen hart erarbeiteten Kompromiss mussten sich beide Seiten erheblich aufeinander zubewegen. Aber es wird deutlich, was wir durch eine gute Sozialpartnerschaft auch unter schwierigen Rahmenbedingungen leisten können. Es geht darum, Unternehmen und Beschäftigten Sicherheit und Perspektiven zu geben. Darauf können wir aufbauen, um die Transformation zu einer nachhaltigen Chemie-Industrie erfolgreich zu gestalten.“

Arbeitgeber-Verhandlungsführer Bürk: „Tragfähiger Kompromiss“

„Dieser Tarifabschluss ist ein tragfähiger Kompromiss, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt. In der Entgeltfrage gehen wir zweifellos an die Grenze der Belastbarkeit. Aber wir verbinden langfristige Planungssicherheit mit Flexibilität für Unternehmen in einer kritischen Lage“, fasst BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk zusammen. „Besonders viel Fingerspitzengefühl haben wir bei der Frage gebraucht, wie wir die Tarifbindung auf beiden Seiten stärken. Für uns ist wichtig, dass wir das Prinzip ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ nicht antasten und so das Risiko einer Spaltung der Belegschaften minimieren. Indem wir unsere Schlichtungsregelung unverändert fortführen und gewerkschaftliches Engagement spürbar wertschätzen, zeigen wir unmissverständlich, dass die Chemie ihrem sozialpartnerschaftlichen Kurs treu bleibt.“

Entgelt: 2,0 Prozent ab 1.9.2024 und 4,85 Prozent ab 1.4.2025 / Laufzeit 20 Monate

Der Entgeltkompromiss sieht vor, dass die Entgelte ab 1. September 2024 in der ersten Stufe um 2,0 Prozent erhöht werden. Die zweite Stufe der Entgelterhöhung greift ab 1. April 2025 und beträgt 4,85 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen entsprechend. Die Gesamtlaufzeit beträgt 20 Monate bis Ende Februar 2026.

Entlastung für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Für Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sieht der Tarifvertrag Entlastungen vor. Die zweite Stufe der Entgelterhöhung ist flexibilisiert. Sie kann aus wirtschaftlichen Gründen um bis zu drei Monate verschoben werden. Bei roten Zahlen wird die Entgelterhöhung um zwei Monate verschoben, bei einer Nettoumsatzrendite unter drei Prozent um einen Monat. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung sind drei Monate Verschiebung möglich.

Stärkung der beiderseitigen Tarifbindung 

Zur Stärkung der Tarifbindung auf beiden Seiten haben sich IGBCE und BAVC darauf verständigt, den sozialpartnerschaftlichen Kurs der Branche fortzusetzen und gewerkschaftliches Engagement stärker zu honorieren. Mit der unveränderten Fortschreibung der chemie-spezifischen Schlichtungsregelung setzen IGBCE und BAVC weiter auf einen dezidiert sozialpartnerschaftlichen Interessenausgleich. Im Unterschied zu anderen Branchen ist in der Chemie-Schlichtungsregelung weiterhin kein externer Schlichter vorgesehen. Ein mit Mehrheit verabschiedeter Schlichtungsspruch ist unmittelbar als Tarifvertrag verbindlich. Bis zum erfolglosen Abschluss einer Schlichtung gilt Friedenspflicht. Die Schlichtungsvereinbarung kann nicht vor Ende 2026 gekündigt werden.

Im Gegenzug erhalten aktive Mitglieder der IGBCE ab 2025 einen Zeitausgleich im Umfang von einem Arbeitstag pro Jahr für ihr gewerkschaftliches Engagement. Für 10, 25, 40 oder 50 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft erhalten aktive IGBCE-Mitglieder im entsprechenden Jahr zudem einen Zeitausgleich von einem weiteren Arbeitstag. So soll dem Einsatz für Sozialpartnerschaft und Tarifbindung Rechnung getragen werden, wie er durch das gewerkschaftliche Engagement zum Ausdruck kommt.

Update für den BETV sowie Modernisierung der Tarifverträge schrittweise bis 2030

Bei dem für die Eingruppierung der Beschäftigten ausschlaggebenden Bundesentgelttarifvertrag (BETV) haben sich IGBCE und BAVC auf erste Modernisierungsschritte verständigt. So ist ab 1. September 2024 die Textform ausreichend statt der bisher notwendigen Schriftform. Damit können etwa Entgeltabrechnungen digital ausgegeben werden. Auch wurden Berufsbezeichnungen aktualisiert und Regelungen zur Höhergruppierung angepasst. Außerdem ist die Nutzung des Entgeltkorridors, mit dem die Entgelte mit Zustimmung der Tarifparteien um bis zu zehn Prozent abgesenkt werden können, künftig unbefristet möglich. Das eröffnet Unternehmen mit strukturellen Problemen mehr Planungssicherheit.

Zudem starten IGBCE und BAVC einen strategischen Prozess zur Modernisierung der Tarifverträge der chemischen Industrie. Ziel ist es, die tarifvertraglichen Regelungen bis zum Jahr 2030 an die Herausforderungen der sich stetig ändernden Arbeitswelt und die strukturellen Veränderungen in der Branche anzupassen. Perspektivisch sollen die Chemie-Tarifverträge einfacher werden, indem Komplexität und Regelungstiefe reduziert werden. Im Rahmen des Prozesses sollen auch die regional erarbeiteten Vorschläge zur Stärkung der beiderseitigen Tarifbindung aufgegriffen werden.

Talent-Sharing für die Chemie-Branche: Online-Plattform sichert Fachkräfte in der Transformation

In Zeiten der Transformation investieren IGBCE und BAVC zusätzlich in die Fachkräftesicherung der Chemie- und Pharmabranche. Über den Unterstützungsverein der Chemischen Industrie (UCI) fördern die Chemie-Sozialpartner bundesweit die Einrichtung regionaler Fachkräfteradare. Dabei handelt es sich um eine Online-Plattform, bei der Betriebe ihre Mitarbeitenden und Ausbildungsabsolventen, die sie nicht mehr beschäftigen können, anderen Unternehmen in der Branche weiterempfehlen, die nach Fachkräften suchen. So können Talente in der chemisch-pharmazeutischen Industrie gehalten und die Sozialpartnerschaft gestärkt werden. Die Idee eines Fachkräfteradars wurde ursprünglich von HessenChemie für Ausbildungsabsolventen zusammen mit dem Anbieter stafftastic entwickelt und pilotiert, in der Folge vom Landesausschuss der ChemieArbeitgeber NRW aufgegriffen und um zusätzliche Zielgruppen erweitert.

Kommunalwahl in Düsseldorf 2025: Eine spannende Wahl steht bevor – wird es eine neue Koalition geben?

Gemeinderat, Stadtrat und der Kreistag – diese kommunalen Vertretungen in Nordrhein-Westfalen werden alle fünf Jahre bei der Kommunalwahl in NRW gewählt. Zeitgleich zur Kommunalwahl findet auch die Bürgermeisterwahl in NRW statt, ebenso wie die Wahl der Bezirksvertretungen in kreisfreien Städten wie Düsseldorf. Die nächsten Wahlen werden voraussichtlich im September oder Oktober 2025 (Stand heute) abgehalten. Unsere Redaktion gibt einen Überblick über die Kandidatinnen und Kandidaten aus der Perspektive der Wirtschaft.

von links: Clara Gerlach (Grüne), Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (CDU), Fabian Zachel; Fotos: Frank Wiedemeier & privat

In Düsseldorf treten Clara Gerlach (Grüne; Foto links), Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (CDU; Mitte) und Fabian Zachel (SPD; rechts) zur Wahl an. Jede Wahl bringt ihre eigene Spannung mit sich, und diese Wahl verspricht besonders interessant zu werden, insbesondere hinsichtlich möglicher neuer Koalitionen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass es zwischen CDU und den Grünen spätestens seit der Diskussion um die neue Oper zu Spannungen gekommen ist. Kürzlich einigten sich die Fraktionen von CDU, SPD und FDP ohne die Grünen auf einen Opern-Neubau am Wehrhahn. Die Grünen lehnen den Neubau ab, da er zu teuer sei und dieses Geld ihrer Meinung nach besser in andere Projekte, wie beispielsweise den Wohnungsbau, investiert werden sollte.

Eine neue Koalition?

Nach wie vor spekulieren die Kolleginnen und Kollegen der Medien bereits über eine Koalition OHNE die Grünen.  Das aber ist natürlich heute viel zu früh, denn am Ende sind die Wahlergebnisse im Spätsommer 2025 entscheidend. Schauen wir zurück auf die Ergebnisse der Europawahl 2024: Die drei stärksten Parteien in Düsseldorf waren die CDU (fast 25%), die Grünen mit knapp 19% und die SPD (etwas mehr als 14%). Die FDP erhielt rund 11%. Die AFD (etwas über 8%) gewann vor allem in Stadtteilen wie Garath an Stimmen. Auch wird interessant, was sich im rechten Bereich in den kommenden Monaten tun wird. Mit unter 5% spielt das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ bislang kaum eine Rolle. Die größten Verluste verzeichnen, wie oben bereits erwähnt, die Grünen. Hatte die Partei 2019 noch fast 30%, waren es 2024 nur noch knapp 19%. Vielleicht rätseln die Journalistinnen und Journalisten deshalb über „neue Netzwerke“. Zusammenfassend sind dennoch die CDU, die SPD, die FDP und die Grünen interessant für mögliche Koalitionen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen 2025

Die erneute Kandidatur von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wurde bereits im Januar 2024 bekanntgegeben. Seine Schwerpunktthemen sind Recht, Ordnung und Wirtschaft. Er pflegt insbesondere enge Kontakte zur Unternehmerschaft und den Arbeitgeberverbänden.

Für die SPD geht Fabian Zachel ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Die Findungskommission der Partei hat den 39-Jährigen als Kandidaten bestätigt. Zachel ist derzeit Head of Public Affairs beim Flughafen Düsseldorf und war zuvor persönlicher Referent von Thomas Geisel. Sein Name kursierte bereits vor einem Jahr als möglicher SPD-Kandidat, als auch Geisel ein Comeback in Erwägung zog. Geisel ist inzwischen ins Europaparlament für das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ gewählt worden. Vor seinem Wechsel zum Flughafen war Zachel kurzzeitig Projektleiter für die Tour de France. Zudem ist er Vorsitzender der Initiative „Zukunft durch Industrie“.

Clara Gerlach komplettiert das Trio der Kandidaten. Ihre Schwerpunkte sind Bildung und Kultur. Sie ist kulturpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion und seit 2020 Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf. Im Bildungsbereich ist sie für uns eine aktive Gesprächspartnerin, und zuletzt führten wir mit ihr ein interessantes Gespräch zum Thema MINT in ihrem Büro mit Blick auf den Rhein. Gerlach ist Lehrerin für Kunst und Deutsch.

Zusammenfassung

Dr. Stephan Keller, der amtierende Oberbürgermeister, hat seine erneute Kandidatur im Januar 2024 bekanntgegeben. Seine Hauptthemen sind Recht, Ordnung, Wirtschaft und Bildung. Keller pflegt enge Beziehungen zur Unternehmerschaft und den Arbeitgeberverbänden.

Für die SPD tritt Fabian Zachel an. Er ist zur Zeit Head of Public Affairs beim Flughafen. War vor über zehn Jahren Vorsitzender des Ortsvereins in Gerresheim und kandidierte 2014 erfolglos für den Stadtrat. Er ist auch Vorsitzender der Initiative „Zukunft durch Industrie“.

Clara Gerlach, die dritte Kandidatin, legt ihren Schwerpunkt auf Bildung und Kultur. Als kulturpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion und seit 2020 Bürgermeisterin von Düsseldorf engagiert sie sich stark im Bildungsbereich und ist Lehrerin für Kunst und Deutsch.

Die FDP hat sich nach unseren Informationen noch nicht auf eine/n Kandidaten/in geeinigt. Genannt wird immer wieder der Name Ulf Montanus.

Christoph Sochart (Fotos: Frank Wiedemeier & privat)

EURO 2024 Playoffs in Gelsenkirchen: Ein Highlight im Wirtschaftspavillon – Michael Grütering: „Die EURO 2024 ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch eine großartige Gelegenheit für unsere Region, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren“

Bisher gab es drei Vorab-EM-Partys im Vorfeld der EURO-2024-Spiele in Gelsenkirchen in unserer dortigen Geschäftsstelle. Die besten Fotos von Frank Wiedemeier gibts heute in dieser Ausgabe.

Die EURO 2024 und mit ihr die spannenden Playoffs stehen auf dem Programm. Dieses Ereignis , das Playoff in Gelsenkirchen, bietet den perfekten Anlass für unseren dritten Wirtschaftspavillon, einem exklusiven Empfang vor dem EM-Spiel in der beeindruckenden Veltins-Arena. Für alle EURO-Spiele in Gelsenkirchen wird in unserer Gelsenkirchener Geschäftsstelle ein Empfang für alle teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer organisiert.

Die „Vor-Party“ im Wirtschaftspavillon

Die Gastgeber, die Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe, unterstützt von der Stadt Gelsenkirchen, dem Fußballverein Schalke 04 und der IHK, boten ihren Gästen ein vielfältiges und spannendes Programm. Moderiert wurde die Veranstaltung von Lisa Marie Schelig, während Frank Wiedemeier die technische Leitung übernahm.

Begrüßungsrede des Hauptgeschäftsführers

Michael Grütering, der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände, hielt die Begrüßungsrede. In seinem Grußwort hob er die Bedeutung der EURO 2024 für die Region hervor und betonte die wichtige Rolle der Arbeitgeberverbände bei der Unterstützung und Förderung solcher Großereignisse. „Die EURO 2024 ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch eine großartige Gelegenheit für unsere Region, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren“, erklärte Grütering.

Netzwerken im Mittelpunkt

Ein zentrales Element der Veranstaltungen im Wirtschaftspavillon ist das Netzwerken. Bei einem leckeren Imbiss haben die Gäste die Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die gelöste und freundliche Atmosphäre bietet den idealen Rahmen für angeregte Gespräche und den Ausbau beruflicher Netzwerke. Unternehmerinnen und Unternehmer können hier in entspannter Umgebung Geschäftsbeziehungen vertiefen und neue Kooperationen initiieren.

Vielfältiges Programm und kulinarische Genüsse

Das Programm des Empfangs ist vielseitig gestaltet und bietet den Gästen eine Mischung aus Unterhaltung und informativen Inhalten. Neben den Reden und Networking-Möglichkeiten sorgt ein kulinarisches Angebot für das leibliche Wohl der Teilnehmer. Von regionalen Spezialitäten bis hin zu internationalen Köstlichkeiten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Unterstützung und Zusammenarbeit

Die erfolgreiche Durchführung des Wirtschaftspavillons wäre ohne die Unterstützung der Stadt Gelsenkirchen, des Fußballvereins Schalke 04 und der IHK nicht möglich gewesen. Diese Kooperation zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit und gemeinsames Engagement für die Organisation und Durchführung solcher Großereignisse sind. Gemeinsam setzen sie ein starkes Zeichen für die Region und ihre wirtschaftliche Bedeutung.

Fazit

Die EURO 2024 Playoffs in Gelsenkirchen bieten nicht nur spannenden Fußball, sondern auch eine hervorragende Gelegenheit für Unternehmerinnen und Unternehmer, sich in einem exklusiven Rahmen zu vernetzen und auszutauschen. Der Wirtschaftspavillon, organisiert von den Arbeitgeberverbänden Emscher-Lippe, ist der ideale Ort, um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Geschäftsbeziehungen zu pflegen und die Bedeutung der EURO 2024 für die Region zu feiern. Wir freuen uns auf viele angeregte Gespräche und einen unvergesslichen Abend in der Veltins-Arena.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und erfahren Sie mehr über unsere Veranstaltungen zur EURO 2024 auf unserer Webseite. Wir freuen uns, Sie bei unserem nächsten Empfang begrüßen zu dürfen!

Nachfolgend Fotos von Frank Wiedemeier:

EM2024

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Flughafen baut neue Feuerwehrwache – Fertigstellung Spätsommer 2025

Sicherheit hat im Luftverkehr oberste Priorität. Damit die rund 200 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner weiterhin rund um die Uhr zu 112 Prozent einsatzbereit sind und einen attraktiven Arbeitsplatz vorfinden, investiert der Düsseldorfer Flughafen 60 Millionen Euro in den Bau einer neuen Hauptfeuerwache. Sie wird ab Inbetriebnahme voraussichtlich im dritten Quartal 2025 zu den modernsten Deutschlands gehören. Gestern feierte der Airport mit der Grundsteinlegung in unmittelbarer Nähe zum östlichen Vorfeld einen wichtigen Meilenstein seines größten Bauvorhabens seit über zwei Jahrzehnten.

Dr. Rolf Pohlig, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Flughafens, Pradeep Pinakatt, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor des Düsseldorfer Flughafens, Stefan Beitelsmann, Leiter Infrastruktur am Flughafen, Sven Pries, Leiter der Flughafenfeuerwehr, Jörg Galka, Geschäftsführer der Rotterdam Bau GmbH, und Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens (v.l.n.r.).
Foto: Flughafen Düsseldorf / Giulio Coscia

„Unsere Vorfreude auf die neue Hauptfeuerwache ist groß. Sie wird auf einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern auf vier Stockwerken den gestiegenen Anforderungen rund um Funktionsstärke, Fahrzeuge und Ausrüstung voll gerecht, und die Abläufe werden noch effizienter. Eine zukunftsfähige Infrastruktur und beste Arbeitsbedingungen bringen uns einen Schritt weiter auf dem Weg zum exzellenten Flughafen. Die neue Wache wird die Attraktivität unserer Feuerwehr als Arbeitgeber noch einmal steigern“, sagt Lars Redeligx, Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens.

„Nach langen, detaillierten Vorbereitungen durch ein hervorragendes Team des Flughafens wird das Zukunftsprojekt Realität – und das feiern wir. Die ersten Überlegungen zum Neubau der Feuerwache wurden bereits weit vor der Corona-Pandemie angestellt. In den folgenden, so schweren Jahren für die gesamte Luftverkehrsbranche hat der Airport die Planungen unbeirrt konkretisiert. Aufsichtsrat und Gesellschafter haben dieses wichtige und wegweisende Projekt über all die Zeit gerne unterstützt, denn die Zufriedenheit und Sicherheit der Reisenden und der hier beschäftigten Menschen sind ein hohes Gut“, so Dr. Rolf Pohlig, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Flughafens.

„Nachdem wir 2015 bereits die neue Polizeiwache am Flughafen errichten durften, scheint es uns knapp zehn Jahre später fast logisch, auch die neue Feuerwache bauen zu dürfen. Wir freuen uns sehr, bei diesem höchst ambitionierten Projekt dabei sein zu können“, ergänzt Jörg Galka, Geschäftsführer der ausführenden Firma Rotterdam Bau GmbH.

Herzstück der neuen Wache wird eine Leitwarte mit neuester Technik. Erfüllt werden höchste sicherheitstechnische Standards. Ausgestattet mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, Solarthermie für die Warmwasseraufbereitung, Wärmepumpen für die Unterstützung des Heiznetzes sowie einem Gründach trägt das Gebäude zudem zur weiteren Reduzierung des CO2-Fußabdrucks des Flughafens bei. 23 Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge im Gebäude- und Flugzeugbrandschutz, fünf Stellplätze für Rettungsfahrzeuge, Werkstätten, Aufenthalts- und Sozialräume, Sport- und Trainingsmöglichkeiten inklusive einer Atemschutz-Übungsstrecke sowie eine integrierte Kleiderkammer heben die Arbeit der Feuerwehr auf ein neues Niveau.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche würdigt Schulen bei Verleihung des Berufswahlsiegels

Die Vodafone Skylounge wurde am Montag (24.06.) zum größten Klassenzimmer unserer Stadt: die diesjährigen Berufswahlsiegel wurden an elf herausragende Schulen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann verliehen. Das Gütesiegel, das vor 25 Jahren in Düsseldorf gegründet wurde und heute das größte deutsche Schulprojekt seiner Art ist, würdigt Schulen für ihre besonderen Leistungen in der beruflichen Orientierung. Ausrichter ist die Stiftung Pro Ausbildung. Über die Vergabe entscheiden ausgewählte Düsseldorferinnen und Düsseldorf vertreten aus Unternehmen, den Organisationen der Wirtschaft sowie aus der Eltern- und Schülerschaft. Insgesamt wurden diesmal elf Schulen ausgezeichnet.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hob in seiner Ansprache zur Verleihung des Berufswahlsiegels die Bedeutung dieser Auszeichnung hervor. Er betonte, dass das Berufswahlsiegel mehr als nur eine Ehrung ist – es symbolisiert die engagierte Zusammenarbeit von Schulen, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften, Jury-Mitgliedern und Unternehmen in unserer Region. Hintzsche würdigte die kontinuierlichen Bemühungen und herausragenden Leistungen in der beruflichen Orientierung, die jungen Menschen helfen, erfolgreich ihren Weg in die Berufswelt zu finden. Er bedankte sich herzlich bei den Schulen, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Lehrkräften, den Jury-Mitgliedern und den Unternehmen, die alle einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Nachhaltigkeit der beruflichen Orientierung leisten.

Besonders beeindruckte ihn die Entwicklung hin zur Lebensorientierung, die nicht nur auf die berufliche Vorbereitung abzielt, sondern alle Lebensbereiche der jungen Menschen berücksichtigt. Diese umfassende Vorbereitung befähigt die Schülerinnen und Schüler, selbstbewusst und eigenverantwortlich ihren Lebensweg zu gestalten, und vermittelt ihnen neben fachlichen Kompetenzen auch soziale Fähigkeiten, Teamarbeit, Selbstmanagement und kritisches Denken. Die Berufswahlsiegel-Auszeichnung fördert somit nicht nur die berufliche Zukunft, sondern auch ein erfülltes und sinnstiftendes Leben der jungen Generation, so Hintzsche.

Das Berufswahlsiegel zeichnet Schulen aus, die sich in besonderer Weise um die berufliche Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler verdient gemacht haben. Es ist ein Gütesiegel, das Schulen für ihre herausragenden Konzepte und Maßnahmen im Bereich der Berufsorientierung würdigt und sichtbar macht. Diese Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur eine exzellente Vorbereitung auf den Einstieg in die Arbeitswelt, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Hinter dieser wichtigen Auszeichnung steht die Stiftung Pro Ausbildung. Die Stiftung setzt sich gemeinsam mit der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt seit vielen Jahren dafür ein, die Bildungslandschaft zu fördern und jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Mit Initiativen wie dem Berufswahlsiegel unterstützt die Stiftung Schulen dabei, innovative und praxisnahe Berufsorientierungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Alle ausgezeichneten Schulen gibt es im Netz unter www.stiftung-proausbildung.de.

Alle ausgezeichneten Siegel-Schulen mit Stadtdirektor Hintzsche und Tanja Dittmer, Vodafone. Alle Fotos: Stiftung Pro Ausbildung/Meyer

Die ausgezeichneten Schulen:

Aus Düsseldorf:

+ Martin-Luther-King-Schule

+ GHS Bernburger Straße
+ Thomas-Edison-Realschule
+ Realschule Benrath
+ Freiherr-vom-Stein-Realschule
+ Justus-von-Liebig-Realschule
+ Georg-Schulhoff-Realschule
+ Dieter-Forte-Gesamtschule
+ Goethe-Gymnasium
+ Comenius-Gymnasium
+ Goethe-Gymnasium
Aus dem Südkreis Mettmann:
+ Konrad-Adenauer-Gymnasium (Langenfeld)


 

ifaa: Fachkräftemangel – Unternehmen können mit KI gegensteuern

Symbolbild für Künstliche Intelligenz (es wurde mit KI generiert)

Rund 1,8 Mio. Stellen blieben in 2023, laut Schätzung der DIHK, unbesetzt. Hinzu kommt die massenhafte Verrentung der Babyboomer aus den 1960er Jahren. Laut den Prognosen des Statistischen Bundesamtes werden 12,9 Mio. Menschen in Deutschland bis 2036 das Renteneintrittsalter erreichen. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass in Unternehmen heute und in Zukunft verstärkt Arbeitskräfte fehlen werden. Auch Migrationsbewegungen können diesen Mangel an Arbeitskraft nicht ausgleichen. Der Fachkräftemangel ist demnach eines der brennendsten Themen in der deutschen Wirtschaft. Bereits jetzt fehlen den Unternehmen Arbeitskräfte. Wenn in den nächsten Jahren die Babyboomer in Rente gehen, wird sich dieser Trend noch verschärfen. „Eine Strategie, mit den Herausforderungen des Arbeitskräfteengpasses umzugehen, kann die Nutzung von KI sein. Denn mit KI-Assistenz, wie wir sie im Projekt KI_eeper* entwickeln, können Arbeitskräfte zukünftig womöglich schneller eingearbeitet werden. Dies verschafft Unternehmen auch mehr Flexibilität bei der Personaleinsatzplanung“, so Nicole Ottersböck wissenschaftliche Expertin am Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft. Im aktuellen Whitepaper der Plattform Lernende Systeme werden, neben KI_eeper, weitere Use Cases aufgeführt, die zeigen, wie mit KI dem Fachkräftemangel begegnet werden kann. (Quelle: ifaa)

Fachkräftesicherung steht im Fokus der Personalplanung deutscher Unternehmen

Symbolfoto: Unternehmerschaft Düsseldorf (KI-generiert)

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) plant jedes achte Unternehmen in Deutschland, neue Mitarbeiter einzustellen. Die Rheinische Post berichtet in ihrer Montagsausgabe (24.06.2024) darüber und betont, dass die Sicherung von Fachkräften bei diesen Unternehmen eine größere Rolle spielt als die Anpassung an Geschäftserwartungen. In der Vergangenheit war es für viele Unternehmen üblicher, ihre Beschäftigungszahlen stärker an den Konjunkturverlauf anzupassen.

In der Studie heißt es, dass in der Gruppe der Unternehmen mit stabiler Produktions-, aber steigender Beschäftigungserwartung, 84 Prozent der Betriebe die Fachkräftesicherung als wichtig erachten. Gleichzeitig bewerten 72 Prozent dieser Gruppe die Arbeitskosten als bedeutend, wobei deren Wichtigkeit sich nicht signifikant von anderen Unternehmen unterscheidet.

Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, dass 90 Prozent der Unternehmen, die die Fachkräftesicherung priorisieren, auch die Wiederbesetzung von Stellen nach Renteneintritt als entscheidend ansehen. Dies verdeutlicht, dass die Unternehmen sich der verschärften Fachkräftesituation durch den Renteneintritt der Babyboomer bewusst sind.

Insgesamt sind in Deutschland der Fachkräftemangel und die Entwicklung der Arbeitskosten zentrale Themen der betrieblichen Personalplanung. Konjunkturelle Schwankungen oder Umstrukturierungen durch den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sind dagegen weniger relevant.

Das IW betont, dass Fachkräftesicherung und Arbeitskostenentwicklung auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Um den Fachkräftemangel und die Lohnkostenentwicklung zu mildern, seien mittelfristig Reformen nötig. Diese umfassen eine längere Lebensarbeitszeit, einen größeren Erwerbsumfang für Zweitverdiener und eine verstärkte qualifizierte Zuwanderung.

Mehr Informationen dazu hier!

Klare, kritische Fragen – deutliche und unverfälschte Antworten: RHEINMETALL-CEO Armin Papperger in unserem Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ – JETZT HÖREN NUR BEI UNS!

Armin Papperger Foto: Frank Wiedemeier

In Folge 149 der „Düsseldorfer Wirtschaft“ berichten wir vom Düsseldorfer Arbeitgebertag. Ein besonderes Highlight war die lebhafte Diskussion mit Armin Papperger, dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG. Papperger erörterte, wie die deutsche Rüstungsindustrie zur Stärkung der sicherheitspolitischen Rolle Deutschlands und zur technologischen Souveränität Europas beitragen kann. Seine Einblicke und Perspektiven fesselten das Publikum und führten zu angeregten Gesprächen im Anschluss.

Heute veröffentlichen wir erstmalig an einem Samstag eine Sonderfolge, damit unsere Zuhörerinnen und Zuhörer am Wochenende die Gelegenheit haben, sich ausführlich mit den spannenden Inhalten zu befassen. Hören Sie einen Zusammenschnitt der wichtigsten Statements von Armin Papperger.

Zu unserer Mediathek!

EURO 2024: Empfang in unserer Gelsenkirchener Geschäftsstelle

Auch beim zweiten Spiel in Gelsenkirchen (Italien-Spanien) gab es eine kleine Warmup-Party in unserer Geschäftsstelle in Gelsenkirchen.

Zu allen EURO-Spielen in Gelsenkirchen gibt es in unserer Gelsenkirchener Geschäftsstelle einen Empfang für alle am jeweiligen Spiel teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die „Vor-Party“ im Wirtschaftspavillion

Die Gastgeber, die Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe, unterstützt von der Stadt Gelsenkirchen, dem Fußballverein Schalke 04 und der IHK, empfingen ihre Gäste mit einem vielfältigen Programm. Die Veranstaltung wurde von Lisa Marie Schelig moderiert, während Frank Wiedemeier die technische Leitung übernahm.

Die Begrüßungsrede hielt zuletzt der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände, Michael Grütering. In seinem Grußwort betonte er die Bedeutung der Euro 2024 für die Region und die Rolle der Arbeitgeberverbände bei der Unterstützung solcher Großereignisse. Auch die Oberbürgermeisterin von Gelsenkirchen, Karin Welge, war anwesend und sprach über die positiven Auswirkungen des Turniers auf die Stadt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht immer das Netzwerken. Bei einem leckeren Imbiss haben  die Gäste Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die gelöste und freundliche Atmosphäre bietet den idealen Rahmen für angeregte Gespräche und den Ausbau beruflicher Netzwerke.

Arbeitgeber locken Fachkräfte mit wachsendem Homeoffice-Angebot – Die deutsche Homeoffice-Hauptstadt ist Düsseldorf

Symbolfoto „Homeoffice“; KIgeneriert

Der Anteil an Stellenanzeigen mit Homeoffice-Möglichkeit hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf knapp 18 Prozent verfünffacht. Auch nach dem Ende der Corona-Pandemie steigt der Anteil von Jobs mit Homeoffice-Angebot deutlich an. Es gibt aber große Unterschiede je nach Beruf: besonders oft kommen Spezialist:innen der IT-Branche zum Zuge. Die deutsche Homeoffice-Hauptstadt ist Düsseldorf. Das zeigt unsere Jobmonitor-Analyse von 55 Millionen Online-Stellenanzeigen seit 2019.

Vor Beginn der Corona-Pandemie spielte Homeoffice in Deutschland so gut wie keine Rolle. 2019 wurde nur in 3,7 Prozent aller Online-Stellenangebote die Möglichkeit zum Homeoffice eröffnet. Bis 2022 stieg das Angebot kräftig auf 16,8 Prozent. Doch auch nach dem Ende der Pandemie wächst das Angebot für das „Remote-Arbeiten“ weiter. Inzwischen liegt es bei 17,6 Prozent der untersuchten Online-Stellenanzeigen. „Wer geglaubt hat, dass nach Corona alle wieder ins Büro zurückkehren, muss erkennen: Homeoffice hat sich in vielen Branchen nicht nur etabliert. Es wird zum wichtigen Argument im Kampf um die Fachkräfte“, sagt unser Arbeitsmarktexperte Gunvald Herdin.

IT-Berufe und Fremdsprachen-Kurse liegen beim Homeoffice weit vorn

Fast schon Standard ist das Angebot in IT-Stellenangeboten. Unter den zehn Berufen mit der höchsten Homeoffice-Quote sind allein sieben Berufe aus dem Bereich Software und IT. Im Jahr 2023 wurden in 62,0 Prozent aller Stellenangebote für Expert:innen in der IT-Anwendungsberatung, in 60,5 Prozent der Stellen für Medieninformatik-Spezialist:innen und in 58,9 Prozent der Expert:innen-Jobs im Bereich IT-Netzwerktechnik Remote-Optionen benannt. Noch davor liegen die Fremdsprachenlehrer:innen mit 72 Prozent. Dies ist vermutlich in der Vielzahl von virtuellen Kursangeboten begründet. Am anderen Ende der Skala rangieren Handwerksberufe von der Fleischverarbeitung (0,2 Prozent) über die Lebensmittelherstellung (0,3 Prozent) bis zum Metallbau (0,4 Prozent). Für sie gibt es ebenso wie für Berufe in der Altenpflege (0,5 Prozent) nachvollziehbarerweise so gut wie keine Alternative zur Arbeit in Präsenz.

Je komplexer die Tätigkeit, desto eher wird Homeoffice angeboten

Für hoch komplexe Expert:innentätigkeiten (mit Diplom/Master) stieg das Angebot für Homeoffice von 2019 bis 2023 besonders stark von 6,6 auf 31,9 Prozent aller Stellen. Ähnlich sieht es bei Spezialist:innentätigkeiten (mit Meister/Bachelor) aus (von 5,9 auf 28,0 Prozent). Deutlich verhaltener fällt der Anstieg für Fachkräfte (mit Berufsausbildung) aus (von 1,7 auf 8,1 Prozent) – aber auch in dieser Gruppe steigt das Angebot weiter kontinuierlich. Anders sieht es bei Helfer:innen- und Anlerntätigkeiten aus. Hier stieg das Homeoffice-Angebot zwischen 2019 und 2022 von 1,2 Prozent auf noch immer sehr moderate 3,7 Prozent – und in 2023 geht es sogar auf 3,1 Prozent zurück.

Quelle: Bertelsmann Stiftung