Wer wieviel Wohngeld bekommt

Der Koalitionsausschuss beschließt aller Voraussicht nach die geplante Wohngeldreform. Bisher erhalten rund 600.000 Haushalte Wohngeld, künftig dürfte ihre Zahl auf zwei Millionen steigen. Neue IW-Berechnungen zeigen, wer in welchem Umfang vom Wohngeld profitiert.

„Wir werden das Wohngeld stärken“: Mit diesen Worten kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz im August an, dass künftig mehr Deutsche von der staatlichen Unterstützung profitieren sollen. Das Wohngeld soll einkommensschwache Haushalte bei den Ausgaben für Miete, Heizung und Warmwasser unterstützen, Ende 2020 gab es bundesweit 618.000 Berechtigte. Damit fristet es neben Sozialleistungen wie Hartz IV ein Nischendasein, zum Vergleich: Hier zählte das Statistische Bundesamt zuletzt 6,9 Millionen Bezieher.

Tausende Haushalte sind berechtigt, stellen aber keinen Antrag

Mit dem Entlastungspaket III soll sich das nun ändern. Künftig sollen Menschen mit mehr Einkommen Wohngeld beziehen können, dadurch steigt die Zahl der Berechtigten auf rund zwei Millionen. Berechtigt wären darüber hinaus viele weitere tausend Haushalte, schon jetzt könnten noch einmal rund 600.000 Haushalte die Unterstützung beziehen – sie haben allerdings keinen Antrag gestellt.

Das Wohngeld beinhaltet mehrere Bausteine: Für Mieterinnen und Mieter gibt es einen Zuschuss zur Kaltmiete, wer in Eigenheim oder einer Eigentumswohnung lebt, wird bei Zins und Tilgung unterstützt. Wer sehr wenig verdient und sehr hohe Ausgaben fürs Wohnen hat, beispielsweise weil er in einer teuren Großstadt lebt, bekommt die größte Unterstützung, je höher das Einkommen und je geringer die Wohnkosten, desto geringer das Wohngeld. Bisher ist ein Single, der in einer besonders teuren Gegend lebt, wohngeldberechtigt, sobald er weniger als 1.797 Euro brutto verdient. Künftig steigt die Grenze auf 2.301 Euro. Für eine vierköpfige Familie in einer teuren Gegend steigt die Einkommensgrenze von aktuell 3.697 auf 5.077 Euro.

Konkret heißt das:

  • Ein Rentner in Berlin mit einer monatlichen Rente von 1.259 Euro (brutto) und einer Kaltmiete von 500 Euro (Mietenstufe IV) erhält 2022 monatlich rund 74 Euro, durch die Reform steigt die Unterstützung 2023 auf 252 Euro – also 178 Euro mehr.
  • Eine vierköpfige Familie in München mit einem Einkommen von 2.386 Euro (brutto) und einer Kaltmiete von 1.000 Euro (Mietenstufe VII) hat bisher Anspruch auf 481 Euro Wohngeld im Monat. Ab Januar 2023 steigt das Wohngeld auf 804 Euro, ein Plus von 323 Euro.

„Das Wohngeld ist eine zielgenaue Entlastung, die Erhöhung in Zeiten von Inflation und Energiekrise ist angemessen“, sagt IW-Wohngeldexperte Ralph Henger. „Gleichzeitig ist die neue Heizkostenkomponente so konzipiert, dass die Anreize zum Energiesparen erhalten bleiben.“ Das bleibe nach wie vor wichtig – denn nur so lasse sich die Energiekrise in diesem Winter gemeinsam bewältigen.

(Mit Material des IW)

Smoney Hub will alle 18- bis 25-jährigen aus der Region ansprechen – Eröffnungswoche ab dem 4. Oktober – Sparkassenchefin Göbel: „keine klassische Filiale“

Neuer Treffpunkt für die GenZ: der Smoney Hub der Stadtsparkasse Düsseldorf in der Zentrale an der Berliner Allee in Düsseldorf. Zur Eröffnungswoche vom 4. bis 7. Oktober sind alle 18- bis 25-jährigen aus der Region eingeladen, sich selbst einen Eindruck vom Smoney Hub zu machen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der Dienstag, 4. Oktober, bietet als „Finance Day“ Infos rund um Alternative Assetklassen, Female Finance und Sparen sowie Vermögensaufbau. Am Mittwoch, 5. Oktober, geht es beim „Startup Day“ um erfolgreiche Gründungen, Unternehmerdenken und Finanzierungsmöglichkeiten. Donnerstag, 6. Oktober, ist der „GenZ Day“ mit Themen wie Gaming, Metaverse oder TikTok. Der Freitag, 7. Oktober, beschließt als „Career Day“ die Aktionswoche. An dem Tag stehen Karrierewege, Bewerbungsguidelines, Expertentipps und Stipendien im Mittelpunkt.

Um jungen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen, hat die Stadtsparkasse Düsseldorf eine neue Marke gegründet. Unter „Smoney“ werden alle Aktivitäten für diese Zielgruppe gebündelt. Als zentraler Baustein öffnet nun der Treffpunkt „Smoney Hub“ seine Türen.

Im Rahmen des Innovationswettbewerbs #buildyourbank hatte die Stadtsparkasse Düsseldorf 2020 Schüler, Auszubildende und Studenten dazu aufgerufen, ihre Vorschläge für modernes Banking vorzustellen. Mehr als 120 kreative Köpfe machten mit. Die Siegeridee damals: ein Treffpunkt, an dem sich junge Menschen über Finanzthemen und andere Fragen austauschen können, die sie beschäftigen, zum Beispiel die Berufsplanung.

Jetzt ist es soweit: In der Zentrale an der Berliner Allee eröffnet die Stadtsparkasse Düsseldorf den Smoney Hub, hinter dem ein grundlegend neues Konzept steht. Das macht sich schon an der Raumgestaltung bemerkbar. Die rund 500 Quadratmeter große Fläche, wo vorher ein Café war, wurde komplett umgebaut. Statt Schalter und Geldautomaten gibt es hier nun Sitzecken mit Lounge-Charakter, multifunktionale, schalldichte Kabinen für Besprechungen und eine Eventbühne, die Plattform für Veranstaltungen und Aktionen bietet. „Der Smoney Hub ist keine klassische Filiale, sondern ein Ort, an dem sich unsere jungen Kunden treffen, über ihre Themen sprechen, Kontakte knüpfen und zu Aktien, ETFs und Co. informieren können“, sagt Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Buddys als Markenbotschafter

Auch der Beratungsansatz ist neu. Im Vordergrund steht der direkte Dialog. Hierfür hat die Stadtsparkasse eine eigene Beratereinheit geschaffen. So werden die Kunden im Hub von sogenannten „Buddys“ empfangen, jungen Sparkassenmitarbeitenden, die die Bedürfnisse der GenZ aus eigener Erfahrung kennen. Sie sprechen mit der Zielgruppe auf Augenhöhe – und zwar nicht direkt über Produkte, sondern in erster Linie über Karriere- und Finanzthemen. Bei Bedarf können die Buddys die jungen Kunden auch mit angeschlossenen Partnern vernetzen, zum Beispiel mit Start-ups, Mittelständlern und Konzernen aus der Region.

Der Smoney Hub ist weiterhin eng mit den Social-Media-Aktivitäten der Sparkasse sowie einer eigenen Landingpage verbunden und verzahnt damit die Offline- mit der Online-Welt. „Wir wollen eine gesamtheitliche zusammenhängende Kundenerfahrung für die Smoney-Community schaffen“, so Göbel.

Eröffnungswoche mit Rahmenprogramm

Zur Eröffnungswoche vom 4. bis 7. Oktober sind alle 18- bis 25-jährigen aus der Region eingeladen, sich selbst einen Eindruck vom Smoney Hub zu machen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der Dienstag, 4. Oktober, bietet als „Finance Day“ Infos rund um Alternative Assetklassen, Female Finance und Sparen sowie Vermögensaufbau. Am Mittwoch, 5. Oktober, geht es beim „Startup Day“ um erfolgreiche Gründungen, Unternehmerdenken und Finanzierungsmöglichkeiten. Donnerstag, 6. Oktober, ist der „GenZ Day“ mit Themen wie Gaming, Metaverse oder TikTok. Der Freitag, 7. Oktober, beschließt als „Career Day“ die Aktionswoche. An dem Tag stehen Karrierewege, Bewerbungsguidelines, Expertentipps und Stipendien im Mittelpunkt.

Weitere Informationen: https://www.sskduesseldorf.de/smoney

Rund acht Monate in die Zukunft schauen und dabei die täglichen Millionen von Warenflüssen überblicken?

GS1 Germany vergab den begehrten ECR Award 2022 erstmals in den drei Kategorien: ECR Operational Excellence Award, ECR Sustainability Excellence Award und ECR Innovation Excellence Award. Alle Trophäen gingen an unternehmensübergreifende Kooperationen, die Vorbild-Charakter für eine optimierte Wertschöpfung zur Steigerung des Kundennutzens haben. Das sind die Gewinnerteams:

Der Name ist Programm: ECR steht für Efficient Consumer Response und meint im Rahmen des gleichnamigen Awards eine strategische Zusammenarbeit für bessere, schnellere und kostengünstigere Lösungen zur Erfüllung von Kundenbedürfnissen. GS1 Germany vergibt den Preis seit nunmehr 20 Jahren an besondere Partnerschaften in der Konsumgüterindustrie – nach zwei virtuellen Jahren diesmal wieder live und auf großer Bühne in den Rheinterrassen Düsseldorf. Die Jury, bestehend aus Vertreter:innen von Handel, Industrie, Wissenschaft und Medien, hatte im Vorfeld die Qual der Wahl und somit gleich mehrere Entscheidungen zu treffen. Neu war am Gala-Abend der Voting-Prozess beim ECR Innovation Excellence Award. Die geladenen Gäste konnten dabei final unter drei Projekten das Gewinnerteam bestimmen.

ECR Award in der Kategorie „Operational Excellence“

Rund acht Monate in die Zukunft schauen und dabei die täglichen Millionen von Warenflüssen überblicken? Mittels Machine Learning wird aus dem „Blick in die Glaskugel“ eine zuverlässige Prognose. Beiersdorf, dm-drogerie markt, Markant und Rossmann entwickelten eine KI-gesteuerte Plattform mit dem Ziel, Lieferquoten, Logistik- und Produktionsprozesse zu optimieren. Insgesamt zehn Händler und 64 Lieferanten profitieren im Zuge der Kooperation bereits vom übergreifenden Datenaustausch. Das Resultat ist eine 33-Wochen-Prognose je Handelslager hinsichtlich der zu erwartenden Wochenlieferung pro Artikel. Der Einsatz in der Praxis zeigt, dass die Prognosen nachweislich helfen, die Produktionsplanung genauer zu steuern, Überbestände und Lieferausfälle zu vermeiden und auf Schwankungen zu reagieren. Die Forecast Engine berücksichtigt hunderte Faktoren, die die Nachfrage im Einzelhandel beeinflussen. Sowohl das Feedback der Teilnehmenden aus den globalen Wertschöpfungsketten als auch der ganzheitliche Ansatz von Industrie und Handel überzeugten die Jury.

ECR Award in der Kategorie „Sustainability Excellence“

Die Ressourcen unseres Planeten sind endlich. Deshalb schlossen sich führende Händler, Produkt- und Verpackungshersteller, duale Systeme, Abfallwirtschafts- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik zum Forum Rezyklat zusammen. Ziel ist es, unter dem Motto „gemeinsam recyceln, gemeinsam Werte schaffen“, die Kreislaufwirtschaft für Verpackungen zu fördern und nachhaltig weiterzuentwickeln. Über 60 Unternehmen aus dem Wertschöpfungskreislauf von Produktverpackungen streben gemeinsame Strategien und Maßnahmen an, um die Recyclingquote sowie die Qualität des Recyclingmaterials zu erhöhen und hochwertige Rezyklate zu gewinnen. Dafür unterstützt das Forum Rezyklat unter anderem die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien sowie des Datenmanagements für Verpackungen. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder für eine noch bessere sortenreine Trennung der Wertstoffe und die Reduzierung von Sekundärverpackungen. Die Jury würdigt die Arbeit des agilen Bündnisses für neue, nachhaltige Wege als Leuchtturmprojekt.

ECR Award in der Kategorie „Innovation Excellence“

Eine besondere Ehre wurde „Cloud4Log“ zuteil. Die etwa 250 geladenen Gäste aus Industrie, Handel, Wissenschaft und Medien wählten am Gala-Abend ihren Favoriten aus den zuvor von der Jury ermittelten drei Projekten für die Finalrunde. Beim neuen „Publikumspreis“ des ECR Award 2022 setzte sich Cloud4Log gegen die „Energy Zone“ um Red Bull Deutschland, Deutsche Tamoil, Bormann & Gordon Unternehmensberatung, Neoalto und POS Tuning sowie Rossmann, Markant, Offergeld Logistikgruppe und Procter & Gamble mit dem Projekt „Claim Management“ durch. Alle drei Finalisten, so machte die Jury im Vorfeld deutlich, hätten den ECR Award verdient – zeugten sie doch von einer insgesamt außerordentlich hohen Qualität der Bewerbungen.

Die Innovation von Cloud4Log liegt in dem gewählten kooperativen Lösungsansatz. Er zielt darauf ab, nach dem Prinzip „connect once, communicate with many“, eine neutrale Datendrehscheibe für digitale Warenbegleitpapiere zu schaffen, ohne Wettbewerb zu verhindern. Den Auftakt macht der digitale Lieferschein, mit dem Teilnehmende aus Industrie, Handel und Logistik Aufwände in ihren Prozessen merklich reduzieren, viel Papier einsparen und die Effizienz an der Rampe erhöhen.

Neuer Auftragseingang für Schubumluftsysteme durch namhaften Bestandskunden

Dem Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern ist es gelungen, seine Rolle als Hauptlieferant eines namhaften Autoherstellers durch einen Neuauftrag für Schubumluftsysteme der neuesten Generation in Höhe von 20 MioEUR weiter auszubauen. Was mit einer kleineren Order begann, ist zu einem kontinuierlich wachsenden Auftragsvolumen geworden, das mittlerweile mehr als einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag ausmacht. Bei dem Kunden handelt es sich um einen der fünf größten Autobauer der Welt und damit um ein Schwergewicht der Branche, von dem die Konzerntochter Pierburg in der jüngeren Vergangenheit bereits Auftragseingänge verbuchen konnte.

Die Fertigung wird wieder am Pierburg-Standort Neuss erfolgen, wo vor wenigen Jahren eine vorhandene Montagelinie umgebaut wurde, um neue Varianten fertigen und mehrere Kunden gleichzeitig bedienen zu können. Dr. Karsten Sonnenschein, Vice President Solenoid Valves: „Wir freuen uns über die erneute Beauftragung durch den Kunden, unterstreicht diese doch die Performance unseres Ventils und die gute Qualität, auf die Hersteller gerne wiederholt zurückkommen. So können nachhaltige, tragfähige Geschäftsbeziehungen entstehen.“

Das Turbo Bypass Valve (TBV) Gen 6 ist die neueste Generation des Schubumluftventils. Das Ventil kommt bei Abgas-Turboladern von Verbrennern und Hybridautos zum Einsatz. Es verhindert, dass nach einem Lastwechsel bei aufgeladenen Motoren eine Ladedruck-Überhöhung entsteht, welche Geräusche erzeugt und den Turbolader beschädigen kann. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn das Gaspedal nicht betätigt wird und die Drosselklappe geschlossen ist. Das Ventil regelt den Druckrückstoß, indem es die Luft rückwärts durch den Verdichter abbaut, bis sich wieder ein stabiles Druckverhältnis mit positivem Volumenstrom einstellt.

Im Laufe dieses Prozesses schaltet das Schubumluftventil einen Bypass um das Verdichterrad frei. Der Bypass muss so groß sein, dass der Druck im Saugrohr schnell genug fällt, um den Turbolader bei sinkender Drehzahl von der Pumpgrenze fernzuhalten. Im Ergebnis wird ein besseres Ansprechverhalten nach dem Schaltvorgang erzielt. Zudem verhindert der Ablauf durch das Schubumluftventil Schäden am Turbolader und vermeidet Pumpgeräusche. Durch die effizienten Schaltvorgänge lässt sich der Kraftstoffverbrauch reduzieren, sodass Emissionen eingespart werden.

Pierburg ist früh in diese Technologie eingestiegen und ist heute mit großem Abstand zu anderen Anbietern Weltmarktführer in diesem Segment. Alle großen Automobilhersteller sowie namhafte Produzenten von Turboladern zählen zum Kundenstamm dieses Produktes. Allein in China beziehen mittlerweile mehr als 40 Anbieter ihre Schubumluftventile von Pierburg.

Das Auftragspaket untermauert den bisherigen Erfolg im Rahmen der Transformation hin zu alternativen Antrieben. Als bewährter Technologiepartner leistet Rheinmetall seit vielen Jahren Beiträge zur technologischen Optimierung und somit auch im Sinne der angestrebten Energiewende.

Bankenverband: Was tun, wenn der Geldautomat die Karte schluckt?

In aller Regel läuft das Geldabheben am Automaten ja völlig reibungslos ab. Wenn aber dann doch mal etwas außer der Reihe passiert, ist man schnell verunsichert. Woran kann es liegen, dass eine Karte vom Automaten einbehalten wird, und was können Sie in einem solchen Fall tun?

Karte wird aus Sicherheitsgründen eingezogen

Eine Karte kann zum Beispiel dann eingezogen werden, wenn sie gesperrt ist. Das kann etwa passieren, wenn Sie die Karte selbst gesperrt oder verloren geglaubt aber wiedergefunden haben. Auch abgelaufene Karten können eingezogen werden.

Lassen Sie sich am Geldautomaten nicht ablenken! Denn nach einer gewissen Zeit schließt der Geldausgabeschacht wieder, selbst wenn Sie die darin liegenden Geldscheine noch nicht entnommen haben. Achten Sie auch darauf, Ihre Karte wieder rechtzeitig zu entnehmen, sonst könnte sie aus Sicherheitsgründen eingezogen werden. Das wird sie auch dann, wenn Sie die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) dreimal nacheinander falsch eingegeben haben.

Karte eingezogen? Was tun?

Wenn Ihre Karte – aus welchem Grund auch immer – vom Geldautomaten einbehalten wurde, sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren. Befindet sich der Automat in der Nähe der entsprechenden Bankfiliale und diese ist gerade geöffnet, können Sie sich natürlich direkt am Schalter melden.

Ist die Filiale des Kreditinstituts geschlossen oder wird Ihre Bankkarte an einem entfernten oder gar nicht von Ihrer Bank betriebenen Geldautomaten eingezogen, nehmen Sie am besten sofort Kontakt mit Ihrer Bank auf. Viele Institute sind online, oder telefonisch immer erreichbar. Teilen Sie Ihrer Bank mit, dass die Karte eingezogen wurde.

Unregelmäßigkeiten am Geldautomaten? Dann Bank informieren und Konto checken!

Sollten Ihnen Unregelmäßigkeiten am Geldautomaten auffallen, wie beispielsweise ein Vorsatz am Kartenfach oder Löcher im Gehäuse, kontaktieren Sie sofort die Bank. Wichtig ist zudem, dass Sie in einem solchen Fall, aber auch sonst regelmäßig Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen kontrollieren. Sobald Sie unklare Umsätze entdecken, können Sie sich an Ihre kartenausgebende Bank wenden und diese mit ihr klären.

von Kathleen Altmann, Specialist, Themengruppe Media Relations

Podcastfolge 104: Kommt jetzt die Stechuhr wieder?

Seit Mitte September besteht in Deutschland eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Was kommt jetzt auf die Unternehmen zu? Wird es nun sehr komplex für Angestellten? Was ist bei mobiler Arbeit, Homeoffice und flexiblen Beschäftigungsmodellen? Kommt etwa die Stechuhr wieder? Christoph Sochart spricht in unserer neuen Podcastfolge „Düsseldorfer Wirtschaft“ mit unserem Arbeitsrechtler, Herrn Rechtsanwalt Alexander Jarre.

Außerdem sprechen wir über das Düsseldorfer Berufswahlssiegel, dem größten deutschen Schulprojekt. Projektreferentin Ezgi Yildiz steht Lisa Marie Fitzner Rede und Antwort.

Falls Sie unsere Kurznachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft vermissen sollten, dann finden Sie diese diesmal „nur“ online unter www.unternehmerschaft.de. Wenn Ihnen dieser Podcast gefällt, dann empfehlen Sie ihn bitte weiter und schicken Sie den Link https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/ an ihre beruflichen und privaten Netzwerke.

Uns hören Sie immer mittwochs ab 05.55 Uhr. Ebenfalls mittwochs gibts die „Düsseldorfer Wirtschaft“ auch im Radio, nämlich ab 19.04 Uhr auf Antenne Düsseldorf. Allerdings mit anderen Themen und anderen Sprechern. Insofern lohnt es sich, sich beide Formate anzuhören.

Wenn Sie den nächsten Podcast nicht verpassen wollen, dann abonnieren Sie ihn auf Ihrem Lieblings-Podcatcher.

Thomas Buschmann gestern in Düsseldorf: Wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren

Der Bankenverband NRW lud gestern (28.09.) zum Parlamentarischen Abend in den Landtag ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Finanzwirtschaft waren dabei – unter anderem auch dabei: NRW- Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Es sprachen Thomas Buschmann, der Vorsitzender des Bankenverbands NRW, sowie Jochen Metzger, Präsident der Hauptverwaltung NRW der Deutschen Bundesbank. Thomas Buschmann sagte unter anderem: „Wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren. Deswegen finden wir es toll, dass die neue Landesregierung einen „Zukunftsvertrag“ verabredet hat, der – davon bin ich überzeugt – dieses Land nach vorne bringen wird. Denn im Fokus steht die Transformationsfinanzierung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das ist genau unser Thema, bei der Mitgliederversammlung eben haben wir uns darüber unterhalten, vor allem, wie wir es umsetzen können.“

Foto oben von links: Thomas Buschmann, Jochen Metzger, Landtags-Vize-Präsident Rainer Schmeltzer, BdB-Geschäftsführer Dr. Hilmar Zettler

Nachfolgend der Redetext von Thomas Buschmann:

Herzlich willkommen zum Parlamentarischen Abend des Bankverbands Nordrhein- Westfalen. Dieses Jahr an ungewohnter Stelle, aber wir fanden, dass der Beginn einer neuen Legislaturperiode ein guter Anlass ist, dass Politik und Finanzwirtschaft sich mal richtig kennenlernen. Denn wir müssen miteinander reden – über Geld natürlich. Das ist am Ende des Tages der Nukleus, um den es bei der Bewältigung der Krisen, aber auch der Gestaltung der Zukunft geht.

Meine Damen und Herren, wir befinden uns in einer so genannten Stapelkrise. Unglaublich viele Krisen stecken ineinander, übereinander, nebeneinander in einem inzwischen großen Haufen – und wenn Sie an einer Stelle ziehen, kann der ganze Stapel umfallen. Das ist sowohl für die Politik als auch die Kreditwirtschaft eine riesige, weil komplexe Herausforderung. Die können wir nur gemeinsam bewältigen.

Und – was noch viel wichtiger ist – wir dürfen uns nicht verleiten lassen, durch die zahllosen Krisen und Rettungseinsätze den Blick für die Zukunft aus dem Auge zu verlieren. Deswegen finden wir es toll, dass die neue Landesregierung einen „Zukunftsvertrag“ verabredet hat, der – davon bin ich überzeugt – dieses Land nach vorne bringen wird. Denn im Fokus steht die Transformationsfinanzierung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das ist genau unser Thema, bei der Mitgliederversammlung eben haben wir uns darüber unterhalten, vor allem, wie wir es umsetzen können.

Die positive Botschaft, die ich aus dem Kreis der privaten Banken in NRW für Sie, Regierung und Parlament – mitbringe, ist die Zusage, dass wir unseren Beitrag dazu leisten und Sie nach besten Kräften unterstützen werden. Wir haben von der EU mit der Taxonomie ein Mandat erhalten, diese Transformation zu forcieren, vor allem bei der Finanzierung. 70 Mrd. Euro stehen an Investitionen allein in NRW jährlich für die nächsten 10 Jahre auf der Agenda, hat das IW Köln ausgerechnet.

Aber in der Digitalisierung und Nachhaltigkeit – vor allem, wenn wir sie gemeinsam denken – stecken die Chancen, dieser Stapelkrise Herr zu werden. Vor allem, wenn wir auch die Transformation gemeinsam im Schulterschluss angehen. Aber das müssen wir jetzt auch. Kein „wir werden“, „wir müssten“, „wir sollten“ bringt uns voran, sondern schnelles, beschleunigtes Handeln. Da denke ich an Planungs- und Genehmigungsverfahren, da denke ich an Rahmenbedingungen und Regulierung, an die Beständigkeit und Verlässlichkeit politischer Entscheidungen, an Simplifizierung von bürokratischem Aufwand, an „wir machen“ und „wir tun“. Ja, das gilt auch für uns Banken, wir haben da auch noch einiges zu tun, damit wir unseren Kunden optimal zur Seite stehen können.

Aber wir sind dran. Wir entwickeln unsere Rating- und Prüfprozesse weiter, wir implementieren ein neues Denken für innovative Finanz- und Förderprodukte. Mit der Fin.Connect.NRW haben wir eine Plattform, auf der Informationen besser verteilt und Finanzierungen besser gematcht werden können. Vielen Dank, Frau Neubaur, dass Sie sich unserer Initiative weiter annehmen und sie forcieren wollen. Die Fin.Connect.NRW kann auch der Treiber sein, die Awareness bei den Unternehmern zu erhöhen und sie zu Investitionen zu motivieren. Vielleicht – weil es auch ein komplexes Thema ist – sollten wir mal über ein Kompetenzzentrum Sustainable Finance nachdenken. Und wir sollten uns mal über Risiken bei der Nachhaltigkeitsfinanzierung austauschen, über Möglichkeiten der Risikoabsicherung, die vielleicht mehr Investoren und auch StartUps nach NRW zieht.

Meine Damen und Herren, es gibt genügend Gesprächsstoff, den wir gleich noch vertiefen werden. Eine Bitte hätte ich noch: Wir müssen mehr Selbstbewusstsein in diesem Land schaffen. NRW ist ein Wirtschaftsstandort, der Strukturwandel kann, der global wie kein anderer vernetzt ist, der richtig stark aufgestellt ist. NRW kann die Transformation schaffen, besser und schneller. Davon bin ich überzeugt.

Vielen Dank.

Thomas Buschmann im Gespräch mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur

Die „Düsseldorfer“ sind stolz: 817 ElectronicPartner Mitglieder in Österreich und Südtirol

Der ElectronicPartner Stand war durchweg sehr gut besucht.

Nur zwei Wochen nach der Internationalen Funkausstellung in Berlin haben im österreichischen Linz die Elektrofachhandelstage stattgefunden – das Branchenevent der Alpenrepublik! Die Messe fiel zwar wie gewohnt deutlich kleiner aus als ihr deutsches Schwester-Event, war aber mit mindestens genauso viel Energie, Begeisterung und Innovationskraft geladen. Natürlich hat auch ElectronicPartner Austria mit eigenem Stand teilgenommen und Mitgliedern sowie Partnern einen herzlichen Empfang bereitet.

„Es liegen bewegte, herausfordernde aber vor allem sehr erfolgreich gemeisterte Zeiten hinter uns. Ich finde, wir haben die motiviertesten Mitarbeiter der Branche und deshalb bedanke ich mich bei Euch allen für Euer Engagement! Lasst uns nun zwei großartige Tage mit unseren Freunden verbringen“, mit dieser kurzen, aber punktgenauen Ansprache vor Messebeginn eröffnete Michael Hofer die EFHT für sein Team aus Wiener Neudorf. Der Geschäftsführer von ElectronicPartner Austria hatte allen Grund, sich gemeinsam mit seiner Mannschaft auf das Revival der Elektrofachhandelstage zu freuen: Die Möglichkeit, Fachhändlern, Industriepartnern und weiteren Branchenteilnehmern endlich wieder live zu begegnen, krönte sozusagen das 30. Jubiläumsjahr von ElectronicPartner Österreich. Gemeinsam blickten sie zurück auf eine erfolgreiche Geschichte und schauten vor allem nach vorne, auf Projekte und Ideen für die Zukunft.

Aktuell bilden 817 ElectronicPartner Mitglieder in Österreich und Südtirol eine starke Gemeinschaft, deren Marktanteil 16,4 Prozent beträgt. Innerhalb weniger Kilometer kann jeder Kunde in Österreich und Südtirol ein Mitgliedsunternehmen der Verbundgruppe erreichen.

Auf dem Messestand der EFHT 2022 erwarteten die Besucher neben Angeboten und einem herzlichen Wiedersehen vor allem zahlreiche aktuelle und künftige Themenschwerpunkte der Verbundgruppe: die Schulungsplattform EP:Campus, der maßgeschneiderte SecurityCheck für Warenwirtschaft und Geschäftsprozesse, die EP:Power Hour mit komprimierten, zielgenauen Verkaufstipps und natürlich die Nachhaltigkeitsinitiative Go Green.

Am Freitagabend lud ElectronicPartner in die „voestalpine Stahlwelt“ ein. Eröffnet wurde die Abendveranstaltung von den beiden Geschäftsführern Michael Hofer und Jörn Gellermann, die anlässlich des Firmenjubiläums mit Dank und Stolz auf die vielen großen und kleinen Erfolge der Verbundgruppe in Österreich sowie im Gründungsland Deutschland schauten. Beide waren sich einig: Möglich ist all das nur durch einen bewussten Fokus auf die Menschen – egal ob hinter der Kasse, vor der Kasse, in der Werkstatt, am Schreibtisch in der Zentrale oder draußen beim Kunden. „Wir haben hier so viele gemeinsame Erfolgsgeschichten geschrieben, und das erfüllt uns mit Stolz und Demut!“, fasste Michael Hofer zusammen.

Ist dies die Lösung für unser Energieproblem im Süden unserer Stadt?

Viele Menschen im Düsseldorfer Süden können in Zukunft mit Energie von Henkel heizen. Das Unternehmen wird langfristig „industrielle Abwärme“ in das Fernwärmenetz der Stadtwerke einspeisen. Das ist Energie, die Henkel selbst nicht mehr weiterverwenden kann. Julien Mounier (li.), Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, und Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standortleiter Düsseldorf. Foto: Henkel

Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf haben heute eine langjährige Partnerschaft besiegelt: Als erstes Unternehmen der Landeshauptstadt wird Henkel industrielle Abwärme aus seinem eigenen Kraftwerk in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf einspeisen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Klimaschutz und den Düsseldorfer Klimazielen 2035 leisten.

Der Konsumgüter- und Industriekonzern wird Kamin-Abwärme des Kraftwerks in das städtische Fernwärmenetz einspeisen und dadurch Düsseldorfer Haushalte mit Energie versorgen. Die industrielle Abwärme kann Henkel für die eigene Energieversorgung nicht effizient nutzen, da der Standort kein Warmwassernetz betreibt.

Im Rahmen des Projektes sollen künftig bis zu 40 Prozent der Fernwärme für die Stadtteile Garath und Benrath über die Abwärme und Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung von Henkel gedeckt werden. Dadurch können die Stadtwerke ihren Erdgasverbrauch erheblich reduzieren. Die CO2-Emissionen der Stadt Düsseldorf sinken um etwa 6.500 Tonnen jährlich.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Landes NRW, vertreten durch die Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie. Der Leitungsbau beginnt voraussichtlich im November 2022, die Einspeisung der Abwärme soll bis Ende 2024 erfolgen. Die Partnerschaft zwischen Henkel und den Stadtwerken ist langfristig angelegt. Denkbar sind weitere Ausbaustufen.

„Wir freuen uns, mit Henkel ein Düsseldorfer Traditionsunternehmen als Partner gewonnen zu haben. Diese Kooperation ist eine wichtige Investition in den Klimaschutz und stärkt auch den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Sie zeigt: Ökologie und Ökonomie stehen nicht im Gegensatz zueinander. Klug vereint sind sie die Grundlage für eine lebenswerte und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt“, so Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf.

„Mit dem Projekt leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Energieversorgung unserer Heimatstadt, sondern auch zu mehr Klimaschutz, denn die energetische Nutzung von industrieller Abwärme ist hocheffizient und nachhaltig. Als Unternehmen haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2030 klimapositiv zu produzieren. Doch die Klimakrise lässt sich nur gemeinsam lösen, und deshalb sind Partnerschaften wie diese so wichtig“, sagt Dr. Daniel Kleine, Henkel President Germany und Standortleiter Düsseldorf.

Zum Düsseldorfer Fernwärme-System

Energiewende ist immer auch Wärmewende, vor allem in städtischen Ballungsräumen, wo dem Wärmesektor eine wichtige Rolle bei der Reduzierung klimaschädlicher Emissionen beigemessen wird. Ein Teil der Düsseldorfer Fernwärme wird mit der Müllverbrennung in Flingern erzeugt, wobei rund die Hälfte der Abfälle biogenen Ursprungs sind. In Garath werden etwa 50 Prozent der Fernwärme mit dem nachwachsendem und klimaschonenden Brennstoff Altholz produziert.

Der weitaus größte Teil der Düsseldorfer Fernwärme wird in Kraft-Wärme-Kopplung im Erdgaskraftwerk Block „Fortuna“ erzeugt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Fernwärme erhöht sich die Brennstoffausnutzung auf bis zu 85 Prozent. Deswegen gehört Block „Fortuna“ zu den effizientesten Erdgaskraftwerken der Welt. Die Fernwärme, die in Kraftwerken mit diesen Wirkungsgraden erzeugt wird, ist zum Beispiel bei Neubauten den regenerativen Energien gleichgestellt.

Bürgerinformation

Die Stadtwerke Düsseldorf laden am 19. Oktober, 19 Uhr, zu einer Bürgerinformation in das Rathaus Benrath, Benrodestraße 46, ein, bei der u.a. der Verlauf der Trasse und der Arbeiten erläutert wird.

Unser OB: Schon bei der Versorgung von Geflüchteten in unserer Stadt haben wir viel Unterstützung seitens der Bürgerinnen und Bürger aber auch der Düsseldorfer Unternehmen erfahren

v.l.n.r.: Andreas Schmitz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf; Theresa Winkels, Leiterin Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf; Iryna Shum, Generalkonsulin Ukraine in Düsseldorf; Birgitta Kubsch-von-Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf; Ingo Zielonkowsky, Vorsitzender der Geschäftsführung Jobcenter Düsseldorf, Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf. Foto: Wilfried Meyer

Am heutigen Montag (26.09.) fand in unserer Stadt die „Jobmesse 2022“ statt. Sie richtete sich an Menschen aus der Ukraine, die in Düsseldorf arbeiten möchten. Gemeinschaftlich hatten die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die Landeshauptstadt Düsseldorf ein attraktives Rund-um-Paket an Stellenangeboten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine geschnürt. Der Schirmherr der Jobmesse „Arbeiten in Düsseldorf“ war Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt.

Die Vorbereitungen für die Jobmesse liefen bereits seit einigen Wochen. Zunächst hatte das Jobcenter geflüchtete Menschen aus dem Herkunftsland Ukraine dazu eingeladen, in Workshops und in persönlichen Gesprächen Bewerbungsunterlagen zu erstellen und sich über den Arbeitsmarkt in Düsseldorf zu informieren. Auch die Unternehmen wurden vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters gebeten, sich und die zu besetzenden Stellen in einer Broschüre anschaulich zu präsentieren. Somit konnten sich die Besucherinnen und Besucher zielgerichtet und optimal auf den heutigen Tag vorbereiten.

Dolmetscherinnen und Dolmetscher sowie Expertinnen und Experten zu arbeitsrechtlichen Fragen wie Aufenthaltstaus und Arbeitsmarktzulassung standen sowohl den Unternehmen als auch den Bewerberinnen und Bewerbern mit Rat und Tat zur Seite.

Erwartet wurden 20 Düsseldorfer Unternehmen und rund 300 Bewerberinnen und Bewerber. Die Auswahl an freien Stellen war groß und breit gefächert. So suchten die Unternehmen beispielsweise Handwerkerinnen und Handwerker für die Berufe Möbelpolsterer oder Zahntechniker. Bank oder Immobilienkaufleute wurden ebenso gesucht wie Lehrkräfte, Tierärztinnen und -ärzte oder Social-Media-Manager/innen. Auch wer im Lebensmittelverkauf, in der Gastronomie oder in Gesundheitsberufen arbeiten möchte, wurde auf der Messe fündig.

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf:
„Schon bei der Versorgung von Geflüchteten in unserer Stadt haben wir viel Unterstützung seitens der Bürgerinnen und Bürger aber auch der Düsseldorfer Unternehmen erfahren. Darum freut es uns sehr, dass nun die Unternehmen und die Ukrainerinnen und Ukrainer in der Landeshauptstadt auf der Jobmesse die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen und zielgerichtet in Kontakt zu treten.“

Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf:
„Nachdem Handwerkerinnen und Handwerker sich auch in Düsseldorf in den letzten Monaten vielfach durch Hilfslieferungen und Werkzeugspenden ins Kriegsgebiet, aber auch bei der Instandsetzung und Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine engagiert haben, geht es heute darum, die hier angelangten Ukrainerinnen und Ukrainern mit Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie mit Praktika zur Einstiegsqualifizierung zu versorgen, damit sie ihr Leben auf eigenen Beinen fortsetzen können.“

„Wir sind froh, dass durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine Möglichkeit geschaffen worden ist, deutlich schneller Berufsanerkennung und
Arbeitsaufnahme in den Unternehmen zu ermöglichen“, ergänzt
Andreas Schmitz, Präsident der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf. „Denn die Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit Jobmessen wie diese für alle Beteiligten nachhaltig zum Erfolg führen“, so Schmitz weiter.

„Trotz des Wunsches nach Rückkehr in die Heimat sind viele UkrainerInnen bereit, von der Möglichkeit der temporären Beschäftigung Gebrauch zu machen. Sie entlasten somit das deutsche Sozialsystem und können dem eigenen Land und den Verwandten und Freunden auch aus dem Ausland helfen. In diesem Sinne ist die Initiative der Jobmesse „Arbeiten in Düsseldorf“ sehr wichtig“, findet Iryna Shum, Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf, und führt fort: „Die Chancengleichheit und die fairen Bedingungen für ukrainische ArbeitnehmerInnen sind dabei wichtige Voraussetzungen. Wir im Generalkonsulat werden gemeinsam mit allen Partnerorganisationen auch dafür Sorge tragen, dass die ArbeinehmerInnenrechte zuverlässig geschützt werden.“

Ingo Zielonkowsky, Vorsitzender der Geschäftsführung des Jobcenters Düsseldorf: „Qualifikation und Motivation sind das A und O bei der Stellensuche, und die Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich heute hier präsentieren, sind durchweg gut ausgebildet und hochmotiviert, endlich wieder zu arbeiten und Perspektiven aufzubauen. Sprachbarrieren können leicht abgebaut werden, weil viele Englisch sprechen und einige auch zumindest Grundkenntnisse der deutschen Sprache haben.“

Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf: „Bei der heutigen Jobmesse stehen die 300 Ukrainerinnen und Ukrainer im Mittelpunkt, die sich in Düsseldorf eine berufliche Existenz aufbauen möchten. Für viele von ihnen ist noch ungewiss, wie lange sie in Düsseldorf bleiben werden. Wieder arbeiten zu können, bedeutet aber schließlich auch, wieder ein Stück Normalität zurück zu erlangen. Für die Unternehmen ist der heutige Tag eine große Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen und ihre Stellen zu besetzten. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern am Arbeitsmarkt den Unternehmen und den Besuchern dieses Angebot unterbreiten konnten.“