Toller Event: Team Walk in Düsseldorf am 12. Juni

Am 12. Juni 2025 findet in Düsseldorf wieder der beliebte „Team Walk“ statt – ein einzigartiges Wander-Event, organisiert von Brunert Events. Ob mit Arbeitskolleginnen, Freundinnen oder der Familie – beim Team Walk erlebt ihr gemeinsam eine ereignisreiche Zeit in der Natur.

(cs) Am 12. Juni 2025 findet in Düsseldorf wieder der beliebte „Team Walk“ statt – ein einzigartiges Wander-Event, organisiert von Brunert Events. Ob mit Arbeitskolleginnen, Freundinnen oder der Familie – beim Team Walk erlebt ihr gemeinsam eine ereignisreiche Zeit in der Natur.

Klingt wie der klassische Wandertag aus Schulzeiten? Sicher nicht! Denn beim Team Walk geht es nicht nur ums Wandern, sondern auch um Action, Abwechslung und viel Spaß. Ihr werdet eine spannende Tour erleben, bei der das gesamte Team mitmachen kann. Und zum krönenden Abschluss feiern wir bei der After-Walk-Party mit leckerem Essen, Drinks und guter Musik im gemütlichen Rahmen.

Gemeinsam wandern – gemeinsam Spaß haben! Also schnappt euch eure Kolleg*innen oder Freunde und seid dabei!

Informationen unter www.teamwalk-tour.de.

Frühjahrsputz bei Vodafone: neue Tarife und mehr Datenvolumen

Foto: VODAFONE

(ud) Pünktlich zum Frühlingsbeginn bringt Vodafone frischen Wind in die CallYa-Tarife! Ab heute (9. April) erhalten Neu- und Bestandskunden automatisch und ohne Aufpreis deutlich mehr Datenvolumen. 

Mehr Gigabyte für alle – ohne Mehrkosten
Besonders datenhungrige Nutzer profitieren im Tarif CallYa Allnet Flat L, der jetzt satte 60 Gigabyte Datenvolumen enthält. Auch die Vielsurfer-Tarife werden aufgestockt:
🔹 CallYa Allnet Flat M: jetzt 30 GB statt 20 GB
🔹 CallYa Allnet Flat S: jetzt 15 GB statt 10 GB
🔹 CallYa-Jahrestarif: jetzt 180 GB statt 120 GB
🔹 CallYa Black bleibt unverändert mit unlimitiertem Datenvolumen

Neue Möglichkeiten für Einsteiger
Mit CallYa One gibt es jetzt einen neuen Tarif exklusiv online auf vodafone.de: Nach der ersten SMS oder dem ersten Anruf des Tages zahlen Kunden nur 1 Euro – und können bis Mitternacht unbegrenzt telefonieren und SMS verschicken.

Auch der beliebte CallYa Start-Tarif wird verbessert: Statt 200 Inklusivminuten und SMS gibt es jetzt eine Allnet-Flat für Telefonie und SMS – das Datenvolumen sowie die 200 EU-Einheiten bleiben gleich.

Das Beste daran? Die Preise bleiben für alle CallYa-Tarife unverändert!

Mehr Infos gibt’s auf vodafone.de.

Neuer Blogbeitrag: Bildungspolitik ist die neue Wachstumspolitik – Warum wir jetzt handeln müssen

(cs) Während die große Politik noch über Koalitionsverträge verhandelt, liegt der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes längst auf dem Tisch – oder besser gesagt: im Klassenzimmer, in der Kita, in der Hochschule und im Ausbildungsbetrieb. Die neue Sonderanalyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bringt es auf den Punkt: Bildungspolitik ist Wirtschaftspolitik. Und sie ist der stärkste Hebel gegen Fachkräftemangel, Innovationsschwäche und die Folgen des demografischen Wandels.

Die Studie, durchgeführt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), zeigt eindrücklich: Wenn wir Bildung weiterhin als isolierte Aufgabe betrachten – losgelöst von den großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen – riskieren wir eine Verschärfung zentraler Probleme. Wenn wir Bildung aber als integrierten Bestandteil einer modernen Wachstumspolitik begreifen, eröffnet sich ein enormes Potenzial für wirtschaftliche Stabilität, soziale Teilhabe und innovative Stärke.

Bitte hier klicken, um weiterlesen zu können!

Unsere Verbraucherzentrale warnt: Bei der Fitness aufs Kleingedruckte achten

Welche Gefahren speziell von Nahrungsergänzungsmitteln ausgehen, erläuterte Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW. Foto: AOK/T. Blöß

(ud) Beim Thema Fitness geht es längst nicht nur um ein bisschen Joggen oder Rückenstärkung. Es geht um Selbstoptimierung und aktuell auch um Longevity, den Trend, mit Hilfe von Biohacking, Pillen und Pülverchen möglichst lange und fit zu leben. Dafür geben viele Menschen sehr viel Geld aus. Vom 10. bis 13. April 2025 trifft sich die Branche auf der FIBO in Köln. Auf der weltweit größten Fitnessmesse können Sportfans in 13 Messehallen auch Ernährungs-Trends ausprobieren. Angela Clausen, Teamleiterin Lebensmittel im Gesundheitsmarkt bei der Verbraucherzentrale NRW. „Hier sollte man genau hinschauen. Denn die meisten Supplemente sind nicht nötig“. Die Verbraucherzentrale ist ein Mitglied der Unternehmerschaft. Clausen, Expertin für Nahrungsergänzungsmittel beantwortet heute bei uns die wichtigsten Fragen.

  • Sind Nahrungsergänzungsmittel auf Wirksamkeit oder Sicherheit geprüft?
    Aminosäuren, Kreatin, Carnitin, Elektrolyte: Im Sportbereich werden zuhauf Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Die meisten Kund:innen gehen davon aus, dass diese Tabletten oder Pulver auf Sicherheit und Wirksamkeit überprüft wurden, bevor sie verkauft werden. Das ist aber nicht der Fall. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es kein Zulassungsverfahren wie für Arzneimittel. Innovationen müssen nur angezeigt werden. Es gibt noch nicht einmal gesetzlich festgelegte Höchstmengen für Vitamine oder Mineralstoffe. Rat der Verbraucherzentrale: Vieles ist zwar nicht wirklich nötig, aber manches auch potenziell gefährlich. Beispiel: Dimethylamylamin (DMAA), auch Methylhexanamin genannt. Es soll die Leistung beim Kraftsport erhöhen und beim Fettverbrennen helfen. Aber es erhöht auch den Blutdruck und steht im Verdacht, zu Herzinfarkten und Hirnschlägen zu führen. Wegen der starken Nebenwirkungen ist es als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln verboten.
  • Wie verlässlich sind Gütesiegel auf den Produkten?
    Gütesiegel sind oft hausgemacht oder stehen nur für eine gesetzeskonforme, manchmal auch darüber hinausgehende gute Produktionsweise. Also egal ob Free Sales Certificate (FSC) oder Health Certificate (HC): Sie alle sagen nichts über die Wirksamkeit eines Produkts bzw. die gewünschten Effekte aus. Und sie garantieren auch nicht, dass es nicht mal zu eigentlich unbedeutenden Verunreinigungen oder Kontaminationen kommen kann. Im Wettkampfsport hat das unter Umständen harte Konsequenzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass Supplemente keine Dopingsubstanzen enthalten, schaut in die „Kölner Liste“, Bestandteil des nationalen Dopingpräventionsnetzwerks.
  • Worauf ist bei Proteinpulver zu achten?
    Viele Sportler:innen verwenden Proteinpulver. Besonders häufig wird „Whey“ verwendet, englisch für Molke. Molkeneiweiß gilt als besonders wertvolles, gut verdauliches Eiweiß. Wunder wirken kann es aber nicht: Beantragte gesundheitsbezogene Angaben, sogenannte Health Claims, wonach Proteinpulver zur Zunahme und zum Erhalt von Muskelmasse oder zur schnelleren Erholung von Muskelermüdung nach dem Sport beitragen, wurden nach wissenschaftlicher Überprüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nicht zugelassen. Wer Pflanzenproteinpulver dem Molkenpulver vorzieht, sollte darauf achten, dass das Produkt auf Schwermetalle getestet wurde. Wem die Herkunft wichtig ist: Made in Germany heißt nicht automatisch, dass die Zutaten aus Deutschland kommen.
  • Sind Bio-Nahrungsergänzungsmittel besser?
    Begriffe wie „Öko“, „Bio“ oder „ökologisch“ sind geschützt und lassen zuverlässig auf ökologische Produktion schließen. Vitamine und Mineralstoffe, die aus natürlichen Quellen stammen und in organisch gebundener Form vorliegen, werden vom Körper zwar nicht besser verwertet als andere, sind aber oft in Begleitung von weiteren förderlichen Pflanzenstoffen. Bio-Produkte enthalten in der Regel keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, doch natürliche Schadstoffe oder unzulässige neue Pflanzen können ebenso wie in konventionellen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein. Für die Sicherheit der Produkte ist immer der Hersteller verantwortlich.
  • Wie verlässlich sind die Aussagen von Fitness-Influencern?
    Influencer:innen sind in der Regel keine verlässlichen Expert:innen. Meist haben sie ein kommerzielles Eigeninteresse. Grundsätzlich wird niemand nur durch eigene (Trainings-)Erfahrungen oder den Besuch eines Fitnessstudios zur Expert:in. Wirkliche Fachleute haben wissenschaftliche Expertise und eine qualifizierte mehrjährige Ausbildung oder ein Studium – und zwar nicht im Marketing, sondern in Medizin, Sport oder Ernährungswissenschaft. Hinterfragen von Aussagen und (angeblichen) Studien hilft.

Weiterführende Infos und Links:

Infomeeting: Wie man Ausbildungsbeauftragte im Unternehmen finden, unterstützen und dauerhaft motivieren kann

Loert de Riese-Meyer. Foto: privat

(cs) Am Mittwoch (09.04.2025) fand ein aufschlussreiches Infomeeting des „Ausbilderkreises“ statt, bei dem Ausbildungsexperte Loert de Riese-Meyer als Referent wertvolle Einblicke in die erfolgreiche Gewinnung und langfristige Motivation von Ausbildungsbeauftragten gab. In seinem Vortrag ging er auf drei zentrale Themen ein: die Rekrutierung geeigneter Ausbildungsbeauftragter, die Unterstützung während ihrer Tätigkeit und die Frage, wie man sie dauerhaft motiviert – auch in Zeiten hoher Arbeitsbelastung.

1. Ausbildungsbeauftragte finden

Loert de Riese-Meyer begann seinen Vortrag mit einem praxisorientierten Ansatz zur Identifikation und Auswahl von Ausbildungsbeauftragten im Unternehmen. Er betonte, dass es nicht nur darum gehe, Mitarbeiter:innen mit fachlicher Expertise zu finden, sondern auch solche, die eine hohe soziale Kompetenz und Empathie mitbringen. Der Auswahlprozess sollte klar strukturierte Kriterien und einen intensiven Dialog mit potenziellen Kandidat:innen beinhalten. Empfehlenswert sei zudem, Ausbildungsbeauftragte aus verschiedenen Abteilungen und Hierarchieebenen zu rekrutieren, um diverse Perspektiven in die Ausbildung einzubringen.

2. Unterstützung während der Tätigkeit

Zudem stellte der de Riese-Meyer verschiedene Unterstützungsmechanismen vor, die Ausbildungsbeauftragte während ihrer Tätigkeit entlasten können. Hierzu zählen regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen, Mentoring-Programme und der Einsatz von digitalen Tools, die die administrative Arbeit vereinfachen und den Austausch unter den Ausbildern fördern. Zudem riet de Riese-Meyer, Ausbildungsbeauftragte nicht nur als „Verwalter“ von Azubis zu sehen, sondern ihnen Gestaltungsspielraum zu bieten, damit sie aktiv zur Weiterentwicklung der Ausbildungskonzepte im Unternehmen beitragen können.

3. Motivation trotz hoher Arbeitsbelastung

Ein besonders wichtiger Aspekt des Vortrags war die Frage, wie man Ausbildungsbeauftragte langfristig motiviert – insbesondere in Zeiten hoher Arbeitsbelastung. Der Referent schlug vor, gezielt Anerkennung und Wertschätzung zu zeigen, etwa durch regelmäßige Feedbackgespräche, die nicht nur die Leistungen der Azubis, sondern auch die Arbeit des Ausbildungsbeauftragten in den Fokus stellen. Des Weiteren empfahl er, Belohnungsmechanismen einzuführen, sei es in Form von Prämien, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Karrierechancen, die mit der Tätigkeit als Ausbildungsbeauftragte:r verknüpft sind.

De Riese-Meyer betonte auch die Bedeutung der Teamarbeit und des Austauschs zwischen den Ausbildungsbeauftragten. Hier könnten regelmäßige Austauschformate oder Teambildungsmaßnahmen helfen, die Arbeitsbelastung zu reduzieren und den Teamgeist zu fördern.

Fazit

Das Infomeeting bot eine wertvolle Grundlage, um die Rolle der Ausbildungsbeauftragten im Unternehmen neu zu denken. Es wurde deutlich, dass eine erfolgreiche Ausbildung nicht nur von den Azubis abhängt, sondern maßgeblich auch von der Unterstützung und Motivation derjenigen, die ihre Ausbildung begleiten. Unternehmen, die ihren Ausbildungsbeauftragten Wertschätzung entgegenbringen und ihnen die richtigen Werkzeuge an die Hand geben, fördern nicht nur die Ausbildungsqualität, sondern auch die langfristige Bindung und Motivation ihrer Mitarbeiter:innen.

Für alle Teilnehmer:innen war es ein äußerst aufschlussreicher und praxisnaher Vortrag, der konkrete Lösungsansätze für die Herausforderungen im Ausbildungsmanagement lieferte.

Düsseldorfer Flughafen gewinnt renommierten Skytrax-Award: Bester Regionalflughafen Europas 2025

Stolzer Moment für den Flughafen Düsseldorf: Dr. Henning Pfisterer, Leiter Aviation, nahm den Skytrax Award für das gesamte DUS-Team entgegen. Foto: Skytrax

(cs) Großer Jubel am Düsseldorfer Flughafen: Bei den Skytrax World Airport Awards 2025 wurde DUS als „Best Regional Airport Europe“ ausgezeichnet – ein Meilenstein für Nordrhein-Westfalens größten Airport. Die Auszeichnung, die als „Branchen-Oscar“ der Luftfahrt gilt, wurde gestern auf der Passenger Terminal Expo in Madrid überreicht.

Dr. Henning Pfisterer, Leiter Aviation am Flughafen Düsseldorf, nahm den Preis stellvertretend für das gesamte Team entgegen. Die Skytrax Awards beruhen nicht auf Expertenurteilen, sondern auf den Bewertungen von Millionen Passagieren weltweit – ein echtes Stimmungsbild der Reisenden.

Starke Anerkennung für starke Leistung

„Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel, denn sie kommt von denen, für die wir jeden Tag unser Bestes geben: unseren Passagieren“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf. „Das ist ein starkes Signal und eine tolle Bestätigung für unser Team, unsere Partner und für alle, die auf uns zählen. Unsere Reise zur Destination of Excellence ist nicht nur ein Versprechen, sondern täglich spürbare Realität.“

Neben dem Titel „Best Regional Airport Europe“ sicherte sich DUS auch international Top-Platzierungen: Platz 3 im weltweiten Ranking der Regionalflughäfen und Platz 28 im Gesamtranking von über 500 bewerteten Flughäfen – drei Plätze besser als im Vorjahr.

Passagiererlebnis im Mittelpunkt

Seit 1999 führt das britische Unternehmen Skytrax die weltweit größte Kundenzufriedenheitsbefragung im Luftverkehr durch. Bewertet werden Flughäfen in Bereichen wie Check-in, Sicherheitskontrollen, Sauberkeit, Orientierung, Service, Gastronomie, Shopping, Gepäckabfertigung und Verkehrsanbindung.

Dass Düsseldorf hier punktet, zeigt nicht nur der Skytrax-Award: Auch der internationale Flughafenverband ACI hat DUS kürzlich mit der ASQ-Akkreditierung (Airport Service Quality) ausgezeichnet – ein Gütesiegel für Flughäfen, die ihr Passagiererlebnis konsequent und systematisch verbessern. Die Bewertung umfasst unter anderem Feedbackprozesse, Schulungen und die Einbindung der Passagierperspektive in Strategie und Alltag.

DUS im Aufbruch

Der Flughafen Düsseldorf verfolgt mit seiner Vision Destination of Excellence einen klaren Weg: Höchste Effizienz, exzellenter Service und wirtschaftliche Stärke sollen Hand in Hand gehen. Die Auszeichnungen zeigen, dass dieser Kurs Früchte trägt – und dass DUS auf dem besten Weg ist, sich dauerhaft unter den besten Flughäfen Europas seiner Kategorie zu etablieren.

50 Milliarden Euro Entlastungen

(cs) Die neue schwarz-rote Koalition hat ihren Koalitionsvertrag vorgestellt – mit zahlreichen Versprechungen für Entlastungen in Milliardenhöhe. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) summieren sich die Maßnahmen auf über 50 Milliarden Euro pro Jahr bis zum Ende der Legislaturperiode. Doch der große wirtschaftspolitische Wurf bleibt aus, kritisieren Experten.

„Eine Wirtschaftswende“ hatte CDU-Chef Friedrich Merz noch im Wahlkampf angekündigt. Jetzt muss er sich an den konkreten Zahlen und Maßnahmen messen lassen. Denn die Liste an versprochenen Entlastungen ist lang – ebenso die Liste der Fragezeichen.

Besonders drei Maßnahmen sollen laut IW große Impulse setzen:

Degressive Abschreibungen für Investitionen
Unternehmen sollen in den Jahren 2026 bis 2028 von einer 30-prozentigen degressiven Abschreibung profitieren können – eine Maßnahme, die laut IW rund sieben Milliarden Euro jährlich entlastet. Diese Regelung soll Investitionen früher und in größerem Umfang auslösen. Doch der Haken liegt im Detail: In den Folgejahren zahlen Unternehmen über höhere Steuerlasten faktisch wieder drauf. Eine strukturelle Entlastung ist das nicht.

Schrittweise Senkung der Körperschaftsteuer
Ab dem Jahr 2028 soll die Körperschaftsteuer in fünf Jahresschritten jeweils um einen Prozentpunkt gesenkt werden. Das würde im ersten Jahr rund vier Milliarden Euro Entlastung bringen. Doch ein international wettbewerbsfähiges Niveau würde Deutschland laut IW erst 2032 erreichen. „Ein guter Schritt – aber viel zu spät“, kommentieren Ökonomen.

Strompreis-Entlastungen für Industrie
Die Kombination aus einer abgesenkten Stromsteuer, gedeckelten Netzentgelten und einem subventionierten Industriestrompreis soll der energieintensiven Industrie spürbar helfen. Elf Milliarden Euro werden hier veranschlagt – finanziert aus der CO₂-Abgabe. „Das ist ein wichtiges Signal an die Industrie“, sagt ein IW-Sprecher, „aber es kommt spät – und bleibt abhängig von politischen Prioritäten.“

Auch bei der Einkommensteuer gibt es moderate Entlastungen. Zwar wurde die große Reform vertagt, doch kleinere Anpassungen – höhere Freibeträge für Rentner, Alleinerziehende und Ehrenamtler sowie steuerfreie Überstunden – summieren sich laut IW immerhin auf rund sieben Milliarden Euro jährlich. Ob das reicht, um neue wirtschaftliche Dynamik auszulösen, bleibt fraglich.

Kritik an Prioritäten: Mütterrente statt Soli-Abbau

Zu den umstrittenen Maßnahmen zählt vor allem der Verzicht auf die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Der Soli sei „längst zu einer verkappten Unternehmenssteuer mutiert“, kommentiert das IW. Stattdessen investiert die Koalition vier Milliarden Euro in die Mütterrente – und ebenfalls vier Milliarden in die Beibehaltung der abgesenkten Mehrwertsteuer für die Gastronomie. Dazu kommen Ausgaben für Frühstart-Rente, höheres Elterngeld, das Deutschlandticket, das BAföG und diverse Subventionen. In Summe: zwölf Milliarden Euro.

„Diese Vielzahl kleiner Maßnahmen ergibt ein Sammelsurium von Einzelinteressen, aber kein konsistentes wirtschaftspolitisches Konzept“, heißt es aus Unternehmerkreisen. Arndt G. Kirchhoff, Präsident von unternehmer nrw, äußert sich kritisch: „Viele der Maßnahmen gehen in die richtige Richtung – aber an entscheidenden Stellen fehlt der Mut zum echten Strukturwandel.“ Kirchhoff fordert: „Was wir brauchen, ist eine Politik, die entschlossen Wettbewerbsfähigkeit stärkt – nicht kleinteilige Symbolpolitik betreibt.“

Finanzierung bleibt offen

Ob die 50 Milliarden Euro Entlastung tatsächlich kommen, bleibt allerdings offen. Denn der gesamte Koalitionsvertrag steht unter Finanzierungsvorbehalt. Die Umsetzung vieler Maßnahmen hängt von der Haushaltslage und politischem Willen ab.

„Es ist gut, dass Bewegung in die Debatte kommt“, so ein Unternehmer aus Düsseldorf. „Aber wir brauchen mehr als Bewegung – wir brauchen Verlässlichkeit und Geschwindigkeit.“

„Ein Startschuss für einen neuen Aufbruch“ – Arndt G. Kirchhoff zum Koalitionsvertrag von Union und SPD

Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW

(cs) Die Erwartungen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft an die neue Bundesregierung sind hoch. Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e. V. (unternehmer nrw), begrüßt in einer Stellungnahme an unsere Redaktion die zügige Regierungsbildung nach der Bundestagswahl: „Es ist eine sehr gute Nachricht, dass Deutschland jetzt schnell eine handlungsfähige Bundesregierung bekommt“, so Kirchhoff. Er hoffe, dass dies auch ein „Startschuss für einen neuen Aufbruch in unserem Land“ sei.

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD enthalte zahlreiche wichtige Impulse zur Erneuerung Deutschlands, betone Kirchhoff – auch wenn er in zentralen Bereichen noch Defizite sehe. Nun komme es darauf an, „dass Union und SPD die großen strukturellen Probleme beherzt angehen“.

Energiepolitik mit Rückenwind für die Industrie

In der Energiepolitik sieht der Präsident von unternehmer nrw deutliche Fortschritte. Besonders begrüßt er die geplante Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß, die Deckelung der Netzentgelte, einen Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen sowie die Abschaffung der Gasspeicherumlage. „Die richtigen Weichen für unseren Wirtschafts- und Industriestandort werden endlich gestellt“, lobt Kirchhoff. Nun müsse die Umsetzung aber rasch erfolgen – die Unternehmen hätten zu lange auf diese Entlastungen gewartet.

Bürokratieabbau: gute Ansätze, hohe Erwartungen

Großes Potenzial erkennt Kirchhoff auch beim Bürokratieabbau. Die angekündigte Abschaffung des nationalen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sei ein bedeutender Schritt. Auch das geplante nationale Sofortprogramm für Bürokratieabbau, das Ziel eines 25-prozentigen Abbaus der Bürokratiekosten für die Wirtschaft sowie jährliche Rückbaugesetze seien wichtige Vorhaben. „Die künftigen Regierungsparteien werden wir daran messen, dass der Bürokratieabbau in der Breite der Wirtschaft endlich spürbar wird“, betont Kirchhoff. In der Vergangenheit sei hier zu viel versprochen und zu wenig umgesetzt worden.

Mehr Leistungsgerechtigkeit beim Bürgergeld

Positiv bewertet Kirchhoff die geplante Umgestaltung des Bürgergeldes zu einer Grundsicherung mit stärkerem Fokus auf Mitwirkungspflichten und Vermittlungsvorrang. Dies könne dazu beitragen, „wieder für mehr Fairness und Leistungsgerechtigkeit zu sorgen“, erklärt der Arbeitgeberpräsident.

Steuerpolitik: gute Ansätze, zu wenig Mut

In der Steuerpolitik erkennt Kirchhoff zwar richtige Ansätze, etwa bei der geplanten Investitionsförderung über Sonderabschreibungen. Insgesamt sei der Kurs jedoch zu wenig ambitioniert. Besonders kritisiert er das Ausbleiben einer umfassenden Unternehmenssteuerreform sowie die zögerliche Senkung der Körperschaftssteuer. Auch die Abschaffung des Solidaritätszuschlags sei versäumt worden – „eine verpasste Chance, ein starkes Signal an die Unternehmen zu senden“.

Sozialversicherung: Reformen bleiben aus

Besorgt äußert sich Kirchhoff über die Pläne zur Sozialversicherung. Die Richtung stimme nicht: Statt struktureller Reformen seien weitere Leistungsausweitungen geplant. „Gerade angesichts des demografischen Wandels ist das nicht zukunftsfähig“, mahnt er. Wichtige Ziele wie eine Senkung der Lohnzusatzkosten unter 40 Prozent fehlten völlig.

Arbeitsrecht: Licht und Schatten

Im Arbeitsrecht begrüßt Kirchhoff die geplante Flexibilisierung der Arbeitszeit durch die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Gleichzeitig warnt er vor Eingriffen in die Tarifautonomie und kritisiert das angekündigte Tariftreuegesetz als „bürokratische Symbolpolitik“. Auch bei den starren Ruhezeitregelungen hätte er sich mehr Mut zur Veränderung gewünscht.

Kernaufgabe Wettbewerbsfähigkeit

Unterm Strich sieht Kirchhoff noch viel Arbeit für die neue Regierung. „Mehr denn je bleibt Kernaufgabe die breite und tiefgreifende Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Industriestandorts Deutschland.“ Investitionen und Arbeitsplätze müssten gezielt gestärkt, Reformen mutig angegangen werden. Die geopolitischen Herausforderungen verlangten jetzt entschlossenes Handeln.

Trotz aller Kritik zeigt sich Kirchhoff zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass Deutschland mit dieser Regierung wieder ein Motor für ein starkes Europa sein kann.“ Entscheidend sei, dass die Koalition die richtigen Ziele nun zügig in die Tat umsetze – „es liegt in unser aller Interesse, dass sie Erfolg hat.“

IST-Hochschule bietet kostenfreies Webinar zum Thema Atmung und Stressbewältigung

(cs) Weniger Stress, mehr Energie, erholsamer Schlaf: Die Antwort auf viele körperliche und mentale Herausforderungen liegt oft in etwas so Alltäglichem wie dem Atem. Wie sich Wohlbefinden und Lebensqualität durch bewusstes Atmen nachhaltig verbessern lassen, zeigt das kostenfreie Webinar der IST-Hochschule für Management, Partner und Mitglied unserer Organisation, am Dienstag, den 29. April 2025 um 18:00 Uhr. Kostenfreie Anmeldungen hier!

Referent ist Christian Mörsch (Foto), Leiter der Stress-Management-School Wuppertal und erfahrener Dozent für Schlaf-, Resilienz- und Mentaltraining. In seinem Vortrag gibt er praxisnahe Einblicke in die Kraft des Atems – und zeigt, wie einfach umsetzbare Atemtechniken den Alltag positiv verändern können.

Themen des Webinars:

  • Bewusst atmen: Die Aufmerksamkeit auf den Atem lenken

  • Stress regulieren: Verlängerte Ausatmung zur Beruhigung des Nervensystems

  • Konzentration steigern: Mit gezielter Atmung fokussierter arbeiten

  • Immunsystem stärken: Atemübungen für mehr Widerstandskraft

  • Besser schlafen: Mit Bauchatmung in die Ruhe finden

  • Atembooster Natur: Wie frische Luft und Bewegung die Wirkung verstärken

Teilnehmende erhalten nicht nur wissenschaftlich fundierte Hintergründe zur Wirkung von Atemtechniken auf Körper und Psyche, sondern auch praktische Übungen wie Bauchatmung, Breath Walking, Power Breathing, Wechselatmung und verlängerte Ausatmung. Ergänzt wird das Angebot durch Tipps zur einfachen Integration in den Alltag.

Die Teilnahme ist kostenfrei – eine ideale Gelegenheit für alle, die sich bewusst etwas Gutes tun möchten.

Die IST-Hochschule ist Partner und Mitglied der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Auszeichnung für den Inhaber der Vodafone-Stiftungsprofessur: Pioneer Award für Mobilfunk-Vordenker Professor Gerhard Fettweis

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften verlieh gestern erstmals den Pioneer Award an Deutschlands Mobilfunk-Visionär Gerhard Fettweis (Mitte). Auch dabei der Düsseldorfer CDU-Chef Thomas Jarzombek (links). Foto: VODAFONE

(cs) Ein wichtiger Moment für die deutsche Wissenschafts- und Innovationslandschaft: Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat erstmals den mit 300.000 Euro dotierten Pioneer Award verliehen – und würdigt damit den Telekommunikations-Vordenker Prof. Dr. Gerhard Fettweis. Der Inhaber der Vodafone-Stiftungsprofessur für Mobile Nachrichtensysteme an der Technischen Universität Dresden wurde gestern in München für seine außergewöhnlichen Verdienste geehrt. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zählte zu den Gratulanten.

Seit 1994 leitet Prof. Fettweis die Stiftungsprofessur und gilt als einer der prägendsten Köpfe im Bereich der Kommunikationstechnologien. Gemeinsam mit seinem Team hat er die Entwicklung von Mobilfunkgenerationen wie 5G und 6G entscheidend mitgestaltet. Seine Forschung vereint wissenschaftliche Exzellenz mit anwendungsnaher Innovationskraft – und wirkt dabei weit über die Telekommunikationsbranche hinaus.

Ob autonomes Fahren, Echtzeitsteuerung in der Industrie oder vernetzte Drohnentechnologien: Die von Fettweis und seinem Team entwickelten Technologien sind Treiber der digitalen Transformation und stärken Deutschlands Rolle als Innovationsstandort. Gleichzeitig eröffnen sie neue Potenziale für Bildung, Nachhaltigkeit und eine ressourcenschonende Wirtschaft.

Mit der Verleihung des Pioneer Awards setzt die Bayerische Akademie der Wissenschaften ein starkes Zeichen für den Stellenwert technologischer Vordenker. Und ehrt einen Wissenschaftler, der seit über drei Jahrzehnten neue Wege in der digitalen Welt bahnt – für eine vernetzte, leistungsfähige und zukunftssichere Gesellschaft.