Hauptversammlung 2026: Henkel beschließt Dividendenerhöhung und stellt Weichen für weiteres Wachstum

Dr. Simone Bagel-Trah und Carsten Knobel. Foto: Henkel
(cs) Auf der Hauptversammlung der Henkel AG & Co. KGaA am 27. April 2026 haben die Aktionärinnen und Aktionäre sämtlichen Tagesordnungspunkten zugestimmt. Rund 87 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals waren vertreten. Die Versammlung fand – wie bereits in den Vorjahren – als Präsenzveranstaltung in der CCD-Stadthalle in Düsseldorf statt.

Deutliche Dividendenerhöhung
Die Anteilseigner folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und beschlossen eine Dividendenerhöhung um 1,5 Prozent für beide Aktiengattungen. Je Vorzugsaktie werden 2,07 Euro und je Stammaktie 2,05 Euro ausgeschüttet. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei rund 38 Prozent und bewegt sich innerhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 40 Prozent. Insgesamt zahlt Henkel rund 840 Millionen Euro an seine Aktionärinnen und Aktionäre aus.
Veränderungen im Gesellschafterausschuss
Im Rahmen einer Ergänzungswahl wurde Stefan Hartung in den Gesellschafterausschuss gewählt. Er folgt auf Jean-François van Boxmeer, der sein Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung niedergelegt hatte.
Neue rechtliche Struktur für Unternehmensbereiche
Zudem stimmte die Hauptversammlung der geplanten Weiterentwicklung der Konzernstruktur zu. Demnach werden die beiden Unternehmensbereiche Adhesive Technologies und Consumer Brands zunächst in Deutschland in eigenständige rechtliche Einheiten überführt. Ziel ist es, Prozesse zu beschleunigen und die Organisation agiler aufzustellen, ohne die strategische und operative Steuerung des Konzerns zu verändern.
Bericht des Vorstandsvorsitzenden
In seiner Rede blickte der Vorstandsvorsitzende Carsten Knobel auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und ordnete die aktuelle Entwicklung ein.
Knobel betonte, dass Henkel im Jahr 2025 auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurückgeblickt habe und hob hervor, dass diese lange Tradition eine solide Grundlage für die Zukunft bilde.
Mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr erklärte er, dass 2025 erneut von erheblichen Herausforderungen geprägt gewesen sei. Dazu hätten insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie weitere geopolitische Krisen gehört. Die daraus resultierende wirtschaftliche Unsicherheit und gestiegene Kosten hätten sowohl die Konsumstimmung als auch die industrielle Nachfrage belastet.
Trotz dieser Rahmenbedingungen sei 2025 insgesamt ein gutes Jahr für Henkel gewesen, so Knobel. Das Unternehmen habe wichtige Ziele erreicht oder sogar übertroffen, die Transformation konsequent vorangetrieben und die Fortschritte auch wirtschaftlich untermauert.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf der Wachstumsstrategie. Knobel erklärte, dass Akquisitionen weiterhin ein zentraler Bestandteil dieser Strategie seien. Im ersten Quartal 2026 habe Henkel mehrere Zukäufe angekündigt beziehungsweise vereinbart, die beide Unternehmensbereiche stärken sollen. Diese Akquisitionen repräsentierten zusammen ein Umsatzvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro und böten zusätzliches Wachstums- und Ertragspotenzial.
Darüber hinaus unterstrich Knobel die zentrale Bedeutung von Innovationen für den Unternehmenserfolg und verwies auf konkrete Beispiele sowie auf die jüngst definierten neuen Nachhaltigkeitsziele.

Ausblick auf 2026
Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Vorstandsvorsitzende vorsichtig optimistisch. Knobel erläuterte, dass Henkel weiterhin von einem organischen Umsatzwachstum sowie von Ergebnissteigerungen ausgehe.
Mit Blick auf die geopolitische Lage, insbesondere die Krise im Nahen Osten, erklärte er, dass das Unternehmen die Entwicklungen mit großer Sorge verfolge. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen seien derzeit nicht absehbar. Henkel beobachte die Situation aufmerksam und wolle flexibel reagieren. Die Sicherheit der Mitarbeitenden in der Region habe dabei oberste Priorität.

Fotos: Screenshots Henkel Instagram
Dank an die Belegschaft
Abschließend würdigte Knobel die Leistungen der weltweit rund 47.000 Beschäftigten. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und betonte, dass ihr Einsatz maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitrage.
Zum Abschluss zeigte sich Knobel überzeugt, dass Henkel strategisch gut aufgestellt sei. Das Unternehmen verfüge über die richtigen Strukturen, investiere gezielt in Marken und Technologien, stärke die Innovationskraft und erschließe durch Akquisitionen neue Wachstumsfelder. Zudem werde nachhaltiges Wirtschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter vorangetrieben. Henkel sei damit gut für die Zukunft gerüstet.

