Metall-Tarifrunde 2020: NRW-Arbeitgeber warnen IG Metall am Donnerstag Abend vor neuen Kostenlasten für Unternehmen — für Mitglieder gibt’s jetzt eine aktuelle APP

Die nord­rhein-west­fä­li­schen Metall­ar­beit­ge­ber haben die IG Metall davor gewarnt, den Unter­neh­men in der Tarif­run­de 2020 neue Kos­ten­las­ten auf­zu­er­le­gen. Ange­sichts der enor­men Her­aus­for­de­run­gen durch Struk­tur­wan­del und Kon­junk­tur­flau­te und den noch völ­lig unsi­che­ren Aus­wir­kun­gen der welt­wei­ten Ver­brei­tung des Coro­na-Virus auf die Wirt­schaft sei jetzt „eine Tarif­run­de mit Augen­maß“ ange­sagt. Der Prä­si­dent des Ver­ban­des der Metall- und Elek­tro-Indus­trie Nord­rhein-West­fa­len (METALL NRW), Arndt G. Kirch­hoff, sag­te bei der nach vier Son­die­rungs­ge­sprä­chen ers­ten offi­zi­el­len Ver­hand­lungs­run­de für die Beschäf­tig­ten die­ses Indus­trie­zweigs in Pader­born, jetzt müs­se alles getan wer­den, um die Fit­ness der Unter­neh­men für den Wett­be­werb zu för­dern. „Gera­de in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on muss sich die Zukunfts­fä­hig­keit des Flä­chen­ta­rifs bewei­sen“, beton­te Kirch­hoff. Er freue sich, dass sich die Tarif­par­tei­en in der wirt­schaft­li­chen Lage­be­ur­tei­lung weit­ge­hend einig gewe­sen sei­en. Jetzt gel­te es, dar­aus die rich­ti­gen tarif­po­li­ti­schen Schluss­fol­ge­run­gen zu zie­hen. Das Ziel sei, bis Ostern einen fai­ren, für Unter­neh­men und Beschäf­tig­te trag­fä­hi­gen Abschluss zu erzie­len.

Mit ihrem Vor­stoß, die Kurz­ar­beit zu erleich­tern und damit die Unter­neh­men von Kos­ten zu ent­las­ten, habe die Bun­des­re­gie­rung gute Vor­aus­set­zun­gen für flan­kie­ren­de Ange­bo­te der Tarif­par­tei­en geschaf­fen. „Damit kön­nen wir arbei­ten“, beton­te Kirch­hoff. Es sei völ­lig rich­tig, jetzt der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung den Vor­rang gegen­über Ein­kom­mens­er­hö­hun­gen ein­zu­räu­men. Das sta­bi­li­sie­re die Kauf­kraft der rund 700.000 M+E‑Beschäftigten in NRW. Zugleich erteil­te der NRW-Metall­ar­beit­ge­ber­prä­si­dent der For­de­rung der IG Metall eine kla­re Absa­ge, die vom Gesetz­ge­ber vor­ge­se­he­nen Ent­las­tun­gen für Unter­neh­men in Zuschlä­ge für die Beschäf­tig­ten tarif­lich umzu­wid­men. „Die­ser Vor­schlag ist kon­tra­pro­duk­tiv“, kri­ti­sier­te er. Damit mach­ten sich die Tarif­part­ner weder bei der Poli­tik Freun­de, noch wer­de so das Ziel der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung erreicht.

Die Metall­ar­beit­ge­ber wer­te­ten das Bestre­ben der IG Metall, die Bewäl­ti­gung der Her­aus­for­de­run­gen des Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses in den Mit­tel­punkt der Tarif­run­de 2020 zu stel­len, als Beleg dafür, der Ver­bes­se­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men Vor­rang ein­zu­räu­men. „Einer gewerk­schaft­li­chen Fremd­steue­rung wer­den sich die Unter­neh­men in die­sem Pro­zess aller­dings nicht unter­wer­fen“, stell­te Kirch­hö­fe klar.

Unser Ver­band star­tet heu­te eine aktu­el­le APP für Mit­glie­der. Die­se kann man down­loa­den auf allen bekann­ten Platt­for­men.

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