Markus Bangen, CEO des Duisburger Hafens, Gast bei „Unternehmerschaft im Dialog“ – alle Fotos heute bei uns

Er ist ein Düsseldorfer. Zumindest wohnt er in unserer Stadt. Doch, sein Herz brennt für Duisburg; genauer: für den Duisburger Hafen: Markus Bangen, CEO des Duisburger Hafens, war gestern Abend Gast bei „Unternehmerschaft im Dialog“ der Unternehmerschaft Düsseldorf. In seiner langjährigen Karriere bei duisport, die bereits im Jahr 2000 begann, hat er sich als zentraler Akteur etabliert. Seit August 2021 leitet er als Vorstandsvorsitzender die Duisburger Hafen AG und verantwortet unter anderem die Bereiche Infrastruktur, Finanzen, Strategie und digitale Transformation. Bei der Veranstaltung gab Bangen wertvolle Einblicke in die Zukunft des Duisburger Hafens und die Herausforderungen der Logistikbranche. Durchaus sehr unterhaltsam und auch hintergründig. Thomas Buschmann, Deutsche Bank, moderierte den Abend. Vorher und nachher stand das „Netzwerken“ im Vordergrund dieser beliebten Veranstaltung. Frank Wiedemeier bannte die schönsten Situationen auf die Platte.

Karrieretag der Feuerwehr am 7. September im Arena-Sportpark

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf

Traumberuf Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann? Für viele angehende Erwachsene ist es noch immer ein großer Wunsch, beruflich Brände zu löschen und für die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung einzustehen. Doch wie kommt man zur Feuerwehr? Um diese Fragen zu klären, bietet die Feuerwehr Düsseldorf am Samstag, 7. September 2024, einen Karrieretag an. Der Karrieretag findet in der Zeit von 8.30 Uhr bis 16 Uhr in der Leichtathletikhalle am Arena-Sportpark am Staad 11 in 40474 Düsseldorf statt.

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Feuerwehr ihren Karrieretag. An diesem besteht für alle Interessierten ab 16 Jahren die Möglichkeit, sich über die Arbeit der Feuerwehr Düsseldorf und den Einstieg in den Beruf zu informieren. Hierzu stehen diverse Ansprechpartner aus dem Bereich der Feuerwehr sowie dem Hauptamt zur Verfügung und beantworten alle Fragen rund um Bewerbung, Ausbildung und Beruf.

Für einen spannenden Einblick in den späteren Berufsalltag werden auch verschiedene Mitmach-Möglichkeiten angeboten. Ebenfalls werden der Bauunfallzug der Feuerwehr Düsseldorf, die Höhenretter sowie die Technik- und Umweltschutzwache mit dem Feuerwehrkran vor Ort sein.

Zusätzlich besteht nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit, den Sporttest zu absolvieren. Bei erfolgreichem Bestehen kann dieser für die nächste Bewerbungsphase bei der Feuerwehr Düsseldorf genutzt werden. Die sogenannte Wildcard behält ihre Gültigkeit für ein Jahr.

Der Karrieretag findet in der Zeit von 8.30 Uhr bis 16 Uhr in der Leichtathletikhalle am Arena-Sportpark am Staad 11 in 40474 Düsseldorf statt. Eine Anmeldung zur Teilnahme am Sporttest ist unter karriere.feuerwehr@duesseldorf.de möglich. An den weiteren Informationsangeboten kann auch ohne vorherige Anmeldung teilgenommen werden. Für weitere Informationen steht das Geschäftszimmer der Aus- und Fortbildungsentwicklung der Feuerwehr unter 0211-8920283 zur Verfügung.

Großteil der Unternehmen betrachtet AfD als Risiko – das IW Köln legt eine neue Studie vor

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat gute Chancen, bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September stärkste Partei zu werden. Entgegen dieser Stimmung erkennen nicht nur westdeutsche Unternehmen, sondern auch ostdeutsche Betriebe im Erstarken der rechtspopulistischen Partei vor allem Risiken. 

„Auch die ostdeutschen Unternehmen verbinden mit der AfD vor allem Risiken. Als größte Sorge nennen die Unternehmen hier – wie in Westdeutschland – die Frage nach dem Bestand der EU und des Euros. Fast 60 Prozent der Unternehmen erkennen hier ein Risko. Im Westen, wo es deutlich weniger „teils-teils“-Antworten gibt, sind es demgegenüber fast 80 Prozent“, betont der Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Mehrheit der Firmen sieht AfD als Risiko: Dr. Knut Bergmann, Leiter Kommunikation und Hauptstadtbüro (links), und Dr. Matthias Diermeier, Geschäftsführer IW Gesellschaftsforschung gGmbH und Leiter Kooperationscluster Demokratie, Gesellschaft, Marktwirtschaft, haben die neue Studie erstellt. Fotoquelle: IW Köln; Collage: Unternehmerschaft Düsseldorf

Selbst im Osten beträgt der Anteil an Unternehmen, die mit dem langfristigen Erstarken der AfD in den verschiedenen abgefragten ökonomischen Aspekten Chancen verbinden, maximal rund 13 Prozent. Zudem halten trotz der weitestgehend wirtschaftsliberalen Programmatik der Partei gerade einmal 29 Prozent der ostdeutschen Unternehmen einzelne AfD-Positionen für sinnvoll oder grundsätzlich vertretbar – im Vergleich zu 22 Prozent im Westen. „In Anbetracht der deutlich besseren Wahl- und Umfrageergebnisse und der kleinteiligeren Unternehmensstruktur in Ostdeutschland waren wir überrascht, dass die Risikobewertung der AfD beinahe so negativ ausfällt wie in Westdeutschland“, ordnet IW-Studienautor Matthias Diermeier die Ergebnisse ein.

Kaum Unterstützer unter ostdeutschen Unternehmen

Als eindeutige Unterstützer der rechtspopulistischen Partei lassen sich in Ost wie West nicht einmal fünf Prozent der Unternehmen einordnen. Demgegenüber erhebt jedes zweite westdeutsche und 29 Prozent der ostdeutschen Unternehmen öffentlich die Stimme gegen die Partei. Hinzu kommen weitere 15 Prozent im Westen und 19 Prozent im Osten, die sich intern gegen die Partei aussprechen. Einen Grund für die weniger häufige Positionierung von ostdeutschen Unternehmen findet sich insbesondere in der weitverbreiteten Enttäuschung mit den etablierten Parteien.

Quelle: IW Köln

Energiespartag 2024 auf dem Schadowplatz

Am Samstag (31.08.) findet der diesjährige Energiespartag auf dem Schadowplatz ab 10 Uhr statt. Der Eintritt ist frei und alle Beratungsangebote sind kostenlos.
Viele fürchten immer noch, dass das Thema Energiewende kompliziert und teuer ist – damit wollen die Veranstalter aufräumen. Das Service- und Beratungsangebot ist interaktiv, alle Technologien sind zum Anfassen und Ausprobieren – und mit Mehrwert!
Wie finde ich die Stromfresser:innen in meinem Haushalt? Wie kann ich durch gezieltes Energie-Monitoring meinen Stromverbrauch erheblich verringern? Funktionieren Wärmepumpen auch bei extremer Kälte? Wo kann ich eine Wärmepumpe mieten? Was ist nötig, um eine Wallbox installieren zu lassen? Kann ich mein E-Auto auch bei Regen laden? Können auch Mieter Photovoltaik nutzen – zum Beispiel mit einem Balkonkraftwerk für den eigenen Balkon? Wieviel Energie spare ich, wenn ich die Fassade, den Keller und das Dach meines Hauses richtig dämmen lasse? Was müssen einkommensschwache Haushalte tun, um eine Förderung von der BürgerStiftung Düsseldorf zu bekommen? Auf was müssen Handwerksbetriebe achten? Kann ein faltbares Solar-Modul so viel Strom erzeugen, dass der Kühlschrank in meinem Garten frisches Bier für meine Gäste bereitstellen kann?
Die Elektro-Innung Düsseldorf stellt aus, die Maler- und Lackiererinnug Düsseldorf wird alles rundum Wärmeverbundsysteme zeigen und die Heizung Sanitär Klima Innung berät zu konventionellen und modernen Heizsystemen. Die Umweltakademie, das Klimamobil und der Düsselblitz runden das Angebot ab mit dem Ziel: Jeder, der den Energiespartag besucht, weiß anschließend, wie er gezielt Energie – und damit bares Geld – einsparen kann.
Details gibt es hier: www.energiespartag2024.de.

Transformationsexperte Roland Ruffing übernimmt CEO-Position bei METRO Deutschland

Roland Ruffing übernimmt mit Wirkung zum 1. September 2024 die Position des CEO und Vorsitzenden der fünfköpfigen Geschäftsführung von METRO Deutschland. Die METRO sitzt in Düsseldorf und Mitglied in unserem Großhandelsverband. Die konsequente Umsetzung der sCore-Strategie und die damit verbundene Weiterentwicklung des deutschen Großhandelsgeschäfts sind Kern der Aufgaben des neuen METRO Deutschland Chefs. Dafür bringt er aus seinen bisherigen Karriere-Stationen umfassende Erfahrung mit. Die Besetzung der weiteren 4 Geschäftsführungspositionen bleibt unverändert.  Roland Ruffing löst Martin Schumacher an der Spitze von METRO Deutschland ab. Über dessen zukünftige Rolle wird zu gegebener Zeit informiert.

Roland Ruffing; Foto: METRO

Roland Ruffing blickt auf eine über 19-jährige Karriere bei METRO zurück. Dort war er in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als Executive Vice President für die METRO / MAKRO Länder Rumänien, Polen, Ungarn, Bulgarien und Serbien verantwortlich. Zuvor hatte er als CEO von METRO Rumänien den Grundstein für die Transformation des Großhandels gelegt, u.a. durch den Fokus auf die Großhandelskunden, das Preisvorteilsmodel Buy More Pay Less sowie den Ausbau der Märkte für das Belieferungsgeschäft FSD. METRO Rumänien gehört heute nicht zuletzt dank seiner Arbeit zu den wachstumsstärksten und profitabelsten Märkten in der Gruppe. „Zahlreiche Initiativen, die unter Roland Ruffings Führung in der Vergangenheit implementiert wurden, sind heute wichtige Elemente unserer konzernweiten sCore-Strategie. Er ist deswegen der richtige CEO, um das wichtige Geschäft von METRO Deutschland noch konsequenter auf das Multichannel-Großhandelskonzept auszurichten und die gemeinsamen Wachstumsziele zu erreichen. Martin Schuhmacher danken wir für seinen bedeutenden Beitrag auf dem Weg zur Großhandelstransformation“, so Dr. Steffen Greubel, CEO METRO AG und im Vorstand verantwortlich für METRO Deutschland.

CARAVAN SALON Düsseldorf 2024: Camping als Wirtschaftsmotor für Regionen

Der CARAVAN SALON, die größte Caravaning-Messe der Welt, bietet 2024 erstmals ein umfassendes Programm zur Destinationsentwicklung, das sich gezielt an Touristiker richtet. Mit dem Camping Destination Day am 4. September wird die Messe Düsseldorf zur zentralen Anlaufstelle für alle, die das Potenzial von Caravaning und Camping für ihre Regionen ausschöpfen möchten. Die letzten Jahre haben gezeigt: Caravaning ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der mit über 18,1 Milliarden Euro, davon 5,9 Milliarden Euro Umsatz direkt in den Urlaubsgebieten und über 52 Millionen touristischen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen, erheblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beiträgt. Mit dem Konferenzprogramm macht die Messe Düsseldorf ab diesem Jahr ein gezieltes Angebot auch an die Tourismuswirtschaft. Hier weiterlesen!

Quelle: Messe Düsseldorf

Kampagne mit Augenzwinkern: Düsseldorfer Airport und Eurowings zeigen ihre Verbundenheit mit der Landeshauptstadt

„Deine Wings. Weil DUS liebst“: Der Flughafen Düsseldorf und Eurowings starten eine emotionale, lokal verwurzelte Imagekampagne. Der neue Claim „Deine Wings. Weil DUS liebst“ ist ein Bekenntnis zur Stadt Düsseldorf und unterstreicht die enge Verbindung zwischen dem Flughafen, der führenden Fluggesellschaft vor Ort, und den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern.

Kern der Kampagne sind sechs Motive, die das Thema Reisen aufgreifen und gleichzeitig augenzwinkernd ikonische Orte und Themen in Düsseldorf in Szene setzen und eine Hommage an die Vielfalt, Geselligkeit und Lebendigkeit der Stadt darstellen: Der belebte Carlsplatz, das idyllische Rheinufer, das Strandbad Lörick, das kultige Fortuna-Büdchen, die lebhafte Altstadt und die traditionsreiche Altbierkultur. Die Motive stehen stellvertretend für viele andere Orte, die das Herz und die Seele und damit die lokale Identität Düsseldorfs ausmachen.

Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH, zum Hintergrund: „Als größte Fluggesellschaft an unserem Airport ist Eurowings ein wichtiger Partner. Uns verbindet das Ziel, für unsere gemeinsamen Kunden ein exzellentes Reiseerlebnis zu schaffen. Dafür arbeiten wir in vielen Initiativen eng zusammen. Jetzt, kurz vor dem Ende der Sommerferien, geht es uns aber um etwas anderes. Eine Liebeserklärung an Düsseldorf, unser Zuhause. Diese erste gemeinsame Kampagne mit Eurowings ist eine Hommage an unsere wunderbare Stadt. Wir möchten unsere tiefe Verbundenheit mit der Stadt und ihrer wunderbaren Vielfalt sichtbar machen. Als vitaler Teil der Stadtgesellschaft engagieren wir uns leidenschaftlich in zahlreichen lokalen Projekten und sind ein Aushängeschild Düsseldorfs. Für Millionen internationaler Gäste sind wir der erste Eindruck dieser Stadt, ob bei großen Messen oder bedeutenden Kultur- und Sportevents wie zuletzt der Fußball-Europameisterschaft. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass jeder Besuch in Düsseldorf unvergesslich bleibt und die Menschen die besondere Magie unserer Stadt spüren.“

Jens Bischof, CEO von Eurowings, zur Motivation der Airline: „Düsseldorf ist der größte Flughafen in unserem europäischen Streckennetz mit rund 40 fest stationierten Eurowings Flugzeugen. Die enge Partnerschaft mit dem Flughafen Düsseldorf ist für uns mehr als nur eine geschäftliche Verbindung – sie ist eine echte Herzensangelegenheit. Wir fühlen uns als integraler Bestandteil der NRW-Landeshauptstadt, und wir freuen uns, die Menschen von hier aus in die Welt zu bringen und gleichzeitig Besucher aus vielen Ländern willkommen zu heißen. Diese Kampagne ist ein leidenschaftliches Bekenntnis zu Düsseldorf – zu seiner Energie, seiner Kultur und den Menschen, die diese Stadt so besonders machen.“

Die Kampagne läuft vom 19. August bis zum 16. September 2024 und umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter mehr als 500 City Light Poster, und weit über 100 Megalights und Infoscreens im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet. Zusätzlich werden ausgewählte Motive auf Großflächen am Flughafen zu sehen sein.

Düsseldorf Marketing unterstützt die Kampagne mit vielen weiteren prominenten Flächen, etwa am Carlsplatz oder am Kö-Bogen.

Begleitend wird die Kampagne auch auf den Social Media Plattformen des Airports beworben.

Unsere METRO wächst auch im dritten Quartal

Unsere METRO konnte den positiven Umsatztrend auch im dritten Quartal 2023/24 fortsetzen. Währungs- und portfoliobereinigt stieg der Umsatz um 4,4 %, in lokaler Währung um 3,4 %. Zum Umsatzwachstum trugen alle Vertriebskanäle bei, wobei das Belieferungsgeschäft (Food Service Distribution, FSD) und der Online-Marktplatz erneut am stärksten wuchsen. Das bereinigte EBITDA erreichte 327 Mio. € und lag damit in etwa auf Vorjahresni- veau (Q3 2022/23: 332 Mio. €).

„Unser Multichannel-Geschäftsmodell zeigt seine Wirkung: METRO konnte seine Wachstumsdynamik auch im dritten Quartal 2023/24 trotz rückläufiger Inflation und einem wetterbedingt teils späten Sommerstart aufrechterhalten. Besonders das Belieferungsgeschäft legte im vergangenen Quartal erneut deutlich zweistellig zu und erreicht mit einem Umsatzanteil von 26 Prozent einen historischen Höchststand“, sagt CEO Steffen Greubel (Foto).

In Deutschland ging der Umsatz im Q3 2023/24 um -2,4 % zurück. Die Umsatzent- wicklung mit den HoReCa-Kunden wurde insbesondere durch einen wetterbedingten späteren Start der Sommersaison beeinflusst. Das EBITDA bereinigt stieg im Q3 2023/24 auf 41 Mio. € (Q3 2022/23: 36 Mio. €).

Im Segment West ging der Umsatz im Q3 2023/24 leicht um -0,6 % zurück. Dies ist ebenfalls auf einen wetterbedingten späteren Start der Sommersaison zurückzu- führen, den insbesondere die HoReCa-Kunden in Frankreich spürten. Das EBITDA be- reinigt ging umsatzbedingt leicht auf 191 Mio. € (Q3 2022/23: 195 Mio. €) zurück.

In Russland stieg der Umsatz in lokaler Währung im Q3 2023/24 deutlich um 13,0 %. Der berichtete Umsatz stieg um 7,1 % und erreichte 0,6 Mrd. €. Das EBITDA bereinigt stieg leicht auf 42 Mio. € (Q3 2022/23: 37 Mio. €), angepasst um Wechselkurseffekte wuchs das EBITDA bereinigt um 8 Mio. €.

Im Segment Ost entwickelte sich der Umsatz in lokaler Währung im Q3 2023/24 mit 9,1 % Wachstum sehr positiv, getrieben durch nahezu alle Länder des Segments. Der berichtete Umsatz stieg um 13,5 %. Hier wirkt sich der Wechselkurseffekt aus dem Vorjahr aus der Abwertung der Türkischen Lira kurz vor dem Stichtag am 30. Juni 2023 aus. Das EBITDA bereinigt stieg umsatzbedingt auf 106 Mio. € (Q3 2022/23: 89 Mio. €). Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 10 Mio. €.

Im Segment Sonstige stieg der Umsatz im Q3 2023/24 auf 77 Mio. € (Q3 2022/23: 60 Mio. €) und beinhaltet insbesondere den METRO MARKETS Umsatz von 51 Mio. € (Q3 2022/23: 36 Mio. €). Im Q3 2023/24 lag das EBITDA bereinigt bei -53 Mio. € (Q3 2022/23: -24 Mio. €). Der Rückgang im Segment Sonstige resultiert unter anderem aus dem Auslauf von Lizenzerlösen von der WM Holding (HK) Limited im April 2023.

Unsere Unternehmen müssen zukünftig konkrete Fragen in einer Nachhaltigkeitsberichterstattung beantworten

Um Investitionen in zukunftsfähige und perspektivisch klimaneutrale Unternehmen anzukurbeln, hat die EU neue Vorgaben und Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt. Die detaillierte Berichtspflicht erfordert allerdings nicht nur Zeit und Personal, sondern betrifft künftig auch deutlich mehr Unternehmen.

Viele Unternehmen in der EU müssen künftig folgende Fragen detailliert beantworten: Welche Auswirkungen haben die betrieblichen Tätigkeiten auf Umwelt-, Sozial- und Menschenrechte sowie auf die Weise, wie das Unternehmen geführt wird, also auf dessen Governance? Wie widerstandsfähig ist das eigene Geschäftsmodell gegenüber Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten? Und wie will das Unternehmen sicherstellen, dass seine Tätigkeit mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft vereinbar ist?

Das Bundesjustizministerium geht davon aus, dass die Einführung der CSRD-Berichtspflicht die Unternehmen in Deutschland einmalig knapp 750 Millionen Euro kosten wird, die jährlichen Aufwendungen taxiert es mit etwa 1,4 Milliarden Euro.

Diese Fragen stammen aus dem Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD, sollte eigentlich bis zum 6. Juli von allen EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden, ist aber noch ausstehend.

Ziel der EU-Richtlinie ist es, verlässliche und anhand verbindlicher EU-Standards vergleichbare Nachhaltigkeitsinformationen zur Bewertung von nicht finanziellen Unternehmensleistungen zu erhalten. Finanzmarktakteure wie Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften müssen bereits seit 2021 genauere unternehmens- und produktbezogene Informationen im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien offenlegen, um Anlegern eine nachhaltige Investitionsentscheidung zu ermöglichen. Geregelt ist dies in der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). Auch große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Be​schäftigten sind seit 2017 laut CSR-Richtlinie (Non-financial Reporting Directive) verpflichtet, Informationen über ihre Geschäftstätigkeit und den Umgang mit sozialen und ökologischen Herausforderungen im Rahmen einer nicht finanziellen Erklärung offenzulegen. CSR steht hierbei für Corporate Social Responsibility, also die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen.

Wer muss alles Nachhaltigkeitsberichte erstellen?

Bislang sind etwa 500 große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Beschäftigten in der Bundesrepublik berichtspflichtig. Bis 2028 wird die Berichtspflicht etappenweise ausgeweitet; künftig sind in Deutschland etwa 15.000 Unternehmen unmittelbar betroffen – nicht nur große Unternehmen, sondern alle kapitalmarktorientierten Unternehmen (außer Kleinstunternehmen) werden berichtspflichtig werden.

Berichtspflichtige Unternehmen müssen dabei ihre Lieferketten in den Blick nehmen. Das dürfte zur Folge haben, dass sie ihre Zulieferer auffordern, Auskunft über die Nachhaltigkeit ihres Geschäfts zu geben. So ergibt sich eine Kaskade, die den Kreis der Betriebe, die sich mit den neuen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigen werden, deutlich vergrößert.

Das Ziel: vermehrte Investitionen in den Klimaschutz

Und wozu das alles? Die neue CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung soll Anlegern bei ihren Investitionsentscheidungen helfen, sprich: Die Kapitalströme sollen so in notwendige Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz umgelenkt werden, die zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 nötig sind. Die beiden Nachhaltigkeitsberichterstattungen CSRD und SFDR bilden zusammen mit der EU-Taxonomie, die ein einheitliches und verbindliches Klassifikationssystem für „grüne“ Wirtschaftsaktivitäten in der EU schafft, die drei wichtigsten Regularien zur EU-Offenlegungspflicht (siehe „EU-Taxonomie: Kriterien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz“).

Zusätzlich müssen bereits im Rahmen des deutschen Lieferkettengesetzes große Unternehmen die Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte nachweisen (siehe „Lieferkettengesetz: Gut gemeint ist nicht gut gemacht“). Mit der künftigen EU-Regulierung werden die Vorgaben und der Berichtskreis damit deutlich erweitert.

Noch sind bessere Finanzierungsmöglichkeiten aber nicht ausschlaggebend (Grafik):

Rund 70 Prozent der Betriebe in Deutschland, die Nachhaltigkeitsberichte herausgeben, tun dies, weil ihre Kunden oder Auftraggeber dies wünschen oder verlangen.

Etwa die Hälfte publiziert Nachhaltigkeitsberichte für Belegschaft und Öffentlichkeit, nur 23 Prozent, um bessere Finanzierungsbedingungen bei Banken oder am Kapitalmarkt zu erhalten.

Dass dies alles nicht ohne entsprechenden Personaleinsatz erfolgen kann, liegt auf der Hand. Das Bundesjustizministerium geht davon aus, dass die Einführung der CSRD-Berichtspflicht die Unternehmen in Deutschland einmalig knapp 750 Millionen Euro kosten wird, die jährlichen Aufwendungen taxiert es mit etwa 1,4 Milliarden Euro.

In so viel Prozent der Unternehmen erreichte die Ausbildung diesen Digitalisierungsgrad

In den seltensten Fällen sind dafür Neueinstellungen erfolgt oder geplant. Vor allem kleinere Betriebe verfügen üblicherweise nur über begrenzte Ressourcen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, wie eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt (Grafik):

Nur 4 Prozent der kleinen Unternehmen, die bereits einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen oder dies planen, wollen für diese Aufgabe neues qualifiziertes Personal einstellen.

Mehr als die Hälfte der Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern delegiert Nachhaltigkeitsberichte an Mitarbeiter, die dafür nicht spezifisch ausgebildet sind. In mittelgroßen Unternehmen praktizieren dies 38, in großen Firmen noch 31 Prozent. Viele betroffene Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter aber auch schulen, vor allem bei den größeren Betrieben ist dies die am weitesten verbreitete Maßnahme. Ebenfalls stark nachgefragt ist der Einsatz externer Dienstleister – so nehmen 40 Prozent der mittelgroßen Betriebe deren Hilfe in Anspruch oder planen dies.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Henkel mit gutem organischen Umsatzwachstum und sehr starker Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr

Henkel hat im ersten Halbjahr 2024 in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld eine gute organische Umsatzentwicklung verzeichnet und das Ergebnis sehr stark gesteigert. Damit hat das Unternehmen seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. „Wir haben im ersten Halbjahr insgesamt eine sehr gute Geschäftsentwicklung erzielt. Das belegt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind und unsere Ausrichtung auf ganzheitliches Wachstum greifbare Erfolge bringt“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

„Im ersten Halbjahr waren das organische Umsatzwachstum wie auch die Ergebnisverbesserung von beiden Unternehmensbereichen getragen. Der Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte zeigt spürbare Erfolge und wirkt sehr positiv auf die Umsatz-, Bruttomargen- und Ergebnisentwicklung. Und auch in unserem Klebstoffgeschäft, in dem wir die Organisationsstruktur noch stärker an unseren Kunden ausgerichtet haben, tragen die angestoßenen Veränderungen entscheidend zu der guten Entwicklung von Henkel bei. Ebenfalls stark zeigte sich auch unser Free Cashflow, der noch einmal über dem bereits hohen Wert aus dem ersten Halbjahr 2023 lag. All das erlaubt uns auch, weiter gezielt in unsere Geschäfte und unsere Zukunft zu investieren: in Marken, Technologien und Innovationen. Darüber hinaus treiben wir wichtige Initiativen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, um unsere Wettbewerbsposition weiter auszubauen“, erläuterte Carsten Knobel weiter.

„Nach der starken Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr blicken wir zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf und haben deshalb bereits Mitte Juli unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Wir liefern, was wir uns vorgenommen haben, und sehen uns mit unserer klaren Strategie auf dem richtigen Weg für weiteres profitables Wachstum. Das zeigt auch die Anpassung unserer mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition: Wir sind zuversichtlich, die Umsatz- und Ergebnisziele nun bereits mittelfristig zu erreichen.“

Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Der am 3. Mai 2024 aktualisierte Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde am 17. Juli bezogen auf die Ergebnisgrößen angehoben. Hierzu hat im Wesentlichen die höhere Gewinnerwartung im Bereich Consumer Brands beigetragen, bei gleichzeitig steigenden Investitionen in Werbung zur Unterstützung von Innovationen. Die Prognose berücksichtigt dabei weiterhin die Erwartung höherer Preise für direkte Materialien in der zweiten Jahreshälfte. Henkel geht nun im Gesamtjahr 2024 von folgender Entwicklung für Umsatz und Ergebnis aus:

Henkel erwartet unverändert ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Dabei wird für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies wie bisher von einer organischen Umsatzsteigerung von 2,0 bis 4,0 Prozent ausgegangen. Für den Unternehmensbereich Consumer Brands wird weiter ein Anstieg von 3,0 bis 5,0 Prozent prognostiziert. Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) wird nun in einer Bandbreite von 13,5 bis 14,5 Prozent erwartet (zuvor: 13,0 bis 14,0 Prozent). Hier wird für Adhesive Technologies unverändert von einer bereinigten Umsatzrendite zwischen 16,0 und 17,0 Prozent und für Consumer Brands nun zwischen 13,0 und 14,0 Prozent ausgegangen (zuvor: 12,0 bis 13,0 Prozent). Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) wird nun mit einem Anstieg in der Bandbreite zwischen +20,0 und +30,0 Prozent bei konstanten Wechselkursen gerechnet (zuvor: +15,0 bis 25,0 Prozent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2024

In einem insgesamt weiterhin herausfordernden Marktumfeld erzielte Henkel im ersten Halbjahr 2024 einen Konzernumsatzvon 10.813 Mio. Euro. Das entspricht einer nominalen Entwicklung von -1,0 Prozent. Nachdem die nominale Umsatzentwicklung in den vergangenen Quartalen durch den Verkauf der Geschäftsaktivitäten in Russland belastet war, konnte Henkel nun im zweiten Quartal 2024 auch wieder ein nominales Umsatzwachstum erzielen (Q2: 5.496 Mio. Euro, +3,4 Prozent). Wechselkurseffekte minderten den Umsatz im ersten Halbjahr 2024 um -1,9 Prozent (Q2: +0,2 Prozent). Akquisitionen und Divestments wirkten sich insgesamt mit -2,1 Prozent auf den Umsatz aus (Q2: +0,3 Prozent). Während sich hierbei die Veräußerung der Geschäftsaktivitäten in Russland im April 2023 negativ auswirkte, leisteten die jüngst abgeschlossenen Akquisitionen in beiden Unternehmensbereichen – Seal for Life sowie Vidal Sassoon – einen positiven Beitrag. Organisch – das heißt bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – erreichte Henkel ein gutes Umsatzwachstum von 2,9 Prozent (Q2: +2,8 Prozent).