Henkel investiert 44 Millionen Euro in Düsseldorfer Standort zur Optimierung von Logistikprozessen

Foto: Henkel

Mit dem Spatenstich beginnen diese Woche die Bauarbeiten für ein neues Lager für Konsumgüterprodukte, vor allem aus dem Bereich Haarpflege, am Henkel-Hauptsitz in Düsseldorf. Das neue Lager wird angebunden an das bereits bestehende, vollautomatisierte Hochregallager für Wasch- und Reinigungsmittelprodukte. Es ist das größte Lager für Konsumgüter von Henkel in Europa. Das Unternehmen investiert 44 Millionen Euro in den Neubau, der Ende 2025 abgeschlossen sein soll.

Fünf Lagerorte, die aktuell in Deutschland und in der Benelux-Region verteilt sind, werden künftig am Standort Düsseldorf vereint. „Durch die gebündelte Belieferung reduziert sich die Anzahl der benötigten Auslieferungen. Dies trägt zu einer verbesserten Nachhaltigkeits-Bilanz unserer Logistikkette bei. Außerdem ergeben sich für unsere Handelspartner Vorteile durch die Verringerung der Bestellvorgänge und die Erhöhung der Lieferfrequenz“, sagt Oliver Wittig, Logistikleiter für Henkel Consumer Brands Deutschland. Das neu angebaute Lager erhält zudem einen direkten Gleisanschluss. So können die Haarprodukte, die in Wassertrüdingen in Südbayern produziert werden, direkt ab Werk mit dem Güterzug nach Düsseldorf transportiert werden – und das bei geringeren CO2-Emissionen als bei der Beförderung auf der Straße.

„Düsseldorf ist nicht nur unser Hauptverwaltungssitz, sondern auch die zweitgrößte Produktionsstätte von Henkel weltweit“, ergänzt Dr. Daniel Kleine, Henkel Präsident Deutschland und Standortleiter Düsseldorf. „Wir investieren kontinuierlich in den Standort Düsseldorf – im Schnitt bis zu 100 Millionen Euro jährlich. Und auch diese Investition ist wieder ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und Düsseldorf.“

Nahtlose Anbindung an bestehendes Lager

Das neue Lager wird durch eine Förderbrücke direkt mit dem bestehenden Hochregallager verbunden, um eine nahtlose Integration der Logistikprozesse und eine schnelle Lieferung an die Kunden zu gewährleisten. Das bestehende Hochregallager für Wasch- und Reinigungsmittel bietet bereits Platz für über 200.000 Paletten auf bis zu sechzehn Ebenen und einer Grundfläche von 24.000 Quadratmetern – einer Fläche von mehr als drei Fußballfeldern. Durch die Lagererweiterung kommt eine zusätzliche Fläche von 6.000 Quadratmetern hinzu, die Platz für weitere 40.000 Paletten bietet. Künftig werden hier Konsumgüterprodukte für den deutschen Markt sowie für Belgien, Luxemburg und die Niederlande lagern.

Strategische Integration

Die Lagererweiterung in Düsseldorf ist Teil der zweiten Phase der Integration der ehemals getrennten Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in den Unternehmensbereich Consumer Brands. Gemäß dem Grundsatz „one face to the customer“ optimiert Henkel seine Logistikprozesse. Das bedeutet: ein Auftrag, eine Lieferung, eine Rechnung. Durch die Optimierung der Logistikprozesse kann Henkel die Effizienz der Abläufe steigern und seine Position im Markt weiter stärken.

Unternehmen halten am Homeoffice fest

Zuletzt gab es immer wieder Berichte, dass namhafte Unternehmen ihre Homeoffice-Regelungen einschränken wollen. Die angekündigten „Return-to-Office“-Strategien reichen dabei von neuen Obergrenzen für die Anzahl der Homeoffice-Tage bis zur Wiedereinführung der täglichen Präsenzpflicht. Trotz der medialen Aufmerksamkeit für eine mögliche Abkehr vom Homeoffice belegt eine ZEW-Befragung, dass hybride Arbeitsmodelle in deutschen Unternehmen ungebrochen weit verbreitet sind. Darüber hinaus erwarten Unternehmen für die kommenden zwei Jahre einen weiteren Anstieg der Homeoffice-Nutzung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des ZEW unter rund 1.200 Unternehmen im Juni 2024.

„Laut unserer Befragung arbeiten Beschäftigte in 82 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice. Im stärker ortsgebundenen Verarbeitenden Gewerbe sind es 48 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die ihren Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche ermöglichen, verharrt damit seit der Corona-Pandemie auf einem konstant hohen Niveau. Demnach sehen wir aktuell keine Anzeichen für eine Abkehr der Unternehmen von Homeoffice-Angeboten, die mindestens einen Tag pro Woche umfassen“, kommentiert Studienleiter Dr. Daniel Erdsiek aus dem ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“ die Ergebnisse.

Ein Vergleich der aktuellen Homeoffice-Nutzung mit der Situation vor der Pandemie macht deutlich, wie stark sich das mobile Arbeiten in deutschen Unternehmen etabliert hat. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten von 24 Prozent vor der Pandemie auf nun 48 Prozent verdoppelt. In der Informationswirtschaft ist der Anteil mit einem Sprung von 48 Prozent auf 82 Prozent ebenfalls stark angestiegen.

„Mit Blick auf die nächsten zwei Jahre rechnen die Unternehmen auch nicht damit, Angebote mit mindestens einem Homeoffice-Tag pro Woche zurückzufahren. Im Gegenteil: Der Anteil an Unternehmen mit Homeoffice-Angeboten wird laut Erwartungen nochmals ansteigen – auf 88 Prozent in der Informationswirtschaft und 57 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe“, so Erdsiek.

Darüber hinaus rechnen die befragten Unternehmen auch mit einem steigenden Anteil der Beschäftigten, die solche Angebote künftig nutzen werden. Beispielsweise erwarten etwa zwei Drittel der Unternehmen in der Informationswirtschaft, dass im Juni 2026 mehr als 20 Prozent ihrer Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice arbeiten werden.

Quelle: ZEW

Warum der digitale Wandel auch die berufliche Ausbildung verbessert!

In so viel Prozent der Unternehmen erreichte die Ausbildung diesen Digitalisierungsgrad

Obwohl die Digitalisierung viele Chancen bietet, bereitet nur ein Teil der Ausbildungsbetriebe den Nachwuchs umfassend auf die Arbeit mit Computern und Co. vor. Ausbildungsnetzwerke können helfen, den Anteil zu erhöhen.

Ob für die Kommunikation im Team oder die mobile Zusammenarbeit – die Digitalisierung bietet Unternehmen und ihren Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten, die in der analogen Arbeitswelt nicht vorhanden sind.

Der digitale Wandel kann auch die berufliche Ausbildung aufwerten und verbessern. Wie gut das schon funktioniert, hat das Netzwerk Q 4.0 untersucht (Grafik):

Rund jeder dritte Ausbildungsbetrieb zählte im Jahr 2022 zu den sogenannten digitalen Vorreitern beziehungsweise zu den Ausbildungsunternehmen 4.0.

Die Ausbilder dort vermitteln digitale Kompetenzen besonders intensiv, nutzen häufig digitale Lernmedien und machen sich regelmäßig mit der neuesten Technik in ihrem Unternehmen vertraut.

Die digitalen Vorreiter tauschen sich am häufigsten mit anderen Ausbildungsakteuren aus – den engsten Kontakt haben sie mit den Berufsschulen.

Außerdem tauschen sich die Ausbildungsunternehmen 4.0 am häufigsten mit anderen Akteuren zu Ausbildungsfragen aus – beispielsweise mit Ausbildern aus anderen Unternehmen oder der Bundesagentur für Arbeit.

Besonders gut vernetzt sind sie mit den Berufsschulen. Rund zwei Drittel der digitalen Vorreiter stehen mit diesen in regelmäßigem Kontakt. Das läuft jedoch nicht immer reibungslos: Das unterschiedliche Tempo der Digitalisierung sehen rund 70 Prozent der Ausbildungsunternehmen 4.0 als Herausforderung in der Kooperation mit den Berufsschulen.

Doch auch viele Unternehmen haben noch Nachholbedarf in Sachen digitaler Ausbildung. Zwar nimmt seit der ersten Erhebung im Jahr 2019 der Digitalisierungsgrad in den Betrieben kontinuierlich zu, dennoch bildet noch immer etwa ein Fünftel der Befragten kaum digital aus – sie gelten daher als digitale Nachzügler. Anders als die digitalen Vorreiter stehen sie nur mit wenigen Netzwerkpartnern im Austausch.

Vermutlich sind ihnen die Vorteile von Netzwerken und digitaler Ausbildung bisher nicht so bekannt.

Um das Potenzial der digitalen Ausbildung weiter auszuschöpfen, müssen die Nachzügler – und auch das große digitale Mittelfeld – künftig aktiver werden.

Ausbildungsnetzwerke können hier einen wichtigen Beitrag leisten, weil sich beispielsweise Unternehmen mit unterschiedlichem Digitalisierungsgrad über Ideen und Erfahrungen austauschen können.

Außerdem sind die gemeinschaftliche Weiterbildung von Berufsschullehrkräften und Ausbildern sowie eine engere Zusammenarbeit mit Lernorten wie der Berufsschule wichtig. Dann wird die Digitalisierung in der Ausbildung ein durchschlagender Erfolg.

Quelle: IW Köln

So wird Künstliche Intelligenz unsere Zukunft prägen – Tipps und Trends direkt aus Düsseldorf

Symbolbild: Künstliche Intelligenz; Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf ki-generiert

Die Broschüre „Arbeitsorganisation neu gedacht – Erfolgsfaktoren für die KI-Einführung“ ist jetzt neu erschienen und wurde vom Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. herausgegeben.

Diese detaillierte Veröffentlichung beleuchtet eingehend, welche aktuellen Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation bereits sichtbar sind, welche Auswirkungen diese auf die tägliche Arbeit haben, und bietet eine systematische Herangehensweise zur erfolgreichen Implementierung von KI-Systemen. Darüber hinaus enthält sie zahlreiche praktische Arbeitshilfen und ausführliche Checklisten zum Ausfüllen, die besonders für kleine und mittlere Unternehmen nützlich sind, um die identifizierten Potenziale optimal nutzen zu können.

Link: https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-arbeitsorganisation

Der Einsatz von KI stärkt die Organisationsstruktur und erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber. „Angesichts des Fachkräftemangels ist dies entscheidend, um Deutschlands Position als wettbewerbsfähiges Hochlohnland zu sichern“, betont Prof. Dr.-Ing. habil. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa.

KI hat das Potenzial, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern durch:

  • Menschenorientierte Gestaltung: Entlastung der Beschäftigten durch die Übernahme sich wiederholender Aufgaben.
  • Erhöhung der Beschäftigungsvielfalt: Einführung neuer, flexibler Arbeitssysteme.
  • Datenbasierte Erkenntnisse: Gewinnung wertvoller Einblicke durch Integration technischer Systeme.
  • Flexibilisierung der Arbeit: Schaffung von flexiblen Arbeitszeiten, unterschiedlicher Arbeitsorte und flexibler Arbeitsorganisationen.
  • Unterstützung von Nachhaltigkeit: Förderung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Arbeitsorganisatorische Veränderungen durch KI

Der Einsatz von KI ersetzt die menschliche Arbeit nicht, sondern führt zu bedeutenden organisatorischen Anpassungen bei:

  • der Aufbauorganisation: Neugestaltung von Entscheidungsspielräumen und Teamzusammensetzungen sowie Einführung neuer Rollen und Organisationseinheiten.
  • der Ablauforganisation: Anpassung der Arbeitsinhalte, der Arbeitszeiten, der Arbeitsräume und der Arbeitszuordnung.

Die Broschüre bietet umfassende Informationen, Praxisbeispiele und Handlungshilfen für die erfolgreiche Einführung von KI in Unternehmen.

Weitere Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz am ifaa:

Ergebnisse des Trendbarometers 2023 – Themenschwerpunkt “Künstliche Intelligenz”: https://www.arbeitswissenschaft.net/fileadmin/user_upload/KI-Trendbarometer-2023.pdf

Übersichtliche Informationen über die Position, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Forschungsprojekte des ifaa sowie Ihre Ansprechpersonen: ifaa-Infografik Künstliche Intelligenz und Lernende Systeme (arbeitswissenschaft.net)

Ergebnisse der ifaa Studie: “Künstliche Intelligenz in produzierenden Unternehmen” (2022): https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/kwh-ue-alf-ki-studie-ergebnisse

Handbuch für die Praxis: Künstliche Intelligenz (KI) und Arbeit – Leitfaden zur soziotechnischen Gestaltung von KI-Systemen:https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/buecher/ifaa-2023-ki-buch

Warum bei uns 2027 rund 728.000 Fachkräfte fehlen werden

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

In den kommenden Jahren wird der Fachkräftemangel immer größer werden. Insbesondere im Verkauf, der Kinderbetreuung und der Sozialarbeit werden Mitarbeiter gesucht, wie eine neue Studie unseres Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

Wer sich beim Shoppen gerne von Fachverkäufern beraten lässt, muss in Zukunft wahrscheinlich länger warten. 2027 könnte die Fachkräftelücke im Verkauf deutschlandweit so groß sein wie in keinem anderen Beruf. Rund 37.000 offene Stellen blieben dann unbesetzt, weil es nicht genügend Fachkräfte gibt. Auf 65.000 Stellenausschreibungen kämen gerade einmal 45.000 passend qualifizierte Arbeitslose. Das zeigt eine neue IW-Studie, die die Entwicklung von 1.300 Berufen bis ins Jahr 2027 untersucht hat – vorausgesetzt, dass sich die Entwicklungen der vergangenen sieben Jahre fortsetzen.

Großer Mangel in sozialen Berufen

Ebenfalls groß könnte die Lücke in der Kinderbetreuung sein: Obwohl die Beschäftigtenzahl in der Kinderbetreuung zwischen 2022 und 2027 voraussichtlich um rund 26 Prozent auf knapp 800.000 steigen wird, wächst der eigentliche Bedarf noch schneller. 27.600 Stellen blieben 2027 daher unbesetzt. In der Sozialarbeit und Sozialpädagogik würde die Lücke in den nächsten Jahren zwar sinken, doch in absoluten Zahlen fehlen hier mit 22.200 Fachkräften die drittmeisten Beschäftigten. Knapp dahinter läge die Fachkräftelücke der Gesundheits- und Krankenpflege mit 20.300 nicht zu besetzenden Stellen, bei Informatik-Experten wären es 19.000.

Zuwanderung gleicht Alterung aus

Die gute Nachricht: Dank der starken Zuwanderung könnte sich die Lage in Zukunft zumindest in Teilen entspannen. Zwar gehen infolge des demografischen Wandels bis 2027 voraussichtlich jährlich 283.000 Beschäftigte mehr in Rente als nachrücken. Setzt sich der aktuelle Trend jedoch fort, werden bis dahin auch 285.000 Menschen jährlich aus dem Ausland in den Arbeitsmarkt einwandern. „Schon heute merken Unternehmen, dass Fachkräfte aus dem Ausland wichtig sind. Unsere Studie zeigt, dass in der guten Integration in den Arbeitsmarkt enorme Chancen liegen“, sagt IW-Experte und Studienautor Alexander Burstedde. Essenziell sei daher, die qualifizierte Zuwanderung zu stärken und berufliche Abschlüsse aus dem Ausland schneller anzuerkennen.

Quelle: IW Köln

Feierliche Übergabe in Ungarn: Rheinmetall übernimmt nach Fertigstellung Munitionsfabrik im ungarischen Várpalota

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat die offizielle Übernahme seiner neuen hochmodernen 30mm Munitionsfabrik in Várpalota, Ungarn begangen.

Die feierliche Zeremonie fand im Beisein des ungarischen Verteidigungsministers Kristóf Szalay-Bobrovniczky und des Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG, Armin Papperger sowie weiteren hochrangigen Vertretern der ungarischen Regierung statt.

Die neue Fertigungsstätte in Várpalota ist ein bedeutender Meilenstein in der Expansionsstrategie von Rheinmetall und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, modernste Technologien zur Unterstützung der Verteidigungsfähigkeit seiner Partner bereitzustellen. Die Anlage ist darauf ausgelegt, 30mm Munition für den Schützenpanzer KF41 Lynx zu produzieren, den die ungarischen Streitkräfte erhalten und der in Zalaegerszeg gebaut wird. Ab Oktober 2024 nimmt das Werk in Várpalota seine Produktion auf. In einer zweiten Phase werden dann unter anderem auch Munition für Kampfpanzer und Artillerie sowie Zünder in Várpalota gefertigt. Das Firmengelände wird in der finalen Ausbaustufe insgesamt ca. 150 Hektar umfassen.

In seiner Eröffnungsrede betonte Armin Papperger die Bedeutung der neuen Fabrik für Rheinmetall und den Standort in Ungarn: „Die Eröffnung dieser hochmodernen Munitionsfabrik in Várpalota ist ein klares Zeichen unseres Engagements für Innovation und Qualität. Diese Anlage wird nicht nur die Verteidigungsfähigkeiten unserer Partner in Ungarn und weltweit stärken, sondern auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen.“

Der ungarische Verteidigungsminister Szalay-Bobrovniczky hob in seiner Ansprache die strategische Bedeutung der Kooperation mit Rheinmetall hervor und betonten die gemeinsamen Anstrengungen zur Stärkung der nationalen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Die neue Fabrik in Várpalota ist mit modernster Technologie ausgestattet und wird mehr als 200 Arbeitsplätze in der Region schaffen, wodurch sie einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leistet. Die Etablierung des Lynx Schützenpanzers sowie weiterer Lynx-Varianten stärkt zudem die Entwicklung der ungarischen Verteidigungsindustrie. Rheinmetall setzt damit seine Tradition fort, durch technologische Innovation und enge Partnerschaften zur globalen Sicherheit beizutragen.

150 Jahre Stadtmuseum Düsseldorf: Eine Jubiläumsausstellung der besonderen Art

Das Besondere: Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben sich Lieblingsbilder ausgesucht und sagen in der Ausstellung, warum sie gerade dieses Bild ausgesucht haben. Hier sehen wir ein Beispiel von HENKEL-Chefin Dr. Somine Bagel-Trah, die sich ein Bild mit „Mutter Ey“ ausgesucht hat. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Das Stadtmuseum Düsseldorf, gelegen an der Berger Allee 2, feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen mit einer einzigartigen Sonderausstellung. Diese Ausstellung präsentiert besondere Stücke aus der ständigen Sammlung des Museums. Die entstandenen Lücken in den Ausstellungsräumen wurden von Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstlern mit eigens für diesen Anlass geschaffenen oder ausgewählten Werken geschlossen.

Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur und Integration, stellte die Sonderausstellung im Vorfeld vor: „Mit 150 Jahren Wirken, Erklären und Begeistern ist das Stadtmuseum eine echte Institution in der Düsseldorfer Kulturlandschaft. Die Jubiläumsausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Generationen von Besucherinnen und Besuchern die bewegende Geschichte der Landeshauptstadt vermittelt wurde. Dank der vielfältigen digitalen Möglichkeiten wird das Stadtmuseum auch in Zukunft die Menschen in seinen Bann ziehen.“

Seit seiner Gründung im Jahr 1874 hat das Stadtmuseum Düsseldorf als ältestes Museum der Stadt eine bewegte Geschichte erlebt. Die Jubiläumsausstellung beleuchtet diese Geschichte im gesamten Haus und beginnt mit zeitgenössischen Museumskonzepten sowie einer virtuellen Schau. Im Mittelpunkt stehen die ursprüngliche Museumsidee des Protektors Prinz Georg von Preußen und seine Sammlung. Darüber hinaus präsentieren und kommentieren Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihre Lieblingsexponate aus den Beständen des Museums.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist das Protokoll der Stadtverordnetenversammlung aus dem Stadtarchiv, das den „Beschluss zur Gründung des historischen Museums“ vom 5. Mai 1874 dokumentiert – der Startpunkt der bewegten Geschichte des Stadtmuseums Düsseldorf. Seit seiner Gründung war das Museum an sieben verschiedenen Standorten untergebracht, bevor es 1963 im Palais Spee sein dauerhaftes Zuhause fand.

Mit den wechselnden Räumen änderten sich auch der Name und die Zuständigkeiten des Museums. Erst 1963 erhielt das Haus eine eigenständige Leitung und wurde in „Stadtgeschichtliches Museum“ umbenannt, was 1980 erneut in „Stadtmuseum“ geändert wurde. Durch Schenkungen, unter anderem von Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern sowie Mäzenen wie Prinz Georg von Preußen, wuchs der Bestand des Museums kontinuierlich. Ein bedeutendes Exponat ist das vor 1691 entstandene Gemälde der Kurfürstin Anna Maria Luisa de‘ Medici, eine Schenkung von Prinz Georg von Preußen, der 1880 das Protektorat des Hauses übernahm.

Ankäufe erweiterten die musealen Sammlungen, die heute von Zeugnissen der Prähistorie bis in die Gegenwart reichen – von Mammutzähnen über Ölgemälde bis zur „Dröppelminna“, von der ebenfalls ein Exemplar in der Ausstellung zu sehen ist. Die enorme Vielfalt des Bestandes führte dazu, dass das Stadtmuseum mehrfach Bestände an später gegründete Düsseldorfer Einrichtungen wie das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum, das Kunstmuseum oder das Stadtarchiv abgab.

Seit dem Umzug in das Galeriegebäude am Burgplatz 1879 bringt das Stadtmuseum den Interessierten die Geschichte ihrer Stadt und ihrer Region in Ausstellungen näher. In den 1980er- und 1990er-Jahren lag ein Schwerpunkt der Museumsarbeit auf der Aufarbeitung der Nazi-Jahre in Düsseldorf und dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung.

Seit der Jahrtausendwende positioniert sich das Stadtmuseum als „fragendes Museum“ und partizipatives Haus, das als Diskussionsforum der Stadtgesellschaft fungiert. Es bietet vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme und zur Diskussion von Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Stadt Düsseldorf.

Ein weiteres Highlight der Jubiläumsausstellung: Mehrere Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die sich auf verschiedenen Wegen für die Stadtgesellschaft engagiert haben, wählten ihre Lieblingsbilder aus dem Fundus des Museums aus. Dazu gehören das Portrait des Künstlers Wilhelm Hensel aus dem Jahr 1847, das von Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, ausgewählt wurde und Felix Mendelssohn-Bartholdy zeigt. Auch das Gemälde „Zeitgenossen“ von Arthur Kaufmann aus dem Jahr 1925, das die Protagonisten der Düsseldorfer Kunstszene darstellt und zu den Schlüsselexponaten des Hauses gehört, wird präsentiert. Letzteres wurde von dem bekannten Künstler Jacques Tilly ausgewählt.

Wir laden Sie herzlich ein, diese außergewöhnliche Jubiläumsausstellung zu besuchen und die bewegende Geschichte des Stadtmuseums Düsseldorf zu erleben.

Personal Branding mit LinkedIn: Ein umfassender Leitfaden

Lisa Marie Schelig in unserer Redaktion nutzt intensiv LinkedIn. Foto: Frank Wiedemeier

Personal Branding ist in der heutigen digitalen Welt unverzichtbar geworden. Es geht darum, wie man sich selbst als Marke positioniert, um seine beruflichen Ziele zu erreichen. LinkedIn, das weltweit größte professionelle Netzwerk, ist eine der besten Plattformen, um ein starkes persönliches Branding aufzubauen und zu pflegen. Unsere Redaktion hat zusammengestellt, wie Sie Ihre persönliche Marke auf LinkedIn erfolgreich etablieren können.

Warum Personal Branding wichtig ist

Personal Branding hilft Ihnen, Ihre berufliche Identität zu definieren und zu kommunizieren. Es ermöglicht Ihnen:
– Sichtbarkeit und Anerkennung: Sich in einem überfüllten Arbeitsmarkt abzuheben.
– Netzwerkaufbau: Beziehungen zu potenziellen Arbeitgebern, Kunden und Branchenkollegen zu pflegen.
– Karrieremöglichkeiten: Neue Jobangebote, Projekte oder Kooperationen zu gewinnen.
– Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Als Experte auf Ihrem Gebiet wahrgenommen zu werden.

LinkedIn als Werkzeug für Personal Branding

LinkedIn bietet zahlreiche Funktionen, um Ihr Personal Branding zu unterstützen:
– Professionelles Profil: Ihr LinkedIn-Profil ist Ihr digitales Schaufenster. Es sollte vollständig und ansprechend gestaltet sein.
– Netzwerk: LinkedIn ermöglicht es Ihnen, mit Fachleuten weltweit in Kontakt zu treten.
– Content-Sharing: Sie können Inhalte teilen, die Ihre Expertise und Interessen widerspiegeln.
– Engagement: Durch Kommentare, Likes und Beiträge können Sie sich aktiv an Diskussionen beteiligen und sichtbar werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Personal Branding auf LinkedIn

1. Erstellen Sie ein aussagekräftiges Profil
Ihr LinkedIn-Profil sollte vollständig und aktuell sein. Achten Sie auf folgende Elemente:
– Profilbild: Wählen Sie ein professionelles Foto. Ein Lächeln und Augenkontakt wirken einladend.
– Titel: Verwenden Sie einen prägnanten und aussagekräftigen Titel, der Ihre berufliche Identität widerspiegelt.
– Über mich: Schreiben Sie eine überzeugende Zusammenfassung, die Ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und beruflichen Ziele beschreibt.
– Berufserfahrung: Listen Sie Ihre bisherigen Positionen und Verantwortlichkeiten detailliert auf.
– Fähigkeiten und Empfehlungen: Fügen Sie relevante Fähigkeiten hinzu und bitten Sie Kollegen um Empfehlungen.

2. Bauen Sie Ihr Netzwerk gezielt auf
– Kontakte hinzufügen: Verbinden Sie sich mit ehemaligen und aktuellen Kollegen, Branchenexperten und potenziellen Geschäftspartnern.
– Personalisierte Einladungen: Senden Sie personalisierte Nachrichten, wenn Sie neue Kontakte hinzufügen. Erklären Sie kurz, warum Sie sich vernetzen möchten.
– Gruppen beitreten: Treten Sie relevanten LinkedIn-Gruppen bei und beteiligen Sie sich aktiv an Diskussionen.

3. Teilen Sie wertvolle Inhalte
– Eigenen Content erstellen: Verfassen Sie Beiträge und Artikel, die Ihre Fachkenntnisse und Meinungen widerspiegeln.
– Content kuratieren: Teilen Sie interessante und relevante Artikel von anderen.
– Regelmäßigkeit: Posten Sie regelmäßig, um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Manche Autorinnen und Autoren haben sogar einen Wochenplan: Montags: … Mittwochs: … Freitags: …

4. Engagement zeigen
– Interagieren: Kommentieren und liken Sie Beiträge von anderen, um sich sichtbar zu machen und Beziehungen zu pflegen.
– Diskussionen anstoßen: Stellen Sie Fragen und initiieren Sie Diskussionen zu relevanten Themen.
– Danksagungen und Erwähnungen: Bedanken Sie sich für Empfehlungen und erwähnen Sie Personen, die zu Ihrem Erfolg beigetragen haben.

5. Optimieren Sie Ihr Profil für Suchmaschinen
– Stichwörter verwenden: Integrieren Sie relevante Stichwörter in Ihr Profil, um in Suchanfragen besser gefunden zu werden.
– SEO-freundliche Überschriften: Verwenden Sie klare und prägnante Überschriften in Ihren Profilabschnitten.

Best Practices für erfolgreiches Personal Branding auf LinkedIn

– Konsistenz: Achten Sie darauf, dass Ihre Botschaft konsistent ist und zu Ihrer beruflichen Identität passt.
– Authentizität: Seien Sie authentisch und ehrlich. Menschen möchten mit echten Personen interagieren, nicht mit einer perfekt inszenierten Fassade.
– Fortbildung: Bleiben Sie auf dem Laufenden über Trends und Entwicklungen in Ihrer Branche und teilen Sie dieses Wissen.
– Feedback annehmen: Bitten Sie regelmäßig um Feedback von Kollegen und nutzen Sie es zur Verbesserung Ihres Profils.

Fazit

Personal Branding auf LinkedIn ist ein kontinuierlicher Prozess, der Engagement und Strategie erfordert. Mit einem gut gestalteten Profil, einem gezielten Netzwerkaufbau und der regelmäßigen Interaktion können Sie Ihre persönliche Marke stärken und Ihre beruflichen Ziele erreichen. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten von LinkedIn, um sich als Experte in Ihrem Bereich zu positionieren und neue Karrierechancen zu eröffnen.

Henkel-Preis der Diana-Renntag – alle Informationen hier!

DAS Saison-Highlight des Jahres steht endlich wieder vor der Tür. Der 166.Henkel-Preis der Diana steht mit seinen sportlichen Hochkarätern als auch mit einem exklusiven Rahmenprogramm für Groß und Klein im Fokus.

Die Vorfreude auf die mit 500.000 € Preisgeld ausgelobte Gruppe-1-Prüfung über 2.200 Meter für dreijährige Vollblutstuten könnte nicht größer sein.
Die besten Pferdedamen haben die einmalige Chance dieses bedeutende klassische Rennen zu gewinnen. Weitere sportliche Höhepunkte sind das Fritz Henkel Rennen (Gr. 3) sowie das Grafenberger BBAG-Auktionsrennen.

Renntags-Partner Henkel lockt mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und lässt keine Wünsche offen. Zudem sorgt das Gastro-Angebot für das leibliche Wohl und auch unsere jungen Besucher können sich auf das vielfältige Kinder-Paradies freuen.

Einlass: 11:30 Uhr
Beginn des Rahmenprogramms: 12:00 Uhr
Start des 1. Rennens: voraussichtlich 13:00 Uhr

Alle Informationen hier!

Abwanderungstrend verfestigt sich bei unseren Industrieunternehmen

Hohe Preise und fehlende Planbarkeit der Energieversorgung sind für die Unternehmen am Standort Deutschland mehr denn je ein Produktions- und Investitionshemmnis. Das zeigt das bundesweite IHK-Energiewende-Barometer 2024.

Mit der Erhebung bildet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) seit 2012 die Einschätzungen von rund 3.300 Unternehmen aus der Breite der deutschen Wirtschaft ab.

Demnach verfestigt sich vor allem der Abwanderungstrend bei den Industrieunternehmen: Aktuell erwägen vier von zehn Industriebetrieben, ihre Produktion am Standort Deutschland wegen der Energiesituation einzuschränken oder ins Ausland zu verlagern. Bei den Industrieunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern denken inzwischen sogar mehr als die Hälfte darüber nach.

Die zentrale Frage des Energiewende-Barometers lautet „Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens?“ Auf einer Skala von minus 100 für „sehr negativ“ bis plus 100 für „sehr positiv“ ergibt sich aktuell über alle Branchen hinweg ein Wert von minus 20.

Das ist der zweitschlechteste Wert in der Geschichte des Energiewende-Barometers. Nur 2023 lag der Wert mit minus 27 noch niedriger. In den ersten zehn Jahren seit der ersten Erhebung im Jahr 2012 hatte sich der Stimmungswert immer in der Bandbreite zwischen plus 1 und minus 13 bewegt.

Aktuell beurteilt die energieintensive Industrie die Energiewende mit einem Durchschnittswert von minus 34 am kritischsten. Insbesondere in den traditionell starken Industrieregionen im Westen und Süden überwiegen die Sorgen über zuverlässige Energieversorgung und Standortkosten. Aber auch sämtliche anderen Branchenwerte befinden sich im Minus. Die im Vorjahresvergleich leicht verbesserten Barometerwerte beruhen vor allem auf den Rückmeldungen der Dienstleister.

Deutliche Alarmzeichen

„In den bisherigen energiepolitischen Maßnahmen der Bundesregierung sehen die Unternehmen keine Grundlage für eine Entwarnung“, berichtet der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Die Betriebe erkennen weiterhin deutlich mehr Risiken als Chancen für die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Angesichts der Bedeutung der Schlüsselbranche Industrie für den gesamten Wirtschaftsstandort sind das deutliche Alarmzeichen.“

Leider habe die Bundesregierung auch in ihrer neuen Wachstumsinitiative nachhaltige Lösungen des Energieangebots und der Energiepreisfrage völlig ausgespart. „Für viele Betriebe aus der Industrie ist das aber derzeit die entscheidende Standortfrage“, stellt Dercks klar. „Wer das nicht auf dem Schirm hat, kann irgendwann der Deindustrialisierung unseres Landes nur noch zusehen. Noch stehen wir am Anfang dieses Prozesses, und die Politik kann gegensteuern. Aber die Uhr tickt.“

Energiewende verstärkt Abwanderung

Die Zahl der Industriebetriebe, die Produktionseinschränkungen oder eine Abwanderung ins Ausland erwägen, steigt kontinuierlich – von 21 Prozent im Jahr 2022 über 32 Prozent 2023 auf jetzt 37 Prozent. Überdurchschnittlich stark ist die Tendenz bei Industriebetrieben mit hohen Stromkosten (2022: 25 Prozent; 2023: 38 Prozent; 2024: 45 Prozent) sowie bei Industriebetrieben mit 500 oder mehr Beschäftigten. Hier hat sich der Anteil der Betriebe mit Produktionseinschränkungen und Abwanderungsplänen von 37 Prozent im Jahr 2022 und 43 Prozent 2023 auf aktuell 51 Prozent erhöht.

Energiekosten als Investitionsbremse

Die hohen Energiepreise beeinträchtigen auch die Investitionstätigkeiten der Unternehmen und damit deren Innovationsfähigkeit. So geben mehr als ein Drittel der Industriebetriebe an, wegen der hohen Energiepreise aktuell weniger in betriebliche Kernprozesse investieren zu können. Ein Viertel kann sich nach eigenen Angaben mit weniger Mitteln im Klimaschutz engagieren, und ein Fünftel der Industrieunternehmen muss Investitionen in Forschung und Innovation zurückstellen.

Insgesamt sehen zwei Drittel der Industriebetriebe ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. „Neben der geplanten Produktionsverlagerung besteht hier eine weitere akute Gefahr für den Industriestandort Deutschland“, warnt Dercks. „Wenn die Unternehmen selbst nicht mehr in ihre Kernprozesse investieren, kommt das einem Rückbau auf Raten gleich.“

Bürokratie und fehlende Planbarkeit als Transformationshemmer

Bei den konkreten Transformationshemmnissen rangieren zu viel Bürokratie und fehlende Planbarkeit knapp hintereinander auf den ersten Plätzen. Fast zwei Drittel der Unternehmen fühlen sich hierdurch ausgebremst. „Die Unternehmen sehen sich mit Vorgaben konfrontiert, die in der Praxis viel Zeit und damit Ressourcen kosten und dann für Transformation und Innovation fehlen“, erläutert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Das beabsichtigte Gegensteuern der Bundesregierung durch Abbau von Bürokratie und Beschleunigung von Genehmigungsprozessen schlägt sich bislang nicht spürbar in der betrieblichen Praxis nieder. Der DIHK-Beschleunigungsmonitor zeigt dann auch eindeutig, dass die Politik bisher weit hinter den selbstgesteckten Zielen zurückbleibt.“

Erwartungen der Wirtschaft an die Politik

Dercks: „Die Rückmeldungen zeigen, dass ein Weiter-so gefährlich ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Unternehmen erwarten daher von der Politik ein deutliches Umdenken in der Energiepolitik, hin zu einer verlässlichen Perspektive mit weniger Detailsteuerung.“

So zeigt die neue Umfrage beispielsweise, dass die Verbesserung bei Eigenversorgung und Direktlieferverträgen nicht nur für die Industrie, sondern für alle Unternehmen immer wichtiger wird. Beim Thema Verlässlichkeit bewerten vier von fünf Unternehmen Engpässe bei Übertragungs- und Verteilnetzen als zunehmendes Problem für eine stabile Energieversorgung. Immer wichtiger wird für die Betriebe auch der verlässliche Zugang zu Wasserstoff. Fast zwei Drittel der Unternehmen fordern daher hier Planungssicherheit.

„Die Wachstumsbremsen durch die Energiepolitik lassen sich nur durch ein Umdenken lösen“, resümiert Dercks. „Unternehmen brauchen jetzt eine nachhaltige Perspektive für eine verlässliche Energieversorgung mit wettbewerbsfähigen Preisen. Für rund 80 Prozent der Betriebe ist dabei die weitere Senkung der Steuern und Abgaben beim Strompreis eine zentrale Forderung.“

Zehn Vorschläge für kurzfristige Maßnahmen hat die DIHK hier zusammengestellt.

Die komplette Auswertung gibt es hier zum Download:

Energiewende-Barometer 2024 der IHK-Organisation (PDF, 3 MB)

Quelle: DIHK