Deutsche Industrie setzt auf Diversifizierung von Lieferketten

Die deutsche Industrie setzt auch nach der Corona-Pandemie den Umbau ihrer Lieferketten fort, um das Risiko von Ausfällen zu verringern. Dabei setzten die Unternehmen vor allem auf die Diversifizierung. 58% der befragten Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Lieferketten breiter aufgestellt und neue Zulieferer gefunden. Jedes dritte Unternehmen plant zudem die eigene Zulieferbasis weiter zu vergrößern. „Trotz des deutlichen Rückgangs bei Lieferkettenstörungen und Materialengpässen im vergangenen Jahr ist der Lieferkettenumbau der deutschen Industrie weiterhin in vollem Gange. Besonders die Diversifizierung von Lieferketten ist dabei eine längerfristige Aufgabe, die von den Unternehmen einen langen Atem verlangt“, sagt ifo-Forscher Andreas Baur in einer Mitteilung an unsere Redaktion.

45% der Industrieunternehmen haben zudem im vergangenen Jahr ihre Lagerhaltung erhöht. Allerdings planen nur 12% weitere Lagererhöhungen für die Zukunft. „Auf die pandemiebedingten Lieferkettenstörungen haben viele Unternehmen mit einer Ausweitung von Lagerbeständen reagiert. Dieser Anpassungsprozess scheint in vielen Fällen nun abgeschlossen“, so Baur. 44% der Firmen berichten außerdem über eine verbesserte Überwachung ihrer Lieferketten. 17% haben ihre Fertigungstiefe erhöht und zuvor ausgelagerte Produktionsschritte wieder ins Unternehmen eingegliedert.

Bei den Lieferkettenanpassungen zeigen sich branchenspezifische Unterschiede: In der Elektronikindustrie haben besonders viele Unternehmen die Anzahl ihrer Zulieferer und Bezugsquellen erhöht (80%), ebenso im Maschinenbau (71%). Bei den Herstellern von Druckerzeugnissen liegt dieser Anteil dagegen lediglich bei 28%, im Papiergewerbe bei 37%. In der Automobilbranche setzen viele Firmen auf eine erhöhte Fertigungstiefe: 34% haben damit begonnen, Vorleistungen selbst zu produzieren, die sie zuvor von unabhängigen Zulieferern bezogen haben.

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Rheinmetall schafft seltenes Audit: Human-Ressources-Berichterstattung: konkreter, detaillierter und aussagekräftiger

Dem Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall ist es gelungen, im HR-Bereich eine ISO-Zertifizierung zu erlangen, die bisher nur wenigen Dax-notierten Gesellschaften zuteil wurde. Transparenz und Vergleichbarkeit in Unternehmen gewinnen für die eigene Belegschaft, für Bewerber sowie für die internen und externen Stakeholder immer mehr an Bedeutung.

Dem Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall ist es gelungen, im HR-Bereich eine ISO-Zertifizierung zu erlangen, die bisher nur wenigen Dax-notierten Gesellschaften zuteilwurde. Transparenz und Vergleichbarkeit in Unternehmen gewinnen für die eigene Belegschaft, Bewerber sowie interne und externe Stakeholder immer mehr an Bedeutung.

Doch oftmals sind Daten rund um die eigenen Beschäftigten noch nicht standardisiert und damit schwer vergleichbar. Rheinmetall durchlief nun erfolgreich die ISO-Zertifizierung „Human Capital Reporting / DIN ISO 30414″ und wurde mit dem Zertifikat ausgezeichnet.

Marco Kleiner, Dr. Heiko Mauterer und Katharina Güldenberg von der Managementberatung 4C Group AG überreichten das Zertifikat in der Rheinmetall Academy in Düsseldorf an Personalvorstand Peter Sebastian Krause (Mitte), Thorben Reinhardt, Senior Vice President HR Projects & Solutions, und Anna Holzknecht, Abteilungsleiterin HR Analytics. Im Vorstand der Rheinmetall AG verantwortet Peter Sebastian Krause das Ressort Personal.

Die 2018 geschaffene, freiwillige Zertifizierung ist die einzige global gültige Leitlinie mit dem klaren Fokus auf „Human Capital Reporting“ und schafft erstmals einen Vergleichsmaßstab für HR-Kennzahlen.

Sicherheit durch Standards

„Wir wissen, dass die Rheinmetallerinnen und Rheinmetaller die Erfolgsgrundlage des Rheinmetall-Konzerns sind. Ich freue mich daher, dass wir nun auch im HR-Bereich eine standardisierte Bericht­erstattung nachweisen können. Dadurch können wir vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Leitplanken und Sicherheit in ihren Arbeitsprozessen bieten“, sagt Peter Sebastian Krause.

ISO-Zertifizierung als Verpflichtung

„Mit der Entscheidung, diese ISO-Zertifizierung durchzuführen, ging Rheinmetall eine große Verpflichtung ein“, erklärt Thorben Reinhardt. „Hierbei werden nicht nur die bereits bestehenden Kennzahlen an den ISO-30414 Anforderungen gemessen, sondern es müssen auch Lücken, die eventuell bestehen, geschlossen werden.“ Im Rahmen der Zertifizierung wurde auch eine Folge des Karriere-Podcasts „R(h)eingehört“ mit Inhalten zu HR-Kennzahlen und der Personalarbeit bei Rheinmetall veröffentlicht.

Mit seiner HR-Berichterstattung kann Rheinmetall nicht nur Interessensgruppen informieren, sondern auch eine unternehmensweite Vergleichbarkeit der HR-Kennzahlen erreichen. Zudem können gesicherte und kennzahlenbasierte Handlungsempfehlungen für die Steuerung der Belegschaft abgeleitet werden. Rheinmetall baut sich somit eine standardisierte Datengrundlage auf, die über die Zeit kennzahlenspezifische Trendanalysen innerhalb der Organisation ermöglicht.

ESG-Relevanz

Zusätzlich zahlt die ISO-Norm auch auf die ESG-Strategie von Rheinmetall ein – dies betrifft vor allem das „S“, aber auch das „G“ in ESG (Environmental – Social – Governance). In diesem Zusammenhang werden Einsichten in Personalthemen für Investoren immer relevanter.

„Mit der Zertifizierung hat Rheinmetall eine solide Basis geschaffen und einen großen Schritt in Richtung eines ESG-konformen Berichtswesens geleistet. In vielen ESG-Diskussionen waren HR-Kennzahlen bisher unterrepräsentiert, doch dies ändert sich drastisch mit den neuen gesetzlich vorgeschriebenen ESG-Richtlinien“, erklärt Anna Holzknecht.

Mehr Standards, mehr Transparenz

Der Schritt hin zur Zertifizierung wurde bei Rheinmetall auch gemacht, um eigene HR-Berichte zu standardisieren und damit intern wie extern vergleichbar zu machen. Rheinmetall veröffentlichte bereits vor dem Zertifizierungsprozess viele der erforderlichen Kennzahlen im jährlichen ESG-Factbook und im Geschäftsbericht. Mit der Zertifizierung hat der Konzern die Möglichkeit, solche Einblicke noch transparenter machen zu können. So wird die zukünftige HR-Berichterstattung aufgrund der Zertifizierung noch konkreter, detaillierter und aussagekräftiger.

Die erfolgreiche Zertifizierung zeigt deutlich: Rheinmetall war bereits im HR-Reporting gut aufgestellt und bildete viele der in „Social“ beinhalteten Kennzahlen bei ESG ab.

Vodafone baut seine Netze aus: 500 Bauprojekte allein im Januar vollendet

Im Januar hat das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone mehr als 500 Bauprojekte abgeschlossen, um Funklöcher zu schließen und die Netzkapazitäten im Mobilfunk weiter zu verbessern. Dabei hat Vodafone insgesamt 44 neue Mobilfunk-Stationen in Betrieb genommen und mit 465 weiteren Baumaßnahmen wurden die Breitbandnetze LTE und 5G in der Fläche erweitert und verstärkt.

Foto: Vodafone

Funklöcher im Mobilfunk gestopft und 5G-Netz ausgebaut

Mehr als 200 der im Februar vollendeten Maßnahmen dienten dazu, LTE-Funklöcher zu beseitigen und neue Funklöcher im Mobilfunk zu verhindern – etwa durch Neubauten an solchen Standorten, an denen bisherige LTE-Stationen aufgegeben werden mussten. Dieses ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Gebäude mit Mobilfunkantennen abgerissen werden oder Mietverträge nicht verlängert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Ausbaus im Februar war der Bau neuer mobiler Datenautobahnen im 5G-Netz: Mehr als 200 Bauprojekte dienten dazu, das 5G-Netz in der Fläche zu erweitern oder die 5G-Kapazitäten und 5G-Geschwindigkeiten zu erhöhen. Inzwischen hat Vodafone mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland an sein 5G-Netz angeschlossen. 48 Prozent der besiedelten Gebiete sind sogar mit 5G+ versorgt.

Mobilfunk-Netzausbau – auch wegen steigenden Datenverkehrs

Hintergrund der Ausbaumaßnahmen ist weiterhin das Bemühen, den Kunden ein gutes Netz zu bieten – sowie eine positive Entwicklung: Der mobile Datenverkehr in Deutschland wächst rasant. Mit einer jährlichen Steigerungsrate von mehr als 30 Prozent auch im Januar 2024. Die Menschen surfen also immer stärker im mobilen Internet – etwa aus beruflichen Gründen oder um soziale Medien zu nutzen, Videos in HD-Qualität anzuschauen, Events aus Kultur und Sport und TV-Sendungen im Live-Stream zu verfolgen oder sich in Nachrichtenportalen von Medienhäusern zu informieren. Dieser starken Nachfrage der Bevölkerung trägt Vodafone mit seinen Investitionen in den Ausbau der Breitbandnetze LTE (=4G) und 5G Rechnung. An allen Mobilfunkstationen, an denen im Januar Ausbauprojekte realisiert wurden, hat Vodafone zugleich Wartungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Dabei wurde mit Blick auf den bundesweiten Warntag am 14. September ein besonderes Augenmerk auf das Katastrophenwarnsystem ‚Cell Broadcast‘ gelegt, das Vodafone an allen seinen mehr als 26.000 Mobilfunkstationen in Betrieb hat.

Employer Branding (EB) steht bei Vodafone in Düsseldorf hoch im Kurs. Eduarda, Amina und Vidal (von links) gehören zum EB-Team bei Vodafone und sind zuständig für die Vermittlung von Karriere-Chancen für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler. Employer Branding bezieht sich auf die Strategie eines Arbeitgebers, seine Arbeitsplatzmarke zu gestalten und zu fördern, um potenzielle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gewinnen und zu binden. Dabei geht es darum, das Image und den Ruf des Arbeitgebers als attraktiver Arbeitgeber zu gestalten und zu kommunizieren. Dazu gehört beispielsweise die Gestaltung einer ansprechenden Karrierewebsite, die Verwendung von Social Media, um auf offene Stellen hinzuweisen, die Schaffung einer positiven Arbeitskultur und das Angebot attraktiver Mitarbeiterleistungen. Ein erfolgreiches Employer Branding kann dazu beitragen, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und somit potenzielle Bewerber und Bewerberinnen anzuziehen sowie bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden. Foto: Screenshot Vodafone Instagram

Schulz & Sohn schließt das Ökoprofit-Programm erfolgreich ab

Das Düsseldorfer Unternehmen Schulz & Sohn hat erfolgreich das Ökoprofit-Programm der Landeshauptstadt abgeschlossen. Der Betrieb sitzt am Höherweg.

Das Düsseldorfer Unternehmen Schulz & Sohn hat erfolgreich das Ökoprofit-Programm der Landeshauptstadt abgeschlossen. Der Betrieb sitzt am Höherweg. Foto: Schulz & Sohn

Mit dem Ökoprofit können Düsseldorfer Unternehmen ihre Kosten senken, die Ressourceneffizienz erhöhen, betriebliche Risiken minimieren, Arbeitsplätze sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Zugleich schützen sie die Umwelt. Die Initiative ist Bestandteil des Düsseldorfer Klimaschutzprogramms und richtet sich an Betriebe in Düsseldorf, die eine vorausschauende, nachhaltige Unternehmensführung anstreben.

Das Konzept wurde in Graz. Allein in Deutschland machen über 4.200 Firmen mit.

Im Verlauf eines Jahres hat Schulz & Sohn Maßnahmen umgesetzt, die sich unmittelbar auf Umweltbilanz des Unternehmens auswirkten.

Hier die Einsparungen im Überblick:

3.850 € jährlich

13.600 kWh Energie

5,5 Tonnen CO2

35 Kg Abfallverbrennung

6 m3 Wasser

Wie geht es weiter? Auf der Webseite des Unternehmens heißt es dazu: „Unser Engagement endet hier nicht. Nachhaltigkeit ist für uns mehr als ein Buzzword. In diesem Jahr werden wir ein Nachhaltigkeitsmanagement einführen, um unsere Unternehmenskultur weiter in diese Richtung zu entwickeln. Alle Mitarbeiter sind dazu eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und das Management in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Ökoprofit ist für uns also der Startpunkt für die Messung und Verbesserung unserer Nachhaltigkeit. Wir haben uns dazu verpflichtet, mit jedem Jahr weitere Fortschritte zu erzielen. So blicken wir voller Erwartung nach vorn und freuen uns darauf, als Unternehmen Verantwortung zu übernehmen und einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten zu können.“

Die Unternehmerschaft Düsseldorf wünscht viel Erfolg!

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf und Schulz & Sohn

American Rheinmetall Vehicles und GM Defense liefern Prototypen aus

Rheinmetalls Tochterfirma American Rheinmetall Vehicles, LLC und das Partnerunternehmen GM Defense LLC haben drei Prototypen für die erste Phase des Common Tactical Truck (CTT)-Programms der U.S. Army ausgeliefert und damit einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ziel des mehrstufigen CTT-Programms ist es, die Familie der schweren taktischen Lastkraftwagen des US-Heeres zu ersetzen. Dabei ist die Produktion von bis zu 40.000 Fahrzeugen im Wert von bis zu 14 Milliarden US-Dollar geplant.

Die beiden führenden Verteidigungs­unternehmen Rheinmetall und GM Defense gingen 2022 eine strategische Zusammenarbeit ein, um sich an dem Programm zu beteiligen. In dieser Partnerschaft bringen zwei Entwickler und Hersteller der Weltklasse ihre Erfahrung ein, um einen modernen, taktischen LKW zu schaffen, der sich zum einen auf die Sicherheit und den Schutz der Soldaten konzentriert und zum anderen ihre Fähigkeiten durch Zukunftstechnologien verbessert. Hierzu zählen Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS), erhöhte Geländegängigkeit, Cybersicherheit, herausragende Überlebensfähigkeit, vorbereitete Eignung für autonome Nutzung und verbesserte Kraftstoffeffizienz sowie andere wichtige neue Technologien. Durch die Verwendung dieser Fähigkeiten, die derzeit bereits in den meisten kommerziellen Nutzfahrzeugen vorhanden sind, lässt sich das Unfallrisiko auch bei der Nutzung von Militärfahrzeugen verringern. Außerdem lässt sich die Zahl der Soldaten bei gefährlichen Konvoi-Einsätzen reduzieren.

Das industrielle Team bietet den HX3 Common Tactical Truck (HX3 CTT) an. Der HX3 ist die neueste LKW-Generation der äußerst erfolgreichen und einsatzerprobten HX-Familie, die bei einer Reihe von NATO-Staaten und US-Alliierten im Einsatz ist. Die HX-LKW-Familie basiert auf dem kommerziellen LKW-Portfolio von MAN Truck and Bus, die ein hohes Maß an handelsüblichen Komponenten in den Fuhrpark bringen – eine prioritäre Forderung der U.S. Army im CTT-Programm. Das HX3 CTT-System der nächsten Generation zeichnet sich durch verbesserte Mobilität auf der Straße und im Gelände, integrierte Überlebensfähigkeit und eine offene digitale Architektur aus, die ADAS unterstützt und einen autonomen Fahrzeugbetrieb ermöglicht. In Verbindung mit der offenen Architektur wird das kommerzielle Grundgerüst des HX3 CTT eine kontinuierliche
Modernisierung fördern und eine rasche Steigerung der Fähigkeiten im Zuge der technologischen Weiterentwicklung ermöglichen – einschließlich des Einsatzes von Robotern und autonomen Fahrzeugen.

Mit einer globalen Verbreitung in 20 Nutzernationen, darunter die engsten Verbündeten der USA, und einem kommerziellen Händlernetz bietet der HX3 CTT der U.S. Army eine Grundlage für optimierte Lebenszykluskosten und Serviceunterstützung weltweit.

„Wir sind engagierte Partner der U.S. Army, die eine hohe Einsatzfähigkeit in Verbindung mit fortschrittlichen Sicherheitsmerkmalen bieten, damit unsere Soldaten ihren Auftrag sicher und effektiv erfüllen können. Gemeinsam liefert unser Team einen zukunftsfähigen LKW, der die kommerziellen Stärken unserer Partner, Rheinmetall MAN Military Vehicles und General Motors, und die Gemeinsamkeiten des HX3 CTT-Designs nutzt“, so Matthew Warnick, Geschäftsführer von American Rheinmetall Vehicles.

„Der heutige Tag markiert einen bedeutenden Meilenstein, der diese Partnerschaft einen Schritt näher an die Auslieferung des Common Tactical Trucks der nächsten Generation für die Army bringt“, so Steve duMont, Geschäftsführer von GM Defense. „Ich bin stolz darauf, diesen Tag gemeinsam mit unseren amerikanischen Kollegen von Rheinmetall Vehicles zu feiern und freue mich darauf, das umfassende Fachwissen, das unsere beiden Unternehmen in diesen Wettbewerb einbringen, zu nutzen, um einen modernen, in Amerika gefertigten LKW zu liefern, der unsere Soldaten heute und in Zukunft optimal unterstützen wird.“

HX3 Common Tactical Truck (HX3 CTT) 

Technologie für die Zukunft: Der HX3 CTT bietet ein modernes, wechselbares, geschütztes Kabinendesign, Fahrerassistenzsysteme und Drive-by-Wire-Betrieb. Die neue elektrische Architektur mit offenen Systemen ermöglicht eine schnelle Integration von Leader-Follower-, Teleoperations- und vollautonomen Fähigkeiten, die sich auf den Schutz des wertvollsten Einsatzmittels konzentrieren – den Soldaten.

Gemeinsamkeit in der Familie: Der HX3 CTT ist die neue, zukunftsweisende Variante der weltweit erfolgreichen HX-Familie von taktischen Standardfahrzeugen. Er zeichnet sich durch ein extrem hohes Maß an Gemeinsamkeit und Modularität zwischen den verschiedenen Varianten aus: Transport, Wechselladersystem, Tankwagen und Sattelzugmaschine für den Fernverkehr. Die von 4×4 bis 10×10-Fahrgestell konfigurierbare HX-Familie kann jeden militärischen Bedarf erfüllen.

Moderne handelsübliche Technologien in der DNA: Der HX3 CTT profitiert von den großen Fortschritten in den Bereichen Nutzfahrzeugtechnologie, Sicherheit, Kraftstoffeffizienz und Emissionsreduzierung. Die HX-Familie wurde für die militärische Nutzung optimiert und ist daher sofort einsatzbereit. Der Rückgriff auf die kommerziellen Technologien reduziert Kosten und Veralterungsrisiko, erhöht die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und erleichtert die Instandhaltung.

Alliierte Interoperabilität: Die HX-Familie wurde an 20 Kunden in aller Welt verkauft, darunter eine aktive alliierte Nutzergruppe. Hierzu zählen Großbritannien, Australien, Neuseeland, Deutschland, Österreich, Norwegen, Schweden und Dänemark. Hierdurch lassen sich gemeinsame globale Versorgungsketten, Ausbildungsmöglichkeiten und integrierter Operationen zwischen wichtigen, weltweit operierenden Verbündeten schaffen.

Über American Rheinmetall Vehicles, LLC

American Rheinmetall Vehicles liefert taktische Radfahrzeuge der nächsten Generation und innovative Ketten- und Radkampffahrzeuge, die die höchsten Ansprüche erfüllen. Die kooperative globale Struktur von Rheinmetall ermöglicht Ausbau und Stärkung der industriellen Basis in den USA – jetzt und in Zukunft. American Rheinmetall Vehicles ist Teil der amerikanischen Rheinmetall-Familie, zu der auch American Rheinmetall Munitions in Stafford, Virginia, American Rheinmetall Systems in Biddeford, Maine und die amerikanische Muttergesellschaft American Rheinmetall Defense in Reston, Virginia, gehören.

Ukrainehilfe: Rheinmetall spendet 100.000 Euro an Olena-Selenska-Stiftung

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall unterstützt die in Kyjiw ansässige Olena-Selenska-Stiftung (Olena Zelenska Foundation) mit einer Spende über 100.000 Euro. Eine entsprechende Zusage erhielt die Gründerin der Stiftung, Olena Selenska, Gattin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, bei einem Treffen in Berlin. Die Stiftung ist seit Beginn des großangelegten russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aktiv. Gemeinsam mit ausländischen Unterstützern hilft sie betroffenen Menschen dabei, Kriegsfolgen zu bewältigen. Die wohltätige Initiative fördert Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und humanitäre Hilfe.

Stiftungsgründerin Olena Selenksa: „Ich freue mich, dass die Rheinmetall AG nun zu den verlässlichen Partnern der Stiftung gehört. Dieser Industrieriese ist ein Symbol für hervorragende deutsche Qualität. Ich bin davon überzeugt, dass unsere humanitären Initiativen dank einer so soliden Partnerschaft gestärkt werden. Gemeinsam bauen wir unser Land sicherlich wieder auf und machen die Ukraine stärker.“

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die russische Aggression hat unzählige Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser in der Ukraine zerstört. Neben der Verteidigung des Landes, zu der wir als Unternehmen unseren größtmöglichen Beitrag leisten, kommt es darauf an, dass das Leben für die Menschen vor Ort weitergeht. Kinder müssen ausgebildet, Kranke behandelt, Familien versorgt werden. Mit unserer Spende wollen wir als Rheinmetall-Konzern dabei helfen, auch diese Ziele zu erreichen. Wir stehen zur Ukraine.“

In Bezug auf die militärische Verteidigung der Ukraine gegen die russische Aggression ist Rheinmetall mit seinen umfangreichen Lieferungen und Unterstützungsleistungen inzwischen der wichtigste rüstungsindustrielle Partner des Landes. So hat Rheinmetall beispielsweise im Oktober 2023 ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem ukrainischen Staatskonzern Ukrainian Defense Industry JSC (vormals Ukroboronprom) in Kyjiw gegründet – die Rheinmetall Ukrainian Defense Industry LLC.

Im ersten Schritt erfolgen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Einsatzfahrzeugen, später auch die Fertigung von gepanzerten Fahrzeugen in der Ukraine, zum Beispiel von Fuchs-Transportpanzern sowie von Lynx-Schützenpanzern oder Panther-Kampfpanzern. Darüber hinaus ist Rheinmetall essentieller, strategischer Partner der Ukraine bei der Belieferung mit Munition, Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, militärischen LKW und mobilen sanitätsdienstlichen Versorgungseinrichtungen.

Immobilienpreise sind 2023 in historisch einmaligem Ausmaß gefallen

Die Preise für Wohnimmobilien sind 2023 so stark gefallen wie noch nie seit Beginn der systematischen Immobilienpreiserfassung in Deutschland vor rund 60 Jahren. Dies gilt für alle Wohnsegmente, also Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das zeigt das jüngste Update des German Real Estate Index (GREIX) mit Daten für das 4. Quartal 2023, in dem sich der Preisverfall aber nicht mehr in der Breite fortgesetzt hat.

Auf das Gesamtjahr gesehen fielen die Verkaufspreise 2023 im Vergleich zum Vorjahr bei Eigentumswohnungen um 8,9 Prozent, bei Einfamilienhäusern um 11,3 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern um 20,1 Prozent. Inflationsbereinigt – also gemessen in aktueller Kaufkraft – ist die Wertminderung noch beträchtlicher und liegt circa 5 Prozentpunkte höher.

Beim bislang stärksten Preisrückgang ab Mitte der 90er Jahre fielen die Verkaufspreise zwar in ähnlichem Ausmaß – bei Häusern etwas weniger, bei Wohnungen etwas mehr – brauchten dafür aber rund 10 Jahre.

Dem jüngsten Preisverfall vorausgegangen ist eine historisch ebenfalls einmalige Preisrallye seit circa 2009. Seit dieser Zeit sind die Preise je nach Segment um das Drei- bis Vierfache angestiegen, ehe 2022 der jähe Absturz begann. Der bislang höchste Preisanstieg erfolgte Ende der 80er Jahre, als sich die Preise auch im Zuge der Wiedervereinigung binnen 5 Jahren in etwa verdoppelten.

„Angesichts des exorbitanten Preisanstiegs seit über 10 Jahren und einem neuen Zinsumfeld ist eine Phase der Preiskorrektur durchaus angebracht und auch im bisherigen Ausmaß gesamtwirtschaftlich nicht besorgniserregend“, sagt Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel.

Das aktuelle Update des Greix zeigt, dass sich die Preise im 4. Quartal 2023 leicht stabilisieren und sich die Geschwindigkeit des Preisverfalls verringert.

Verglichen mit dem Vorquartal, Q3 2023, sinken die Preise für Eigentumswohnungen nur noch leicht um 0,6 Prozent. Die Preise für Einfamilienhäuser geben um 1,2 Prozent nach. Die Preise für Mehrfamilienhäuser steigen sogar um 4,7 Prozent, in diesem Segment ist die Volatilität aufgrund der geringen Anzahl an Transaktionen relativ hoch.

Infolge der nur noch geringen Teuerungsraten sind die inflationsbereinigtenPreisveränderungen für alle Marktsegmente nur minimal größer.

Verglichen zum Vorjahresquartal, Q4 2022, liegen alle Wohnsegmente deutlich im Minus, wobei die Rückgänge geringer ausfallen als in den vorherigen Quartalen.

Top-7 Städte

Die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen in Deutschlands Top7-Metropolen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart) zeigen eine sehr heterogene Entwicklung.

In Köln und Stuttgart fallen die Preise im Quartalsvergleich recht deutlich um jeweils 3,6 Prozent. In Berlin (-0,4 Prozent), Frankfurt (-0.2 Prozent) und Hamburg (+0,2 Prozent) bewegen sie sich seitwärts.

Beim durchschnittlichen Quadratmeterpreis (gerundet auf die Hunderterstelle) liegt Spitzenreiter München mit 8.600 €/m2 (Stand Q3 2023) deutlich vor Frankfurt mit 5.300 €/m2. Für Hamburg (Platz 2) und Berlin (Platz 4) können keine Quadratmeterpreise ausgewiesen werden.

Düsseldorf mit durchschnittlich 4.300 €/m2 (Stand Q3 2023) sowie Stuttgart und Köln mit 4.200 €/m2 sind die günstigsten der Top7-Metropolen.

Hinweis: Für Düsseldorf und München liegen in diesem Update keine Daten für das vierte Quartal vor.

Der Greix ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, von ECONtribute und dem IfW Kiel. Dabei werden die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards ausgewertet. Alle Daten für momentan 19 Städte sind frei verfügbar unter www.greix.de.

METRO-Chef Greubel sieht sich in Wachsstumsstrategie bestätigt

Auf der Hauptversammlung präsentierte der Vorstandsvorsitzende der METRO AG Dr. Steffen Greubel den teilnehmenden Aktionären die Fortschritte nach 2 Jahren Umsetzung der sCore Wachstumsstrategie. Dabei konnte das Unternehmen den Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2022/23 trotz eines herausfordernden Marktumfelds und einer starken Vorjahresbasis erfolgreich fortsetzen. Zugleich hat die Hauptversammlung die vorgeschlagene Dividendenzahlung von 0,55 € je Stammaktie und 0,89 € je Vorzugsaktie beschlossen.

Dr. Steffen Greubel

Weitere Informationen finden Sie in der anhängenden Pressemitteilung sowie unter diesem Link: https://www.metroag.de/hauptversammlung.

Verbraucherzentrale: Meta muss bei Abo-Modell für Instagram und Facebook nachbessern

Die in unserer Stadt ansässige Verbraucherzentrale NRW, Mitglied unserer Unternehmerschaft, ist gegen mehrere Rechtsverstöße der Meta Platforms Ireland Limited im Zusammenhang mit dem Ende 2023 eingeführten Abo-Modell auf den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook vorgegangen.

Sitzt in Düsseldorf auf der Mintropstr. 27: Die Verbraucherzentrale NRW.

Die von Meta verwendeten Bestellbuttons zum Abschluss eines „werbefreien“ Abos weisen nicht mit der erforderlichen Deutlichkeit darauf hin, dass der Klick zu einem kostenpflichtigen Vertragsschluss führte, urteilte das OLG Düsseldorf in einem Eilverfahren. „Das Urteil des OLG erfreut uns und bestätigt uns darin, dass wir hier eingeschritten sind. Selbst ein weltweit tätiges Unternehmen wie Meta muss sich an europäische und deutsche Verbraucherschutzvorschriften halten“, kommentiert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, die Entscheidung des Gerichts. Das Urteil (Az. I-20 UKl 4/23) ist rechtskräftig.

Gestaltung der Bestellbuttons unzulässig
Nutzer:innen der Dienste Instagram und Facebook werden seit November 2023 vor die Wahl gestellt, ob sie für eine „werbefreie“ Nutzung monatlich Geld zahlen wollen oder in Kauf nehmen, dass ihnen weiterhin personalisierte Werbung angezeigt wird. Das OLG entschied im Einstweiligen Rechtsschutz, dass die Beschriftung der Buttons zum Abschluss der Werbefrei-Abonnements mit „Abonnieren“ auf den Webseiten und „Weiter zur Zahlung“ in den Apps für die Betriebssysteme iOS und Android nicht ausreiche. Ein Klick auf „Abonnieren“ lasse die damit verbundene Zahlungspflicht nicht hinreichend deutlich erkennen, wie es die sogenannte Button-Lösung vorschreibt. Bei einem Online-Kauf oder dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements muss dies jedoch erkennbar sein – durch eine entsprechende Beschriftung des Bestellbuttons, zum Beispiel mit „Zahlungspflichtig bestellen“. Bei „Weiter zur Zahlung“ sei für die App-Nutzer:innen nicht klar, dass mit dem Anklicken bereits ein verbindlicher Vertrag zustande komme. Beides muss sich bereits aus der Beschriftung der Buttons selbst ergeben, unabhängig davon, ob sich diese Informationen auch aus dem weiteren Bestellprozess entnehmen lassen.

Verbraucherzentrale NRW prüft Abhilfeklage
Der fehlerhafte Bestellbutton führt dazu, dass bereits abgeschlossene Abonnements für Instagram und Facebook unwirksam sind. Betroffene Verbraucher:innen, die über den fehlerhaften Button ein Abo abgeschlossen haben, sind daher aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW nicht zahlungspflichtig. Über eine Abhilfeklage könnte Meta außerdem gerichtlich dazu verpflichtet werden, bereits unrechtmäßig eingezogene Abogebühren an die Verbraucher:innen zurückzuzahlen. Die Verbraucherzentrale NRW prüft derzeit, ob sie eine entsprechende Klage einreicht. Im Anschluss könnten sich Betroffene kostenfrei in ein Klageregister eintragen und würden von einem positiven Ausgang direkt profitieren.

Weiteres Verfahren wegen Datenschutzverstößen
Nach Auffassung der Verbraucherzentrale NRW verstößt Meta zudem mit der Einführung des „Pay-or-Consent“-Modells (zahle oder willige in Werbung ein) gegen das Datenschutzrecht. Für die kostenfreie, aber werbefinanzierte Nutzung der Dienste von Instagram und Facebook holt der Anbieter keine wirksame Einwilligung in die Verwendung personenbezogener Daten zu Werbezwecken ein. Die datenschutzrechtlichen Fragen sind derzeit noch Gegenstand eines weiteren Verfahrens der Verbraucherzentrale NRW gegen Meta.

Hintergrund: Modernisiertes Verbandsklagerecht
Seit dem 13. Oktober 2023 hat der deutsche Gesetzgeber in Umsetzung einer EU-Richtlinie das Verbandsklagerecht neu geregelt. Die zusätzlich eingeführte Abhilfeklage ermöglicht es Verbänden wie der Verbraucherzentrale NRW, Verfahren zu führen, nach denen angemeldeten Verbraucher:innen im Erfolgsfall direkt Schadensersatz oder Erstattungen zugesprochen werden. Anders als bei der Musterfeststellungsklage ist ein erneuter Gang der Verbraucher:innen vor Gericht nicht mehr erforderlich. Verbraucher:innen müssen sich lediglich kostenfrei in ein Klageregister eintragen.

Weitere Informationen und Links

Immobilienmarkt: Mieten steigen in Düsseldorf um 5,2% an

Der Sinkflug der Immobilienpreise hat ein Ende: Kaufpreise für Wohnungen und Häuser sind zuletzt wieder gestiegen und stabilisieren sich. Besonders stark wachsen dagegen die Mietpreise. Das zeigen Berechnungen unseres Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Wohninseraten.

Sechs Quartale in Folge waren die Preise für Wohneigentum gesunken, jetzt steigen sie wieder: Im vierten Quartal waren Eigentumswohnungen 0,8 Prozent und Häuser 0,6 Prozent teurer als im Quartal zuvor. Die Immobilienpreise dürften damit ihre Talsohle erreicht haben, der Markt sich normalisieren. Bei den Mietpreisen zeigt der Trend nach wie vor nach oben: 5,3 Prozent höher waren Mietabschlüsse im vierten Quartal 2023 als ein Jahr zuvor.

Das sind die zentralen Ergebnisse der ersten Ausgabe des IW-Wohnindex, der fortan vierteljährlich erscheint. Für den Index haben die IW-Forscher Millionen von Wohninseraten ausgewertet. Die Zahlen des Wohnindex berücksichtigen dabei Lage und Qualität der Immobilien und sind deshalb genauer als reine Median- oder Durchschnittswerte. Die Ergebnisse im Detail:

Stark steigende Mieten – besonders in Großstädten

  • Knapper Wohnraum und immer weniger Neubauten erhöhen den Druck auf den Mietmarkt. Im vierten Quartal 2023 legten die Preise um 1,6 Prozent zu, seit 2022 sind die Preise um fast 8,7 Prozent gestiegen. Die Steigerungen treffen alle Städte, ob Umland oder Großstadt, besonders stark fallen sie aber in den sieben größten Städten aus: Im Vergleich zum Vorjahr waren Mieten in Düsseldorf 5,2, in Berlin 9,2 Prozent, in Leipzig 7,8 Prozent und in München 7,3 Prozent teurer. Weil Eigentum wegen der hohen Zinsen für die meisten unerreichbar scheint, wohnen mehr Menschen zur Miete – der Trend dürfte sich also fortsetzen.
  • Die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften haben die Talsohle durchschritten, darauf deuten die jüngsten Preissteigerungen hin. Zwar ist der Markt noch immer weit vom Vor-Krisen-Boom entfernt, die Zahlen dürften sich aber schrittweise erholen. Unter dem Strich bleibt aber ein Preissturz von gut acht Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2022. Besonders stark sanken die Preise in München (-13,2 Prozent), Stuttgart (-13 Prozent) und Hamburg (-12 Prozent).

Energieeffiziente Häuser verlieren weniger an Wert

Ursächlich für den Preisverfall war vor allem der Ukrainekrieg, der für hohe Energiekosten und gestiegenen Zinsen sorgte. Mit dem Wohnindex konnten die IW-Experten jetzt auch die Preise nach Energieeffizienzklasse untersuchen. Und tatsächlich: In der höchsten Effizienzklasse A+ gingen die Preise nur um 1,1 Prozent zurück, in der Klasse A um 5,2 Prozent. In den schlechteren Klassen liegen die Werte dagegen mit zwischen acht und neun Prozent nah beieinander – vermutlich, weil der Sanierungsbedarf in ähnlichem Weise eingeschätzt wird.

„In Deutschland wird zu wenig gebaut, und das nicht erst seit ein paar Jahren“, sagt IW-Ökonom Michael Voigtländer. „Zinsanstiege und Förderchaos bei Sanierungen haben die Krise noch weiter verstärkt. Die Rechnung für die jahrelange Fehlsteuerung bezahlen jetzt insbesondere Mieter.“