Wo der Kartoffelsalat mit Würstchen 2023 am teuersten ist

Die Inflation lässt leider auch die Preise für das traditionelle Weihnachtsessen – Kartoffelsalat mit Würstchen – steigen. Generell kosten Lebensmittel im Vorjahresvergleich 30!!-Prozent mehr, zeigen neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Zwar ist die Inflation seit Jahresbeginn wieder etwas zurückgegangen, doch für den traditionellen Kartoffelsalat mit Würstchen müssen die Deutschen an der Supermarktkasse tief in die Taschen greifen. Neue IW-Berechnungen zeigen, dass das beliebte Weihnachtsessen für vier Personen im Schnitt 6,97 Euro kostet – das sind 4,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Berechnungen basieren auf Preisdaten des Lebensmitteleinzelhändlers Rewe.

In Gera und Weimar ist es am günstigsten

Am teuersten ist das traditionelle Weihnachtsessen im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Hier zahlt man für vier Personen 7,80 Euro. Und auch im benachbarten Landkreis Cochem-Zell muss man sich an der Supermarktkasse auf vergleichsweise hohe Preise einstellen, das Gericht kostet hier mit 7,75 Euro nur fünf Cent weniger. Besonders günstig hingegen kommen Kartoffelsalat-Liebhaber in Thüringen davon: Sowohl in Gera als auch in Weimar kosten die gleichen Zutaten lediglich 6,62 Euro für vier Personen. Schon in den vergangenen Auswertungen des Kartoffelsalat-Indices wurde deutlich: Das Weihnachtsessen ist in Ostdeutschland aufgrund von niedrigeren Löhnen und geringeren Kosten günstiger als in Westdeutschland.

Essig-Öl nach wie vor Preissieger

Während der Kartoffelsalat auf Mayonnaise-Basis im Vergleich zur vergangenen Weihnacht nur um 4,7 Prozent teurer geworden ist, sind die November-Preise für Nahrungsmittel insgesamt um rund 5,5 Prozent gestiegen. „Der traditionelle Kartoffelsalat mit Würstchen ist in der Mayo-Variante in diesem Jahr knapp Inflations-Gewinner“, sagt IW-Kaufkraftexperte Christoph Schröder. Nur in Süddeutschland gelte das nicht unbedingt. Der Grund: Anstellte der Mayonnaise wird dort häufig mit Essig und Öl gekocht. Diese Variante des Weihnachtsklassikers kostet im Supermarkt rund zehn Prozent mehr, allein Essig ist laut November-Daten des Statistischen Bundesamtes um knapp zwölf Prozent im Preis gestiegen. Und dennoch: Absolut gesehen bleibt der Salat mit Essig und Öl mit durchschnittlich 6,19 Euro Preissieger.

Süßwarenbranche: Das Geschäft an Weihnachten

Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteine: In der Weihnachtszeit haben saisonale Süßigkeiten Hochkonjunktur. Die Bundesbürger greifen da gern zu – bei manchen Leckereien lieber als bei anderen.

Die Lichterketten aufhängen, auf den Weihnachtsmarkt gehen, Geschenke für die Liebsten besorgen – es gibt Dinge, die gehören für viele Menschen einfach zur Adventszeit. Dazu zählen auch die süßen Leckereien, die es zu dieser Jahreszeit gibt. Das Naschwerk ist bei den Bundesbürgern sehr beliebt: Jeder Zweite gibt in der Weihnachtszeit laut einer Umfrage des Datenanalysten POSpulse bis zu 5 Euro pro Woche für Weihnachtssüßigkeiten aus. Darunter gibt es einen klaren Favoriten (Grafik):

Im Dezember 2020 waren Lebkuchen die beliebteste Süßigkeit der Bundesbürger – rund 43 Prozent zählten das Gewürzgebäck zu den bevorzugten Naschereien.

So viel Prozent der Bundesbürger mögen diese Weihnachtssüßigkeiten am liebsten

36 Prozent griffen besonders häufig zu Keksen und Plätzchen – dicht gefolgt von Spekulatius, den ebenfalls mehr als jeder Dritte zu seinen Lieblingssüßigkeiten zählte.

Die deutsche Süßwarenindustrie hat für die Weihnachtszeit in diesem Jahr rund 167 Millionen Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade hergestellt.

Doch nicht nur die Klassiker landen im Einkaufskorb. Viele probieren in der Adventszeit gerne neue süße Spezialitäten aus. Dabei ist selbstredend der Geschmack für die Menschen am wichtigsten. Aber auch andere Kriterien spielen für die Verbraucher eine große Rolle: Jeweils rund 20 Prozent der Bundesbürger machen ihre Kaufentscheidung davon abhängig, ob das Produkt wenig Zucker enthält oder regional und nachhaltig hergestellt wurde.

Der Branche sind diese Trends nicht verborgen geblieben. Laut dem Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie werden immer mehr Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade in Deutschland nachhaltig produziert:

Zwischen 2011 und 2022 ist der Anteil an zertifiziertem Kakao in den hierzulande verkauften Schoko-Weihnachtsmännern von 3 Prozent auf 81 Prozent gestiegen.

Insgesamt hat die deutsche Süßwarenindustrie für die Weihnachtszeit im Jahr 2023 rund 167 Millionen der süßen Hohlfiguren hergestellt. Rund ein Drittel davon ging in den Export und wurde unter anderem in die USA, nach Australien und nach Südafrika verschickt.

In der Adventszeit wird aber nicht nur fertig Gekauftes konsumiert: Für 70 Prozent der Menschen in Deutschland ist das Backen von Plätzchen vor Weihnachten ein beliebtes Ritual. Rezepte gibt es genügend – sei es aus dem Internet oder von Oma.

Metall- und Elektro-Industrie investiert immer stärker im Ausland – IW-Analyse zeigt, dass Investitionsentscheidungen in den USA viel schneller als in Deutschland umgesetzt werden

Symbol-Foto: Mercedes-Benz

Die Investitionen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) im Ausland haben sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Dagegen nahmen die Investitionszuflüsse aus dem Ausland nach Deutschland weiter ab. Wurden 2018 noch 35 Milliarden Euro mehr aus dem Ausland in der deutschen M+E-Industrie als umgekehrt von deutschen M+E-Unternehmen im Ausland investiert, fiel der Saldo 2022 auf minus 15 Milliarden Euro. Auch gesamtwirtschaftlich kam es 2022 zu einem Negativrekord an Investitionsabflüssen, wie die Analyse im Rahmen des jährlichen M+E-Strukturberichtes der IW Consult im Auftrag Gesamtmetalls zeigt.

„Während die deutsche M+E-Industrie in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich von der Globalisierung und ihrer intensiven Internationalisierung profitierte, ist die Lage inzwischen bedenklich zulasten des Standortes Deutschland gekippt“, bewertet Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander die Ergebnisse der Analyse.

„Die Unsicherheiten der aktuellen Haushaltskrise verschärfen die Probleme. Die aktuelle Investitionsschwäche darf aber keinesfalls auf Subventionen reduziert werden. Die fiskalpolitischen Realitäten durch das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zeigen vielmehr, dass sich Deutschland aus seinen in den vergangenen Jahren wieder selbst geschaffenen strukturellen Defiziten nicht herauskaufen kann“, so Oliver Zander weiter.

Wie stark vor allem die Überregulierung durch Bund und EU den Investitionsstandort Deutschland schwächt, zeigt der Vergleich zur aktuellen Investitionsdynamik in den USA: Deutschland gelingt es zwar mit hohen Subventionsversprechen ein – bezogen auf die industrielle Wertschöpfung – ähnlich hohes Volumen an Investitionsentscheidungen wie die USA zu erzielen, während die US-Industrie derzeit aber einen Bauboom erlebt, treten die Investitionen in der deutschen Industrie weiterhin auf der Stelle.

Oliver Zander: „Wer eine Trendumkehr will, muss Bürokratieabbau und -verhütung zur Chefsache machen. Deutschland braucht eine wirtschaftspolitische Wende hin zu einer konsequenten Angebotspolitik mit einer klaren Priorisierung von privaten und öffentlichen Investitionen. Dafür sind bessere Rahmenbedingungen zwingend erforderlich.“

Die gesamte Analyse „Entwicklung von Direktinvestitionen der M+E-Industrie und Vergleich von Investitionsentscheidungen in den USA und Deutschland“ aus dem M+E-Strukturbericht 2023 sowie weitere Informationen finden Sie unter www.gesamtmetall.de/zahlen-fakten/strukturbericht.

In der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie lassen sich ähnliche Beobachtungen feststellen, basierend auf unseren Erkenntnissen. Die Branche zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft und technologische Fortschritte aus, was zu einer dynamischen und wettbewerbsintensiven Umgebung führt. Unternehmen in diesem Sektor sind bestrebt, modernste Fertigungstechnologien zu implementieren und ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern. Der Fokus liegt oft auf qualitativ hochwertigen Produkten und effizienten Produktionsprozessen, um den globalen Marktanforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus spielt die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und die Förderung von Fachkräften eine entscheidende Rolle, um die Wettbewerbsfähigkeit in der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie zu stärken.

Die Food-Trends 2023 in Düsseldorf

Der ParisClub an der Toulouser Allee. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Auch in unserer Stadt bestellen viele Menschen immer wieder Essen bei einem der vielen Lieferdienste. Der Lieferdienst Lieferando hat jetzt einen Bericht veröffentlicht, der unter anderem zeigt, welche Essen in Düsseldorf besonders häufig bestellt werden.

Laut dem Bericht bestellen die Menschen in Düsseldorf am liebsten italienisch, die meistbestellte Speise war der Cheeseburger. Damit liegen die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer im deutschlandweiten Trend. Beim Bestellverhalten gibt es aber leichte Unterschiede. In Düsseldorf wird im Vergleich zum Durchschnitt in ganz Deutschland insgesamt etwas seltener am Wochenende bestellt. Rund ein Drittel aller Bestellungen werden in unserer Stadt am Wochenende getätigt. Für den Bericht wurden die anonymisierten Daten von rund 15 Millionen Lieferando-Nutzern ausgewertet. Außerdem wurde eine Online-Umfrage unter 1.000 Befragten in ganz Deutschland durchgeführt. (Quelle: Antenne Düsseldorf)

Weitere Infos und Links zum Thema:

Hier geht es zu dem Report

So berichten die Kollegen der NRZ

In Düsseldorf kaufen viele lieber selbst ein

„Es gibt einen Humor nach mir“ – die neuste Folge unseres Podcasts „GE:wirtschaft“ erschienen

Mit unserem Podcast „GE:wirtschaftet“ hat die Gelsenkirchener Wirtschaft seit über einem Jahr eine neue Stimme. Er bietet Einblicke in die dynamische Wirtschaftslandschaft der Stadt Gelsenkirchen und versteht sich als moderne Plattform, die einen Beitrag zur Sichtbarkeit und Anerkennung der Gelsenkirchener Unternehmenslandschaft leisten möchte.

Eine besondere Note erhält der Podcast durch Blind Date Interviews, also unvorbereitete Gespräche mit „unbekannten Gäst:innen“.
In der aktuellen Folge hat Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Geschäftsführer von emschertainment, diese Rolle übernommen – ein Moment des Humors, Authentizität und „Wiedersehens“. Thematisiert wurde unter anderem das Potenzial der Kreativwirtschaft am Standort Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet.

Ein Blind Date Interview mit … Prof. Dr. Helmut Hasenkox!
GE:wirtschaft(et) – Der Wirtschaftspodcast aus Gelsenkirchen! – Folge 20: Ein Blind Date Interview mit … Prof. Dr. Helmut Hasenkox von emschertainment

Jetzt hier hören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/gewirtschaftet/episodes/20-Blind-Date-mit-Prof–Dr–Helmut-Hasenkox-e2dg052

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Hören sowie eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Zurück auf allen Podcastplattformen sind wir im Januar 2024. Abonnieren Sie uns gerne, um auch die weiteren Folgen nicht zu verpassen.

Unser Podcast ist eine gemeinsame Produktion der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe und Frank Wiedemeier (Wiedemeier Kommunikation). Feedback, Anregungen, Hinweise, Ideen oder Hörer:innen-Fragen gerne an podcast-ge@unternehmerschaft.de.

 

Zwischenbilanz des Düsseldorfer Weihnachtsmarkts: Höhen und Tiefen – und unsere Podcast-Produktion

Der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt zieht Besucher aus nah und fern an. Doch in diesem Jahr scheint die Bilanz gemischt zu sein, wie wir von Besuchern und Händlern erfahren konnten.

Positives Feedback von Händlern:

Einige Händler zeigen sich teilweise zufrieden mit den bisherigen Umsätzen. Besonders die Stände, die sich auf Essen und Trinken spezialisiert haben, verzeichnen regen Andrang. Glühwein, Bratwurst und süße Leckereien erfreuen sich großer Beliebtheit und sorgen für eine gute Umsatzentwicklung.

Herausforderungen für bestimmte Artikel und Standorte:

Jedoch gibt es auch Schattenseiten. Der Verkauf von anderen Produkten gestaltet sich schwieriger, insbesondere an Standorten ohne viel Laufkundschaft. Am KÖ-Bogen beispielsweise berichten Händler von einer geringeren Frequenz und Umsatzrückgang. Offenbar sind die Besucherströme nicht überall gleichmäßig verteilt, was für manche Geschäfte eine Herausforderung darstellt.

Wetter als Stimmungsdämpfer:

Ein weiterer Faktor, der die Stimmung auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt beeinflusst, ist das wechselhafte Wetter. Insbesondere der anhaltende Regen trübt die festliche Atmosphäre. Besucher klagen über die schlechten Wetterbedingungen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Umsatz, sondern auch auf die allgemeine Feststimmung. Auch  der Donnerstag (21.) stand unter keinem guten Stern, als der Weihnachtsmarkt wegen der Sturmwarnung geschlossen werden musste.

Stimmen von Besuchern:

Besucher äußern sich unterschiedlich zum diesjährigen Weihnachtsmarkt. Einige loben die Vielfalt der angebotenen Produkte und die festliche Dekoration. Andere wiederum beklagen die schlechte Erreichbarkeit mancher Stände aufgrund des Gedränges und der schlechten Wetterbedingungen. Einig sind sich jedoch viele Besucher darin, dass das Wetter einen erheblichen Einfluss auf ihre Freude am Weihnachtsmarkt hat.

Insgesamt ergibt sich somit eine gemischte Zwischenbilanz für den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt 2023. Der Chronist erlebte viele schöne Momente auf dem Weihnachtsmarkt. Zur Eröffnung produzierten wir sogar unseren Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ dort und genossen den neuen „Glüh-Gin“ am KÖ-Bogen, der (Gin!) im übrigen gut ankommt bei den Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Auch die Erweiterung des Marktes am KÖ-Bogen kam und kommt gut an! Aber, auch am Burgplatz, vor dem Rathaus und an der Eisbahn erlebten wir mit Freunden oder mit dem Team unserer Geschäftsstelle wunderschöne Momente.

Während einige Händler Grund zur Freude haben, stehen andere vor Herausforderungen. Das Wetter beeinträchtigt nicht nur den Umsatz, sondern auch die festliche Stimmung der Besucher. Es bleibt abzuwarten, ob der Weihnachtsmarkt zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. In den kommenden Tagen ist jedenfalls wieder mit viel Regen zu rechnen. Am Montag kann es wieder besser werden, dann aber ist er sowieso geschlossen. Der Weihnachtsmarkt öffnet wieder am Dienstag.

Der Weihnachtsmarkt ist noch bis zum 30. Dezember geöffnet. Geschlossen bleibt er am 25. Dezember. In der Regel ist er von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Am Heiligabend schließt er um 15 Uhr. Am 26.12. ist der Markt geöffnet von 14 – 20 Uhr. An Wochenende schließt der Markt um 21 Uhr.

Zahl der Ausbildungsbetriebe stagniert, aber: in der Industrie und Handel steigt die Zahl die Zahl der Azubis, im Handwerk sinkt sie deutlich

ElectronicPartner Vorstand Karl Trautmann (zweiter von rechts) und Leiter Personal Timo Stockem (erster von links) begrüßen zusammen mit Katharina Hübner (zweite von links) und Katharina Keminer (erste von rechts) aus dem Team Recruiting die Ausbildungsstarter 2023.

Im Berufsbildungsjahr 2023 haben 108 393 Personen von Oktober 2022 bis September 2023 eine Ausbildung im dualen System begonnen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr (108 759) nahezu unverändert (−0,3 Prozent) und um 8,6 Prozent niedriger als vor der Corona-Pandemie (2019: 118 560). Nach einem Tief im Jahr 2020 mit 103 509 Neuabschlüssen war die Zahl zunächst zwei Jahre in Folge gestiegen.

Im Ausbildungsbereich Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe stieg die Zahl der neuen Azubis 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 62 667. Sie lag damit aber noch 10,2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau (2019: 69 810). Auch im Bereich Sonstige (z. B. Hauswirtschaft) stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Berufsbildungsjahr 2023 auf 276 (+5,7 Prozent). Der öffentliche Dienst verzeichnete mit 3 144 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2 979) und war damit 2023 der einzige Ausbildungsbereich, in dem es mehr Neuabschlüsse gab als 2019 (3 105; +1,3 Prozent).

In allen anderen Ausbildungsbereichen war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen: Im Bereich Handwerkwurden 28 149 Ausbildungsverträge abgeschlossen; das waren 3,7 Prozent weniger als 2022 (29 232) und 8,4 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 (30 729). Bei den freien Berufen, zu denen z. B. medizinische Fachangestellte sowie Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte zählen, begannen 11 724 Azubis im Berufsbildungsjahr 2023 eine Ausbildung und somit 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (12 297). In der Landwirtschaft (2 433) wurden 2,8 Prozent weniger Verträge abgeschlossen als im Jahr 2022.

Der Anteil weiblicher Azubis an allen Neuabschlüssen ist in den vergangenen fünf Jahren gesunken

Betrachtet man die Zahl der männlichen und weiblichen Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag, zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: 70 215 Männer schlossen im Jahr 2023 einen Ausbildungsvertrag ab; das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr (69 882) und 7,3 Prozent weniger als 2019 (75 771). Im Jahr 2023 gab es hingegen 38 142 Neuabschlüsse weiblicher Azubis, was einem Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2022 (38 838) und einem Minus von 10,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 (42 786) entsprach. Der Anteil weiblicher Auszubildender mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ging somit in den letzten fünf Jahren von 36,1 Prozent auf 35,2 Prozent zurück.

Den geringsten Anteil weiblicher Auszubildender an allen Neuabschlüssen gab es im Jahr 2023 im Bereich Handwerk: 4 923 der 28 149 neuen Ausbildungsverträge wurden von Frauen abgeschlossen (17,5 Prozent). Mit 1 251 von 11 724 Neuabschlüssen waren die männlichen Azubis im Ausbildungsbereich der freien Berufe am schwächsten vertreten (10,7 Prozent).

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)

Ausbildung in Düsseldorf mehr Stellen und Interessierte

Auch bei der Stadt haben viele Menschen eine Ausbildung angefangen

Neue strategische Aufstellung: Rheinmetall trennt sich von der Kolbenproduktion

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern vollzieht einen wichtigen Schritt in der strategischen Aufstellung und trennt sich von den Aktivitäten im Bereich der Produktion von Kleinkolben. Rheinmetall und die Comitans Capital AG haben nun einen Kaufvertrag (Sale and Purchase Agreement) für den gesamten Kleinkolbenbereich unterzeichnet. Rheinmetall folgt damit seiner strategischen Zielsetzung, sich – was die zivilen Aktivitäten anbetrifft – künftig auf neue Technologiefelder und alternative Antriebsformen zu konzentrieren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Kaufvertrag umfasst den Kleinkolbenbereich von Rheinmetall mit allen Produktionsstandorten. In den Werken in Neckarsulm/Deutschland, Marinette/USA, Celaya/Mexiko, Nova Odessa/Brasilien, Trmice/Tschechien und Hiroshima/Japan sowie an zwei Standorten des chinesischen Joint Ventures KSHP in Shanghai und Chongqing sind insgesamt rund 3.650 Mitarbeiter beschäftigt. An allen Standorten sollen Geschäftsbetrieb und Produktion fortgesetzt werden.

Der Abschluss der Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung steht, wird zum 31. März 2024 angestrebt.

Die 2021 gestartete strategische Neuausrichtung von Rheinmetall sieht vor, dass der Konzern seine Abhängigkeit von Produkten rund um den Verbrennungsmotor reduziert und sich vom kompletten Kolbengeschäft (Klein- und Großkolben) trennt. Seit Anfang 2021 werden die Aktivitäten im Kolbenbereich als Nicht-Kerngeschäft des Konzerns geführt. In einem ersten Schritt erfolgte Anfang 2023 der Verkauf des Großkolbenbereichs an die schwedische Unternehmensgruppe Koncentra Verkstads AB.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir setzen um, was wir angekündigt haben. Der jetzt bevorstehende finale Ausstieg aus der Kolbenproduktion setzt die strategische Neuausrichtung Rheinmetalls fort. Dabei wird Rheinmetall künftig mehr denn je ein Technologiehaus sein, das innovative Lösungen entwickelt und produziert – für unsere militärischen Kunden wie auch für unsere Abnehmer in den zivilen Bereichen, hier vor allem bei alternativen Antriebstechnologien und in der Wasserstofftechnologie.“

„Wir haben nun einen sehr guten Käufer für den Kleinkolbenbereich gefunden“, erklärt Marcus Gerlach, Vorsitzender der Divisionsleitung Materials and Trade. „Wie beim Großkolbenbereich haben wir auch hier unser Ziel erreicht: Wir geben die Kleinkolbenproduktion in gute Hände. Die Comitans Capital AG hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den notwendigen Investitionen und Änderungsbedarfen vertraut gemacht und trägt die vom Kleinkolben-Management entwickelte langfristige Strategie mit.“

Comitans beabsichtigt, den Kleinkolbenbereich als selbständiges, unabhängiges Unternehmen mit eigenständiger Organisation unter der Marke Kolbenschmidt Pistons zu führen. „Mit der Unterstützung der Comitans Capital AG werden wir Kolbenschmidt Pistons als eigenständiges und profitables Unternehmen langfristig am Markt positionieren“, so Klaus Semke, zukünftiger CEO von Kolbenschmidt Pistons. „Neben Kolben für das Pkw-Segment werden Kolben im Heavy Duty Truck und Off-Highway Segment eine wichtige Rolle spielen.“

Comitans Capital AG

Die Comitans Capital AG ist eine international tätige Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in München, die sich auf Geschäfte in der Automobilzulieferindustrie konzentriert, um diese mit langfristiger Perspektive weiterzuentwickeln. Ulrich Hauck, Vorstand und Gründer von Comitans Capital AG erklärt, dass Kolbenschmidt Pistons als führender Kolbenhersteller im Automobilbereich großes Potenzial habe und sich das Comitans-Team auf die Zusammenarbeit mit Management und Mitarbeitern freue.

Kolbenschmidt Pistons

Kolbenschmidt ist ein etablierter, führender Lieferant von Kolben für Verbrennungsmotoren mit mehr als 100 Jahren Geschichte. Mit seiner großen Produktpalette mit passenden Designs und Materialien ist die jetzt entstehende Kolbenschmidt Pistons für zukünftige Anforderungen marktgerecht positioniert. Mit seinen globalen Produktionsstandorten und nachhaltig angelegten Partnerschaften in Wachstumsmärkten ist das Unternehmen hervorragend aufgestellt, um Kunden auch in Zukunft maßgerecht zu bedienen.

Foto/Text: Rheinmetall

Podcast-Highlight zum Jahresende: Update 2024 mit Arbeitsjurist Alexander Jarre

 

Unseren Podcast hören Sie auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf www.unternehmerschaft.de. Wenn Ihnen gefällt was Sie hören, dann empfehlen Sie uns gerne weiter und bewerten Sie die Folgen auf Spotifiy, ApplePodcast, Google und Anchor. Danke auch an unser Produktionsteam „Streamboxstudios“.

In unserer 135. Podcastfolge blicken wir gemeinsam mit Rechtsanwalt Alexander Jarre auf ein bewegtes Arbeitsjahr zurück und wagen einen Ausblick auf arbeitsrechtliche Entwicklungen im kommenden Jahr. Von wegweisenden Gerichtsentscheidungen bis hin zu neuen Gesetzen – RA Jarre gibt Einblicke in die arbeitsrechtliche Bilanz des Jahres.

Doch damit nicht genug! Wir tauchen auch in die Welt von leidgeprüften Wohnungs- und Hauskäufern ein, beleuchten ihre Erfahrungen, teilen Tipps und werfen einen Blick hinter die Kulissen der Makler-Prosa. Ob Herausforderungen oder Glücksmomente beim Immobilienerwerb – wir bringen Licht ins Dunkel und bieten einen unterhaltsamen Einblick in die Welt des Immobilienmarktes.

Als Sahnehäubchen stellen wir die kurzweilige Podcast-Dokumentation „Metro Men“ vor. Tauchen Sie ein in faszinierende Geschichten, Interviews und Hintergründe – ein Muss für Podcast-Enthusiasten und Neugierige gleichermaßen.

Lassen Sie sich diese informative und kurzweilige Podcastfolge nicht entgehen! Wir stehen Ihnen gerne für weitere Informationen und Interviews zur Verfügung.

Düsseldorfer Wirtschaft – Hören Sie rein und bleiben Sie am Puls der aktuellen Themen:
https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/

Digitale „Grundausbildung“ für Alle – Vodafone in Düsseldorf startet neue Initiative

Das Düsseldorfer Unternehmen Vodafone im Stadtteil Heerdt schickt seine Mitarbeitenden auf Lernreise. Alle Mitarbeitenden sollen besonders wichtige Fähigkeiten ganz einfach lernen oder verbessern können. Das Fundament für die Lernreise ist eine ‚digitale Grundausbildung‘ mit einer Vielzahl von Lernangeboten, die die Mitarbeitenden zu jeder Zeit digital abrufen können. Das Ziel: Alle Mitarbeitenden sollen bei besonders wichtigen Zukunfts-Skills, die allesamt auf drei übergreifende strategische Unternehmensziele einzahlen, die Möglichkeit haben, Basis-Kenntnisse zu erlangen. Um sie anschließend im Arbeitsalltag anzuwenden. Denn dort verändern sich die Anforderungen durch Künstliche Intelligenz und Co. schneller als jemals zuvor.

Herzstück ist eine Lernplattform. Hier können Mitarbeitende zu jeder Zeit personalisierte Lernangebote nutzen. In einem weiteren Schritt hat Vodafone nun Top-Fähigkeiten definiert, die auf die drei übergreifenden, strategischen Unternehmensziele ‚Customers‘, ‚Simplicity‘ und ‚Grow‘ einzahlen. Die digitale Grundausbildung (oder: ‚Skills4All‘) gibt den Mitarbeitenden konkrete Lerninhalte an die Hand, um diese Top-Fähigkeiten zu stärken. Die Lerninhalte sind zu jeder Zeit freiwillig abrufbar.

An erster Stelle steht bei der digitalen Grundausbildung die ‚Kundenzentrierung‘. Bei den Trainingsangeboten können Mitarbeitende, die im Arbeitsalltag wenig direkten Kundenkontakt haben, beispielsweise ganz konkrete Kundengespräche an der Hotline simulieren – um die Probleme und Wünsche der Kunden besser zu verstehen und diese Kenntnisse dann auch bei Entscheidungen im eigenen Arbeitsalltag stärker zu berücksichtigen.

Nach externen wie internen Analysen hat Vodafone die ausgewählten Skills definiert, die bei der digitalen Grundausbildung mit konkreten Trainingsinhalten gestärkt werden. In Skills4All stehen sowohl ‚Hard Skills‘ wie Cyber Security oder KI als auch transformative bzw. sogenannte ‚Soft Skills‘ wie ‚Kollaboration‘ und ‚Komplexität managen‘ im Fokus. Denn beides ist in der sich immer schneller verändernden Arbeitswelt von besonderer Bedeutung. Wie schnell die Veränderung in der Arbeitswelt voranschreitet, zeigt eine Studie von Gartner, die besagt, dass gut ein Drittel aller Skills, die 2019 wichtig waren, bald nicht mehr in Ausschreibungen für neue Positionen relevant sein werden.