Wie können wir Vertrauen in einer Führungsposition aufbauen, erhalten und zurückgewinnen? Die neue Podcastfolge „Aus Bildung wird Zukunft“

Christoph Hanke im Gespräch. Foto: CH

Viele Menschen haben das Vertrauen verloren – in Gesellschaft, Politik, Recht, Kirche, Presse, Unternehmen und Führungskräfte. Und oft hört man die Frage: Wem kann ich (noch) vertrauen?

“Wie können wir Vertrauen in einer Führungsposition aufbauen, erhalten und zurückgewinnen? Welche Rolle spielt Vertrauen im Changemanagement und im Erfolg von Teams? Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Vertrauens in der Führung und entdecken die Geheimnisse wirkungsvoller Führung, die auf Vertrauen als Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit setzt. Mehr Vertrauen, mehr Führungserfolg, weniger Enttäuschungen.”

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MEDIMAX bekommt eigenen Vertriebsleiter

Sebastian Wildenberg wird der neue Vertriebsleiter bei Medimax. Foto: ElectronicPartner

Die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner freut sich, zum 1. Januar 2024 Sebastian Wildenberg als neuen Vertriebsleiter MEDIMAX zu begrüßen. Durch diesen Schritt stärkt die Verbundgruppe ihr operatives Team und treibt das Wachstum der Franchisefachmarktlinie weiter voran.

Sebastian Wildenberg bringt umfassende Expertise durch seine langjährige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen der Consumer Electronics Branche mit. Nach Stationen bei Grundig und Denon war er die vergangenen acht Jahre als National Key Account Manager in leitender Position für den Hersteller Samsung tätig. Sein Wechsel zur Düsseldorfer Verbundgruppe sei für den gebürtigen Nordrhein-Westfalen eine rundum gewinnbringende Entscheidung: „Ich kenne viele meiner künftigen Kolleginnen und Kollegen bei ElectronicPartner bereits seit Jahren, ebenso wie zahlreiche MEDIMAX Franchisepartnerinnen und -partner. Die Zusammenarbeit habe ich immer sehr geschätzt und empfinde es nun als großartige Chance, mich in diesem dynamischen und sehr menschlichen Team weiterzuentwickeln. Auch die Möglichkeit, wieder mehr Zeit in meiner Heimat NRW verbringen zu können, ist ein schöner Pluspunkt.“ In seiner Funktion als Vertriebsleiter MEDIMAX berichtet Sebastian Wildenberg direkt an Torsten Schimkowiak, Leiter Vertrieb ElectronicPartner.

Mit dieser personellen Neustrukturierung stellt die Düsseldorfer Zentrale nach der Übergabe aller MEDIMAX Märkte an Unternehmerinnen und Unternehmer nun eine weitere Weiche in Richtung Expansion. ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit Sebastian Wildenberg einen versierten Fachmann für uns gewonnen zu haben, mit dem wir MEDIMAX weiter nach vorne bringen. Ich bin gespannt auf seine Ideen und überzeugt, dass er unser gesamtes Team bereichern wird!“

Warum gibt es Fachkräftemangel und zugleich Menschen ohne Job?

So viel Prozent dieser Personengruppe waren ohne Berufsausbildung, Ausländer, über 55 Jahre alt, schwerbehindert oder alleinerziehend

Die Betriebe in Düsseldorf klagen über Fachkräftemangel und: wir spüren ihn auch nahezu Tag für Tag im Alltag. Trotzdem sind über 25.000 Menschen in unserer Stadt ohne Job (über 7 Prozent). Warum ist das so?, werden wir oft gefragt. Unsere Expertinnen und Experten vom Institut der Deutschen Wirtschaft haben uns das erklärt.

Restaurants haben nur noch drei Tage in der Woche geöffnet, der Zugverkehr auf einigen Nebenstrecken ist längst eingestellt und auf einen Termin beim Facharzt oder Handwerker wartet man teils monatelang. Arbeitskräftemangel nahezu in allen Branchen. Wir erleben in im Alltag fast täglich.

Und dies sind die vier Gründe:

1.) Sucharbeitslosigkeit. Nicht jeder, der arbeitslos wird, findet sofort den perfekten neuen Job. Vielmehr müssen die meisten eine Weile nach einer passenden Tätigkeit suchen. Das ist normal für einen funktionsfähigen Arbeitsmarkt. Mehr noch: Sucharbeitslosigkeit kann bis zu einem gewissen Grad sogar gesamtwirtschaftlich effizient sein. Denn Arbeitnehmer sind in einem perfekt passenden Job in der Regel produktiver als in einem, den sie nur annehmen, um schnellstmöglich wieder eine Stelle zu haben.

2.) Qualifikation. Es ist keinesfalls so, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten der Arbeitsuchenden immer zu den Anforderungen passen, die für offene Stellen benötigt werden (Grafik):

Deutlich mehr als 50 Prozent der kurzzeitig Arbeitslosen verfügten im Juli 2023 über keine abgeschlossene Berufsausbildung, bei den Langzeitarbeitslosen waren es sogar mehr als 60 Prozent.

Gleichzeitig gibt es nur wenige offene Stellen für entsprechend Geringqualifizierte. Gesucht werden stattdessen vornehmlich Fachkräfte (siehe: „Fachkräftelücke trotz Arbeitslosigkeit: Wie passt das zusammen?„).

Doch selbst eine abgeschlossene Berufsausbildung genügt oft nicht, um beruflich auf der sicheren Seite zu sein. Denn längst nicht jede qualifizierte Fachkraft ist gleichermaßen gefragt. So konkurrieren in Deutschland beispielsweise jeweils 25 arbeitslose Fachkräfte der Musikpädagogik um eine gemeldete offene Stelle, wohingegen jeder arbeitslose Mechatroniker hierzulande rein rechnerisch aus fünf Arbeitsplatzangeboten wählen kann.

Die Idee, Jobsuchende einfach beruflich weiterzubilden, ist indes nur bedingt erfolgversprechend. Schließlich muss die Weiterbildung zu den individuellen Neigungen und Fähigkeiten der Person passen.

Für kurzzeitig Arbeitslose funktioniert das besser als für Langzeitarbeitslose:

Sechs Monate nach Abschluss einer Weiterbildung hatten 70 Prozent der einstigen Empfänger von Arbeitslosengeld einen neuen Job gefunden, aber lediglich 39 Prozent der Langzeitarbeitslosen, die Bürgergeld beziehen.

3.) Mismatch. Im Sommer 2023 konkurrierten in Bayern rechnerisch 16 Arbeitslose um nur zehn gemeldete offene Stellen, in Berlin waren es dagegen 94. Dieses Beispiel zeigt, dass es ein erhebliches Mismatch zwischen Arbeitslosen und offenen Stellen gibt – schon die generelle Arbeitslosigkeit unterscheidet sich zwischen Bundesländern und selbst zwischen Kreisen massiv.

Während die Problematik bei Fachkräften insgesamt gar nicht so groß ist, ist sie bei Helfern umso gravierender – so kamen in Bayern im Juli dieses Jahres 36 Helfer auf je zehn passende Jobs, in Berlin waren es sogar 256.

Verringern könnte den regionalen Mismatch ein Umzug der Arbeitsuchenden dorthin, wo Personal benötigt wird. Doch das ist leichter gesagt als getan: Erstens sind viele Menschen in ihrem Umfeld sozial und kulturell verankert. Zweitens führt der oft zu erwartende eher geringe Verdienst am neuen Standort dazu, dass sich der Umzug schlicht nicht lohnt.

4.) Vermittlungshemmnisse. Bei der Frage, weshalb Arbeitslosigkeit trotz Arbeitskräftemangel Bestand hat, dürfen individuelle Vermittlungshemmnisse nicht unterschlagen werden. Häufig gibt es sogar gleich mehrere. Das gilt gerade für Langzeitarbeitslose.

Zu den Vermittlungshemmnissen gehören beispielsweise das fortgeschrittene Alter der Arbeitslosen oder gesundheitliche Einschränkungen. So sind 31 Prozent der Langzeitarbeitslosen älter als 55 Jahre – unter allen Erwerbsfähigen gilt das nur für 26 Prozent.

Hinzu kommt, dass bei langer Arbeitslosigkeit soziale Kompetenzen verlernt werden können – Pünktlichkeit zum Beispiel. Auch externe Widrigkeiten, wie die unzureichende Kinderbetreuung für Alleinerziehende, erschweren den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt. Gleiches gilt, wenn jemand alkohol- oder drogenabhängig ist oder hoch verschuldet.

Weil die Problemlagen und Hindernisse für eine Arbeitsaufnahme so individuell sind, braucht es auch individuelle Ansätze für die Wiedereingliederung – es gibt keine Patentlösung.

Quelle: IW Köln

Ein neuer Businesspark entsteht in Reisholz

Auf dem ehemaligen Vallourec-Gelände in Reisholz schreiten die Arbeiten für den Bau eines Industrie- und Gewerbeparks voran. Screenshot: Unternehmerschaft Düsseldorf/ Frasers Property Industrial

Auf dem ehemaligen Gelände der Vallourec Rohrwerke in Düsseldorf Reisholz entsteht auf rund 74.000 Quadratmetern ein multifunktionaler Industrie- und Gewerbepark für Industrie, Produktion und Logistik. Vom alten Vallourec-Bestand sollen das Magazingebäude, ein Gebäudeensemble an der Henkelstraße, Teile der Warmfertigungsanlage und ein Verwaltungsgebäude erhalten bleiben. In guter City-Lage und mit einem interessanten Konzept soll „the tube“ neuen Raum schaffen – für hochmoderne Flächen unterschiedlicher Größe mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. Zuletzt gab es laut Zeitungsberichten offenbar zeitliche Verzögerungen beim Neu- und Umbau des Geländes. Deshalb wird in den kommenden Wochen ein neuer Zeitplan für die Eröffnung des Businessparks bekannt gegeben, betont Frasers. Nachhaltigkeit wird, wie bei vielen neuen Bauprojekten in unserer Stadt, auch hier ein Thema sein. Unter anderem soll eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert und die neue Fassade energieeffizient gestaltet werden. Auch ein Heizsystem ohne fossile Brennstoffe sowie Dachlichtbänder und LED-Beleuchtung sei geplant, berichtet heute die Lokalausgabe der Rheinische Post.

Konjunktur in NRW: Hoffen und Bangen

Hohe Energiekosten und eine schwache Weltkonjunktur verzögern den Aufschwung in unserem Bundesland. Für das Jahr 2023 rechnet das RWI mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,1 Prozent. Zum Jahresende zeichnet sich eine Erholung ab. Foto: MWIKE NRW/Günther Ortmann

Es ist kein Geheimnis mehr – aber das RWI aus Essen hat es in einem Journalistengespräch in Düsseldorf nun erneut bestätigt: Unsere Industrie in NRW steckt in der Krise. Gründe sind die hohen Energiepreise, steigende Arbeitskosten und der deutliche Zinsanstieg. 58 Prozent der Betriebe sehen in einer Umfrage den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko.

Professor Thorsten Schmidt steht zwischen Hoffen und Bangen. Im dritten Quartal sei die Wirtschaft in NRW im bundesweiten Vergleich schwächer. Zum Jahresende hofft Schmidt auf eine langsame Erholung. Für das kommende Jahr 2024 erwartet das RWI wieder Wachstum. Schmidt wörtlich: „Die Wirtschaftsaktivität in NRW dürfte nach unseren Berechnungen im dritten Quartal etwas schwächer sein als in Deutschland insgesamt. Zum Jahresende dürfte aber eine allmähliche Erholung einsetzen. Durch die anhaltend hohen Energiepreise wird der Druck zu strukturellen Anpassungen noch einige Zeit bestehen bleiben. Dies dürfte die wirtschaftliche Erholung belasten.“

Die Ergebnisse des RWI im Überblick:

  • Die nachlassende Inflation beflügelt den privaten Konsum. Die Lohnsteigerungen liegen inzwischen wieder über der Inflation.
  • Für das kommende Jahr 2024 erwartet das RWI wieder Wachstum. Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich um 0,8 Prozent wachsen (Bund 2023 -0,6 Prozent, 2024 +1,3 Prozent).
  • Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, der hohe und weiter steigende Beschäftigungsstand stabilisiert die Konjunktur. Die Beschäftigung steigt 2023 bis Ende des Jahres um 22.000, im Verlauf des Jahres 2024 um weitere 18.000 Erwerbstätige auf einen neuen Höchststand.
  • Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung und des demografisch bedingten Arbeitskräftemangels dürfte die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr wieder leicht sinken.
  • Ein großes geopolitisches Risiko birgt eine weitere Eskalation der Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten.

Wirtschafts- und Klimaministerin Mona Neubaur sagte in dem Pressegespräch in Düsseldorf: „Die ersten Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung deuten sich bereits am Horizont an. Allerdings bleiben die Energiepreise auf absehbare Zeit auf hohem Niveau. Daher brauchen wir einen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren und für die Übergangszeit eine Absenkung der Energiesteuer und einen Brückenstrompreis. Und zwar jetzt. Wir müssen der Industrie eine Perspektive geben. Nur wenn die Wirtschaft Planungssicherheit hat, können wir Investitionen im Land halten – darüber bin ich mit auch mit Bundeswirtschaftsminister Habeck einig. Mit dem kürzlich von mir vorgelegten 7-Punkte-Papier stellen wir zudem in Nordrhein-Westfalen die Weichen für eine erfolgreiche Industrie: Durch schnellere Verfahren und mehr Flächen werden wir die Erneuerbaren noch schneller ausbauen. Schon jetzt ist NRW bei den Genehmigungen für Windenergie Spitzenreiter in Deutschland. Dies wird helfen, den Energiepreis auf absehbare Zeit deutlich zu senken.“

Perspektiventag der Diakonie

„Helfen hilft Flingern“ – das bunte Plakat am Platz der Diakonie in Düsseldorf-Flingern ist schon von weitem zu sehen. Aber nicht nur Flingern steht im Mittelpunkt der Kampagne, die die Diakonie heute offiziell vorgestellt hat. Auch andere Stadtteile wie Gerresheim, Garath oder Holthausen und auch Düsseldorf insgesamt haben ihre eigenen Plakate. „Wir wollen damit zeigen, wie wichtig soziales Engagement für diese Stadt ist“, betonte Diakoniepfarrer Michael Schmidt bei der Vorstellung. Foto: Diakonie

Die Diakonie Düsseldorf, unser Mitgliedsbetrieb, führt am Samstag (04.11.) einen „Perspektiventag“ durch. Von 10-15 Uhr stehen Veranstaltungen, Themenstände,  Job-Beratungen, Impulsvorträge, Kamingespräche und Job-Speed-Datings auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Podcastfolge 130: Das Düsseldorfer Lesefest (1) – Gespräch mit Bestseller-Autor Yannick Federer – Jetzt die letzten Plätze für die Eröffnungsveranstaltung sichern!

Bestseller-Autor Yannick Federer (rechts) im Gespräch mit Christoph Sochart. Federer eröffnet das Lesefest am 13. November 2023 im KAP 1. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Zum 15. Mal findet vom 13. bis 20. November 2023 wieder das beliebte „Düsseldorfer Lesefest“ statt, dass von unserer Stiftung Pro Ausbildung und der „Düsseldorfer Lesebande“ veranstaltet wird. Auf der Agenda stehen 65 Termine für 8.000 Kinder und Jugendliche sowie abendliche Veranstaltungen für Erwachsene.

Wir freuen uns sehr, dass Bestseller-Autor Yannic Han Biao Federer das Lesefest mit seinem aktuellen Roman „Tao“ eröffnen wird. Wenn Sie kostenfrei dabei sein wollen, können Sie sich hier einen der letzten Plätze sichern: hier bitte klicken!

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen in unserem Podcast das Lesefest, die Programm-Highlights und die Beteiligten vor. Außerdem blicken wir gemeinsam mit Ihnen hinter die Kulissen des Lesefestes. Heute stellen wir Ihnen im ersten Teil einen ganz besonderen Menschen und Autoren vor. Yannic Han Biao Federer hat zuletzt das Buch „TAO“ veröffentlicht – ein Bestseller, der im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. Sein Roman stellt die Frage, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann, wem sie gehört – und was sie verspricht.

+ Den Podcast gibts hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/

+ Alle Infos zum Lesefest www.leseban.de.

Rheinmetall gewinnt neuen Auftrag für Gleitlager bei Automobilkunden im E-Mobility-Bereich

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat einen Auftrag über Gleitlager für den Einsatz in einem Planetengetriebe gewonnen. Der Einsatz erfolgt in einem Fahrzeug mit umweltfreundlichem Elektroantrieb. Bei dem Auftraggeber handelt es sich um einen internationalen Automobilkunden im E-Mobility-Bereich. Der Kunde strebt an, seine E-Mobilitätsstrategie sukzessive weiter auszubauen. Jährlich wird Rheinmetall hierdurch ein Auftragswert im hohen sechsstelligen EUR-Bereich zufließen. Die ersten Bauteile werden ab Januar 2024 ausgeliefert. Das Angebot Rheinmetalls läuft zunächst bis zum Jahr 2027, die Beauftragung ist von Seiten des Kunden derzeit nicht befristet.

Die hohe Qualität der Gleitlager von Rheinmetall hat bei der Vergabe den Ausschlag gegeben. Im Vergleich zu den Wettbewerbern konnten die für die Gleitlager von Rheinmetall verwendeten Werkstoffe die besten Ergebnisse erzielen. Die Gleitlager zeichnen sich durch hervorragende Dämpfungs- und Gleiteigenschaften aus. Sie besitzen eine exzellente Verschleißbeständigkeit und eine hohe Leistungsfähigkeit bei Mischreibung. Die Produkte werden nach kundenspezifischen Vorgaben ausgelegt und gefertigt. Die Wahl der Materialien erfolgt performance-optimiert.

Die Gleitlageranwendung ist sehr komplex und insbesondere die Verschleißbeständigkeit ist von essentieller Bedeutung für die Langlebigkeit des Bauteils. Planetengetriebe selber zeichnen sich durch ein geringes Volumen und ihre kompakte Bauweise aus und helfen so Bauraum zu sparen bei gleichzeitig höherer Drehmomentübertragung. Durch ein höheres Drehmoment bei niedriger Drehzahl kann eine effiziente und kraftvolle Beschleunigung beim Anfahren erreicht werden, die besonders im Stadtverkehr helfen kann, Antriebsenergie zu sparen.

Nachdem dem Konzern eine Beauftragung bereits in der Anfangsphase der E-Mobilitätsstrategie des Kunden gelungen ist, wird mit weiteren Aufträgen des Kunden aus dem Bereich E-Mobilität gerechnet. Dies gilt insbesondere, da auch der aktuelle Auftrag auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt ist.

Rheinmetall ist im Bereich hochpräziser Gleitelemente einer der weltweit führenden Anbieter für Gleitlager in Automotive- und Industrieanwendungen und bietet eine extrem hohe Fertigungstiefe von der Materialentwicklung, über das Ur- und Umformen, bis hin zum Veredeln der Bauteile mit unterschiedlichen Beschichtungstechnologien. Jeder Auftragseingang im Bereich E-Mobilität ist für den Konzern ein weiterer Schritt auf seinem Weg zur Transformation hin zu zukunftsfähigen und umweltgerechten Formen der Mobilität und somit weg vom Verbrennungsmotor.

Düsseldorfer Klüh-Stiftung zeichnet Spezialistin für Gynäkologische Onkologie aus

Die Preisträgerin mit (v.l.n.r.) Bürgermeister Josef Hinkel, Prof. Coordt von Mannstein (Beiratsvors. Klüh Stiftung), Hans-Joachim Driessen (Vorstand Klüh Stiftung) und Laudator Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvors. der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Foto: Klüh-Stiftung

(ots) Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Klüh Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung geht in diesem Jahr an die Düsseldorfer Ausnahme-Medizinerin Prof. Dr. med. Tanja N. Fehm. Die Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit dem durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrum hat interdisziplinäre Behandlungskonzepte und modernste Therapieverfahren zum Nutzen der Patientinnen kombiniert.

Der seit 1987 ausgelobte Preis der Stiftung wurde gestern im historischen Rathaus der Stadt Düsseldorf in Anwesenheit von Bürgermeister Josef Hinkel verliehen. Die Laudatio hielt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Die Spezialistin für Gynäkologische Onkologie am Universitätsklinikum entwickelt mit ihrem Team individuelle Behandlungskonzepte, die jeweils krankheitsbildbezogen erstellt werden. Medizinische Innovationen und Erkenntnisse werden frühestmöglich in die Patientenversorgung eingebunden. Dabei werden die Wünsche und Ängste der Patientinnen bei der Therapieplanung an die erste Stelle gesetzt und ausführliche Informationen bereitgestellt. Vor allem die Möglichkeit, in vielen Fällen minimalinvasiv therapieren zu können, stellt einen großen Vorteil und ein schonenderes Verfahren für den Erholungsprozess der Patientinnen dar. Mittlerweile können auch Tumore auf minimalinvasive Weise behandelt werden.

Laudator Dr. Gassen: „Ich freue mich, mit dem Preis der Klüh Stiftung eine ärztliche Kollegin und Wissenschaftlerin ehren zu dürfen, die in ihrem Engagement herausragende Forschung mit größtmöglicher Patientennähe in der praktischen Versorgung vereint.“

Die Uniklinik Düsseldorf gehört zu den spezialisierten Zentren, die eine minimalinvasive Tumorbehandlung ermöglichen. Mit Fokus auf Grundlagenforschung der Krebsentstehung werden die Möglichkeiten personalisierter Medizin stetig weiterentwickelt. Als Teil des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) kooperiert das Universitätsklinikum Düsseldorf zudem mit den Universitätsklinken in Aachen und Bonn. Die Deutsche Krebshilfe hat diesen Verbund, der Krebstherapie auf Höchstniveau bietet, ausgezeichnet. Ein internationales Gutachtergremium hat dem CIO eine erhebliche Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau bescheinigt.

Die Preisträgerin hat in Erlangen studiert und in Tübingen eine Facharztausbildung absolviert, wo sie nach der Habilitation zur Gynäkologischen Onkologie als Oberärztin die Klinische Leitung der Sektion für translationale Gynäkoonkologie an der Universitätsfrauenklinik Tübingen übernahm. Seit 2007 ist sie als Gastprofessorin bei herausragenden Einrichtungen in den USA und weiteren Ländern gefragt.

Vor zwei Jahren erhielt Frau Prof. Fehm eine Berufung an die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften. Die Preisträgerin ist seit 2013 Direktorin an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Düsseldorf. Die vielfach ausgezeichnete Medizinerin ist in Fachkreisen weltweit angesehen und fungiert u.a. als Sprecherin des Universitätstumorzentrums Düsseldorf (UTZ) im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Aachen Bonn Köln Düsseldorf.

Über die Klüh Stiftung:

Für Klüh gehört Verantwortung seit jeher zu den Unternehmenswerten. Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Umwelt, Gesellschaft und gegenüber dem Markt. Dies sind auch die vier Säulen, auf denen die Strategie der unternehmerischen Verantwortung von Klüh aufbaut. Die Klüh Stiftung ist dabei Teil des unternehmerischen Engagements von Klüh für die Gesellschaft.

Die 1987 anlässlich des 75. Firmenjubiläums des Düsseldorfer Familienunternehmens Klüh Service Management durch Unternehmensinhaber Josef Klüh gegründete Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung hat seitdem Stiftungspreise in einer Gesamthöhe von mehr als 850.000 Euro ausgeschüttet. Die Stiftung hat in den letzten Jahren ein breites Spektrum an medizinischen Forschungsprojekten unterstützt.

Über Klüh:

Die Klüh Service Management GmbH ist ein international agierender Multiservice-Anbieter aus Düsseldorf. Im Jahr 1911 gegründet, verfügt das Familienunternehmen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich infrastruktureller Dienstleistungen. In den Kompetenzbereichen Cleaning, Catering, Clinic Service, Security, Personal Service, Airport Service und Integrated Services werden sowohl Einzeldienstleistungen als auch Multiservice-Konzepte angeboten. Das Unternehmen setzt mit mehr als 58.000 Mitarbeitenden in sieben Ländern rund 923 Mio. Euro (2022) um. Weitere Informationen unter www.klueh.de.

Zukunftsforschung: So verändert KI die Arbeitswelt

So viel Prozent der Beschäftigten aus sieben Industriestaaten antworteten im Jahr 2022 auf die Frage „Befürchten Sie, aufgrund des Einsatzes von künstlicher Intelligenz in den nächsten zwei/zehn Jahren Ihren Job zu verlieren?“ mit…

Ob künstliche Intelligenz (KI) Arbeitsplätze vernichtet oder nicht, ist ein viel diskutiertes Thema. Dabei ist die Fragestellung alles andere als neu: Bereits bei der Einführung des mechanischen Webstuhls äußerten Beschäftigte Sorgen, dass eine Maschine künftig ihre Arbeit übernimmt. Auch diesmal ist es so (Grafik):

Eine OECD-Befragung in sieben Industriestaaten im Jahr 2022 ergab, dass sich 23 Prozent der Beschäftigten im Finanzsektor und 19 Prozent derjenigen, die im Verarbeitenden Gewerbe tätig sind, große oder sehr große Sorgen machen, in den nächsten zehn Jahren wegen KI ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

In Unternehmen, die bereits künstliche Intelligenz nutzen, kennen auch viele Beschäftigte Kollegen, die deshalb ihren Job im selben Betrieb verloren haben: Im Finanzsektor bestätigten diese Aussage 20 Prozent der Mitarbeiter, im Verarbeitenden Gewerbe taten dies 15 Prozent. Wie viele Entlassungen es tatsächlich gegeben hat, ist allerdings nicht klar – rein theoretisch könnte in jedem Unternehmen nur eine Person ihren Job durch KI verloren haben, weil alle zustimmenden Befragten sich genau auf diese Person beziehen.

Die ausgewerteten empirischen Analysen zeigen, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz primär zur Reorganisation von Arbeitsprozessen und -aufgaben innerhalb eines Berufs führt, weniger zur Rationalisierung und Substitution einer Tätigkeit.

Die Forschung zu Beschäftigungseffekten durch künstliche Intelligenz steht zwar noch am Anfang – erste wissenschaftliche Befunde deuten aber nicht auf starke negative Einflüsse hin, wie eine neue IW-Studie zeigt. Die ausgewerteten empirischen Analysen lassen vielmehr erkennen, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz primär zur Reorganisation von Arbeitsprozessen und -aufgaben innerhalb eines Berufs führt, weniger zur Rationalisierung und Substitution einer Tätigkeit.

Welchen Einfluss haben KI-Sprachmodelle?

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Analyse von Daten des IW-Zukunftspanels vom Frühjahr 2022. Die Antworten der knapp 2.900 befragten Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe, der Versorgung, dem Bau, der Logistik sowie den unternehmensnahen Dienstleistungen zeigen: Es gibt keinen strukturellen Zusammenhang zwischen der Einführung von KI und der Beschäftigtenzahl der Unternehmen.

Zu beachten ist aber, dass sowohl das jüngste IW-Zukunftspanel als auch die untersuchten empirischen Studien vor dem Start der KI-Sprachmodelle ChatGPT oder Google Bard veröffentlicht wurden, sodass deren potenzielle Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt noch nicht berücksichtigt werden konnten.

Quelle: IW Köln