Neues Ranking der mächtigsten Städte der Welt: Berlin, Frankfurt, München und Düsseldorf verlieren an Einfluss

Düsseldorf verliert in der neuen Studie und landet auf Platz 25 (Vorjahres Platz 17). Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Zu diesem Ergebnis kommt der „Global Cities Report“, eine Studie, die jährlich von der Unternehmensberatung Kearney erhoben wird. A.T. Kearney, die ihren Sitz im Düsseldorfer Dreischeibenhaus hat, untersucht den Einfluss und die Zukunftsaussichten von 156 Metropolen. Die deutschen Städte Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und München fallen demnach in beiden Kategorien um mehrere Plätze ab. Spitzenreiter bleibt, wie in den Jahren zuvor, New York, gefolgt von London, Paris und Tokio. Erstmals gibt es auch Zuwächse außerhalb der US-amerikanischen und westeuropäischen Metropolregionen.

Welche Metropolen sind die einflussreichsten der Welt und welche sind für die Zukunft gewappnet? Seit 2008 geht die globale Unternehmensberatung Kearney diesen Fragen jährlich in ihrem „Global Cities Report“ nach.

Dabei schaut sie auf den „Global Cities Index (GCI)“ und den „Global Cities Outlook (GCO)“. Der Index beleuchtet die gegenwärtige Leistung von insgesamt 156 Städten in den Bereichen Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politisches Engagement. Der Outlook untersucht, wie schnell und gut Metropolen bei den Indikatoren Lebensqualität, Ökonomie, Innovation und Governance gegenüber den Top-Performern aufholen.

Deutsche Städte im Abwärtstrend

Global Cities Index (GCI)

Für Deutschland zeigt sich dabei ein Abwärtstrend. War Deutschland im Index 2022 noch mit drei Städten – Berlin, Frankfurt und München – unter den Top 30 Metropolen weltweit vertreten, sind es 2023 mit Abwärtsbewegungen nur noch Berlin auf Platz 16 (Vorjahr Platz 14) und Frankfurt auf Platz 27 (Vorjahr Platz 24). München liegt nunmehr auf Platz 31 (Vorjahr Platz 27).

Global Cities Outlook (GCO)

Hatte die bayerische Metropole beim Outlook 2022, also dem Zukunftspotential, noch den 3. Platz belegt, so rutscht München jetzt auf Platz 9. Berlin hat ganze neun Plätze verloren und liegt nun auf Platz 21 (Vorjahr Platz 12), Düsseldorf auf Platz 25 (Vorjahr Platz 17) und Frankfurt auf Platz 26 (Vorjahr 21).

Die fünf einflussreichsten Städte bleiben gegenüber der Rangliste 2022 unverändert, dies sind New York, London, Paris und Tokio. Führende globale Städte stehen jedoch, so der Bericht, in einem immer stärkeren Wettbewerb mit anderen aufstrebenden Städten auf der ganzen Welt, insbesondere mit solchen, die ihren Einwohnern einen ganzheitlichen Mehrwert bieten und dadurch als Magneten für begehrte globale Talente wirken. Die Autoren des Berichts sprechen dabei von „der verteilten Geografie der Chancen“.

Die „verteilte Geografie der Chancen“

Die Autoren des „Global Cities Reports 2023“ führen diese „verteilte Geografie der Chancen“ auf soziale, geopolitische und technologische Veränderungen zurück. Diese brechen die traditionelle Hierarchie der Weltstädte auf. Die Aufwärtsbewegungen von Shanghai, Buenos Aires, Istanbul und Mexiko-Stadt, die allesamt außerhalb der traditionellen US- amerikanischen und westeuropäischen Metropolregionen liegen, sind Beispiele dafür.

Auch der Nahe Osten mit den Hauptstädten der Golfstaaten gehört dazu. Diese Städte haben ihre Gesamtbewertung erheblich verbessert, vor allem durch eine Steigerung im treibenden Aspekt Humankapital. Dubai steht im dritten Jahr in Folge in den Top 25 – ein weiterer Beweis für das steigende Profil der Städte in der Region. Auch Südeuropa bewegt sich deutlich nach oben. Madrid stieg in diesem Jahr um sieben Plätze auf Rang 12 und erreichte damit ihren bis dato höchsten Rang. Eine starke Rückkehr des internationalen Tourismus auf das Niveau vor der Pandemie und ein vielfältiges künstlerisches und kulturelles Angebot sind die Gründe dafür, so die Autoren.

Post-Pandemie, „remote work“ und KI fordern etablierte Weltstädte heraus

Überfüllte und überteuerte Stadtzentren haben vielerorts bereits zu Abwanderungen von Menschen geführt. Das Aufkommen von „remote work“ während der Pandemie bedeutete auch, dass viele Arbeitnehmer nicht mehr geografisch an ihren physischen Arbeitsplatz gebunden waren. Infolgedessen verlagerte sich die Bevölkerung aus den Stadtkernen in die Vororte und kleineren Städte. Auch die Abwanderung in konkurrierende Metropolen, die einen attraktiveren Lebensstil bieten, hat sich mit „remote work“ und der Aufhebung der Reisebeschränkungen nach der Pandemie beschleunigt. All das führt dazu, dass sich Kapitalströme weg von den klassischen Metropolen in andere Gegenden verlagern und diese zu führenden Orten von Innovation und Wachstum werden. Und das wiederum zieht Talent an. Dieser Trend wird durch generative KI – der Fähigkeit neue Inhalte auf der Grundlage von Benutzereingaben zu erstellen – verstärkt, so die Prognose des „Global Cities Reports“. Goldman Sachs geht davon aus, dass die weltweiten Investitionen in generative KI bis 2025 ein Volumen von 200 Milliarden Dollar erreichen könnten. Und wenn KI zu geringeren Kosten außerhalb der Metropolen produziert werden kann, wird dies etablierte Städte bedrohen.

Was sollten globale Städte also tun, um ihre strategischen Vorteile zu behalten?

Laut Studie werden 4 Punkte besonders hervorgehoben:

Um Talente kämpfen

Städte, die für eine hohe Lebensqualität, vielfältige kulturelle Erlebnisse und gute Rahmenbedingungen sorgen, ziehen vermehrt kluge Köpfe an. Sie sollten durch attraktive Angebote ihr Humankapital ausbauen und auf Hochschulbildung bzw. internationale Studenten setzen, sowie Bedingungen schaffen, eigene Arbeitskräfte umzuschulen und neu einsetzen zu können.

Soziale Infrastruktur optimieren

Gemeinschaften, die eine Fülle an Vernetzungsmöglichkeiten haben, werden auf absehbare Zeit Vorteile haben. Daher sollten Städte ihre kulturellen Institutionen und Dienste stärken, die soziale Verbindungen ermöglichen.

Die „öffentliche digitale Infrastruktur“ stärken

Städte sollten in eine Infrastruktur investieren, um ihre digitale Vernetzung zu stärken. London z.B. nennt das die Schaffung einer „intelligenten Stadt“. Das wiederum zieht neue Technologien an und treibt damit Innovationen und Wirtschaftswachstum voran.

Nachhaltige Stromversorgung von Rechenzentren ermöglichen

Um Verzögerungszeiten zu reduzieren und für weitere Fortschritte in der KI gerüstet zu sein, müssen Städte auf energieintensivere Rechenzentren setzen. Kearney schätzt, dass die Ausführung eines KI-Algorithmus z.B. bis zu fünfmal mehr Energie verbraucht, als bisher.

Über Kearney

Kearney ist eine der führenden globalen Unternehmensberatungen. Seit nahezu 100 Jahren vertrauen uns Führungsetagen, Regierungsstellen und gemeinnützige Organisationen. Das Erfolgsrezept, um unseren Klienten zum Durchbruch zu verhelfen? Unsere Mitarbeiter:innen mit ihren individuellen Interessen und Stärken. Und unser Antrieb große Ideen nicht nur zu Papier zu bringen, sondern auch umzusetzen.

www.de.kearney.com

Fit für die kalte Jahreszeit Tipps, um das Immunsystem im Herbst und Winter zu stärken

Mit Beginn der kalten Jahreszeit können unsere Abwehrkräfte Unterstützung gut gebrauchen. Foto: Basica Immun

Kurze Tage, Nebel, Nieselregen und kühle Temperaturen: Mit der kalten Jahreszeit startet auch in Düsseldorf die Zeit, in der unsere Abwehrkräfte Unterstützung gut gebrauchen können. Vor allem bei nass-kaltem Wetter und wenig Sonnenlicht leidet unser Wohlbefinden.

Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt vermeiden

Im Herbst spüren wir deutlich, wie unser Organismus auf Sparflamme schaltet und sich nach und nach auf den Winter einstellt. Oft haben wir weniger Energie, werden abends früher müde und fühlen uns auf der Couch wohler als aktiv draußen. Zudem steigt bei vielen der Appetit auf deftiges Essen und süße Snacks. Häufige, unausgewogene Mahlzeiten können jedoch zu einem Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt führen. Gerät das Säure-Basen-Verhältnis im Körper aus der Balance, kann das wiederum den Stoffwechsel beeinträchtigen, was sich auch auf unsere Immunabwehr auswirken kann.

Doppelt wirksam: basische Mineralstoffe und Mikronährstoffe

Damit unser Stoffwechsel funktioniert, ist es daher besonders wichtig, für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu sorgen. Zudem ist es sinnvoll, das Immunsystem mit Mikronährstoffen zu versorgen.

Tipps für die Abwehr

Täglich Sauerstoff an der frischen Luft tanken und viel trinken, um ausgetrocknete Schleimhäute zu vermeiden: Es gibt noch andere Dinge, auf die man achten sollte, um in der kalten Jahreszeit gesund zu bleiben. Ingwertee und heißes Zitronenwasser zum Beispiel stillen nicht nur den Flüssigkeitsbedarf, sondern pushen zusätzlich die Abwehrkräfte. Wichtig ist es außerdem, ausreichend zu schlafen und dauerhaften Stress zu vermeiden. Zu viel Stress schwächt das Immunsystem, wodurch die Anfälligkeit für Infekte steigt.

Quelle: Protina Pharmazeutische GmbH

Eine neue überraschende Studie des IW zum Thema „die eigenen 4 Wände“

Es ist und bleibt ein lang diskutiertes Thema: die Frage nach dem Eigenheim. Viele glauben, es sei zu spät, eine eigene Wohnung oder gar ein eigenes Haus zu kaufen – viel zu teuer. Unsere Eltern hätten es da deutlich einfacher gehabt. Eine neue Studie unseres Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) zeigt das Gegenteil: Seit 1980 ist der Weg in die eigenen vier Wände im Gegenteil immer einfacher geworden, erst seit 2016 hat sich die Lage wieder verschlechtert.

Bedingungen für Immobilien sind besser als vor 30 Jahren

Wie billig oder teuer eine eigene Immobilie ist, hängt von drei Faktoren ab: dem Kaufpreis, den aktuellen Bauzinsen und dem Einkommen. Das IW hat aus diesen drei Faktoren den sogenannten Erschwinglichkeitsindex berechnet, für jedes Quartal seit 1980. Beim Erschwinglichkeitsindex werden die Kosten eines Darlehens für ein durchschnittliches Eigenheim ermittelt, dass in 20 Jahren getilgt werden soll. Dieser Wert wird dann in Relation zum jeweiligen durchschnittlichen Einkommen gesetzt. Das Ergebnis: Im Jahr 1980 stand der Index bei 100, im dritten Quartal 2016 erreichte er seinen Tiefststand von 28,6 Punkten. Zuletzt stieg er auf 41 Punkte.

Trotz kräftiger Zinssteigerungen in den vergangenen Jahren ist es heute also immer noch deutlich einfacher, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen als noch vor 30 Jahren. In den 1980er Jahren waren die Preise zwar deutlich niedriger als heute, gleichzeitig lagen die Bauzinsen aber in aus heutiger Sicht unvorstellbarer Höhe – bei mehr als zehn Prozent. Zudem sind die Einkommen in den letzten vier Jahrzehnten kräftig gewachsen.

Der Traum vom eigenen Haus hat an Bedeutung verloren

Es sind andere Umstände, die heute den Immobilienkauf erschweren: Die Prioritäten haben sich verändert, die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner ist zwischen 1991 und 2020 um fast 12 m2 gestiegen. Dazu kommen andere Lebenswege: Viele Menschen steigen später in den Beruf ein und haben somit nicht das nötige Eigenkapital. 2018 hatten deutschlandweit gerade einmal 15 Prozent aller Mieter mehr als 60.000 Euro auf dem Konto – für eine durchschnittliche Immobilie meist zu wenig.

Die Bedingungen sind also grundsätzlich gut, allerdings muss die Politik nachhelfen und den Kauf lukrativer machen, vor allem für junge Familien. „Der Staat kommt jungen Menschen bei der Wohnungsfinanzierung nicht genug entgegen“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Helfen würden Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer. „Bund und Länder sind hier in der Pflicht. Es braucht mehr Anreize, damit sich mehr Menschen diesen Schritt trauen.“

Quelle: IW Köln

Wie können wir Vertrauen in einer Führungsposition aufbauen, erhalten und zurückgewinnen? Die neue Podcastfolge „Aus Bildung wird Zukunft“

Christoph Hanke im Gespräch. Foto: CH

Viele Menschen haben das Vertrauen verloren – in Gesellschaft, Politik, Recht, Kirche, Presse, Unternehmen und Führungskräfte. Und oft hört man die Frage: Wem kann ich (noch) vertrauen?

“Wie können wir Vertrauen in einer Führungsposition aufbauen, erhalten und zurückgewinnen? Welche Rolle spielt Vertrauen im Changemanagement und im Erfolg von Teams? Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Vertrauens in der Führung und entdecken die Geheimnisse wirkungsvoller Führung, die auf Vertrauen als Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit setzt. Mehr Vertrauen, mehr Führungserfolg, weniger Enttäuschungen.”

Abonnieren Sie gerne unseren Podcast „Aus Bildung wird Zukunft“, um keine neuen Folgen zu verpassen. Feedback, Anregungen oder Anfragen können Sie uns gerne via E-Mail an dak@derausbilderkreis.de senden.

MEDIMAX bekommt eigenen Vertriebsleiter

Sebastian Wildenberg wird der neue Vertriebsleiter bei Medimax. Foto: ElectronicPartner

Die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner freut sich, zum 1. Januar 2024 Sebastian Wildenberg als neuen Vertriebsleiter MEDIMAX zu begrüßen. Durch diesen Schritt stärkt die Verbundgruppe ihr operatives Team und treibt das Wachstum der Franchisefachmarktlinie weiter voran.

Sebastian Wildenberg bringt umfassende Expertise durch seine langjährige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen der Consumer Electronics Branche mit. Nach Stationen bei Grundig und Denon war er die vergangenen acht Jahre als National Key Account Manager in leitender Position für den Hersteller Samsung tätig. Sein Wechsel zur Düsseldorfer Verbundgruppe sei für den gebürtigen Nordrhein-Westfalen eine rundum gewinnbringende Entscheidung: „Ich kenne viele meiner künftigen Kolleginnen und Kollegen bei ElectronicPartner bereits seit Jahren, ebenso wie zahlreiche MEDIMAX Franchisepartnerinnen und -partner. Die Zusammenarbeit habe ich immer sehr geschätzt und empfinde es nun als großartige Chance, mich in diesem dynamischen und sehr menschlichen Team weiterzuentwickeln. Auch die Möglichkeit, wieder mehr Zeit in meiner Heimat NRW verbringen zu können, ist ein schöner Pluspunkt.“ In seiner Funktion als Vertriebsleiter MEDIMAX berichtet Sebastian Wildenberg direkt an Torsten Schimkowiak, Leiter Vertrieb ElectronicPartner.

Mit dieser personellen Neustrukturierung stellt die Düsseldorfer Zentrale nach der Übergabe aller MEDIMAX Märkte an Unternehmerinnen und Unternehmer nun eine weitere Weiche in Richtung Expansion. ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit Sebastian Wildenberg einen versierten Fachmann für uns gewonnen zu haben, mit dem wir MEDIMAX weiter nach vorne bringen. Ich bin gespannt auf seine Ideen und überzeugt, dass er unser gesamtes Team bereichern wird!“

Warum gibt es Fachkräftemangel und zugleich Menschen ohne Job?

So viel Prozent dieser Personengruppe waren ohne Berufsausbildung, Ausländer, über 55 Jahre alt, schwerbehindert oder alleinerziehend

Die Betriebe in Düsseldorf klagen über Fachkräftemangel und: wir spüren ihn auch nahezu Tag für Tag im Alltag. Trotzdem sind über 25.000 Menschen in unserer Stadt ohne Job (über 7 Prozent). Warum ist das so?, werden wir oft gefragt. Unsere Expertinnen und Experten vom Institut der Deutschen Wirtschaft haben uns das erklärt.

Restaurants haben nur noch drei Tage in der Woche geöffnet, der Zugverkehr auf einigen Nebenstrecken ist längst eingestellt und auf einen Termin beim Facharzt oder Handwerker wartet man teils monatelang. Arbeitskräftemangel nahezu in allen Branchen. Wir erleben in im Alltag fast täglich.

Und dies sind die vier Gründe:

1.) Sucharbeitslosigkeit. Nicht jeder, der arbeitslos wird, findet sofort den perfekten neuen Job. Vielmehr müssen die meisten eine Weile nach einer passenden Tätigkeit suchen. Das ist normal für einen funktionsfähigen Arbeitsmarkt. Mehr noch: Sucharbeitslosigkeit kann bis zu einem gewissen Grad sogar gesamtwirtschaftlich effizient sein. Denn Arbeitnehmer sind in einem perfekt passenden Job in der Regel produktiver als in einem, den sie nur annehmen, um schnellstmöglich wieder eine Stelle zu haben.

2.) Qualifikation. Es ist keinesfalls so, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten der Arbeitsuchenden immer zu den Anforderungen passen, die für offene Stellen benötigt werden (Grafik):

Deutlich mehr als 50 Prozent der kurzzeitig Arbeitslosen verfügten im Juli 2023 über keine abgeschlossene Berufsausbildung, bei den Langzeitarbeitslosen waren es sogar mehr als 60 Prozent.

Gleichzeitig gibt es nur wenige offene Stellen für entsprechend Geringqualifizierte. Gesucht werden stattdessen vornehmlich Fachkräfte (siehe: „Fachkräftelücke trotz Arbeitslosigkeit: Wie passt das zusammen?„).

Doch selbst eine abgeschlossene Berufsausbildung genügt oft nicht, um beruflich auf der sicheren Seite zu sein. Denn längst nicht jede qualifizierte Fachkraft ist gleichermaßen gefragt. So konkurrieren in Deutschland beispielsweise jeweils 25 arbeitslose Fachkräfte der Musikpädagogik um eine gemeldete offene Stelle, wohingegen jeder arbeitslose Mechatroniker hierzulande rein rechnerisch aus fünf Arbeitsplatzangeboten wählen kann.

Die Idee, Jobsuchende einfach beruflich weiterzubilden, ist indes nur bedingt erfolgversprechend. Schließlich muss die Weiterbildung zu den individuellen Neigungen und Fähigkeiten der Person passen.

Für kurzzeitig Arbeitslose funktioniert das besser als für Langzeitarbeitslose:

Sechs Monate nach Abschluss einer Weiterbildung hatten 70 Prozent der einstigen Empfänger von Arbeitslosengeld einen neuen Job gefunden, aber lediglich 39 Prozent der Langzeitarbeitslosen, die Bürgergeld beziehen.

3.) Mismatch. Im Sommer 2023 konkurrierten in Bayern rechnerisch 16 Arbeitslose um nur zehn gemeldete offene Stellen, in Berlin waren es dagegen 94. Dieses Beispiel zeigt, dass es ein erhebliches Mismatch zwischen Arbeitslosen und offenen Stellen gibt – schon die generelle Arbeitslosigkeit unterscheidet sich zwischen Bundesländern und selbst zwischen Kreisen massiv.

Während die Problematik bei Fachkräften insgesamt gar nicht so groß ist, ist sie bei Helfern umso gravierender – so kamen in Bayern im Juli dieses Jahres 36 Helfer auf je zehn passende Jobs, in Berlin waren es sogar 256.

Verringern könnte den regionalen Mismatch ein Umzug der Arbeitsuchenden dorthin, wo Personal benötigt wird. Doch das ist leichter gesagt als getan: Erstens sind viele Menschen in ihrem Umfeld sozial und kulturell verankert. Zweitens führt der oft zu erwartende eher geringe Verdienst am neuen Standort dazu, dass sich der Umzug schlicht nicht lohnt.

4.) Vermittlungshemmnisse. Bei der Frage, weshalb Arbeitslosigkeit trotz Arbeitskräftemangel Bestand hat, dürfen individuelle Vermittlungshemmnisse nicht unterschlagen werden. Häufig gibt es sogar gleich mehrere. Das gilt gerade für Langzeitarbeitslose.

Zu den Vermittlungshemmnissen gehören beispielsweise das fortgeschrittene Alter der Arbeitslosen oder gesundheitliche Einschränkungen. So sind 31 Prozent der Langzeitarbeitslosen älter als 55 Jahre – unter allen Erwerbsfähigen gilt das nur für 26 Prozent.

Hinzu kommt, dass bei langer Arbeitslosigkeit soziale Kompetenzen verlernt werden können – Pünktlichkeit zum Beispiel. Auch externe Widrigkeiten, wie die unzureichende Kinderbetreuung für Alleinerziehende, erschweren den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt. Gleiches gilt, wenn jemand alkohol- oder drogenabhängig ist oder hoch verschuldet.

Weil die Problemlagen und Hindernisse für eine Arbeitsaufnahme so individuell sind, braucht es auch individuelle Ansätze für die Wiedereingliederung – es gibt keine Patentlösung.

Quelle: IW Köln

Ein neuer Businesspark entsteht in Reisholz

Auf dem ehemaligen Vallourec-Gelände in Reisholz schreiten die Arbeiten für den Bau eines Industrie- und Gewerbeparks voran. Screenshot: Unternehmerschaft Düsseldorf/ Frasers Property Industrial

Auf dem ehemaligen Gelände der Vallourec Rohrwerke in Düsseldorf Reisholz entsteht auf rund 74.000 Quadratmetern ein multifunktionaler Industrie- und Gewerbepark für Industrie, Produktion und Logistik. Vom alten Vallourec-Bestand sollen das Magazingebäude, ein Gebäudeensemble an der Henkelstraße, Teile der Warmfertigungsanlage und ein Verwaltungsgebäude erhalten bleiben. In guter City-Lage und mit einem interessanten Konzept soll „the tube“ neuen Raum schaffen – für hochmoderne Flächen unterschiedlicher Größe mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. Zuletzt gab es laut Zeitungsberichten offenbar zeitliche Verzögerungen beim Neu- und Umbau des Geländes. Deshalb wird in den kommenden Wochen ein neuer Zeitplan für die Eröffnung des Businessparks bekannt gegeben, betont Frasers. Nachhaltigkeit wird, wie bei vielen neuen Bauprojekten in unserer Stadt, auch hier ein Thema sein. Unter anderem soll eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert und die neue Fassade energieeffizient gestaltet werden. Auch ein Heizsystem ohne fossile Brennstoffe sowie Dachlichtbänder und LED-Beleuchtung sei geplant, berichtet heute die Lokalausgabe der Rheinische Post.

Konjunktur in NRW: Hoffen und Bangen

Hohe Energiekosten und eine schwache Weltkonjunktur verzögern den Aufschwung in unserem Bundesland. Für das Jahr 2023 rechnet das RWI mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,1 Prozent. Zum Jahresende zeichnet sich eine Erholung ab. Foto: MWIKE NRW/Günther Ortmann

Es ist kein Geheimnis mehr – aber das RWI aus Essen hat es in einem Journalistengespräch in Düsseldorf nun erneut bestätigt: Unsere Industrie in NRW steckt in der Krise. Gründe sind die hohen Energiepreise, steigende Arbeitskosten und der deutliche Zinsanstieg. 58 Prozent der Betriebe sehen in einer Umfrage den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko.

Professor Thorsten Schmidt steht zwischen Hoffen und Bangen. Im dritten Quartal sei die Wirtschaft in NRW im bundesweiten Vergleich schwächer. Zum Jahresende hofft Schmidt auf eine langsame Erholung. Für das kommende Jahr 2024 erwartet das RWI wieder Wachstum. Schmidt wörtlich: „Die Wirtschaftsaktivität in NRW dürfte nach unseren Berechnungen im dritten Quartal etwas schwächer sein als in Deutschland insgesamt. Zum Jahresende dürfte aber eine allmähliche Erholung einsetzen. Durch die anhaltend hohen Energiepreise wird der Druck zu strukturellen Anpassungen noch einige Zeit bestehen bleiben. Dies dürfte die wirtschaftliche Erholung belasten.“

Die Ergebnisse des RWI im Überblick:

  • Die nachlassende Inflation beflügelt den privaten Konsum. Die Lohnsteigerungen liegen inzwischen wieder über der Inflation.
  • Für das kommende Jahr 2024 erwartet das RWI wieder Wachstum. Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich um 0,8 Prozent wachsen (Bund 2023 -0,6 Prozent, 2024 +1,3 Prozent).
  • Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, der hohe und weiter steigende Beschäftigungsstand stabilisiert die Konjunktur. Die Beschäftigung steigt 2023 bis Ende des Jahres um 22.000, im Verlauf des Jahres 2024 um weitere 18.000 Erwerbstätige auf einen neuen Höchststand.
  • Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung und des demografisch bedingten Arbeitskräftemangels dürfte die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr wieder leicht sinken.
  • Ein großes geopolitisches Risiko birgt eine weitere Eskalation der Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten.

Wirtschafts- und Klimaministerin Mona Neubaur sagte in dem Pressegespräch in Düsseldorf: „Die ersten Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung deuten sich bereits am Horizont an. Allerdings bleiben die Energiepreise auf absehbare Zeit auf hohem Niveau. Daher brauchen wir einen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren und für die Übergangszeit eine Absenkung der Energiesteuer und einen Brückenstrompreis. Und zwar jetzt. Wir müssen der Industrie eine Perspektive geben. Nur wenn die Wirtschaft Planungssicherheit hat, können wir Investitionen im Land halten – darüber bin ich mit auch mit Bundeswirtschaftsminister Habeck einig. Mit dem kürzlich von mir vorgelegten 7-Punkte-Papier stellen wir zudem in Nordrhein-Westfalen die Weichen für eine erfolgreiche Industrie: Durch schnellere Verfahren und mehr Flächen werden wir die Erneuerbaren noch schneller ausbauen. Schon jetzt ist NRW bei den Genehmigungen für Windenergie Spitzenreiter in Deutschland. Dies wird helfen, den Energiepreis auf absehbare Zeit deutlich zu senken.“

Perspektiventag der Diakonie

„Helfen hilft Flingern“ – das bunte Plakat am Platz der Diakonie in Düsseldorf-Flingern ist schon von weitem zu sehen. Aber nicht nur Flingern steht im Mittelpunkt der Kampagne, die die Diakonie heute offiziell vorgestellt hat. Auch andere Stadtteile wie Gerresheim, Garath oder Holthausen und auch Düsseldorf insgesamt haben ihre eigenen Plakate. „Wir wollen damit zeigen, wie wichtig soziales Engagement für diese Stadt ist“, betonte Diakoniepfarrer Michael Schmidt bei der Vorstellung. Foto: Diakonie

Die Diakonie Düsseldorf, unser Mitgliedsbetrieb, führt am Samstag (04.11.) einen „Perspektiventag“ durch. Von 10-15 Uhr stehen Veranstaltungen, Themenstände,  Job-Beratungen, Impulsvorträge, Kamingespräche und Job-Speed-Datings auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Podcastfolge 130: Das Düsseldorfer Lesefest (1) – Gespräch mit Bestseller-Autor Yannick Federer – Jetzt die letzten Plätze für die Eröffnungsveranstaltung sichern!

Bestseller-Autor Yannick Federer (rechts) im Gespräch mit Christoph Sochart. Federer eröffnet das Lesefest am 13. November 2023 im KAP 1. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Zum 15. Mal findet vom 13. bis 20. November 2023 wieder das beliebte „Düsseldorfer Lesefest“ statt, dass von unserer Stiftung Pro Ausbildung und der „Düsseldorfer Lesebande“ veranstaltet wird. Auf der Agenda stehen 65 Termine für 8.000 Kinder und Jugendliche sowie abendliche Veranstaltungen für Erwachsene.

Wir freuen uns sehr, dass Bestseller-Autor Yannic Han Biao Federer das Lesefest mit seinem aktuellen Roman „Tao“ eröffnen wird. Wenn Sie kostenfrei dabei sein wollen, können Sie sich hier einen der letzten Plätze sichern: hier bitte klicken!

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen in unserem Podcast das Lesefest, die Programm-Highlights und die Beteiligten vor. Außerdem blicken wir gemeinsam mit Ihnen hinter die Kulissen des Lesefestes. Heute stellen wir Ihnen im ersten Teil einen ganz besonderen Menschen und Autoren vor. Yannic Han Biao Federer hat zuletzt das Buch „TAO“ veröffentlicht – ein Bestseller, der im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. Sein Roman stellt die Frage, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann, wem sie gehört – und was sie verspricht.

+ Den Podcast gibts hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/podcast/

+ Alle Infos zum Lesefest www.leseban.de.