Große, neue Ziele: Nina Luig neue Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt

Seit drei Jahren fühlt sich die Unternehmerschaft Düsseldorf verbunden mit der Köln Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH (KD). Das Unternehmen ist – im Verbund mit der RheinEnergie – durchführendes Unternehmen unseres gemeinsamen Erfolgsevent „Unternehmen im Fluss“. Nina Luig ist seit wenigen Wochen die neue Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH. In einem Journalistengespräch verriet die Kölnerin, was Sie alles Neues vor hat.

Nina Luig (40) ist keine Unbekannte in Düsseldorf. Sie war bis zum Sommer stellvertretende Hoteldirektorin und Director of Operations im Hyatt Regency Hotel in Düsseldorf tätig. Sie kennt die touristische Umgebung in Köln, Düsseldorf und Bonn bestens und ist hervorragend vernetzt. Nina Luig begann ihre Karriere im Hyatt Regency in Köln, auf der gegenüberliegenden Rheinseite ihres zukünftigen Büros an der Frankenwerft.

Nina Luig freut sich auf ihre neue Herausforderung: «Die KD ist ein Unternehmen mit einer beeindruckenden Tradition und Strahlkraft. Ich bin stolz darauf, die Chance zu haben, gemeinsam mit dem Team einzigartige Erlebnisse auf dem Wasser zu schaffen und die Zukunft der KD verantwortlich zu gestalten.»

Robert Straubhaar, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH, zeigt sich mit der Wahl sehr zufrieden: «Ich freue mich sehr, dass wir mit Nina Luig eine erfahrene Führungspersönlichkeit und ausgewiesene Dienstleistungs-Expertin, die das touristische Umfeld international und insbesondere auch im Raum Köln/Düsseldorf hervorragend kennt, für die KD gewinnen konnten.»

Die operativen Geschäfte der KD bleiben bis zum Amtsantritt von Nina Luig am 1. Juni in den Händen der Geschäftsführer Jelle van der Steeg und Thomas Günther. Die aktuelle Geschäftsleitung wird am 27. April im Rahmen ihrer Pressekonferenz zum Saisonauftakt weitere Neuigkeiten zur bevorstehenden Saison 2023 bekanntgeben.

In einem Journalistengespräch verriet Nina Luig was Sie Neues vor hat: „Wir haben 13 Schiffe, die sich zwischen Köln und Frankfurt bewegen – auf dem Rhein, auf dem Main und auf der Mosel. Der Großteil der Flotte ist in Düsseldorf und Köln im Einsatz. Dann werden wir ab diesem November noch das Hotelschiff vermarkten. Das werden wir mieten. Noch haben wir kein eigenes, aber das ist das Ziel. Aktuell haben wir Eventkreuzfahrten und Chartereinsätze für dieses Hotelschiff von November bis Ende März im Angebot. Angesichts der guten Nachfrage werden wir aber sicher direkt in die Verlängerung gehen, sodass wir dauerhaft ein Hotelschiff in unserer Flotte haben werden. Hoffentlich werden wir dann in etwa fünf Jahren ein eigenes Hotelschiff gebaut haben.“

Die KD hat mit der RheinGalaxie und der RheinPoesie zwei Eventschiffe in Düsseldorf stationiert. Hin und wieder sieht man in der Stadt auch die RheinEnergie, beispielsweise wenn die Unternehmerschaft Düsseldorf mit der Digitalen Stadt, der RheinEnergie und dem Rhein-Kreis-Neuss/Wasserstoff HUB die Erfolgsveranstaltung „Unternehmen im Fluss“ mit rund 600 Gästen präsentiert.

In Düsseldorf legen jeden Tag zwei Ihrer Schiffe ab und wieder an. Die Rheingalaxie und die Rheinpoesie. Wird das so bleiben? Vor allem die Galaxie und die Poesie sollen auch in Düsseldorf bleiben: „Die Rheingalaxie wurde letztes Jahr in Düsseldorf getauft. Die Rheinpoesie ist deutlich kleiner und hat den Stil einer schicken Eventjacht. Jeweils am Burgplatz und an der Schnellenburg gehen sie vor Anker“, sagt Frau Luig im Pressegespräch.

Luig und KD wollen wir mit der Zeit gehen. So betonte sie unlängst gegenüber Journalisten: „Wir wollen mit der Zeit gehen. Unser KD-Schiff RheinEnergie wird im kommenden Frühjahr auf einen Hybridantrieb umgestellt. Zudem rüsten wir unsere Landebrücken weiter sukzessive mit Landstrom aus. Alle unsere Schiffe sollen plastikfrei werden, es wird also zum Beispiel keinen Zucker oder Milch in diesen typischen kleinen Verpackungen mehr geben. Wir wollen uns außerdem für ein Nachhaltigkeitssiegel qualifizieren.“

Vorfreude! Die vierte Auflage von „Unternehmen im Fluss“ wird im kommenden Jahr am 10. September 2024 stattfinden.

Quellen: eigene Recherche und RP

Lesermeinung zum Artikel „Neuer Metro-Campus soll zum Hotspot für Gastronomie werden“

Michael schreibt uns zum Artikel „Neuer Metro-Campus soll zum Hotspot für Gastronomie werden“:

Sehr geehrte Redaktion,

ich möchte meine Begeisterung über das neue gastronomische Konzept auf dem Metro-Campus in Grafental zum Ausdruck bringen, wie in Ihrer aktuellen Ausgabe des „Weekender Düsseldorfer Wirtschaft“ berichtet wurde.

Es ist erfrischend zu hören, dass in einer bisher gastronomisch weniger erschlossenen Gegend wie Grafental ein Hotspot für Genuss und Kulinarik entstehen soll. Die Ankündigung von Sternekoch Thomas Bühler, der im ersten Quartal 2025 den Anfang macht, weckt die Vorfreude auf kreative Gaumenfreuden. Auch die Vielfalt der gastronomischen Projekte, die in den kommenden Jahren entstehen sollen, verspricht eine breite Auswahl an kulinarischen Erlebnissen.

Besonders beeindruckend finde ich den Ansatz des „One Metro“-Campus, der nicht nur traditionelle gastronomische Angebote, sondern auch innovative Ideen und einen Raum für Vernetzung schafft. Der Mix aus „Very fine dining“ und „Casual fine dining“ zeigt, dass hier für jeden Geschmack etwas geboten wird – von der exquisiten Gourmetküche bis hin zu legeren Genüssen.

Ich freue mich auf die Bereicherung, die dieses gastronomische Konzept für unsere Stadt und insbesondere für Grafental mit sich bringt. Es wird sicherlich dazu beitragen, die Attraktivität der Region weiter zu steigern und ein belebtes gastronomisches Zentrum zu schaffen.

Arbeitslosenzahlen in Düsseldorf: Rückgang setzt sich fort, jedoch weiterhin Herausforderungen

„Erstmals seit Beginn der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit in Düsseldorf wieder leicht gesunken. Das war saisontypisch zu erwarten und ist noch keine Trendwende. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt vergleichsweise gut hält, gehen wir davon aus, dass die Arbeitslosigkeit angesichts der konjunkturellen Schwäche zunehmen wird“, kommentiert die Leiterin der Agentur für Arbeit Düsseldorf, Birgitta Kubsch-von Harten (2.v.r.), die soeben veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen. In unserem Archivbild rechts unser Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. Das Bild zeigt außerdem Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (2.v.l.) und DGB-Chefin Sigrid Wolf.

Im September 2023 verzeichnete die Agentur für Arbeit Düsseldorf 25.095 registrierte Arbeitslose. Dies entspricht einem Rückgang von 268 Frauen und Männern im Vergleich zum Vormonat, was einem Minus von 1,1 Prozent entspricht. Verglichen mit dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 1.606 Personen (+6,8 Prozent).

Im September meldeten sich 1.693 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, was einem Rückgang von 262 Personen oder -13,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt stieg diese Zahl um 68 Personen oder 4,2 Prozent. 1.724 arbeitslose Menschen fanden im September 2023 eine neue Erwerbstätigkeit, was einem Anstieg von 11,7 Prozent im Vergleich zum August entspricht und einem Anstieg von 7,3 Prozent im Vergleich zum September des letzten Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt derzeit bei 7,1 Prozent. Im September 2022 betrug die Arbeitslosenquote 6,8 Prozent.

Die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, ist im Vergleich zum August 2023 um 84 Personen gesunken (-1,0 Prozent) und beläuft sich auf 8.491 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Rückgang von 911 Personen (-9,7 Prozent).

Weitere Stichworte:

+ Das Risiko für Menschen ohne Berufsabschluss arbeitslos zu werden ist ungleich höher als für Menschen mit einer Berufsausbildung. Im Jahr 2022 lag die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss in Düsseldorf bei 21,3 Prozent.

+ Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre sank im September 2023 um 71 junge Frauen und Männer (-4,1 Prozent) auf 1.642 Personen. Verglichen mit September 2022 bedeutet das ein Plus von 105 Personen (+6,8 Prozent).

+ Seit Beginn des Jahres 2023 haben die Düsseldorfer Unternehmen 10.471 Arbeitsstellen dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zur Besetzung gemeldet. Das sind 1.235 Stellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger (-10,6 Prozent).

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Bahn-Chaos zwischen Düsseldorf und dem Ruhrgebiet

Foto: Deutsche Bundesbahn / Text: Unternehmerschaft Düsseldorf

In den Herbstferien führt die Bahn Bauarbeiten an einer Autobahnbrücke im Autobahnkreuz Kaiserberg in Duisburg durch. Diese Maßnahme hat Auswirkungen auf bedeutende Bahnverbindungen zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland. Während Autos und Lastwagen auf verengten Spuren die Baustelle passieren können, wird der Bahnverkehr für zwei Wochen nahezu zum Erliegen kommen.

**Folgen für den Bahnverkehr:**
– Im Nahverkehr werden Ersatzbusse eingesetzt, insbesondere für Pendler in der Region.
– Im Fernverkehr werden Züge großräumig umgeleitet. Die Fahrtzeiten verlängern sich um etwa 20 bis 40 Minuten.
– Wichtige Städte wie Düsseldorf erleben eine Verringerung der ICE-Verbindungen.

In Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und am Düsseldorfer Flughafen entfallen während der Herbstferien sämtliche Fernzüge. In Düsseldorf Hauptbahnhof, Essen und Bochum halten zumindest einige ICE- und IC-Züge.

**Auswirkungen auf Bahnlinien:**
– Im Nahverkehr entfallen Züge zwischen Duisburg und Mülheim an der Ruhr sowie zwischen Duisburg und Oberhausen. Zwischen Duisburg und Düsseldorf fährt ausschließlich die S1. Andere Nah- und Fernzüge halten dort nicht.
– Betroffene Bahnlinien im Regionalverkehr sind u.a. RE1 (RRX), RE2, RE3, RE5 (RRX), RE6 (RRX), RE11 (RRX), RE19, RE42, RE44, RB32, RB33, RB35 sowie die S-Bahn-Linie S1.

Die Bahn arbeitet daran, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und bittet Reisende um Verständnis für die temporären Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten.

Rheinmetall erhält Lieferauftrag für neues luftgestütztes Aufklärungssystem

Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit der Lieferung des neuen luftgestützten Aufklärungssystems LUNA NG beauftragt. Der heute durch die Präsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Annette Lehnigk-Emden (Foto), unterzeichnete Änderungsvertrag dient der Projektfortführung mit dem neuen Auftragnehmer Rheinmetall nach der Insolvenz des ursprünglichen Systemherstellers. Der Änderungsvertrag konkretisiert die Maßnahmen, die sich aus der Übernahme des Beschaffungsvertrages durch die Firma Rheinmetall ergaben. Der Übernahmevertrag wurde bereits im Jahr 2022 geschlossen.

Die „Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungsausstattung der nächsten Generation“ (LUNA NG) wird von den deutschen Streitkräften als HUSAR eingeführt. Insgesamt wurden zwölf Serien- und ein Pilotsystem bestellt. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 200 Mio. EUR netto. Das erste Seriensystem soll im zweiten Quartal 2025 ausgeliefert werden. Der Auftrag umfasst auch ein Ersatzteilpaket und Ausbildungsleistungen.

Die Aufklärungssysteme HUSAR gehen – wie der Name bereits vermuten lässt – an die Heeresaufklärungstruppe und auch an die Artillerie. HUSAR steht für „Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite“. Ein System besteht aus fünf Aufklärungsdrohnen, zwei Bodenkontrollstationen, zwei Startfahrzeugen, zwei Antennenmasten, einer Werkstattausstattung sowie drei Transportplattformen.

Die Einsatzerfahrungen aus dem Ukrainekrieg zeigen, welche entscheidende Rolle Aufklärungsergebnissen in Echtzeit für die Operationsführung zufällt. Genau für diesen Einsatzzweck wurde die LUNA NG entwickelt. Sie ist damit eines der neuesten Systeme zur unbemannten luftgestützten Aufklärung, Klassifizierung und zur Erkennung von Objekten in Echtzeit.

Die LUNA NG-Drohne ist in ihrer Gewichtsklasse – das maximale Startgewicht beträgt 110 Kg – verbunden mit ihren Leistungsparametern und der Musterzulassung durch das Luftfahrtbundesamt einzigartig. Die LUNA NG-Drohne bietet dank ihrer aerodynamischen, ultraleichten sowie hochstabilen Bauweise eine Flugzeit von über zwölf Stunden.

Rheinmetall erreicht mit dem jetzt erteilten Auftrag einen weiteren wesentlichen Meilenstein sowohl für die UAV- wie auch für die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens. So ist LUNA NG eine fortschrittliche Sensor-Komponente für die vernetzte Operationsführung, welche die Leistungsfähigkeit der Sensor-to-Shooter-Kette erheblich steigert. Gleichzeitig bietet LUNA NG die Basis für eine zukünftige Weiterentwicklung des Rheinmetall-Produktportfolios sowohl im Bereich der Senkrechtstarter-Fähigkeiten (VTOL = vertical take-off and landing) als auch im Bereich der taktischen Nutzlasten.

Gemeinsam für Lesefreude: Ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser gesucht!

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages am 17. November 2023 sucht die „Düsseldorfer Lesebande“ nach engagierten Vorleserinnen und Vorlesern, die ihre Begeisterung für Geschichten mit Kindern teilen möchten. Diese besondere Aktion ist Teil des Düsseldorfer Lesefestes, das vom 13. bis 20. November zahlreiche Lese- und Mitmachaktionen in der Stadt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene organisiert.

Das Vorlesen ist eine wunderbare Möglichkeit, Kinder in die Welt der Bücher eintauchen zu lassen, ihre Fantasie zu beflügeln und die Freude am Lesen zu fördern. Die „Lesebande“, das Netzwerk für Lesefreude in unserer Stadt, lädt daher herzlich zur Teilnahme als ehrenamtliche Vorleserin oder Vorleser in Düsseldorfer Kindertagesstätten und Grundschulen ein.

Das Düsseldorfer Lesefest, mit über 60 abwechslungsreichen Lese- und Mitmachaktionen, ist eine Initiative, die gemeinsam mit der Unterstützung von Freiwilligen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern, von Unternehmen, Vereinen und der Stadt realisiert wird. Träger ist die Stiftung Pro Ausbildung des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie e.V. Die Teilnahme als Vorleserin oder Vorleser am bundesweiten Vorlesetag bietet eine großartige Gelegenheit, sich aktiv in diese bereichernde Lesebewegung einzubringen und Kindern den Zauber der Bücher näherzubringen.

Interessierte, die ihre Zeit und Begeisterung für das Vorlesen spenden möchten, können sich anmelden unter www.leseban.de und informieren bei Lisa Marie Schelig unter l.schelig@unternehmerschaft.de.

Über das Düsseldorfer Lesefest:
Das Düsseldorfer Lesefest ist eine breit angelegte Initiative, die darauf abzielt, das Lesen in all seinen Facetten zu feiern und zu fördern. Vom 13. bis 20. November bietet das Lesefest über 60 Lese- und Mitmachaktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an verschiedenen Orten in Düsseldorf. Das Fest wird von der Stiftung Pro Ausbildung und der Düsseldorfer Lesebande organisiert und von Unternehmen, Vereinen, von der Stadt und dem Land NRW unterstützt. Fast alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Einige wenige Veranstaltungen für Erwachsene erheben einen geringen Unkostenbeitrag für Essen, Trinken oder Autoren- und Musikerhonorare. Am 13. November wird das Lesefest in der Stadtbibliothek Kap 1 eröffnet. Informationen zum Lesefest gibt es bei Christina Moeser unter moeser@unternehmerschaft.de. Das Pressegespräch zum Lesefest findet am 09. November statt. Dazu wird eine Einladung erfolgen.

Das große Apotheken-Sterben

„Resolution für eine faire Vergütung der Apotheken vor Ort“ (Düsseldorfer Erklärung) auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf mit ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening (Mitte). Foto: obs

In Deutschland schließt im Durchschnitt jeden Tag mehr als eine Apotheke, oft aufgrund mangelnder Rentabilität oder fehlender Nachfolge, so die Apothekenverbände. Die Zahl der Apotheken erreicht derzeit fast ein historisches Tief. In Düsseldorf haben die Apotheker erneut auf diese Krise hingewiesen.

Die Apothekendichte in Deutschland sank im ersten Halbjahr 2023 auf 21,1 Apotheken pro 100.000 Einwohner, mit nur noch 17.830 Apotheken. Die Gesamtkosten stiegen im gleichen Zeitraum um 3,3 Prozent, vor allem die Personalkosten stiegen um 6,6 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Altersvorsorge für eine durchschnittliche Apotheke sank in den ersten sechs Monaten 2023 um 4,9 Prozent auf 64.000 Euro. Dies sind einige der Schlüsselzahlen aus der Halbjahresbilanz 2023, die Claudia Korf, Geschäftsführerin Ökonomie der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf für die gesamte Branche vorstellte.

Im Anschluss verabschiedeten die mehr als 300 Delegierten der Hauptversammlung des Deutschen Apothekertages die „Resolution für eine faire Vergütung der Apotheken vor Ort“ (Düsseldorfer Erklärung). Diese betont, dass die Arzneimittelversorgung seit langem strukturell unterfinanziert ist, da der Festzuschlag in der Arzneimittelpreisverordnung seit über einem Jahrzehnt nicht angepasst wurde. Die Resolution unterstreicht die Notwendigkeit stabiler finanzieller Rahmenbedingungen, um dem Nachwuchs in der Apotheke eine Zukunftsperspektive zu bieten – insbesondere angesichts des allgegenwärtigen Fachkräftemangels. Neben einer Erhöhung des Festzuschlags von 8,35 auf 12,00 Euro pro verordnetem Arzneimittel und seiner Dynamisierung fordert der Deutsche Apothekertag auch, dass es keine weiteren Mittelkürzungen oder Belastungen für Apotheken geben sollte.

Die Delegierten diskutieren beim Deutschen Apothekertag in Düsseldorf über die Zukunft des Apothekenwesens. Als Reaktion auf Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening angekündigt, dass die Apotheken im November einen Protestmonat mit regionalen Apothekenschließungen und Kundgebungen organisieren werden. Gestern wurde zudem die Resolution „Apotheken stärken! Jetzt! Zur Stabilisierung der Arzneimittelversorgung“ verabschiedet.

Die Halbjahresbilanz 2023, die Resolution für eine faire Vergütung und weitere Informationen zum Deutschen Apothekertag stehen unter:

https://ots.de/jSdTez

AOK macht Nägel mit Köpfen und eröffnet „Gesundheitskiosk“

Thomas Bott, Leiter der AOK-Regionaldirektion Hamburg, bei einem Drehtermin vor dem Gesundheitskiosk in Hamburg. Foto: AOK Rheinland/Hamburg

Auch in Solingen steht Gesundheit jetzt am „Kiosk“ zur Verfügung! Die Düsseldorfer AOK Rheinland/Hamburg und weitere Partner haben im Bergischen einen neuen „Gesundheitskiosk“ eröffnet. Das Ziel ist eine leicht zugängliche Beratung für gesundheitliche und soziale Anliegen sowie Prävention. Ähnliche Modelle gibt es bereits in Köln und Hamburg.

„Gesundheitskioske“ sind momentan in aller Munde, insbesondere seit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach Einrichtungen zur niedrigschwelligen medizinischen und sozialen Beratung als zukunftsweisend für das deutsche Gesundheitswesen betrachtet. Während die genauen Pläne des Ministers noch konkretisiert werden müssen, vor allem im Hinblick auf den zeitlichen Rahmen, setzt die AOK Rheinland/Hamburg bereits seit Jahren diese Idee um. Bereits 2017 eröffnete sie in Hamburg-Billstedt sowie an weiteren Standorten in der Hansestadt einen Gesundheitskiosk, dem Einrichtungen in Köln, Aachen und Essen folgten.

Heute eröffnete die AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit der BERGISCHEN KRANKENKASSE, der Stadt Solingen und dem Ärztenetz solimed als Partnern den neuen Gesundheitskiosk in Solingen, der nach längerer Vorarbeit im Gesundheitshaus an der Mummstraße als neue Anlaufstelle dient. Betrieben wird der Kiosk von der solimed Gesundheitskiosk UG (haftungsbeschränkt).

Das Arztnetz solimed, mit dem die AOK Rheinland/Hamburg und die BERGISCHE KRANKENKASSE bereits seit vielen Jahren kooperieren, bietet die Verbindung zur haus- und fachärztlichen Versorgung der Kundinnen und Kunden des Gesundheitskiosks – dadurch können im Solinger Gesundheitskiosk Beratung und Versorgung aus einer Hand erfolgen.

Zunächst werden die Räumlichkeiten des Solinger Gesundheitshauses gemeinsam mit einem Corona-Impfzentrum genutzt. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch ein anderes gesundheitsbezogenes Projekt das Angebot ergänzen. Etabliert und zum überwiegenden Teil finanziert wird das Versorgungsangebot von der AOK Rheinland/Hamburg, an der Finanzierung beteiligt sind die BERGISCHE KRANKENKASSE und die Stadt Solingen. Geöffnet ist der Gesundheitskiosk regelmäßig von 10 bis 13 Uhr, Termine am Nachmittag sind nach Vereinbarung verfügbar.

Im Verbund mit dem Arztnetz solimed entsteht mit dem solimed Gesundheitskiosk ein starkes Gesundheitsnetzwerk, das in Solingen ein völlig neues Angebot schafft vor allem für Menschen, die Orientierung im Gesundheitswesen benötigen. Etwa 400.000 Euro werden insgesamt pro Jahr für den Kiosk investiert – eine Investition in die soziale Fürsorge und in die Gesundheitskompetenz, die perspektivisch eine bessere und wirtschaftlichere Versorgung für die Betroffenen ermöglicht.

Entscheidend für die Initiative ist die konkrete Hilfe für Menschen, denen Kenntnisse unseres Gesundheitswesens fehlen. Oftmals sorgen Sprachbarrieren und mangelnde Informationen für Schwierigkeiten bei der lokalen Versorgung, was alle Beteiligten belastet.

Daher erhalten Bürgerinnen und Bürger im Gesundheitskiosk eine qualifizierte und mehrsprachige Beratung bei sozialen und medizinischen Fragen, können Schulungen zu Gesundheitsthemen in Anspruch nehmen und Unterstützungsangebote des Sozial- und Gesundheitswesens erhalten.

Das multikulturelle Team der Einrichtung, geleitet von Ranya Sellnau, besteht zum Start aus vier Mitarbeitenden mit unterschiedlichen Qualifikationen, darunter Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie pädagogisch ausgebildete Mitarbeiterinnen im Gesundheitsbereich.

Sie beraten, vermitteln Gesundheitswissen und sorgen auch für eine bessere Patientenbegleitung, beispielsweise bei der Frage, welche Form der ärztlichen Versorgung notwendig oder sinnvoll ist. Durch die Kooperation mit dem Arztnetz schafft die solimed Gesundheitskiosk UG eine enge Anbindung an die haus- und fachärztlichen Praxen vor Ort und andere Leistungserbringer.

Neuer Metro-Campus soll zum Hotspot für Gastronomie werden

Von links: Dr. Martin Behle, bei der Metro verantwortlich für den Bereich Gastronomie, Gastronomin Karsten Rapp-Schwan, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Sternekoch Thomas Bühner. Fotos: Unternehmerschaft Düsseldorf

In Grafental auf dem neuen Metro-Campus soll ein Hotspot für Gastronomie entstehen. Tatsächlich ist Grafental ja eher unterentwickelt, wenn es um interessante und schöne Restaurants geht, sagt auch Gastronomin Kerstin Rapp-Schwan. Wie dem auch sei: Metro-Gastronomie-Chef Dr. Martin Behle präsentierte am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespräches ein schönes neues Bild für unsere Stadt.

Hier auf dem neuen Campus „One Metro“ entstehen in den kommenden Jahren sieben neue gastronomische Projekte mit neuen Konzepten. Den Anfang wird im 1. Quartal 2025 Sternekoch und Restaurantbetreiber Thomas Bühler machen mit einem „Fine Dining“-Konzept („Dies genau kann ich“). Was es genau wird, verriet er am Donnerstag nicht, aber es soll etwas „mit meinem Leben“ zu tun haben. Zumindest wissen wir heute schon das: es gibt auf 290qm 35 Sitzplätze und jede Menge gutes Essen.

Das Konzept für den neuen Campus hört sich prima an. Inmitten der Wohnbebauung entsteht der neue Metro-Markt und die Gastronomie mit einem „Open-Space-Bereich“ für einen Ort mit neuen Ideen, der Menschen miteinander vernetzt, mit einem „Very fine dining“- Bereich und einen „Casual fine dining“-Bereich, also von der „Currywurst bis zum Sterne-Essen“, wie es unser Oberbürgermeister leicht verständlich zusammenfasst.

„Das ist die kulinarische Zukunft“, weiß dann auch Kerstin Rapp-Schwan. Sie ist im übrigen nicht nur eine bekannte Restaurant-Betreiberin in unserer Stadt, sondern mit ihrem Unternehmen „Tellerrand-Consulting“ auch Coach und Begleiterin in der Gastronomie. Helene Pawlitzki vom Rheinpegel-Podcast stellte im Pressegespräch die Fachkräfte-Frage unter der viele Gastronome in Düsseldorf klagen. Ja, es gäbe natürlich diese Arbeitskräfte-Lücke, aber wir dürften das auch nicht zu schwarz malen. „Die Gastronomie ist die tollste Branche dieser Welt, aber die Medien schreiben immer wieder schlecht über diesen Wirtschaftszweig“. Und Thomas Bühler ergänzt sinngemäß: „Unsere Servicekräfte sind eben nicht nur Kellner oder Köche, sondern in erster Linie „Gastgeber“. Und diese „Gastgeber-Rolle“ muss noch deutlicher werden“.

Für unseren Oberbürgermeister ist der neue Metro-Campus das städtebaulich wichtigste Projekt der kommenden Jahre. „Düsseldorf will Gastronomie-Hauptstadt werden“. Und er freue sich auch, dass die „Rolling Pin.Convention Germany“ 2024 aus Berlin nach Düsseldorf kommen wird. Der innovative Branchentreff ist inzwischen ein Pflichttermin in den Kalendern der besten und engagiertesten Gastronominnen und Gastronomen des Landes. Zu entdecken gibt es die aktuellen Trends der Gastro-Branche und vielerlei Inspirationen. Über 10.000 Gäste aus der Gastronomie, sowie Spitzenköchinnen und -köche, Sommeliers und Barkeeper werden erwartet.

Die Bauarbeiten auf dem ONE METRO Campus werden im Herbst 2023 beginnen, die Umgestaltung soll wohl 3-5 Jahre insgesamt dauern. Allerdings will Thomas Bühler sein Restaurant in der alten Metro-Kantine bereits im ersten Quartal 2025 eröffnen und es könnte „La vie“ heißen. Vielleicht. Irgendwie kam unser Chronist beim Pressegespräch auf den Namen „The Snow“, aber so wird das Restaurant vermutlich nicht heißen – zumindest wäre dieser Name auch sehr gewöhnungsbedürftig, wie es eine Mithörerin meinte.

(wir berichteten unter anderem auch hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/metro-investiert-in-duesseldorfer-campus-und-praesentiert-sich-als-attraktiver-arbeitgeber-in-der-region/ & hier: https://unternehmerschaft.wigadi.de/neue-bauprojekte-in-unserer-stadt/)

Frust nach Chemie-Gipfel auch bei den Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung – im zweiten Quartal brach die Chemie-Produktion um 14 Prozent ein

Eintreffen der Spitzengespraechs-Teilnehmer von VCI, IGBCE, BAVC und Unternehmen für den Chemiegipfel im Kanzleramt. Foto: VCI/ Simone M. Neumann

„Leider hat sich unsere Hoffnung auf eine kurzfristige Entscheidung bei den viel zu hohen Strompreisen nicht erfüllt. Hier muss die Bundesregierung noch im Oktober zu einer Einigung über ein kurzfristiges Energiepaket kommen, um den Strompreis sehr schnell zu senken.“ Markus Steilemann, Chef des Leverkusener Konzerns Covestro und Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), hatte sich mehr versprochen vom Chemie-Gipfel im Kanzleramt. Und tatsächlich waren die Hoffnungen der Betriebe höher als das Ergebnis. Beispielsweise ging es in Berlin auch um einen neuen Energiepreis für die Industrie, dem wieder eine Absage erteilt wurde. Im Journalistengespräch zeigte sich auch Lanxess-Chef Matthias Zachert enttäuscht: „Die chemische Industrie ist eine der wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. (…) Die energieintensive Industrie braucht für mindestens fünf Jahre eine Brücke beim Strompreis. Sonst werden hier Tausende Arbeitsplätze verloren gehen“.

Eigentlich sollte in Berlin eine Standortkrise verhindert werden, doch kurzfristige und schnell wirksame Maßnahmen wird es wohl nicht geben. Markus Steilemann: „Zwar sind heute gute Ansätze diskutiert worden, zum Beispiel das klare Bekenntnis der Bundesregierung für eine risikobasierte Stoffpolitik und gegen pauschale Stoffverbote. Auch das Bekenntnis zum Chemischen Recycling ist ein wichtiger Punkt. Leider hat sich unsere Hoffnung auf eine kurzfristige Entscheidung bei den viel zu hohen Strompreisen nicht erfüllt. Hier muss die Bundesregierung noch im Oktober zu einer Einigung über ein kurzfristiges Energiepaket kommen, um den Strompreis sehr schnell zu senken. Dazu muss konkret der Spitzenausgleich erhalten, die Stromsteuer gesenkt und ein temporär begrenzter Brückenstrompreis eingeführt werden.“

Laut der Rheinischen Post geht es für den NRW-Standort um viel bei dieser Diskussion: „Für Nordrhein-Westfalen geht es in der energieintensiven Industrie um Tausende Arbeitsplätze: Covestro und Lanxess haben je rund 7000 Stellen im Land, Thyssenkrupp 30.000, Evonik mehr als 10.000 und Bayer – wenngleich nicht mehr sehr energieintensiv – mehr als 15.000 Stellen. Die Rettung der Branche kommt auf Wiedervorlage.“

So betrachtet man im Chemie-Bereich diesen Gipfel mehr oder weniger als einen „Start in einen intensiven Dialog“ mit dem Ziel, einen konkreten und kurzfristig wirkenden Chemiepakt zu erarbeiten. „Der Weg dahin scheint noch weit, aber wir müssen jetzt zu Lösungen kommen für eine der innovativsten Branchen unseres Landes. Wir schaffen damit Resilienz, Wohlstand, Innovation und Beschäftigung“, so Steilemann.