Annette Grabbe ist Sprecherin des Vorstands und Arbeitsdirektorin

Vorständin Annette Grabbe, Vorstand Michael Richarz. Foto: Rheinbahn

Der Aufsichtsrat der Rheinbahn AG hat in seiner heutigen Sitzung Annette Grabbe zur Arbeitsdirektorin bestellt. Gemeinsam mit Michael Richarz wird Annette Grabbe zudem als Sprecherin des Vorstands das größte Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in die Zukunft führen.

Andreas Hartnigk, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Mit Annette Grabbe und Michael Richarz sehen wir den Vorstand für die bevorstehenden Aufgaben gut aufgestellt. Michael Richarz wird sich mit seiner umfangreichen technischen und betrieblichen Kompetenz künftig maßgeblich auf die Vielzahl komplexer Angebots-, Infrastruktur- und Beschaffungsprojekte sowie auf die Organisation des täglichen Betriebs konzentrieren. Annette Grabbe wird die Rheinbahn mit ihren wertvollen Impulsen durch die notwendige Transformation führen. Der Aufsichtsrat wünscht beiden Vorständen aufrichtig Erfolg.“

Annette Grabbe: „Ich danke dem Aufsichtsrat für das Vertrauen in meine Person. Mit der klimagerechten Gestaltung der Antriebswende in finanziell wie strukturell anspruchsvollen Zeiten liegen große Aufgaben vor uns, die wir nur als Team schaffen können. Daher freue ich mich sehr, mit Michael Richarz einen sehr erfahrenen Kollegen und Manager an meiner Seite zu wissen, der die zahlreichen Projekte in den Bereichen Betrieb, Fahrzeuge und Infrastruktur steuert. Gemeinsam werden wir die Rheinbahn, zusammen mit einem motivierten Team, in die Zukunft führen.“

Zur Person:

Annette Grabbe ist Diplom-Kauffrau, verheiratet und hat drei Kinder. Sie kam im April 2023 zur Rheinbahn und wurde im Mai 2023 zur Vorständin bestellt. Seit 2004 arbeitete sie in verschiedenen Bereichen der Energiewirtschaft, zuletzt als Geschäftsführerin Finanzen, Steuerung und Geschäftsentwicklung bei der Westenergie Netzservice GmbH mit den Schwerpunkten Aufbau neuer Geschäftsfelder, kaufmännische und kommerzielle Steuerung, Qualitätsmanagement und Digitalisierung.

Michael Richarz ist seit 1990 im Nahverkehr tätig und hat das Geschäft von der Pike auf gelernt. Bis 2003 war er Abteilungsleiter Verkehr bei der Rheinbahn. Anschließend wechselte er für neun Jahre als Geschäftsführer Schiene zur Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG). Von 2012 bis 2017 war er Vorstand der Verkehrs AG (VAG) in Nürnberg. 2017 kam er als Leiter Strategie zur Rheinbahn zurück, 2019 wurde er zum Vorstand bestellt.

Unser „Unternehmerschaft-TV“ bei Jahresevent auf dem Rhein

„Unternehmen im Fluss“ war DAS Jahresevent auf dem Rhein, gemacht unter anderem von der Unternehmerschaft Düsseldorf und Digitalen Stadt Düsseldorf. Unser „Unternehmerschaft-TV“ sprach mit einigen interessanten Menschen, Journalisten, Politiker, Unternehmerinnen und Unternehmen, über die Zukunftsthemen der Wirtschaft in unserer Region. Moderation: Lisa Marie Schelig / Produzent: Frank Wiedemeier

ifaa-Studie: Wie attraktiv bin ich – was Unternehmen Fachkräften bieten

Der zunehmende Mangel an geeigneten Fachkräften hat Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen. Um Mitarbeitende zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, bieten viele Unternehmen Benefits, nicht finanzielle Anreize und attraktive Arbeitsbedingungen als Teil einer ganzheitlichen Vergütungsstrategie an.

Die Studie „Anreiz- und Vergütungssysteme 2023“ des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft identifiziert die beliebtesten Maßnahmen, um Unternehmen Impulse und Anregungen für die Gestaltung einer eigenen Benefit-Strategie zu liefern. Erste Ergebnisse sind in der aktuell erschienen Management Summary nachzulesen: www.arbeitswissenschaft.net/summary-benefits2023

Mit Flexibilität gegen den Fachkräftemangel

Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind bei Beschäftigten besonders beliebt. „Für Arbeitgeber ist das Potenzial, über diese Leistungen die eigene Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen und Fachkräfte langfristig zu binden, daher als sehr hoch einzuschätzen“, so Amelia Gahmann, Studienleiterin der aktuellen Studie. Des Weiteren erachten die Teilnehmer die Führungskultur, eine marktgerechte Vergütung und Flexibilität bezüglich des Arbeitsortes als besonders relevant.

Finanzielle Sicherheit im Alter bleibt wesentlich

Die betriebliche Altersversorgung steht seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2017 auf Platz eins der am meisten verbreiteten Zusatzleistungen. 93 % der Betriebe bieten diesen Benefit mindestens einem Teil der Belegschaft an.

Neben der Vorsorge sind die Top-Benefits:

  • Möglichkeiten zur Weiterbildung,
  • Weihnachts- und Betriebsfeste,
  • ein eigener Parkplatz
  • sowie Gleitzeitkonten, mit denen Beschäftigte Stunden ansparen und in freie Tage umwandeln können.

E-Bikes im Trend

Im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Erhebung im Jahr 2020 hat sich das Angebot von Fahrrad-/E-Bike-Leasing mehr als verdoppelt. Deutlich zugenommen haben ebenfalls die Angebote zu Vertrauens- und Wahlarbeitszeiten, mobiler Arbeit, Erholungsbeihilfen und Sabbaticals.

Podcastfolge 129 der „Düsseldorfer Wirtschaft“ online

In unserer neuen Podcastfolge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ blickt Lisa Marie hinter die Kulissen eines neuen Düsseldorfer Start-UPs: „Roatel“ bietet komfortable Container-Hotels direkt an der Autobahn an, ideal beispielsweise für LKW-Fahrer. Ziel der Geschäftsführer, die ihre beruflichen Wurzeln in der Logistik haben, ist ein flächendeckendes Hotelnetz an Autobahnen in Deutschland und Europa. Bis Ende des Jahres sollen in ganz Deutschland bis zu 35 Roatels verfügbar sein. Die europäische Expansion soll 2024 beginnen. Foto: Roatel

Willkommen zur neuesten Folge des Podcasts ‚Düsseldorfer Wirtschaft‘! In Episode 129 tauchen wir ein in das innovative Konzept von Roatel, einem Düsseldorfer Start-up, das einen ganz neuen Ansatz im Bereich Minihotels präsentiert. Lisa Marie gewährt uns einen Einblick hinter die Kulissen dieses faszinierenden Geschäftsmodells mit dem Thema ‚Ausgeschlafen an der Autobahn‘. Außerdem diskutieren wir über die Vier-Tage-Woche, die Entwicklungen von ‚Industrie 4.0‘ in der chemischen Industrie, das erfolgreiche ‚Düsseldorf Festival‘ und teilen Best-Tipps gegen Stress. Wenn Ihnen unsere Gespräche gefallen, empfehlen Sie unsere Folge gerne weiter. Sie finden uns überall, wo es Podcasts gibt, und natürlich auch online unter www.unternehmerschaft.de. Diese Folge wurde produziert von Streamboxstudios, unter der Leitung von Frank Wiedemeier. Viel Spaß beim Zuhören!

Exklusive „Parlamentsnacht“ am Freitag (29.)

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Am Freitag, 29. September 2023, ist es wieder soweit: Für diesen Tag lädt der Präsident des Landtags NRW, André Kuper, alle Bürgerinnen und Bürger zur „Parlamentsnacht“ ein.

Von 17 bis 23 Uhr erwartet die Gäste ein vielfältiges Programm aus Musik, Kunst, Information sowie Aktionsangeboten der Fraktionen. Mit dabei sind u. a. der Künstler Jacques Tilly, WDR-Ensembles, Zauberkünstler Yuta Maruyama und das Apollo Varieté.

Präsident Kuper sagt: „Das Parlamentsgebäude am Rhein steht bis heute für die demokratischen Prinzipien von Transparenz und Bürgernähe. Es war von Beginn an das ,Haus der Bürgerinnen und Bürger‘. Davon zeugen nicht zuletzt die alljährlich rund 100.000 Besucherinnen und Besucher. Daher ist es mir ein Herzensanliegen, das Jubiläum ,35 Jahre Landtag am Rhein‘ gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen dieser Parlamentsnacht zu feiern. Ich freue mich auf Ihren Besuch“. Anlass für die diesjährige „Parlamentsnacht“ ist das Jubiläum „35 Jahre Landtag am Rhein“. Das Gebäude war am 2. Oktober 1988 feierlich eröffnet worden.

Industrie 4.0 – Wie die Digitalisierung die Produktion und Logistik transformiert

Quelle: henkel.de/ Screenshot: Unternehmerschaft Düsseldorf

Industrie 4.0 ist effizient, digital, nachhaltig, vernetzt und intelligent. So viel ist klar. Aber wofür steht der Begriff eigentlich genau? Er beschreibt die vierte – und komplett digitale – Revolution. Zuletzt hatte der Computer die dritte industrielle Revolution ausgelöst – nach der Dampfmaschine und dem Fließband. Jetzt sorgt die Digitalisierung erneut für einen Wandel der Industrieprozesse. Unternehmen, die Automatisierung, Sensorik, Datenaustausch und Echtzeit-Analytik für sich nutzen, werden schneller, besser, nachhaltiger – und erschließen sich eine neue Welt ungeahnter Möglichkeiten.

Digitalisierung: Grundstein für Erfolg

Die Digitalisierung legt das Fundament für das nächste industrielle Zeitalter. Über die Cloud können Fabriken und Lager vernetzt werden und tauschen über Standorte und Unternehmensgrenzen hinweg innerhalb von Millisekunden große Datenmengen aus. Diese dezentralisierte Technologie namens Blockchain wird auch eingesetzt, wenn es darum geht, Verbrauchern und Verbraucherinnen geschützte, nachverfolgbare und fälschungssichere Transaktionen zu ermöglichen.

Mittels Sensoren und Datenanalytik können Maschinen tatsächlich anfangen zu „lernen“, wie sie in ihren Prozessen effizienter sein können. Diese technologische Fähigkeit nennt man künstliche Intelligenz (KI). KI erfasst Daten, identifiziert Trends und stärkt die Qualität und Leistung von Produktionsbetrieben. Bei Henkel erfassen über 3.500 Sensoren in über 180 Werken Echtzeit-Informationen über Nachhaltigkeit, Effizienz, Qualität und Sicherheit und ermöglichen eine Cloud-basierte Analytik für Diagnosen, Prognosen und Optimierungsmaßnahmen.

Der kontinuierliche Austausch von Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist die Basis für eine optimale Planung und Bereitstellung von Ressourcen. Prozesse, ebenso wie Komponenten, können standardisiert und digital vernetzt werden, um den Traum von der „intelligenten Fabrik“ zu realisieren.

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Quelle: henkel.de

Herbstferien: Flughafen Düsseldorf erwartet ab Freitag (29.09.) rund 1,1 Millionen Fluggäste

Foto: Flughafen Düsseldorf

Noch einmal ordentlich Sonne tanken! Nordrhein-Westfalen startet am 2. Oktober in die Herbstferien, und schon ab Freitag, 29. September, steigen die Passagierzahlen sprunghaft an (auf 80.000 Passagiere – das ist der Rekordtag!). Der Flughafen Düsseldorf erwartet bis zum 15. Oktober rund 8.400 Flüge mit über 1,1 Millionen Passagieren an Bord. Das sind rund zehn Prozent mehr Fluggäste als in den Herbstferien des Vorjahres. Besonders verkehrsstark wird das erste Ferienwochenende mit rund 230.000 Reisenden.

Wenn es um Herbsturlaub geht, stehen sonnige Reiseziele mit angenehmen Wassertemperaturen ganz oben auf der Liste. Neben den Kanaren und den Balearen sind die türkische Südküste, die griechischen Inseln Kos und Kreta sowie das Taucherparadies Hurghada am Roten Meer äußerst gefragt. Städtetrips, etwa nach Istanbul, London, Barcelona oder Lissabon, stehen auch im Herbst hoch im Kurs, ebenso wie die Langstreckenziele Doha, Abu Dhabi und Dubai. „Bei vielen Menschen herrscht derzeit Hochstimmung mit Blick auf den bevorstehenden Herbsturlaub. Wir freuen uns über die große Nachfrage und sind auf die steigenden Passagierzahlen gut vorbereitet“, erklärt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH.

Off-Block wird fortgesetzt. Neu: automatisierte Gepäckaufgabe

Der Flughafen setzt gemeinsam mit seinen Partnern das erfolgreiche Qualitätsprogramm „Off-Block“ fort, um den Fluggästen ein rundum positives Erlebnis am Flughafen zu bieten. Dank einer Vielzahl 2/4 wirksamer Maßnahmen verläuft die Reisesaison in diesem Jahr für die Passagiere spürbar reibungsloser. „Unser Ziel ist es, unseren Fluggästen und unseren Airline-Partnern einen exzellenten Flughafen zu bieten“, erklärt Lars Redeligx. „Besonders im Sommer hat unsere Off-Block-Initiative eindrucksvolle Ergebnisse erzielt, mit flüssigen Abläufen und kurzen Wartezeiten, insbesondere an den Sicherheitskontrollen. Dies spornt das gesamte Airport-Team an, die nächsten Schritte anzugehen und weitere Verbesserungen, etwa bei der Flugzeugabfertigung und im Gepäckhandling, zu erzielen.“

Eine neue Maßnahme des Airports ist daher die Bereitstellung eines Self-Service-Bereichs mit Gepäckautomaten. In der ersten Testphase steht dieser Service zunächst den Passagieren von Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss zur Verfügung. Später können auch Fluggäste anderer Airlines das Angebot nutzen. Passagiere können an den Self Bag Drop-Automaten ihr Gepäck eigenständig aufgeben, nachdem sie, am besten online, eingecheckt haben. Dies erfolgt in zwei einfachen Schritten. Zuerst scannen sie ihre Bordkarte an einem „Tag“-Automaten und erhalten ein selbstklebendes Gepäcklabel. Dieses wird am Gepäckstück angebracht.

Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Gepäckaufgabe. Das Gepäckstück wird auf das Kofferband am Drop Off-Automaten gestellt, Scanner erfassen das Gepäcklabel und schicken den Koffer auf die Reise. Fluggäste müssen keine Scheu vor der Technologie haben. Der Ablauf wird vor Ort durch kurze Videoclips veranschaulicht. Darüber hinaus stehen Servicekräfte den Passagieren zur Seite, um bei Bedarf zu unterstützen. Übergepäck und Sondergepäck müssen weiterhin über die Check-in-Schalter der jeweiligen Airline oder die Sperrgepäckschalter des Flughafens aufgegeben werden. Für Eurowings-Fluggäste stehen nach wie vor im Terminalabschnitt B die Check-in- und “Tag“-Automaten zur Verfügung.

Wichtige Hinweise für Passagiere: Einschränkungen im Bahnverkehr und hohe Auslastung der Parkplätze beachten, Anreise frühzeitig planen

Angesichts des zu erwartenden hohen Passagieraufkommens während der Ferienzeit sollten Flugreisende ihre Anreise zum Flughafen sorgfältig planen, um ihren Urlaub entspannt anzutreten. Eine gründliche Vorbereitung trägt dazu bei, die Abläufe am Flughafen zu beschleunigen.

Reisende sollten berücksichtigen, dass Bauarbeiten der Deutschen Bahn während der Herbstferien zu Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr in der Region führen werden. In dieser Zeit wird der Bahnhof Flughafen Düsseldorf nicht von Fern- und Regionalzügen angefahren. Die S-Bahnen der Linien S 1 und S 11 stehen laut Informationen der Deutschen Bahn zur Verfügung. In jedem Fall ist es ratsam, sich auf der Webseite der Deutschen Bahn über die aktuelle Lage zu informieren.

Für Fluggäste, die mit dem PKW anreisen, empfiehlt der Flughafen, frühzeitig online einen Parkplatz zu reservieren: dus.com/parken. In den Ferienzeiten sind die rund 20.000 Parkplätze besonders ausgelastet. Eine Vorab-Buchung lohnt sich auch preislich, zum Beispiel im Sparangebot für acht Tage ab 50 Euro auf dem Parkplatz P24 oder ab 75 Euro im Parkhaus P5.

Fluggäste sollten grundsätzlich Hinweise ihrer Airline befolgen und dementsprechend die Zeit für Check-in, Gepäckaufgabe und Passagierkontrolle einplanen. Die Check-in-Schalter sind in der Regel nicht früher als drei Stunden vor dem Abflug geöffnet.

Sofern von der Fluggesellschaft angeboten, sollte die Möglichkeit eines Online-Check-ins oder des Vorabend-Check-ins genutzt werden. Bewährt hat sich auch die Vorab-Buchung eines Zeitfensters für die 4/4 Sicherheitskontrolle, der kostenlose Service „DUSgateway“ wird von Fluggästen gut angenommen. Der Flughafen erhöht nach der Verdopplung im Sommer noch einmal die Kapazitäten der buchbaren Zeitslots.

Für Passagierkontrollen gilt: Fluggäste sollten sich vorher bei ihrer Airline oder auf Website und App des Airports über die Gepäck- und Flüssigkeitsregelungen informieren und im Handgepäck nur das Nötigste für unterwegs mit sich führen. Nützliche Tipps und Infos hierzu finden sich kompakt unter: dus.com/tipps-und-links.

Teilautomatisierte Grenzkontrolle – seit Juli auch für Nicht-EU-Bürger

Mithilfe von sogenannten EasyPASS-Anlagen kann die Passkontrolle am Flughafen selbst erledigt werden. Dazu scannen Reisende ihren elektronischen Reisepass an den entsprechenden Stationen selbst ein und blicken für die biometrische Gesichtserkennung in eine Kamera. Bislang konnten Staatsangehörige der EU, des EWR und der Schweiz die teilautomatisierte Grenzkontrolle nutzen. Seit Juli ist die Nutzung ausgeweitet: Nun können auch Drittstaatsangehörige, das EasyPASSSystem für ihre Ein- und Ausreise nutzen. Voraussetzung dafür ist, dass sie einen deutschen Aufenthaltstitel besitzen und mindestens 12 Jahre alt sind.

Einzige USA-Verbindung aus Düsseldorf wird wieder gestrichen

Foto: Delta Airlines

Es ist schon verwunderlich: Obwohl die Direktflüge in die USA eine hohe wirtschaftliche Relevanz für Düsseldorf und NRW haben und die Auslastung des einzigen Direktfluges aus Düsseldorf in die USA, genauer gesagt Atlanta, bei über 90% liegt, wird diese Verbindung nun gekappt. Umso verwunderlicher klingt dann die Aussage eines Sprechers der durchführenden Fluggesellschaft: „Wir passen unseren Flugplan auf Grundlage der Kundennachfrage an“, soll er laut RP gesagt haben. Am 27. Oktober findet nun der letzte Delta-Flug Düsseldorf > Atlanta statt. Schlecht für NRW und Düsseldorf. Laut RP gibt es in NRW 1700 aus den USA stammende Unternehmen, die insgesamt 180.000 Arbeitsplätze anbieten.

Immer mehr junge Menschen ohne Ausbildung – Unternehmen beklagen schlechte Leistungen

Laut einem heutigen Zeitungsbericht gibt es in NRW immer mehr junge Menschen ohne Ausbildung (fast 23%). Damit liegt NRW auf einem sehr traurigen 2. Platz. Nur Bremen ist mit rund 25% noch schlechter. Die Gründe liegen auf der Hand – und wurden auch an dieser Stelle schon oft thematisiert: die schlechten Schulleistungen. Diese schrecken auch Unternehmen ab, Azubis einzustellen. Die Bewerbungen und die Leistungen der Bewerberinnen und Bewerber werden immer mieser, erklären auch unsere Betriebe in Düsseldorf und Umgebung.

NRW-Arbeitsminister Laumann beklagt schon seit längerem die Situation. Sein Ministerium ist auch mit uns diesbezüglich auch in Kontakt. In einem Journalistengespräch sagt er: „Wir müssen die jungen Menschen noch besser beraten und neue Wege aufzeigen. Denn klar ist: Wir dürfen unsere Potenziale nicht vergeuden. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass so viele junge Menschen ohne berufliche Ausbildung bleiben.“

Dabei ist die Situation in unserem Bundesland, auch in Düsseldorf, ungewöhnlich, aber auch bekannt: viele Lehrstellen können nicht besetzt werden. In NRW kommen auf 100 Lehrstellen nur 94 Bewerber. Eigentlich ist unser Arbeitsmarkt, vor allem auch der Düsseldorfer Arbeits- und Ausbildungsmarkt durchaus robust und könnte mehr Azubis aufnehmen. Aber, oft scheitert es leider an den schlechten Leistungen. Deshalb drehen auch viele Jugendliche in unseren Düsseldorfer Berufskollegs ihre „Warteschleifen“ (zur Zeit rund 900): die Noten stimmen nicht, vor allem nicht in Mathe und Deutsch. Und Unternehmen haben kaum Ressourcen dieses gesellschaftliche Problem zu lösen.

Quelle: Rheinische Post

Unsere Industrie steckt in der Flaute – und eine Besserung ist nicht in Sicht

Hohe Kosten, schlechter werdende Infrastruktur, ineffizienter Staat: Deutschland steckt in einer wirtschaftlichen Flaute. Das hat viele Gründe: Da wären zum einen die Nachwehen der Pandemie, zum anderen sorgt der Krieg in der Ukraine nach wie vor für globale Unsicherheit und hohe Energiepreise. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die schwierige Lage hat größtenteils strukturelle Gründe. Das zeigen neue Zahlen des IW-Standortindex, für den das IW regelmäßig die Wettbewerbsfähigkeit von 45 Industrieländern vergleicht. Dort kommt Deutschland insgesamt auf einen passablen vierten Platz, nach der Schweiz, Australien und Dänemark. Der Schein trügt allerdings: Der Index zeigt alarmierende Entwicklungen.

  • Deutschland ist schon lange Hochkostenland, zuletzt hat sich die Situation weiter verschlechtert. Im Vergleich zu 2018 ist das Land von Platz 37 auf 44 gefallen – vorletzter Platz. Neben teurer Energie liegt das vor allem an hohen Unternehmenssteuern und Personalkosten.
  • Bei der staatlichen Performance rutscht Deutschland gegenüber 2018 von Platz 8 auf 11. Dahinter stehen immer längere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Sie behindern Investitionen und treiben die Kosten.
  • War Deutschland bei der Infrastruktur lange Weltklasse, verliert das Land hier nun den Anschluss an die Spitze. Wegen kaputter Brücken, Schienen und Straßen sowie des schleppenden Breitbandausbaus fällt Deutschland von Platz 2 auf Platz 6.

Staat in der Verantwortung, Teil der Kosten zu tragen

Die laufende Anpassung an Klimawandel, Digitalisierung und die geopolitischen Krisen dürfte die Wettbewerbsfähigkeit weiter verschlechtern. Zum einen, weil die Unternehmen heute hohe Kosten für Investitionen tragen müssen, von denen sie erst profitieren, wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien tatsächlich fortgeschritten ist. Zum anderen, weil sie aus geopolitischen Erwägungen – etwa im Falle Chinas – Entscheidungen treffen müssen, die sich einzelwirtschaftlich nicht lohnen. All das verpflichtet den Staat, zumindest einen Teil der immensen Kosten zu übernehmen – andernfalls droht eine Deindustrialisierung.

Dauersubventionen keine Lösung, Brücken sind notwendig

Wichtig dabei ist aber, die staatlichen Hilfen genau unter die Lupe zu nehmen. Unbefristete, bedingungslose Subventionen laufen Gefahr, den Anpassungsprozess der Unternehmen zu unterbinden oder in einem Subventionswettlauf zu enden. Zielen sie auf einzelne Unternehmen oder Branchen ab, maßt sich der Staat an, zu verstehen, wo der Wandel stattfinden soll – das kann aber nur der Markt. Stattdessen braucht es breite Hilfen, die die Investitionsbedingungen verbessern – und gleichzeitig für die Unternehmen Anreize erhalten, die Transformation voranzutreiben.

„Es ist fraglich, inwiefern die hohen Einzelsubventionen für die Halbleiterindustrie dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort auf breiter Basis zu verbessern“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Anders ist es beim Brückenstrompreis, wie ihn der Wirtschaftsminister vorschlägt: Er ist an den Börsenstrompreis gebunden. Wenn Sonne und Wind den Strom günstiger werden lassen, läuft der aus – das erhält den Anreiz, in Erneuerbare zu investieren. Dafür müssen zudem die Stromsteuer auf EU-Niveau abgesenkt, die Netzentgelte reformiert und ein EU-Energiebinnenmarkt vorangetrieben werden.“

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