Frauennetzwerk bei Konecranes in Benrath fördert Vielfalt und strategische Themen

Unser Mitgliedsunternehmen Konecranes in Benrath setzt einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung und Vielfalt, indem es kurz vor der Corona-Pandemie  ein internes Frauennetzwerk gründete. Ziel dieses Netzwerks ist es, den Frauenanteil im Unternehmen kontinuierlich zu erhöhen und gleichzeitig relevante strategische Themen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zu bearbeiten. Dadurch soll eine facettenreiche Arbeitsumgebung geschaffen werden, die die Diversität im Betrieb fördert. Das Netzwerk plant die Organisation regelmäßiger Vernetzungstreffen, Workshops und Trainings.

Die Einführung dieses Frauennetzwerks bei Konecranes ist ein bedeutsamer Schritt hin zu einem inklusiveren und vielfältigeren Arbeitsumfeld. Durch die gezielte Erhöhung des Frauenanteils sollen qualifizierte Frauen ermutigt werden, sich verstärkt im Unternehmen zu engagieren und ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben. Das Netzwerk bietet eine Plattform, auf der Frauen ihre Erfahrungen austauschen, unterstützen und voneinander lernen können.

Neben der Förderung des Frauenanteils hat das Frauennetzwerk bei Konecranes auch die strategische Aufbereitung und Diskussion relevanter Themen im Fokus. Die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat ermöglicht einen konstruktiven Dialog über Belange, die für das Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen von Bedeutung sind. Dies schafft die Grundlage für eine langfristige positive Veränderung und Innovation im Unternehmen.

Die regelmäßigen Vernetzungstreffen, Workshops und Trainings des Frauennetzwerks bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, sich weiterzubilden, Fähigkeiten zu entwickeln und sich in einem unterstützenden Umfeld auszutauschen. Mit der Einführung dieses Frauennetzwerks setzt Konecranes ein klares Zeichen für die Förderung von Gleichberechtigung, Diversität und beruflicher Entwicklung. Das Unternehmen zeigt damit sein Engagement für eine inklusive Kultur, in der jede Mitarbeiterin die Möglichkeit hat, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Flexibilität, steile Lernkurve, Purpose und Community: Wie Startups und Corporates die Zukunft der Arbeit gestalten und was sie voneinander lernen können

Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem massiven Transformationsprozess: Technologische Entwicklungen, demografische Umbrüche und nicht zuletzt die Corona-Pandemie sind nur einige Schlagwörter, an denen sich die Bedeutung dieser Transformation verdeutlicht. In der Studie „The Next Frontier: Exploring the Evolution of Work in Startups and Corporates“ gehen der Startup-Verband und das Beratungsunternehmen Accenture diesen Veränderungen auf den Grund und richten den Blick auf das deutsche Innovationsökosystem.

Zentrale Ergebnisse auf einen Blick:

  • Anziehungskraft auf junge Talente: Startup-Mitarbeitende sind im Schnitt deutlich jünger als Erwerbstätige in Deutschland und 86 % haben einen akademischen Abschluss.
  • Hohe Arbeitszufriedenheit: Mit 32 % sind Beschäftigte in Startups häufiger sehr zufrieden mit ihrer Arbeit als Erwerbstätige in etablierten Unternehmen.
  • New Work Fokus: Das Thema Flexibilität (86 %) steht als Motivationsfaktor im Zentrum und ist deutlich wichtiger als Einkommen (65 %) und Sicherheit (41 %).

Startups ziehen junge Talente an – Corporates forcieren Zusammenarbeit mit der Szene   

Startup-Mitarbeitende sind mit durchschnittlich 32 Jahren wesentlich jünger als die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt, mit im Mittel 43 Jahren. Charakteristisch ist zudem der mit 86 % enorm hohe Anteil an Beschäftigten mit akademischem Abschluss – unter Erwerbstätigen insgesamt sind es nur 24 %. Etablierte Unternehmen haben diese Anziehungskraft für junge Talente erkannt und sehen hier zunehmend die strategische Bedeutung sogenannter Innovation Ecosystem Units, die eng mit Startups zusammenarbeiten.

Flexibilität, steile Lernkurve und Purpose – so motiviert New Work  

Die Anziehungskraft von Startups für junge Talente spiegelt sich auch in der Arbeitszufriedenheit wider: 32 % sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden, gegenüber 22 % in der etablierten Wirtschaft. Im Startup-Bereich wirken vor allem New Work-Aspekte als Motivationsfaktoren: Flexibilität, persönliche Entwicklung und Purpose. Für 84 % der Startup-Beschäftigten ist es wichtig, kontinuierlich Neues zu lernen und 83 % wollen die Relevanz ihrer Arbeit sehen. Die sonst dominierenden Faktoren Einkommen (65 %) und Sicherheit (41 %) spielen im Vergleich eine untergeordnete Rolle. Corporate Innovation Ecosystem Units machen sich viele dieser New Work-Aspekte zu eigen. Ganz zentral für den Arbeitsalltag ist hier die Vernetzung und Zusammenarbeit jenseits des eigenen Unternehmens.

New Work ist zentrale Unternehmensstrategie – Gemeinschaftsgefühl bildet Basis  

Startup-Gründer*innen sind sich der Interessen und Motive ihrer Beschäftigten bewusst: Gefragt nach der strategischen Relevanz im „War for Talents“, halten 73 % New Work für entscheidend, während nur 45 % das Einkommen als maßgeblich einstufen. Wichtigste Grundlage der Arbeitskultur in Startups ist dabei das Gemeinschaftsgefühl: 68 % der Beschäftigten beschreiben die Unternehmensstruktur als nicht oder kaum hierarchisch und 84 % geben an, die Namen aller Kolleg*innen zu kennen. Innovation Ecosystem Units nutzen die Zusammenarbeit mit Startups gezielt, um mit Blick auf New Work ihre Arbeitskultur zu erneuern. Beim Thema Gemeinschaft bilden sich hier aufgrund der großen Zahl an Mitarbeitenden eine Vielzahl an „Micro-Communities“ – entlang von Projekten, Interessen oder Arbeitsorten.

Wachstum stellt Arbeitskultur vor Herausforderungen – klare Werte werden hier wichtiger 

Die für Startups typischen Phasen schnellen Wachstums stellt die Arbeitskultur vor enorme Herausforderungen. Immer weniger Beschäftigte kennen alle Kolleg*innen persönlich und klarere Strukturen werden eingezogen: Während Startups mit weniger als 50 Beschäftigten nur von 27 % als hierarchisch beschrieben werden, steigt der Wert bei größeren Unternehmen auf 47 %. Das sorgt auch für neue Anforderungen im Bereich Leadership – vor allem bei den Themen Vertrauen und Entscheidungsfähigkeit deuten sich Schwierigkeiten an. Im Übergang zur größeren und damit stärker strukturierten Organisation werden feste Werte und eine gemeinsame Vision, die klarer im Corporate-Sektor etabliert sind, immer wichtiger.

Das Innovationsökosystem hat sich professionalisiert – Learnings aus der Corporate-Welt 

Die Zusammenarbeit zwischen der etablierten Wirtschaft und Startups hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und sich in vielerlei Hinsicht professionalisiert. Innovation Ecosystem Units haben Prozesse und Rollen entwickelt, um Unterschiede in der Arbeitskultur zu moderieren und das Startup-Ökosystem ist durch sein Wachstum näher an die Corporate-Welt herangerückt. Wichtige Bezugspunkte für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und gegenseitige Learnings liegen in den Bereichen Work-Life-Balance und Gesundheit: Während 51 % der Startup-Beschäftigten die Flexibilität der Arbeitszeit sehr positiv bewerten, tun dies nur 26 % bei Angeboten zur Teilzeitarbeit und lediglich 12 % mit Blick auf Stress und mentale Gesundheit.

Franziska Teubert (Geschäftsführerin Startup-Verband): 

„Mit unserer Studie durchleuchten wir das Schlagwort New Work. Wir wissen jetzt: Beschäftigte in Startups sind überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Arbeit. Die Zukunft der Arbeit ist geprägt vom Wunsch nach Flexibilität und Purpose. Angesichts des Fachkräftemangels wird die Arbeitskultur immer wichtiger und mit New Work sind Startups bei jungen Talenten klar im Vorteil. Um jedoch auch in der Phase des schnellen Wachstums hochqualifizierte Talente anzuziehen, brauchen wir in Deutschland die entsprechenden Instrumente – wie zum Beispiel international konkurrenzfähige Mitarbeiterbeteiligung. Aktuell sind wir in Sachen ESOP europaweit Schlusslicht.“

Sigrid Stinnes (Innovation Lead bei Accenture für die deutschsprachigen Länder): 

„Die Professionalisierung in der Zusammenarbeit zwischen Startups und Corporates ist Beweis dafür, wie wichtig mittlerweile ein funktionierendes Ökosystem für Themen wie Innovation und Wachstum auch in klassischen Branchen geworden ist. Gleichzeitig sehen wir, dass der Einfluss von ‚New Work‘ in Kombination mit den richtigen Führungsqualitäten nach wie vor unterschätzt wird. Damit müssen sich Unternehmen verstärkt auseinandersetzen, wenn sie junge Talente an sich binden wollen.“

Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden.

10 Jahre Kö-Bogen Düsseldorf: Breuninger feiert an diesem Wochenende

Foto: KÖ-Bogen/ Instagram

Der Kö-Bogen Düsseldorf, eine Ikone der Architektur, feiert sein zehnjähriges Bestehen. Vom 1. bis 2. September wird der Geburtstag des Stuttgarter Unternehmens Breuninger, das am Rhein seinen Department Store betreibt, gemeinsam mit der imposanten Kulisse des Kö-Bogens gefeiert.

Das jährliche Season Opening im September, das bereits zum vierten Mal stattfindet, wird anlässlich dieses besonderen Jubiläums zu einem noch eindrucksvolleren Ereignis. „Wir haben beschlossen, das Ganze in diesem Jahr größer und spektakulärer zu gestalten“, erklärt Andreas Rebbelmund, Geschäftsführer von Breuninger Düsseldorf.

Vor den geschwungenen Fassaden des von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen Kö-Bogens wird ein 228 Meter langer Open-Air-Laufsteg errichtet, auf dem 32 Models die Looks für Herbst/Winter 2023 des Fashion- und Lifestyle-Unternehmens präsentieren werden. Dieses Jahr wurde der Laufsteg um 35 Meter verlängert, sodass die Gesamtlänge auf dem Wasser nun 112 Meter beträgt.

„Der Kö-Bogen bleibt das ganze Jahr über eine beeindruckende Kulisse, die Natur und Urbanität im Herzen Düsseldorfs vereint. Insbesondere für außergewöhnliche Veranstaltungen wie die Breuninger Fashion Shows bietet das architektonische Ensemble des Kö-Bogens die perfekte Bühne“, sagt Andreas Stolz, Head of Asset Management NRW bei Art-Invest Real Estate.

**Termine im Überblick:**

**Breuninger Season Opening**
– Freitag, 01.09.2023
– Samstag, 02.09.2023

**10 Jahre Kö-Bogen Jubiläum**
– Donnerstag, 21.09.2023 – Eröffnung der „Geburtstagsfeiertage“ im Rahmen der Salsa-Veranstaltung
– Freitag, 22.09.2023 – 12:15 Uhr Fotocall mit Dr. Stephan Keller und Überraschungen
– Samstag, 23.09.2023 – ab 12:00 Uhr Charity-Aktion für Herzwerk mit Jenny Jürgens

Seien Sie dabei, wenn der Kö-Bogen und Breuninger gemeinsam in die Zukunft feiern und eine unvergessliche Veranstaltungssaison 2023 einläuten. Ein Jubiläum, das Mode, Architektur und Düsseldorf in einem besonderen Erlebnis vereint.

Große Mehrheit der Jugendlichen sieht gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Die Unternehmen bieten attraktive Ausbildungsbedingungen an, um Auszubildende zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören beispielsweise eine faire Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Foto: Lanxess

Die Stimmung auf dem Ausbildungsmarkt hat sich deutlich verbessert. Nach den Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie blicken nun fast drei Viertel der jungen Menschen optimistisch auf die Ausbildungssituation. Das gilt aber nicht für alle. Viele Jugendliche mit niedriger Schulbildung schätzen ihre Aussichten auf eine Ausbildung als schlecht ein. Diese Gruppe benötigt besondere Unterstützung.

Fast drei Viertel der jungen Menschen in Deutschland (72 Prozent) sehen auf dem Ausbildungsmarkt derzeit eher gute bis sehr gute Chancen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von Jugendlichen im Auftrag unserer Stiftung hervor. Nur 16 Prozent halten die Chancen für schlecht oder eher schlecht. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres ist damit eine Trendwende erreicht, denn infolge der Corona-Pandemie hatten viele junge Menschen in den vergangenen Jahren die Chancen auf einen Ausbildungsplatz als gering eingestuft. Von den jungen Menschen mit niedriger Schulbildung äußert allerdings mehr als jede:r Vierte (26 Prozent) den Eindruck, dass die Aussichten auf eine Ausbildung momentan schlecht oder eher schlecht seien.

Was die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen betrifft, so fallen die Einschätzungen pessimistischer aus: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten hält ihre Zahl für ausreichend. Trotz zahlreicher unbesetzter Ausbildungsplätze findet mehr als ein Viertel, dass zu wenig Plätze vorhanden sind. Nur jede:r Zehnte schätzt, dass es zu viele Ausbildungsplätze gibt.

„Die hohe Nachfrage nach Fachkräften lässt die Mehrheit der Jugendlichen deutlich zuversichtlicher in die berufliche Zukunft blicken als noch während der Corona-Pandemie. Dass aber gleichzeitig jeder vierte Befragte den Eindruck hat, es gebe zu wenige Ausbildungsplätze und viele junge Menschen mit niedriger Schulbildung ihre Perspektiven am Ausbildungsmarkt als gering einschätzen, ist ein Warnsignal: Es muss uns noch viel besser als bisher gelingen, junge Menschen und Betriebe zusammenzubringen“, sagt Clemens Wieland, Experte der Bertelsmann Stiftung für berufliche Bildung. Immerhin ist das generelle Interesse an einer Ausbildung hoch: Drei Viertel der befragten Jugendlichen streben sie an oder sehen sie zumindest als eine Option.

Ein großes Problem aber bleibt die Orientierung bei der Berufswahl. Nach wie vor beklagen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte aller befragten Jugendlichen, dass es ihnen schwerfalle, sich in der Fülle der Informationen zurechtzufinden. Insgesamt äußern viele junge Menschen den Bedarf nach mehr Hilfestellung bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft: Fast jede:r Dritte derjenigen, die bereits Erfahrungen mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht haben, wünscht sich mehr Unterstützung, weitere 42 Prozent zumindest teilweise.

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Quelle: Bertelsmann Stiftung

Die Unternehmen werben nun um die Gunst der Azubis, und nicht umgekehrt

Die Teilnahme an Jobmessen kann für Unternehmen, im Bild Vodafone aus Heerdt, zahlreiche Vorteile im Hinblick auf die Nachwuchssicherung bieten. Durch die Präsenz auf Messen können Unternehmen potenzielle Nachwuchskräfte direkt ansprechen und überzeugen. Zudem bietet sich die Möglichkeit, das Unternehmen und seine Tätigkeitsfelder zu präsentieren und so das Interesse von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern zu wecken. Durch die direkte Interaktion mit den Besuchern können Unternehmen außerdem wertvolles Feedback zu ihrem Außenauftritt und ihrem Angebot als Arbeitgeber erhalten. Nicht zuletzt bietet die Teilnahme an Jobmessen auch die Chance, sich mit anderen Unternehmen und Branchenvertretern zu vernetzen und von deren Erfahrungen und Best Practices zu profitieren. Informationen zu Jobmessen in unserer Region gibt es auf Anfrage in unserer Abteilung für Fachkräftesicherung unter service@unternehmerschaft.de. Foto: Vodafone Düsseldorf

Düstere Zeiten brechen über Arbeitgeber herein: Der demografische Wandel und die stetig schwindende Geburtenrate zeigen ihre bedrohliche Wirkung auf den Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen. Die einst belebten Schulflure verlassen nun jährlich weniger junge Menschen, und der Strom der Bewerber für Lehrstellen versiegt in besorgniserregendem Maße. Wo einst 2022 noch etwa 102.000 Schulabgänger den Traum einer Ausbildung hegen mochten, schrumpfte diese Zahl im Jahr 2023 auf kaum 100.000 – eine bittere Erkenntnis, angesichts der 109.000 Plätze, die darauf warten, besetzt zu werden. So hat sich das Pendel eindeutig zugunsten der Bewerber verschoben. 

In Düsseldorf haben in diesem Ausbildungsjahr mittlerweile rund 2.500 Jugendliche eine Azubistelle bekommen. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Agentur für Arbeit hervor. Über 740 junge Menschen in unserer Stadt suchen dagegen aktuell noch einen Ausbildungsplatz. Es gibt aber auch noch freie Azubistellen; und zwar über 1.200.

„Glücklicherweise haben wir in Düsseldorf wieder mehr Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen. Auch die Düsseldorfer Unternehmen meldeten deutlich mehr freie Stellen“, freut sich Birgitta Kubsch-von Harten über die Entwicklung am Düsseldorfer Ausbildungsmarkt.

Gemeldete Bewerberinnen und Bewerber seit Oktober 2022:

3.263 (+2,3 Prozent)

Gemeldete Berufsausbildungsstellen seit Oktober 2022: 3.943 (+5,4 Prozent)

Mit einer Ausbildungsstelle oder Alternative versorgte Jugendliche: 2.520

Unversorgte Jugendliche: 743

Offene Ausbildungsstellen: 1.258

„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart werben wir dafür, nicht aufzugeben. Für alle, die jetzt noch in die Ausbildung einsteigen möchten, werden wir eine gute Lösung finden“, ermuntert Birgitta Kubsch-von Harten die Berufsberatung zu kontaktieren und mit deren Unterstützung einen Ausbildungsvertrag abzuschließen.

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hat sich im August 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 74 auf 3.263 gesteigert (+2,3 Prozent). Bereits mit einer Ausbildungsstelle oder einer Alternative versorgt sind in Düsseldorf 2.250 junge Menschen. Das sind 332 Personen mehr als vor einem Monat und 77 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. 743 junge Menschen sind noch auf der Suche nach einer Ausbildung, einem Studium oder einer Alternative. Seit Beginn des Ausbildungsvermittlungsjahres am 1. Oktober 2022 wurden inzwischen 3.943 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 201 Stellen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+5,4 Prozent).

„Sowohl für die Jugendlichen, die aktuell noch keine Ausbildungsstelle oder Alternative gefunden haben, als auch für die Betriebe, die ihre Ausbildungsstellen noch nicht besetzen konnten, kann die Einstiegsqualifizierung eine weitere Möglichkeit bieten“, rät Birgitta Kubsch-von Harten.

Bei einer Einstiegsqualifizierung handelt es sich um ein längeres Praktikum mit geregelten Lerninhalten. In vielen Fällen kann die Einstiegsqualifizierung (EQ) auf eine anschließende Ausbildung im Unternehmen angerechnet werden. Interessierte Jugendliche können sich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit über diese Möglichkeit erkundigen. Betriebe erhalten Informationen über die Einstiegsqualifizierung (EQ) und weitere Unterstützungsmöglichkeiten bei ihrem Arbeitgeber-Service.

In NRW suchen noch rund 27.000 junge Menschen nach ihrem beruflichen Weg, während rund 33.000 Plätze offen sind. Von Ausbildern wird nun beispiellose Entschlossenheit gefordert, um junge Talente für die Reise der beruflichen Bildung zu begeistern. Roland Schüßler, Leiter der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, stellt unmissverständlich klar: „Angesichts der bevorstehenden demografischen Entwicklung gibt es keine Ausweichmöglichkeiten.“ Deshalb sollten alle, die sich für eine Lehre interessieren, die Tür zur Möglichkeit geöffnet bekommen. Eine Option besteht darin, sogar jene Kandidaten einzubeziehen, die in ihren Bewerbungen zunächst nicht auf den ersten Blick überzeugen.

Doch auf lange Sicht ist es von entscheidender Bedeutung, mehr potenzielle Azubis für die Welt der Ausbildungen zu gewinnen. Wie könnte dies gelingen? Bernd Fitzenberger, der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), hält einige Kreativlösungen bereit: Er ermutigt zu einer tieferen Einbindung der Berufsvorbereitung in den Schulen, einer Fülle von Praktika während der Schullaufbahn und vor allem einer liebevolleren Betreuung. „Je nach Schultyp sollten wir uns auf das Passende konzentrieren. Auf Gymnasien könnte es klug sein, den Schülern näher an ihrem Abitur nochmals die Möglichkeit eines längeren Praktikums zu bieten“, sprach er in einem Journalistengespräch. Ein oberflächliches, zweiwöchiges Praktikum in der zehnten Klasse würde kaum ausreichen. Viele jugendliche Träumer verharren nach dem Verlassen der schützenden Schulmauern oft in Ratlosigkeit. In solch Momenten sollten die Schulen und Berufsberater ihnen mit einem freundlichen Schubs in Richtung Experimentierfreude zur Seite stehen, um dann zu sehen, welcher Weg ihnen am meisten zusagt.

Am Ende des Tages haben die Unternehmen in Düsseldorf zahlreiche Möglichkeiten in Kontakt mit Schülerinnen und Schülern und Eltern zu kommen. Und die Betriebe können jederzeit auch prüfen, wie man die Ausbildung attraktiver machen kann: mit sympathischen Ausbilderinnen und Ausbildern, mit Fortbildungsmöglichkeiten (auch hier macht die Unternehmerschaft Düsseldorf viele Angebote) und vielem mehr. Ganz nach dem Motto: Die Unternehmen werben nun um die Gunst der Azubis, und nicht umgekehrt.

Die Unternehmerschaft Düsseldorf setzt auf eine Vielzahl spannender Initiativen im Rahmen ihrer Bemühungen um die Sicherung des Nachwuchses:

Eines dieser interessanten Projekte ist „Wirtschaft Pro Schule (WPS)“, das Schülerinnen und Schülern auf ihrem individuellen Weg ins Berufsleben eine helfende Hand reicht. In Zusammenarbeit mit Schulen laden sie Vertreter aus Unternehmen, wie Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte und sogar Auszubildende, in den Unterricht und zu Arbeitsgemeinschaften ein. Diese Gelegenheit ermöglicht es, Berufsbilder, Tätigkeitsbereiche, Ausbildungsmöglichkeiten sowie Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren vorzustellen. Die Unternehmen gewähren Einblicke in ihren Alltag und bieten mögliche Perspektiven an, um den Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn zu helfen. Durch diesen direkten Kontakt können die Schülerinnen und Schüler eine breite Palette von Berufen kennenlernen, darunter auch solche, die ihnen bis dato unbekannt waren. Unternehmen haben außerdem die Chance, zukünftige Talente anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Die „Ausbildungsbotschafter“ stellen eine weitere fesselnde Initiative dar. Hierbei handelt es sich um Auszubildende im 2. und 3. Lehrjahr, die nach einer speziellen Schulung in Schulklassen und Schul-AGs ihre eigenen Ausbildungsberufe auf Augenhöhe präsentieren und sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellen. Unter der Webseite www.ausbildungsbotschafter-duesseldorf.de findet diese Bewegung ihre Plattform.

Das „Orientierungspraktikum (DOP)“ bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Studienfächer an örtlichen Hochschulen sowie Duale Studiengänge in Unternehmen kennenzulernen. Diese Erfahrungen finden sowohl analog als auch digital statt. Anschließend nehmen die Jugendlichen an einem Betriebspraktikum teil, um das Studienfach aus unternehmerischer Sicht zu erleben. Die Webseite www.digi-dop.de dient als Anlaufstelle für Interessierte.

Der „Bildungswegenavigator (BIWENAV)“ stellt ein innovatives Tool dar, das Schülerinnen und Schülern dabei hilft, schnell und pragmatisch den richtigen Ausbildungsweg (duale Ausbildung, Studium usw.) zu finden. Dieses nützliche Werkzeug wird auch von Eltern und Lehrkräften gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern genutzt. Die Webseite www.biwenav.de enthält weitere Informationen dazu.

Der „Berufsparcour“ ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, an verschiedenen Stationen Berufe und Berufsfelder kennenzulernen und sogar praktisch aktiv zu werden. Diese Parcours sind in der Regel branchenspezifisch ausgerichtet, wie beispielsweise Metall- und Elektroindustrie oder soziale Berufe.

„Schülerfirmen“ sind an vielen Förderschulen in Düsseldorf zu finden, wie Fahrradwerkstätten, Holzprodukteherstellung, Weihnachtskarten-Design und Catering. Die Unternehmerschaft begleitet diese Schülerfirmen und fördert die Vernetzung mit der Wirtschaft.

Das „Netzwerk Pro Düsseldorfer Hauptschulen“ hat das Ziel, die Chancen der Schülerinnen und Schüler an Düsseldorfer Hauptschulen für den Übergang in Ausbildung oder Qualifizierung nach dem Schulabschluss zu erhöhen. Dabei steht die individuelle Entwicklungsplanung für jede Schülerin und jeden Schüler im Mittelpunkt.

„Lernpartnerschaften“ sind eins-zu-eins Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Das besondere Merkmal ist eine Kooperationsvereinbarung, die oft feierlich unterzeichnet wird und regelmäßig evaluiert werden kann. Informationen dazu sind unter https://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/lernpartnerschaften/ verfügbar.

Während der „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“ erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Weitere Details hierzu sind auf der Webseite www.berufsorientierungstage.de zu finden.

Das Netzwerk „MINT Düsseldorf“ koordiniert und begleitet eine Vielzahl von MINT-Projekten in Düsseldorf. Ein Teil des Netzwerks ist das zdi (Zukunft durch Innovation), das kostenfreie MINT-Workshops in Düsseldorfer Schulen anbietet. Informationen dazu sind unter www.mint-duesseldorf.de verfügbar.

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Quellen: eigene Recherche, Agentur für Arbeit Düsseldorf, Antenne Düsseldorf, Rheinische Post

„Unternehmen im Fluss“ ausgebucht – wir sprachen mit Stephan Schneider von der Digitalen Stadt

Wir sprachen mit „Mr. Vodafone“ Stephan Schneider von der Digitalen Stadt Düsseldorf. Rechts im Bild unsere Düsseldorfer Siemens-Chefin Sabrina Herrmann. Foto: Frank Wiedemeier

Die dritte Auflage der aufregenden Veranstaltung „Unternehmen im Fluss – der Rhein verbindet“ steht kurz bevor! Gemeinsam mit unseren renommierten Partnern, der Digitalen Stadt Düsseldorf, Die Familienunternehmer e.V., Rheinenergie AG, Rhein-Kreis Neuss und Wasserstoff Hub Rheinland e.V., heißen wir Sie herzlich willkommen zur Rheinfahrt von Köln nach Düsseldorf.

Diese ausgebuchte exklusive Veranstaltung öffnet die Türen zur Vernetzung mit Gleichgesinnten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Hier haben Sie die Gelegenheit, wegweisende Themen zu diskutieren und gemeinsam neue Wege zu gestalten.

Wir sprachen mit Stephan Schneider von der „Digitalen Stadt Düsseldorf“:

Highlights des Programms:

**1. Panelgespräche:**
– „Innere Sicherheit und Fachkräftemangel“
– „Die Welt im Wandel – Wie schafft es Deutschland, unabhängig und wettbewerbsfähig zu bleiben?“
– „Wieviel KI vertragen wir? Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft“

**2. Austausch und Networking:**

Nutzen Sie diese einmalige Chance, sich mit Experten und Gleichgesinnten aus verschiedensten Branchen auszutauschen und wertvolle Verbindungen zu knüpfen. Die Veranstaltung bietet eine inspirierende Atmosphäre, in der Sie gemeinsam wegweisende Themen erörtern können, um Herausforderungen anzugehen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

Tauchen Sie ein in diese dynamische Plattform, die den Rhein nicht nur als geografische Verbindung sieht, sondern auch als Symbol für Vernetzung und Zusammenarbeit. Seien Sie dabei, wenn wir den Rhein überqueren – nicht nur geografisch, sondern auch metaphorisch – um gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Wir freuen uns auf eine spannende und erkenntnisreiche Fahrt entlang des Rheins, während wir uns über die Grenzen von Unternehmen und Ideen hinweg verbinden.

Innovative Visionen und Tradition: Die Geburt von JUNG und „THE PAPERMAKERS“

Dr. Karen Jung (Marketing / Einkauf) – Volker Jung, eigenverwaltender Geschäftsführer Hakle Gmbh i.I.

Seit Sommer 2023 wird in Reisholz die jahrzehntelange Erfahrung und Expertise im Papierhandwerk unter dem Namen „THE PAPERMAKERS“ gebündelt. Ein traditionsreiches Familienunternehmen verknüpft seine historische Hintergrundgeschichte mit einer modernen Auslegung des Papiers. Gleichzeitig werden Investitionen in wegweisende Forschungsprojekte getätigt.

Die Gläubigerversammlung der Hakle GmbH hat auf dem Erörterungs- und Abstimmungstermin im Düsseldorfer Amtsgericht einstimmig dem Insolvenzplan zugestimmt. Dies ebnet den Weg für die Jung Papier GmbH. Bis Ende des zweiten Quartals kann der Insolvenzplan rechtskräftig werden.

Im ersten Quartal 2023 hatte die eigenverwaltende Geschäftsführung der Hakle GmbH einen Fortführungsvertrag mit dem italienischen Familienunternehmen Sofidel unterzeichnet. Dies ermöglichte die Übertragung der Geschäftsanteile der Hakle Markenhaus GmbH an Sofidel aus Porcari, Provinz Lucca in der Toskana. Diese strategische Entscheidung schuf die finanzielle Grundlage für die Realisierung des Insolvenzplans und den Start der Jung Papier GmbH.

„THE PAPERMAKERS“ – Tradition und Moderne verschmelzen

Ab Sommer 2023 wird die Jung Papier GmbH unter der Marke „THE PAPERMAKERS“ die traditionsreiche Familienhistorie mit einer modernen Interpretation des Papiers verknüpfen. Seit 2019 setzt das Unternehmen bereits marktführend auf alternative Fasern bei Hygienepapieren. Volker Jung, geschäftsführender Gesellschafter der Jung Papier GmbH, betont: „Wir werden weiterhin in Forschungsprojekte und Innovationen investieren. Unsere 160 Fachkräfte werden an den erfolgreichen ersten Probeläufen mit Intermediaten aus industriellem Kaffeesatz anknüpfen.“

Die Zeit der Eigenverwaltung ermöglichte es, die Weichen für eine wegweisende und nachhaltige Ausrichtung zu stellen. Mit 160 Fachkräften als überzeugte und erfahrene „PAPERMAKERS“ möchte das Unternehmen zukünftig sowohl ökologisch als auch technisch innovative Maßstäbe setzen.

Partnerschaft mit Sofidel – Kontinuität und Fortschritt

Gemäß des Fortführungsvertrags mit Sofidel wird die Jung Papier GmbH bis Ende 2024 weiterhin die bewährten Hakle-Produkte in gewohnter Qualität für den deutschen Markt produzieren. Dies ermöglicht dem italienischen Unternehmen, schrittweise auf die eigene Produktion umzustellen. Parallel dazu wird sich die Jung Papier GmbH als eigenständige Marke im Eigenmarkengeschäft etablieren und entwickeln.

Die Rheinische Post schreibt dazu in der heutigen Ausgabe: „Im Fokus steht dabei die Entwicklung neuer innovativer Produkte, erklären Volker Jungs Frau Karen Jung und der neue Geschäftsführer Chris Faltin, vorher schon Technischer Leiter in der Papierfabrik. Er ist ein ausgewiesener Experte für sein Produkt: Sein Vater war Papiermacher, er selbst machte eine Ausbildung zum Papiermacher und studierte dann in München Papiertechnologie. Sein Beruf führte ihn unter anderem nach China oder Brasilien, ehe er in Düsseldorf anfing.“

Krise als Chance

„In der Insolvenz lernt man Demut“, sagt Geschäftsführer Volker Jung in der Rheinischen Post: „Es ist ein besonderes Gefühl der Machtlosigkeit, wenn man sonst immer auf dem Gaspedal steht und das Steuer in der Hand hält – und dann tritt auf einmal jemand auf die Bremse. Ich bin froh, dass wir alles so über die Bühne gebracht haben, wie wir es getan haben, aber es hat so manche schlaflose Nacht bedeutet.“

In diesen herausfordernden Zeiten möchte die Jung Papier GmbH ihren Gläubigern, dem Team, den Kunden und Lieferanten ihren Dank aussprechen. Ihre Unterstützung hat es ermöglicht, den Geschäftsbetrieb unter außergewöhnlichen Bedingungen für die europäische Tissue-Industrie zu stabilisieren. Der erfolgreiche Turnaround wäre ohne ihre Beiträge undengagierten Einsatz nicht möglich gewesen.

Dr. Jan-Philipp Hoos, Sachwalter im Verfahren und Partner bei White & Case LLP, zeigt sich optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass die Jung Papier GmbH die Krise als Chance begreifen wird. Herr Jung hat stets mit kreativen Ansätzen und Vorschlägen überzeugt.“ Die Zukunft von „THE PAPERMAKERS“ verspricht somit eine spannende Kombination aus Tradition, Innovation und erfolgreichem Wandel.

Volker Jung, eigenverwaltender Geschäftsführer Hakle GmbH i.I.

Quelle: Pressebox und Rheinische Post

Absolute Schockstarre? Institut der Deutschen Wirtschaft korrigiert Konjunktur schon wieder weiter nach unten

Die Bauwirtschaft in Düsseldorf steht derzeit vor einer Reihe von Herausforderungen. Themen sind beispielsweise Materialknappheit, Arbeitskräftemangel, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, Digitalisierung sowie Bürokratie und Regulierung. Auch die steigende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten stellt die Bauindustrie vor Herausforderungen. Es werden mehr Kapazitäten und Ressourcen benötigt, um den Bedarf an neuen Straßen, Brücken, Schienen- und Energienetzen zu decken.

Weniger Nachfrage aus dem Ausland, hohe Zinsen und teure Energie: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2023 im Vergleich zum Vorjahr um fast ½ Prozent zurückgehen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte zunehmen, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Schockstarre: Weil die deutschen Unternehmen besonders von den globalen Schwankungen betroffen sind, bekommen sie die weltweiten Probleme in diesem Jahr umso härter zu spüren. Rohstoffe und Energie sind knapp und teuer, der Welthandel lahmt und es wird weniger nachgefragt als sonst. Die Folge: 2023 dürfte die Weltproduktion nur um 2 ½ Prozent wachsen – das ist rund ein Prozentpunkt weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte. Für Deutschland prognostiziert das IW, dass das reale BIP um fast ½ Prozent niedriger ausfallen wird als im Vorjahr.

Rückgang geht auf Konto der schwachen Nachfrage

Zwar ist die Inflation in Deutschland seit Anfang des Jahres zurückgegangen, jedoch verharrt sie seit einigen Monaten auf immer noch hohem Niveau. Im Jahresschnitt dürfte sie bei rund 6 ½ Prozent liegen. Auch deshalb geben die Deutschen in diesem Jahr weniger Geld aus, trotz beachtlicher Lohnsteigerungen. Nicht nur die Verbraucher sind zurückhaltend: Aufgrund gestiegener Produktionskosten und hoher Zinsen sind Investitionen für Unternehmen unattraktiver geworden. Das bekommen besonders die Industrie und die Bauwirtschaft zu spüren. Die Investitionen im Bausektor gehen 2023 voraussichtlich um drei Prozent zurück.

Bundesregierung muss liefern

Wo weniger produziert und investiert wird, werden auch weniger Arbeitskräfte gebraucht. Mit größeren Entlassungen ist zwar nicht zu rechnen, die Unternehmen dürften aber in diesem Jahr sehr viel zurückhaltender bei Stellenausschreibungen sein. Im Jahresschnitt kommen rund 160.000 Arbeitslose hinzu, die Arbeitslosenquote dürfte dadurch auf 5 ½ Prozent steigen. „Die Regierung muss dringend aktiv werden, um diese Wirtschaftsflaute zu beenden“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Die Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg muss der Startschuss für eine echte Wachstumsagenda sein. Niedrigere Steuerbelastungen und eine attraktive und unbürokratische Förderung von Innovationen und Investitionen würden den Unternehmen helfen, mit den gegenwärtigen Schocks besser zurechtzukommen.“

Rheinmetall gewinnt neuen Auftrag im Bereich der Wasserstoffenergie

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat einen erneuten Auftrag für Kathoden- und Absperrventile im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich von einem der größten und einflussreichsten europäischen Kunden im Bereich der Anwendungen für Brennstoffzellen im Schwerlastverkehr erhalten. Insgesamt konnte der Konzern nunmehr bereits sechs Serienkunden für Kathodenklappen gewinnen und erhöht damit das gebuchte Geschäft 2023 in diesem Produktbereich auf rund 50 MioEUR. Zusammengefasst wurden somit für sämtliche Brennstoffzellenkomponenten in diesem Jahr bereits rund 200 MioEUR gebucht. Rheinmetall sieht sich mit diesem neuerlichen Auftragserfolg in der Entscheidung bestätigt, das hohe Marktpotenzial von Wasserstoffkomponenten mit dem neu gegründeten Geschäftsfeld Hydrogen Products and Technology innerhalb der Division Sensors and Actuators konsequent weiter zu erschließen.

Beauftragt wurde insgesamt eine mittlere sechsstellige Anzahl an Klappen, pro Stack kommen jeweils drei Klappen zum Einsatz. Es handelt sich um die Lieferung von Serienteilen, die Lieferung von Ersatzteilen erfolgt später bedarfsweise. Die Kathodenklappen sind universell einsetzbar sowie gewichts- und größenoptimiert, um für kleinste Bauräume bis hin zu einem Bohrungsdurchmesser von 28 mm verwendbar zu sein. Das Absperrventil zeichnet sich durch höchste Dichtigkeit aus, die durch ein spezielles doppel-exzentrisches Klappendesign erzielt wird. Die bestellten Klappensysteme von Rheinmetall regeln die Frisch- und Abluftmassenströme und isolieren auf der Kathodenseite die Brennstoffzellen-Stacks an den Ein- und Auslasspunkten von der Umgebung.

Nach ersten Musterlieferungen im Jahr 2019 und der erfolgreichen Erprobung des B-Muster Designs folgt der Produktionsstart im Jahr 2026. Produziert wird über zunächst fünf Jahre bis zum Jahr 2030 am Standort Berlin, wo die Produktionslinien für steigende Serienvolumina und damit einen höheren Industrialisierungsgrad angepasst werden. Rheinmetall liefert die Komponenten direkt an den Kunden.

Die Verfügbarkeit und langjährige Expertise als Regelklappenhersteller für Pkw und Nutzfahrzeuge mit hoher Lebensdauer sowie die extrem niedrige Leckage der Klappen generieren den technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Der Konzern baut seine Führungsposition als weltweiter Lieferant von Klappen- und Ventilsystemen für PKW, Nutzfahrzeuge, Off-road Anwendungen im Bereich Zug und Marine sowie im stationären Bereich, weiter aus. Der Auftrag zahlt einmal mehr auf die im Konzern abgestimmte Strategie für Wasserstoff bezogene Anwendungen ein und unterstreicht die erfolgreiche Transformation weg von klassischen Antrieben hin zu moderner, umweltschonender Mobilität.

Im Rahmen der nationalen deutschen Wasserstoffinitiative ist die Rheinmetall AG industrieller Partner des neuen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstofftechnologie in Duisburg. In seiner Division Sensors and Actuators entwickelt Rheinmetall innovative Lösungen, um die Industrie mit hochwertigen Wasserstoffprodukten zu unterstützen und einen effizienten und zuverlässigen Einsatz von Brennstoffzellen zu ermöglichen.

Das Unternehmen befindet sich kontinuierlich in ausführlichen Gesprächen mit weiteren Kunden für mobile und stationäre Anwendungen der Brennstoffzellentechnologie, die das Geschäftspotenzial erweitern und weitere Nominierungen erwarten lassen.

ifaa-Studie zeigt: Führungskräfte brauchen Kompetenzen für die erfolgreiche Einführung von Künstlicher Intelligenz

„Ob ChatGPT, Google Bard oder weitere KI-Anwendungen – in den Medien werden ihre Auswirkungen derzeit intensiv diskutiert.

Bei Beschäftigten entsteht oft die Angst, durch die Technologie ersetzt zu werden oder gar ihren Arbeitsplatz zu verlieren“, so Yannick Peifer, wissenschaftlicher Experte des Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V.. „KI sollte als Unterstützung dienen. Bei der Einführung und dem Einsatz von KI steht immer noch der Mensch im Mittelpunkt. Führungskräfte besitzen im Prozess eine große Verantwortung und eine besondere Rolle u. a. bei der Aufklärung und Anwendung. Für die erfolgreiche Einführung von KI benötigen sie Kompetenzen“.

Welche Kompetenzen sind bei Führungskräften gefragt?

Sie benötigen vor allem Fach-, Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenzen. Im Rahmen der ifaa-Studie „Künstliche Intelligenz in produzierenden Unternehmen“ bewerteten die 459 Teilnehmenden die KI-Fachkompetenzen als am wichtigsten, um den digitalen Transformationsprozess zu gestalten. Gefolgt von den Sozial- und Methodenkompetenzen. Auf dem vierten Platz liegen nach den 459 Teilnehmenden die Selbstkompetenzen von Führungskräften.

Fachkompetenzen (244 von 459 Teilnehmenden wählten diese auf den ersten Rang)

  • Grundlegende Funktionsweisen der KI und IT-Wissen
  • Wissen über den Datenschutz und -umgang sowie Prozesse

Sozialkompetenzen (103 von 459 Teilnehmenden wählten diese auf den ersten Rang)

  • Beschäftigten ihren Wert aufzeigen
  • Interaktion zwischen Beschäftigten und KI gestalten

Methodenkompetenzen (87 von 459 Teilnehmenden wählten diese auf den ersten Rang)

  • Management des gesamten Veränderungsprozesses
  • Umgang mit Veränderungen und Gesprächsführung

Selbstkompetenzen (25 von 459 Teilnehmenden wählten diese auf den ersten Rang)

  • Interdisziplinäres Arbeiten und Reflexionsfähigkeit
  • Das neue Rollen- oder Führungsverständnis

Was können Führungskräfte tun?

Zur umfassenden KI-Qualifizierung bietet das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. das Seminarkonzept „KI erkennen, bewerten und einführen – Kriterien und Aspekte der Arbeitsgestaltung“ an. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

Weitere Informationen zur Studie und erste Ergebnisse finden Sie unter https://www.arbeitswissenschaft.net/ki-studie-ergebnisse