Schulz & Sohn GmbH mit „Prinzessin“ beim Bundesweiten Vorlesetag

Seit vielen Jahren schon mit dabei, doch in diesem Jahr mit ganz besonderer Begleitung: mit Sonnenblumenprinzessin Saleia. Dr. Klaus Vitalis Schulz  engagiert sich seit Jahren im Bereich der frühen Förderung am Standort Düsseldorf – ob durch Bücher oder persönlichen Einsatz. In diesem Jahr war er gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin und Künstlerin „Saleia“ im Einsatz und hat Kinderaugen zum Strahlen gebracht. Sie lasen aus dem eigenen Kinderbuch von Saleia vor. „Wir kommen gerade glücklich aus der Kita. Es war wirklich magisch. Die Kinder waren alle so ruhig, haben aufmerksam meiner Geschichte zugehört und das Glänzen in den Augen als ich gesungen habe, hat mich total glücklich gemacht.“ Ob wir damit eine Vorleserin für die nächsten Vorlesetage gefunden haben? Da gehen wir fest von aus!

 

Düsseldorfer Lesefest geht erfolgreich zu Ende

Mit einer wunderschönen und kurzweiligen Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrum (KI) ging am Montag Abend das 14. Düsseldorfer Lesefest, gemacht von der Düsseldorfer Lesebande, der Stiftung Pro Ausbildung und der Unternehmerschaft Düsseldorf, zu Ende. Rund 5.000 Kinder und 1.000 Erwachsene besuchten unsere Veranstaltungen. Höhepunkt war der bundesweite Vorlesetag mit rund 100 ehrenamtlichen Vorleserinnen und Vorlesern aus unserer Stadt.

Düsseldorfer Unternehmen verschenken in diesem Jahr auch wieder Vorlesebibliotheken im Gesamtwert von 15.000 EUR an Düsseldorfer Kitas. Düsseldorfer Buchhändlerinnen und Buchhändler wählten wiederum die besten deutschen Kinderbücher für diese „Bücherkiste“ aus, die die Kitas verbunden mit einem kostenfreien, jedoch verbindlichen Vorleseseminar für Erzieherinnen und Erzieher bzw. Vorlesepaten/innen, erhalten.

Folgende Unternehmen haben sich u.a. beteiligt: Dillenberg GmbH & Co. KG, Stadtwerke Düsseldorf, Siemens AG, Komatsu Germany GmbH, DKV Business Center, ElectronicPartner Handel SE, H.Schmincke & Co. GmbH & Co KG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, NSK Deutschland GmbH, IST Studieninstitut GmbH, TK Elevator GmbH, Beko Technologies GmbH, Nikon Deutschland und Parker Hannifin GmbH. Den Betrieben ist die Leseförderung in den Kitas der Region ein besonderes Anliegen.

Wir freuten uns auch über prominente Vorleserinnen und Vorleser, beispielsweise Ministerpräsident Hendrik Wüst, unser Oberbürgermeister Dr. Stefan Keller, Journalist Sara Bildau (ZDF) und Rheinbahn-Sprecher Thomas Kötter. Mit Sara Bildau konnten wir auch eine neue Lesebotschafterin für unser Lesefest begrüßen. Auch dies hat uns sehr gefreut.

Das Lesefest kann nur durchgeführt werden durch die sachlichen und personellen Ressourcen, die uns Unternehmen, Vereine und Verbände schenken. Aber, auch durch die Unterstützung der Mitarbeiterinnen unserer Stiftung Pro Ausbildung, Christina Moeser und Lisa Marie Schelig.

Bislang erhält das Lesefest keine finanzielle Unterstützung durch Stadt und Land, lediglich von der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. und durch die Stiftung Pro Ausbildung. Die Lesefest-Organisatoren hoffen auf eine Förderung im kommenden Jahr 2023.

Fotos: Hans-Juergen Bauer, Landeshauptstadt Düsseldorf, Hendrik Wüst (Instagram) und Christoph Sochart

Weitere Berichte finden Sie nachfolgend:

+ Erfolgsautor Martin Baltscheit beim Lesefest

+ So berichtet die Landeshauptstadt

+ Vorlesetag 2022 in unserer Stadt

+ Eine Entdeckungsreise zu den Weltmeere

+ Oberbürgermeister eröffnet Lesefest

+ Presseinfo zum Lesefest

+ Berichterstattung Antenne Düsseldorf

+ Webseite des Lesefest

ifaa-Trendbarometer „Arbeitswelt“: Flexibilität ist gefordert

Corona, Probleme bei Lieferketten, Krieg in der Ukraine: Wir leben in Multi-Krisen-Zeiten. Aber nicht erst diese Ereignisse und Umstände sorgen für den Wunsch nach mehr Flexibilität sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Beschäftigten.

Die Analyse der letztjährigen Erhebungen des ifaa-Trendbarometer „Arbeitswelt“ zeigt, dass vor allem zwei Themen wesentlich an Bedeutung gewonnen haben: „Vernetzte Digitalisierung & Industrie 4.0“ und „Mobile Arbeit“. Das ifaa sitzt an der Uerdinger Straße in Düsseldorf.

„Vernetzte Digitalisierung & Industrie 4.0“ (erstmals 2017 abgefragt) wurde hinsichtlich der Bedeutung Jahr für Jahr kontinuierlich höher eingeschätzt, stagnierte 2018 bis 2020 und wurde zuletzt deutlich wichtiger. Das Thema „Mobile Arbeit“ (erstmals 2017 abgefragt) fand zunächst nur zögerlich Beachtung, um dann aber in den letzten Jahren rasant den Spitzenplatz einzunehmen. Mit Blick auf die „Corona“-Jahre verwundert es nicht, dass beide Themen so viel Beachtung erhalten haben. Dabei hatte die Pandemie aber nur beschleunigende Wirkung. Beschäftigte hatten auch davor schon zunehmend den Wunsch nach orts- und zeitflexiblen Arbeiten. Ohne Digitalisierung und Vernetzung ist dies aber nicht möglich.

Ein starkes Bündel an der Spitze

Seit Jahren werden an der Spitze der Bewertung die Themen Arbeitszeitflexibilität, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Fachkräftesicherung und Prozessorganisation genannt. Je nach aktuellen Entwicklungen variierte die Rangreihe dieser Top-Themen für die Unternehmen. Mit der Wichtigkeit der Arbeitszeitflexibilität korrespondierte die Entwicklung der Bewertung der „mobilen Arbeit“. Nahm Mobile Arbeit (Homeoffice) bis 2019 noch einen unteren Rangplatz ein, so änderte sich die Einschätzung dieses Themas im 1. Corona-Jahr 2020 erheblich, um im 2. Jahr nochmals deutlich zuzulegen. Die Nutzung vorhandener und der weitere Ausbau digitaler Strukturen hat den Unternehmen verholfen, Krisen zu begegnen. Die flexible Reaktion auf sich ständig wandelnde Gegebenheiten seitens der Unternehmen und der Beschäftigten ist auch immer stärker gefordert.

Arbeitsschutz hat weiterhin einen hohen Stellenwert

Dem gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz wird seit Jahren ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das Thema hat in der Corona-Situation der letzten beiden Jahre an Bedeutung nochmal gewonnen. Gerade für die konkrete Auslegung behördlicher Vorgaben und Einschätzungen im Zusammenhang mit spezifischen betrieblichen Gegebenheiten war der Informationsbedarf sehr hoch und wird es absehbar auch in Zukunft sein.

Lesen Sie mehr in der aktuellen WERKWANDEL: https://magazin.werkwandel.de/

Machen Sie mit bei der aktuellen Umfrage:

https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/studien/ifaa-trendbarometer-arbeitswelt

Erfolgsautor Martin Baltscheit spielt im Kino vor 300 Kindern

Nein, keine Sorge: Martin Baltscheit musste beim Lesefest nicht vor leeren Rängen spielen – ganz im Gegenteil (aber dieses Foto schoß Christina Moeser bevor es richtig los ging): 300 Kinder kamen auf Einladung der „Düsseldorfer Lesebande“ und unserer Stiftung in Genuss, den Düsseldorfer Erfolgsautor LIVE zu erleben. Er spielte interaktiv Bücher wie „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ und „Selma tauscht Sachen“. Wir danken dem UCI-Kino im Hafen, die uns den Kinosaal schenkten.

Lesefest: Unternehmen schenken Vorlesebibliotheken im Gesamtwert von 15.000 EURO

Düsseldorfer Unternehmen verschenken in diesem Jahr auch wieder Vorlesebibliotheken im Gesamtwert von 15.000 EUR an Düsseldorfer Kitas. Düsseldorfer Buchhändlerinnen und Buchhändler wählten wiederum die besten deutschen Kinderbücher für diese „Bücherkiste“ aus, die die Kitas verbunden mit einem kostenfreien, jedoch verbindlichen Vorleseseminar für Erzieherinnen und Erzieher bzw. Vorlesepaten/innen, erhalten. Folgende Unternehmen haben sich u.a. beteiligt: Dillenberg GmbH & Co. KG, Stadtwerke Düsseldorf, Siemens AG, Komatsu Germany GmbH, DKV Business Center, ElectronicPartner Handel SE, H.Schmincke & Co. GmbH & Co KG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, NSK Deutschland GmbH, IST Studieninstitut GmbH, TK Elevator GmbH, Beko Technologies GmbH, Nikon Deutschland und Parker Hannifin GmbH. Den Betrieben ist die Leseförderung in den Kitas der Region ein besonderes Anliegen.

Erste Stimmen zum Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

+ Nicht nur für die Beschäftigten ist der Tarifabschluss eine gute Nachricht, auch die IG Metall BW könnte profitieren, kommentiert SWR-Wirtschaftsredakteurin Sabrina Fritz.

+ Mit heftigen Streikdrohungen haben IG-Metaller ihre Chemie-Kollegen übertrumpft. Vor allem dem Mittelstand, ob Autozulieferer oder Maschinenbau, muten sie aber viel zu. Vielleicht zu viel.

+ Für Gewerkschaftschef Hofmann ist der Tarifabschluss ein Erfolg. Im Spiel gegen die Arbeitgeber gewinnt er 2:1. Doch die Unternehmerseite hat auch ein wichtiges Tor erzielt.

Düsseldorfer Lesefest: OB Dr. Keller liest Kindern vor

Am 18.12.2022 las Oberbürgermeister DR. Stefan Keller Rathaus vor. Fotos: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister

Im Rahmen des diesjährigen „Düsseldorfer Lesefestes 2022“ hat Oberbürgermeister Dr.Stephan Keller am Freitag, 18. November, rund 30 Kindern aus der 3. und 4. Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Neustrelitzer Straße im Rathaus vorgelesen. Er beteiligte sich damit an einer Aktion zum bundesweiten Vorlesetag, an dem rund 100 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer jungen Bücherwürmern vorlesen.

Das 14. „Düsseldorfer Lesefest“ findet in diesem Jahr vom 14. bis 21. November statt und wird vom großen ehrenamtlichen Lesenetzwerk „Düsseldorfer Lesebande“ durchgeführt. Schwerpunkt sind rund 50 Vorlese- und Erzählstunden beziehungsweise Lese-Workshops für rund 5.000 Kinder in Kitas und Grundschulen. Auch außerschulische Leseorte – wie in diesem Fall das Rathaus – stehen auf dem Programm.

OB Dr. Keller hat bereits am Montag, 14. November, das Lesefest in der neuen Zentralbibliothek im KAP1 eröffnet. Dort erhielt er drei Bücher, aus denen er nun das „Geheimversteck Schlossturm“ von Susanne Püschel auswählte, um den Kindern daraus vorzulesen. Zudem erläuterte er, wie wichtig Lesen ist und welchen Stellenwert Lesen in seinem Berufsalltag einnimmt.

Alle Kinder erhielten im Anschluss an das Vorlesen Pins mit Radschläger-Motiv zum Anstecken.

Hintergrund

Im Jahr 2008 wurde das Düsseldorfer Lesefest ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Freude am Lesen und an der Literatur bei Kindern zu wecken. Hauptunterstützer sind die Düsseldorfer Stiftung PRO AUSBILDUNG, die Unternehmerschaft Düsseldorf, die Landeshauptstadt, die Stadtbüchereien, Fortuna Düsseldorf, Borussia Düsseldorf, Antenne, das Netzwerk „Düsseldorf liest vor“, der DRK-Kreisverband und viele andere.

Die Aktion, an der neben den Schulen, Kindertageseinrichtungen, Buchhandlungen, Verlage, Vereine, Stiftungen und Privatpersonen teilnehmen, wird ehrenamtlich getragen. Die Organisatoren führen Lesungen sowie zahlreiche digitale und analoge literarische Veranstaltungen durch – kostenfrei.

Aktuelle Informationen unter www.leseban.de oder www.facebook.de/lesebande

Quelle Landeshauptstadt

Bundesweiter Vorlesetag mit unserem Oberbürgermeister und dem Ministerpräsidenten

Der Herzstück des „Düsseldorfer Lesefestes“, der Vorlesetag 2022, ging am Freitag Nachmittag mit einer Lesung unseres Oberbürgermeisters Dr. Stephan Keller zu Ende. Insgesamt waren heute rund 100 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer unterwegs und lasen in Kindertagesstätten und Schulen vor. Vorgelesen wurden die schönsten Kindergeschichten, alte und neue, spannende und lustige Geschichten. Die meisten davon waren interaktiv, denn im Vorfeld finden auch immer wieder Vorleseseminare statt. Das Lesefest wird gemacht von der „Düsseldorfer Lesebande“, der Stiftung Pro Ausbildung und der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Unterstützt wird das Lesefest von zahlreichen Institutionen unserer Stadt, beispielsweise der Stadtbibliothek, dem Kommunalen Integrationszentrum, vielen Unternehmen, Borussia Düsseldorf und Fortuna Düsseldorf, „Düsseldorf liest vor“, dem Deutschen RotenKreuz, der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem NRW Kultur-Sekretariat. Dabei fließt in der Regel aber kein Geld, sondern Sachspenden. Das UCI im Hafen schenkt uns zum Beispiel einen Kinosaal für eine Lesung und die Agentur „mehr“ konzipiert und entwirft für uns das wunderschöne Programm.

Viele prominente Vorleserinnen und Vorleser waren am Vorlesetag wieder „unterwegs“ um vorzulesen, beispielsweise unser Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Rheinbahn-Sprecher Thomas Kötter und ZDF-Journalist und neue Lesefest-Botschafterin Sara Bildau. Insgesamt erreichen wir mit dem Lesefest rund 5.000 Kinder. Mehrere hundert Erwachsene besuchen unsere Lesungen am Abend. Organisiert wird das Lesefest im Backoffice von Christina Moeser und Lisa Marie Schelig von der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Und so geht das Lesefest weiter:

18. November, 19 Uhr: „Weinlesung mit Maren Gottschalk und FRIDA, Forum St. Martin, Neusser Straße 88

19. November, 15 Uhr: Szenische Weihnachtslesung mit Karin Halinde, Bolland & Böttcher, Rethelstraße 121

21. November, 09:30 Uhr: „Die Geschichte vom Löwen“ mit Martin Baltscheit, UCI

21. November, 18:30 Uhr: Abschlussveranstaltung „Am Tisch – At the Table“, Theatermuseum, Jägerhofstraße 1

Fotos: Christoph Sochart, Hendrik Wüst/Instragram, Thomas Kötter, Sara Bildau

Metall- und Elektroindustrie: Tarifparteien in Baden-Württemberg erzielen Abschluss – was bedeutet das für die Betriebe in Düsseldorf?

Der Tarifkonflikt in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) ist beigelegt. Nach zwölfstündigen intensiven Verhandlungen konnte gegen drei Uhr am Morgen ein Tarifabschluss erreicht werden: Darin verständigten sich der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die IG Metall auf ein Ergebnis für 24 Monate Laufzeit, das neben einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro auch zwei Tabellenerhöhungen von 5,2 und 3,3 Prozent vorsieht. Inwieweit das Ergebnis in den anderen Tarifgebieten, beispielsweise NRW, übernommen wird, muss in der kommenden Woche noch geklärt werden.

„Dieser Kompromiss ist angesichts der extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation und der enormen Unsicherheiten sicherlich in vielen Punkten schmerzhaft und absolut an der Grenze dessen, was wir für die Mehrzahl unserer Mitglieder gerade noch für tragbar halten“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Marquardt. „Er ist für uns nur akzeptabel, weil er auch Entlastungsmöglichkeiten für Firmen in schwieriger Lage sowie Regelungen für den Fall einer Energienotlage enthält und den Firmen nun Planungssicherheit bis weit in das Jahr 2024 hinein gibt. Wir haben damit viele unserer Ziele in dieser Tarifrunde zumindest mit Abstrichen erreicht.“

Die Arbeitgeber hätten dem Ergebnis auch deshalb zugestimmt, da man sich der großen Verantwortung bewusst gewesen sei, in dieser extrem herausfordernden Zeit einen Arbeitskampf zu verhindern, so Marquardt: „Diesen hatte die IG Metall ja bei einem Scheitern in Aussicht gestellt, und er hätte unausweichlich zu großen Schäden und noch mehr Unsicherheiten geführt.“ Der Abschluss, der auch noch das Jahr 2024 weitgehend abdecke, sei auch ein Wechsel auf die Zukunft, sagte der stellvertretende Südwestmetall-Vorsitzende: „Es gehört auch eine Portion Optimismus dazu, dass die wirtschaftliche Entwicklung dann so eintritt, wie sie derzeit von den Fachleuten eingeschätzt wird.“

Die Arbeitgeber hätten immer darauf hingewiesen, dass es für einen Teil der Firmen, denen es nicht gut gehe, eigentlich gar keinen Spielraum für Lohnerhöhungen gebe. „Gleichzeitig haben wir aber auch immer betont, dass wir die Nöte unserer Beschäftigten angesichts der Inflation ernst nehmen und wir zu einer fairen Verteilung der Lasten bereit sind“, sagte Marquardt: „Dies spiegelt dieser Abschluss wider.“ Für die Unternehmen stehe unter dem Strich eine Kostenbelastung für die Kalenderjahre 2022 bis 2024, die für das Gros der Betriebe gerade noch tragbar sei. „Da es einem Teil der Firmen aber schon jetzt schlecht geht, sind wir sehr froh, dass es uns gelungen ist, für diese Firmen substanzielle Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen. Dies war für uns unabdingbar.“

So gibt es wie bereits im letzten Tarifabschluss beim tariflichen Zusatzgeld eine automatische Differenzierung. Bei einer Nettoumsatzrendite unter 2,3 Prozent kann es sowohl 2023 als auch 2024 verschoben, gekürzt oder gestrichen werden. Das Zusatzgeld wird dabei von derzeit rund 400 auf 600 Euro erhöht. „Vor allem aber können die Arbeitgeber steuern, in welchem Kalenderjahr sie die Inflationsausgleichsprämie auszahlen wollen“, sagte Marquardt: „Damit schaffen wir einen sehr großen Hebel bei der Variabilität der Kosten und tragen den unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung.“ Zudem habe man sich gemeinsam auf einen Prozess verständigt, der sicherstellt, dass die Betriebs- und Tarifparteien schnell und flexibel reagieren können, falls es während der Laufzeit des Tarifvertrags zu einer Energienotlage komme, so der Verhandlungsführer der Arbeitgeber: „Nicht zuletzt geben wir den Unternehmen mit der langen Laufzeit von 24 Monaten Planungssicherheit und Ruhe für die absehbar sehr schwierigen nächsten zwei Jahre, die vor uns liegen.“

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Die Beschäftigten erhalten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro (maximaler von der Politik ermöglichter Betrag), Azubis 1.100 Euro
  • Die Prämie wird in zwei Tranchen gestückelt. Sie sind 2023 und 2024 jeweils bis zum 1. März auszuzahlen (von der ersten Tranche 750 Euro spätestens im Januar; die Unternehmen bekommen jedoch die Möglichkeit, die Auszahlung jeweils vorzuziehen oder nach hinten zu schieben und so die Kostenbelastung ggf. in ein anderes Kalenderjahr zu verschieben
  • Die Tarifentgelte werden zum 1. Juni 2023 um 5,2 Prozent und zum 1. Mai 2024 um 3,3 Prozent erhöht.
  • Das im Juli ausgezahlte tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG B) in Höhe von künftig rund 600 Euro kann sowohl 2023 als auch 2024 automatisch differenziert, also zeitlich geschoben, gekürzt oder gestrichen werden
  • Die Tarifparteien haben sich gemeinsam auf einen Prozess verständigt, der sicherstellt, dass jederzeit schnell und flexibel auf eine mögliche Energienotlage während der Laufzeit des Tarifvertrags reagiert werden kann
  • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten (vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2024) und gibt den Unternehmen damit Planungssicherheit für das gesamte Jahr 2023 und weite Teile von 2024

(Quelle: Südwestmetall)

Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Baden-Württemberg

EILMELDUNG, 06:45 Uhr: Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie im Bezirk Baden-Württemberg gibt es offenbar eine Entscheidung. Vereinbart wurde eine Erhöhung der Entgelttabellen in zwei Stufen: um 5,2 Prozent zum 1. Juni 2023 und um 3,3 Prozent zum 1. Mai 2024. Hinzu kommt eine Inflationsausgleichspräme in Höhe von 3.000 Euro, die in zwei Tranchen aufgeteilt wurde, dabei aber sehr flexibel ausgestaltet werden kann. Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf betonte, dass die Höhe dieses Abschlusses eine große Belastung für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sei. Ein Arbeitskampf hätte aber noch größeren Schaden verursacht und wäre ein fatales Signal für den Standort und die Tarifautonomie gewesen. WIR BERICHTET SPÄTER AUSFÜHRLICH.