Bankenverband: So gelangen Betrüger an Ihre Kreditkartendaten

Sieht die Internetseite, die Sie aufgerufen haben, etwas anders aus als sonst? Wird Ihnen beim Internetshopping ein so unglaublich günstiges Angebot gemacht, dass Sie es kaum glauben können? Wenn dies der Fall ist, sollten Sie stutzig werden; möglicherweise laufen Sie Gefahr, der Betrugsmethode mit dem Namen „Pharming“ zum Opfer zu fallen, sagte uns Kathleen Altmann vom Bankenverband. Pharming zielt darauf ab, Sie unbemerkt auf eine gefälschte Internetseite zu führen. Betrüger haben es dort vor allem auf Ihre Kreditkartendaten abgesehen.

Pharming ist eine Weiterentwicklung des klassischen Phishings und setzt sich aus den Wörtern „Phishing“ und „Farming“ zusammen. Beim Phishing werden Sie als Nutzer mit einem Link geködert, den Sie beispielsweise mit einer täuschend „echten“ E-Mail erhalten. Die Betrüger warten im Anschluss darauf, dass Sie als Empfänger den Link selbst aufrufen. Im Vergleich dazu wird beim Pharming auf Ihrem Rechner eine Schadsoftware installiert. Sie geben eine Adresse in die Browserleiste ein und die Schadsoftware führt dann eine Umleitung im Hintergrund durch. Sie landen schlussendlich von Ihnen unbemerkt auf einer gefälschten Webseite.

„Pharming-Webseiten“ befinden sich auf großen Server-Farmen (eine Gruppe von vernetzten Servern). Daher kommt auch der Begriff „Farming“. Diese Webseiten werden einzig aus betrügerischer Absicht betrieben. Konkret geht es darum, Ihre persönlichen Informationen abzugreifen, in erster Linie Ihre Kreditkartendaten.

Damit Sie sich schützen können, ist Wachsamkeit notwendig, sobald Sie online gehen. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Sicherung Ihres Computers:

  • Schützen Sie Ihren Rechner durch aktuelle Versionen des Virenscanners, der Firewall, des Browsers usw. vor Schadsoftware. Nutzen Sie nur aktuelle Software aus zuverlässigen Quellen.
  • Verinnerlichen Sie sich die allgemeinen Regeln zum Schutz vor Malware, Trojaner und Phising: Rufen Sie niemals Links auf und öffnen Sie keine ausführbaren Dateien (.exe, .bat, .com) aus Dateianhängen, wenn der Absender unbekannt ist. Hierdurch könnte die Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert werden. Achten Sie auf den Inhalt und die Gestaltung von E-Mails, um Fake-Mails und Phishing-Mails zu erkennen.
  • Prüfen Sie die besuchte Internetseite (URL): Die URL sollte mit „https“ beginnen bzw. das Symbol eines Vorhängeschlosses anzeigen. Eine veränderte Schreibweise der gewünschten Internetadresse kann ein Hinweis auf eine gefälschte Webseite sein. Oft weisen diese zusätzliche Bindestriche oder einzelne Zeichen auf, die von der echten URL abweichen. Eine betrügerische Webseiten-URL kann auch aus mehreren Wörtern bestehen, die in der echten URL nicht enthalten sind.
  • Werfen Sie einen Blick auf das Design der Webseite. Auch Unterschiede in Farben, Schriftarten oder Positionen der Webseitenelemente von denen Ihnen bereits bekannten Webseiten können ein Hinweis auf eine Fälschung sein. Stellen Sie Abweichungen fest und mögen sie auch noch so minimal sein, geben Sie niemals persönliche Daten auf dieser Webseite ein.
  • Sicherheitszertifikate einer Webseite bieten zusätzlichen Schutz. Meldet Ihr Browser, dass das Serverzertifikat nicht verifiziert werden kann, ist Vorsicht geboten.

Henkel präsentiert erfolgreiche Umsetzung der Agenda für ganzheitliches Wachstum und hebt Umsatzprognose für 2022 an

Beim heutigen Kapitalmarkt-Tag hat der Vorstand von Henkel gemeinsam die erzielten Erfolge bei der Umsetzung der Agenda für ganzheitliches Wachstum vorgestellt und dabei das Wachstums- und Ertragspotenzial der beiden Unternehmensbereiche, Adhesive Technologies und dem zukünftigen Consumer Brands Bereich, aufgezeigt. Bei der Einführung der neuen Organisationsstruktur liegt Henkel bereits vor dem ursprünglich angekündigten Zeitplan. Darüber hinaus hat Henkel die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 angehoben – sowohl für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies, der auch im dritten Quartal sein starkes organisches Umsatzwachstum fortsetzt, als auch für die Henkel-Gruppe.

Im Mittelpunkt des Kapitalmarkt-Tages standen die beiden Unternehmensbereiche Adhesive Technologies und Consumer Brands mit ihrer jeweiligen strategischen Ausrichtung, ihrer technologischen Kompetenz und ihren attraktiven Geschäften mit global führenden Marken.

Zudem wurde die klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit in allen Dimensionen als Erfolgsfaktor für die Umsetzung der ganzheitlichen Wachstumsagenda des Unternehmens bekräftigt – sowohl für die einzelnen Bereiche als auch auf Konzernebene.

Ausblick für organisches Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2022 angehoben

Neben der Vorstellung der Fortschritte bei der Strategieumsetzung und der Aufstellung der beiden Unternehmensbereiche hat Henkel außerdem seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2022 angehoben.

„Angesichts des nach wie vor starken organischen Umsatzwachstums im Unternehmensbereich Adhesive Technologies haben wir heute den Ausblick für das Gesamtjahr 2022 sowohl für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies als auch für die Henkel-Gruppe aktualisiert. Zudem arbeiten wir weiter mit Nachdruck daran, durch umfassende Maßnahmen die Auswirkungen der drastisch gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Logistik und Energie auf unsere Ergebnisentwicklung soweit wie möglich zu kompensieren,“ sagte Henkel-CEO Carsten Knobel.

Auf Konzernebene geht Henkel im Geschäftsjahr 2022 nun von einem organischen Umsatzwachstum von +5,5 bis +7,5 Prozent aus (bisher: +4,5 bis +6,5 Prozent). Dabei wird für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies nun eine organische Umsatzentwicklung von +10,0 bis +12,0 Prozent erwartet (bisher: +8,0 bis +10,0 Prozent). Für Beauty Care geht Henkel unverändert von einem organischen Umsatzwachstum von -3,0 bis -1,0 Prozent aus, wesentlich beeinflusst durch die Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen. Für den Unternehmensbereich Laundry & Home Care erwartet Henkel wie bisher ein organisches Umsatzwachstum von +4,0 bis +6,0 Prozent.

Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll auf Konzernebene unverändert in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent liegen. Für die Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwartet Henkel unverändert einen Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent.

Konsequente Umsetzung der Agenda für ganzheitliches Wachstum

Henkel verfolgt eine Agenda für ganzheitliches Wachstum und hat dafür einen klaren strategischen Rahmen entwickelt. Die Hauptelemente sind ein erfolgreiches Portfolio, klare Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zukunftsfähige Geschäftsprozesse aufbauend auf einer starken Unternehmenskultur.

Im Jahresverlauf 2022 hat Henkel weiter konsequent an der Umsetzung seiner Wachstumsagenda gearbeitet und in allen Bereichen deutliche Fortschritte erzielt. Mit der Ankündigung, die Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen Unternehmensbereich Consumer Brands zusammenzuführen, hebt Henkel seine Agenda für ganzheitliches Wachstum auf die nächste Stufe.

Bei der Einführung der neuen Organisationsstruktur von Consumer Brands liegt Henkel in den meisten Regionen vor dem ursprünglich angekündigten Zeitplan. Im Zuge der Zusammenlegung wird Wolfgang König, der im Vorstand aktuell für den Bereich Beauty Care verantwortlich ist und künftig den neuen Bereich leiten wird, ab Oktober 2022 auch die Leitung von Laundry & Home Care übernehmen. Bruno Piacenza, der seit 2011 den Unternehmensbereich Laundry & Home Care verantwortet, scheidet zum Ende September aus dem Vorstand aus. Henkel-CEO Carsten Knobel dankte ihm ausdrücklich für seine großen Verdienste um das Unternehmen in mehr als 30 Jahren Tätigkeit für Henkel.

„Wir haben seit 2020 die Umsetzung unserer strategischen Agenda für ganzheitliches Wachstum erfolgreich und konsequent vorangetrieben, trotz eines außerordentlich schwierigen Umfeldes, das von der Covid-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine geprägt ist. Auf dieser Grundlage richten wir den Blick nach vorne. Mit unserem Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend, bieten innovative Lösungen in einer Vielzahl von Industrien und verfolgen eine klare Ausrichtung auf die Mega-Trends Nachhaltigkeit, E-Mobilität und Konnektivität. Die Zusammenführung der Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care zum neuen Unternehmensbereich Consumer Brands ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt. Wir schaffen damit eine global präsente Multikategorie-Plattform mit starken Marken und weltweit führenden Markt- und Kategoriepositionen, um das zukünftige Wachstums- und Margenprofil unserer Konsumentengeschäfte zu steigern. Ich bin überzeugt, dass wir mit unseren beiden starken Säulen, Adhesive Technologies und Consumer Brands, unsere ambitionierten Ziele erreichen und unsere ganzheitliche Wachstumsagenda mit Hochdruck weiter erfolgreich umsetzen werden“, sagte Henkel-CEO Carsten Knobel.

OB Keller: 10.000 neue Arbeitsplätze in unserer Stadt

Unser Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller schaut sehr positiv in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Sein Vortrag auf der Immobilienmesse Expo Real war zwar sehr kurz, aber er präsentierte zahlreiche neue Bauprojekte (Fotos auf dieser Seite). Laut RP-Chefreporter Ruhnau betonte der OB in seinem Vortrag, in unserer Stadt seien seid der Pandemie 10.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden.

Düsseldorf ist als international bedeutender Immobilienstandort stabil – dies verdeutlichte die Präsentation des Oberbürgermeisters unter dem Titel „Düsseldorf auf den Punkt gebracht“. Grundsätzlich steht die Immobilienwirtschaft seit Ausbruch der Pandemie dennoch vor großen Herausforderungen. „In dieser bewegten Zeit müssen wir mutig und entschlossen agieren“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „Es gilt, die Lebensqualität in unserer Stadt nachhaltig zu sichern. Dafür müssen und wollen wir Verantwortung für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen – und zwar langfristig. Schon bei der Planung achten unsere Partner auf ressourcenschonenden Bau und Betrieb der neuentwickelten Objekte. Die Immobilienwirtschaft leistet einen wichtig Beitrag zu unserem Ziel, als Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden.“

Zahlreiche Gebäude sind mit Begrünung von Dachterrassen und Bestandsfassaden geplant. Auch das Konzept der klimaneutralen Gebäudeversorgung steht im Fokus. Zudem wird die energetische Sanierung städtischer Immobilien vorangetrieben: Stadtweit wird Ökostrom mit Klimaschutzwirkung eingesetzt und die Beleuchtung wird auf energiesparende LED-Lampen umgerüstet. Darüber hinaus erfüllen alle aktuellen Düsseldorfer Bauprojekte die energetischen Standards im Neubau.

Bürobau-Projekte
Eines der herausragenden Bauprojekte ist das Pulsar des belgischen Entwicklers Atenor in Zusammenarbeit mit HPP Architekten am hochfrequentierten Mörsenbroicher Ei. Auf 12.500 Quadratmetern entsteht dort ein „gasfreies Büro“ mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpen, smarter Gebäudetechnik und Begrünung. Errichtet als Smart Building Gebäude mit App zum Steuern, Regeln und Belegen der Flächen und Stellplätze sollen im Pulsar geringste Energieverbräuche ermöglicht werden. Ergänzt wird das Gebäudekonzept durch einen grünen Innenhof und drei begrünte Dachterrassen mit Blick auf die Düsseldorfer Skyline. Geplant ist ein nachhaltiges Gebäude mit BREEAM Excellent, Well Gold- und Wired Score Platin-Zertifizierung.

Auf der anderen Rheinseite in Heerdt im Gewerbegebiet Hansapark entwickelt die Deutsche Rück mit den Twin Cubes ihren neuen Hauptsitz. Auch dort ist das Prinzip der Nachhaltigkeit von hoher Bedeutung: Die beiden Gebäude sind gemäß dem Cradle-to-Cradle-Prinzip konzipiert und in kompletten Produktkreisläufen gedacht. Die ausgewählten Materialien sind leicht zu demontieren, sortenrein trennbar und dadurch vollständig recycelfähig.

Im Medienhafen entwickelt Codic Development zwischen dem MIZAL – dem neuen Campus der WPP Gruppe – und QVC das 5YN3RGY.  Das Gebäude wird mit innovativem Energiedesign für einen klimaneutralen Betrieb errichtet. Das Düsseldorfer Bürobauprojekt 5YN3RGY kann in diesem Jahr als interaktives Modell am Stand auf der Expo Real besucht werden.

Quartiersentwicklung
Am alten Telekom-Standort an der Sohnstraße entsteht ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnen, Büro, Gewerbe sowie ergänzenden Nutzungen. Gastronomie und Einzelhandel unterstützen vor Ort die Verknüpfung der geplanten urbanen Promenade mit dem umgebenden Raum. Im Rahmen des DGNB-zertifizierten Rückbaus des Bestandsgebäudes sollen einzelne Materialien wiederverwendet werden.

Auch auf dem Grundstück des Fachmarktzentrums soll mit dem B8 Center ein urbanes Quartier aus Wohnen, Kita, Gewerbe und ergänzenden Nutzungen entstehen – geplant sind rund 500 Wohneinheiten. Durchgeführt werden die Arbeiten durch das Architekturbüro MVRDV aus den Niederlanden. Von der versiegelten Fläche am Standort soll im Rahmen der Baumaßnahme etwa die Hälfte entsiegelt werden.

Sport
Ein Projekt für alle Fortuna-Fans: Die Fortuna plant an den Straßen Am Staad und Stockumer Höfe in unmittelbarer Nähe zur MERKUR SPIEL-ARENA ein dreigeschossiges Sport- und Leistungszentrum als neue Heimat für alle Spieler der U19, U23 und Lizenzspieler. Das zukünftige Gebäude liegt in direkter Nähe zu den Trainingsflächen und bietet daher optimale Förderungsmöglichkeiten für die Spieler. Für die Umsetzung ist Fortuna eine Partnerschaft mit dem Immobilien- und Projektentwickler Peker Holding eingegangen.

Zusammen mit 29 Partnern aus der Immobilienbranche präsentiert die rheinische Metropole auf zwei Etagen und 500 Quadratmetern zum 22. Mal die herausragenden Düsseldorfer Bauprojekte. Begleitet wird der Oberbürgermeister unter anderem von Planungs- und Baudezernentin Cornelia Zuschke, Wirtschaftsdezernent Dr. Michael Rauterkus sowie einer Delegation von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Partner der Landeshauptstadt Düsseldorf
Standpartnerschaft Premium: die developer, EUREF AG, GERCHGROUP AG, IDR Industrieterrains-Düsseldorf-Reisholz AG, LEG Immobilien AG, Metro Properties Holding GmbH, mod21, Segro Germany GmbH, Stadtsparkasse Düsseldorf.

Standpartnerschaft Medium: Codic Development GmbH, IKB Deutsche Industriebank AG, Pandion AG, RKW Architektur +, Signa Real Estate Management Germany GmbH, Wilma Bau und Entwicklungsgesellschaft West mbH.

Standpartnerschaft Basic: Atenor Deutschland GmbH, Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH, HPP Architekten GmbH, Interboden, ISS Facility Services Holding GmbH, Schüßler-Plan Ingenieurges.mbH, Stadtwerke Düsseldorf AG, Tholl GmbH.
Standpartnerschaft Logo: Bahners & Schmitz GmbH, BOHNZIRLEWAGEN GmbH, LANGEN Immobilienholding GmbH & Co. KG, Quantum Immobilien AG, sop GmbH & Co. KG, ZARWEB GmbH.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie in Kürze auf YouTube unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

(Mit Material der Landeshauptstadt Düsseldorf)

Lage für Beschäftigte und Unternehmen durch Energieversorgungs- und Energiepreiskrise so ernst wie selten zuvor

Arndt G. Kirchhoff, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW)

„Viele Menschen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft“, sagt Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen, und unser Arbeitgeber-Präsident Arndt G. Kirchhoff (Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW)) ergänzt: „Unsere Unternehmen brauchen belastbare Perspektiven“. Warum gab es heute (06.10.) diese gemeinsame Erklärung? Weil die Lage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beschäftigte und auch für die Unternehmen durch Energieversorgungs- und Energiepreiskrise so ernst wie selten zuvor ist. Viele Beschäftigten sind in großer Sorge, wie sie die Preise noch stemmen sollen. Viele haben ja auch noch andere Belastungen, beispielsweise wenn sie vor kurzem ein Haus gekauft haben.

So fordern Gewerkschaft und Arbeitgeberverband der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie die Bundesregierung auf angesichts der bedrohlichen Energieversorgungskrise und der dramatischen Energiepreiskrise nun schnell wirksame Maßnahmen vorzulegen und diese zügig und unbürokratisch umzusetzen.

Die Landesregierung forderten sie auf, diesen Prozess zu unterstützen und dabei die Interessen des Wirtschafts- und Industriestandorts Nordrhein-Westfalens zu vertreten. In der gemeinsamen Erklärung begrüßten IG Metall NRW und der Arbeitgeberverband METALL NRW den angekündigten wirtschaftlichen Abwehrschirm als „dringend benötigtes starkes Signal“. Diesen Ankündigungen müssten jetzt aber Taten folgen. Die Sozialpartner warnten die Politik, „jetzt nicht kostbare Zeit durch unnötiges Gerangel zwischen Bund und Ländern zu verlieren“. Vielmehr müsse die Politik in Bund und Land jetzt Beschäftigten und Unternehmen mit entschlossenem Handeln Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Landes zu geben.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen: „Viele Menschen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft, weil sie nicht wissen, ob sie ihre Energierechnungen bezahlen können. Darum braucht es jetzt schnell Klarheit darüber, wie und wann der von der Bundesregierung angekündigte Abwehrschirm gegen die gestiegenen Energiepreise umgesetzt werden soll.“

Arndt G. Kirchhoff, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW): „Die Energiepreise müssen jetzt schleunigst runter. Da zählt jeder Tag. Unsere Unternehmen brauchen belastbare Perspektiven, um ihre Produktion hierzulande aufrechterhalten zu können. Andernfalls drohen unabsehbare Schäden unserer Wertschöpfungsketten, ein erheblicher Verlust unserer Wettbewerbsfähigkeit und damit am Ende eine massive Gefährdung von Arbeitsplätzen.“

Freunde an MINT entdecken: 1.000 Kinder und Jugendliche besuchen unsere „Adventure School“ in den Herbstferien

Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in den Herbstferien die „Adventure School“ im Düsseldorfer Süden, gemacht vom Amt für Schule und Bildung der Landeshauptstadt Düsseldorf. Unser MINT-Netzwerk „zdi düsseldorf“ ist einer der Hauptakteure mit rund 30 Workshops. www.mint-duesseldorf.de Foto: Ezgi Yildiz

Roboter bauen, Ideen für den Klimaschutz entwickeln, Filmregie führen: Das Ferienprogramm „Adventure School“ für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen geht in den Herbstferien in die nächste Runde. Insgesamt stehen knapp 30 Workshops für rund 1.000 Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Das gesamte Angebot ist kostenfrei und findet am Lore-Lorentz Berufskolleg statt. Die „Adventure School“ ist ein Kooperationsprojekt des Amtes für Schule und Bildung mit zahlreichen engagierten Partnern, unter anderem unserem MINT-Netzwerk „zdi düsseldorf“, der Bürgerstiftung Düsseldorf, der Stiftung Pro Ausbildung und der Vodafone Stiftung. www.adventure-school.de

Tarifverhandlungen 2022: Gewerkschaft droht mit Warnstreiks im November – dritte Verhandlungsrunde soll am 28. Oktober stattfinden

Am Freitag (30.09.) fand in Neuss die zweite Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die 700.000 Beschäftigen in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie statt. Nach nur 34 Minuten hatte die Gewerkschaft die Verhandlungen abgebrochen, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall.

Zuvor hatten die Metallarbeitgeber die schwierige Situation der Betriebe in NRW geschildert, die massive Gewinneinbrüche haben durch unter anderem unterbrochene Lieferketten, immens steigende Preise für Energie und Material (wenn es überhaupt beschafft werden kann) sowie durch Produktionsunterbrechungen. Ungeachtet der richtigen und dringend notwendigen Ankündigung eines durchgreifenden Energiepreisdeckels durch die Bundesregierung sei die hochgradig schwierige Situation in den Unternehmen längst noch nicht gelöst. Die Gewerkschaft droht derweil mit Warnstreiks im November. Bezirksleiter Knut Giesler wird mit den Worten zitiert: „Es braucht also wohl mal wieder den Druck vorm Werkstor. Darauf sind wir bestens vorbereitet.“


Die Tarifverhandlungen werden nun in anderen Tarifbezirken fortgesetzt. Am 28. Oktober endet die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie, danach sind Warnstreiks möglich. Für den 28. Oktober ist die dritte Verhandlungsrunde in Nordrhein-Westfalen angesetzt.

Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff (Foto), sagte am Freitag in Neuss, die Betriebe benötigten jetzt schnell die richtigen Maßnahmen und damit belastbare Perspektiven, um ihre Produktion aufrechterhalten zu können. Sonst drohten irreversible Schäden in den Wertschöpfungsketten, ein massiver Verlust der Wettbewerbsfähigkeit und in der Folge erhebliche Arbeitsplatzverluste. „Vor diesem Hintergrund hätte ein Arbeitgeber-Angebot am heutigen Tage der Lage nicht gerecht werden können“, erklärte Kirchhoff bei der zweiten Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs.


Als „einen absoluten Irrglauben“ bezeichnete Kirchhoff Äußerungen der IG Metall, der Energie-Anteil an den Gesamtkosten der Unternehmen sei zu gering, um Grundlage für Standortentscheidungen in der M+E-Industrie zu sein. „Die betriebliche Wirklichkeit sieht völlig anders aus“, betonte Kirchhoff. Angesichts der hohen Kosten würden die Unternehmen an deutschen Standorten Geld nur noch für die Instandhaltung in die Hand nehmen, Erweiterungsinvestitionen hingegen seien hingegen derzeit nahezu nur noch im Ausland möglich. Es gehe in diesen Monaten im Kern um die Frage, ob Investitionen hierzulande noch wirtschaftlich darstellbar seien. In der Tat könne das aktuelle Wettbewerbsfähigkeits-Problem nicht allein durch die Tarifpolitik gelöst werden. „Aber wir dürfen es nicht auch noch durch einen zu hohen Tarifabschluss zusätzlich befeuern“, so Kirchhoff. Die Entgelte spielten in den Kostenstrukturen der Unternehmen eine große Rolle. Deshalb wäre eine zusätzliche Belastung durch acht Pro-zent mehr Entgelt für die Betriebe absolut unverträglich. Mit Blick auf mögliche von der Gewerkschaft angekündigte Arbeitskampfmaßnahmen im November sagte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident, „daran können beide Seiten kein Interesse haben“. Gerade in diesen Zeiten müsse Tarifpartnerschaft gelebt und Konfliktgegnerschaft vermieden werden.

Düsseldorf im Digital-Ranking jetzt in der TOP TEN

Die Stadt Düsseldorf ist ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung. So steht es im neusten „Smart City Index 2022“. Hier werden Kommunen in verschiedenen Bereichen, wie unter anderem der digitalen Verwaltung miteinander verglichen.

Die Stadt Düsseldorf ist ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung. So steht es im neusten „Smart City Index 2022“. Hier werden Kommunen in verschiedenen Bereichen, wie unter anderem der digitalen Verwaltung miteinander verglichen.

Aachen, Düsseldorf und Nürnberg (Bayern) sind erstmals unter den zehn Bestplatzierten des Smart City Index, dem Digital-Ranking der deutschen Großstädte des Digitalverbands Bitkom. Aachen lag im Vorjahr auf Rang 17, Düsseldorf landete auf dem 19. und Nürnberg auf dem 16. Platz. Dafür reicht es für Berlin, Freiburg im Breisgau und Karlsruhe (beide Baden-Württemberg) in diesem Jahr nicht mehr für einen Platz unter den besten Zehn. Auch jenseits der Top 10 herrscht viel Bewegung im Städtevergleich. Grundlage ist eine Analyse, für die Bitkom Research rund 11.000 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert hat. Die folgenden Städte haben es unter die Top 10 geschafft und machen den Gewinner unter sich aus.


„Beim Smart City Index werden Deutschlands Großstädte umfassend und detailliert vermessen. Das Ranking zeigt, welche Städte bei der Digitalisierung führend sind. Auch in diesem Jahr gibt es viele Positionswechsel und so manche Überraschung. Die Dynamik ist groß, die Abstände verringern sich“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Aufsteiger Aachen, Düsseldorf und Nürnberg werden mit ihrem Abschneiden für ihre digitalen Aktivitäten belohnt. Für alle anderen ist es ein Ansporn, ihre Digitalisierungsbemühungen zu steigern und ebenfalls Tempo zu machen.“ Bitkom will den Städten mit dieser Untersuchung eine Vergleichsgrundlage für ihre eigenen digitalen Aktivitäten geben, Erfolgsbeispiele aufzeigen und die Städte so bei ihren Digitalisierungsbemühungen unterstützen.


Der Smart City Index analysiert und bewertet die Städte in fünf Kategorien: Verwaltung, IT-Infrastruktur, Energie/Umwelt, Mobilität und Gesellschaft. Für jede Stadt wurden 133 Parameter untersucht – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Ampelanlagen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit. In den fünf Kategorien wurden für jede Stadt Index-Werte errechnet, aus denen sich Gesamtwert und Gesamtrang ergeben. Das vollständige Ranking wird im Vorfeld der Smart Country Convention in einer Online-Pressekonferenz am 20. September 2022 veröffentlicht. Der Smart City Index wird unterstützt von Detecon, Visa, PwC und Uber.


Die Digitalisierung von Städten und Regionen ist das zentrale Thema der Smart Country Convention. Das gemeinsame Event von Messe Berlin und Bitkom findet vom 18. bis 20. Oktober 2022 im hub27 in Berlin statt und kombiniert Fachdebatte, Praxisbeispiele und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Themen sind die Digitalisierung von Verwaltung und die Entwicklung smarter Städte. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie nachgeordneten Behörden und kommunalen Unternehmen. Weitere Informationen gibt es unter www.smartcountry.berlin.

In unserer Stadt gibt 6.500 neue Jobs – vor allem in der Pflege, im Handwerk, in der Erziehung, IT-Branche, in der Gastro und im Luftverkeh

Viele Firmen in Düsseldorf suchen weiter händeringend nach Fachkräften. Aktuell haben die Unternehmen in unserer Stadt noch 6.500 neue Jobs im Angebot. Das sind rund 1.600 mehr als vor einem Jahr. So steht es im aktuellen Arbeitsmarktreport, der heute (30.09.) veröffentlicht wurde. Besonders viele Jobs sind in den Bereichen Information und Kommunikation entstanden.

Stand heute gehen wir von einer insgesamt gedämpften, aber weitestgehend stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt auch im nächsten Jahr aus“, erklärt Birgitta Kubsch-von Harten, Leiterin der Arbeitsagentur Düsseldorf

„Die Energiekrise und die Inflation setzen den Arbeitsmarkt zusätzlich zu den Folgen der Corona-Pandemie unter Druck. Gleichzeitig ist der Fachkräftebedarf der Unternehmen auf einem sehr hohen Niveau. Viele Unternehmen halten ihr Personal trotz unsicherer Lage aufgrund der Sorge, nicht nachbesetzen zu können. Stand heute gehen wir von einer insgesamt gedämpften, aber weitestgehend stabilen Lage auf dem Arbeitsmarkt auch im nächsten Jahr aus“, erklärt Birgitta Kubsch-von Harten, Leiterin der Arbeitsagentur Düsseldorf und ergänzt: „Wer seinen Job verliert, findet viele offene Stellen vor. Die Düsseldorfer Betriebe und Einrichtungen insbesondere in der Pflege, Erziehung, im Handwerk und der IT spüren bei der Suche ihres Personals bereits seit vielen Jahren die Folgen der demographischen Entwicklung. Aktuell fehlen in Düsseldorf zudem viele Arbeitskräfte in den Branchen, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen sind: Gastronomie, Hotellerie und Luftverkehr.“


Der Arbeitsmarkt in Düsseldorf
23.489 Arbeitslose wurden im September 2022 in der Agentur für Arbeit Düsseldorf registriert. Das sind 494 Frauen und Männer weniger als im Vormonat, was einem Minus von 2,1 Prozent entspricht. Im September des Vorjahres waren noch 2.843 Personen mehr als im aktuellen Berichtsmonat arbeitslos gemeldet (-10,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im Septem-ber 2022 bei 6,8 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Im September 2021 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,6 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre sank im September 2022 um 83 Männer und Frauen (-5,1 Prozent) auf 1.537 Personen. Verglichen mit September 2021 bedeutet das einen Rückgang von 220 Personen (-12,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf diese Personengruppe fiel im aktuellen Berichtsmonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Vor einem Jahr im August lag sie noch bei 6,2 Prozent.


Mit 9.402 Personen hat die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, gegenüber August 2022 um 175 Frauen und Männer abgenommen (-1,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Rückgang von 2.379 Personen (-20,2 Prozent). Von den Langzeitarbeitslosen erhalten 8.560 Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und werden entsprechend vom Düsseldorfer Jobcenter bei ihrer Integration in Arbeit unterstützt und beraten.

Aktuell sind in Düsseldorf 1.053 arbeitslose Ukrainerinnen und Ukrainer registriert. Das sind 121 Personen mehr als im Vormonat (+13,0 Prozent) und 778 mehr als vor einem Jahr. Die Unterstützung der aus der Ukraine geflüchteten Menschen bei der Integration in Arbeit übernimmt das Jobcenter.


„Angesichts der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes sind die Voraussetzungen für die oft gut qualifizierten Ukrainerinnen und Ukrainer gut, dies spiegeln uns auch die Unternehmen wider. Wichtig sind dabei das Erlernen der deutschen Sprache und Unterstützung bei der Kinderbetreuung“, so Kubsch-von Harten.

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im September 31.807 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote, die unter anderem auch die Personen umfasst, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, liegt unverändert zum August bei 9,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 9,7 Prozent.


Im September wurden der Agentur für Arbeit Düsseldorf 1.182 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet, 55 Stellen (-4,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 18 Stellen mehr als im September 2021 (+1,5 Prozent). 6.553 Arbeitsstellen stehen aktuell insgesamt für die Vermittlung zur Verfügung. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Minus von 29 Stellen (-0,4 Prozent) und ein Plus von 1.624 Stellen gegenüber September 2021 (+32,9 Prozent).

Nach den jüngsten Daten von Ende März 2021 ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 440.704 Frauen und Männern in Düsseldorf um 7.996 Beschäftigungsverhältnisse innerhalb eines Jahres angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Besonders viele neue Beschäftigungsverhältnisse sind im Bereich Information und Kommunikation entstanden. Rückläufig ist die Beschäftigung hingegen in den „Wirtschaftlichen Dienstleistungen“, zu denen beispielsweise Rechts-, Unternehmens-, Steuerberatung sowie Werbeagenturen, Reisebüros und Wach-, Sicherheits- und Reinigungsdienste zugerechnet werden.

(Mit Material von Antenne Düsseldorf und der Agentur für Arbeit)

Wer wieviel Wohngeld bekommt

Der Koalitionsausschuss beschließt aller Voraussicht nach die geplante Wohngeldreform. Bisher erhalten rund 600.000 Haushalte Wohngeld, künftig dürfte ihre Zahl auf zwei Millionen steigen. Neue IW-Berechnungen zeigen, wer in welchem Umfang vom Wohngeld profitiert.

„Wir werden das Wohngeld stärken“: Mit diesen Worten kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz im August an, dass künftig mehr Deutsche von der staatlichen Unterstützung profitieren sollen. Das Wohngeld soll einkommensschwache Haushalte bei den Ausgaben für Miete, Heizung und Warmwasser unterstützen, Ende 2020 gab es bundesweit 618.000 Berechtigte. Damit fristet es neben Sozialleistungen wie Hartz IV ein Nischendasein, zum Vergleich: Hier zählte das Statistische Bundesamt zuletzt 6,9 Millionen Bezieher.

Tausende Haushalte sind berechtigt, stellen aber keinen Antrag

Mit dem Entlastungspaket III soll sich das nun ändern. Künftig sollen Menschen mit mehr Einkommen Wohngeld beziehen können, dadurch steigt die Zahl der Berechtigten auf rund zwei Millionen. Berechtigt wären darüber hinaus viele weitere tausend Haushalte, schon jetzt könnten noch einmal rund 600.000 Haushalte die Unterstützung beziehen – sie haben allerdings keinen Antrag gestellt.

Das Wohngeld beinhaltet mehrere Bausteine: Für Mieterinnen und Mieter gibt es einen Zuschuss zur Kaltmiete, wer in Eigenheim oder einer Eigentumswohnung lebt, wird bei Zins und Tilgung unterstützt. Wer sehr wenig verdient und sehr hohe Ausgaben fürs Wohnen hat, beispielsweise weil er in einer teuren Großstadt lebt, bekommt die größte Unterstützung, je höher das Einkommen und je geringer die Wohnkosten, desto geringer das Wohngeld. Bisher ist ein Single, der in einer besonders teuren Gegend lebt, wohngeldberechtigt, sobald er weniger als 1.797 Euro brutto verdient. Künftig steigt die Grenze auf 2.301 Euro. Für eine vierköpfige Familie in einer teuren Gegend steigt die Einkommensgrenze von aktuell 3.697 auf 5.077 Euro.

Konkret heißt das:

  • Ein Rentner in Berlin mit einer monatlichen Rente von 1.259 Euro (brutto) und einer Kaltmiete von 500 Euro (Mietenstufe IV) erhält 2022 monatlich rund 74 Euro, durch die Reform steigt die Unterstützung 2023 auf 252 Euro – also 178 Euro mehr.
  • Eine vierköpfige Familie in München mit einem Einkommen von 2.386 Euro (brutto) und einer Kaltmiete von 1.000 Euro (Mietenstufe VII) hat bisher Anspruch auf 481 Euro Wohngeld im Monat. Ab Januar 2023 steigt das Wohngeld auf 804 Euro, ein Plus von 323 Euro.

„Das Wohngeld ist eine zielgenaue Entlastung, die Erhöhung in Zeiten von Inflation und Energiekrise ist angemessen“, sagt IW-Wohngeldexperte Ralph Henger. „Gleichzeitig ist die neue Heizkostenkomponente so konzipiert, dass die Anreize zum Energiesparen erhalten bleiben.“ Das bleibe nach wie vor wichtig – denn nur so lasse sich die Energiekrise in diesem Winter gemeinsam bewältigen.

(Mit Material des IW)

Smoney Hub will alle 18- bis 25-jährigen aus der Region ansprechen – Eröffnungswoche ab dem 4. Oktober – Sparkassenchefin Göbel: „keine klassische Filiale“

Neuer Treffpunkt für die GenZ: der Smoney Hub der Stadtsparkasse Düsseldorf in der Zentrale an der Berliner Allee in Düsseldorf. Zur Eröffnungswoche vom 4. bis 7. Oktober sind alle 18- bis 25-jährigen aus der Region eingeladen, sich selbst einen Eindruck vom Smoney Hub zu machen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der Dienstag, 4. Oktober, bietet als „Finance Day“ Infos rund um Alternative Assetklassen, Female Finance und Sparen sowie Vermögensaufbau. Am Mittwoch, 5. Oktober, geht es beim „Startup Day“ um erfolgreiche Gründungen, Unternehmerdenken und Finanzierungsmöglichkeiten. Donnerstag, 6. Oktober, ist der „GenZ Day“ mit Themen wie Gaming, Metaverse oder TikTok. Der Freitag, 7. Oktober, beschließt als „Career Day“ die Aktionswoche. An dem Tag stehen Karrierewege, Bewerbungsguidelines, Expertentipps und Stipendien im Mittelpunkt.

Um jungen Kunden auf Augenhöhe zu begegnen, hat die Stadtsparkasse Düsseldorf eine neue Marke gegründet. Unter „Smoney“ werden alle Aktivitäten für diese Zielgruppe gebündelt. Als zentraler Baustein öffnet nun der Treffpunkt „Smoney Hub“ seine Türen.

Im Rahmen des Innovationswettbewerbs #buildyourbank hatte die Stadtsparkasse Düsseldorf 2020 Schüler, Auszubildende und Studenten dazu aufgerufen, ihre Vorschläge für modernes Banking vorzustellen. Mehr als 120 kreative Köpfe machten mit. Die Siegeridee damals: ein Treffpunkt, an dem sich junge Menschen über Finanzthemen und andere Fragen austauschen können, die sie beschäftigen, zum Beispiel die Berufsplanung.

Jetzt ist es soweit: In der Zentrale an der Berliner Allee eröffnet die Stadtsparkasse Düsseldorf den Smoney Hub, hinter dem ein grundlegend neues Konzept steht. Das macht sich schon an der Raumgestaltung bemerkbar. Die rund 500 Quadratmeter große Fläche, wo vorher ein Café war, wurde komplett umgebaut. Statt Schalter und Geldautomaten gibt es hier nun Sitzecken mit Lounge-Charakter, multifunktionale, schalldichte Kabinen für Besprechungen und eine Eventbühne, die Plattform für Veranstaltungen und Aktionen bietet. „Der Smoney Hub ist keine klassische Filiale, sondern ein Ort, an dem sich unsere jungen Kunden treffen, über ihre Themen sprechen, Kontakte knüpfen und zu Aktien, ETFs und Co. informieren können“, sagt Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Buddys als Markenbotschafter

Auch der Beratungsansatz ist neu. Im Vordergrund steht der direkte Dialog. Hierfür hat die Stadtsparkasse eine eigene Beratereinheit geschaffen. So werden die Kunden im Hub von sogenannten „Buddys“ empfangen, jungen Sparkassenmitarbeitenden, die die Bedürfnisse der GenZ aus eigener Erfahrung kennen. Sie sprechen mit der Zielgruppe auf Augenhöhe – und zwar nicht direkt über Produkte, sondern in erster Linie über Karriere- und Finanzthemen. Bei Bedarf können die Buddys die jungen Kunden auch mit angeschlossenen Partnern vernetzen, zum Beispiel mit Start-ups, Mittelständlern und Konzernen aus der Region.

Der Smoney Hub ist weiterhin eng mit den Social-Media-Aktivitäten der Sparkasse sowie einer eigenen Landingpage verbunden und verzahnt damit die Offline- mit der Online-Welt. „Wir wollen eine gesamtheitliche zusammenhängende Kundenerfahrung für die Smoney-Community schaffen“, so Göbel.

Eröffnungswoche mit Rahmenprogramm

Zur Eröffnungswoche vom 4. bis 7. Oktober sind alle 18- bis 25-jährigen aus der Region eingeladen, sich selbst einen Eindruck vom Smoney Hub zu machen. Es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der Dienstag, 4. Oktober, bietet als „Finance Day“ Infos rund um Alternative Assetklassen, Female Finance und Sparen sowie Vermögensaufbau. Am Mittwoch, 5. Oktober, geht es beim „Startup Day“ um erfolgreiche Gründungen, Unternehmerdenken und Finanzierungsmöglichkeiten. Donnerstag, 6. Oktober, ist der „GenZ Day“ mit Themen wie Gaming, Metaverse oder TikTok. Der Freitag, 7. Oktober, beschließt als „Career Day“ die Aktionswoche. An dem Tag stehen Karrierewege, Bewerbungsguidelines, Expertentipps und Stipendien im Mittelpunkt.

Weitere Informationen: https://www.sskduesseldorf.de/smoney