Quantum und ProAM legen nachhaltigen Impact Fonds für Büroimmobilien auf

Die Quantum Immobilien KVG legt gemeinsam mit der Provinzial Asset Management GmbH einen Impact Fonds für Büroimmobilien auf. Der Fonds soll als Artikel 9-Fonds konzipiert werden. Er wird in Bestandsgebäude investieren, die nach dem Manage-to-Green-Ansatz in einen neuen Lebenszyklus geführt werden. Darüber hinaus wird der Fonds in bereits ESG-konforme Büro-Neubauten investieren.

Quantum und ProAM legen gemeinsam einen neuen Impact Fonds auf. Er wird in ESG-konforme Büroimmobilien investieren. Ein Fondsvolumen von 750 Millionen Euro ist geplant.

Die Quantum Immobilien KVG legt gemeinsam mit der Provinzial Asset Management GmbH, sie ist der Vermögensverwalter des Düsseldorfer Provinzial Konzerns, einen Impact Fonds für Büroimmobilien auf. Der Fonds soll als Artikel 9-Fonds konzipiert werden. Er wird in Bestandsgebäude investieren, die nach dem Manage-to-Green-Ansatz in einen neuen Lebenszyklus geführt werden. Darüber hinaus wird der Fonds in bereits ESG-konforme Büro-Neubauten investieren.

Investitionsstandorte werden die deutschen Top 5-Städte Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt a. M. sowie Düsseldorf sein. Erste Immobilien sind bereits identifiziert und angebunden. Für das Seed-Portfolio werden zwei ESG-konforme Neubauten in Hamburg, die nahezu vollständig vermietet sind, geprüft. Zusätzlich wird eine unter Denkmalschutz stehenden Immobilie in Bestlage von Köln, die unter höchsten Nachhaltigkeitskriterien neu entwickelt wird, in den Fonds eingebracht. Dieses Objekt besitzt einen sehr guten strukturellen Bestand, der diese Transformation ermöglicht. Das geplante Fondsvolumen liegt bei 750 Millionen Euro.

„Der zukünftige Umgang mit strukturell guten Bestandsgebäuden setzt ein Umdenken voraus. Wir sind gemeinsam mit Quantum davon überzeugt, dass eine nachhaltige Umwandlung bestehender Gebäude möglich und in sehr vielen Fällen sinnvoll ist“, sagt Christian Schick, Geschäftsführer von ProAM.

Vor allem der Rohbau von Immobilien verursacht einen maßgeblichen CO2-Fußabdruck. Wenn wir diese zukünftig verstärkt weiterverwenden und gleichzeitig die Immobilien durch die Erneuerung von Haustechnik, Dämmung oder Fassade revitalisieren, können wir einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Frank Gerhard Schmidt, Co-Gründer und Vorstandsmitglied von Quantum.

Über Quantum

Die unabhängige Quantum Immobilien AG steht seit der Gründung im Jahr 1999 für zukunftsweisende Projektentwicklung, attraktive institutionelle Anlageprodukte und ganzheitliches Management von Immobilieninvestments. Im Fokus der Aktivitäten stehen deutsche Metropolregionen.

Im Geschäftsbereich Projektentwicklung werden sowohl eigene Projekte als auch Joint Ventures im Rahmen unternehmerischer Beteiligungen realisiert – so entstanden bisher 80 Immobilien mit einer Fläche von über 1.800.000 m². Das Transaktionsvolumen beträgt rund 5,0 Mrd. €.

Im Fondsgeschäft bietet Quantum über die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft maßgeschneiderte Lösungen für institutionelle Investoren an, etwa Immobilien-Spezialfonds oder alternative Investmentprodukte. Die Assets under Management belaufen sich auf ca. 10,6 Mrd. €.

ElectronicPartner: „Warum sind wir erfolgreich“?

Die Düsseldorfer Verbundgruppe ElectronicPartner lud zum Branchentreff 2022 in unsere Stadt ein. Zahlreiche Hersteller von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT-, Multimedia- und Telekommunikationsprodukten trafen im Van der Valk Airporthotel auf den Vorstand und weitere Ansprechpartner der Verbundgruppe.

Nach einem herzlichen Empfang und erstem Get-together startete der offizielle Teil mit einem Vortrag der beiden ElectronicPartner Vorstände Friedrich Sobol und Karl Trautmann. „Wir alle mussten in den vergangenen Jahren viele große, sich schnell entwickelnde Herausforderungen in kürzester Zeit meistern – und damit ist noch lange nicht Schluss. Womit aber auch noch nicht Schluss ist, ist der Wille unserer gesamten Verbundgruppe, durch innovative Konzepte, Teamwork und Vertrauen erfolgreich zu bleiben“, erklärte Friedrich Sobol.

Einer der Programm-Schwerpunkte war ein Kombi-Vortrag der beiden ElectronicPartner- Vorstände Friedrich Sobol (Foto) und Karl Trautmann. „Wir alle mussten in den vergangenen Jahren viele große, sich schnell entwickelnde Herausforderungen in kürzester Zeit meistern – und damit ist noch lange nicht Schluss. Womit aber auch noch nicht Schluss ist, ist der Wille unserer gesamten Verbundgruppe, durch innovative Konzepte, Teamwork und Vertrauen erfolgreich zu bleiben“, erklärte Friedrich Sobol.

Wie das in den vergangenen Monaten bei der Marke EP: gelungen ist, zeigte er anhand von Beispielen der „EP:Einfach persönlicher“-Kampagne sowie der optimierten Customer Journey, die Kunden über alle Touchpoints online und offline erreicht. Für MEDIMAX machte er klar: „Wir sind angetreten, um in eine Wachstumsphase einzusteigen, nicht, um zu schrumpfen“ und meinte damit die zahlreichen Projekte, die aktuell bei der Franchise-Fachmarktlinie laufen: von der „Mehr Mensch. Mehr Technik“-Kampagne und den damit verbundenen Marketingmaßnahmen, bis zum neuen Ladenbaukonzept 2.0 und dem ersten großen Gemeinschaftsprojekt von MEDIMAX und MHK – der Neueröffnung einer Musterhausküchen-Welt Ende November 2022 im MEDIMAX Dallgow.

Karl Trautmann rundete die Präsentation der drei Kernmarken durch eine Aufzählung der neuesten und erfolgreichsten Lösungen des Technologie-Netzwerks comTeam ab: unter anderem der comTeach Campus, digitaler Vertrieb, das comTeam Jobportal, Managed Services und die myDMScloud. „Durch all das und die tollen Menschen, die hinter comTeam stehen, ist das Netzwerk gerade in der aktuellen Zeit so erfolgreich.“ Auch auf internationaler Ebene konnte Karl Trautmann von positiven Entwicklungen berichten – sowohl in den Landesgesellschaften Schweiz, Niederlande und Österreich, als auch beim europäischen Händlerverbund E-Square, den ElectronicPartner vor zehn Jahren mitgegründet hat.

Zum Punkt Nachhaltigkeit erläuterte Friedrich Sobol, wie ElectronicPartner im Rahmen von „Go Green“ schon jetzt große Schritte in Richtung ressourcenschonendes Handeln macht, unter anderem durch massive Papierreduktion in der Werbung und die Unterstützung eines Moorprojektes. Hier spiele auch das Thema neue Arbeitswelt eine große Rolle, der sich ElectronicPartner sowohl in der eigenen Zentrale als auch bei den Mitgliedsbetrieben noch stärker zuwendet.

Die Verbundgruppe nutzte den Branchentreff auch, um ihren neuen Claim zu präsentieren: „ElectronicPartner – Handeln. Für Mensch und Erfolg“. Passend hierzu fand ein Preview des aktuellen Imagefilms statt, der veranschaulicht, dass sich die Botschaft des neuen Claims überall im Unternehmen widerspiegelt. Dazu beantwortet der Spot die Frage: „Warum sind wir erfolgreich?“. Karl Trautmann brachte es in seiner Rede noch einmal auf den Punkt: „Weil wir handeln und weil wir vertrauen – den Unternehmerinnen und Unternehmern unserer Kooperation, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Konzeptionen und Strategien und natürlich unseren Lieferantinnen und Lieferanten“, womit er sich direkt ans Publikum wendete und zu Keynote-Speaker Leo Martin überleitete. Der ehemalige Geheimagent zeigte in einer Hologramm-Show, wie wichtig das Thema Vertrauen für ihn in seinem Beruf war und nach wie vor bei jeglicher zwischenmenschlichen Interaktion ist.

„Leo Martin hat damit einen zentralen Punkt unseres Erfolges auf eine spannende, interaktive Weise vorgestellt – und optimal in den offenen Teil der Veranstaltung, also den vertrauensvollen, persönlichen Austausch übergeleitet.“

Macht uns das mobile Arbeiten glücklicher, fragt die Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ – „Ein wichtiges Überbleibsel der Pandemie wird der stark gestiegene Homeofficeanteil sein“

Der Trend zum hybriden Arbeiten wird auch nach Corona anhalten. Eine noch unveröffentlichte, repräsentative Studie des Marktforschungsinstitut Ipsos im Juni 2022 unter 2.000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren zeigt, wie sich Arbeitnehmer dabei fühlen.
Im von Corona geprägten März 2021 lag der Anteil der Befragten, die mehr als 50 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbrachten, bei 29 Prozent. Im Juni 2022 waren die Corona-Auswirkungen auf den Alltag fast gänzlich verschwunden – aber immer noch arbeiteten 26 Prozent ganz oder teilweise von zu Hause aus. In absoluten Zahlen waren das laut Studie knapp zwölf Millionen Erwerbstätige. Vor der Pandemie lag die Zahl bei schätzungsweise 4,5 Millionen. „Ein wichtiges Überbleibsel der Pandemie wird der stark gestiegene Homeofficeanteil sein“, resümiert der wissenschaftliche Leiter der Studie, Raffelhüschen. Nach der Studie sind aktuell jene Arbeitnehmer am glücklichsten, die mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen. Auf einer Skala von null bis zehn, also von „ganz und gar nicht zufrieden“ bis „völlig zufrieden“, kommt diese Gruppe im Durchschnitt auf 7,19 Punkte. Erwerbstätige mit weniger Homeoffice-Zeit liegen mit 7,15 nur knapp darunter. Auf dem letzten Platz im Zufriedenheitsranking liegt die Gruppe ganz ohne Homeoffice (7,07 Punkte). Interessanterweise gibt es hier aber eine Verschiebung im Vergleich zu vergangenen Lockdown-Zeiten: Im März 2021 waren die Arbeitnehmer mit einer Homeofficequote unter 50 Prozent am zufriedensten. Damals erschien es vielen offenbar als Segen, mal aus dem Haus zu kommen – auch weil Schulen und Kitas immer wieder geschlossen waren und viele Eltern angesichts des Dreiklangs aus Heimarbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung an ihre Grenzen stießen. Nun aber laufen Schulen und Kitas wieder im Normalbetrieb. Die Folge: „Vor allem Frauen, die 2021 in Remote arbeiteten und gleichzeitig Kinder betreuen mussten, haben 2022 signifikant an Lebensglück dazugewonnen“, berichtet Ökonom Raffelhüschen. Anders ausgedrückt: Die Arbeit im Homeoffice ist wieder vereinbarer mit dem Familienleben geworden.

Düsseldorfer „Handelsblatt Research Institute“ prognostiziert atypische Rezession in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft steht am Beginn einer Rezession, die mindestens drei Quartale andauern wird. Die erwartet das Düsseldorfer „Handelsblatt Research Institute (HRI)“ in seiner im Handelsblatt vorgestellten Konjunkturprognose für Deutschland. Wegen des gesamtwirtschaftlich noch recht guten ersten Halbjahrs wird laut Prognose die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr noch um 1,4 Prozent wachsen; für das Jahr 2023 rechnen die HRI-Ökonomen dann mit einem Rückgang um 0,4 Prozent.

Nach amtlichen Daten hatte die deutsche Volkswirtschaft im zweiten Quartal 2022 wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht – und damit später als die meisten anderen europäischen Volkswirtschaften. Da nun die Wirtschaftsleistung wieder drei Quartale sinken dürfte, erwartet das HRI, dass am Ende des ersten Quartals 2023 die gesamtwirtschaftliche Leistung nahezu auf das Niveau vom Herbst 2017 fällt. Dann würden der deutschen Volkswirtschaft mehr als fünf Jahre Trendwachstum fehlen, rund 600 Milliarden Euro, so das HRI.

Auslöser der neuerlichen Rezession ist die Energieverknappung sowie die damit einhergehende Teuerung. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar ist die Inflation in Deutschland in die Höhe geschnellt. Betrug die Inflationsrate im Januar 2022 noch 4,9 Prozent, so lag sie im August bei 7,9 Prozent. Dieser Wert sei sogar noch unterzeichnet, weil der Wegfall der EEG-Umlage, der Tankrabatt sowie das Neun-Euro-Ticket dämpfend auf die Verbraucherpreisentwicklung im Sommer wirkten.

Das HRI geht davon aus, dass der Höhepunkt der Inflation mit rund zwölf Prozent gegen Ende dieses Jahres erreicht sein dürfte. Von da an seien keine weiteren Preissprünge zu erwarteten, so dass auch die Inflation allmählich zurückgehe und im Gesamtjahr 2023 bei durchschnittlich 5,5 Prozent liege, nach 8,4 Prozent im laufenden Jahr. Binnen drei Jahren wäre dann das Preisniveau in Deutschland um rund 18 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In der Phase davor dauerte es rund 14 Jahre, von 2006 bis 2020, bis das Preisniveau ähnlich stark anstieg.

Die Preissprünge schmälern die reale Kaufkraft der Konsumenten. Weder die kräftige Mindestlohnerhöhung im Herbst noch Tarifabschlüsse oder Lohnerhöhungen der Arbeitgeber oder die verschiedenen Hilfsprogramme der Bundesregierung dürften diese Kaufkraftverluste auch nur annähernd wettmachen. „Diese Krise macht die große Mehrheit der Einwohner ärmer“, konstatiert HRI-Präsident Bert Rürup. „Und nach Lage der Dinge kann man nur darüber spekulieren, wie lang es dauern wird, diese massiven Wohlstandseinbußen wieder aufzuholen.“

Rheinmetall gewinnt Auftrag für Serienproduktion von V8-Zylinderkurbelgehäuse von namhaftem englischen Sportwagenhersteller

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat mit seiner Business Unit Castings einen Auftrag eines namhaften englischen Sportwagenherstellers erhalten. Gemeinsam entwickelt man neue, hocheffiziente Zylinderkurbelgehäuse für die gesamte V8-Modellpalette des Herstellers. Diese Motoren haben eine nahezu vierstellige PS-Leistung und sind im Alltag extrem effizient. Im Vorfeld war durch das Unternehmen bereits die Gusstechnologie für die Prototypen entwickelt und gefertigt worden. Nun erfolgte der Zuschlag zur Serienproduktion.

Die Fertigung beginnt Ende 2024. Das Werk in Neckarsulm übernimmt dabei den Guss und die Zylinderlaufbuchsenbeschichtung, die Fertigbearbeitung der Motorblöcke erfolgt am Standort in Langenhagen. Die Montage der Blöcke liegt damit in einer Hand, sodass eine problemlose Weiterverarbeitung beim OEM gewährleistet ist.

„Die strategische Bedeutung eines Neuauftrags gerade dieses Automobilherstellers kann für die langfristige Tragfähigkeit unseres Geschäftsbereichs Verbrennungsmotor nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wir fahren hier eine Strategie des „last man standing“ und bringen eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich ein“, betont Geschäftsführer Dr. Michael Schachler. Ralph Lintz, Sprecher der Geschäftsführung, ergänzt: „Insbesondere unsere technologische Expertise und die hohe Qualität der Beschichtung und Nachbearbeitung haben dazu geführt, dass die KS HUAYU das Vertrauen des Kunden gewinnen konnte und nach den Prototypen nun auch den Zuschlag für die Großserie bekommen hat. Dies unterstreicht auch die Entwicklungsqualität unserer Prototypenfertigung.“

Die neu georderten Blöcke werden im Sandgussverfahren gegossen. Dabei handelt es sich um ein neues, innovatives Gießverfahren, das am Standort Neckarsulm entwickelt wurde, um hochintegrierte Gussteile bei gleichzeitig höchstem geometrischen Freiheitsgrad und damit verbundener Gewichts-optimierung zu realisieren. Das Gießverfahren trägt außerdem den stetig steigenden Anforderungen der Automobilhersteller an die Werkstoffeigenschaften Temperaturbeständigkeit und Bauteilfestigkeit für höchste Effizienz Rechnung.

Die Business Unit Castings ist ein globales Joint Venture zwischen Rheinmetall und HUAYU Automotive Systems Co. Ltd. (HASCO), einer Tochtergesellschaft der chinesischen SAIC-Gruppe. Castings besteht aus den beiden großen Unternehmen KS HUAYU AluTech GmbH in Europa und HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC) in China. Rheinmetall und SAIC halten jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Joint Venture.

Die Business Unit Castings ist ein führender Hersteller von Aluminium-Leichtbauteilen mit Produktionsstätten in Deutschland und China. Das Produktportfolio umfasst Zylinderkurbelgehäuse und Zylinderköpfe, Strukturbauteile, Getriebe- und Fahrwerksteile sowie E-Mobility-Komponenten.

Podcastfolge 105: Geldsorgen dominieren Ängste der Deutschen

Inflation, Rezession, Steuererhöhungen: Das sind die TOP-Ängste der Deutschen. Das zeigt die neue Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen 2022“ des Infocenters der R+V Versicherung. Die Podcast-Redaktion der „Düsseldorfer Wirtschaft“ hat sie für Sie gelesen. Die Themen unserer 105. Podcastfolge: Die Ängste der Deutschen und ein Gespräch zum Thema „Zuversicht“. Außerdem sagen wir Ihnen, was in der „Düsseldorfer Wirtschaft“ wichtig wird.

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Redaktion und Moderation: Lisa Marie Fitzner, Christoph Sochart
Produktion: Frank Wiedemeier
Juristische, redaktionelle Begleitung: RA Alexander Jarre

Produktionsjubiläum in Düsseldorf: 5.000.000 Transporter mit dem Stern

„Mit dem 5 Millionsten Transporter feiern wir im Werk Düsseldorf einen ganz besonderen Meilenstein. Zu diesem Produktionsjubiläum gratuliere ich dem Werk und der gesamten Mannschaft ganz herzlich, ohne deren Innovationskraft, Professionalität und tägliches Engagement, wir heute nicht hier ständen. Ich blicke gespannt in die Zukunft Düsseldorfs und freue mich auf die weiteren Meilensteine und ab 2023, die nächste Generation des eSprinter“, sagt Michael Hellmann (Foto), Standortverantwortlicher des Mercedes‑Benz Werks Düsseldorf.

Das Mercedes‑Benz Werk in Düsseldorf feierte im April dieses Jahres das 60. Werksjubiläum, und am 5. Oktober nun den nächsten Meilenstein: die Produktion des 5 Millionsten Transporters. Als Transporter-Werk der ersten Stunde liefen hier schon 1995 der, Bremer‘ und der, Düsseldorfer‘ vom Band. Bei dem 5 Millionsten Transporter handelt es sich um einen eSprinter, welcher seit Ende 2019 in Düsseldorf produziert werden.

„Mit dem 5 Millionsten Transporter feiern wir im Werk Düsseldorf einen ganz besonderen Meilenstein. Zu diesem Produktionsjubiläum gratuliere ich dem Werk und der gesamten Mannschaft ganz herzlich, ohne deren Innovationskraft, Professionalität und tägliches Engagement, wir heute nicht hier ständen. Ich blicke gespannt in die Zukunft Düsseldorfs und freue mich auf die weiteren Meilensteine und ab 2023, die nächste Generation des eSprinter“, sagt Michael Hellmann (Foto), Standortverantwortlicher des Mercedes‑Benz Werks Düsseldorf.

Standort mit Geschichte

Mit der Übernahme der Auto-Union und Eingliederung in die Daimler-Benz AG in den 1960er Jahren, wurde das Werk Düsseldorf, welches zum weltweit größtem Werk der Mercedes‑Benz Vans Familie zählt, gegründet. Seither produziert man hier für die Vans-Sparte der Mercedes‑Benz AG Transporter, darunter die Transporter-Ikone Sprinter, welche in mehr als 130 Ländern unterwegs ist, aber genauso historische Legenden wie etwa der ‚Bremer‘ und der ‚Düsseldorfer‘. Seit 1995 laufen hier die geschlossenen Baumuster des Mercedes‑Benz Sprinter vom Band, die neben Sicherheit auch für Ergonomie, Effizienz und Komfort stehen. Im Laufe der Jahre hat sich der Produktionsstandort zu einem der größten industriellen Arbeitgeber und Ausbilder in der Region entwickelt. Dazu gehören mittlerweile rund 5.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende, als auch 690.000 Quadratmeter Fläche mitsamt Rohbau, Lackierung und Montage. Mit Aussicht auf die nächste Generation eSprinter, wurden 50 Mio. € in den Standort Düsseldorf investiert, die zur Anpassung der Produktion sowie der Weiterbildung der Mitarbeiter dienen.

Für eine nachhaltigere Zukunft: die nächste Generation eSprinter

Mit der Produktion des eSprinter bietet Mercedes-Benz Vans nicht nur eine nachhaltige Lösung für lokal emissionsfreie Transporte, sondern setzt damit auch neue Maßstäbe für den urbanen Lieferverkehr. In enger Zusammenarbeit mit Kunden aus dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienst) sowie Aufbauherstellern, wurden die Anforderungen an die nächste eSprinter Generation, die im zweiten Halbjahr 2023 zuerst in Charleston (South Carolina) und anschließend in Düsseldorf und Ludwigsfelde in die Produktion geht, definiert. „Nachhaltige Produktion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2‑Neutralität. Wir haben bereits diverse Maßnahmen aufgesetzt und werden unsere Produktions- und Logistikprozesse konsequent weiter Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. “, erklärt Michael Hellmann. Die geplante Produktion der nächsten eSprinter Generation, erfolgt auf Basis der neu entwickelten, Electric Versatility Platform‘, durch die neuen Kundensegmente sowie neue Märkte wie die USA und Kanada eröffnet werden sollen.

Mobilitätswende: Umstieg auf eine CO2-neutrale Produktion

Der Ansatz einer ganzheitlichen nachhaltigen Mobilität wird auch bei Mercedes-Benz Vans verfolgt. Bereits seit diesem Jahr ist die Produktion CO2-neutrale Produktion umgestellt, wodurch man Schritt für Schritt dem Ziel einer nachhaltigen Verkehrswende und wirksamerem Klimaschutz näher rückt. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt man auf den Einsatz von erneuerbaren Energien, sowie emissionsreduzierende, neue Mobilitätssysteme auf dem Werksgelände wie zum Beispiel der On-Demand-Werk-Shuttle und fahrerlose Transportsysteme sowie den Bezug von Strom aus ausschließlich regenerativen Quellen. Mit diesen Maßnahmen steuert man zudem aktiv auf die Ziele der Ambition 2039 zu, in der private sowie gewerbliche Transporter über den gesamten Lebenszyklus CO2‑neutral werden sollen. Dies beinhaltet alle Teilschritte von der Entwicklung bis hin zur Produktion.

Tarifpolitik: Chemie einigt sich auf zweimal 3,25 Prozent für 20 Monate

BAVC und IGBCE haben sich auf einen zweistufigen Tarifabschluss für die Chemie- und Pharmaindustrie verständigt: Die Beschäftigten erhalten 3,25 Prozent mehr Entgelt ab Januar 2023 sowie weitere 3,25 Prozent ab Januar 2024. Beide Stufen der Entgelterhöhung sind flexibilisiert; sie können aus wirtschaftlichen Gründen jeweils um bis zu drei Monate verschoben werden. Zusätzlich zahlen die Unternehmen 3.000 Euro pro Kopf als einmaliges steuer- und beitragsfreies Inflationsgeld. Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen von je 1.500 Euro spätestens im Januar 2023 sowie im Januar 2024. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate, inklusive der Brückenlösung vom April sogar 27 Monate. Die Einigung gilt für 1.900 Betriebe mit 580.000 Beschäftigten.

„Mit diesem Ergebnis halten wir die Balance zwischen der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und den Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir senden ein Signal für Standort und Beschäftigung: Arbeitgeber und Gewerkschaft ziehen in der Krise an einem Strang“, kommentiert BAVC-Präsident Beckmann die heute erzielte Einigung. BAVC-Verhandlungsführer Oberschulteerklärte: „Wir haben in Summe einen krisengerechten Abschluss ausgehandelt. Zentrale Pluspunkte für die Arbeitgeber sind langfristige Planungssicherheit und eine insgesamt ausgewogene Kostenbelastung.“ Über die im Abschluss angelegte Flexibilität könne den Unternehmen geholfen werden, die jetzt oder in Zukunft in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind. Unter dem Strich sei das Ergebnis ein Spiegelbild der aktuellen Krise – und zugleich der bestmögliche Kompromiss für die Mitglieder. „Wir decken die beiden schwierigen Winter ab, die nun vor uns liegen, und wir zeigen unseren Beschäftigten, dass wir ihre Arbeit und ihren großen Einsatz wertschätzen“, so Oberschulte.

Die Einigung im Detail: Die Beschäftigten der Chemie- und Pharmabranche erhalten ab 1.1.2023 in einem ersten Schritt zunächst 3,25 Prozent mehr Entgelt. Ab 1.1.2024 steigen die Entgelte um weitere 3,25 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen entsprechend. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate. Die Brückenregelung von April eingerechnet, beträgt die Laufzeit 27 Monate. Die bezirklichen Entgelttarifverträge laufen damit bis Ende Juni 2024. Beide Stufen der Entgelterhöhung sind flexibilisiert. Sie können aus wirtschaftlichen Gründen jeweils um bis zu drei Monate verschoben werden. Bei roten Zahlen wird die Entgelterhöhung um zwei Monate verschoben, bei einer Nettoumsatzrendite unter drei Prozent um einen Monat. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung sind drei Monate Verschiebung möglich.

(Quelle: BAVC)

Corona ist schuld: IW Köln deckt Lernrückstände in der Dualen Ausbildung auf

Die Maßnahmen zur Kontaktreduktion während der Corona-Pandemie hatten starke Auswirkungen auf den Alltag in der dualen Ausbildung. Für den betrieblichen Teil der Ausbildung stellt sich die Frage, inwieweit das Lernen und Arbeiten auf Distanz kurzfristig organisiert werden konnte. Daran schließt sich die Frage an, ob trotz Umstellung auf Distanz Lerneinbußen bei Auszubildenden entstanden sind.

Eine Befragung zeigt, dass mehr als die Hälfte des Ausbildungspersonals (55,3 Prozent) Distanzlernen bis heute zeitweise einsetzt, wenn es nötig wird. 8,5 Prozent setzen es sogar strategisch ein, um die jungen Menschen zur digitalen Zusammenarbeit im Arbeitsalltag zu befähigen.

Distanzlernen wurde bedingt durch die Lockdowns in vielen Fällen sehr kurzfristig und zumindest zu Beginn der Pandemie ohne Vorbereitungszeit eingesetzt. Daher stellt sich die Frage, ob durch den spontanen Wechsel auf Distanzlernen weniger vermittelt und gelernt werden konnte. Insgesamt berichten 71,1 Prozent des Ausbildungspersonals von Lernrückständen bei Auszubildenden, wobei es sich selten um große (5,7 Prozent) und zumeist um kleine Lernrückstände (38,6 Prozent) handelt. Mit Blick auf den Lernstand scheinen die Auszubildenden und Betriebe die Herausforderungen der Krise gut gemeistert zu haben.

Um zu prüfen, welchen Effekt der spontane Einsatz von Distanzlernen hatte, wurde analysiert, ob es Unterschiede zwischen Unternehmen, die digitales Lernen strategisch einsetzen und anderen Unternehmen gibt. Bei mittleren und kleinen Lernrückständen finden sich keine Unterschiede. Sie treten bei allen Unternehmen gleichermaßen auf, unabhängig vom strategischen Einsatz von Distanzlernen. Bei großen Lernrückständen ist dies anders: Ausbilderinnen und Ausbilder, die Distanzlernen strategisch einsetzen, berichten als einzige Gruppe nicht von großen Lernrückständen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass insbesondere Betriebe mit leistungsstarken Auszubildenden Distanzlernen strategisch eingesetzt haben können. Zudem kann es sein, dass vor allem Ausbilderinnen und Ausbilder Distanzlernen strategisch einsetzen, die schon vor der Pandemie Erfahrungen damit gesammelt haben. Die Befunde untermauern die Hypothese, wonach es eher der unvorbereitete Wechsel auf Distanzlernen war, der zu Lernrückständen führt, als das digitale Lernen an sich.

Auch wenn insgesamt nur selten große Lernrückstände bestehen, ist es wichtig, Wissenslücken zu schließen. Die Befragung hat gezeigt, dass Unternehmen finanzielle und personelle Ressourcen aufwenden, um den Lernerfolg ihres Fachkräftenachwuchses zu sichern. Dies ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung der Unternehmen.

Quelle: IW Köln

Trotz Milliarden-Entlastungspaket: der Mittelstand ist bedroht

Die Ampel-Koalition in Berlin hat sich auf ein drittes Entlastungspaket geeinigt. Es soll ein Volumen von mehr als 65 Milliarden Euro. Es kostet dem Staat allerdings 200 Milliarden Euro, zeigen neue Berechnungen unseres Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Während die Hilfen Potenzial haben, Privathaushalte durch die Krise zu bringen, müssen viele Unternehmer um ihre Existenz bangen, scheibt uns IW-Experte Dr. Tobias Hentze. Zwar profitieren auch Unternehmen von den Entlastungspaketen. Es ist jedoch noch völlig unklar, ob die Betriebe ausreichend gestützt werden. Insbesondere der Mittelstand ist bedroht, schon jetzt bangen energieintensive Betriebe, beispielsweise Bäckereien und Papierverarbeitungsunternehmen, um ihre Existenz. „Die Regierung sollte flächendeckend Steuerzahlungen stunden“, sagt Hentze. „Außerdem müssen Vorauszahlungen erstattet werden. Wir brauchen jetzt einfache Wege, um die Liquidität in den Unternehmen schnell zu verbessern.“