Der nicht-millitärische Bereich von Rheinmetall erhält Großauftrag von über 770 Mio EUR für Kältemittelverdichter und setzt seine Diversifizierungsstrategie erfolgreich fort

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat im global hart umkämpften Geschäft der stationären Kältemittelverdichter einen Großauftrag von über 770 MioEUR brutto gewonnen. Es handelt sich um den größten Einzelauftrag, den der nicht-militärische Bereich Rheinmetalls – hier namentlich die Division Sensors and Actuators – außerhalb des klassischen Automobilgeschäfts bisher erringen konnte.

Damit setzt Rheinmetall seine Diversifizierungsstrategie im Industriebereich erfolgreich weiter um. Ausschlaggebende Faktoren für den vertrieblichen Erfolg waren vor allem die hervorragenden Leistungskennwerte und die Lebensdauer des Kältemittelverdichters sowie die Verwendung des umweltfreundlichen Kältemittels Propan (R290).

Der industrielle Kunde hat sich für ein Kältemittelverdichter-Modell mit Gleichspannungselektronik entschieden, für das ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen wurde. Es handelt sich dabei um einen Verdichter-Typ, der in seinem Aufbau jenen ähnelt, die auch in Kraftfahrzeugen Verwendung finden. Für den speziellen Industrieeinsatz wurden aber viele Modifikationen vorgenommen, sowohl in der Grundkonstruktion wie auch bei der Hard- und Software. Damit erreichen die Verdichter nicht nur eine deutlich höhere Lebensdauer, sondern erfüllen vor allem auch die in diesem Bereich geltenden Normen. Besonderes Augenmerk wurde der Umstellung auf das natürliche Kältemittel R290 gewidmet. Das System ist hochintegriert und außerordentlich kompakt.

Kältemittelverdichter saugen ein gasförmiges Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf an und verdichten es auf den vorgegebenen Arbeitsdruck. Zwecks Minimierung des Verschleißes im Verdichter wird dem Kältemittel ein Öl beigemischt, welches den Verdichter schmiert und gleichzeitig zu einer besseren Abdichtung während des Verdichtungsprozesses nach dem Verdrängerprinzip beiträgt. Bei entsprechender Auslegung können diese Verdichter hohe Wirkungsgrade bei gleichzeitig hoher Lebensdauer und geringem Betriebsgeräusch sicherstellen. Abhängig von der Prozessführung können sehr effizient Wärme und Kälte erzeugt werden, was den Kältemittelverdichter zu einem wichtigen Werkzeug macht, um CO2-Emissionen minimieren zu können.

Die globale Aufstellung und die hohe Entwicklungsexpertise erlauben dem Rheinmetall-Konzern, Technologien gezielt und passgenau für verschiedenste Anwendungen verfügbar zu machen. Das globale Produktionsnetzwerk und die weltweite Nähe zu Kunden machen Rheinmetall zu einem kompetenten und agilen Partner der industriellen Kunden – und dies weit über die Automobilindustrie hinaus – wie auch der behördlichen Abnehmer. Rheinmetall unterstreicht mit dem neuen Vertriebserfolg einmal mehr das strategische Ziel, sein globales Geschäft weiter zu diversifizieren und zur globalen CO2-Emissions-Absenkung beizutragen.

Die Rheinmetall-Division Sensors and Actuators

Der Rheinmetall-Konzern gliedert sich in fünf Divisionen, von denen drei vor allem militärische Kunden bedienen. Gemeinsam mit der Division Materials and Trade vereint die Division Sensors and Actuators im Rheinmetall-Konzern das zivile Geschäft auf sich. Sensors and Actuators steht dabei für herausragende Kompetenz bei Gas,- Thermo- und Fluidmanagement-Anwendungen im Mobility- und Industriebereich.

Die fünf Business Units Actuators, Automotive Emission Systems, Commercial Diesel Systems, Pump Technology und Solenoid Valves entwickeln Lösungen für die großen Herausforderungen der Mobilität wie Downsizing, Emissionsreduktion und Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Leistungs-optimierung. Das umfassende Produktportfolio deckt vielfältige Abgasrückführungssysteme (AGR), elektromotorische Drossel-, Regel- und Abgasklappen, Magnetventile, Aktuatoren und Ventiltriebsysteme sowie Öl-, Wasser- und Vakuumpumpen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Offroad-Anwendungen von light- bis heavy-duty sowie Industrieanwendungen ab.

100 Milionen Euro für bedrohte Firmen

Mona Neubaur Foto: Wirtschaftsministerium NRW

In Düsseldorf und NRW folgt im Frühjahr 2023 eine weitere Rezession. Da sind sich die Expertinnen und Experten in NRW sicher und auch unsere Wirtschaftsministerin Neubaur rechnet damit.  Unser Bundesland „wird wegen seiner Wirtschaftsstruktur härter getroffen sein“, sagte Neubaur. „Wir haben die Grundstoffindus­trien Chemie, Glas, Stahl, Aluminium und Papier bei uns, diese Branchen sind sehr energieintensiv“, sagt Sie heute in der RP.

Aus diesem Grunde werde zur Zeit an Hilfen für die Betriebe gearbeitet. Neubaur verspricht ab Februar rund 100 Millionen Euro für bedrohte Firmen zur Verfügung zu stellen. Sie rechne mit einem positiven Effekt. Dies sei auch dringend nötig, sagt das Essener RWI in der RP: „Im ersten Quartal sei hier mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent zu rechnen“.

Das ganze Neubaue-Interview gibts heute im EPaper der Rheinischen Post.

Aream Group im Hafen: „Wir haben ein starkes Jahr hinter uns und große Pläne für die Zukunft“

Erneuerbare Energien sind eines der großen Wachstumsfelder – was auch die Geschäftsentwicklung der aream Group zeigt. „Wir haben ein starkes Jahr hinter uns und große Pläne für die Zukunft“, sagt Markus W. Voigt, CEO der Düsseldorfer aream Group. „Die Projektpipeline ist gut gefüllt, das wirtschaftliche und politische Umfeld bleibt sehr günstig für Entwickler wie für Investoren.“

Zwar existieren noch einige politische Hemmnisse beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Insgesamt jedoch ist die Entwicklung unaufhaltsam, denn Digitalisierung, Elektrifizierung und Sektorkopplung treiben den Strombedarf in die Höhe. Gleichzeitig steigt der Bedarf an grünem Strom aufgrund des Drucks zur CO2-Emissionsminderung und zur Substitution von Importen fossiler Energieträger. Und schließlich bleiben die Strompreise auf absehbare Zeit hoch.

Von diesen Faktoren profitiert aream als Asset-Manager wie als Projektentwickler im Bereich der Erneuerbaren. „Wir gehören mit mehr als 2,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt“, erklärt Voigt. „Mit unserem Anlagenbestand generieren wir einen Stromumsatz von über 40 Millionen Euro pro Jahr und haben seit 2008 mehr als eine Milliarde kWh Strom produziert.“

Nicht nur aream profitiert – auch ihre Investoren. Ihnen bietet das Unternehmen in den Bereichen Erneuerbare Infrastruktur und Projektentwicklung ein Netzwerk mit über 25 GW potenzieller Investitionen, die seit 2008 geprüft worden sind. Hierbei wird eine ganze Bandbreite an Investitionsmöglichkeiten offeriert, von Fondsinvestments über eigene Mandate, Direkt- und Co-Investments in einzelne Projekte bis zur Projektentwicklung von Photovoltaikanlagen mit anschließendem Betrieb oder Verkauf.

2022 wurden dabei weitere Meilensteine erreicht: Als Kooperationspartner beteiligte sich aream am Asset-Management eines der ersten offenen Erneuerbare-Energien-Infrastrukturfonds in Deutschland, dem Impactfonds Quadoro Sustainable Energy. Zudem brachte das Jahr den Einstieg in das Industriekundengeschäft: Einen Automobilzulieferer begleitete aream beim Kauf von zwei Windparks mit jeweils zwei Turbinen. Dafür wurden Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 16,8 MW erworben. Den Strom will der Automobilzulieferer selbst nutzen und so einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen. Die kaufmännische Betriebsführung der Windparks übernimmt aream. Weitere Projekte mit anderen Industriekunden sind derzeit in Vorbereitung.

Und schließlich wurde 2022 die Projektentwicklung weiter vorangetrieben. „Im Rahmen von Kooperationen und Joint Ventures mit Projektentwicklern haben wir weitere 800 Megawatt Peak (MWp) Solarpark-Kapazität gesichert“, sagt Voigt. Durch die eigene Projektentwicklung verfüge aream derzeit über eine Pipeline von über 1.000 MWp mit einem Potenzial von weiteren 1.400 MWp. „Unsere Wachstumsstrategie sieht vor, in den nächsten Jahren 2,5 GW an Solar- und Windparks zu realisieren oder zu erwerben.“

Das erfordert zusätzliche Manpower: Seit Ende 2020 ist das aream-Team von 24 auf 32 Mitarbeiter gewachsen. „Und wir haben schon jetzt weitere Einstellungsverträge für das nächste Jahr mit neuen Kollegen unterschrieben“, sagt Voigt. „Für weiteres Wachstum ist also gesorgt.“

Text: ots
Foto: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3.000 Euro – worauf Arbeitgeber achten müssen

Miriam Pioch ist Gründerin und Geschäftsführerin der Steuerpreneure Deutschland. Mit ihrer Steuerkanzlei hat sie sich deutschlandweit auf die Steueroptimierung für inhabergeführte mittelständische Unternehmen und situierte Privatpersonen spezialisiert. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie individuelle Strategien für ihre Mandanten, die es ihnen ermöglichen, ihre Geschäfte rechtssicher und erfolgreich umzusetzen. Mehr Informationen dazu unter: https://steuerpreneure.de. Foto: ots

Die gestiegenen Lebenshaltungskosten bei gleichbleibendem Lohn machen den Deutschen zu schaffen. Arbeitgeber dürfen deshalb eine Inflationsausgleichsprämie an ihre Mitarbeiter auszahlen – und das völlig steuer- und sozialabgabenfrei. Die Auszahlung kann bis zum 31. Dezember 2024 erfolgen.

„Die Inflationsausgleichsprämie ist eine Zusatzzahlung. Damit sie tatsächlich steuerfrei beim Arbeitnehmer ankommt, muss sie als solche klar erkennbar sein“, sagt Miriam Pioch. Als langjährige Steuerberaterin entwickelt sie lukrative Steuerstrategien für Unternehmen und kennt die Stolpersteine, die bei außergewöhnlichen Geldflüssen wie der Inflationsausgleichsprämie zu berücksichtigen sind. Im Folgenden verrät sie, was bei der Inflationsausgleichsprämie zu beachten ist.

Inflationsausgleichsprämie als vorzeitige Lohnerhöhung?

Aufgrund der Inflation denken viele Arbeitgeber aktuell über eine Lohnerhöhung für ihre Mitarbeiter nach. Denn sie sind dazu verpflichtet, ihren Arbeitnehmern leistungsgerechte Gehälter zu zahlen. Die Inflationsausgleichsprämie ist in diesem Zusammenhang ein hervorragendes Mittel, um die Lohnerhöhung um ein bis zwei Jahre zu verschieben, denn die Zusatzzahlung darf auch gestückelt und monatsweise erfolgen. Davon profitieren insbesondere Unternehmen, die aktuell nicht dazu in der Lage sind, ihren Mitarbeitern dauerhaft mehr Gehalt zu zahlen.

Die Sonderzahlung darf an alle Arbeitnehmer gezahlt werden

Die Inflationsausgleichsprämie hat einen entscheidenden Vorteil: Sie darf an alle Arbeitnehmer gezahlt werden – ganz gleich, welcher Art von Beschäftigungsverhältnis sie nachgehen. Ob Minijob, Hauptberuf oder Teilzeitbeschäftigung: Mit der Inflationsausgleichsprämie können Arbeitgeber allen Mitarbeitern etwas Gutes tun, denn sie können die Sonderzahlung vollkommen steuerfrei an sie weitergeben. Dabei können Arbeitnehmer, die in mehreren Firmen gleichzeitig beschäftigt sind, ebenso viele Inflationsausgleichsprämien erhalten.

Zudem haben auch Ein-Personen-Unternehmen, die lediglich einen Gesellschafter-Geschäftsführer haben, Anspruch auf die Inflationsausgleichsprämie. Jedoch benötigen sowohl Gesellschafter-Geschäftsführer von Ein-Personen-Unternehmen als auch von Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern eine schriftliche Zusatzvereinbarung. Andernfalls darf die steuerfreie Sonderzahlung nicht gewährt werden. Dann bestünde die Gefahr, dass eine verdeckte Gewinnausschüttung vermutet wird, die dann versteuert werden muss.

Unterschiedliche Auszahlungsformen möglich

Grundsätzlich besteht für Arbeitgeber keinerlei Verpflichtung, die Inflationsausgleichsprämie bar auszuzahlen. Alternativ besteht durchaus auch die Möglichkeit, sie als Sachzuwendung an die Mitarbeiter weiterzugeben – so zum Beispiel in Form von Tank- oder Einkaufsgutscheinen. Auch Sachzuwendungen müssen auf der Gehaltsabrechnung natürlich entsprechend ausgewiesen werden.

Zudem können auch Beträge unterschiedlich gestaltet werden. Arbeitgeber haben bei der Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie auch insofern Spielraum, als dass sie nicht dazu verpflichtet sind, allen Arbeitnehmern Zusatzzahlungen in derselben Höhe zukommen zu lassen – vorausgesetzt, es liegt ein sachlicher Grund vor. So kann einer Vollzeitkraft zum Beispiel eine höhere Sonderzahlung gezahlt werden als einer Teilzeitkraft. Wichtig ist lediglich, das Vorgehen zunächst mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht abzuklären.

Darüber hinaus ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Auszahlung anstelle von Weihnachts- oder Urlaubsgeld möglich. Allerdings nur, sofern das Weihnachts- oder Urlaubsgeld nicht vertraglich vereinbart wurde. Zudem darf auch keine „betriebliche Übung“ vorliegen. Diese liegt vor, wenn Arbeitnehmer das Weihnachts- oder Urlaubsgeld aus Gewohnheit erwarten. Auch hier empfiehlt es sich jedoch, zunächst mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht zu sprechen.

Auf Verstoß gegen Zusätzlichkeitserfordernis achten

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern bereits eine Lohnerhöhung in Aussicht gestellt haben, sollten vorsichtig sein: Denn entschließen sie sich nun dazu, stattdessen die Inflationsausgleichsprämie zu zahlen, liegt ein Verstoß gegen das Zusätzlichkeitserfordernis vor.

Dieses Erfordernis besagt, dass die Prämie zusätzlich bezahlt werden muss. Sie darf also nicht anstelle einer Lohnerhöhung geleistet werden. Versäumnisse in diesem Bereich können den Arbeitgeber stark belasten, weil Verstöße oft erst nach Monaten oder Jahren bemerkt – und dann auf einen Schlag nachgefordert – werden. Ebenso sollte man es vermeiden, direkt im Anschluss an die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie das Bruttogehalt um denselben Betrag zu erhöhen, weil auch hier ein Verstoß gegen das Zusätzlichkeitserfordernis zu vermuten ist.

Steueroptimierte Gehaltsvorteile voll ausschöpfen!

Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern in Zeiten der Inflation etwas Gutes tun möchten, sollten jetzt unbedingt ihre Gehälter auf den Prüfstand stellen. Denn in 90 bis 95 Prozent der Fälle werden noch längst nicht alle steueroptimierten Gehaltsbestandteile voll ausgeschöpft. Hier gibt es jede Menge Steuersparpotenzial, von dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren können.

Podcastfolge 114: Weihnachten kommt immer so plötzlich

Die letzte Sendung des Jahres – die letzte Folge der 3. Staffel. Für die Folge 114 unseres Podcasts der „Düsseldorfer Wirtschaft“ haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: wir senden „live“ vom Weihnachtsmarkt. Wir sprechen über den „Wirtschaftsfaktor Weihnachtsmarkt“, über die Tricks der Taschendiebe und sagen Ihnen, wo es den besten Rosé-Glühwein gibt. Außerdem stellen wir Ihnen die Veränderungen der kommenden Staffel vor. Wenn Sie uns abonnieren auf ApplePodcast oder Spotify, dann verpassen Sie auch 2023 keine Folge mehr. Den Podcast hören Sie auch unter www.unternehmerschaft.de (> PODCAST).

Unser Oberbürgermeister zieht Bilanz – jetzt zum Hören

Oberbürgermeister Stephan Keller blickt auf die Herausforderungen im kommenden Jahr aus Düsseldorfer Sicht. Die Stadt will weiter die Verkehrswende voranbringen, auch neuer Wohnraum bleibe eine wichtige Aufgabe in unserer Stadt. Für Keller sind aber insbesondere die Sicherheit und Sauberkeit in der Altstadt ein wichtiges Thema. Unter anderem durch mehr Sicherheitspersonal habe sich die Lage bereits verbessert, so der OB. Hier müsse aber noch mehr getan werden.

Link, weiterlesen und hören: hier klicken!

Unser Flughafen: Fluggastkomfort soll sich deutlich verbessern – die Abläufe werden durch digitale Vernetzung optimiert

Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Airport Partners GmbH haben einen neuen Konsortialvertrag unterzeichnet, mit dem sie ihre gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit als Gesellschafter des Düsseldorfer Flughafens fortsetzen und weiter festigen wollen.

Der alte Vertrag vom 18. November 1997 stand noch ganz im Zeichen des Wiederaufbaus des Flughafens nach der Brandkatastrophe vom 11. April 1996  und war damit in großen Teilen überholt.

Der neue Konsortialvertrag bietet eine solide Grundlage für die Verwirklichung der strategischen Ziele des Flughafens. Relevante Zukunftsthemen im Interesse aller Beteiligten – der Stadt, der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger, der Kundinnen und Kunden sowie der Beschäftigten des Flughafens und seiner Vertragspartner werden dabei berücksichtigt. So soll der Flughafen nicht nur seiner Verantwortung als wichtigster Luftverkehrsstandort für die internationale Anbindung von Nordrhein-Westfalen nachkommen, sondern gleichzeitig auch langfristig CO2-Neutralität erreichen. Der Fluggastkomfort soll sich deutlich verbessern, Abläufe werden durch digitale Vernetzung von Produkten und Kunden optimiert.

Der neue Konsortialvertrag bestärkt den Flughafen darin, die Verantwortung bei flughafenspezifischen Kernthemen selbst zu übernehmen, standardisierte Dienstleistungen hingegen extern einkaufen zu können. Die zuletzt immer wieder aufgetretenen Probleme durch lange Wartezeiten in der Gepäckabfertigung und bei den Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen sollen damit bald der Vergangenheit angehören. Die Anteilseigner sind sich einig, dass die Verzögerungen, die die Bundespolizei und ihr Sicherheitsdienstleister zu verantworten haben, nicht länger hinnehmbar sind.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sagt: „Der Flughafen Düsseldorf entwickelt sich durch die Kombination verschiedener Formen des Verkehrs zum Mobilitäts-Hub und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrswende. Ein wichtiger Baustein dazu ist die im Bau befindliche Stadtbahnlinie U 81, die ab 2024 das vorhandene Stadtbahnnetz von der Innenstadt bis zum Flughafen-Terminal verlängert. Bis 2035 soll die CO2-Neutralität des Flughafens erreicht werden. Ich freue mich, dass der Flughafen bereit ist, mehr Verantwortung zu übernehmen und so die Zufriedenheit der Reisenden auch bei hohem Passagieraufkommen zu gewährleisten.“

Gerhard Schroeder, Geschäftsführer der AviAlliance GmbH, sagt:“ Ein wesentliches gemeinsames Anliegen der Gesellschafter ist es, der Bedeutung des Flughafens Düsseldorf als Garant für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region sowie dem Mobilitätsbedürfnis der 18 Millionen Menschen in seinem Einzugsgebiet gerecht zu werden. Dafür sind auch die nachfrage- und bedarfsgerechte Weiterentwicklung und der Ausbau von großer Bedeutung, selbstverständlich im Einklang mit den Interessen der Flughafenanlieger.“

Catherine Gubbins, CFO der daa plc, sagt: „Wir wollen den Aufenthalt auf dem Flughafen für die Fluggäste auf gesellschaftlich verantwortliche und umweltgerechte Weise weiter verbessern, indem wir effiziente und effektive Lösungen anbieten, die den Bedürfnissen der Passagiere entsprechen.“ Gubbins betont auch den guten Geist und die professionelle Herangehensweise an die Gespräche zwischen den Gesellschaftern im Zuge der Verhandlungen über die neue Konsortialvereinbarung.

Einzug in den Vertrag hat die Bewältigung der weltweiten Corona-Pandemie mit ihren globalen Auswirkungen auf die gesamte Luftfahrt gefunden, die auch den Flughafen Düsseldorf in vielfacher Hinsicht in Mitleidenschaft gezogen hat. Der neue Konsortialvertrag unterstützt das Management des Flughafens dabei, den Flughafen zukunftsfähig aufzustellen und wirtschaftlich solide weiterzuentwickeln.

Hintergrund: Gesellschafter des Flughafens Düsseldorf

Die Anteile des Flughafens Düsseldorf liegen zu je 50 Prozent bei der Landeshauptstadt Düsseldorf (mittelbar über die Holding der Landeshauptstadt Düsseldorf GmbH) und Airport Partners GmbH.

Die Airport Partners GmbH wiederum gehört zu 60 Prozent der AviAlliance GmbH, einem Tochterunternehmen des kanadischen Pensionsfonds PSP Investments, und zu 40 Prozent der Aer Rianta plc (mittelbar über die Muttergesellschaft Dublin Airport Authority (daa) plc zu 100 Prozent in irischem Staatseigentum).

Vodafone „schließt“ 20% der Bürofläche am Düsseldorfer Campus um Energie zu sparen – viele Mitarbeitende nutzen gerne die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens

Vodafone will in diesem Winter Strom sparen, deshalb: 20% der Bürofläche wird „geschlossen“, andere Büroteile werden umgebaut und neugestaltet. 4.000 Mitarbeitende ziehen innerhalb der Büros um, verriet „Vodafone-Immobilien-Manager“ Thierry Tournassat der Rheinischen Post. Seit man vor zehn Jahren auf den neuen Campus am Seestern gezogen ist entstanden bereits die „New Work“-Büroflächen. Es gibt seitdem keine festen Schreibtische, sondern „Arbeitszonen“. Tournassat: „Unser Ziel ist es immer, dass wir in Bezug auf die Raumnutzung flexibel bleiben, aber zeitgleich auch wirtschaftlich handeln.“

Foto: Vodafone Düsseldorf

Bereits vor der Pandemie konnten die Vodafone-Mitarbeitenden in Düsseldorf sehr flexibel arbeiten. Mittlerweile werden die Büro wieder intensiver genutzt, vor allem dienstags, mittwochs und donnerstags. Montags und freitags ist es eher ruhig. Viele „Vodafone’ler“ nutzen immer noch gerne die Möglichkeiten des „mobilen Arbeitens“. In der RP sagt Tournassat: „Wir müssen also lernen, die Peaks abzufangen, die es in diesem Maße so früher nicht gab. Beim Angebot in der Kantine haben wir etwa von acht auf vier Gerichte reduziert.“

Bei Vodafone in Düsseldorf war digitales Arbeiten bereits vor Corona Teil des Alltags. Was den Vodafone-Campus auszeichnet und welche Räumlichkeiten und welches Mindset New Work in Zukunft braucht, erklärt der „Vodafone-Immobilien-Manager“ Thierry Tournassat in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=0R-2wkfOnc0&t=13s

Düsseldorfer Airport erwartet über 600.000 Passagiere

Wenige Tage noch, dann stehen Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür. Für viele die Zeit, um endlich oder noch ein letztes Mal in diesem Jahr in den Urlaub zu fliegen. Geschmäcker und Reisegründe sind vielfältig. Die einen zieht es in die Heimat zu Familie und Freunden, andere suchen weiße Weihnachten mit verschneiten Häusern und romantischen Spaziergängen in Kuschelpulli und Winterjacke. Und viele sehnen sich einfach nur nach Sonne und Strand. Der aktuelle Flugplan am Düsseldorfer Flughafen bietet für jeden Wunsch genügend Optionen. Die Fluggesellschaften haben für die Ferienzeit rund 4.800 Starts und Landungen zu circa 120 Zielen weltweit angemeldet. Insgesamt erwartet der Flughafen in der letzten Reisewelle des Jahres von Freitag, 23. Dezember, bis einschließlich Sonntag, 8. Januar, mehr als 600.000 Fluggäste. Spitzentag ist der erste Ferientag am 23. Dezember mit rund 45.000 Passagieren und rund 350 Flugbewegungen.

Gefragte Reiseziele, erhöhte Frequenzen

Zu den beliebtesten Zielen zählen Gran Canaria, Mallorca, Hurghada und Antalya mit jeweils 27 wöchentlichen Abflügen. Auch auf den Fernstrecken kommen Sonnenanbeter auf ihre Kosten, wenn es etwa mit Emirates und Qatar Airways über Dubai oder Doha nach Bangkok, Singapur, Kapstadt oder Melbourne geht. Emirates bedient die Strecke nach Dubai wieder zweimal täglich. Kreuzfahrtfans fliegen mit Condor nach Abu Dhabi, Montego Bay (Jamaica), La Romana (Dominikanische Republik), Barbados und Dubai-World Central. Neu im Flugplan von Condor ist seit dem 7. Dezember Beirut mit einem wöchentlichen Umlauf, jeweils mittwochs. Die Stadt an der Levanteküste wird ab dem 23. Dezember ebenfalls von Sundair jeden Freitag angeflogen. Middle East Airlines, die die Route ganzjährig bedient, legt in den Weihnachtsferien Sonderflüge von und nach Beirut auf. Auf der Türkeistrecke werden mehr Kapazitäten angeboten. So erhöht Pegasus Airlines die Flugfrequenz nach Antalya von drei auf siebenmal in der Woche. Und Turkish Airlines fliegt zusätzlich zu den vier Umläufen zu ihrem Drehkreuz Istanbul (IST) nunmehr auch zweimal täglich nach Istanbul-Sabiha Gökçen (SAW). Neben der Metropole am Bosporus sind auch Städtetrips zum Weihnachtshopping nach London, Paris oder Barcelona sehr begehrt – mit British Airways, Air France, Vueling und Eurowings. Eurowings nimmt einige Strecken eigens für die Weihnachtsferienzeit ins Programm, darunter Belgrad, Zagreb, Tunis und Tiflis. Die Airline erfreut Nordic-Fans mit einem deutlich erweiterten Flugangebot zu skandinavischen Winterzielen: Rovaniemi und Tromsø, seit dem 3. Dezember jeweils mittwochs und samstags, Kiruna und Kittilä, ab dem 24. Dezember jeweils samstags, sowie Keflavik und Lulea, ab dem 25. Dezember jeweils sonntags.

Shops & Restaurants feiertags geöffnet

Das Terminal ist nicht nur Startpunkt in den Weihnachtsurlaub, sondern selbst ein Reiseziel, das einiges zu bieten hat. Schnell noch fehlende Geschenke besorgen, für den Festtagsbrunch einkaufen oder außerhalb der Cityhektik gemütlich in der Shoppingmeile des Flughafens bummeln: Im öffentlichen Bereich haben die Shops Heiligabend von 7:30 bis 17 Uhr sowie am ersten und zweiten Weihnachtstag, an Silvester und an Neujahr von 7:30 bis 18 Uhr geöffnet. Frische Lebensmittel und alles für den täglichen Bedarf gibt es an allen Feiertagen von 5 bis 24 Uhr im Rewe Supermarkt auf der Ankunftsebene im Bereich des Flugsteigs C. Die Öffnungszeiten der Restaurants, Imbisse und Bäckereien im Terminal variieren. Hier empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die Flughafenwebsite unter Shoppen & Genießen.

Inspiration im Reisemarkt

Alle, die schon ihren nächsten Urlaub planen wollen, können sich Heiligabend bis 14 Uhr im Reisemarkt auf der Abflugebene bei den über 20 Reisebüros inspirieren lassen und nach neuesten Angeboten Ausschau halten. Infos dazu finden sich unter Reisemarkt A-Z.

Parkplatz online reservieren

Fluggästen, die mit einem PKW anreisen, stehen am Düsseldorfer Airport insgesamt rund 20.000 Parkplätze zur Verfügung, davon 17.000 überdacht. Wer online vorab bucht, sichert sich einen garantierten Stellplatz zum Vorteilspreis. Zudem gibt es immer wieder attraktive Parkspecials zu Sonderkonditionen. Es lohnt sich, sich vor Reiseantritt auf der Website des Flughafens zu informieren: Informationen rund ums Parken am Flughafen Düsseldorf.

Per Park & Ride zum Weihnachtsmarkt Düsseldorf

Der Düsseldorfer Airport bietet noch bis zum 30. Dezember ein günstiges Park & Ride Angebot für alle, die Weihnachten lieber zu Hause und mit einem Weihnachtsmarktbummel mit Freunden verbringen wollen. Das gemeinsame Angebot von Flughafen und Rheinbahn ermöglicht einen entspannten Besuch der Innenstadt. Einfach das Auto auf dem Airport-Parkplatz P13 abstellen und mit der U79 von der nahen U-Bahn-Haltestelle „Lohausen“ in 14 Minuten Fahrzeit zum Weihnachtsmarkt fahren. Das Park & Ride mit Kombiticket für drei Personen kostet nur zwölf Euro und beinhaltet Parken für acht Stunden sowie den Fahrschein für die Rheinbahn. Insgesamt gibt es drei Angebotsvarianten, die online unter www.dus.com/parkandride buchbar sind.

90 Jahre Konditorei Heinemann: ,,Frischeste Butter, erste Sahne und feinste Kakaobohnen. Bloß keine Konservierungsstoffe, sonst gibt´s Ärger!’’

Die Konditorei ist in Düsseldorf eine Institution. 1932 begannen Hermann und Johanna Heinemann die Erfolgsgeschichte.

Hermann Heinemann entdeckte schon früh seine Liebe zum feinen Backwerk und wurde Konditormeister aus Berufung. Eines seiner frühen Meisterwerke war die Schöpfung der Herrentorte, die schnell ihren Siegeszug in jener Zeit antrat. Im Jahre 1932 verwirklichte er sich einen Traum und eröffnete mit seiner Frau Johanna die erste eigene Konditorei im niederrheinischen Mönchengladbach auf der Bismarckstraße 91.

Hermann Heinemann kannte das Geheimnis, um süße Meisterwerke zu schaffen. Schon früh gab er es an seine Söhne weiter: ‚‚Verwendet nur die besten Zutaten: frischeste Butter, erste Sahne und feinste Kakaobohnen. Bloß keine Konservierungsstoffe, sonst gibt´s Ärger!’’ Bernd und Heinz-Richard Heinemann machten ihre Lehre in der Schweiz. Nach vielen Gesellenjahren bei Kollegen im Ausland, bestanden sie in Bern erfolgreich die Meisterprüfung und erhielten das Diplom: ‚‚Eidgenössisch diplomierter Konditor- und Confiseur-Meister.‘‘ Heinz-Richard Heinemann lernte in Lausanne, Paris und Zürich und führte das Streben nach höchster Qualität und Frische fort. Jede Torte, jede Praline zeugen heute wie vor Jahren davon.

Schon Konditormeister Hermann Heinemann hatte stets verführerische Ideen für das süße Naschwerk. Der Ehrgeiz, neue Meisterwerke zu schaffen, blieb auch nach seinem Tod bis heute. Täglich werden neue Kreationen ausprobiert. Heute ist Heinemann an 13 Standorten in sechs Städten zu finden, darunter mehrere in Düsseldorf.

RP-Redakteur HELMUT MICHELIS erinnert in seinem Jubiläums-Artikel: „Reine Handarbeit im Schlaraffenland“ hatte die Rheinische Post als Überschrift zum 75-jährigen Bestehen 2007 gewählt. „Auch wenn inzwischen ein Online-Shop hinzugekommen ist: Im Prinzip arbeiten wir noch heute so, wie mein Vater es vor 90 Jahren gemacht hat“, sagt Heinemann.“