AOK Rheinland/Hamburg und vigo Krankenversicherung fördern regionale Projekte

Fotoquelle: AOK

Versicherte der in Düsseldorf auf der Kasernenstraße ansässigen AOK Rheinland/Hamburg können sich mit dem exklusiven Angebot vigo selectder vigo Krankenversicherung zusätzlich absichern. Jeder durch die Gesundheitskasse vermittelte vigo select-Vertrag unterstützt dabei ab sofort regionale Projekte: Im Rahmen des neuen Programms vigo-Charity wird die in der privaten Versicherungswirtschaft übliche Provision für die Vermittlung von Zusatzversicherungen stattdessen von der vigoKrankenversicherung an ein soziales oder ökologisches Projekt in der Nähe der AOK-Kundinnen und -Kunden gespendet.

Rund 100.000 Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg haben sich bislang über die vigoKrankenversicherung zusätzlich abgesichert. Auf der Webseite www.vigo-select.de können unter anderem Zusatzversicherungen für die Bereiche Zahnersatz, Ein-/Zweibettzimmer im Krankenhaus oder Auslandsreisen online und ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Mitarbeitende der AOK Rheinland/Hamburg nutzen diese Plattform ebenfalls zur Beratung, alle geförderten Projekte werden auf der Webseite vorgestellt.

In jeder Region der AOK Rheinland/Hamburg wählten Mitarbeitende im Vorfeld jeweils ein soziales oder ökologisches Projekt aus. In Aachen profitiert beispielsweise das Projekt „Eastside Boxing“ eines kirchlichen Verbandes für Mädchen- und Frauensozialarbeit, das Jugendlichen in einem sozialen Brennpunkt mit professionell begleitetem Boxtraining eine strukturierte Freizeitgestaltung ermöglicht. Die Mitarbeitenden in Hamburg entschieden sich mit „Oclean“ für ein gemeinnütziges Unternehmen, das von Schülerinnen gegründet wurde und Mitmenschen dafür gewinnen möchte, mitzuhelfen, das Aufkommen an Müll und Plastik langfristig zu reduzieren.

„Als regionale Gesundheitskasse ist es uns ein besonderes Anliegen, uns für die Menschen vor Ort zu engagieren und eine soziale, nachhaltige Gesellschaft zu unterstützen. Daher begrüßen wir das Engagement der vigo Krankenversicherung – ihr Spendenmodell sollte aus unserer Sicht auch für andere Unternehmen der privaten Versicherungswirtschaft beispielgebend sein“, sagt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

„Nachhaltigkeit erlebbar und zu einem Gesprächsthema zu machen, bietet sich im Austausch von Mensch zu Mensch im Rahmen der Gesundheitsabsicherung an. Während es ansonsten in der Versicherungsvermittlung üblich ist, Provisionen zu zahlen, haben wir mit unserem Spendenmodell gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg eine sinnvolle Alternative gefunden“, sagt Micha Hildebrandt, Vorstandsmitglied der vigo Krankenversicherung.

Die vigo Krankenversicherung ist eine private Krankenversicherung mit Sitz in Düsseldorf. Sie bietet Zusatzversicherungen in den Bereichen Kranken-, Auslandsreise- und Pflegezusatzversicherungen an. Seit 2012 kooperieren die vigo Krankenversicherung und die AOK Rheinland/Hamburg und ermöglichen den Kundinnen und Kunden exklusive und vergünstigte Tarife.

Klima-Hauptstadt Düsseldorf: „Es ist wichtig in allen relevanten Sektoren, wie private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung, Industrie und Verkehr, notwendige Projekte umzusetzen“

Mit Beschluss des Rates der Stadt „Düsseldorf wird Klima-Hauptstadt“ stehen 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, um bis 2035 das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Wie das Umweltdezernat jetzt mitteilt, sind im Haushaltsjahr 2022 alle Mittel für Klimaschutzprojekte verplant oder ausgegeben worden. Darüber hinaus konnten aus Restmitteln des Jahres 2021 weitere 19 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden. Insgesamt sind im Jahr 2022 Mittel von 78,78 Millionen Euro in den Klimaschutz investiert worden.

„Jeder Cent, der für den Klimaschutz eingesetzt wird, ist gut investiertes Geld. Wir sind in Düsseldorf bestrebt, hier klare Zeichen zu setzen und anderen Kommunen ein Vorbild zu sein. Nur wenn in Kommunen, Land und Bund alle an einem Strang ziehen, wird es gelingen, die deutschlandweit ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. Als Landeshauptstadt ist es unser erklärtes Ziel 2035 klimaneutral zu sein“, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

„Der Einsatz der Klimaschutzmittel verbindet ökonomisch sinnvolle und ökologisch notwendige Projekte zur Modernisierung des städtischen Gebäudebestandes mit Förderungen für die Menschen in Düsseldorf zum Gemeinwohl“, erläutert Umweltdezernent Jochen Kral. „Es ist wichtig in allen relevanten Sektoren, wie private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung, Industrie und Verkehr, notwendige Projekte umzusetzen“, erklärt Kral weiter.

Insgesamt werden durch den Einsatz der Mittel 104 Projekte realisiert. Das Spektrum reicht von der Umrüstung herkömmlicher Leuchtmittel auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel in städtischen Einrichtungen, den Anschluss städtischer Immobilien an die Düsseldorfer Fernwärme über die Belegung städtischer Dachflächen mit Solaranlagen zur Eigenstromnutzung und die Umsetzung energetischer Sanierung an städtischen Immobilien bis hin zur Förderung emissionsfreier Mobilitätsvorhaben. Darüber hinaus sind auch der Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft, die Umweltakademie, die Klimaschutzbildung an Kindertagesstätten und Schulen und Projekte der Öffentlichkeitsarbeit finanziert worden. Auch die Menschen vor Ort profitierten mit rund 8 Millionen Euro durch den Einsatz der Mittel etwa durch das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“, die Energiesparberatung der Caritas für einkommensschwache Haushalte und das Förderprogramm Lastenfahrräder.

Parallel wurden bei den Förderprogrammen des Bundes und des Landes NRW Mittel in Höhe von insgesamt rund 8,6 Millionen Euro eingeworben. Mit Hilfe der Klimaschutzmittel konnten im Jahr 2022 bis zu 6.500 Tonnen klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen vermieden und der städtische Energiehaushalt um bis zu 3,5 Millionen Euro entlastet werden. In der Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag, 12. Januar,  informiert die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit und die Politik über die Verwendung der Mittel des Klimaetats.

Text und Foto: Stadt Düsseldorf

Institut der Deutschen Wirtschaft: „Bedarf an KI-Fachkräften variiert stark“

Fachkräfte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz sind zunehmend gefragt. Die Verteilung der offenen Stellen ist allerdings höchst ungleich, erklärt uns heute unser Institut in Köln, das „Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)“. Von den mehr als 3,6 Millionen Stellen, die im ersten Quartal 2021 in Deutschland ausgeschrieben wurden, bezogen sich rund 11.500 auf KI-Fachkräfte. Gegenüber demselben Zeitraum im Jahr 2020 waren das gut 5 Prozent mehr, gegenüber 2019 betrug die Steigerung 11 Prozent. Auffällig dabei ist, dass ein Großteil der angebotenen Stellen auf nur wenige Unternehmen entfällt, denn: 27 Prozent aller KI-Stellen in Deutschland wurden von lediglich dem obersten Prozent der suchenden Unternehmen mit dem höchsten Bedarf an KI-Experten ausgeschrieben. Quelle & weiterlesen: IW Köln 

Zahlen wir bald fast 5 EUR für die Parkstunde?

Die Landeshauptstadt möchte gerne die Parkgebühren in der Innenstadt (Parkzone 1) erhöhen auf 4,50 EUR/Stunde. Außerdem soll diese Parkzone erweitert werden. Darüber berichtet heute der Düsseldorfer Wirtschafts-Redakteur Maximilian Nowroth in der Rheinischen Post. Außerdem wird zukünftig im 12-Minuten-Takt abgerechnet und die Parkscheinpflicht wird in der City bis 22 Uhr verlängert. Ob das so kommen wird, wissen wir am 2. Februar, denn dann findet die entscheidende Ratssitzung statt, so Nowroth.

 

Rheinmetall erwirbt 40 Prozent des Digitalisierungsspezialisten blackned

Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall baut seine strategische Partnerschaft mit dem Hightech-Software-Hersteller blackned GmbH, Heimertingen, aus. So hat die Rheinmetall Electronics GmbH aus Bremen die bisherige Zusammenarbeitsvereinbarung mit blackned ausgeweitet und eine 40-prozentige Beteiligung an dem Unternehmen erworben. Der Partner blackned bleibt dabei weiterhin unabhängig und kann durch diesen wichtigen Schritt seinen Wachstumskurs weiter vorantreiben. Rheinmetall unterstreicht durch den Einstieg bei dem namhaften Software-Hersteller sein Bestreben, seine führende Rolle als Partner für die Digitalisierung von Streitkräften weiter auszubauen. Rheinmetall wird durch diese strategische Partnerschaft in Zukunft noch besser in der Lage sein, die Durchgängigkeit des taktischen Informations- und Kommunikationsverbunds sowie die Wirkungsketten innerhalb des Systemverbundes zu realisieren.

Das inhabergeführte deutsche Unternehmen blackned ist Spezialist für missionskritische Kommunikationssysteme und hat eine Informations- und Kommunikationsmiddleware der nächsten Generation namens TacticalCore entwickelt. Das TacticalCore-Framework soll jetzt in Rheinmetalls Gesamtarchitektur zur Vernetzung der vorhandenen Systeme integriert werden und ist bereits als „Tactical Platform Service“ integraler Bestandteil der Architektur „Digitalisierung landbasierter Operationen“ (D-LBO). Ziel dieses Programms des Deutschen Heeres ist die Digitalisierung der Landstreitkräfte sowie im ersten Schritt die Sicherung der Führungsfähigkeit des Vorhabens „Division 2025“ – ein Großverband der Bundeswehr, welcher bis zum Jahr 2025 voll ausgestattet und einsatzbereit sein soll.

Auch international schreitet die Digitalisierung von Streitkräften voran. Rheinmetall engagiert sich derzeit in entsprechenden Projekten in Australien, Großbritannien, Ungarn und weiteren Staaten.

„Wir sind wirklich begeistert von der strategischen Verschmelzung mit blackned“, so Christoph Müller, Leiter der Rheinmetall-Division Electronic Solutions. „Mit dem neuen Setup bieten wir unseren militärischen Kunden gemeinsam eine technologisch überzeugende Antwort zur Digitalisierung von Landstreitkräften. Rheinmetalls führendes Sensorportfolio kann jetzt Dank des Tactical Cores von blackned mit seinen Fahrzeugen, UAVs, Soldatensystemen und unbemannten Plattformen in einem digitalen vernetzen Ökosystem etabliert werden.“

„Mit dem strategischen Investor Rheinmetall können wir unseren eingeschlagenen Wachstumspfad konsequent weiterverfolgen, unsere technologischen Weiterentwicklungen vorantreiben und somit unseren Kunden die bestmögliche Technologie bereitstellen“, so blackned-Firmengründer und CEO Timo Haas. „Gleichzeitig können wir den Partner Rheinmetall bei seiner zukünftigen Systementwicklung mit einer high tech State of the Art Middleware Lösung versorgen – eine wahre Win-Win Situation.“

Unterstützung von Start-Ups im Konsumgüterbereich: Neue strategische Ausrichtung von Henkel dx Ventures

Henkel in Holthausen unterstützt junge Unternehmen finanziell. Kommt dieses Geld von Unternehmen, die nicht dem Finanzbereich angehören, also beispielsweise Banken und Sparkassen, dann nennt man dieses Geld Corporate Venture Capital. Die Henkelaner setzen nun neue strategische Schwerpunkte im Konsumgüterbereich. Dafür gibts in Holthausen eine eigene Einheit: Henkel dx Ventures. Sie geht Partnerschaften mit Start-ups für Co-Innovationen ein und investiert weltweit in vielversprechende Fonds. Der Fokus liegt hierbei auf zwei Schwerpunktbereichen: Digital Commerce und Nachhaltigkeit.

„Unternehmer:innen und die Expert:innen von Henkel können eine starke Einheit bilden. Mit Henkel dx Ventures wollen wir diese Verbindungen stärken und eine einzigartige Innovationskraft schaffen. Wir sind hier, um den Fortschritt in Wirtschaft und Technologie zu fördern. Digital Commerce und Nachhaltigkeit – unsere Kerninvestitionsbereiche – gehören zu den spannendsten und vielversprechendsten Zukunftsfeldern. Gemeinsam werden wir die Zukunft des Handels vorantreiben und Henkel zu einem der Vorreiter in der digitalen Welt machen“, sagt Michael Nilles, Chief Digital and Information Officer bei Henkel und Chair Henkel dx Ventures.

Henkel dx Ventures bewertet und verantwortet Kapitalbeteiligungen und gemeinsame Projekte mit Start-ups. Ziel ist es, neue Technologien, Anwendungen und Geschäftsmodelle in Bereichen von strategischem Interesse für Henkel zu erschließen. Gleichzeitig können Start-ups von der Zusammenarbeit mit Henkel profitieren, indem sie Zugang zu einem Ökosystem von Technologieexpert:innen und Forscher:innen erhalten. Darüber hinaus können sie das gut etablierte Netzwerk von Henkel nutzen und auf die Erfahrung aus 145 Jahren Unternehmensgeschichte in der Konsumgüterindustrie zurückgreifen.

„Mit Henkel dx Ventures schlagen wir ein neues Kapitel auf. Unsere Stärke liegt in unserem Team und seinem starken Netzwerk. Wir sind nicht nur eng mit dem globalen Henkel-Geschäft vernetzt, sondern wir sind auch Teil eines florierenden Ökosystems und der Start-up-Szene. Hier bringen wir Gründer:innen, Unternehmer:innen und Branchenexpert:innen zusammen“, sagt Marc Thom, Corporate Vice President und Head of Henkel dx Ventures. „Ich bin davon überzeugt, dass der Erfolg in einer vernetzten Wirtschaft auf Zusammenarbeit beruht. Investitionen und Partnerschaften müssen Hand in Hand gehen.“

Fokus auf zwei zukunftsweisende Investitionsfelder

Henkel dx Ventures verfolgt einen ausgewogenen Investmentansatz bestehend aus strategischer Übereinstimmung und solider finanzieller Rendite. Innerhalb ihrer zwei Schwerpunktbereiche investiert die Venturing-Einheit in Frühphasen-, späte Seed- bis B-Runden. Die beiden festgelegten Investitionsbereiche sind:

  • Digital Commerce
    In den letzten Jahren haben sich die Vorlieben und Erwartungen der Verbraucher:innen rapide verändert. So erwarten diese immer mehr Interaktion über alle Kanäle, mit verschiedenen Endgeräten, und das 24 Stunden lang an sieben Tagen die Woche. Sowohl stationäre Einzelhändler als auch schnelllebige Konsumgüterunternehmen wie Henkel müssen sich daher in einer Ära des Online-Shoppings anpassen. Neue Akteure kommen auf den Markt und lassen die Grenzen zwischen Hersteller:innen, Plattformen und Einzelhändler:innen zunehmend verschwimmen. Somit werden  die Personalisierung von Produkten und Erfahrungen sowie leicht zugängliche Wiederverkaufsplattformen immer relevanter. Um die Präsenz von Henkel im digitalen Handel auszubauen, ist Henkel dx Ventures besonders an Social Commerce, Web 3.0, Peer-to-Peer-Plattformen, AdTech und MarTech interessiert.
  • Nachhaltigkeit
    Henkels 2030+ Sustainability Ambition Framework zielt auf eine kreislauforientierte und CO2-neutrale Zukunft ab, wofür das Unternehmen seine Produkte und Rohstoffe entsprechend anpasst. Henkel ist überzeugt, dass nachhaltige Produkte und Technologien einen Wettbewerbsvorteil gegenüber konventionellen Produkten bringen werden. Durch die Kombination von technischem Materialwissen und wissenschaftsbasierten Innovationen ist Henkel ein wichtiger Akteur und Partner in der Gesellschaft. Deshalb sucht Henkel dx Ventures Gründer:innen mit einem ganzheitlichen Blick auf die Herausforderungen unserer Welt. Von besonderem Interesse sind die Bereiche Klima und nachhaltiges Wirtschaften (z.B. CO2-Nutzung, Transparenz in der Wertschöpfungskette, CO2-Fußabdruck und Ökobilanzen), Kreislaufwirtschaft und Verpackungen (z.B. Kunststoffe, Plastikvermeidung, Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit) sowie Natur und Biodiversität (z.B. erneuerbare Rohstoffe, Palmölalternativen und nachhaltige Formulierungen).

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu den Kapitalaktivitäten von Henkel dx Ventures, einschließlich der Ansprechpartner:innen, finden Start-ups und Investor:innen hier: https://www.henkeldxventures.com/

Wie „Attraktivität von Innenstädten“ gelingen kann

Die Düsseldorfer Innenstadt bleibt ein Menschen-Magnet. Die Umgestaltung des KÖ-Bogens hat einen wertvollen Anteil daran und passt sich an KÖ und Hofgarten wunderbar an. Foto: Christoph Sochart

Der Einzelhandel in unserer Stadt bleibt der Anziehungspunkt Nummer eins für Düsseldorf. Gleichzeitig aber boomt der Online-Handel und dies hinterlässt Spuren in unseren Innenstädten. Dies macht auch der neue „cima.monitor – Deutschlandstudie Innenstadt“ deutlich. So gaben nahezu 20 Prozent der Deutschen an, die Innenstädte weniger oder gar nicht mehr zu besuchen. Zudem zeigt sich eine große Lücke zwischen der Attraktivität des Einzelhandels (zieht 56 Prozent der Innenstadtbesucher an) und anderen Branchen oder Aktivitäten.

Gefordert werden unter anderem bessere Rahmenbedingungen für die Attraktivität der Innenstädte. In Düsseldorf scheint das kein Problem zu sein. Auch Städte in der Umgebung haben teilweise damit keine Probleme mit. Grundsätzlich aber sei die Frage erlaubt, wie mehr Attraktivität gelingen kann?

Schaut man nach Düsseldorf oder in die Städte in der Umgebung, wo es besser läuft, dann kann man gute Antworten auf diese Frage finden. „Vielfalt“ ist ein gutes Stichwort, wie ich finde. Diese beginnt beim Handel direkt: nicht nur die bekannten Ketten sind beliebt, sondern auch feine, kleine, besondere Läden, die mit Liebe und Regionalität (wie hieß doch mal der Spruch auf dem Bierdeckel: global denken – lokal trinken) betrieben werden – und dies kann im Übrigen alle Branchen betreffen, ob Buchhandlung, Modeboutique oder Feinkost.

„Vielfalt“ betrifft zudem die Ausgestaltung der Landschaft: mehr Grün! Der KÖ-Bogen 1 zeigt dies in einer besonderen Weise. Das Wasser, die Natur des nahen Hofgartens und die treppenförmigen Sitzgelegenheiten laden die Menschen auch ein, die Tour „durchs Dorf“ zu unterbrechen und zu verlängern.

Des Weiteren spielen interessante Kultur- und Bildungseinrichtungen eine Rolle (Oper, Schauspielhaus, Haus der Wissenschaft, attraktive Jugendfreizeitstätten), ebenso Spiel und Sport. Und letztendlich darf man auch die Gastronomie mit ihren kurzweiligen und interessanten Konzepten nicht vergessen. Auch sie sind wichtig – nicht nur in Düsseldorf.

In der Tat „vergessen“ dürfen wir ebenso das Arbeiten und Wohnen nicht. In der Nachbarstadt Essen kann man in der City traurig erleben, wenn Arbeiten und Wohnen in der Innenstadt kaum noch eine Rolle spielen. Genau das Gegenteil spielt sich dann in den attraktiven Stadtteilen ab, wo auch gearbeitet und gewohnt werden kann, beispielsweise im mittlerweile sehr beliebten Rüttenscheid. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sagt das so: „Nur mit einem vielfältigen Nutzungsmix schaffen wir lebenswerte Innenstädte, die zum Besuch und zum Verweilen einladen“.

Gut kann ein solcher Nutzungsmix auch in unseren Stadtteilen und die Städten der Umgebung gefühlt werden. In Düsseldorf lohnt sich immer ein Besuch des Lorettoviertels, der Rethelstraße und der Nordstraße. Auch Flingern mit seinen kleinen Boutiquen, Fachgeschäften und interessanten gastronomischen Betrieben ist ein Anziehungspunkt. Und, wenn man Orte in der Umgebung nennen möchte, in denen die Attraktivität der Innenstadt gelingt, dann gehört sicherlich auch Korschenbroich im Rhein-Kreis-Neuss dazu. Wie auch immer: Diese Liste könnte ich weiterführen, aber irgendwann sind auch in diesem Internet alle Zeilen gefüllt.

Attraktivität von Innenstädten kann gelingen: wenn die Stadtgesellschaft es gemeinsam möchte und alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten und nicht gegeneinander. Auch hierbei geht es, wie so oft, um eine gemeinsame Verantwortung – und eben nicht um Besitzstände.

Die Studie finden Sie unter www.einzelhandel.de/deutschlandstudie

Text: Christoph Sochart

Großauftrag für Rheinmetall im Zukunftsmarkt Elektromobilität von über einer viertel Milliarde Euro

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat im nicht-militärischen Bereich einen Großauftrag im Bereich der Elektromobilität von über einer viertel Milliarde Euro durch einen deutschen Premiumhersteller im Automobilbereich gewonnen. Rheinmetall wird die neue 900-Volt-Generation der elektrisch angetriebenen Fahrzeugflotte mit neuartigen Schaltschützen ausrüsten. Damit setzt sich Rheinmetall auch gegen starken Wettbewerb aus Asien durch und etabliert sich als einer der Weltmarktführer für Schaltschütze in diesem zukünftig genutzten Spannungsbereich.

Insgesamt wird Rheinmetall eine mittlere zweistellige Millionenanzahl an Schaltschützen für die neue Fahrzeugplattform des Autoherstellers ab dem Jahr 2025 liefern. Rheinmetall erweitert damit seine führende Rolle im Bereich der neuen 900-V-Technologie um die Aspekte der Fahrzeugsicherheit.

Schaltschütze ermöglichen das sichere Ein- und Ausschalten von Elektrofahrzeugen und gewährleisten einen gefahrlosen und effizienten Fahrzeugbetrieb. Das ist insbesondere in Notsituationen, wie z. B. bei einem Unfall oder bei Kurzschlüssen im Fehlerfall, von großer Bedeutung. Die neue 900-V-Technologie wird die Effizienz der nächsten Generation von batterieelektrischen Fahrzeugen wesentlich verbessern, indem sie schnellere Ladevorgänge und größere Reichweiten ermöglicht. Dies macht die 900-V-Spannungsklasse zum neuen Standard für zukünftige Elektrofahrzeuge.

Der Sprung von 450 Volt auf 900 Volt stellt jedoch eine Herausforderung bei der Auslegung der Schaltschütze dar, insbesondere hinsichtlich der kontrollierten Abschaltung höherer Fehlerströme. Rheinmetalls neue Produktplattform zeichnet sich insbesondere durch ein sehr geringes Gewicht und eine hohe Performance aus. Niedrige Übergangswiderstände garantieren geringe Leistungsverluste. Die Schaltschütze kommen ohne leicht flüchtige Löschgase aus, was niedrigere Herstellungskosten ermöglicht und eine gegenüber dem Wettbewerb längere Lebensdauer gewährleistet. Gleichzeitig erlaubt diese technische Lösung höhere Umgebungstemperaturen und birgt eine deutlich geringere Berstgefahr.

Der Großauftrag unterstreicht einmal mehr die große Innovationskraft und die erfolgreiche technologische Transformation von Rheinmetall – weg vom herkömmlichen Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität der Zukunft.

„Der Ausbilderkreis“ stellt sein Jahresprogramm 2023 vor – Netzwerk hat seinen Sitz in der Unternehmerschaft Düsseldorf

Das Motto des Ausbilderkreises „Aus Bildung wird Zukunft“ wird im neuen Jahresprogramm konsequent umgesetzt. Die Berufsausbildung und damit die Beschaffung von Nachwuchs sowie die Nutzung betrieblich vorhandener Potentiale stehen 2023 im Fokus des Veranstaltungsprogramms. Der Verein hat seinen Sitz in der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Den Start macht im Januar ein Workshop unter dem Namen „Best Ager – das vergessene Potential der Unternehmen?“  „Best Ager“ sind Menschen älter 50 Jahre. Das ist eine sog. Kickoff-Veranstaltung von zwei workshops zum gleichen Thema. Um erfolgreich in der Akquise von Bewerbern für Ausbildungsplätze zu sein, muss das Unternehmen wissen, wie die Altersgruppe der Generation Z (geb. zwischen 1995 und 2010) eigentlich tickt und erfolgreich angesprochen wird. Dafür bietet der Ausbilderkreis ein eigenes dreistündiges Seminar an, das durch repräsentative Befragungen dieser Generation untermauert wird.

Dazu passt ein Workshop unter dem Titel „Psychologie für Ausbilder“, der von einem auf diesem Gebiet fachlich versiertem Unternehmen ausgerichtet wird, in dem u.a. praktische Ansätze für den zeitgemäßen Umgang mit jungen Menschen in Ausbildung und Beruf entwickelt werden. Mehrere „Runde Tische“ (Stammtische) für Ausbilder und Ausbildungsleiter sowie Personalverantwortliche, über das Jahr verteilt, runden die (Selbst)Qualifizierung des verantwortlichen Personals ab. Teilnehmer bestimmen die sie interessierenden Themen. Lehrer von Berufsbildenden Schulen, Partner in der dualen Berufsausbildung, sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Wichtig ist, dass bei all dem betrieblichen Tun die rechtliche Seite nicht zu kurz kommt, damit keine Gesetzesüberschreitungen und unproduktiven rechtlichen Auseinandersetzungen entstehen. Ein Wissensupdate als workshop mit den neuesten Streifällen und Gerichtsurteilen zum Ausbildung- und Arbeitsrecht hilft dabei, möglichst rechtsrelevante Konflikte  zu vermeiden. Man könnte auch sagen, dass hier rechtssicheres Handeln vorgestellt und eingeübt wird.  Bei den Runden Tischen sowie beim Rechtsseminar kann der Teilnehmer seine Fragen, Sorgen und Fälle vorstellen, um gemeinsam Lösungen zu diskutieren und für sich und seine Situation zu finden.

Weitere Informationen zum Ausbilderkreis und seinen Angeboten sowie die Möglichkeit zur Anmeldung und zum Beitritt des großen Netzwerks von mehr als 100 Unternehmen findet der Interessent unter derausbilderkreis.de

3M-Studie: Deutsche wünschen sich mehr Diversität in MINT-Berufen

Gut vier Fünftel der Deutschen halten es für wichtig, die Vielfalt und Integration in den Berufsfeldern Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik zu erhöhen. Die Befragten nehmen vor allem geschlechtsbedingte Unterschiede wahr, gefolgt von der Unterrepräsentation verschiedener Ethnien und sexueller Orientierungen. Diese Ergebnisse liefert der State of Science Index (SOSI) 2022. Für die umfangreiche Studie im Auftrag des Multitechnologieunternehmens 3M (Neuss) befragte ein globales Forschungsunternehmen etwa 17.000 Personen in 17 Ländern.

Mit rund 15,5 Prozent ist der Frauenanteil in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in Deutschland nach wie vor ausgesprochen niedrig. Gleichzeitig kämpft der Markt mit einer bundesweiten Arbeitskräftelücke von 276.900 (Oktober 2021). 79 Prozent der deutschen SOSI-Befragten sehen in Frauen eine Quelle ungenutzten Potenzials für MINT-Berufe. 84 Prozent sind der Meinung, dass mehr getan werden muss, um Frauen und Mädchen zu ermutigen, sich in diesen Bereichen zu engagieren.

„Um offene wissenschaftliche und technische Stellen zu besetzen, müssen Unternehmen und Institutionen weibliche Arbeitskräfte sowie Vertreter von unterrepräsentierten Gruppen einsetzen“, so Camila Cruz Durlacher, als Vice President verantwortlich für Forschung und Entwicklung bei 3M in EMEA. „Darüber hinaus ist Diversität unverzichtbar, um verschiedene Perspektiven einzubringen und Kreativität zu fördern. Nur so schaffen wir die besten Voraussetzungen für dringend benötigte wissenschaftliche Fortschritte, etwa im Kampf gegen künftige Pandemien oder den Klimawandel.“

Heterogenität unter MINT-Beschäftigten noch nicht erreicht
62 Prozent der deutschen SOSI-Teilnehmenden finden, dass unterrepräsentierte Gruppen oft nicht den gleichen Zugang zu naturwissenschaftlicher, technischer, ingenieurwissenschaftlicher oder mathematischer Bildung erhalten. Global liegt dieser Wert mit 71 Prozent* sogar noch höher. Auch nehmen Deutsche die Unterrepräsentation bestimmter Gruppen zwar deutlich, aber doch weniger stark wahr als der weltweite Durchschnitt. 48 Prozent sind der Meinung, dass es ein geschlechtsspezifisches Gefälle gibt (53 Prozent weltweit), 33 Prozent sehen eine ethnische Kluft (44 Prozent weltweit). 28 Prozent stimmen zu, dass eine LGBTQ+-Kluft exisitert (39 Prozent weltweit).

MINT-Diversität: Deutsche optimistischer als andere Europäer
Deutsche erwarten eher Verbesserungen in Sachen Diversität unter Beschäftigten in MINT-Berufen als der weltweite Durchschnitt und als alle anderen befragten europäischen Länder. Nur in asiatischen Ländern, vor allem in China und Japan, rechnen noch mehr Befragte mit positiven Entwicklungen. Bei geschlechtsspezifischen Unterschieden glauben 68 Prozent, dass die Situation sich verbessern wird (56 Prozent global). Mit Blick auf ethnische Unterschiede und sexuelle Orientierung sind es je 61 Prozent (52 Prozent beziehungsweise 49 Prozent global).

Hindernisse: Diskriminierung und mangelnde Zugehörigkeit 
Manche der Gründe, warum die deutschen Befragten keine Laufbahn im technischen oder wissenschaftlichen Bereich verfolgten, sind im persönlichen Umfeld wie Familie, Freunde oder Bildungseinrichtungen zu finden. Von dieser Untergruppe der deutschen Studienteilnehmenden fühlten sich 28 Prozent nicht mit der Gemeinschaft an ihrer Universität/Hochschule verbunden und verließen sie vor dem Abschluss. Global nannten nur 16 Prozent dieses Hindernis. 20 Prozent der Deutschen gaben an, dass sie aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Ethnie diskriminiert wurden (weltweit 22 Prozent).

19 Prozent – sowohl in Deutschland als auch im internationalen Durchschnitt – wurden davon entmutigt, dass sie niemanden kennen, der in der MINT-Branche arbeitet und mit dem sie sich etwa in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft oder Nationalität identifizieren können. „Diese Ergebnisse zeigen, wie unfassbar wichtig es ist, Identifikationsflächen für junge Menschen zu schaffen. Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Medien sind gleichermaßen in der Pflicht, Vorbilder sichtbar zu machen und so Hemmschwellen abzubauen,“ so Camila Cruz Durlacher. In der Dokumentation „Not the Science Type“ begleitet 3M vier Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg an die Spitze ihres Fachgebiets und zeigt auch ihren Kampf gegen Stereotypen und Diskriminierung.

Vielfältiges Engagement gefragt, um Frauen in MINT-Berufen zu fördern
Sowohl in Deutschland als auch weltweit gaben 62 Prozent der Befragten an, dass Frauen und Mädchen eher davon abgehalten werden, ein technisches Studium zu absolvieren, als dies bei anderen wissenschaftliche Fächern der Fall ist. Doch auch nach der Studienwahl oder gar dem Abschluss sind längst nicht alle Hürden genommen. 58 Prozent der Deutschen stimmten zu, dass Frauen MINT-Berufspositionen verlassen, weil sie nicht genug Unterstützung erhalten. Global sind es sogar 66 Prozent. Deshalb ist es entscheidend, weibliche Beschäftigte in wissenschaftlichen und technischen Laufbahnen über den gesamten Bildungsweg und auch im Berufsleben konsequent zu fördern. 3M engagiert sich daher in zahlreichen Initiativen wie dem Girls‘ Day als bundesweitem Berufsorientierungstag für Mädchen und bringt mit dem eigenen Workshop-Format „Science is Fun“ Schülerinnen und Schülern im Alter von sieben bis elf Jahren wissenschaftliche Tätigkeitsfelder näher. Im 3M internen Netzwerk „Technical Women’s Leadership Forum“ begleitet das Unternehmen gezielt weibliche Führungskräfte im technischen Bereich. Das vielseitige Engagement zahlt sich aus: 2021 stellte 3M insgesamt 26 neue Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung ein, immerhin neun davon waren Frauen.

Über den State of Science Index
Der 3M State of Science Index ist eine jährliche Studie, die im Auftrag von 3M von einem globalen Forschungsunternehmen durchgeführt wird. Dabei wird die Bevölkerung in 17 Ländern befragt. Im fünften Jahr ihres Bestehens verfolgt die Umfrage das öffentliche Bild der Wissenschaft und zeigt langfristige Trends auf, wie sehr die Menschen der Wissenschaft vertrauen, sie respektieren und schätzen und welche Rolle sie in ihrem Leben spielt.

Weitere Informationen über die Ergebnisse des State of Science Index 2022 finden Sie unter 3M.de/stateofscience.

*Alle globalen Daten basieren auf dem Durchschnitt der 17 Länder.