„Lionsclub Carlsplatz“ und Stadt vergeben zum siebten Mal Integrationspreis

Integrationspreis 2022: Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration (l.), mit den Ausgezeichneten und Vertretern des Lions Club Düsseldorf Carlstadt, Foto: Michael Gstettenbauer.

Der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt und die Landeshauptstadt Düsseldorf haben den Integrationspreis für herausragende Leistungen zur Förderung von Teilhabechancen in der Pandemie vergeben.

Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration, Dr. Lambert Pechan, Vorsitzender des Hilfswerkes des Lions Clubs Düsseldorf-Carlstadt und Mark Lammerskitten Activity Beauftragter des Clubs, nahmen gemeinsam im Düsseldorfer Rathaus die Preisverleihung vor.

Der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt stattet den Düsseldorfer Integrationspreis mit Preisgeldern von insgesamt 11.000 Euro aus. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ergänzt diesen um weitere 1.000 Euro.

Dr. Konstantin von Busekist, Präsident des Lions Club Düsseldorf-Carlstadt: „Wir haben das Thema Integrationsarbeit bewusst als einen Schwerpunkt in unserer Arbeit gewählt. Gerade auch in schwierigen Zeiten wie einer Pandemie ist die wirksame Unterstützung von wegweisender Bedeutung.“

Mit einem ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro wird das Atrium als Kontakt- und Beratungsstelle für Eingewanderte mit psychischen Belastungen gewürdigt. Diese Arbeit hat dazu beigetragen, dass Geflüchtete darin begleitet werden, auch in subjektiv als unsicher empfundenen Zeiten wieder ein grundlegendes Gefühl für Stabilität und Sicherheit zu entwickeln. Die während der Pandemie aktiv angepassten Angebote umfassen eine offene Beratung, Beratung für psychisch belastete junge Migrantinnen und Migranten, Familienberatung, ergotherapeutische Kreativgruppen, Online Vorträge sowie Aufsuchende Angebote an unterschiedlichen Orten. Die AWO Vita gGmbH wurde in dieser Arbeit durch diverse aktive Kooperationspartner wie den Landschaftsverband Rheinland, die Graf-Recke-Stiftung, das Gesundheitsamt, das Kulturamt sowie durch das Amt für Migration und Integration von Anfang an unterstützt.

Einen zweiten Platz in Höhe von 3.000 Euro erhält das Projekt Frieda des Vereins Königinnen und Helden e.V. für seine Stadtteilarbeit in Oberbilk. Die Projektarbeit von Frieda wurde je nach Stand der Pandemie angepasst: von Einzelberatung über Mappen für Seniorinnen und Senioren sowie Jugendlichen im Stadtteil bis zu Angeboten im Freien. Mittlerweile haben die regulären Begegnungsangebote und Angebote für Frauen wieder ihre Arbeit in den Räumlichkeiten des Vereins aufgenommen.

Der dritte Preis wurde zweimal vergeben: Mit einem dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro wird das Projekt Lernorte des Jugendmigrationsdienstes der Diakonie prämiert. Es bietet Schülerinnen und Schüler der internationalen Förderklassen einen geschützten Raum, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Dazu kooperiert das Projekt mit der Jugendfreizeiteinrichtung Franklin 5 und der Heinrich-Heine-Universität.

Einen zweiten dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro enthält das Projekt Karriere Talk des Düsseldorfer Aktiv Net e.V. Im Rahmen dieses Projektes informieren Expertinnen und Experten der IHK, der lokalen Wirtschaft, des Jobcenters und der Hochschule Düsseldorf über arbeitsmarktrelevante Themenstellungen.

Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury die Initiativgruppe LUNA. Sie hat eine Messenger Gruppe für alle ukrainischen Geflüchteten aufgebaut und liefert Informationen zur Erstorientierung. Weiterhin bietet sie Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe in Düsseldorf, zum Beispiel auch über ehrenamtliche soziale Aktivitäten. Dieser Sonderpreis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration, bedankt sich bei den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich für ihr Engagement: „Die Landeshauptstadt Düsseldorf verpflichtet sich mit ihrem gesamtstädtischen Integrationskonzept, gleiche Teilhabechancen für alle Einwohnerinnen und Einwohner zu realisieren. Die Düsseldorfer Zivilgesellschaft leistet dafür unverzichtbare Impulse.“

Dr. Lambert Pechan, Vorsitzender des Hilfswerkes des Lions Club Düsseldorf-Carlstadt, freut sich über die vielen eingereichten Projekte. „Für die Jury war es wichtig, dass die prämierten Projekte nachhaltige Impulse setzen. Dafür gratulieren wir den Preisträgerinnen und Preisträgern. Bedanken wollen wir uns aber ausdrücklich bei allen Migrantenorganisationen, dass sie neu eingewanderte Menschen unterstützen und zu einer vielfältigen Düsseldorfer Gesellschaft beitragen.“

Ökoprofit: Neue Staffel gestartet

Mit 16 Düsseldorfer Betrieben – und damit so vielen wie nie zuvor – ist das Programm Ökoprofit am Donnerstag, 3. November, in eine neue Runde gestartet. Umweltdezernent Jochen Kral (vorne: 6.v.l.) bei der offiziellen Begrüßung der Teilnehmenden. Foto: Ingo Lammert

Mit 16 Düsseldorfer Betrieben, städtischen Ämtern und Verbänden ist das Programm Ökoprofit mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses in eine neue Runde gestartet. Ökoprofit hilft Betrieben die Umwelt zu entlasten, wertvolle Ressourcen zu sparen, sowie Kooperationen zu gründen. Das Programm ist Bestandteil des Düsseldorfer Klimaschutzprogramms und wird gefördert durch das Land NRWund die Landeshauptstadt Düsseldorf.

In gemeinsamen Workshops und individuellen Beratungen vor Ort in den Unternehmen wird den Teilnehmenden ein praxisnaher Einstieg ins Umwelt- und Klimamanagement geboten. Das Programm Ökoprofit unter Trägerschaft des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutzes und des Amtes für Wirtschaftsförderung, bietet ein starkes Netzwerk mit intensivem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer rund um eine nachhaltige Unternehmensführung. Der Fokus liegt auf den Gebieten „Energie sparen“ und „Ressourcen schonen“, sowie der Senkung der Betriebskosten.

Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität und Umwelt der Landeshauptstadt, gab den offiziellen Startschuss für die gemeinsame Staffel. Anschließend richteten Theresa Winkels, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, und Thomas Loosen, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, Grußworte an die teilnehmenden Betriebe.

Das Netzwerk als Impulsgeber ist ein wichtiger Bestandteil des Ökoprofit-Programms. Der frisch zertifizierte Düsseldorfer Malereibetrieb Franz Menke GmbH gab bei der Auftaktveranstaltung Einblicke und teilte seine Erfahrungen mit den angehenden Ökoprofit-Betrieben und setzte so neue Impulse. Menke hatte unter anderem durch die Anschaffung von Elektro- und Erdgas-Fahrzeugen, einem speziellen Waschsystem für Farbwalzen und Pinsel, sowie der Umrüstung auf Bewegungsmelder in Werkstatt und Lager jährlich rund 8,2 Tonnen Kohlendioxid (CO2), und 5,6 Kubikmeter (m3) Wasser einsparen können.

Übersicht über die Teilnehmenden der 8. Staffel Ökoprofit-Düsseldorf

  1. Autozentrum Josten e.K. (Kfz-Vertrieb)
  2. Brilliant Vermögensverwaltung für den Mittelstand GmbH (Finanzberatung)
  3. Caritasverband Düsseldorf e.V. (Wohlfahrtsverband)
  4. Deutscher Journalisten-Verband Landesverband NRW e.V. (Berufsverband)
  5. Diakonie Düsseldorf e.V. (Campus Holthausen) (Sozialeinrichtung)
  6. Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH
  7. IN VIA, Luisenheim e.V. (Sozialeinrichtung)
  8. Josef van Treeck GmbH (Elektrotechnik, Haustechnik)
  9. Jugendring Düsseldorf e.V. (Gemeinnützige Organisation)
  10. Just Spices GmbH (Gewürzhandel)
  11. KEBO – KELLER & BOHACEK GmbH & Co. KG (Chemische Erzeugnisse)
  12. Lebenshilfe Düsseldorf e.V. (Sozialverband)
  13. Rechtsamt, Stadt Düsseldorf (Behörde)
  14. Schulz & Sohn GmbH Chemische-Erzeugnisse (Chemische Erzeugnisse)
  15. Sportamt, Stadt Düsseldorf (Behörde)
  16. Tourismus NRW e.V. (Touristischer Dachverband NRW)

Das Programm Ökoprofit wird deutschlandweit in mehr als 110 Städten und Kreisen angeboten, mit mehr als 200 Staffeln alleine in Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf sind seit 2008 69 Betriebe im Rahmen von Ökoprofit zertifiziert worden. Seit Einführung des Programms konnten über 32.000.000 Kilowattstunden Energie, 100.000 m3 Wasser und 200 Tonnen Abfall eingespart werden. Dieses entspricht in etwa die Vermeidung von 14.000 Tonnen CO2 Emissionen.

Ein Jahr nach der Eröffnung: Die neue Zentralbibliothek feiert Geburtstag – Eröffnung des „Düsseldorfer Lesefestes“ findet ebenfalls im KAP1 statt

Ein Jahr Zentralbibliothek im KAP1: OB Dr. Keller (2.v.l.), Miriam Koch(l.), Dezernentin für Kultur und Integration, Dr. Norbert Kamp, Direktor der Stadtbüchereien und Martina Leschner, stellvertretende Leiterin der Zentralbibliothek
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Am morgigen Sonntag feiert die neue Düsseldorfer Zentralbibliothek KAP1 ihren einjährigen Geburtstag. Dazu wird es ein buntes Programm mit Lesungen, Kultur und Musik geboten. Oberbürgermeister Stephan Keller freut sich, dass es so viele Menschen bereits in die Bücherei am Hauptbahnhof gezogen hat. Mittlerweile zählt die Bibliothek rund eine Million Besucherinnen und Besucher. Auch das „Düsseldorfer Lesefest“ wird am 14. November im KAP1 eröffnet. Mehr Infos dazu unter: www.leseban.de.

Zum Geburtstag kann die Zentralbibliothek richtig feiern: Im ersten Jahr konnte sie im KAP1 rund 1.000.000 Besucherinnen und Besucher zählen.

Im Rahmen eines Pressegesprächs haben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration, Dr. Norbert Kamp, Direktor der Stadtbüchereien und Martina Leschner, stellvertretende Leiterin der Zentralbibliothek, Bilanz gezogen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Auf die neue Zentralbibliothek im KAP1 können wir außerordentlich stolz sein.Wir haben hier eine moderne Bibliothek des 21. Jahrhunderts geschaffen, die mit ihren vielfältigen Angeboten Maßstäbe setzt. Ich freue mich, dass sie als Kultur- und Bildungszentrum mitten im Herzen der Stadt bereits im ersten Jahr 1.000.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen konnte.“

Die neue Zentralbibliothek vor dem Hauptbahnhof hat viele Interessierte angelockt. Zudem kamen zahlreiche Fachbesucherinnen und -besucher aus dem Umland, aus ganz Deutschland und aus dem Ausland. Insgesamt 1.374.380 Ausleihen verzeichnete die Zentralbibliothek im letzten Jahr. Rund 7.000 Menschen meldeten sich neu an, hinzu kommen 1.300 Online-Anmeldungen für das Gesamtsystem. Innerhalb eines Jahres fanden 824 Veranstaltungen, 298 Führungen und 6 Ausstellungen statt. Sehr gut angenommen werden die erweiterten Öffnungszeiten. Sonntags kommen im Schnitt 2.200 Besucherinnen und Besucher in die Zentralbibliothek.

Vielfältige Möglichkeiten in der neuen Zentralbibliothek
Mit dem KAP1 ist ein kultureller Ort der Begegnung im Zentrum der Landeshauptstadt entstanden. Die verschiedenen dort verorteten Institutionen wie die Zentralbibliothek oder das FFT bieten nicht nur Bildungs- und Kulturangebote, sondern schaffen zudem einen Raum für Begegnungen und Austausch.

Miriam Koch, Dezernentin für Kultur und Integration: „Bildung und kulturelle Angebote sind essentiell für eine Stadtgesellschaft und für eine gelingende Integration. Die Zentralbibliothek im KAP1 bietet beides und ist darüber hinaus ein Ort des Miteinanders und der Begegnung mit ausgesprochen hoher Aufenthaltsqualität.“

Konzeptionell ist die neue Zentralbibliothek als Herz sowie als Hirn geplant worden – die erste Ebene mit Belletristik, Kinderbücherei, Jugendbücherei und LibraryLab, die zweite Ebene mit der Sachliteratur. Ihre Seele wurde der Zentralbibliothek aber erst durch die Begegnungen zwischen den Menschen eingehaucht. Eine Kinderbibliothek, eine eigene Jugendbibliothek, das LibraryLab, 14 Veranstaltungsräume, Gruppenarbeitsräume, Studios, das Bibliothekscafé „Xafé“ und der Dachgarten bieten vielfältige und attraktive Möglichkeiten. Besonders häufig wird die neue Zentralbibliothek von Familien mit Kindern besucht. Insbesondere an den Wochenenden erobern sie die Kinderbibliothek. Schülerinnen und Schüler sowie Studierende nutzen die vielen Arbeitsplätze und Lernboxen der Zentralbibliothek, um alleine oder in Gruppen zu lernen.

Die Besucherinnen und Besucher finden in der neuen Zentralbibliothek einen Ort zum Stöbern, Zeitunglesen, Lernen, Unterhalten, Innehalten, Kaffee trinken – und sogar Heiraten. „Wir sind glücklich, dass wir mit der neuen Zentralbibliothek einen offenen und freundlichen Raum in der Stadt schaffen konnten, an dem sich so viele Menschen wohl fühlen“, betont Dr. Norbert Kamp, Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf.

Jubiläumsprogramm
Ein Jahr nach der Eröffnung lädt die neue Zentralbibliothek im KAP1 am Sonntag, 6. November, von 13 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Zum einjährigen Bestehen werden Interessierte mit kleinen Häppchen Musik, literarischen Schnipseln sowie klugen und witzigen Interventionen von Slam-Poeten beschenkt:

  • Heftig-humorvolles Literatainment im Freiraum mit den Slam-Poeten der Düsseldorfer Lesebühne „Unter Elchen“ (14 und 15 Uhr) und der Slam-Poetin Antje (13.30 und 16.30 Uhr).
  • Mitmachaktionen in der Kinder- und Jugendbibliothek: Glitzertattoos, Sami der Lesebär und Kleinkunst
  • Digitales Schnuppern im LibraryLab mit VR-Brillen, 3D-Druck und Retrogaming
  • Musikalisches Wandelkonzert des Düsseldorfer Toy Piano Festivals in der ganzen Bibliothek mit kleinen und großen Klavieren und Gästen (15.30 Uhr)
  • Spannendes im „esKAPe Room“ sowie mit dem Team „Vier Null“, dem Düsseldorfer True Crime Podcast (16 Uhr)
  • Insider-Führungen durch das Backoffice der Zentralbibliothek
  • Einblicke in die Arbeit des Literaturbüros NRW e.V. im Forum
  • Auch das FFT öffnet seine Räume für kleine und große Besucherinnen und Besucher. Hier gibt es Führungen durch die Theaterräume und Aktionen für Kinder.

Broschüre dokumentiert Entwicklung des KAP1
Um die Planung, das Konzept, die Entwicklung und das Ergebnis der neuen Zentralbibliothek zu dokumentieren und anschaulich darzustellen, wurde die 85-seitige Broschüre „Menschen Medien Möglichkeiten. Die Zentralbibliothek Düsseldorf im KAP1“ erstellt und zum einjährigen Geburtstag veröffentlicht. Die Broschüre stellt die Bibliothek der Zukunft vor, zeigt die Möglichkeiten der Zentralbibliothek als Lernort, Leseinsel und Labor. Sie stellt die beteiligten Planerinnen und Planer, Architekten und Architektinnen vor, die das ehemalige Postamt zum Kulturhotspot entwickelt haben und sie gibt einen Einblick in die Geschichten und die Logistik des Umzugs der Zentralbibliothek.

Die neue Zentralbibliothek im KAP1 auf einen Blick:

  • 600 Arbeitsplätze
  • 60 PC Arbeitsplätze
  • Freies WLAN
  • 13 Gruppenarbeitsräume
  • 14 Veranstaltungsorte
  • Bibliothekscafé Xafé
  • 8.000 Publikumsfläche
  • Viel Platz für Begegnung und Kultur
  • Transparenz
  • 74 Öffnungsstunden
  • 7 Tage/Woche geöffnet
  • 2.000 Steckdosen
  • 1.000.000 Besucherinnen und Besucher in 12 Monaten

Ein Video zu diesem Thema wird im Laufe des Tages auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf

DIGITALK der Unternehmerschaft Düsseldorf zur studienintegrierenden Ausbildung der FOM am Max-Weber-Berufskolleg

Seit dem Schuljahr 2021/22 bietet die FOM Hochschule in Kooperation mit dem Düsseldorfer Max-Weber-Berufskolleg für den Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ erstmalig eine ganz neue Zusatzqualifikation an: SiA, was für „studienintegrierende“ Ausbildung steht.

Mit diesem Angebot soll vor allem die Attraktivität dieser kaufmännischen Ausbildung gesteigert werden und hierdurch eine besondere Zielgruppe für die Ausbildung erreicht werden: Leistungsorientierte Nachwuchskräfte für Ihr Team!

Wofür SiA im Detail steht und wie flexibel es sich umsetzen und anwenden lässt, erfahren Sie in unserem kommenden DigiTalk:Ausbildung. HERZLICHE EINLADUNG! Link: ZUR ANMELDUNG BITTE HIER KLICKEN!

Leitet das Düsseldorf Max-Weber-Berufskolleg: Sabine von Zedlitz-Neukirch

Warnstreiks in der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie sollen auch in der kommenden Woche fortgesetzt werden

RA Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie, vertritt die Düsseldorfer Betriebe im aktuellen Tarifkonflikt mit der IG Metall.

In der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie rumort es gewaltig. Nach dem die Friedenspflicht beendet ist, kommt es auch in Düsseldorf immer wieder zu Warnstreiks, beispielsweise gestern im Sprinter-Werk in Rath. In der kommenden Woche sollen Betriebe im Düsseldorfer Süden bestreikt werden. 

Die Arbeitgeberseite hat bereits einen fairen Kompromissvorschlag vorgelegt, doch die Gewerkschaft beharrt auf den nicht realisierbaren 8 Prozent. Unser Vorschlag sieht die vollständige Ausschöpfung der vom Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro vor. Ein Vorschlag, der zu einer gerechten Verteilung der Belastungen von Betrieben und Beschäftigen beiträgt.

Auch eine Tabellenerhöhung ist durchaus möglich. Ein näher beziffertes Angebot können wir aber erst unterbreiten, wenn wir von der IG Metall eine verlässliche Zusage zu einer entsprechend langen Laufzeit haben.

Egbert Neuhaus, unser stellvertretender NRW-Verhandlungsführer, sagt dazu: „Mit Blick auf die von Tag zu Tag schlechter werdende wirtschaftliche Situation brauchen unsere Unternehmen nun schnell und langfristig Planungssicherheit. Wir haben immer betont, angesichts der exorbitanten Preissteigerungen insbesondere für Energie Verständnis für die Sorgen unserer Beschäftigten zu haben. Dem wollen wir mit unserem Angebot Rechnung tragen.

Die wirtschaftliche Situation in den Düsseldorfer Betrieben ist sehr unterschiedlich. Allerdings befinden sich zahlreiche Betriebe in einer sehr schwierigen Situation, beispielsweise wenn man die Autoproduktion, an Automobilzulieferer, an die Gießereien und an die Unternehmen denkt, die auch intensiv im Außenhandel unterwegs sind.

In dieser sehr komplexen Situation bedeuten 3.000 EUR steuer- und abgabenfrei beispielsweise für die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen ein Lohnplus, das mehr als zehn Prozent eines Jahresverdiensts entspricht. In der Entgeltgruppe 7 (Facharbeiter) entspricht das Nettoplus immer noch mehr als acht Prozent eines Jahresverdiensts.

Die Gewerkschaft spricht selbst davon, dass die Lasten angesichts der enormen Herausforderungen für Betriebe und Beschäftigte fair verteilt werden müssten. Ihre Forderung nach acht Prozent mehr für zwölf Monate zielt jedoch darauf ab, die Belastungen für die Beschäftigten vollständig zu kompensieren – zu Lasten der Betriebe, die genauso unter stark gestiegenen Kosten leiden. Denken wir nur an die Energiekrise, an die unterbrochenen Lieferketten und an die zahlreichen Produktionsausfälle durch fehlendes Material. Ganz zu schweigen von den von Tag zu Tag extrem steigenden Materialpreisen.

Wir rutschen aktuell in eine tiefe Rezession, haben also kein Wachstum, das es zu verteilen gibt. Deshalb müssen wir auch die Belastungsgrenzen unserer Betriebe fest im Blick behalten. Unser Vorschlag ist daher ein kluger Kompromiss, der unsere Beschäftigten entlastet, aber auch unsere Firmen nicht überfordert. Wir müssen diese schwierige Zeit gemeinsam durchstehen.

Rheinmetall-Ladebordsteine – ein innovatives Ladelösungskonzept zur Förderung der E-Mobilität in Innenstädten und Ballungsräumen

Rheinmetall plant ein neues System für E-Autos in der Stadt. Im Bild der E-Sprinter, der in Düsseldorf gebaut wird. Das Rheinmetall-System leistet einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat auf der Fachkonferenz VDE E-Mobility Conference ein neuartiges Ladelösungskonzept für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Die Rheinmetall-Ladebordsteine fügen sich nahezu unsichtbar ins Stadtbild ein und bieten Möglichkeiten, die Herausforderungen bestehender Ladesysteme – etwa hoher Platzbedarf, geringe Punktedichte, Verschlechterung des Stadtbildes und hohe Kosten – zu lösen.

Hierzu setzt die Rheinmetall-Entwicklung im Gegensatz zu anderen am Markt befindlichen Ladelösungen auf die Ertüchtigung und intelligente Nutzung vorhandener städtischer Infrastruktur. Durch Integration von Ladeelektronik in einen Bordstein wird dieser faktisch zur „Ladesäule“, ohne jedoch die für die anderen Verkehrsteilnehmer mit einer Ladesäule verbundenen Einschränkungen zu verursachen. Weiterhin lassen sich Elektrofahrzeuge hiermit direkt am Bordstein laden, ohne lange Kabel über Gehwege legen zu müssen.

Das Rheinmetall-System leistet einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Hintergrund: Schon zu Beginn des Elektromobilität-Booms wissen viele Städte und Kommunen kaum, wie ausreichend Flächen zur Errichtung von Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden können – entsprechend sieht der Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung vom Oktober 2022 hier starken Handlungsbedarf. Gerade im innerstädtischen Raum sind freie Flächen knapp, sodass die Errichtung neuer Infrastruktur sehr häufig nur auf Kosten anderer Stakeholder im Straßenraum möglich ist. Das Ausweichen auf größere (Schnell-) Ladeparks am Stadtrand kommt hingegen für viele Konsumenten insbesondere aus Zeit- und Kostengründen nicht in Frage. Damit droht die Gefahr, dass der Hochlauf der Elektromobilität in Ballungsräumen ins Stocken gerät, bevor dieser richtig angefangen hat.

In den vergangenen Monaten hat ein Team des Rheinmetall Technology Centers intensiv an einer Lösung gearbeitet, bestehende städtische Infrastruktur zu ertüchtigen, ohne dabei Beschränkungen in der Ladepunktdichte in Kauf nehmen zu müssen, wie es z.B. bei Laternenladern der Fall ist. Das Ergebnis ist ein modularer Ladebordstein, der bis zu 22kW AC-Laden ermöglicht und per Open Charge Point Protocol (OCPP) in bestehende Backend-Systeme bzw. bereits vorhandene Ladesystemstrukturen integriert werden kann.

Bei der Entwicklung wurde der einfachen Nachrüstbarkeit und Wartung ein hoher Stellenwert beigemessen. So ist es möglich, komplette Straßenzüge oder Parkplätze für die Integration von Ladebordsteinen vorzubereiten und eine spätere Skalierbarkeit zu ermöglichen. Durch die Vorbereitung bzw. Erschließung größerer Flächen lassen sich u.a. hinsichtlich Planung, Bewilligung, Baumaßnahmen etc. Synergien erreichen, um Installationskosten zu reduzieren. Dafür werden sogenannte Dummybordsteine an den gewünschten Ladestandorten installiert. Das Elektronikmodul wird nachgerüstet, sobald der lokale Bedarf durch den Anstieg der Elektromobilität ausreichend hoch ist. Die Nachrüstung ist dabei in wenigen Minuten ausführbar – ebenso die Wartung, für die die Elektronikeinheit einfach entnommen werden kann. Die Systeme sind auf die Umweltbedingungen im Straßenraum ausgelegt, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

Neben dem Laden am Straßenrand können weitere Nutzungsmöglichkeiten adressiert werden. Vom Laden beim Arbeitgeber über Außenstellplätze an Ein- oder Mehrfamilienhäusern bis hin zu Geschäftsparkplätzen bringt das System die notwendigen Funktionalitäten mit, um dem Nutzer ein einfaches, schnelles und komfortables Laden zu ermöglichen.

Da Sicherheit bei Rheinmetall Teil der DNA ist, werden die Systeme aktuell umfangreichen Langzeittests unterzogen, bevor diese erstmalig im Rahmen eines Pilotprojekts im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen. Rheinmetall stellt mit der vorgestellten Lösung einen wichtigen Baustein bereit, um das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte in Deutschland bis 2030 erreichbar zu machen.

Noch 50 Tage bis Weihnachten: Händler hoffen auf Umsatzimpulse

Der Düsseldorfer Handel hofft auf Umsatzimpulse im Weihnachtsgeschäft. Im Augenblick sieht es „mau“ aus.

In 50 Tagen ist Weihnachten. Die bange Frage im Handel: Wie wirkt sich die Krise auf den Umsatz aus? Viele Händler rechnen damit, dass sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zurückhalten werden. Obwohl das Bild, dass wir in der Innenstadt erleben, ein anderes ist. Bereits am frühen Nachmittag füllen sich die Parkhäuser rund herum um KÖ und Schadowplatz stark und samstags scheint es besonders voll zu sein. Das KÖ-Bogen-Parkhaus war zuletzt teilweise ausgebucht (Foto unten).

Große Sorgen bereitet den Händler die Energiekrise. Deutlich geschwächt kommen viele Handelsbranchen aus den vergangenen beiden Pandemiejahren und stehen nun vor rasant steigenden Energiekosten bei zunehmend schlechter Konsumstimmung. Der nordrhein-westfälische Einzelhandelsverband (Präsident Michael Radau und Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Achten) stellte kürzlich in Düsseldorf eine aussagekräftige Umfrage vor. Radau: „Wir sind in herausfordernden Zeiten!“

Gut die Hälfte der Händler (57%) berichtet laut Umfrage über eine deutlich geringere (39%) oder gar drastisch geringere (18%) Kundenfrequenz bei gleichzeitiger Strompreiserhöhung von durchschnittlich 87% und Wärmeenergiepreiserhöhung von 99%. „Das bedeutet, dass mitunter kerngesunde Unternehmen in eine Schieflage geraten, aus der sie alleine nicht mehr herauskommen!“, erläutert Achten. Und da kämen die aktuelle Kaufzurückhaltung und weitere Faktoren wie teurere Logistik etc. noch oben drauf.

Die Aktivität der Energiesparmaßnahmen im Handel ist indes enorm. Laut Umfrage planen vier von fünf (82%) Unternehmen individuelle Schritte zur Einsparung, jedes vierte beteiligt sich an gemeinschaftlichen Maßnahmen. Die Bandbreite reicht von kürzeren Beleuchtungs- oder sogar Öffnungszeiten über reduzierte Raumtemperaturen bis hin zur Stilllegung von Rolltreppen.

Wir dürfen also gespannt bleiben, wie sich das Weihnachtsgeschäft in Düsseldorf auswirken wird: entweder Daumen nach oben oder nach unten. Wir hoffen: nach oben!

Rheinmetall und 4iG gründen Gemeinschaftsunternehmen in Ungarn – Joint Venture erbringt IT-Dienstleistungen für den Technologiekonzern

Vorstand der Rheinmetall AG: Armin Papperger

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG und die 4iG PLC haben ein IT-Joint-Venture in Budapest gegründet und damit einen weiteren Schritt in ihrer strategischen Zusammenarbeit vollzogen. 4iG ist mit 51% an der „Rheinmetall 4iG Digital Services LLC“ (R4) beteiligt, Rheinmetall hält die restlichen 49% der Anteile. Das Unternehmen wird ab dem Jahr 2023 IT-Dienstleistungen für die lokalen und globalen Tochtergesellschaften von Rheinmetall sowie potenziell auch für Dritte erbringen. Das neue Joint Venture ist für beide Seiten von Vorteil: Es stärkt die IT-Kompetenz von Rheinmetall und verschafft 4iG einen besseren Zugang zum globalen Markt für IT-Dienstleistungen.

Rheinmetall und 4iG arbeiten bereits seit Anfang 2022 eng zusammen. Die technologischen und regionalen Stärken sowie die gemeinsamen Wachstumsambitionen ergänzen sich ideal. Rheinmetall ist ein führendes Systemhaus in der Verteidigungsindustrie, wo der IT-Bedarf kontinuierlich steigt, und verfügt über eine starke Präsenz in Westeuropa – zwei potenzielle Wachstumsfelder für 4iG. 4iG wiederum ist ein führendes Unternehmen in der IT-Branche und verfügt über eine starke Präsenz in Ostmitteleuropa – zwei wichtige Wachstumsbereiche für Rheinmetall. Die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen ist daher ein logischer Schritt und hat nun einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.

Aufgabe der Rheinmetall 4iG Digital Services LLC (R4) ist es, projekt- und betriebsbezogene IT-Dienstleistungen für die lokalen Rheinmetall-Tochtergesellschaften in Ungarn, aber auch weltweit zu erbringen. Basierend auf den geschäftlichen Anforderungen und Möglichkeiten plant das Unternehmen, den Umfang seiner Dienstleistungen für interne und auch externe Kunden schrittweise zu erweitern.

„Die Gründung dieses Joint Ventures ist nicht nur ein Bekenntnis zum Standort Ungarn“, erklärt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, „es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Kompetenz von Rheinmetall im Bereich der digitalen Technologien. Wir sehen in der Zusammenarbeit mit 4iG, insbesondere in diesem Joint Venture, ein großes Potenzial. Wir setzen auf eine starke und fruchtbare Zusammenarbeit, die für 4iG und Rheinmetall eine klare Win-Win-Situation darstellt.“

Gellért Jászai, Vorstandsvorsitzender der 4iG PLC: „Internationales Wachstum ist einer der Eckpfeiler der Geschäftsstrategie von 4iG und bestimmt die Entwicklung des Konzerns sowie unsere Geschäftsentscheidungen. Das von Rheinmetall und 4iG gegründete IT-Joint-Venture ist ein großer Schritt nach vorn, denn wir können nicht nur unsere Position im Bereich der digitalen Verteidigungsdienstleistungen stärken, sondern 4iG wird nach der Kooperation in Ungarn auch ein globaler Partner von Rheinmetall werden.“

Ergänzende Informationen:

Die in Budapest ansässige 4iG PLC ist Ungarns führender IT-Systemintegrator mit einem bedeutenden Anteil an den nationalen und regionalen Telekommunikationsmärkten. Das Unternehmen ist seit über 27 Jahren auf dem Markt für innovative, branchenunabhängige IT-Technologien tätig und hat in dieser Zeit seine Dienstleistungen und sein Portfolio kontinuierlich erweitert, um den sich ändernden Bedürfnissen und Anforderungen des IKT-Marktes gerecht zu werden. 4iG beschäftigt mehr als 6.900 Mitarbeiter. Als Anbieter eines breiten Spektrums an Lösungen ist das Unternehmen führend in den Bereichen Informationstechnologie, Telekommunikation, Satellitentelekommunikation und Entwicklung von Telekommunikationsinfrastrukturen. Das an der Budapester Börse notierte Unternehmen strebt eine dominierende Marktposition in einem breiten Spektrum von Informations- und Kommunikationsdienstleistungen in Ungarn, Ostmitteleuropa und dem westlichen Balkan an.

www.4ig.hu

Die börsennotierte Rheinmetall AG ist als integrierter Technologiekonzern mit mehr als 130 Jahren Erfahrung ein starkes, international erfolgreiches Unternehmen. Der Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweit über 25.000 Mitarbeiter. Mit einem innovativen Produkt- und Dienstleistungsangebot und 210 Tochtergesellschaften ist Rheinmetall in 52 Ländern auf sechs Kontinenten präsent. Rheinmetall ist bewährter Partner der Streitkräfte zahlreicher Länder und auch in der zivilen Technik stark vertreten. So entwickelt und produziert Rheinmetall Produkte für die Automobilindustrie und andere Industriezweige. Für militärische Kunden entwickelt und produziert der Konzern Kampffahrzeuge, moderne Verteidigungssysteme, IT-Lösungen, Waffen und Munition. Der Umsatz der Rheinmetall AG lag im Jahr 2021 bei über 5,8 Milliarden Euro.

www.rheinmetall.com

M+E-Tarifrunde 2022 in Düsseldorf: erste Streiks – nächster Verhandlungstag: 10.11.2022

In Düsseldorf finden in diesen Stunden erste Warnstreiks statt. In der kommenden Woche sollen Betriebe im Düsseldorfer Süden bestreikt werden, berichtet die RP. Der vierte Verhandlungstag findet am 10. November statt. Die Arbeitgeber hatten bereits am dritten Verhandlungstag ein Angebot vorgelegt. Dieses sieht wie folgt aus:
+ Die Beschäftigten erhalten die steuer- und beitragsfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro innerhalb einer Laufzeit von 30 Monaten.
+ Zusätzlich wird eine Tabellenerhöhung während dieser Laufzeit in Aussicht gestellt.
+ Das Angebot ist gebunden an die Vereinbarung einer dauerhaften, automatischen Differenzierung.
+ Überdies soll die Möglichkeit für die betriebliche Vereinbarung einer Variabilisierung geschaffen werden.
Außerdem erwarten die Arbeitgeber eine Verständigung über einen Prozess, wie auf eine Energienotlage während der Laufzeit des Tarifvertrages reagiert werden soll.

Für die Arbeitgeber bezeichnete Egbert Neuhaus, stellvertretender Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), das Angebot als „fair und angesichts der extrem angespannten Wirtschaftslage angemessen“. Es sei ein Vorschlag, auf dessen Grundlage nun zügig mit dem Ziel einer raschen Einigung weiterverhandelt werden könne. „Mit Blick auf die von Tag zu Tag schlechter werdende wirtschaftliche Situation brauchen unsere Unternehmen nun schnell und langfristig Planungssicherheit“, betonte Neuhaus. Die Metallarbeitgeber seien bereit, den vom Gesetzgeber in Aussicht gestellten Spielraum der steuer- und beitragsfreien Einmalzahlung bei dieser langen Laufzeit vollständig auszuschöpfen. „Wir haben immer betont, angesichts der exorbitanten Preissteigerungen insbesondere für Energie Verständnis für die Sorgen unserer Beschäftigten zu haben. Dem wollen wir mit unserem Angebot Rechnung tragen“, sagte Neuhaus.

Die Lösung der Tarifrunde 2022 sei angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen außerordentlich herausfordernd. Die Energiepreiskrise sei für den Wirtschafts- und Industriestandort eine existenzielle Gefahr. Und auch Mangellagen in diesem, aber auch im nächsten Winter seien weiterhin nicht ausgeschlossen. Die Folgen für Betriebe und Arbeitsplätze wären dramatisch. Das alles sorge für eine enorme Verunsicherung in den unter einem massiven Kosten- und Wettbewerbsdruck stehenden Unternehmen. Eine Umfrage des Verbandes habe jüngst noch einmal ergeben, dass das Gros der Betriebe von den Auswirkungen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erheblich betroffen sei, nicht wenige sogar existenziell.

Vor diesem Hintergrund sei es unabdingbar, dass die enorme Heterogenität der wirtschaftlichen Lage in den Unternehmen tarifpolitisch Berücksichtigung finde. „Wir brauchen zwingend eine dauerhafte, automatische Differenzierung“, so Neuhaus. Zugleich eröffne das Angebot die langfristige Perspektive für eine von der IG Metall geforderte Tabellenerhöhung. „Hier sind wir gesprächsbereit, brauchen aber eine belastbare Zusage für eine entsprechend lange Laufzeit“, betonte er. Insgesamt sei der Vorschlag ein Kompromiss, der die Beschäftigten zusätzlich zu den von der Politik in Aussicht gestellten Hilfen weiter entlaste, die Betriebe aber auch nicht überfordere. „Unsere Unternehmen müssen konkurrenzfähig bleiben“, sagte Neuhaus. Es sei jetzt enorm wichtig, die schweren Zeiten gemeinsam zu bewältigen, damit die Metall- und Elektroindustrie an ihren heimischen Standorten in die Transformation investieren und damit eine Zukunft haben könne.

Schulleitungskongress 2022 in Düsseldorf: Innovationsschub für Schulen durch ganzheitliches digitales Konzept

Auf dem Deutschen Schulleitungskongress 2022, der vom 10. bis 12. November 2022 im Congress Center Düsseldorf stattfindet, stellt die Stiftung Digitale Bildung ihr ganzheitliches Konzept zur Digitalisierung in den Schulen vor.

Stiftungsvorstand Jürgen Biffar erklärt, wie digitale Lehrwerke einen Unterricht ermöglichen, der aktuelle didaktische Prinzipien umsetzt, die Lernenden motiviert und ihre Aufmerksamkeit bindet. Dabei wird er auch über die Erfahrungen und Evaluationen des Praxiseinsatzes der neuen Lernsoftware Brainix berichten.

„Mehr Lernerfolg durch digitales Lernen?“ ist der Titel des Vortrags von Jürgen Biffar auf dem DSLK 2022. Dieser Frage wird er nachgehen, indem er das Konzept ganzheitlicher digitaler Lehrwerke darstellt, die an den jeweiligen Lehrplänen orientiert sind und Lehrbücher komplett ersetzen können. Sie ermöglichen modere Unterrichtsmodelle wie „Flipped Classroom“, unterstützen das selbstregulierte Lernen und sorgen durch ihr multimediales und multisensorisches Design sowie Gamification für hohe Aufmerksamkeitsbindung. Darüber hinaus trägt die implizite Vermittlung der Lerninhalte durch Storytelling zur Erhöhung des Lernerfolgs bei.

Weiterhin wird Jürgen Biffar über den praktischen Einsatz der Lernsoftware Brainix berichten, die an verschiedenen Schulen im vergangenen Schuljahr im Dauereinsatz war. Lehrende und Lernende wurden zur Nutzung der Software befragt und haben ihre Erfahrungen dargelegt. Jürgen Biffar wird in seinem Vortrag auch detaillierte Case Studies vorstellen, die zum Einsatz der Lernsoftware im Schuljahr 2021/22 an drei Gymnasien erstellt wurden.

Jürgen Biffar hält seinen Vortrag im Schwerpunkt “ Mit Digitalisierung in die Zukunft“ im Praxisforum des DSLK 2022 am 11. November um 14 Uhr. Im Ausstellungsbereich vor dem Vortragssaal ist die Stiftung Digitale Bildung mit einem Stand (Nr. 68) vertreten, an dem sich Kongressteilnehmende über die Stiftungsaktivitäten und insbesondere die Lernsoftware Brainix eingehend informieren können.

Weitere Infos zur Stiftung Digitale Bildung und Brainix: https://www.digi-edu.org/ und https://www.brainix.org/