Eine Erfolgsgeschichte über 60 Jahre: Jubiläum im Mercedes‑Benz Werk Düsseldorf!

Mercedes-Benz: 60 Jahre Werk Düsseldorf

60 Jahre Transporter aus dem Hause Mercedes‑Benz, darunter die Transporter-Ikone Sprinter und genauso historische Legenden wie etwa der ‚Bremer‘ und der ‚Düsseldorfer‘– darauf kann das Mercedes‑Benz Werk Düsseldorf heute zurückblicken. Anfang der sechziger Jahre übernahm die damalige Daimler-Benz AG das Düsseldorfer Werk von der Auto Union. 1962 gegründet, hat es sich zum größten Transporterwerk der heutigen Mercedes-Benz Group AG entwickelt. Bis heute wurden am Standort mehr als 4,9 Millionen Fahrzeuge produziert. Seit 1995 laufen hier die geschlossenen Baumuster des Mercedes‑Benz Sprinter vom Band, seit Ende 2019 auch der eSprinter. Innovation und Qualität zählen wie am ersten Tag zu den Markenzeichen des Werks.

„Ich gratuliere dem Werk und der Mannschaft ganz herzlich zum 60. Geburtstag – einem ganz besonderen Jubiläum. Das Werk Düsseldorf ist von jeher eine tragende Säule in unserem weltweiten Produktionsverbund. Mit dem Start der eSprinter-Serienproduktion Ende 2019 hat das Team dies einmal mehr bewiesen“, sagt Dr. Ingo Ettischer, Leiter Produktion bei Mercedes-Benz Vans. „Ich danke der Mannschaft, die sich bereits heute mit größtem Engagement und vollem Einsatz auf die nächste Generation des eSprinter vorbereitet. Hinzu kommt die zunehmende Digitalisierung der Produktion. All das erfordert Innovationskraft, Know-how und Professionalität – was die Düsseldorfer Mannschaft eindrücklich jeden Tag unter Beweis stellt.“

„Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf gratuliert dem Mercedes‑Benz Werk Düsseldorf ganz herzlich. Seit Jahrzehnten stehen wir in einem sehr guten Kontakt zum Werk und konnten das Unternehmen gerade in den letzten Jahren bei der Werkserweiterung unterstützen, um den Standort weiter zukunftsfähig aufzustellen“, sagt der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass mit Mercedes‑Benz als international tätigem Mobilitäts- und Industrieunternehmen seit 60 Jahren ein sehr wichtiger Konzern in Düsseldorf ansässig ist und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Werks und von Mercedes‑Benz Vans leistet die Belegschaft. Michael Hellmann, Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Düsseldorf: „Dieses Jubiläum wäre ohne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht denkbar. Die hohe Qualität, auch im Bereich der eVans, wird in Düsseldorf von einer kompetenten und engagierten Mannschaft gesichert, die auch in herausfordernden Zeiten stets ein hohes Maß an Flexibilität und dabei hervorragende Leistungen zeigt. Dafür danke ich meinem Team sehr und freue mich, ab 2023 die nächste Generation des eSprinter mit ihm zu bauen.“

Mercedes-Benz: 60 Jahre Werk Düsseldorf
Mercedes-Benz: 60 years plant Düsseldorf

Für eine nachhaltige Zukunft

„Wir beim Van verfolgen den Ansatz einer ganzheitlich nachhaltigen Mobilität, nicht nur bei den Produkten, sondern auch in der Produktion“, betont Dr. Ingo Ettischer. „Dafür investieren wir in unsere Standorte und Produkte. Für die nächste Generation des eSprinter, die ab der zweiten Jahreshälfte 2023 hier gebaut wird, investieren wir in Düsseldorf rund 50 Millionen Euro. Bereits ab diesem Jahr produzieren wir weltweit in unseren eigenen Van-Werken CO2-neutral.“

Leiser und lokal emissionsfreier Transport – dafür stehen alle elektrischen Vans von Mercedes‑Benz. Auch das Werk Düsseldorf setzt konsequent auf Nachhaltigkeit: Ab 2022 wird das Werk auf eine CO2‑neutrale Produktion umgestellt. Dazu werden Emissionen wo irgend möglich vollständig vermieden und konsequent reduziert, zum Beispiel durch neue Mobilitätssysteme wie einen On-Demand-Werk-Shuttle, fahrerlose Transportsysteme und Flurförderzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Darüber hinaus ist es erklärtes Ziel, beim Bezug von Strom vollständig zu regenerativen Quellen zu wechseln. Ein weiteres Beispiel: Bereits seit 2012 ist das Werk eine papierlose Fabrik, das heißt Tablets ersetzen Papiere für alle Informationen und erforderlichen Dokumentationen im Produktionsdurchlauf. All diese Maßnahmen ergänzen sich und tragen dazu bei, die selbst gesetzten, ambitionierten Ziele schnell zu erreichen und damit einen umfassenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mercedes‑Benz bekennt sich klar zum Pariser Klimaschutzabkommen. Die Serienproduktion des eSprinter, beheimatet im Werk Düsseldorf, leistet dazu seit Ende 2019 einen wesentlichen Beitrag. Rund 330 Millionen Euro hat Mercedes-Benz Vans in Summe in die Modernisierung und den technischen Ausbau für die neue Antriebsvariante investiert. Die vollelektrischen Fahrzeuge werden neben den konventionell angetriebenen Modellen auf einer Produktionslinie gebaut. Das schafft die notwendige Flexibilität für nahezu alle Kunden- und Marktanforderungen.

Neben den umfassenden Investitionen in die Produktion hat das Werk auch massiv in Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert. Seit der Entscheidung, den eSprinter in Düsseldorf zu bauen, hat sich das Werk zum Kompetenzzentrum für Elektroantriebe entwickelt und das notwendige Know-how aufgebaut. Bis heute wurden bereits mehr als 2.800 Beschäftigte für den Umgang mit Hochvolttechnologie und für die Montage dieser qualifiziert.

Mercedes-Benz eSprinter Werk Düsseldorf
Mercedes-Benz eSprinter plant Düsseldorf

Ein Werk mit gesellschaftlicher Verantwortung

Auch für die Region ist der Produktionsstandort von Bedeutung: als einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in Düsseldorf sowie durch sein gesellschaftliches und soziales Engagement. Als bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region ist man sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und leistet auch in diesem Bereich Vorbildliches. So würdigte beispielsweise die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf das Werk mit dem Aus- und Weiterbildungspreis 2020.

Auch die Unterstützung Benachteiligter ist dem Werk Düsseldorf ein wichtiges Anliegen. Regelmäßig gehen Sach- und Geldspenden an soziale Einrichtungen wie zum Beispiel die Diakonie, das Kinderhospiz, den Gute-Nacht-Bus und die Bürgerstiftung. „Als Düsseldorfer Traditionswerk ist uns lokales Engagement eine echte Herzensangelegenheit – wir wollen einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern, Gesundheitsinitiativen voranbringen und einen sozialen Beitrag leisten“, erklärt Michael Hellmann, Standortverantwortlicher des Mercedes‑Benz Werks Düsseldorf. Und: „Wir wissen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Aktivitäten mit großem Interesse unterstützen.“

Über Mercedes‑Benz Werk Düsseldorf

Mit rund 700.000 Quadratmetern Fläche – darin Rohbau, Lackierung und Montage – ist es das weltweit größte Mercedes‑Benz Transporterwerk. Der konsequente Einsatz von neuen Technologien und Fertigungsmethoden sowie deren konsequente Erprobung kommen dem gesamten Produktionsnetzwerk von Mercedes‑Benz Vans zugute. Mit rund 6.000 Beschäftigten sowie Auszubildenden zählt es zudem zu den wichtigsten Arbeitgebern in Düsseldorf.

Mercedes-Benz: 60 Jahre Werk Düsseldorf

Stadtsparkasse: Dr. Stefan Dahm neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender

In seiner vergangenen Sitzung ernannte der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf Dr. Stefan Dahm zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden im Vorstandsteam um Karin-Brigitte Göbel (Vorsitzende), Uwe Baust und Dr. Michael Meyer.

Dr. Stefan Dahm ist im Vorstand verantwortlich für die Bereiche Compliance, Gesamtbanksteuerung, Marktfolge Aktivgeschäft sowie Prozesse und Informationstechnologie. Zudem vertritt er die Vorstandsvorsitzende Karin-Brigitte Göbel seit 2017 in Abwesenheit bei allen Gremiensitzungen.

„Dr. Dahm genießt hohes Vertrauen im Verwaltungsrat, bei seinen Vorstandskollegen sowie bei den Mitarbeitenden des Institutes“, so Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Stefan Dahm, geboren 1968 in Würselen, promovierte 1998 in theoretischer Physik an der Universität zu Köln.

Seine Karriere als Banker startete er bei der Sparkasse KölnBonn, wurde 2012 Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung als stellvertretender Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, bevor er 2012 als Generalbevollmächtigter zur Stadtsparkasse Düsseldorf kam.

Stefan Dahm ist seit 2016 Mitglied des Vorstandes.

Meilenstein: 25.000 eVans produziert

Mercedes-Benz Vans ist Vorreiter und führender Hersteller im Bereich elektrischer Vans. Bis heute wurden bereits deutlich mehr als 25.000 vollelektrische Transporter produziert. Top-Seller ist bei den elektrischen Vans der eVito gefolgt vom in Düsseldorf gebauten eSprinter und EQV.

„Wir haben ein klares Ziel, wir wollen langfristig führender Hersteller im Bereich der elektrischen Transporter sein! Und hierfür haben wir einen hervorragenden Aufsatzpunkt: Ende 2021 waren wir erneut Marktführer sowohl bei den Midsize als auch bei den Large eVans in Europa“, sagt Mathias Geisen, Leiter Mercedes-Benz Vans. „Wir haben unsere Strategie klar darauf ausgerichtet, diese Position weiter auszubauen. Mit dem eCitan und künftig dem EQT vervollständigen wir dieses Jahr unsere Produktpalette und bieten eVans in allen Segmenten an.“

Bereits im Jahr 2010 lief mit dem Vito E-Cell die erste Kleinserie batterieelektrischer Fahrzeuge vom Band. Das heutige Elektro-Portfolio umfasst sowohl Fahrzeuge aus dem Midsize- (EQV, eVito und eVito Tourer) als auch aus dem Large-Van-Segment (eSprinter) und wird 2022 um vollelektrische Small Vans (eCitan, EQT¹) ergänzt. Der eVito wurde bereits im Jahr 2017 präsentiert, 2019 folgte dann der eSprinter, 2020 der EQV. Damit bietet Mercedes-Benz Vans in allen Segmenten eine vollelektrische Modellvariante an und hat sein gesamtes Portfolio elektrifiziert. Die Produktion der nächsten Generation eSprinter beginnt im zweiten Halbjahr 2023 in Charleston (South Carolina, USA) und startet anschließend in Düsseldorf und in Ludwigsfelde. Rund 350 Millionen Euro hat Mercedes-Benz in die nächste Generation eSprinter investiert. Für die Anpassung der Produktion in den drei Werken werden davon rund 150 Millionen Euro investiert. Ein zentrales Leitprinzip bei Mercedes-Benz ist Nachhaltigkeit, daher ist die Produktion in allen eigenen Mercedes-Benz Vans Werken ab 2022 CO2-neutral, somit auch die Produktion der nächsten Generation des eSprinter.

 

Flexible Produktion auf einer Linie

Seit 2010 hat Mercedes-Benz Vans eine umfassende Expertise bei der Produktion von eVans aufgebaut, insbesondere was die flexible Fertigung auf einem Band betrifft. eVito, EQV und eSprinter laufen von derselben Produktionslinie wie ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Dies bietet den Vorteil, dass die Produktion sehr genau auf den tatsächlichen Marktbedarf angepasst werden kann und keine zusätzlichen Produktionslinien aufgebaut werden mussten.

 

Die BEV-Strategie von Mercedes-Benz Vans – Transformation hin zu „all electric“

Mit der nächsten Generation des eSprinter setzt Mercedes-Benz Vans seine Strategie konsequent um und unterstreicht seinen Führungsanspruch ‚Lead in Electric Drive‘. Und: Die Weichen für eine vollelektrische Zukunft sind gestellt. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird die Marke mit dem Stern bereit sein, vollelektrisch zu werden – überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Das bedeutet: Ab Mitte des Jahrzehnts werden alle neu entwickelten Vans ausschließlich elektrisch sein. Sie basieren auf der grundlegend neuen, modularen und rein elektrischen Fahrzeugarchitektur VAN.EA.

 

Weitere eVans kurz vor der Marktreife

 

EQT: Auf großen Erprobungsfahrten

Mit dem künftigen, noch in der Entwicklung befindlichen EQT wird Mercedes-Benz Vans nach eVito, eSprinter, EQV und dem kommenden eCitan im gesamten Portfolio durchgängig eine elektrische Modellvariante für gewerbliche und private Kunden anbieten.

Nach der erfolgreichen Wintererprobung mit Fokus auf Fahrperformance, Vorkonditionierungsfunktionen und Klimakomfort stehen in den nächsten Monaten noch weitere Erprobungen mit dem vollelektrischen Premium Small Van in Südeuropa an. Hierbei werden in der Hitze unter anderem die Vorklimatisierung auch beim Laden und das Fahren unter Volllast abgesichert. Der EQT rundet das Portfolio dieses Jahr mit einem 5-Sitzer ab, im nächsten Jahr folgt ein 7-Sitzer.

 

Die nächste Generation eSprinter: Kältetest erfolgreich bestanden

Die Anforderungen an die nächste eSprinter-Generation wurden in enger Zusammenarbeit mit Kunden, so zum Beispiel aus dem KEP-Sektor (Kurier-, Express- und Paketdienst) sowie Aufbauherstellern, definiert.

Weil die Kunden darauf angewiesen sind, dass ihr Transporter sie auch bei Eis und Schnee nicht im Stich lässt, hat Mercedes-Benz die nächste eSprinter Generation nahe des Polarkreises Anfang des Jahres einem Härtetest unterzogen: Auf dem Prüfgelände im schwedischen Arjeplog, nahe des Polarkreises, wurden die Fahrzeuge intensiv geprüft, unter anderem wurden die Auswirkungen extremer Kälte auf Handling, Ergonomie, Thermomanagement und Innenraumkomfort untersucht. In Kältekammern wurden die Fahrzeuge zusätzlich vor Fahrtbeginn heruntergekühlt, um so die Kälteabsicherung von Antriebskomponenten, Heizungssystemen, Software und Schnittstellen zu überprüfen. Und auch das Ladeverhalten sowie das Lademanagement wurden dezidiert untersucht und optimiert. Schon nach gut der Hälfte des mehrwöchigen Testzeitraums zeigte sich deutlich: Die nächste Generation eSprinter trotzt Eis und Schnee, extremer Kälte und meistert auch die anspruchsvollsten Testzyklen.

Mit drei Batterie- und mehreren Aufbauvarianten vom Kastenwagen bis hin zum Fahrgestell für beispielsweise Kofferaufbauten soll die nächste Generation eSprinter nicht nur neue Kundensegmente erschließen, sondern auch neue Märkte, unter anderem die USA und Kanada. Die Reichweite wird sich im Vergleich zum aktuellen eSprinter je nach Konfiguration mehr als verdoppeln.

Zweite erfolgreiche virtuelle Betriebserkundung für Eltern und ihre Kinder

In diesem Jahr gibt es erstmalig in Düsseldorf virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder, gemacht von der „Kommunalen Koordinierung“ und unseres Kompetenzzentrums. Die Idee: Die Azubis der Betriebe stellen persönlich und praxisnah ihre Ausbildungsberufe vor, erklären die Ausbildungsabläufe, geben Tipps und beantworten Fragen. Zusätzlich erklärt ein/e Berufsberater/in die Zusammenhänge zum Düsseldorfer Ausbildungsmarkt und gibt Hinweise zum Bewerbungsverfahren. In einem weiteren Step wird erläutert, wie die Schülerinnen und Schüler den Berufswahlpass zur Nachbereitung nutzen können. Den Stream gibts hier zum Nachschauen: www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de.

Am 6. April 2022 fand die zweite virtuelle Betriebserkundung für Eltern und ihre Kinder statt. Nach der erfolgreichen Premiere mit den Ausbildungsbotschaftern der Provinzial Versicherungen präsentierten nun die Auszubildenden und die Ausbildenden der Düsseldorfer Stadtwerke ihre Ausbildungsberufe.

Gemacht werden die virtuellen Betriebserkundungen von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung. Die zweite Folge wurde moderiert von Lisa Marie Fitzner und Renate Kiszkiel.

Zu Beginn der digitalen Veranstaltung stellte Ezgi Yildiz vom Kompetenzzentrum bzw. von der Kommunalen Koordinierung den Berufswahlpass vor. Anhand der vorgestellten Materialien können die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern die virtuelle Betriebserkundung nachbereiten. Alle Jugendlichen in Düsseldorf und NRW erhalten ihren persönlichen Berufswahlpass in der 8. Klasse.

Stadtwerke-Ausbildungsleiterin Claudia Junkers-Penner stellte zunächst das Unternehmen vor. Das Unternehmen inklusive der Töchterbetriebe hat rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fast 100 Auszubildende.

„Die Ausbildung bei den Stadtwerken ist zukunftsorientiert und im Rahmen eines Azubi-Entwicklungsplans gibt es vielfältige Abteilungseinsätze“, sagte Frau Junkers-Penner.

Anschließend stellten die Ausbildungsbotschafter der Stadtwerke ihre Ausbildungsberufe vor. Anton Hendricks berichtete zunächst über die technischen Ausbildungsberufe, beispielsweise den/die Tiefbau-Facharbeiter/in für den Leitungsbau, die/der Mechatroniker/in sowie die/der Anlagenmechaniker/in Fachrichtung Rohrsystemtechnik.

Malte Schäfer, dualer Student bei den Stadtwerken, stellte nachfolgend die kaufmännischen Berufe, beispielsweise die Industriekaufleute und die BA-Studiengänge (in Verbindung mit der FOM-Hochschule und der Hochschule Düsseldorf) vor.

Personalrekrutierer Tim Kemkowski schloss die kurzweilige Berufe-Präsentation ab. Er gab unter anderem Tipps zum Bewerbungsverfahren. In einem Film der Azubis wurde ferner das neue und innovative Ausbildungszentrum der Stadtwerke vorgestellt.

Berufsberater Jürgen Stüve von der Agentur für Arbeit Düsseldorf berichtete später über den Düsseldorfer Ausbildungsmarkt und warb auch sehr für die dargestellten technischen Ausbildungsberufe. Auch schulmüde Schülerinnen und Schüler hätten hier gute Möglichkeiten. Insgesamt gibt es im technischen Bereich der vorgestellten Ausbildungsberufe rund 200 Ausbildungsplätze in Düsseldorf. Im kaufmännischen Bereich dieser Berufe sind es rund 60 Ausbildungsplätze.

In der Reflexionsphase kam Ezgi Yildiz wieder ins Spiel. Konkret stellte sie die entscheidenden Seiten im Berufswahlpass vor, beispielsweise die „Timeline“ mein „Berufliches Ich“ und „Mein Fazitheft“. Alle Seiten finden die Schülerinnen und Schüler wie beschrieben in ihrem persönlichen Stärken-Portfolio, dem Berufswahlpass.

Während der Präsentation „tobte“ es im Chat. Die Eltern und Jugendlichen hatten sehr viele interessierte Fragen, die am Ende der Veranstaltung von den Auszubildenden und der Ausbildungsleitung konkret, praxisnah und offen mündlich bzw. schriftlich im Chat beantwortet wurden. Viele Fragen richteten sich auf die Praktika-Angebote. Die Verantwortlichen motivierten die Schülerinnen und Schüler sich auf einen Praktikumsplatz zu bewerben.

Alle Informationen finden Interessierte auf der Webseite www.swd-ag.de, auf Instagram (swd_ag_azubis) sowie unter 0211.8216118 und tkemkowski@swd-ag.de.

Neben den bereits erwähnten Macherinnen der virtuellen Betriebserkundungen kümmerten sich ebenso Susanne Frost und Christina Moeser um die Realisierung dieser Online-Veranstaltung. Insgesamt waren 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Das Meeting wurde aufgezeichnet und kann abgerufen werden unter www.koko-dus.de sowie www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de.

Die kommende virtuelle Betriebserkundungen findet am 17. Mai um 18.30 Uhr statt. Dann werden das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Vodafone und seine vielfältigen Ausbildungsberufe vorgestellt. Anmelden hier!

Vor 15 Jahren wurde in der Landeshauptstadt das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung gegründet. Heute ist die Denk- und Ideenschmiede gemeinsam mit der Kommunalen Koordinierung in Düsseldorf ein verlässlicher Partner im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung für Schülerinnen und Schüler, Unternehmen, Eltern und Lehrkräfte. Träger des Kompetenzzentrums sind die Stiftung PRO AUSBILDUNG und die Landeshauptstadt Düsseldorf. Finanziert werden wir von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Landeshauptstadt. Partner sind die Unternehmerschaft Düsseldorf als größtes freiwilliges Arbeitgebernetzwerk, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Unternehmerschaft Düsseldorf, die IHK sowie alle weiterführenden Schulen und Berufsbildenden Schulen mit vollzeitschulischen Bildungsgängen.

Podcast Nr. 88: Mut zu Machen – Mit StartUp Spirit zum Erfolg! Teil 5

„Düsseldorfer Wirtschaft“ LIVE! Am Freitag gehen wir mit der 88. Podcastfolge online. Freuen Sie sich auf das Finale unserer aktuellen DüWi-Themenwelt „Mut zum Machen – Mit StartUp Spirit zum Erfolg“. Lisa Marie Fitzner im Gespräch mit Christian Schachmann, Projektmanager bei der Wirtschaftsförderung Düsseldorf. Weitere Themen: die Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie, das kommende Ausbildungsjahr und 60 Jahre Sprinter-Werk in Düsseldorf. Außerdem sprechen wir über die zweite Folge der „Ausbilderkreis“-Serie „Führungssteps für Ausbildungsverantwortliche“ und über den Ideen-Campus der Heinrich-Heine-Universität. Sie hören unsere Sendung auf dem Podcastcatcher Ihrer Wahl und bei uns im Netz unter www.unternehmerschaft.de

Osterferien in NRW: Der Düsseldorfer Airport erwartet rund 800.000 Fluggäste

Endlich wieder ab in den Süden! Schaut man auf die zu erwartenden Verkehrszahlen des Düsseldorfer Flughafens während der Osterferien, drängt sich dieses Motto auf. Nordrhein-Westfalens größter Flughafen erwartet in den zweiwöchigen Osterferien von Freitag, 8. April, bis Sonntag, 24. April, rund 800.000 Fluggäste sowie etwa 6.600 Starts und Landungen. Das sind rund fünfmal so viele Passagiere wie im Vorjahr und über 60 Prozent des Vergleichszeitraums vor der Pandemie in 2019. Am ersten Ferienwochenende rechnet der Airport von Freitag bis Sonntag mit über 150.000 Passagieren. Für das letzte Ferienwochenende erwartet der Flughafen sogar über 160.000 Reisende.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Passagiere nach zwei Jahren Pandemie wieder die Welt entdecken und sich in wärmeren Gefilden entspannen wollen. Unsere Gäste zieht es vor allem in die Sonne und zu den Warmwasserzielen Mallorca, Antalya, Dubai, Hurghada und Gran Canaria“, sagt Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Airports. Und weiter: „In diesen Osterferien erreichen wir in Peakzeiten bereits wieder das Niveau von 2019. Auf die operativen Herausforderungen, die damit verbunden sind, haben wir uns gemeinsam mit unseren Partnern intensiv vorbereitet.“

Vorbereitende Maßnahmen des Flughafens und seiner Partner

Alle Beteiligten sorgen mit ihrem Einsatz für möglichst störungsfreie Abläufe bei der Passagier- und Gepäckabfertigung. Beispielsweise unterstützt der Airport die für die Sicherheitskontrollen zuständige Bundespolizei und ihren Dienstleister DSW bei der Berechnung der notwendigen Kontrollspuren, indem er die eigenen Planungs- beziehungsweise Prognosedaten fortlaufend aktualisiert und tagesgenau zur Verfügung stellt.

Bundespolizei und DSW haben die Personalbeschaffung und -schulung für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf mit zusätzlichen Maßnahmen deutlich intensiviert. Die Bundespolizei hat zudem einen zweiten Dienstleister für die Sicherheitskontrollen ausgeschrieben.

Die Airlines unterstützt der Düsseldorfer Flughafen mit seinen Prognoseinformationen bei der Berechnung der notwendigen Check-in-Counter, die er dann den Fluggesellschaften in der angeforderten Zahl zur Verfügung stellt.

Außerdem setzt der Airport in den Osterferien vermehrt eigene, geschulte Servicekräfte im Terminal ein, die den Fluggästen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und die Passagiere entsprechend der jeweiligen Besetzung an den Kontrollstellen bei Bedarf an einen anderen Flugsteig umleiten. Alle drei Flugsteige sind im Sicherheitsbereich miteinander verbunden. So können Reisende, deren Flugzeug zum Beispiel an Flugsteig A zum Einstieg bereit steht, durchaus die Bordkarten- und Sicherheitskontrollen in den Flugsteigen B oder C nutzen. Über die Verbindungsgänge im Sicherheitsbereich erreichen die Passagiere jedes Abfluggate bequem innerhalb weniger Minuten.

Dennoch bittet Thomas Schnalke die Passagiere, etwas Geduld im Gepäck zu haben: „Trotz aller Vorbereitungen der Prozesspartner auf den sprunghaften Verkehrsanstieg zur Ferienzeit werden sich Verzögerungen und Schlangenbildungen im Terminal leider nicht vermeiden lassen.“ Anders als vor der Pandemie erschweren kurzfristige Änderungen der Passagierzahlen und Anpassungen des Flugangebots seitens der Airlines eine jederzeit passgenaue Personalplanung der Dienstleister beim Check-in, bei den Pass- und Sicherheitskontrollen oder beim Gepäckhandling. Zugleich verzögert die angespannte Arbeitsmarktsituation aktuell die Personalbeschaffung in diesen Bereichen. Hinzu kommen die Auswirkungen nicht planbarer Corona-Krankenstände in den Belegschaften der Dienstleister.

Außerdem verlängern die Kontrollen von Gesundheitsnachweisen und die Beibehaltung bewährter Hygienestandards nach wie vor die Dauer von Passagier- und Abfertigungsprozessen.

Gut zu wissen: dus.com

Passagiere sollten den Hinweisen ihrer Fluggesellschaft zur Anreise folgen und genügend Zeit einplanen. Von Ferienbeginn bis einschließlich Ostermontag ermöglicht der Airport seinen Passagieren, für die frühen Flüge von Eurowings und Condor bereits ab 3:00 Uhr einzuchecken. Um den Ablauf an den Sicherheitskontrollstellen zu beschleunigen, bittet die Bundespolizei, das Handgepäck auf ein Minimum zu reduzieren und die Flüssigkeitsregelungen zu beachten. Reisende sollten neben den Reiseunterlagen auch die erforderlichen Corona-Nachweise, wie Impf- oder Testzertifikate für das Zielland, jederzeit griffbereit haben.

Über die Website des Airports und die Airport-App sowie in den sozialen Medien können sich Passagiere bereits im Vorfeld ihres Fluges ab Düsseldorf umfassend informieren. Den Online-Travel-Guide des Airports finden Fluggäste unter: dus.com/tipps-und-links.

Schutzmaßnahmen und Service für unbesorgtes Reisen

Im gesamten Flughafen empfehlen wir Reisenden und Gästen ab dem sechsten Lebensjahr, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Im SkyTrain als öffentlichem Verkehrsmittel besteht weiter die Maskenpflicht – dies gilt auch auf Flügen der meisten Airlines.

Derzeit besteht am Düsseldorfer Airport bei EcoCare an zwei Standorten die Möglichkeit für alle Corona-Test: von verschiedenen PCR-Tests bis kostenlosem Antigen-Schnelltest. Eine vorherige Registrierung auf der Internetseite des Anbieters wird empfohlen.

Wer online einen Parkplatz im Parkhaus P3 bucht, erhält einen 60 Euro Rabattcode auf einen RT PCR Test (Ergebnis nach 60 bis 90 Minuten) bei EcoCare. Der Test kostet somit nur 89 Euro anstatt 149 Euro. Das Angebot ist buchbar unter dus.com/parken und gilt für Aufenthalte bis 30. April.

Der Düsseldorfer Flughafen hat mit strengen Gesundheits- und Hygienestandards alle Voraussetzungen geschaffen, um sicheres Reisen zu ermöglichen. Der Airport hat Mitte Juni 2021 nach einer umfassenden Auditierung das Siegel „DEKRA Trusted Facility“ erhalten. Im Frühjahr 2022 wurde er rezertifiziert. DEKRA bewertet Hygienestandards und Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Der Airport führt seine besonderen hygienischen Maßnahmen fort. Die Reinigungsintervalle der sanitären Einrichtungen wurden erhöht und im Terminal stehen Desinfektionsspender bereit. Counter und Arbeitsplätze mit direktem Kundenkontakt sind mit Schutzscheiben ausgestattet.

Reisemarkt, Shops, Gastronomie und Parken

Wenn das Fernweh immer größer wird, finden kurzentschlossene Reisewillige ab sofort auch wieder attraktive Angebote im Reisemarkt auf der Abflugebene. Die geöffneten Reisebüros mit allen Kontaktdaten zur Terminvereinbarung sind unter dus.com/informieren/reisemarkt für eine aktuelle Übersicht abrufbar.

Knapp 90 Geschäfte und Gastronomiebetriebe in den Flugsteigen sowie auf der Ankunfts- und Abflugebene sind in den Osterferien geöffnet. Darunter auch eine kulinarische Neueröffnung: Das Restaurant „Eat Tokyo“ bietet mit Sushi in allen Varianten, Bento-Boxen, wechselnden Tagesgerichten wie beispielsweise Currys und hochwertigen Sashimis authentische japanische Küche.
Im Bereich „Shoppen und Genießen“ auf dus.com sind detaillierte Informationen zu allen Shops und Restaurants abrufbar.
Passagiere können sich den Start in den Urlaub mit verschiedenen Vorteilen versüßen, wenn sie zuvor einen entsprechenden QR-Code im Terminal oder vorab online mit ihrem Smartphone gescannt haben. Hinweise zu der Aktion „Spring Promotion“ sind ebenfalls im Bereich „Shoppen und Genießen“ auf dus.com zu finden.

Bei steigenden Passagierzahlen werden auch die über 20.000 Parkplätze des Airports wieder beliebter. Im Voraus online buchen lohnt sich aber nicht nur deshalb, denn bei Online-Buchung wird auch noch gespart. Eine Woche Parken auf dem P24 ist in den Osterferien dann bereits ab 44 Euro erhältlich. Dieses und andere Parkangebote sind unter dus.com/parken online buchbar.

Noch über 2.000 freie Ausbildungsstellen in der Stadt

In den Düsseldorfer Firmen und Unternehmen sind für das nächste Ausbildungsjahr (beginnt offiziell im August) noch über 2.000 freie Stellen zu vergeben. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Agentur für Arbeit hervor. Demnach gibt es in unserer Stadt auch in diesem Jahr wieder mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber.

Insgesamt ist die Zahl der Azubi-Stellen für den nächsten Sommer in Düsseldorf aber etwas zurückgegangen. Es sind 140 weniger als noch im vergangenen Jahr. Trotzdem sei der Fachkräftebedarf bei den Unternehmen sehr groß, heißt es von der Arbeitsagentur. Sie führt deswegen auch Beratungen durch; telefonisch, per Video oder in persönlichen Gesprächen. Auch Sprechstunden in Schulen sind jetzt wieder möglich. Aktuell suchen noch knapp 1.500 junge Menschen in Düsseldorf einen Ausbildungsplatz oder eine Alternative. (Quelle: Antenne Düsseldorf)

Weitere Infos und Links zum Thema

Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf: 0211 / 692-2910

Service-Hotline: 0800 4 555500

Mail: Duesseldorf.Ausbildung@arbeitsagentur.de

 

Ausbildungsplatzbörse der Arbeitsagentur Düsseldorf

Berufsberatung der Arbeitsagentur Düsseldorf

Davon könnte auch unsere Wirtschaft profitieren: Baustart für neues Forschungsgebäude an der HHU

Interessante Grundsteinlegung an der HHU: Rektorin Steinbeck, Staatssekretär Günnewig und BLB-(Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW) Chefin Willems gaben sich ein Stelldichein auf dem Gelände des neuen PEAC, dem „Plant Environmental Adaptation Center“, kurz PEAC. 2024 soll das neue Forschungszentrum fertig sein, hofft Frau Steinbeck.

Am PEAC sollen die genetischen Eigenschaften untersucht werden, die es Pflanzen ermöglichen, sich an sehr verschiedene und oftmals auch ungünstige Umweltbedingungen anzupassen. Im Fokus stehen dabei Mechanismen, die es Pflanzen erlauben, etwa Hitze, Dürre, Überflutungen oder den Befall mit Krankheitserregern (Pathogenen) – alles in allem Folgen, die durch den Klimawandel in der nahen Zukunft zu erwarten sind – zu trotzen.

Dazu Prof. Dr. Rüdiger Simon vom Institut für Entwicklungsgenetik, Projektsprecher der HHU-Biologie, der auch den Förderantrag koordinierte: „Im PEAC werden genetisch präzise definierte Versuchspflanzenpopulationen – sowohl Modellpflanzen als auch relevante Nutzpflanzen – verschiedenartigen, aber präzise steuerbaren und dynamisch variierbaren Umweltbedingungen ausgesetzt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Biologie, Mathematik, Informatik und den Datenwissenschaften arbeiten hier eng zusammen, um die zugrundeliegenden Gene nicht nur zu identifizieren, sondern ihre Funktionen mechanistisch zu verstehen.“

Prof. Dr. Peter Kleinebudde, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ergänzt: „Der langfristige Forschungsansatz ‚Phänotypische Plastizität und Vorhersagen‘ nimmt deutschlandweit eine herausragende Position ein. PEAC ist als Forschungseinrichtung einzigartig in Europa und wird die wissenschaftliche Profilbildung unserer Fakultät und der HHU als Ganzes stärken.“

Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck betont: „Die Forscherinnen und Forscher des PEAC werden einer zentralen gesellschaftlichen Aufgabe unserer Zeit begegnen, der Ernährungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung. Ich bin sehr froh, dass die HHU in einer gemeinsamen Anstrengung dieses wichtige Forschungsprojekt eingeworben hat. Besonders danke ich sowohl dem Bundesforschungsministerium als auch dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, dass sie den Bau dieses Gebäudes durch ihre Förderung ermöglichen.“

Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagt: „Die HHU ist aufgrund ihrer breiten Expertise in der Pflanzenforschung national wie international als ausgewiesenes Zentrum der Pflanzenwissenschaften angesehen – nicht zuletzt durch das Exzellenzcluster für Pflanzenforschung CEPLAS. Mit dem neuen Forschungsbau PEAC baut die Hochschule ihre bestehende Führungsrolle auf diesem Forschungsgebiet weiter aus. Die Landesregierung trägt gerne zu diesem bund-länder-geförderten Bauprojekt bei, das den exzellenten Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen weiter stärken wird.“

Das Gebäude hat eine Nutzfläche von knapp 1.900 Quadratmetern, darin sind Labore, 17 hochspezialisierte Pflanzenanzuchtkammern (Phytotrone) und ein Forschungsgewächshaus mit acht Kompartimenten untergebracht. Bauherr ist der BLB NRW. Dessen Geschäftsführerin Gabriele Willems sagt anlässlich der Grundsteinlegung: „Mit dem PEAC errichten wir einen hochtechnisierten, einzigartigen Forschungsneubau. Wir sind stolz darauf, dass wir als Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen den Raum für zukunftsorientierte Forschung schaffen und so für ideale Bedingungen für die Forscherinnen und Forscher hier an der HHU sorgen.“

Eine Besonderheit von PEAC ist der extrem hohe Technisierungsgrad, der erforderlich ist, um in den Phytotronen und den Gewächshäusern ganzjährig viele verschiedene Umgebungsszenarien zu simulieren. In ihnen können zum Beispiel die zukünftigen Umweltbedingungen in Deutschland, aber auch in Südfrankreich oder Norwegen hergestellt werden.

Eine große Herausforderung in der Planung war, über die Gebäudetechnik einen besonders ressourcenschonenden Betrieb zu realisieren. Dazu Dr. Sönke Biel, Dezernent Gebäudemanagement der HHU: „Die Ingenieurinnen und Ingenieure des BLB NRW, der HHU und der externen Büros haben bei der Planung des PEAC Neuland betreten, weil das Gebäude in seiner Art einmalig ist.“

Zum Gebäude

Das PEAC bietet rund 600 Quadratmeter Labor- und 200 Quadratmeter Büroflächen, 17 Phytotronkammern mit einer Gesamtfläche von 375 Quadratmetern und das rund 250 Quadratmeter große Forschungsgewächshaus auf dem Dach. Der Bau entsteht im Süden des Campus auf einer Fläche zwischen dem Parkplatz P1 und den Gebäuden der Physik und des Universitätsrechenzentrums ZIM.

Im Jahr 2018 befürwortete der Wissenschaftsrat den Bau aufgrund des dort zu bearbeitenden überregional bedeutsamen Forschungsanliegens, daraufhin erfolgte auch die eigentliche Förderentscheidung durch Bund und Land Nordrhein-Westfalen. Die Kosten werden durch Fördermittel des Bundesforschungsministeriums und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch einen Eigenanteil der HHU gedeckt. Im Jahr 2024 soll das PEAC in Betrieb gehen.

Text/Foto: HHU (W.Meyer/A.Claußen/ots/cs)

Ukraine-Krieg verschärft bestehende Belastungen

Die fünfte Corona-Welle wirkt weiterhin und wirft weite Schatten auf die deutsche Wirtschaft. In dieser angespannten Situation ist die nächste ökonomische Krise besonders gefährlich. Der Russland-Ukraine-Krieg schafft neue und verschärft bestehende ökonomische Belastungen, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

Putins Angriffskrieg dauert bereits einen Monat an – mit schwerwiegenden Folgen auch auf ökonomischer Ebene. Diese sind nur in Umrissen abzusehen, denn die deutsche Wirtschaft sieht sich mit gleich zwei Krisen konfrontiert. Zusätzlich zum Russland-Ukraine-Krieg dürfen die Folgen der Corona-Pandemie in der aktuellen Debatte nicht außer Acht gelassen werden. Die Wirtschaft hat sich von den dadurch entstandenen Schäden noch lange nicht erholt.

Wirtschaftsleben weiterhin stark belastet

Der Krieg in der Ukraine setzt auf ein unsicheres Wirtschaftsumfeld auf: Seit dem starken Wirtschaftseinbruch im zweiten Quartal 2020 befindet sich Deutschland in einem pandemiebedingtem „Stop-and Go“. Im Vergleich zu 2019 sackte das reale Bruttoinlandsprodukt zu diesem Zeitpunkt um elf Prozent ab. Zwar erholte sich die Wirtschaft zeitweise, doch immer neue Infektionswellen trübten die Aussicht auf andauernde Erholung. In vielen Branchen bleiben die Produktionsprozesse bis heute gestört – unter anderem weil Mitarbeiter und Vorleistungen fehlen. Insgesamt verlor die deutsche Wirtschaft nach IW-Berechnungen allein bis Ende letzten Jahres 340 Milliarden Euro Wertschöpfung. Das Wirtschaftswachstum hat bisher nicht ausgereicht, um die Einbußen wieder wettzumachen – ohne zusätzliche Belastungen durch den Ukraine-Krieg.  Der Weg zur ökonomischen Normalität zieht sich weiter in die Länge.

Erholung noch nicht in Sicht

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat in kurzer Zeit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen nochmals drastisch verändert. „Die bestehenden Probleme in den globalen Zuliefernetzwerken werden verschärft und Produktionseinbußen gegenüber einer ungestörten Wirtschaftswelt erhöhen sich“, sagt IW-Ökonom Michael Grömling. Zusätzliche Belastungen entstehen etwa durch höhere Kosten für Vorleistungen, Rohstoffe und Energie. Fast vier von fünf Betrieben rechnen kurzfristig mit starken und mittleren negativen Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit allein aufgrund höherer Energiekosten, hat eine IW-Befragung unter 1.660 Unternehmen ergeben. Mittelfristig steigt dieses Risiko weiter an.

Krieg zwingt Logistikbranche in die Knie

„Es wird im Augenblick sehr schwer. Uns schwinden die LKW-Fahrer aus der Ukraine und u.a. Polen und die Energiepreise steigen ins Unermessliche“. Carsten Taucke, Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), ist sauer. „Es muss dringend etwas getan werden“.

Carsten Taucke (Screenshot: CS)  im Pressegespräch am Mittwoch: „Die hohen Energiepreise zwingen die Logistikbranche in die Knie. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, die steigenden Diesel- und Gaspreise zu stemmen. Die beschlossene Senkung der Mineralölsteuer ist ein erster richtiger Schritt. Allerdings ist die Entlastung auf drei Monate befristet. Das reicht nicht aus. Die Wirtschaft braucht grundsätzlich bezahlbare Energiepreise! Um die Versorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden, muss eine Insolvenzwelle in der Transportbranche abgewendet werden“.

Der Vorsitzende des BGA-Verkehrsausschusses beschreibt die Situation wie folgt: „Wir tragen die Sanktionen aus Überzeugung mit. Dennoch sind sie ein zusätzlicher Belastungsfaktor. Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft sind bislang kaum absehbar. Energiekosten und Einkaufspreise steigen massiv. Logistik-, Finanzierungs- und Versicherungsprobleme nehmen zu. Es kommt zu ganz konkreten Lieferausfällen, z. B. bei Holz, Stahl und Aluminium.“

Zum beschlossenen Lieferkettengesetz positioniert sich Taucke klar: „Dass in knapp neun Monaten zahlreiche Unternehmen mit neuen Auskunfts- und Dokumentationspflichten belastet werden, ist angesichts der aktuellen Lage offen gesprochen absurd. Es wäre besser, auf das Gesetz zu verzichten oder aber den Start zu verschieben. Das gilt im Übrigen auch für das geplante europäische Lieferkettengesetz.“

„Die Sanktionen beeinflussen die Lieferketten in einer Region, die für den Transport zwischen Asien und Europa entscheidend ist. Das führt zu erheblichen Kostenerhöhungen durch das Ausweichen auf alternative Routen oder Transportmittel. Und durch die steigenden Energiepreise. So ist der World Container Index in dieser Woche noch 67 % höher als vor einem Jahr. In Folge des Krieges in der Ukraine gehe ich von einer weiteren Steigerung der Frachtraten aus“, betont der Verkehrs- und Logistikexperte.

Taucke weiter: „Auf den seit längerem akuten Personalmangel in der Logistik gibt es bislang keine Antworten. Wir müssen schnell gemeinsame Lösungen finden, denn der LKW-Fahrer ist nach wie vor die Stütze der Logistikbranche. Viele Fahrer stammen aus der Ukraine und Russland. Die Ausfälle können wir nicht ersetzen. In Deutschland fehlen aktuell ca. 60.000 bis 80.000 Berufskraftfahrer.“