Mittwoch: Sondersendung zu den „Düsseldorfer Tagen der Beruflichen Orientierung“

Auch unser Stadtsender Antenne Düsseldorf berichtet über die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung“. Das Reporterteam hat dazu u.a. Stimmen eingefangen von unserem Stadtdirektor und von der operativen Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Düsseldorf, Ana Wettin (Foto). Die Sendung läuft nach den 19-Uhr-Weltnachrichten auf UKW und im Livestream. Moderation: Dennis Lieske

www.antenneduesseldorf.de

Podcast-Sonderfolge zu den „Düsseldorfer Tagen der Beruflichen Orientierung 2022“

In unserer Stadt finden in dieser Woche die „Düsseldorfer Tage zur Beruflichen Orientierung“ statt. Zum neunten Mal besuchen die Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler diesen Kennenlernevent und schauen sich Ausbildungsberufe in 80 Unternehmen an. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Betriebsfelder, unter anderem IT, Logistik und Produktion, aber auch soziale oder naturwissenschaftliche Berufe. Jugendliche aus 24 Schulen unserer Stadt sind in diesem Jahr dabei. Unsere 87. Podcastfolge hören Sie überall dort, wo es Podcasts gibt, also auf ApplePodcast, Spotify, GooglePodcast, Anchor und im Netz hier!

Im Bild sehen wir Schüler im Gespräch bei Konecranes in Benrath. Foto: W. Meyer

Chemiepartner vereinbaren Brücken-Lösung

Hans Oberschulte

Die Tarifvertragsparteien der chemischen Industrie, der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die IG BCE, haben die derzeit laufende Tarifrunde mit einer „Brücken-Regelung“ bis zum Oktober 2022 ausgesetzt. Hintergrund hierfür sei die wachsende Unsicherheit aufgrund des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen für die Wirtschaft.

Wesentliches Element dieser Brücken-Regelung ist eine Einmalzahlung („Brückenzahlung“) in Höhe von 1.400 Euro, die den Beschäftigten bis Ende Mai 2022 auszuzahlen ist. Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten (Verlust in 2021; Nettoumsatzrendite unter 3 Prozent für 2021 oder voraussichtlich für 2022) wird die Zahlung auf 1.000 Euro gekürzt. Neben weiteren Vereinbarungen u. a. in den Themenfeldern Ausbildung und Mobiles Arbeiten, hat man sich auf die Entwicklung eines Sozialpartnermodells zur betrieblichen Altersvorsorge verständigt, das bis zum 30. Juni 2022 tariflich geregelt werden soll.

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Foto: BAVC

Stadtdirektor eröffnet „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2022″

Da sind „sie“ wieder: die Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO). Mittlerweile findet diese Erfolgsgeschichte zum neunten Mal in der Landeshauptstadt statt – und selbst in den schlimmsten Corona- Wirren gab es keinen Ausfall. Vom 01. bis 06. April 2022 wird Düsseldorf zum größten Klassenzimmer der Stadt.

Die Schülerinnen und Schüler gehen auf Erkundungstour durch unsere Betriebe, lernen Ausbildungsberufe, Berufsfelder, Unternehmen und Menschen kennen, die diese Berufe erlernen oder auch schon ausüben. Insgesamt werden bei diesem Kennenlernevent, und dies ist NRW-weit ein Rekord, rund 3.600 analoge und digitale Termine angeboten.

Das Programm der diesjährigen DTBO wurden bei der Firma Konecranes in Benrath vorgestellt. Dort erkundeten am Freitag (01.04.) fünfzehn Schülerinnen und Schüler die gewerblich-technische und kaufmännische Berufswelt.

Insgesamt beteiligen sich über 80 Unternehmen, 24 Schulen und rund 1.300 Schülerinnen und Schüler in 11 unterschiedlichen Berufsfeldern (z.B. in den Bereichen Produktion, Fertigung, IT, Logstik, Soziales und Naturwissenschaften) an den Beruflichen Orientierungstagen.

Gemacht werden die DTBO von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt (www.kommunale-koordinierung.com) und vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung (www.kompetenzzentrum-duesseldorf.de), eine Initiative der Agentur für Arbeit, der Landeshauptstadt und der Düsseldorfer Wirtschaft.

Aktueller Terminhinweis: Im Rahmen der DTBO wird eine virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und Jugendliche angeboten am 06. April 2022, 18.30 Uhr. Diesmal stellen die Ausbildungsbotschafter der Stadtwerke, Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres ihre Ausbildungsberufe vor. Sie erklären auch die Ausbildungsabläufe und geben Tipps für die Bewerbung. Ein Berufsberater ergänzt mit praxisnahen Hinweisen. Außerdem wird erläutert, wie dieses Onlinemeeting mit dem Berufswahlpass nachbereitet werden kann. Informationen und Anmeldungen unter www.kommunale-koordinierung.com.

Interessierte erhalten weitere Informationen unter www.berufsorientierungstage.de.


Zitat Ana Wettin (Geschäftsführerin operativ, Agentur für Arbeit Düsseldorf)

Die „Düsseldorfer Tage der Berufsorientierung“ sind eine Besonderheit in der Landeshauptstadt und seit vielen Jahren für Jugendliche von herausragender Bedeutung. Das umfassende und attraktive Angebot ist eine große Chance für die Düsseldorfer Jugendlichen und Unternehmen, denn nichts geht über persönliches Erleben direkt vor Ort in einem Unternehmen. Zum einen können sich die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Berufen ausprobieren, zum anderen haben die Unternehmen die Möglichkeit frühzeitig ihr Unternehmen vorzustellen und sich so Nachwuchskräfte zu sichern. Dafür bedanken wir uns herzlich beim Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung und bei allen beteiligten Düsseldorfer Organisationen und Unternehmen. Ich wünsche allen Teilnehmenden erfolgreiche Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung.

 

Zitat Burkhard Hintzsche (Stadtdirektor Landeshauptstadt)

Unsere Schnuppertage sind mittlerweile eine feste Einrichtung in Düsseldorf. Bei diesem „Kennenlernevent“ können sich Schülerinnen und Schüler ein Bild von ihrem möglichen zukünftigen Beruf machen. Das ist wichtig, denn nur dann können sie später eine gute Entscheidung treffen. Die Berufliche Orientierung in unserer Stadt ist sehr gut aufgestellt. Alle Beteiligten arbeiten eng zusammen. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, dass die Informationen auch bei den Jugendlichen ankommen. Deshalb binden wir verstärkt auch die Eltern ein. Im Rahmen der Berufsorientierungstage findet im Rahmenprogramm die zweite „virtuelle Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder“ statt. Die Premiere vor zwei Wochen war bereits erfolgreich.

 

Heribert Barlage (Geschäftsführer der Konecranes GmbH)

Wir bieten mit unserer Ausbildung spannende Perspektiven in gefragten Industrieberufen. Wir bilden junge Frauen und Männer für den eigenen Bedarf aus und investieren regelmäßig in Fort- und Weiterbildung. Das Umfeld ist kollegial, vielfältig und teamorientiert. Mit unserer Hafentechnik sind wir nicht nur Schrittmacher in der Technologieentwicklung, sondern auch beim Klimaschutz mit unseren emissionsarmen und langlebigen Hafenkranen und Containertransportern.

 

Zitat Michael Grütering (Hauptgeschäftsführer, Düsseldorfer Arbeitgeberverbände)

Was in der Vergangenheit besonders für die potenziellen Auszubildenden eine große Gelegenheit darstellte, ist heute umso wichtiger für die Unternehmen. Nicht erst die vergangene Konjunkturumfrage hat gezeigt, dass der Fachkräftemangel derzeit eines der wohl größten Risiken für unsere Betriebe ist. Gerade auch die Pandemie hat das noch einmal verstärkt. Da hilft nur: ausbilden, ausbilden, ausbilden.

 

Zitat Dr. Christian Henke (Geschäftsführer Handwerkskammer)

In einen Beruf hineinschnuppern, einen realen Betrieb erleben und richtige Menschen kennenlernen – das ist Berufsorientierung deluxe. Besser geht es nicht und deshalb sind die DTBO so wichtig für die Schülerinnen und Schüler unserer Stadt.

 

Zitat Clemens Urbanek (Geschäftsführer IHK)

Die Schnupperpraktika ab Klasse 8 sind ein wichtiger Baustein im Berufsorientierungsprozess der jungen Menschen. Durch die Pandemie war in den letzten beiden Jahren kaum Praktika für Schülerinnen und Schüler möglich und wir freuen uns sehr, dass unsere IHK-Unternehmen nun wieder verstärkt Möglichkeiten im Betrieb vor Ort anbieten können, denn digitale Angebote zur Berufsorientierung sind wichtig, können aber das Machen und Erleben in einem Beruf nicht ersetzen.

 

Zitat Torsten Spengler (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Düsseldorf)

Das Düsseldorfer Handwerk unterstützt seit vielen Jahren die Düsseldorfer Tage der Berufsorientierung. Durch die Schnuppertage können Schüler die interessanten Ausbildungsberufe im Düsseldorfer Handwerk kennenlernen. Diese sollten danach durch Praktika in Handwerksbetrieben ergänzt werden. Dadurch können Schüler und Ausbildungsbetriebe zusammenfinden, um einen Ausbildungsvertrag abzuschließen. Das Handwerk ist für alle Schulklassen und alle Schüler offen und wird auch in den nächsten Jahren, durch den verstärkten Fachkräftemangel, auf neue Auszubildende dringend angewiesen sein.


Gesehen wurden u.a.:

+ Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor der Landeshauptstadt Düsseldorf

+ Ana Wettin, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Düsseldorf

+ Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer Düsseldorfer Arbeitgeberverbände

+ Clemens Urbaneck, Geschäftsführer IHK

+ Dr. Christian Henke, Geschäftsführer HWK

+ Thorsten Spengler, Kreishandwerkerschaft

+ Martin Wloczyk, Werksleiter Konecranes
+ Gregor Nachtwey, Leiter der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt

+ Roland Niemanns, Leiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit
+ Christoph Sochart, Geschäftsführer Unternehmerschaft Düsseldorf

+ Sina Schmeil, Konecranes, gewerblich-technische Auszubildende

+ UND 15 Schülerinnen und Schüler auf Erkundungstour bei Konecranes

Auch die RP berichtete ausführlich. Screenshot: CS

Chemie-Präsident warnt vor dem STOP vom russischen Erdgas

Der Vorstandsvorsitzende des Evonik-Konzerns, Christian Kullmann, hat vor drastischen Folgen eines möglichen russischen Energielieferstopps für die deutsche Volkswirtschaft gewarnt. „Die Situation ist ernst“, sagte der Manager, der auch Präsident des Verbandes der chemischen Industrie (VCI) ist, auf WDR5. Die deutsche Industrie und besonders die chemische Industrie müssten sich im Fall eines russischen Energie-Embargos „auf ein drastisches, auf ein dramatisches Szenario“ vorbereiten. Dann könne die Volkswirtschaft „nicht überleben“. Deshalb setzt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas in Kraft. Ein Krisenteam bewertet jetzt ständig die Situation. Derweil bleibt Kullmann in Sorge: „Wenn wir von der Energieversorgung abgeklemmt werden sollten, dann stehen wir hier innerhalb von wenigen Tagen still“, so Kullmann.  Hier hören Sie seinen Beitrag.

Arbeitsmarkt: Frühjahrsbelebung in Düsseldorf

„Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung sinkt in Düsseldorf die Arbeitslosigkeit weiter. Dabei profitieren besonders Jugendliche von der Entwicklung“, kommentiert Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, die frisch eingetroffenen Arbeits- und Ausbildungsmarktzahlen. Der Arbeitsmarkt konkurriere dabei um gut ausgebildete junge Menschen. Die Ausbildung sei nach wie vor der stärkste Hebel, die passenden Fachkräfte der Zukunft zu gewinnen.

Ausbildungsmarkt
Ende März zieht die Bundesagentur für Arbeit turnusmäßig Halbjahresbilanz für die Ausbildungsvermittlung. In den ersten sechs Monaten des Ausbildungsjahres 2021/2022 wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service Düsseldorf insgesamt 2.909 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 140 Ausbildungsplätzen im Vergleich zum Vorjahresmonat (- 4,6 Prozent). Gleichzeitig haben sich im selben Zeitraum 2.461 junge Düsseldorferinnen und Düsseldorfer bei der Berufsberatung als Bewerber*innen für Ausbildungsstellen registrieren lassen. Das sind 177 junge Menschen weniger, die sich für eine Ausbildung zum Start im Sommer interessieren, als vor einem Jahr im Monat März (-6,7 Prozent). Auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen in Düsseldorf 86 Bewerberinnen und Bewerber. Von den gemeldeten Ausbildungsstellen sind aktuell noch 2.039 Ausbildungsstellen unbesetzt. 1.450 Bewerberinnen und Bewerber suchen Zurzeit noch eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative.

„Der Fachkräftebedarf bei den Düsseldorfer Unternehmen ist groß. Die Gewinnung von Nachwuchskräften und deren Ausbildung ist immer die beste Investition in die Zukunft“, betont Birgitta Kubsch-von Harten (Foto). „Die Unternehmen können die jungen Menschen entsprechend ihres individuellen Fachkräftebedarfs bestmöglich qualifizieren und frühzeitig in die Unternehmenskultur integrieren.“ Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter unterstütze neben der passgenauen Vermittlung bei der Bewerbung der freien Ausbildungsstellen durch Online-Infoveranstaltungen, Bewerbertage und vielem mehr.

Jugendliche können die Berufs- und Studienberatung unkompliziert entweder telefonisch, per Videoberatung oder in einem persönlichen Gespräch in Anspruch nehmen. Die Berufsberaterinnen und -berater bieten zudem regelmäßig Sprechstunden an den Düsseldorfer Schulen an. Sie begleiten die Jugendlichen bei dem gesamten Weg von der ersten Orientierung bis hin zur Einmündung in eine Ausbildung oder ein Studium.
Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf

Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit ist von Februar auf März um 597 Frauen und Männer gesunken (-2,5 Prozent). 23.572 Menschen sind in Düsseldorf aktuell arbeitslos, 4.996 Personen weniger als im März 2021 (-17,5 Prozent). Die Arbeitslosenstatistik umfasst sowohl die arbeitslosen Menschen, die Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung erhalten (SGB III) als auch jene, die Leistungen der Grundsicherung beziehen (SGB II). Während Arbeitslose des Rechtskreises SGB III in den Arbeitsagenturen beraten werden, erhalten arbeitslose Menschen des Rechtskreises SGB II Unterstützung im Jobcenter. Im März 2022 waren 7.039 Personen aus dem Rechtskreis SGB III arbeitslos gemeldet. Dies waren 3.595 Männer und Frauen weniger als noch vor einem Jahr (-33,8 Prozent). Im Rechtskreis SGB II gab es im März 16.533 arbeitslose Menschen, 1.401 Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr im März (-7,8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,8 Prozent. Im Februar lag sie bei 7,0 Prozent, vor einem Jahr bei 8,3 Prozent. Im März waren 1.374 unter 25-Jährige arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen nahm im Vergleich zum Vormonat um 34 (-2,4 Prozent) und zum Vorjahresmonat um 501 Personen ab (-26,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote bei der Gruppe der Jugendlichen liegt aktuell bei 4,8 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 5,0 Prozent, vor einem Jahr 6,3 Prozent.

10.537 Männer und Frauen sind aktuell länger als ein Jahr arbeitslos. Das sind 308 Personen weniger als im Februar (-2,8 Prozent) und 624 Personen oder 5,6 Prozent weniger als im März vor einem Jahr.

Unterbeschäftigung
Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im März 31.575 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote, die unter anderem auch die Personen umfasst, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, liegt aktuell bei 9,0 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 9,1 Prozent, vor einem Jahr 10,5 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage
Im März wurden der Agentur für Arbeit Düsseldorf 1.320 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet, 81 Stellen (6,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 167 Stellen mehr als im März 2021 (14,5 Prozent). 5.749 Arbeitsstellen stehen aktuell insgesamt für die Vermittlung zur Verfügung. Im Vergleich zum Vormonat sind das 105 Stellen mehr (1,9 Prozent) und 1.809 Stellen mehr als im März 2021 (45,9 Prozent).

Die meisten freien Stellen finden Arbeitssuchende derzeit in den Berufsbereichen Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (1.325 offene Stellen),  bei den Kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus (987 offene Stellen) sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (936 offene Stellen).

Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine
Bei vielen der geflüchteten Menschen aus der Ukraine geht es aktuell noch nicht so sehr um die Aufnahme einer Arbeit. Sie benötigen vielmehr Unterstützung in humanitären Fragen sowie Schutz und Sicherheit. Für Menschen, die sich über den Arbeitsmarkt in Deutschland informieren möchten, hat der gemeinsame Integration Point der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Düsseldorf ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot. Er ist die erste Anlaufstelle für Menschen mit Fluchthintergrund aus Düsseldorf, die eine Arbeit aufnehmen möchten. Hier finden geflüchtete Menschen Unterstützung, um sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurecht zu finden, den Erwerb von Sprachkompetenzen zu erlangen und eine ausbildungsadäquate berufliche Perspektive zu entwickeln.

Hoher Stellenwert von Ausbildung in NRW-Betrieben, aber erneut weniger Bewerberinnen und Bewerber

Als „starkes Signal der Unternehmen für die Ausbildung“ haben die NRW-Unternehmensverbände die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Der Markt sei in den nächsten Monaten zwar noch stark in Bewegung, „die Tendenz bei den gemeldeten Ausbildungsplätzen ist jedoch erfreulich“, betonte der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Johannes Pöttering, am Donnerstag in Düsseldorf. Positiv sei das Plus von 7,4 Prozent bei der Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze – und das trotz weiterhin nicht einfacher Rahmenbedingungen für die Betriebe. „Die Zahlen belegen den nach wie vor hohen Stellenwert der Ausbildung für die Unternehmen in unserem Land“, erklärte Pöttering. Allerdings sei die Bewerberzahl mit einem Minus von 3,2 Prozent erneut ein weiteres Mal zurückgegangen. „Diese Entwicklung dürfte die Besetzungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt weiter verschärfen“, meinte Pöttering.

Gegenwärtig gebe es nach Worten Pötterings deutlich mehr Ausbildungsplätze (91.060) als Bewerber (78.930). „Unsere Botschaft an die Jugendlichen im Land ist daher klar: Die Chancen auf Ausbildung sind hervorragend – sie gilt es zu ergreifen“, erklärte Pöttering. Schnupperpraktika in den Betrieben könnten bei der Berufsorientierung helfen und zugleich Unternehmen mit möglichen Kandidaten zusammenzubringen. Die Bereitschaft der Betriebe zur Ausbildung sei ungebrochen groß. Viele Unternehmer machten sich allerdings große Sorgen, mangels Bewerber nicht ausbilden zu können. Dann fehlten künftig Fachkräfte, die „nicht nur unsere Unternehmen, sondern auch wir als Gesellschaft dringend brauchen“, so Pöttering. Daher gilt es, die Attraktivität von Ausbildung auch gesellschaftlich noch viel stärker zu verankern.

An unserer Stadtgrenze entsteht die größte Surfhalle der Welt

Wenn die Kollegin schreibt „für Düsseldorf entsteht die größte Surfhalle der Welt“, dann implizierte der/die geneigte Leser/in, dass diese neue Idee auch IN Düsseldorf entsteht. Dies aber ist nicht der Fall, denn der neue Beachclub, der „siebenstellig“ kosten wird (unter zehn Millionen Euro) und 20 Mitarbeiter beschäftigen soll, entsteht in Meerbusch auf dem Areal Böhler. „Rheinriff“ heißt die neue Ideen von Julian Thiele. Auf über 9000 qm sollen dann pro Jahr 200.000 Menschen den Innenbereich (6000 qm), den Außenbereich (2000 qm) und das Kommunikationszentrum (1000 qm) für Tagungen und Konferenzen bevölkern.

TechHub.K67 geht an den Start – Unternehmen als Desk-Paten

Düsseldorf hat für Startups einiges zu bieten: Schon in der frühen Phase einer Unternehmensgründung steht mit Partnern wie dem Digihub Düsseldorf/Rheinland viel Know-How und Unterstützung zur Verfügung. Aber was passiert, wenn aus der Idee ein Prototyp geworden ist? Genau hier setzt der TechHub.K67 – benannt nach dem Standort – Kasernenstraße 67 – an.

Startups mit Schwerpunkt Digitalisierung und Technologie können sich um einen von 20 sogenannten TechDesk bewerben, der unentgeltlich für ein halbes Jahr zur Verfügung gestellt wird. Der TechHub.K67 geht dabei weit über CoWorking hinaus: Neben dem Arbeitsplatz bietet der K67 ein Coaching- und Networkingprogramm mit dem Fokus auf die in dieser Phase so wesentlichen Kontakte zu Investoren an. Gleichzeitig entsteht ein offener Raum für Tech-Innovation, in dem das Ökosystem der Region zusammenfindet: Aus Unternehmerlandschaft, Wissenschaft und Startups entsteht so ein Tech-Netzwerk, das die Weiterentwicklung technischer Innovationen fördert.

Der Techhub wird durch einen Förderverein ermöglicht. Aufgabe des Vereins ist es, Spenden zu sammeln, Sponsoren zu finden und den TechHub als Gesellschafter der gGmbH zu tragen. Die Vereinsmitglieder bringen sich mit Ihrem unterschiedlichen Know-how ein und unterstützen tatkräftig den Hub.

Die Privatwirtschaft in Düsseldorf ist gefragt mitzumachen: Unternehmen können sich durch ein Sponsoring als Desk-Pate oder durch Spenden engagieren. Start des TechHub.K67 ist August 2022.

Auf einer Digital-Veranstaltung am 12. April, 17–18 Uhr, können sich interessierte Unternehmen über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer Partizipation informieren.

Weitere Informationen: www.techhubk67.de

„Campus der Ideen“ im Sommersemester an der Heinrich-Heine-Universität

Im Sommersemester 2022 veranstaltet das Center for Entrepreneurship Düsseldorf (CEDUS) gemeinsam mit Partnern an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) erstmals den Campus der Ideen (CDI). Ein Semester lang sollen Ideenreichtum, Innovationen und Netzwerke über die Grenzen von Disziplinen, Fakultäten und Statusgruppen hinweg gefördert werden. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie Ideen generiert und effizient, pragmatisch und mit großer Motivation umgesetzt werden können.

Alle Infos und Anmeldung zu den Events: www.hhu.de/cdi