Siebenmillionster gewerblicher Van geht an einen Bäcker

Mercedes Benz backt große Brötchen: Siebenmillionster gewerblicher Van geht an Bäcker in Sachsen v.l.n.r.: G. Hähnichen (GRUMA Automobile GmbH), S. Hammermüller, N. Taube (beide Bäckerei Taube), Andreas Böger (Mercedes-Benz Vans Vertrieb Deutschland)

Mercedes‑Benz Vans feiert einen wichtigen Meilenstein: Der weltweit siebenmillionste gewerbliche Transporter, ein eSprinter, wurde an einen Kunden in Deutschland übergeben. Jubiläumskunde war das Backhaus Taube im sächsischen Oschatz, ein Familienbetrieb in dritter Generation. Die Übergabe fand im örtlichen Autohaus des Mercedes-Benz Partners GRUMA Automobile GmbH statt. Seit langem produziert Mercedes‑Benz Transporter und Vans für den gewerblichen Bereich. Das aktuelle Angebot für den gewerblichen Einsatz besteht aus dem in Düsseldorf gebauten Bestseller Sprinter, dem Vito und dem Citan, sowie den batterieelektrischen Varianten eSprinter, eVito und ab diesem Jahr eCitan.

„Sieben Millionen verkaufte Transporter in 30 Jahren sind ein großartiger Erfolg“, sagt Klaus Rehkugler, Leiter Mercedes‑Benz Vans Vertrieb und Marketing „Das Jubiläumsfahrzeug ist nicht ohne Grund einer unserer Bestseller: Seit 1995 bewährt sich unser Sprinter im Segment der großen Transporter, inzwischen in der dritten Generation und seit Ende 2019 auch mit Elektro-Antrieb. Deshalb freut es mich besonders, dass sich das Familienunternehmen Taube für unseren eSprinter entschieden hat und sich seine Fahrer und Kunden künftig von den Vorteilen des lokal-emissionsfreien Fahrens mit Transportern von Mercedes‑Benz Vans überzeugen können. 2022 wollen wir die Erfolgsserie unserer Transporter fortsetzen und viele weitere Kunden überzeugen.“

Nils Taube, Inhaber des Backhaus Taube: „Wir sind stolz, mit dem eSprinter unseren Fuhrpark zu erweitern. Es ist ein weiterer Schritt im Sinne unserer Unternehmensphilosophie, die auf Nachhaltigkeit und Qualität ausgerichtet ist. Neben unserer Photovoltaikanlage für den Betriebsstrom und regionalen Produkten, können wir nun mit unserem ersten Elektrofahrzeug auch die Belieferung der 15 Filialen umweltbewusst gestalten. Somit gehen wir mit unseren 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft unseres seit 1891 bestehenden Traditionsunternehmens.“

Sieben Millionen Vans seit 1992

Bereits 1896 erweiterte die Rheinische Gasmotorenfabrik Benz & Cie ihre Produktpalette um einen Lieferungs-Wagen, den ersten gewerblichen Transporter. Seit der Premiere des ersten Liefer-Wagens ‚Benz‘ hat Mercedes‑Benz die Vans stets weiterentwickelt und neue Modelle auf den Markt gebracht. So erstreckt sich das Portfolio der gewerblichen Vans inzwischen mit Citan, Vito und Sprinter und deren elektrischen Varianten über drei Segmente der Small, Midsize und Large Vans. Seit Beginn der Zählung im Jahr 1992 wurden sieben Millionen gewerbliche Transporter an Kunden ausgeliefert – ein bemerkenswerter Erfolg.

Alle drei Baureihen, ob als Kastenwagen für den Transport von Gütern aller Art, als Tourer für die Personenbeförderung oder in zahlreichen anderen Varianten, erfreuen sich großer Beliebtheit. Kernmärkte sind in Europa die Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Der Sprinter besitzt auch in den USA einen starken Absatzmarkt, wo der Vito als Metris unterwegs ist. In China konnte der Vito seinen Absatz 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.

Das Jubiläumsfahrzeug: Der Mercedes‑Benz eSprinter – lokal emissionsfreier Lieferprofi und konsequente Kundenorientierung

Der erste Sprinter kam bereits 1995 auf den Markt und ist damit das älteste Modell im aktuellen Produktportfolio. Seit 2003 gibt es den Vito im mittleren Segment und seit 2012 den kleinsten Vertreter von Mercedes‑Benz Vans: den Small Van Citan. Bereits Ende 2019 lief der erste eSprinter in Düsseldorf vom Band. Mit der elektrifizierten Variante des Allrounders adressiert Mercedes‑Benz die sich wandelnden Bedürfnisse von Gesellschaft, Kunden und Partnern nach nachhaltiger Mobilität. Der eSprinter Kastenwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm in Hochdach-Ausführung besitzt eine integrierte Schnellladefunktion, dank der die Batterie innerhalb von ca. 25 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent nachgeladen werden kann. Das Ladevolumen von 11 m³ ist uneingeschränkt nutzbar, da die Batterien im Unterboden verbaut sind. Der Elektroantrieb treibt die Vorderräder an und leistet 85 kW mit einem Drehmoment von bis zu 295 Nm.

Sprinter und eSprinter stehen bei Kunden unterschiedlicher Branchen hoch im Kurs – seien es Kurier-, Express- und Paketdienste, Bauunternehmen oder wie im Fall der Bäckerei Taube, klein- und mittelständische Handwerksbetriebe. Mercedes-Benz lieferte 2021 insgesamt mehr als 215.000 Sprinter und eSprinter an seine Kunden aus.

Bleibt „automatisiertes Fahren“ zunächst noch ein Traum?

Hier in Düsseldorf könnten selbstfahrende Autos theoretisch schon verschiedene Strecken unfallfrei bewältigen. Das hat ein großes Projekt gezeigt, das nach zwei Jahren jetzt zu Ende geht. Bis zur Alltagstauglichkeit wird es aber trotzdem noch dauern. Die ganze Stadt mit der nötigen Technik zu vernetzen wäre viel zu teuer – und es wären viele Schritte vor dem nächsten, schreibt Antenne Düsseldorf. Immerhin hat das Projekt gezeigt, dass selbstfahrende Autos funktionieren. Am sichersten läuft es bisher auf der Autobahn, wo es keinen Gegenverkehr gibt. Die zugrundeliegende Technik dürfte demnächst öfter zum Einsatz kommen – zum Beispiel bei Apps, die Menschen auf dem Rad oder im Auto verraten, wann die nächste Ampel auf grün stellt. Beteiligt war auch unser Mitglied Vodafone sowie Yunex Traffic, ein Siemens-Unternehmen.

Das Projekt, an dem 18 Partner beteiligt waren, wurde vom Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf koordiniert. Oberbürgermeister Dr. Stephan Kellner begrüßte beim Abschlusspressetermin als Projektpartner Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, sowie Professor Gerd Riegelhuth, Die Autobahn GmbH.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Es war uns sehr wichtig als Stadt mit starken Partnern aus der Telekommunikation, der Automobilindustrie und ihren Zulieferern, der Verkehrstechnik sowie der Wissenschaft an modernen Lösungen für das Verkehrsmanagement der Zukunft zusammenzuarbeiten. Vernetztes und automatisiertes Fahren kann gerade in Großstädten wie Düsseldorf dazu beitragen, den Verkehrsfluss zu verbessern, Emissionen zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Verkehrsministerin Ina Brandes: „Nordrhein-Westfalen ist eine Modellregion der Mobilität 4.0. Das zeigen wir mit automatisiert fahrenden Linienbussen, eTarif für Bus und Bahn oder digital vernetzten On-Demand-Shuttles, die in Stadt und Land unterwegs sind. In diese Reihe der Erfolgsgeschichten gehört auch KoMoDnext: Das Forschungsprojekt hat auf beeindruckende Weise deutlich gemacht, wie dank Digitalisierung und Vernetzung Fahrzeuge, Straßen und Ampeln miteinander sprechen können, um den Straßenverkehr insgesamt sicherer und effizienter zu machen. Besserer Verkehrsfluss bedeutet auch saubere Luft – KoMoDnext zeigt, wie mit vernetzter Mobilität die Lebensqualität und der Klimaschutz in unseren Städten und Gemeinden erhöht werden können.“

Innenminister Herbert Reul: „Für die Polizei ist dieses Projekt schon deshalb ein Erfolg, weil wir uns als starker, zuverlässiger Technologie-Partner beweisen konnten. Unser Ziel bleibt es, die Polizei von Anfang an beim automatisierten und vernetzten Fahren mitzudenken. Wir haben viel Herzblut investiert und zeigen heute, was morgen Wirklichkeit sein könnte: die grüne Welle auf Knopfdruck für Einsatzfahrzeuge. Geht das Blaulicht an, haben Streifen- und Rettungswagen freie Fahrt und die Ampeln für den Querverkehr springen auf Rot. Das ist ein großes Plus an Sicherheit und entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod. Auf dieses Ergebnis können alle, die das möglich gemacht haben, enorm stolz sein.“

Prof. Gerd Riegelhuth, Die Autobahn GmbH: „Das Forschungsprojekt KoMoDnext liefert wichtige Erkenntnisse und Bausteine für die kooperative, vernetzte und automatisierte Mobilität der Zukunft. Die Kommunikation zwischen Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeugen leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Autobahnen vor allem im Zulauf von Baustellen und Stauenden.“

Bereits im ersten, ebenfalls vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekt KoMoD wurde das Testfeld eingerichtet und 2018 eröffnet. Die Strecke für die Testfahrten ist rund 20 Kilometer lang und repräsentiert einen typischen Ballungsraum. Sie erstreckt sich vom Autobahnkreuz Meerbusch (A 57/A44) über die A 57, das Autobahnkreuz Kaarst und die A 52. Sie führt auf Düsseldorfer Stadtgebiet weiter über die Bundesstraße 7, durch den Rheinalleetunnel, die Rheinkniebrücke bis zu den innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen an der Stadtteilgrenze Unterbilk/Friedrichstadt.

Im Folgeprojekt KoMoDnext diente ab Januar 2020 die zuvor aufgebaute und in KoMoDnext weiter ausgebaute Vernetzung zwischen Versuchsfahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur als Vorbereitung, die Strecke nun mit automatisierten Level-4-Fahrzeugen zu befahren. Die Forschungsfahrzeuge mischten sich in den laufenden Verkehr, erhielten aber im Gegensatz zu den anderen Verkehrsteilnehmern Informationen zur Verkehrslage, von Schildern und Ampeln digital. Dabei empfingen die Fahrzeuge nicht nur jede Menge Daten in Echtzeit, sondern dienten auch als mobile Sensoren. Sie erkannten Störungen im Testfeld und gaben diese an die Infrastruktur und andere Forschungsfahrzeuge weiter. Die Testfahrer konnten automatisiert fahren, mussten aber jederzeit selber eingreifen und Lenkrad sowie Gas- und Bremspedal wieder übernehmen können.

Unterschiedliche Szenarien im digitalen Testfeld erprobt
Ziel der unterschiedlichen Anwendungsfälle (Use Cases) im digitalen Testfeld Düsseldorf ist die Praxistauglichkeit von automatisierten Fahrfunktionen weiter zu fördern und neue Steuerungsverfahren für Streckenbeeinflussungsanlagen auf der Autobahn und an Ampeln zu entwickeln. Die Sicherung der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur steht dabei immer im Fokus.

Dazu wurde das Testfeld an der Autobahnstrecke – wie bereits zuvor der Rheinalleetunnel und einige Ampeln im Stadtgebiet – mit Road Side Units (RSU) ausgestattet. Diese Funkmodule wurden eingesetzt, um die Daten den Fahrzeugen zu übermitteln: so zum Beispiel Infos über eine Ampelphase – zeigt sie rot oder grün und wie lange noch -, gibt es einen Stau auf der Strecke oder einen Unfall im Tunnel. Auch die Testfahrzeuge lieferten Daten ihrer Position oder Geschwindigkeit an die RSU. „Die Daten der kooperativen Fahrzeuge können wir mit den stationären Daten vorhandener Induktionsschleifen zusammenführen. Wir bekommen ein verbessertes Lagebild, können die Infos an alle wieder herausgeben und zielgenauer den Verkehr steuern“, erläuterte Heiko Böhme, Gesamtprojektkoordinator vom Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf. Tunnel und Rheinkniebrücke wurden im Rahmen des Testfeldes für automatisiertes Fahren als sicherheitskritischer Streckenabschnitt bewertet. Deshalb wurden dort zahlreiche Szenarien simuliert, so ein liegengebliebenes Fahrzeug, das den Tunnel in den Betriebszustand „Warnung“ wechselt, verbunden mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit. Über eine Wetterstation auf der Brücke erhielten die Versuchsfahrzeuge Infos zu Windstärke und Witterung, um das Fahrverhalten anzupassen.

Um die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur abzusichern, wurden redundante Kommunikationskanäle aufgebaut. So erfolgte die Kommunikation zusätzlich zu den Road Side Units auch über Mobilfunk. Dies hat den grundsätzlichen Vorteil, dass keine Infrastrukturerweiterungen erforderlich sind.

Automatisiertes Fahren in der Innenstadt
An einer vielbefahrenen Kreuzung links abzubiegen und dabei auf den Gegenverkehr und auf Fußgänger zu achten – auch diese komplexe Abfolge wird mit den automatisierten Fahrzeugen getestet. Dies ebenfalls im realen Verkehr auf der Herzogstraße, von der aus die Testfahrzeuge links in die Elisabethstraße abbiegen mussten. Erschwerend hinzu kam, dass das Versuchsfahrzeug gleich nach dem Einbiegen durch die Sperrung eines Fahrstreifens einen automatisierten Spurwechsel ausführen musste. An dieser komplexen Kreuzung wurde von städtischer Seite die Infrastruktur ergänzt. Ein Radardetektor überwacht den von der Rheinkniebrücke kommenden Verkehr und eine Videokamera die zu querende Fußgängerfurt. Die Daten werden in einer so genannten Local Dynamic Map aufbereitet und dem automatisiert fahrenden Fahrzeug übermittelt. Im Fahrzeug erfolgt die Fusion mit den Daten der Eigensensorik. Dabei zeigen sich die aktuellen Grenzen des automatisierten Fahrens, denn nicht jede Kreuzung kann in Zukunft mit Kameras und Radaranlagen ausgestattet werden. Ein weiterer Rundkurs in der Düsseldorfer Innenstadt zwischen Grabbeplatz und Benrather Straße zeigte, dass automatisiertes Fahren durch die Kommunikation mit den Ampeln dort gut möglich ist, wo es keine komplizierten Punkte gibt. So haben Linksabbieger auf diesem Rundkurs keinen Gegenverkehr.

Auch Polizei und Rheinbahn nutzen Teststrecke
An der Düsseldorfer Straße, Rheinkniebrücke und der Kreuzung Elisabethstraße/Herzogstraße wurde eine Einsatzroute für Polizeifahrzeuge freigeschaltet. So wurde in dem Projekt erforscht, wie die Verkehrsinfrastruktur für die Polizei beeinflusst werden kann, um Einsätze sowohl für die Polizei als auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Eine Perspektive: In einigen Jahren könnte es möglich sein, für einen Polizeieinsatz die Ampeln auf Grün zu schalten. Auch die mit hybriden On-board-Units ausgestatteten Busse der Rheinbahn kommunizierten direkt mit der Ampel oder über die Verkehrszentrale und setzten somit die Priorisierung an der Ampel über zwei Kommunikationswege um. An der Düsseldorfer Jugendherberge wurde dieses Beschleunigungsverfahren mit dem Ziel, dass der Bus an der Signalanlage Grün anfordern kann, exemplarisch umgesetzt.

App „Traffic-Pilot“ für Radverkehr weiterentwickeln
Bereits im ersten Projekt KoMoD wurde die App „Traffic Pilot“ entwickelt. Sie wird von rund 70 Prozent der rund 650 Ampeln in der Landeshauptstadt unterstützt. Autofahrern und Radfahrern kann so angezeigt werden, wie sie möglichst per „Grüner Welle“ durch die Stadt fahren. Im Rahmen von KoMoDnext wurde an einer weiteren Funktion für die App gearbeitet. „Ein Ziel besteht unter anderem darin, Radfahrende bei einer Zufahrt auf die Lichtsignalanlagen direkt anzumelden. Durch die frühzeitige Anmeldung kann die Kreuzung dann ohne Halt passiert werden“, erläuterte Mobilitätsdezernent Jochen Kral. Dies könnte nun an ausgewählten Kreuzungen getestet werden.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation nutzten die Teilnehmenden und die Medienvertreter das Angebot, an Testfahrten in den Forschungsfahrzeugen teilzunehmen. Zudem konnten sie sich an Infoständen der Projektpartner über die Forschungsergebnisse informieren. In der Anlage finden sich detaillierte Informationen zu den Testfahrten (Show Cases) sowie zu den Arbeiten der Projektbeteiligten. Die projektbeteiligten Behörden, Institutionen und Unternehmen werden das Forschungsprojekt KoMoDnext am Mittwoch, 23. März, im Areal Böhler dem Fachpublikum präsentieren.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf, Michael Gstettenbauer
Text mit Material von Antenne Düsseldorf und Landeshauptstadt Düsseldorf

Web-Seminar: „Pflegegeld – was zahlt die Versicherung?“

Am Montag (28.03.) beschäftigt sich die Kompetenzstelle Frau & Beruf in unserer Stadt mit dem Thema „Pflegegeld – was zahlt die Versicherung?“ Ein Fachberater der AOK steht Rede und Antwort und gibt Ihnen einen Überblick über alle Leistungen der Pflegeversicherung für pflegende Beschäftigte. Ergänzt wird der Vortrag durch die besonderen Bestimmungen, die weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie gelten.

Inhalt des Web-Seminars:
Wieviel Pflegegeld gibt es in den Pflegegraden 1-5?
Wie funktioniert die Antragstellung?
Wer ist Anbieter der qualifizierten Pflegeberatung?
Was sind Entlastungsleistungen?
Was sind Kombinationsleistungen?
Wer sind die Ansprechpartner im Pflegemarkt?

Zur Anmeldung

AOK-Studie: Schmerzen im E-Sport – Einzelfall oder Massenphänomen?

E-Sportlerinnen und -sportler können sich auch verletzen. Teilweise müssen sie sogar verletzungsbedingt ihre Gamer-Karriere beenden. Dies sollte man beobachten und nicht unterschätzen, sagt eine neue Studie der AOK Rheinland/Hamburg mit Sitz in unserer Stadt. Sie entstand gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule in der Domstadt. UNI-Prof. Ingo Froböse hatte rund 1150 Gamerinnen und Gamer befragt. Alle Ergebnisse gibts hier:

Dies sind die Ergebnisse der vierten E-Sport-Studie von AOK Rheinland/Hamburg und der Deutschen Sporthoch­schule Köln, die am 23. März 2022 in Köln vorgestellt wurde. Die drei vorherigen E-Sport-Studien haben bereits das Trainings- und Gesundheitsverhalten, den Medienkonsum sowie das mentale Wohlbefinden und das Ernährungsverhalten in den Fokus gestellt. Die dies­jährige Befragung befasst sich mit den Themen der Ergonomie und körperlichen Beschwerden. Gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg hat Univ.-Prof. Dr. Ingo Froböse rund 1150 E-Sportler*innen aller Leistungsstufen befragt. Wie im letzten Jahr wurden die Daten aufgrund der COVID-19-Pandemie ausschließlich online erhoben.

Schmerzen im Nacken und Rücken sind präsent

Zunächst ist positiv hervorzuheben, dass der Großteil der befragten Spieler*innen nur selten von körperlichen Beschwerden betroffen ist. Liegen allerdings Schmerzen vor, sind diese am häufigsten im Nacken oder Rücken lokalisiert. Dies ist vergleichbar mit der deutschen Allgemeinbevölkerung, bei denen Rücken- und Nackenschmerzen ebenfalls eine sehr hohe Prävalenz aufweisen. Ein Risikofaktor dafür sind die langen Sitzzeiten in unserer modernen Gesellschaft. „Demnach ist es umso wichtiger, mehr Bewegung in unseren sonst so bewegungsarmen Alltag zu integrieren. Dies fördert nicht nur die Gesundheit, sondern erhöht auch unsere Produktivität“, so Froböse, der vor allem für kleine Bewegungspausen zwischen längeren Sitzeinheiten plädiert. Diese fördern unter anderem die Durchblutung und liefern einen Energieschub.

Zudem gaben die Spieler*innen an, häufig „sonstige Schmerzen“ wie beispielsweise Kopfschmerzen zu haben. Grund dafür können unter anderem die mit der Videospielzeit einhergehenden Bildschirmzeiten sein. Hinzu kommt der Gebrauch von Smartphones und das Arbeiten am Computer. Brennende oder gerötete Augen oder Müdigkeit können ebenfalls auftreten, wenn ununterbrochen auf den Bildschirm gestarrt wird. „An dieser Stelle empfiehlt es sich, auch unseren Augen zwischendurch mal eine Pause zu gönnen“, empfiehlt Froböse.

Allerdings sind nur wenige Spieler*innen der Meinung, dass die Schmerzen allein durch das Gaming begründet sind (4,6 %). Der Großteil (25,7 %) kann die Schmerzen keiner bestimmten Tätigkeit zuordnen, wohingegen 19,3 % eine Kombination aus Schreibtischtätigkeit und dem Spielen als Schmerzursache sehen. „Prinzipiell treten Schmerzen nicht nur aufgrund eines bestimmten Verhaltens bzw. einer gewissen Tätigkeit auf. Der Schmerz ist eher multifaktoriell zu betrachten. So kommen dabei eher viele verschiedene Faktoren zusammen, wodurch der Schmerz letztendlich ausgelöst wird“, erklärt Froböse.

Die Schmerzen werden größtenteils ignoriert

Etwas besorgniserregend ist der Umgang mit den auftretenden Schmerzen. Nur etwa ein Drittel (31,0 %) der Befragten bemüht sich um einen Arzttermin, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Vielmehr werden die Schmerzen größtenteils ignoriert und ausgehalten. „Dabei sollte anhaltender akuter Schmerz ernst genommen werden. Denn akuter Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers, dass etwas nicht stimmt“, so Froböse. Erfreulicherweise sind die auftretenden Schmerzen allerdings nicht so stark, dass diese die Befragten im Alltag oder im Beruf einschränken.

Gamer*innen sind ergonomisch gut ausgestattet

Um eine auf Dauer monotone Körperhaltung zu vermeiden und daraus entstehende körperliche Beschwerden erst gar nicht auftreten zu lassen, eignet sich eine gute ergonomische Ausstattung. Dahingehend zeigt sich, dass die Befragten zu großen Teilen sehr gut ausgestattet sind. Verbesserungsbedarf besteht allerdings beim Tisch. Nur 16,0 % besitzen einen höhenverstellbaren Tisch und bei etwas mehr als der Hälfte ist der Tisch dementsprechend nicht an die Größe der Befragten angepasst. Zudem verwendet nicht einmal die Hälfte eine Tastatur mit Auflagefläche für die Handgelenke. Dabei sollte besonders auf die Unterarmmuskulatur geachtet werden, da die Handgelenke und Unterarme bei Gamer*innen besonders beansprucht werden. „Es freut uns, dass die Gamer*innen über eine weitestgehend gute ergonomische Ausstattung verfügen. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesundheitlich günstige Körperhaltung während des Spielens. Bei der Sensibilisierung für dieses Thema sehen wir jedoch Handlungsbedarf und werden die Spieler*innen dahingehend gezielter mit unseren Beratungsangeboten zur Ergonomie unterstützen“, erläutert Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rhein-land/Hamburg.

Negativer Einfluss durch die Pandemie?

Einige Ergebnisse der Studie könnten auf einen Einfluss der Pandemie auf das Gesundheitsverhalten hinweisen. Zwar wird das subjektive Gesundheitsempfinden weiterhin, wie in den Vorjahren, als sehr gut beurteilt. Allerdings zeigt das psychische Wohlbefinden eine Verschlechterung. Zudem ist der BMI der Zielgruppe von 24,7 kg/m² im letzten Jahr auf 25,6 kg/m² gestiegen, wodurch die Spieler*innen nun nach der Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation als „übergewichtig“ eingestuft werden. Positiv hervorzuheben ist hingegen die körperliche Aktivität. Wie in den Vorjahren übertreffen die Befragten die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation deutlich. In der Freizeit sind die Befragten in der Woche über sechseinhalb Stunden körperlich aktiv. „Inzwischen scheint die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen im Alltag in einigen Bereichen der Gesundheit ihre Spuren in der Zielgruppe zu hinterlassen. Dennoch ist es überaus positiv, dass trotz steigendem BMI und sinkendem Wohlbefinden die Gamer*innen weiterhin überdurchschnittlich körperlich aktiv sind. Ohne diese essenzielle Gesundheitsressource würden die Ergebnisse wahrscheinlich weitaus schlechter ausfallen“, so Froböse.

Gamer*innen sind sich einig: Gesundheitsverhalten hat einen positiven Einfluss auf die Leistung

Die überwiegende Mehrheit der Spieler*innen ist der Meinung, dass sich eine gute Fitness, ausgewogene Ernährung, ausreichend nächtlicher Schlaf sowie eine geringe psychische Anspannung positiv auf die Leistung im E-Sport auswirken können. „Es ist schön zu sehen, dass den Gamer*innen die Vorteile eines gesunden Lebensstils inzwischen bewusst sind. Nun gilt es, sie auch dahingehend zu unterstützten, dass sie ihr Gesundheitsverhalten dementsprechend anpassen“, erklärt Froböse.

Insgesamt besteht weiterhin Verbesserungsbedarf

„Insgesamt sind Schmerzen in der Zielgruppe der Gamer*innen glücklicherweise eher die Ausnahme“, so das Fazit von Ingo Froböse zur eSport-Studie 2022. „Allerdings ist eine frühzeitige Sensibilisierung für Gesundheitsthemen und zu dem richtigen Umgang mit Schmerzen notwendig, damit es im besten Fall erst gar nicht zu Schmerzen kommt oder man diesen zumindest frühzeitig entgegenwirken kann.“

Text: AOK (Foto: www.ingo-froboese.de; Sebastian Bahr)

Gelungene Premiere bei den virtuellen Betriebserkundungen mit unserem Mitgliedsunternehmen PROVINZIAL

Eltern und ihre Kinder haben in unserer Stadt ab sofort die Möglichkeit, sich digital über Ausbildungsmöglichkeiten von Unternehmen in der Region zu informieren. Das Angebot richtet sich an Eltern sowie Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen und 10. Klassen.

Vorgestellt werden Düsseldorfer Unternehmen und ihre Ausbildungsberufe. Den Anfang machte am Dienstagabend (22.03.) die PROVINZIAL Versicherungs AG. Ausbildungsleiterin Sarah Keusen hieß alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen und führte in die Ausbildung des Unternehmens aus dem Stadtteil Wersten ein. Anschließend wurde in einem kurzweiligen Imagefilm das Unternehmen vorgestellt.

Im weiteren Verlauf des Online-Meetings berichteten die Auszubildenden Luisa Noll und Diana Seibel, wie sie ihren Ausbildungsberuf bzw. ihr duales Studium gefunden haben, stellten die Ausbildungsabläufe vor, erläuterten u. a., wie viel man verdienen kann und gaben Tipps, wie man sich am besten bewirbt. Frau Noll und Frau Seibel gehören darüber hinaus auch zur Initiative der „Düsseldorfer Ausbildungsbotschafter“. Ausbildungsleiterin Sarah Keusen rundete das kurzweilige Gespräch ab. Eine weitere Ansprechpartnerin zum Thema „Ausbildung bei der PROVINZIAL“ ist Victoria Neukirchen.

Vorgestellt wurden die Ausbildungsberufe „Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen“, „Fachinformatiker*in Systemintegration oder Anwendungsentwicklung“ sowie die dualen Studiengänge „Risk and Insurance“ bzw. „Informatik“. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich auf der Karriereseite der PROVINZIAL über die Ausbildungs- und Studienberufe informieren und sich direkt bewerben.

Informativ war auch der Part von Jürgen Stüve, Berufsberater der Agentur für Arbeit in Düsseldorf. Er ordnete das Gehörte und Gesehene für den Düsseldorfer Ausbildungsmarkt ein und erklärte noch einmal die Chancen und Voraussetzungen für die genannten Ausbildungsberufe. Die Ausbildungsberufe seien in Düsseldorf sehr beliebt und die Qualität der Bewerberinnen und Bewerber sehr gut. Entsprechend seien die Zukunftsaussichten ebenfalls hervorragend. Der engagierte Berufsberater gab grundsätzlich „grünes Licht“ – auch für Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Ezgi Yildiz von der Kommunalen Koordinierung bzw. vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung stellte den Berufswahlpass NRW vor. Dieses Portfolioinstrument erhalten alle Schülerinnen und Schüler in der 8. Klasse. Im Online-Meeting wurde beschrieben, wie die Schülerinnen und Schüler die virtuelle Betriebserkundung mit Hilfe des Berufswahlpasses reflektieren können. Alle Praktika und die Berufsfelderkundungen können mit den entsprechenden Seiten des Berufswahlpasses vor- und nachbereitet werden.

Kurzweilig war auch der abschließende Chat mit den Eltern und den interessierten Schülerinnen und Schülern. Die Fragen aus dem Chat wurden direkt beantwortet. Gefragt wurde beispielsweise nach den Sozialleistungen während der Ausbildungszeit und den weiteren Karrierewegen.

Moderiert wurde der Premierenabend von Susanne Frost von der Kommunalen Koordinierung sowie von Lisa Marie Fitzner vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung. Den technischen Bereich betreute Christina Moeser von der Stiftung Pro Ausbildung.

Insgesamt nahmen rund 30 Eltern und ihre Kinder an dem Gespräch teil. In diesem Jahr sollen noch vier weitere Livestreams folgen.

Die virtuellen Betriebserkundungen für Eltern und ihre Kinder sind ein Projekt der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Kompetenzzentrums Berufliche Orientierung der Stiftung Pro Ausbildung.

Der nächste Termin steht bereits fest, nämlich der 6. April um 18.30 Uhr. Mit dabei sind dann die Azubis der Düsseldorfer Stadtwerke. Eine Anmeldung vorab ist erforderlich und hier möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Eingangsbestätigung.

Weiterführende Informationen gibt es im Netz unter www.koko-dus.de/eltern-und-teens/virtuelle-betriebserkundung sowie telefonisch unter 0211 8998977. Auf der Webseite der Kommunalen Koordinierung ist in Kürze auch eine Aufzeichnung des Meetings mit der PROVINZIAL zu sehen.

Alle Beteiligten sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich mit dem Online-Abend zufrieden. Die Verbesserungsvorschläge werden im Nachgang der Veranstaltung zusammengefasst und im Organisationsteam besprochen.

Ministerin besucht Düsseldorfer Schwesterprojekt in Gelsenkirchen

„Als wir vor gut zwei Jahren dieses Projekt mit der Stadt und der Agentur für Arbeit starteten waren wir vom Erfolg überzeugt. Das die Academy aber so stark in unserer Stadt wird – damit hätten wir nicht unbedingt gerechnet. Offenbar gibt es für die Inhalte einen großen Bedarf in der Stadt“, schwärmt Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe. Seit Januar 2020 gibt’s die „Girl‘s & Boy‘s Academy“ in Gelsenkirchen. Getragen wird sie von der Agentur für Arbeit und von der Stadt. Gemacht wird sie von der Stiftung Pro Ausbildung. Mittlerweile ist dieses innovative Angebot sehr erfolgreich und bis Sommer 2023 ausgebucht. Auch in Düsseldorf gibt es diese erfolgreiche Initiative.

Heute (22.03.) besuchte NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) die Initiative an der Hauptschule Schwalbenstraße in Buer. Sie war auch die Ideengeberin für diese Initiative in NRW. In fünf Pilotbezirken startete die Academy damals und Gelsenkirchen gehörte dazu.

Ministerin Scharrenbach wurde unter anderem begleitet von der 1. Bürgermeisterin Martina Rudowitz, Frank Thiemann, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, und unter anderem Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe.

Die Beteiligten zogen eine positive Zwischenbilanz im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Unternehmensvertretern. Projektreferentin Ilka Hüsges erläuterte die Ziele des Projekts: „Ziel der Initiative ist es, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken mit Berufsfeldern verknüpfen, Rollenbilder hinterfragen, Vorbilder in der Arbeitswelt entdecken und ihren Traumberuf nicht nach ihrem Geschlecht, sondern nach ihren Stärken und Talenten auswählen“.

Das ein solches Projekt auch in Gelsenkirchen wichtig ist – davon waren alle Beteiligten an diesem Tag überzeugt. Seit Jahren sind die Berufe, die junge Mädchen auswählen, unverändert und vor allem eben rollentypisch: medizinische bzw. zahnmedizinische Fachangestellte, Kauffrau für Büromanagement, Verkäuferin, Friseurin, Industriekauffrau. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Mädchen ihre Ausbildungsberufe mehr nach ihren Stärken aussuchen würden und auch in den gewerblich-technischen Bereich gehen würden. Da eröffnen sich in Gelsenkirchen gute Ausbildungsmöglichkeiten und der Verdienst kann sich durchaus sehen lassen“, sagte Michael Grütering im Journalistengespräch.

Zitat Ministerin: Mit dem Projekt bauen wir Brücken in Gelsenkirchen. Es ist ein unschätzbarer Wert, dass wir auch an Hauptschulen unterwegs sind. Mein Dank geht auch an die Stadt und an die Agentur für Arbeit, die das Projekt in Gelsenkirchen fördern. Besonders gefällt mir das praktische Erleben der jungen Menschen womit wir auch Perspektiven öffnen – dies sind die Erfolgskriterien unserer Initiative.

Zitat Herr Thiemann: Die Initiative hat eine große Bedeutung für die Berufsorientierung in unserer Stadt und wir legen gute Grundlagen, dass das Projekt in die Zukunft geführt werden kann. Für uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler frühzeitig an ihre Stärken und die Berufswelt herangeführt werden. Unsere Berufsberater starten in der 8. Klasse – somit ist die Academy eine ideale Ergänzung unseres Portfolios.

Zitat Frau Rudowitz: Diese Initiative ist eine echte Chance für unsere Jugendlichen in der Stadt. Wir erweitern Horizonte und öffnen mit der Academy Türen, an die die Jugendlichen zuvor nicht gedacht hatten.

Girls & Boys Academie mit Ministerin Ina Scharrenbach
Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeisterin Martina Rudowitz, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Herr Thiemann, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände Herr Grütering
copyright by : Gerd Kaemper/ gkfoto.de

Auftrag ausgeweitet: Rheinmetall unterstützt die Luftwaffe bei der Betreuung und Wartung des Transporthubschraubers CH-53G an allen Standorten

Rheinmetallen Düsseldorf ist von der Bundeswehr an weiteren Standorten mit der Betreuung, Wartung und Instandhaltung von Transporthubschraubern des Typs Sikorsky CH-53G beauftragt worden. Seit März 2022 unterstützt das Unternehmen die Luftwaffe an den Standorten Laupheim sowie Holzdorf-Schönewalde mit der Durchführung von Flugdienstinspektionen sowie dem Betrieb von insgesamt drei Instandhaltungs-Docks für Teilphasen beim Hubschraubergeschwader 64. Der Vertrag mit der Rheinmetall Aviation Services GmbH läuft in zwei Losen zunächst über drei Jahre. Der Auftragswert liegt im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich.

Bereits im November 2020 war Rheinmetall mit der Wartung von CH-53G-Maschinen beauftragt worden. Planmäßig hatte das Unternehmen – den Wartungsbetrieb im März 2021 am Standort Diepholz aufgenommen.

Das Hubschraubergeschwader 64 ist in Laupheim stationiert und betreibt dort sowie in seiner Lufttransportgruppe am weiteren Standort Holzdorf-Schönewalde insgesamt 66 Hubschrauber CH-53G – ein Luftfahrzeugmuster, das sich bei der Bundeswehr seit 1972 in Nutzung befindet.

Die Leistungserbringung erfolgt in allen Fällen eingebunden in die Strukturen des Hubschraubergeschwaders 64.

Der integrierte Technologiekonzern aus Düsseldorf konnte sich in einer Ausschreibung durchsetzen und wird die Instandsetzungsmaßnahmen an den Bundeswehr-Hubschraubern an den Standorten Laupheim sowie Holzdorf-Schönewalde mit seiner Gesellschaft Rheinmetall Aviation Services GmbH (RAS) durchführen.

Über Rheinmetall Aviation Services:

Die in Bremen ansässige Rheinmetall Aviation Services GmbH wurde Anfang 2019 für die strategische Kooperation mit Sikorsky im Beschaffungsvorhaben Schwerer Transporthubschrauber (STH) mit der Absicht gegründet, in diesem Programm die Arbeitsanteile Wartung, Instandhaltung, Training sowie Dokumentation zu übernehmen. Rheinmetall und Sikorsky arbeiten bereits seit 2009 intensiv im Rahmen verschiedener Beschaffungsvorhaben zusammen. Die im Rahmen dieser Partnerschaft erworbenen Kompetenzen werden schon seit Anfang 2021 gewinnbringend für die Bundeswehr am Luftwaffenstandort in Diepholz eingebracht, wo die Rheinmetall Aviation Services GmbH die Luftwaffe mit zwei Hauptphasendocks unterstützt. Mit dem Gewinn der weiteren Ausschreibung unterstützt Rheinmetall die Luftwaffe nun an allen Standorten, an denen die CH-53G von der Luftwaffe betrieben wird. Durch die schon jetzt etablierte Vor-Ort-Präsenz an den Standorten kann die Bundeswehr mittelfristig enorm von dieser Partnerschaft profitieren.

ifaa: Potenziale mobiler Arbeit nutzen

Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) in Düsseldorf rät den Unternehmen, ihre vielfältigen Homeoffice-Erfahrungen auch ohne die gesetzliche Vorgabe in die betriebliche Praxis zu überführen. „Die Potenziale, die diese Arbeitsform bietet, gilt es nun zu nutzen“, so der ifaa-Experte Hartmann. Homeoffice sei nicht für jeden Arbeitsplatz und jeden Beschäftigten geeignet. Aus diesem Grund sollte auf der betrieblichen Ebene unbedingt die doppelte Freiwilligkeit gelten. Ein einseitiger Rechtsanspruch auf Homeoffice für alle Beschäftigten wie auch eine generelle Absage an mobile Arbeit seien nicht zu empfehlen. Und: Homeoffice sei nicht der einzige Ort, an dem mobile Arbeit stattfinden könne. Unter Pandemiegesichtspunkten hatte dies zwar seine Berechtigung, hinsichtlich einer zukunftsgerichteten mobilen Arbeit jedoch nicht.

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Neuauflage von TTIP gefordert

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) fordert einen neuen Anlauf zu einem Freihandelsabkommen mit den USA. Im Handelsblatt sagte er: Wir sollten die Verhandlungen zu einem transatlantischen Freihandelsabkommen wieder aufnehmen. Gerade jetzt in der Krise zeigt sich, wie wichtig der freie Handel mit Partnern in der Welt ist, die unsere Werte teilen. Zur Erinnerung: Die USA und die EU hatte im Jahre 2013 Verhandlungen über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aufgenommen, die aber 2016 auf Eis gelegt wurden.

Während Wirtschaftsminister Robert Habeck dies ablehnt („es gibt mittlerweile bessere Pläne“) begrüßen Experten den neuen Anlauf. So betont Dr. Dirk Jandura (Foto), Präsident unseres Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA): „Der Abbau von Handelsbarrieren zwischen den USA und Europa ist überfällig. Wir müssen aus den Diskussionen um TTIP lernen, es braucht ein klares Grundbekenntnis der Politik zum transatlantischen Freihandel. Wir brauchen endlich ein konstruktives, ratifizierbares Ergebnis und dürfen nicht immer alles zerreden. Verhandeln bedeutet immer, dass beide Seiten Kompromisse machen müssen. Der Anspruch, nur unsere Position sei ein akzeptables Verhandlungsergebnis, muss enden.“

Jandura weiter: „Der russische Angriff auf die Ukraine und nicht zuletzt Corona machen klar, wie unerlässlich Freihandelsabkommen sind. Sie sind Grundlage für diversifizierte Lieferketten und schaffen die notwendige Rechtssicherheit. Asien formiert sich mit Freihandelsabkommen neu. Da darf sich die transatlantische Wertepartnerschaft sich nicht selbst im Weg stehen. Die Ratifizierung von CETA wäre sofort möglich.“

Neue Bauprojekte in unserer Stadt

Unter der Überschrift „Hands on. Düsseldorf.“ präsentierte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am zweiten Tag der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes den Wirtschafts- und Immobilienstandort Düsseldorf.

„Düsseldorf ist eine Stadt, in der viel bewegt wird. Hier wird geforscht, entworfen, entwickelt, angepackt aber auch umgesetzt“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller das diesjährige Motto seines Vortrages und des gesamten Messeauftritts der Landeshauptstadt. „Das zeigen auch die jüngsten Auszeichnungen wie der Immobilienmanager Award für die neue Stadtmitte mit den Projekten Kö-Bogen 1 und 2 oder die Nominierung des Düsseldorfer Architekturbüros Eller + Eller für den MIPIM Award in der Kategorie ‚Best Futura Mega Projects‘, zu dem ich herzlich gratuliere.“

In seinem rund 30-minütigen, englischsprachigen Vortrag sprach er auch einige der laufenden und geplanten Projekte in Düsseldorf an, darunter unter anderem den EUREF Campus und den Metro-Campus.

Zudem kündigte Oberbürgermeister Dr. Keller die Planungen des Projektentwicklers die developer auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der ehemaligen Hans-Böckler Stiftung auf dem Kennedydamm an.

Von großem Interesse bei der Präsentation stieße auch die verschiedenen Planungen auf der Königsallee im Herzen der Innenstadt. „Hier kommt es darauf an, dass wir die Entwicklungen als Großes und Ganzes betrachten. Wir haben die einmalige Chance, Charakter und Qualität dieser einzigartigen, wunderschönen Allee zu stärken und die Lebensqualität der Stadt auf ihre ganz eigene Weise zu erhöhen. An der Kö zeigt sich der Wandel in seiner ganzen Dynamik aber auch mit allen Potentialen“, so Oberbürgermeister Dr. Keller.

Die historische Fassade des Kaufhofs an der Kö wird herausgearbeitet und der anschließende Parkhaus- und Büroanbau vom britischen Architekten David Chipperfield neu entwickelt. Auf der Kö36 findet sich ein neues Gebäude der Centrum Gruppe, in das in Kürze die Nobelmarken Moncler und Fendi einziehen werden. Direkt gegenüber liegt die Kö37 mit der imposanten Neuentwicklung des ehemaligen Commerzbank-Gebäudes. Hier entsteht auf dem fast 7000 Quadratmeter großen Grundstück ein Gebäudeensemble, das in Zukunft Einzelhandel, Gastronomie, Büro- und Fitnessräume beherbergen wird. Eine Entwicklung des internationalen Immobilienkonzerns Hines. Besonders der neue und öffentlich zugängliche Innenhof soll für Belebung sorgen. Als viertes Kö-Projekt präsentierte Oberbürgermeister Dr. Keller die Planung von Catella im Joint Venture mit WPV (Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer im Lande Nordrhein-Westfalen) am südlichen Ende der Kö. Ein 74 Meter hoher Tower, in den das Architekturbüro RKW als Ankermieter einziehen wird und bei der Konzeptentwicklung maßgeblich beteiligt ist.

Neu sind auch drei weitere Quartiersentwicklungen. Angefangen mit der Sohnstraße 45. Das Areal der ehemaligen Oberpostdirektion zeichnete sich unter anderem durch eine starke Versiegelung aus. Diese wird nun aufgebrochen. Entstehen soll ein lebendiges Quartier, der Baumbestand wird deutlich erhöht und die Lebensqualität im Stadtteil Düsseltal somit gesteigert. Ein umfassendes Entwicklungsprojekt entsteht auch im Düsseldorfer Süden: Auf der circa 30.000 Quadratmeter großen Fläche entstehen zwei neuen Schulen, eine 4-fach-Sporthalle, ein Senioren-Pflegehaus sowie Wohneinheiten. Entwickler ist die städtische Tochtergesellschaft IDR. Die dritte Quartiersentwicklung findet sich im Linksrheinischen. Auf der Hansaallee 190 ist ein Mix aus Einzelhandel, ruhigem Gewerbe, Werkstätten und Wohnen geplant. Der Entwickler, die Zarweb GmbH, legt großen Wert auf bewusstes Bauen. Alle Materialien sollen dem Cradle-to-Cradle-Prinzip unterliegen.

Zudem nutze Oberbürgermeister Dr. Keller die internationale Bühne, um bereits auf den städtebaulichen Wettbewerb für einen Neubau der Oper aufmerksam zu machen. Denn vorbehaltlich eines Beschluss des Rates am 7. April wird es einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb für die beiden potenziellen Opern-Standorte, Heinrich-Heine-Allee 16a und Am Wehrhahn 1, geben. Dabei sollen in der ersten Phase 20 Architekturbüros in einem gemeinsamen Verfahren für beide Standorte einen städtebaulich-funktionalen Entwurf erstellen. Im weiteren Verlauf des Projektes werden die Ergebnisse durch eine Jury bewertet werden. Die Standortentscheidung ist dann für das 1. Quartal 2023 vorgesehen.

Landeshauptstadt mit 12 Partnern auf der MIPIM

Seit Dienstag (15. März) präsentiert sich Düsseldorf mit 12 Standpartnern auf einem rund 180 Quadratmeter großen, offenen und hellen Messestand, teils unter freiem Himmel auf der Immobilienmesse in Cannes. Seit mehr als 20 Jahren ist die Landeshauptstadt Düsseldorf bereits Aussteller auf der MIPIM. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke: „Seit vielen Jahren präsentiert sich die Landeshauptstadt auf der MIPIM als attraktive Metropole mit einer herausragenden städtebaulichen Entwicklung. Dies verdeutlichen nicht zuletzt die zahlreichen Erfolge bei den MIPIM-Awards. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder viele eindrucksvolle architektonische Projekte aus Düsseldorf präsentieren. Die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Architekten wie Entwicklern zeigt sich auch hier in vielfältigen und kreativen Terminen.“