Podcastfolge 89: Wir starten unsere neue Serie „ZUVERSICHT“

„Zuversicht“ – unter dem Motto beginnt mit der 89. Folge eine neue Themenserie im Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft. Gerade in turbulenten und schwierigen Zeiten erwarten Menschen von ihren Führungskräften, dass sie zuversichtlich voran gehen und eine sinnvolle Zukunftsvision aufzeigen. Uns geht es dabei nicht um naiven Optimismus, sondern um authentische und nachhaltige Zuversicht. Diese Widerstandskraft versetzt uns in die Lage, der Angst zu trotzen und Spielräume zu nutzen, denn: Zuversichtliche Führungskräfte leiten innovativere Organisationen, haben höhere Umsätze und beständigere Teams, sagen Studien. Wie das funktioniert? Das wollen wir in den kommenden Wochen klären. Den Anfang macht heute in unserer Sendung Peter Diekmann. Den Krisen- und Kommunikationsexperte kennen Sie vielleicht aus anderen Folgen oder unseren beliebten Seminaren. Peter Diekmann erzählt uns heute seine ganz persönliche Mutmach-Geschichte. Und in der kommenden Folge wird er Ihre Fragen beantworten. Was wollten Sie als Mitarbeiterin und Mitarbeiter, als Entscheider im Unternehmen, als Führungskraft zum Themenblock „Zuversicht“ schon immer mal wissen? Was brennt Ihnen in dieser schwierigen Zeit auf der Seele? Auf welche Fragen suchen Sie nach einer Antwort? Schreiben Sie an sochart@unternehmerschaft.de. In der kommenden Podcastfolge wird Peter Diekmann ihre Fragen beantworten. HIER ZU HÖREN!

Unternehmerschaft sagt „Danke für 11.000 Ausbildungsplätze“ – neue Studie des IW Köln – der Königsweg, den Fachkräfteengpass zu reduzieren – eine Herausforderung bleibt, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen

In vielen Berufen gibt es seit Jahren starken Fachkräftemangel. Der Königsweg zur Fachkräftesicherung ist immer noch die duale Ausbildung. Doch in den letzten Jahren sanken sowohl das Angebot an als auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Ist der Fachkräftemangel also hausgemacht? Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass in Berufen mit starkem Fachkräftemangel das Angebot sogar gestiegen ist und zudem noch ungenutzte Potenziale bestehen, betonen die Autorinnen einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Zeitgleich mit dieser Studie des Instituts bedankt sich die Unternehmerschaft Düsseldorf im Rahmen einer Plakate-Initiative bei 11.000 Ausbildungsplätzen in unserer Stadt.

Die Fachkräfteengpässe auf dem Arbeitsmarkt sind in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. In immer mehr Berufen können nicht alle offenen Stellen besetzt werden. Während beispielsweise im Verkauf von Fleisch- oder Backwaren im Jahr 2013 noch keine Engpässe herrschten, gibt es dort mittlerweile eine deutliche Fachkräftelücke. In anderen Berufen, wie der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder der Bauelektrik, besteht seit über zehn Jahren kontinuierlich ein starker Fachkräftemangel.

Es werden verschiedene Wege diskutiert, um die Fachkräfteengpässe zu senken. In den vergangenen Jahren konnte die Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen deutlich gesteigert werden (Destatis, 2022a; Koneberg/Jansen, 2021). Die Nettozuwanderung hingegen ist im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 vorübergehend deutlich gesunken (Destatis, 2022b). Ein wesentlicher Bereich der Fachkräftesicherung ist in Deutschland die duale Ausbildung, in der die relevanten beruflichen Kompetenzen aktuell vermittelt werden. Hier gehen allerdings seit Jahren sowohl das Angebot an als auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zurück. Hinzu kommt, dass der demografische Wandel sich immer stärker auswirkt, weil die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und dadurch der Fachkräftebedarf zusätzlich steigt (Koneberg/Jansen, 2021). Daher gilt es, das vorhandene Ausbildungspotenzial umfassend auszuschöpfen und möglichst noch zu steigern.

Für den Ausbildungsmarkt wird dabei das Matching zunehmend zum Problem (Jansen/Hickmann, 2021). Die Herausforderung ist, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Es gibt in vielen Berufen und Regionen unbesetzte Ausbildungsplätze, während es in anderen Berufen und Regionen unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gibt. Doch während sich die Betriebe nur bedingt aussuchen können, in welchem Beruf sie einen Ausbildungsplatz anbieten, können Jugendliche hier durchaus flexibler agieren. Betriebe bieten vor allem in denjenigen Berufen Ausbildungsplätze an, in denen sie auf dem Arbeitsmarkt Fachkräfte benötigen. Diese Bedarfsorientierung ist ein zentraler Vorteil des dualen Ausbildungssystems, da dort qualifiziert wird, wo Beschäftigungs- und Karriereperspektiven bestehen, die sich nach der Ausbildung über Fort- und Weiterbildungsangebote fortsetzen.

Insgesamt ist das Ausbildungsangebot seit 2013 gesunken, wo es noch bei gut 564.000 Ausbildungsstellen lag. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2014 stieg es dann bis 2018 auf etwa 589.000. Im Zuge der Corona-Pandemie erreichte das Ausbildungsangebot mit 527.000 einen Tiefststand. Im Jahr 2021 stieg es wieder leicht an und lag zuletzt bei 536.000.

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich zwischen den Regionen und Berufen sehr unterschiedlich. In diesem Kurzbericht wird der Fokus auf die berufsstrukturellen Unterschiede mit Bedeutung für Fachkräfteengpässe gelegt. Hier zeigt sich, dass Unternehmen intensiv auf den Fachkräftemangel reagieren, in dem sie das entsprechende Ausbildungsangebot ausweiten: In Berufen, in denen bereits seit vielen Jahren Engpässe herrschen, stieg das Angebot seit 2013 deutlich an. Vergleicht man den Wert am aktuellen Rand zum 30.09.2021 mit dem Ausgangswert von 2013, dann zeigt sich, dass das Ausbildungsangebot in Berufen mit langjährigem Fachkräftemangel um 15,7 Prozent gestiegen ist. In Berufen, die in diesem Zeitraum keine Fachkräfteengpässe verzeichneten, sank es hingegen um 15,1 Prozent. Bei Berufen, die nur teilweise von Fachkräfteengpässen betroffen waren, sank das Angebot leicht um 3,8 Prozent.

Bei Berufen mit anhaltenden Engpässen ist das Ausbildungsangebot fast kontinuierlich gestiegen. Erst die Corona-Pandemie im Jahr 2020 führte zu einem vorübergehenden Rückgang. Aber selbst im ersten Pandemie-Jahr fiel der Rückgang in Berufen, welche durchgehend Engpässe aufwiesen, mit nur 6,8 Prozent vergleichsweise niedrig aus. In Berufen, die seit 2013 keine Engpässe aufwiesen, belief sich dieser pandemiebedingte Rückgang hingegen auf 10,3 Prozent. Diese strukturellen Unterschiede zeigen, dass Unternehmen intensiv auf den Fachkräftemangel reagieren und dass damit ein Strukturwandel in der Ausbildung einhergeht. Dieser könnte noch stärker ausfallen, wenn das Matching von Angebot und Nachfrage noch besser ausgeglichen werden könnte.

Das Ausbildungsangebot setzt sich aus den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sowie den unbesetzten, bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Ausbildungsstellen jeweils zum Stichtag 30.09. eines Jahres, zusammen. Während die Entwicklung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, welche den deutlich größeren Teil des Angebots ausmachen, dem zuvor beschriebenen Muster folgt, sind die unbesetzten gemeldeten Ausbildungsstellen von 2013 bis 2018 kontinuierlich gestiegen. Diese Zahl sank leicht im Jahr 2019, stieg dann aber während der Corona-Pandemie wieder weiter an und lag 2021 bei gut 63.000 unbesetzten Ausbildungsstellen, was knapp zwölf Prozent des Ausbildungsangebots entspricht. Werden auch diejenigen Stellen betrachtet, die aus vielfältigen Gründen nicht bei den Arbeitsagenturen gemeldet werden, liegt dieser Anteil deutlich höher bei knapp 40 Prozent (Bellmann et. al, 2022).

Am höchsten lag der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen beim in dem Engpassberuf Verkauf von Fleischwaren (60,4 Prozent), hier war die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen sogar größer als die Zahl abgeschlossener Ausbildungsverträge. Ebenfalls einen hohen Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen verzeichneten beispielsweise die Engpassberufe Klempner (38,9 Prozent), Fachkraft im Gastronomieservice (37,5 Prozent) oder die Beton- und Stahlbetonbauer (33,8 Prozent). Hier taten sich Unternehmen also besonders schwer, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen.

Damit besteht in Berufen mit Fachkräftemangel noch ein erhebliches Potenzial unbesetzter Ausbildungsplätze. Hier kommt hinzu, dass Berufe, in denen es starke Engpässe auf dem Arbeitsmarkt gibt, kontinuierlich einen geringeren Anteil unversorgter Bewerberinnen und Bewerber am Angebot verzeichnen als andere. Während der Anteil unversorgter Bewerberinnen und Bewerber (mit und ohne Alternative, wie z.B. ein Schulbesuch) in Berufen, die nie Engpässe aufwiesen, seit 2013 immer über 15 Prozent lag (Jahr 2021: 15,0 Prozent), betrug dieser Anteil in Berufen, die immer Engpässe aufwiesen, immer unter zehn Prozent (Jahr 2021: 9,0 Prozent).

Hier haben Bewerberinnen und Bewerber dementsprechend eine größere Chance auf einen Ausbildungsplatz. Jugendliche sollten sich bei der Wahl einer beruflichen Ausbildung somit noch mehr am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren, weil sie dann sowohl bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben – aufgrund eines geringen Anteils unversorgter Bewerberinnen und Bewerber in Engpassberufen – als auch später auf eine Anstellung. Viele Berufe mit Fachkräfteengpässen bieten außerdem später gute Verdienstmöglichkeiten, beispielsweise in der technischen Produktionsplanung und -steuerung, der elektrischen Betriebstechnik oder der Automatisierungstechnik.

Die Hälfte der 20 Fachkraftberufe mit den höchsten Gehältern bei unter-30-jährigen zählt zu den Metall- und Elektroberufen (Hickmann/Schüler, 2021). In vielen Ausbildungsberufen, die einen hohen Anteil an unversorgten Bewerberinnen und Bewerber aufweisen, liegt das spätere Entgelt hingegen deutlich unter dem Durchschnitt. Beim Matching kommt es damit darauf an, die noch vorhandenen Potenziale bei den Jugendlichen zu heben, da es in einigen Berufen und Regionen einen hohen Anteil unversorgter Bewerberinnen und Bewerber gibt. Dafür sollte zum einen in der Berufsorientierung besonders auf Berufe mit hohem Fachkräftemangel aufmerksam gemacht werden, wenn diese nah an den Neigungen und Interessen der Jugendlichen liegen. Zum anderen kann eine noch intensivere Förderung der Mobilität, der persönlichen Betreuung auch in der Freizeit, bis hin zu Angeboten des Jugendwohnens helfen.

Mit Material des IW Köln.

Studie: Mit diesen Herausforderungen sehen sich deutsche Unternehmen angesichts der Krise konfrontiert

Bernd Renz, Leiter Vertrieb Factoring bei der TARGOBANK Firmenkunden.

„Finanzieren in der Krise“ – das ist das Thema einer aktuellen Studie, die die Düsseldorfer TARGOBANK in Kooperation mit FINANCE und F.A.Z. Business Media | research bei 121 deutschen Unternehmen durchgeführt hat. „Ursprüngliches Ziel der Befragung war es herauszufinden, wie sich Unternehmen nach zwei Jahren Pandemie 2022 auf den erhofften Aufschwung vorbereiten“, so Markus Dentz, Chefredakteur des FINANCE-Magazins. „Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine sorgte während der Erhebung aber für eine dramatische Wendung der konjunkturellen Ausgangslage.“ In einer zweiten Befragungsrunde wurde den aktuellen Ereignissen deshalb noch einmal Rechnung getragen.

Ukrainekrieg trübt Lageeinschätzung der Unternehmen deutlich ein

Während vor Kriegsausbruch rund 80 Prozent der Befragten die eigene Branche im Aufschwung oder zumindest in einer Stabilisierungsphase sah, trübte sich die Einschätzung nach dem 24. Februar deutlich in Richtung Abschwung ein. Rund 40 Prozent der Befragten sind im Zuge der erschütternden Ereignisse und der damit verbundenen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft mittlerweile der Meinung, dass sich ihre Branche im Abschwung oder in der Krise befindet.

Bei der Frage nach den größten Herausforderungen belegen unter anderem Preissteigerungen im Einkauf (60 Prozent) und Lieferkettenprobleme (46 Prozent) die Top-Plätze. „Hier spiegeln sich die aktuell drängendsten Probleme der Wirtschaft deutlich wider“, konstatiert Bernd Renz, Leiter Vertrieb Factoring bei der TARGOBANK. Gleichzeitig seien sie Hinweise auf künftige Aufgabenstellungen, denen sich die Unternehmen stellen müssten: „Sowohl die gestörten Lieferketten, die mit mehr Lagerhaltung einhergehen, als auch die Preissteigerungen, die Zwischenfinanzierungen erforderlich machen könnten, sorgen für einen erhöhten Liquiditäts- beziehungsweise Finanzierungsbedarf.“ Die Befragung zeigt, dass diese Thematik in den Unternehmen erkannt wird: 50 Prozent der Befragten sehen die Sicherung der Liquidität aktuell als wichtigste Aufgabe in der Unternehmensfinanzierung.

Unternehmen setzen auf Finanzierungsmix

Für viele Unternehmen geht es mit Blick auf die Finanzlage nicht nur um vorausschauende Planung von Investitionen, sondern auch um die Rückzahlung von staatlichen Corona-Hilfen. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen gibt an, diese in Anspruch genommen zu haben. „Hier ist die Unterstützung von Finanzierern gefragt, um Unternehmen die auf die jeweilige Situation passenden Lösungen aufzuzeigen“, so Renz. „In der Regel gilt: Eine mehrsäulige Finanzierung sorgt für ein Plus an Stabilität und Sicherheit.“ Die Studienergebnisse zeigen, dass die Befragten dies bereits im Blick haben: Das gängigste Instrument, die Nutzung der Kreditlinie bei der Hausbank, plant über die Hälfte der Befragten in den kommenden drei Jahren ein. Alternative Finanzierungsformen können daneben mit Zulauf rechnen: Rund ein Viertel der Befragten etwa gibt an, in den nächsten drei Jahren Factoring nutzen zu wollen.

Belastbare Geschäftsbeziehung ist wichtig bei der Wahl des Finanzdienstleisters

Bei der Wahl des passenden Finanzdienstleisters sind für die Unternehmen neben Kosten (69 Prozent) vor allem qualitative Faktoren wichtig: Für 58 Prozent spielt die Belastbarkeit der Geschäftsbeziehung eine zentrale Rolle, gefolgt von der Flexibilität des Finanzdienstleisters (55 Prozent) und vom Service-Angebot (51 Prozent). Diese Ergebnisse machten klar, dass passende und auf die jeweilige Kundensituation zugeschnittene Produkte die Basis einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung seien, so Bernd Renz: „Langfristig überzeugen kann aber nur, wer gerade auch in Krisenzeiten mehr leistet – etwa im Service, in der Beratung oder im persönlichen Kontakt.“

Die kompletten Ergebnisse der Studie sind auf der FINANCE-Website aufrufbar. Bernd Renz, Leiter Vertrieb Factoring bei der TARGOBANK, ordnet die Ergebnisse in einem Gastbeitrag ein.

Klüh launcht Beratungsangebot für nachhaltige und digitale Prozessoptimierung – neue Lösung für die Gastronomie

Geschäftsführer der neugegründeten Keros Consult GmbH: Jörn Niewiadomsky

Die Klüh Service Management GmbH, ein international agierender Multiservice-Anbieter aus Düsseldorf, gibt die Gründung der Keros Consult GmbH als neue Dienstleistungsgesellschaft bekannt. Mit dem Unternehmen als 100%ige Tochter reagiert die Klüh-Gruppe auf die größten Herausforderungen im Verpflegungsmarkt: Kostendruck, Personalmangel sowie stetig steigende Anforderungen der Gäste in den Bereichen Nachhaltigkeit und Qualität mit verpflichtenden Nachweiserbringungen seitens des Gesetzgebers.

Das neue Beratungsangebot ermöglicht es, die Arbeitsabläufe in Betriebsrestaurants, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, bei Schul- und Kita-Caterern sowie in Großküchen nachhaltig zu verbessern. Durch eine Analyse entlang der Arbeitsabläufe in der Küche, werden praxisnahe Konzepte zur nachhaltigen Optimierung des Küchenmanagements entwickelt und implementiert, die Einsparungsmöglichkeiten schaffen und wichtige Zeitressourcen heben.

Dabei setzt Keros Consult auf speziell für die Gemeinschaftsverpflegung entwickelte digitale Systeme in Verbindung mit pragmatischer Prozessoptimierung, die modular aufgebaut und optimal aufeinander abgestimmt sind. Hierdurch können nahezu alle individuellen Anforderungen der Gastronomie – vom Einkauf über das Küchenmanagement bis zur Nachhaltigkeit – berücksichtigt werden.

Kunden profitieren von der langjährigen Expertise der Keros Consult-Mitarbeitenden in der Betriebsleitung der Gemeinschaftsverpflegung und in der Lean Management Beratung sowie im Einkauf von günstigen Konditionen. „Aufgrund unserer Erfahrung im Küchenmanagement können wir Verbesserungspotenziale schnell identifizieren und so zielführende Konzepte zur digitalen Prozessoptimierung umsetzen, die immer praxisnah und nutzbringend für das tägliche Geschäft unserer Kunden sind“, erklärt Geschäftsführer Jörn Niewiadomsky, der mit über 20 Jahren Erfahrung in der Gemeinschaftsverpflegung und Beratung zu Keros Consult kommt.

Frank Theobald, Sprecher der Klüh-Geschäftsführung ergänzt: „Unsere Softwarelösungen wurden bereits in über 180 unserer Küchen mit Erfolg eingesetzt. Unser Ziel mit Keros Consult ist es, diese Kompetenz zu bündeln und einem breiten Markt als Lösung zugänglich zu machen. Herrn Niewiadomsky und seinem Team wünscht die Klüh-Geschäftsführung einen guten Start und viel Erfolg mit ihrem neuen Beratungsmodell.“

Über Keros Consult:

Keros Consult GmbH wurde 2021 als 100%ige Tochter der Klüh-Gruppe gegründet. Die Beratungsleistungen und Softwarelösungen richten sich an alle Branchen mit Gemeinschaftsverpflegung. Dazu gehören neben Betriebsrestaurants, Krankenhäuser und Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Schul- und Kita-Caterer sowie auch Großküchen, die das Catering von Events und den ToGo-Bereich im Lebensmitteleinzelhandel versorgen. Mit einer modular aufgebauten und optimal aufeinander abgestimmten Software vereinfacht und beschleunigt Keros Consult die Arbeitsabläufe und Prozesse in der Gastronomie individuell und nachhaltig. Weitere Informationen unter www.keros-consult.de.

Über Klüh:

Die Klüh Service Management GmbH ist ein international agierender Multiservice-Anbieter aus Düsseldorf, der in diesem Jahr sein 111. Firmenjubiläum feiert. Im Jahr 1911 gegründet, verfügt das Familienunternehmen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich infrastruktureller Dienstleistungen. In den Fachbereichen Cleaning, Catering, Clinic Service, Security, Personal Service, Airport Service und Integrated Services werden sowohl Einzeldienstleistungen als auch Multiservice-Konzepte angeboten. Das Unternehmen setzt mit mehr als 52.000 Mitarbeitenden in acht Ländern rund 814 Mio. Euro (2021) um. Weitere Informationen unter www.klueh.de.

Metro: Aufsichtsrat ruft Christiane Giesen

Christiane Giesen

Der Aufsichtsrat der METRO AG hat einstimmig Christiane Giesen mit Wirkung zum 1. Dezember 2022 oder früher als Chief Human Resources Officer (CHRO) und Ar- beitsdirektorin in den Vorstand berufen. Sie folgt damit Andrea Eu- enheim, die zum 31. März 2022 aus dem Vorstand ausgeschieden war. Christiane Giesen ist derzeit Mitglied im Vorstand der Aral AG, Deutschlands führender Tankstellengesellschaft und Tochter des internationalen Energieunternehmens BP plc mit Sitz in London. Dort verantwortet sie das europäische B2B-Geschäft mit Schnitt- stellenfunktion für das Convenience- und Logistikgeschäft.

Jürgen Steinemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der METRO AG, erläutert die Entscheidung: „METRO fokussiert sich mit der Wachstumsstrategie sCore vollständig auf die Umsetzung im Großhandelsgeschäft. Dafür braucht es eine pragmatische und dicht an den Mitarbeitern ausgerichtete Führung. Christiane Giesen bringt mit ihren profunden Managementerfahrungen im operativen Geschäft ideale Voraussetzungen mit, um die Personalarbeit pra- xisorientiert und als Unterstützung des Geschäfts in den Ländern voranzu- treiben. Wir wünschen ihr dabei eine gute Hand und viel Erfolg.“

Dr. Steffen Greubel, Vorsitzender des Vorstands der METRO AG, ergänzt: „Mit Christiane Giesen haben wir eine Arbeitsdirektorin gewonnen, die durch ihre Transformations- und B2B-Erfahrung überzeugt. Eine klare Haltung, Umsetzungsorientierung und die Nähe zur Basis sind wichtige Kriterien in der Neuausrichtung der METRO. Daher freuen wir uns sehr auf die Zusam- menarbeit mit Christiane Giesen.“

Die Diplom-Betriebswirtin Christiane Giesen ist 46 Jahre alt und hat bei BP seit 1998 eine beeindruckende Karriere in einem der weltweit größten Ener- gieunternehmen gemacht. In ihrer Laufbahn hat sie unterschiedliche kom- merzielle Funktionen mit starker Kundenorientierung ausgeübt und leitet heute das europäische Großhandelsgeschäft mit Mitarbeitern in sieben Län- dern und einem Umsatzvolumen von rund 10 Mrd. USD. Als starke Füh- rungspersönlichkeit pflegt sie eine enge Zusammenarbeit mit Betriebsräten und Gewerkschaften.

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28.04.2022* – Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Corona hat die Akteure im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz während der letzten zwei Jahren neu herausgefordert. Es ging nicht nur um das konkrete Vermeiden von Infektionen am Arbeitsplatz, sondern auch um das verstärkte virtuelle Arbeiten. Viele Führungskräfte und Beschäftigte wurden hier „kalt erwischt“.

„Die Zusammenarbeit von Unternehmen und ihren Beschäftigten war entscheidend. Um den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiter voranzutreiben, sollte der Gedanke „an einem gemeinsamen Strang ziehen“ fortgeführt werden,“ erklärt Dr. Catharina Stahn, wissenschaftliche Expertin am ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

Es ist davon auszugehen, dass auch nach der Pandemie hybride Arbeitsformen einen hohen Stellenwert haben werden. Führungskräfte und Beschäftigte werden gemeinsam an einer optimalen Ausgestaltung arbeiten. Das betrifft auch den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Gerade im Zusammenhang mobiler Arbeit ist die Eigenverantwortung von Beschäftigten besonders gefragt. Sie müssen zum Beispiel eigenständig auf die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und der Regelungen zum Arbeitsschutz achten. Konkret bedeutet das zum Beispiel:
·        Regelungen zur Erreichbarkeit, also zum Umgang mit E-Mails und Telefonaten sollten betriebsintern getroffen werden.
·        regelmäßige (Kurz-)Pausen – neben der Mittagspause – einzulegen und diese zum Ausgleich oder Belastungswechsel nutzen.
·        aktiv Ideen für das Thema Prävention einzubringen.
·        sich bei Problemen direkt an die Führungskraft oder Kolleginnen und Kollegen zu wenden.

Führungskräfte unterstützen Beschäftigte

Führungskräfte sollten die Eigenverantwortung ihrer Beschäftigten unterstützen und auch beim Thema mobiler Arbeit ihrer Fürsorgepflicht nachkommen. Entsprechend wird die Unterweisung zu sicherheits- und gesundheitsgerechtem Verhalten noch wichtiger. „Entscheidend ist, aus den Erfahrungen mit der Pandemie zu lernen und die generelle Bedeutung von Arbeits- und Gesundheitsschutz zu betonen – steter Tropfen höhlt den Stein“, so die Expertin. Hier gilt die Devise: Sensibilisieren, informieren, Commitment erzeugen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Alltag integrieren

Eine Unternehmenskultur, die den Arbeits- und Gesundheitsschutz wertschätzt und in den Alltag integriert, trägt sowohl zum Schutz jedes Einzelnen als auch zur Stärkung der Organisation bei. Es existieren viele Unterstützungsangebote, gerade für kleine Unternehmen, die über wenig Ressourcen verfügen. Dazu zählt das Handbuch Arbeits- und Gesundheitsschutz. Es ermöglicht die praktische Organisation und Umsetzung des gesetzlichen Arbeitsschutzes im Betrieb: https://www.arbeitswissenschaft.net/handbuch-arbeitsschutz

Gute Nachricht: unser Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ bekommt Zuwachs! Neue Sendung geht heute an den Start

Heute startet unsere Arbeitgeberverbände-Gemeinschaft mit „GE:wirtschaftet“ einen neuen, zweiten Podcast nach der „Düsseldorfer Wirtschaft“, die seit März 2020 wöchentlich erscheint. Wir freuen uns über den Zuwachs unserer Podcast-Familie. Hören kann man die neue Sendung auf allen gängigen Plattformen wie ApplePodcast, Spotify und Google und im Netz unter www.arbeitgeber-emscher-lippe.com.
„Podcast werden immer beliebter. Mit unserem neuen Produkt „GE:wirtschaftet“ rücken wir die Betriebe in den Mittelpunkt. Wir treffen spannende Menschen, sprechen mit ihnen und erzählen ihre Geschichten in unserem Podcast. Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe mit Sitz in Gelsenkirchen.
Gemacht wird der neue Podcast von den Arbeitgeberverbänden, aber zahlreiche Partner werden im Laufe der Produktion involviert sein, beispielsweise der Industrieclub Gelsenkirchen, die Wirtschaftsinitiative mit ihrer alljährlichen Gala und viele andere. Michael Grütering: „Als Moderatorin konnten wir ein Eigengewächs gewinnen. Lisa Marie Fitzner moderiert bereits seit zwei Jahren unseren Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ mit großem Erfolg. Mit dem Podcast wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern mehr Verständnis für wirtschaftliche Belange in unserer Region erzielen und die wirtschaftliche Vernetzung vor Ort zu fördern“, betont Michael Grütering.
Lisa Marie Fitzner (Foto) freut sich auf die neue Tätigkeit: „Wir bemühen uns, möglichst die gesamte Bandbreite der hiesigen Wirtschaft durch unsere Gesprächspartner abzubilden. Auch die Hörerinnen und Hörer werden wir über verschiedene Feedbackschleifen eingebunden. Über Sprachnachrichten können sie unseren Gesprächspartnern Fragen stellen und auch ihre Meinung zu den Themen der Sendung sagen“.
Die Premierenfolge des Podcasts „GE: wirtschaftet“ wird im Vorfeld der Gelsenkirchener Wirtschaftsgala online gehen. Erster Gesprächspartner ist der Initiator des Podcasts, Michael Grütering. Im Gespräch mit Lisa Marie Fitzner blickt er hinter die Kulissen der neuen Sendung und verrät die Beweggründe, warum sich die Arbeitgeberbänden nun auch in diesem Bereich engagieren.

Viele Frachtschiffe bewegen sich aktuell nicht – viele Unternehmen auch in unserer Region betroffen

Viele per Schiff transportierte Güter stecken aktuell fest. Der Anteil der Güter auf Schiffen, die sich zurzeit nicht bewegen, liegt mit knapp 12 Prozent schon jetzt fast so hoch wie zu Spitzenzeiten 2021, zeigen Daten des Instituts für Weltwirtschaftforschung zu Frachtschiffen, die gerade nicht in Häfen abgefertigt werden. Der Großteil der betroffenen Schiffe staut sich demnach vor den Häfen. „Sollten wieder diverse Lieferketten aufgrund Chinas Covid-Politik zusammenbrechen, wäre der Schaden für die Weltwirtschaft erheblich“, sagte ein Sprecher.
Der russische Überfall auf die Ukraine wirkt sich bereits auf die Welthandelsströme aus. In hohem Tempo werden etablierte Lieferketten und Transportwege gekappt oder umstrukturiert. Die Folgen sind dabei nicht auf das eigentliche Kriegsgebiet beschränkt, sondern sind dabei, sich global auszuwirken. Über alle Verkehrsträger hinweg gibt es zwei wiederkehrende Aspekte. Zum einen ist Russland praktisch über Nacht zum meist sanktionierten Land der Welt geworden. Mehr als 5.500 Sanktionen sind inzwischen gegen Russland in Kraft, davon wurden gut 3.000 seit dem 23. Februar erlassen. Das sind mehr als gegen Syrien oder Nordkorea insgesamt bestehen. Damit ist die Zahl der von Logistikern im Zusammenhang mit Russland zu beachtenden Regeln enorm gestiegen. Das hat zur Folge, dass Transporte nach oder über Russland fast nur über Einzelabfertigungen erfolgen können. Allerdings ist die Nachfrage nach solchen Transporten auch deutlich gesunken. Zahlreiche wichtige Logistikunternehmen koppeln das Land von den bestehenden Logistiknetzen ab. Zeitgleich ziehen sich zunehmend auch die bisherigen Verlader aus dem Russlandgeschäft zurück und müssen viele Lieferketten neu ausrichten. Diese Gemengelage betrifft die einzelnen Verkehrsträger recht unterschiedlich.
Die Masse der Welthandelsströme werden per Schiff abgewickelt. Deshalb sind auch viele Unternehmen in Düsseldorf und Umgebung betroffen. Über 90 Prozent der Betriebe betreiben Außenhandel. Das direkt vom Krieg betroffene Schwarze Meer liegt eher am Rand der Hauptschifffahrtsrouten, auch wenn es eine der wichtigsten Verladeregionen für Weizen ist und auch über Verladeterminals für russisches Öl verfügt. Dennoch sitzen seit Kriegsbeginn über 100 Schiffe in Häfen der beiden Kriegsparteien fest und es wurden auch schon Frachter beschossen.

Gravierender sind die Folgen des Rückzuges der meisten großen Logistikunternehmen, die schon in allen russischen Häfen spürbar sind. Bereits im Februar verzeichnete das Kieler Institut für Weltwirtschaft einen Exportrückgang über den Hafen von Sankt Petersburg um 17 Prozent. Dieser Effekt verstärkt sich in der ersten Märzwoche deutlich. Über alle russischen Häfen wurde ein Rückgang der in Russland angelandeten Waren gegenüber der letzten Woche vor Kriegsbeginn von 40 Prozent gemeldet (Trans-info, 2022). Besonders groß ist der Rückgang bei Konsumgütern gewesen, wo die über See eingeführte Menge um 57 Prozent sank. Die für Russlands Handelsbilanz wichtige Verschiffung von Öl und Gas sank in der ersten Kriegswoche um 12 Prozent.

Hier zeichnet sich bereits ab, dass gerade auch die Welthandelsströme für Mineralöle infolge des Kriegs massiv umstrukturiert werden. Die großen westlichen Ölkonzerne haben ihren Abschied vom Russlandgeschäft verkündet und wollen nach Möglichkeit kein russisches Öl mehr abnehmen. Als Folge dieses Rückzugs wurde das russische Öl ab der Ostseeküste zum Ladenhüter. Mit einem Preis von gut 80 Dollar pro Fass am 15. März 2022 war es das wohl billigste Öl auf dem Weltmarkt. Die Preisdifferenz zum Brent lag bei etwa 25 Dollar pro Fass. Ein weiterer Effekt des Rückzugs der Ölkonzerne aus Russland sind global steigende Transportkosten für Öl, da die europäische Ölnachfrage verstärkt aus weiter entfernt liegenden Quellen bedient werden muss.

Es werden also mehr Tanker auf längeren Strecken benötigt. Dies zeigt sich daran, dass sich die Charterraten für Öltanker (Dirty-Tanker-Index) in zwei Wochen verdoppelt haben. Bei den Tankern für Mineralölprodukte (Clean-Tanker-Index) war ebenfalls ein massiver Anstieg zu verzeichnen. Dieser ist aber geringer ausgefallen als bei den Öltankern. Das dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass es bei verarbeitetem Mineralöl und gerade bei Diesel weniger alternative Lieferanten gibt als bei Rohöl. Mit steigenden Charterraten wird wegen der Verlagerung von bisher auf der Seidenstraße transportierten Gütern auch bei Containerschiffen gerechnet.

Mit Material des ifw und des IW Köln

Düsseldorfer Online-Kandidatencheck zur Landtagswahl

Einen Düsseldorfer Online-Kandidatencheck zur Landtagswahl gibts am 25. April um 18 Uhr. Gemacht von der Liga der Düsseldorfer Wohlfahrtsverbände, also DRK, Diakonie, Caritas, Jüdische Gemeinde, AWO und der Paritätische. Der Livetalk wird moderiert von „Vier Null“- Gründer Hans Onkelbach.

Die Düsseldorfer Wohlfahrtsverbände setzen sich für eine sozial gerechte Politik ein. Der Zugang zu den materiellen, kulturellen und sozialen Möglichkeiten unseres Landes muss allen Bürger:innen gleichberechtigt zur Verfügung stehen. „Mit Sorge beobachten wir, dass handlungsleitende Prinzipien des Sozialstaatsmodells wie Subsidiarität, Trägerpluralität, Wunsch- und Wahlrecht, Vorrang freier gemeinnütziger Träger oder Daseinsvorsorge zunehmend in Vergessenheit geraten“, so Stefan Fischer, Sprecher der liga wohlfahrt düsseldorf und Vorstandsvorsitzender des DRK-Düsseldorf.

Wenn die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt am 15. Mai 2022 aufgerufen werden, in Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag zu wählen, wollen sie sicher sein, dass ihre Landespolitik sich von der Zielsetzung leiten lässt, eine sozial gerechte zu sein, die allen Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, besonders denen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Deshalb geht es aus kommunaler Sicht darum, den Landespolitikern die Bedeutung von sozialpolitischen Themen durch konkrete Beispiele aus dem eigenen Umfeld klar zu machen. Die liga wohlfahrt düsseldorf positioniert sich hierbei als sozialpolitischer Akteur mit Anwaltsfunktion und lässt im Live-Forum die folgenden Kandidaten zu Wort kommen:

 

Yousra El Makrini (Bündnis 90/Die Grünen)

Annika Maus (SPD)

Dr. Christine Rachner (FDP)

Marco Schmitz, MdL (CDU)

 

Wir laden Sie herzlich ein, unserem Kandidatencheck im Live-Stream zu folgen. Am 25. April 2022 können Sie das Liga-Live-Forum von 18:00 bis 19:30 Uhr mit diesem Link verfolgen:

https://liga-duesseldorf.de/liga-live-forum/

 

Und auch auf den Webseiten und Social-Media-Auftritte der liga-Verbände AWO, Caritas, Der Paritätische, DRK-Düsseldorf, Diakonie und Jüdische Gemeinde finden Sie einen direkten Zugang zum Live-Stream. Der Link wird kurz vor Übertragungsbeginn freigeschaltet.

Wissenschaftler fordern: Berufliche Bildung muss zwingend zukunftsfester werden

Die Zukunft Deutschlands ist durch gesellschaftliche Umwälzungen geprägt, die vor allem mit Stichworten wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimawandel und Energiewende umschrieben werden. In Wirtschaft und Gesellschaft drängen sich deshalb umso mehr Fragen danach auf, wie der damit gekennzeichnete Strukturwandel zu bewältigen ist. Zukunftsfähigkeit – auch der Gesellschaft – scheint ohne ein ausreichendes Quantum an Fachkräften nicht möglich, wofür zwingend eine starke Berufsbildung benötigt wird.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein Wissenschaftliches Diskussionspapier (WDP) zur Weiterentwicklung der Berufsbildung veröffentlicht. Dazu hat eine Arbeitsgruppe neun Thesen entwickelt, aus denen Handlungsempfehlungen für wichtige Phasen beruflicher Bildung abgeleitet wurden: Es geht um berufliche Orientierung, das Übergangssystem, die duale Berufsausbildung, die Berufsbildung im Pflegebereich, die formale berufliche Weiterbildung, die non-formale berufliche Weiterbildung, die Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals, Entrepreneurship und Intrapreneurship. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe grundlegende Prinzipien formuliert, die eine moderne Berufsbildung ausmachen und die den Thesen als „+1-Komponente“ voranstehen.

Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bei der Erstellung des WDP mitgewirkt. Die Leitung der Arbeitsgruppe hatten BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser und Prof. Dr. Karl Wilbers, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der FAU. Anlass der Publikation sind zwei zentrale Erkenntnisse. Auf der einen Seite steht der Bedarf an einer ausreichenden Anzahl qualifizierter Fachkräfte, um die anstehenden Herausforderungen, insbesondere die demographische Entwicklung, die Dekarbonisierung sowie die Digitalisierung, bewältigen zu können. Auf der anderen Seite dokumentiert die Entwicklung der Ausbildungsvertragszahlen in den vergangenen Jahren: Der Weg über eine berufliche Ausbildung in eine sichere Beschäftigung oder in die Selbständigkeit ist offensichtlich immer weniger attraktiv.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser betont in diesem Zusammenhang: „Angesichts der Bedingungslage und der Herausforderungen, die die Transformation mit sich bringt, muss die berufliche Bildung zwingend zukunftsfester werden. Wir dürfen uns dabei nicht scheuen, auch neue Wege zu gehen!“

Prof. Dr. Karl Wilbers hebt hervor: „Das Ziel der Arbeitsgruppe 9+1 ist es, wissenschaftlich gut gestützte und konkrete Hinweise zur Weiterentwicklung der Berufsbildung vorzulegen, und zwar in der ganzen Breite“.

Der „Arbeitsgruppe 9+1“ gehörten an: Prof. Dr. Taiga Brahm, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Lehrstuhl für Ökonomische Bildung und Wirtschaftsdidaktik; Prof. Dr. Hubert Ertl, Bundesinstitut für Berufsbildung und Universität Paderborn, Professur für Berufsbildungsforschung; Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bundesinstitut für Berufsbildung, Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück, Fachbereich 3 – Berufs- und Wirtschaftspädagogik; Prof. Dr. Birgit Reißig, Deutsches Jugendinstitut, Leiterin FSP Übergänge im Jugendalter und der Außenstelle Halle; Prof. Dr. Karl Wilbers, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung; Prof. Dr. Lars Windelband, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Institut für Bildung, Beruf und Technik.

Das WDP „Zukunftsfähig bleiben! 9 +1 Thesen für eine bessere Berufsbildung“ sowie eine Kurzfassung davon finden Sie unter www.bibb.de/de/154751.php