ElectronicPartner bestreitet erfolgreich zweites Pandemie-Jahr

Auch das zweite Corona-Jahr konnte die Verbundgruppe ElectronicPartner erfolgreich abschließen. Besonders gut haben sich der EP:Fachhandel und das Technologie-Netzwerk comTeam entwickelt. Die Neuausrichtung von MEDIMAX ist abgeschlossen und die ersten Weichen in Richtung Expansion sind gestellt. Insgesamt verzeichnet ElectronicPartner im Jahr 2021 einen bereinigten Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem leichten Rückgang von zwei Prozent zum Vorjahr. „In 2020 hatten wir ein Umsatzplus von 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der fortgesetzten Herausforderungen durch die Corona-Pandemie können wir auf unser Ergebnis in 2021 absolut stolz sein. Es spiegelt die erfolgreichen Anstrengungen der gesamten Verbundgruppe wider“, fasst Karl Trautmann, Vorstand von ElectronicPartner, zusammen und fügt hinzu: „Es ist bemerkenswert, was unsere Mitgliedsunternehmen, Lieferantenpartner und Mitarbeiter in diesen Zeiten leisten. Möglich ist dies nur durch vertrauensvolles Zusammenarbeiten, Engagement und Teamgeist auf allen Ebenen – dass wir über all das verfügen, hat sich in der Krise besonders deutlich gezeigt.“

Fortsetzung des internationalen Wachstums

Die ElectronicPartner Landesgesellschaften in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz haben sich weitere zwölf Monate souverän den jeweiligen Corona-Regelungen gestellt und ihre Mitglieder vor Ort bestmöglich unterstützt. So konnten die Fachhändler gemeinsam einen Umsatz von 415 Millionen Euro erzielen, was einer Steigerung von 1,5 Prozent zu 2020 entspricht. „Auch bei der Bewertung dieser Entwicklung muss das sehr gute Vorjahresergebnis mit einem Wachstum von zwölf Prozent in Rechnung gestellt werden, was die positive Umsatzentwicklung besonders erfreulich macht“, betont Karl Trautmann.

EP: weiterhin ungebremst – 15,9 Prozent über Markt

Die EP:Fachhändler hatten im Jahr 2020 ebenfalls ordentlich vorgelegt: mit einem Umsatzplus von 19,3 Prozent und somit dem besten Ergebnis seit Start der Qualitätsoffensive. Die Messlatte lag also hoch – dennoch ist es den qualifizierten Markenhändlern im ElectronicPartner-Verbund gelungen, 2021 den eingeschlagenen Weg mit einem erneuten Plus von 11,8 Prozent fortzusetzen. Damit konnten sich die EP:Mitglieder zum siebten Mal in Folge besser entwickeln als der Kanal Fachhandel, der im Jahr 2021 ein Minus von vier Prozent verzeichnete.

Von New Work bis New Normal – comTeam gestaltet weiter Zukunft

Die Partner des Technologie-Netzwerkes comTeam haben weiterhin vom Digitalisierungsschub profitiert. Doch anstatt sich von der Welle treiben zu lassen, haben die IT-Spezialisten neue Handlungsfelder erkannt und ihre Leistungen dem aktuellen und künftigen Bedarf entsprechend ausgebaut. Finanziell schlug sich dies in einem Umsatzplus von 2,1 Prozent zum Vorjahr – dem bis dahin umsatzstärksten in der comTeam Historie – nieder. Diesen Kurs setzt das krisenfeste IT-Netzwerk in 2022 fort: Mit neuen Services – zum Beispiel bei den Themen Digitaler Vertrieb, Recruiting und kontinuierlichem Wissensausbau.

MEDIMAX geht in die Offensive

Das Jahr 2021 war eine besondere Herausforderung für den Elektronikhandel auf der Großfläche, denn vielerorts waren die Märkte bis zu fünf Monate wegen der Pandemie geschlossen. Abholstationen, Lieferservice und E-Commerce konnten das Ausbleiben von Laufkundschaft nur begrenzt auffangen. „Wie andere Marktteilnehmer in diesem Segment, haben auch wir auf der Fläche Einbußen verzeichnen müssen. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den Zahlen der GfK, die für die großflächigen Vertriebsformen ein Minus von 11,6 Prozent ausweist. Dennoch sind wir gerade vor dem Hintergrund der Gesamtsituation stolz darauf, die Privatisierung nach Plan vollendet zu haben und nun gemeinsam mit engagierten Franchisepartnern die Zukunft von MEDIMAX zu gestalten“, erklärt Friedrich Sobol, der als Vorstand die Marken MEDIMAX und EP: verantwortet. In den kommenden Monaten setzt ElectronicPartner bei der Franchisefachmarktlinie auf Expansion und startet mit verschiedenen Maßnahmen, um Partner für neue Standorte zu gewinnen.

Homeoffice und Cocooning wirken sich weiter auf Produktnachfrage aus

Im Bereich Weiße Ware verzeichnete die Verbundgruppe ElectronicPartner in 2021 nach wie vor Wachstum. Bei Großgeräten bevorzugten viele Verbraucher besonders hochwertige Modelle. Kleingeräte, vor allem im Bereich Kaffeevollautomaten und Speisenzubereitung, wurden in verschiedenen Preiskategorien stark nachgefragt, was auf den anhaltenden Cocooning-Effekt zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu 2020 verzeichnete der TV-Markt in Summe weniger Wachstum, bei gleichzeitig gestiegenem Durchschnittspreis – der allgemeine Trend geht Richtung OLED und große Zollgrößen. Das Geschäft mit mobilen Produkten, wie Kopfhörern, Bluetooth-Lautsprechern, Wearables etc. wurde durch die schwierige Liefersituation von einzelnen Komponenten gebremst. Dieser Umstand wird sich laut Herstellerprognosen noch mindestens bis ins dritte Quartal 2022 fortsetzen und wirkt sich auch auf die ungebrochene Nachfrage bei IT- und Multimediaprodukten aus. Hier konnte ElectronicPartner im vergangenen Jahr dennoch ein deutliches Wachstum verzeichnen. Im Bereich Entertainment schließlich haben sich die Playstation 5 sowie die Nintendo Switch und entsprechendes Gaming-Zubehör als Umsatztreiber erwiesen.

Fazit und Ausblick

Mit zukunftsweisenden Projekten, wie der eigenen Nachhaltigkeitsinitiative GO GREEN, der MEDIMAX-Expansion und dem Erschließen neuer Geschäftsfelder bei comTeam, entwickelt sich die Düsseldorfer Verbundgruppe im Jahr 2022 weiter. Dabei reagiert sie aktiv auf die Anforderungen der Branche sowie den Bedarf von Mitgliedern und Endkunden. „In 85 Jahren Unternehmensgeschichte hat ElectronicPartner verschiedene technische, wirtschaftliche und soziale Umbrüche miterlebt, sich stets aus eigener Kraft den daraus resultierenden Herausforderungen gestellt und die sich ergebenden Chancen genutzt. Die Corona-Pandemie ist ein weiteres, besonders einschneidendes Kapitel, das wir erfolgreich und verantwortungsbewusst meistern“, erklärt Karl Trautmann (Foto).

Ericsson veröffentlicht Nachhaltigkeits- und Corporate Responsibility-Bericht 2021

5G-Netzausrüster Ericsson auf dem Weg zur Netto-Null-Emission (Symbolbild)

Ericsson veröffentlichte seinen Nachhaltigkeits- und Corporate Responsibility-Bericht 2021, der die Leistungen des Unternehmens in den Bereichen verantwortungsbewusstes Wirtschaften, ökologische Nachhaltigkeit und digitale Integration beleuchtet.

„Unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Lösungen und Partnerschaften schaffen echte Vorteile für unsere Kunden und unsere Stakeholder“, sagt Heather Johnson, Head of Sustainability and Corporate Responsibility bei Ericsson. „Sie schaffen aber auch Werte für die Gesellschaft, sei es durch die Reduzierung von Emissionen in verschiedenen Branchen, die Schaffung energieeffizienterer Netze oder die Überwindung der digitalen Kluft. Wir haben im Jahr 2021 bedeutende Fortschritte auf dem Weg zu unseren Nachhaltigkeitszielen gemacht und setzen uns jetzt noch ambitioniertere Ziele für die Zukunft.“

Ergebnisse und Highlights

Net Zero: 2021 hat sich Ericsson das langfristige Ziel gesetzt, bis 2040 in seiner gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wird Ericsson auf die 1,5°C-Klimaziele des Pariser Abkommens hinarbeiten.

Der erste wichtige Meilenstein ist das Erreichen von Netto-Null-Emissionen aus den eigenen Aktivitäten des Unternehmens bis 2030 – sowie die Reduzierung der Emissionen um 50 Prozent im Unternehmensportfolio und der Lieferkette bis 2030.

Energieeffizienz: Um die Kundenerwartungen zu erfüllen und der Telekommunikationsbranche dabei zu helfen, Net Zero zu erreichen, hat Ericsson innovative Lösungen entwickelt, die es den Betreibern ermöglichen, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen und gleichzeitig das erwartete Wachstum des Datenverkehrs zu bewältigen, um den Anforderungen sowohl der aktuellen als auch der zukünftigen 5G-Netze gerecht zu werden.

Ericsson erreichte 2021 bei den ausgelieferten Radio System-Funkgeräten eine Energieeinsparung von 36 Prozent im Vergleich zum alten Portfolio und übertraf damit das festgelegte und wissenschaftlich fundierte Ziel von 35 Prozent ein Jahr früher als geplant.

Im Laufe des vergangenen Jahres brachte das Unternehmen außerdem eine Reihe von ultraleichten Massive-MIMO-Funkgeräten auf den Markt, die 10 Prozent energieeffizienter sind, als die vorherige Generation.

Digitale Inklusion: Die digitale Kluft ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung, denn rund 2,9 Milliarden Menschen sind noch immer offline. Mit innovativen Technologien und Services schafft Ericsson gemeinsam mit seinen Partnern und Kunden neue Wege, um Bevölkerungsgruppen zu vernetzen und das Leben zu verbessern. Letztes Jahr setzte Ericsson seine Partnerschaft mit UNICEF zur Unterstützung der Giga-Initiative fort, um dabei zu helfen, Schulen in 35 Ländern zu erfassen und ihre Konnektivität bis Ende 2023 zu bewerten.

Ericsson hat sich außerdem verpflichtet, bis 2025 eine Million Kinder und Jugendliche zu fördern, indem es ihnen im Rahmen der vom Weltwirtschaftsforum unterstützten EDISON Alliance 1 Billion Lives Challenge Zugang zu digitalen Lern- und Kompetenzentwicklungsprogrammen verschafft.

Der Nachhaltigkeits- und Corporate Responsibility-Bericht von Ericsson ist Teil des Jahresberichts des Unternehmens und wird von einer unabhängigen dritten Partei extern geprüft. Er wird außerdem in Übereinstimmung mit den GRI-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und den UN Guiding Principles on Business and Human Rights Reporting Framework erstellt.

Die wichtigsten Ergebnisse des Nachhaltigkeits- und Corporate-Responsibility-Berichts 2021 finden Sie hier.

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst die Geschäftsbereiche Networks, Digital Services, Managed Services und Emerging Business. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks für Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2021 erwirtschaftete Ericsson einen Nettoumsatz von 232,3 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Aktuell hält Ericsson 170 kommerzielle Vereinbarungen und Verträge mit Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Darüber hinaus ist Ericsson an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 114 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. www.ericsson.com/5G.

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeiter an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

Gegen die Einsamkeit: AOK-Förderpreis für Nachbarschaften ausgelobt

Studien belegen es: Chronische Einsamkeit zählt zu den großen Krankmachern der Gegenwart. Während der Corona-Pandemie ist dieses Thema aktuell wie nie. Das Risiko, zu vereinsamen, ist deutlich gestiegen.

Politik und Wissenschaft suchen nach Gegenmitteln. Einige engagierte Nachbarschaften bieten schon praktische Lösungen in ihren Vierteln an, um dem gefährlichen Trend entgegenzuwirken und Mitmenschen vor Vereinsamung zu schützen. Dieses gesunde Miteinander möchten die AOK Rheinland/Hamburg und das Netzwerk Nachbarschaft unterstützen. Sie fördern innovative Selbsthilfeprojekte mit Preisgeldern. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Das Einsamkeitsrisiko ist dem Deutschen Alterssurvey zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie um das 1,5-fache gestiegen. Beim Alterssurvey handelt es sich um eine repräsentative Befragung von Menschen ab 40 Jahren. Jeder Zehnte in Deutschland gibt an, unter Einsamkeit zu leiden. Dabei zeigt sich: Wer gut vernetzt ist, ist weniger einsam – und lebt gesünder. Zahlreiche Nachbar-Initiativen und prämierte Teilnehmende des AOK-Förderpreises beweisen: Gesunde Nachbarschaft ist ein wirksames Modell zum Schutz gegen Einsamkeit. Nun geht der Förderpreis in die nächste Runde, starke Nachbarschaften können sich ab sofort bewerben. Hier einige Beispiele für Initiativen, die in Nordrhein-Westfalen bereits aktiv sind.

Beispiele aus Essen, Kaarst und Gummersbach

In Essen organisiert das Freiwilligen-Projekt „Willst du mit mir geh‘n?“ in fast allen Stadtteilen begleitete Spaziergänge. Mehr als 1.000 Anwohnerinnen und Anwohner kommen so jede Woche in Bewegung und in persönlichen Kontakt. Vor allem alleinlebende Ältere ermuntern die engagierten Spazierpaten zum Mitmachen. Nachbarinnen und Nachbarn aus Kaarst haben im Stadtteil Büttgen die Initiative „Klöndraht – Einfach mal anrufen“ ins Leben gerufen. Per Telefon finden Anrufende Zuspruch und Trost – trotz Corona-Kontakteinschränkungen. Die Dorfgemeinschaft Hülsenbusch in Gummersbach vernetzt sich zum Dorfschwatz und verabredet sich in ihren Video-Treffen zum gemeinsamen Wandertag.

„Nachbarschaftliches Engagement kann vor krankmachender Einsamkeit bewahren und Menschen aus der Isolation zurück in ein soziales Leben bringen“, sagt Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Nachbarschaftshilfe sei jedoch kein Ersatz für professionelle Hilfe, betont Wältermann: „Wenn man diese Grenze nicht erkennt, überfordert man nachbarschaftliches Engagement.“

Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ mit 10.000 Euro dotiert

Nachbarschaftliche Initiativen zu stärken, ist das Ziel des Förderpreises „Gesunde Nachbarschaften“. Der Preis wird von der AOK Rheinland/Hamburg zusammen mit dem bundesweiten Aktionsbündnis Netzwerk Nachbarschaft ausgelobt und ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an zehn nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte, die jeweils mit 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen sind bis zum 30. September 2022 möglich unter:

https://aok-foerderpreis.netzwerk-nachbarschaft.net/rh

Michael Grütering: Ukraine-Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt integrieren- Wirtschaft steht bereit

Immer mehr Flüchtlinge kommen in Düsseldorf an. Bisher wurden 1.500 Menschen aus der Ukraine in kommunal organisierten Unterkünften untergebracht. Deshalb fordert Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, die Geflüchteten so schnell wie möglich in Arbeit zu vermitteln : „Auf der einen Seite leiden die Betriebe in unserer Stadt unter dem Arbeitskräftemangel, der sich auch noch verschärfen wird. Auf der anderen Seite kommen nun gut ausgebildete Fachkräfte in die Stadt. Soweit die Menschen arbeiten möchten steht die Wirtschaft bereit.“ Daher sei es wichtig, dass Behörden und unsere regionalen Arbeitsagenturen schnell den Weg von der Ankunft in die Arbeit freimachten“. Rechtlich sei das bereits durch §24 des deutschen Aufenthaltsgesetzes möglich: Auf dieser Basis erhalten Geflüchtete aus der Ukraine ohne Einzelfallprüfung einen humanitären Aufenthaltstitel für ein Jahr, der auf bis zu drei Jahre verlängert werden kann. Damit einher geht die schnelle  Arbeitserlaubnis. Michael Grütering: „Die Verantwortlichen in der Stadt sollten kurzfristig schauen, welche Qualifikationen die Menschen mitbringen, und auf welche offenen Stellen sie im besten Fall direkt vermittelt werden können und wollen . Die Ukrainer sind Europäer, viele sprechen Englisch oder auch Deutsch“, so Michael Grütering.

Ericsson als ‚Leader‘ im Bereich 5G-Infrastruktur eingestuft

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagt: „Es freut uns sehr, dass Ericssons 5G-Vision – von der Vordenkerrolle bis hin zur effektiven Zusammenarbeit mit der Industrie – und unsere Fähigkeit, 5G auszurollen, erneut von Gartner mit dem Prädikat ‚Leader‘ ausgezeichnet wurde.“ 

Der vor kurzem veröffentlichte Report „Magic Quadrant for 5G Network Infrastructure for Communications Service Providers“ stuft das Düsseldorfer Kommunikationsunternehmen Ericsson im Leaders-Quadranten ein und zeichnet das Unternehmen zudem als führend hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Umsetzung aus. Ericsson wurde bereits im entsprechenden Bericht für das Jahr 2021 als Leader eingestuft – dem ersten Jahr, in dem Gartner einen Bericht über die 5G-Netzinfrastrukturen für Mobilfunknetzbetreiber durchführte.

Anbieter von 5G-Lösungen für Mobilfunknetzbetreiber werden von Gartner-Experten umfassend und unabhängig auf die Vollständigkeit ihrer Vision und ihre Fähigkeit zur Umsetzung geprüft und bewertet, um einen Marktüberblick zum Bereich 5G-Infrastruktur zu erhalten. Hierbei wird der Bereich Ende-zu-Ende betrachtet. Hierzu zählen: Produkte, Dienstleistungen, Betriebsabläufe, Vertriebsabwicklung, Preisgestaltung, Reaktionsfähigkeit auf den Markt, Erfolgsbilanz, Marketingumsetzung, Kundenerlebnis und Gesamtumsetzbarkeit.

Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks bei Ericsson, sagt: „Es freut uns sehr, dass Ericssons 5G-Vision – von der Vordenkerrolle bis hin zur effektiven Zusammenarbeit mit der Industrie – und unsere Fähigkeit, 5G auszurollen, erneut von Gartner mit dem Prädikat ‚Leader‘ ausgezeichnet wurde. Wir sehen unsere Positionierung im ‚Gartner Magic Quadrant for 5G Network Infrastructure for Communications Service Providers‘ als Bestätigung unseres Engagements, die Bedürfnisse unserer Kunden stets im Blick zu haben.“

Als Branchenführer bei 5G-Netzen hat Ericsson derzeit 170 kommerzielle 5G-Vereinbarungen mit einzelnen Mobilfunknetzbetreibern abgeschlossen und betreibt weltweit 114 5G-Live-Netze.

Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen:

https://www.ericsson.com/en/5g/forms/gartner-2022

Deshalb werden auch Smartphones und Elektrofahrzeuge deutlich teurer

Für viele Verbraucher wird der Krieg in der Ukraine beim Blick auf die Gas- und Stromrechnungen oder die Zapfsäule sichtbar. Putins Angriffskrieg krempelt jedoch nicht nur den Energiemarkt um, sondern treibt auch die Preise für Elektrofahrzeuge und Smartphones in die Höhe. Ein Überblick über ökonomische Kriegsfolgen.

+ Nachdem vor allem Staaten Sanktionen gegen Russland verhängt haben, wenden sich nun immer mehr große Ölkonzerne gegen das Land. Die Folge: Westliche Staaten kaufen die russische Ölsorte Urals nicht mehr und schwenken auf andere Sorten um. Ein Blick auf die Preisunterschiede der Sorten Brent, welche in der Nordsee gefördert wird, und des russischen Urals zeigt die Auswirkungen: Lag die Differenz am Tag vor Kriegsbeginn noch bei weniger als zwei Cent, waren es heute Morgen (11.03.) rund zehn Cent. Der anfängliche Panikmodus am Ölmarkt scheint jedoch vorübergehend wieder zu verschwinden, am 7. März betrug die Differenz noch 22 Cent. Besonders stark schwankt der Preis der Nordseesorte Brent. Er stieg in den ersten zwei Wochen des Krieges um 30 Dollar an und hat danach fast 20 Dollar wieder abgegeben, was erstmal für eine Beruhigung des Marktes spricht.

+ Auch die Charterpreise für Öltanker werden immer teurer. Grund: Das Russland-Öl (geliefert in Pipelines) fällt weg. Das „neue“ Öl muss in der Regel durch Schiffen geliefert werden. Auch Tanker, die verarbeitete Produkte wie Benzin oder Diesel transportieren, werden immer teurer.

+ Akkus bzw. Batterien werden hergestellt u.a. mit Kobalt, Lithium und Nickel. Die Preise für die drei Rohstoffe waren bereits vor dem Krieg rekordverdächtig – allein im März ist der Preis für Lithium noch einmal um mehr als zehn Prozent gestiegen. Folge: In den kommenden Jahren dürfte Batteriezellen wieder teurer werden.

Mit Material der IW Köln

Der Krieg: Drei Szenarien

Neben dem unermesslichen menschlichen Leid hat der Krieg in Europa auch Folgen für unsere Unternehmen. Diese Folgen sind heute noch nicht absehbar. Im Gespräch mit der Rheinischen Post entwickelt Professor Michael Grömling von unserem Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) drei mögliche Szenarien.

  1. PUTIN SIEGT! Die Ukraine wird auf den Stand eines Entwicklungslandes zurückfallen. Die Produktionsstandorte sind zerstört. Investitionen bleiben aus. Junge Menschen kehren nicht wieder zurück oder verlassen das Land. Russland selbst würde sich vom Welthandel abschneiden. Handelsströme werden noch mehr gekappt. Es gibt keinen Zugang mehr zu neuen Technologien. Und: es käme zu einer Zweiteilung der Weltwirtschaft! Auf der einen Seite der Westen – auf der anderen Seite Russland und China.
  2. EIN PATT! Im besten Falle kann die Ukraine ein souveränes Land bleiben. Wichtig für das Land wäre, ob der Westen beim Wiederaufbau des Landes helfen darf. Ein Patt gäbe Deutschland Zeit für einen Umbau der Energiewende. Russland hätte die Möglichkeit, seine Geschäftsmodelle umzudenken. Bislang lebt das Land vom Rohstoff-Verkauf, was keine Zukunft haben wird. Dieses Szenario wäre das Einzige, in dem Putin sein politisches Überleben sichern könnte.
  3. DER KRIEG WEITET SICH AUS! Dies wäre die schlechteste Version. Die Krieg würde eskalieren und die Nato müsste eingreifen. Neben dem menschlichen Leid droht eine weltweite Depression. Die meisten Investitionen würden einbrechen (Ausnahme wäre die Rüstungsindustrie). Die Verbraucher verfielen ins „Angstsparen“. Die Preise explodieren, auch weil es weniger zu kaufen gibt.

MEINUNG: Unser Text ist die sehr stark verkürzte Zusammenfassung eines Leitartikels von RP- Wirtschaftsredakteurin Antje Höning. Im Artikel sind mehr Risiken und auch mehr Chancen formuliert. Es wird aber deutlichen, dass alle drei Szenarien für die Unternehmen in Düsseldorf problematisch werden können. Weit über 90 Prozent der Betriebe sind abhängig vom Außenhandel – einige Unternehmen lebten bisher teilweise von ihren Geschäftskontakten mit Russland und der Ukraine, wenn auch der Anteil des Außenhandels mit der Ukraine und Russland am Gesamtvolumen bei unter 3 Prozent liegt. Die Folgen werden uns alle treffen. Denken wir nur an die deutlich steigenden Energie- und Rohstoffpreise. Zudem werden sich die Lieferprobleme und Lieferengpässe teilweise verschärfen, sagte Andreas Mühlberg, Geschäftsführer des Außenhandelsverbandes NRW in der 83. Folge des Podcasts „Düsseldorfer Wirtschaft“. Die Betriebe in Düsseldorf, NRW und Deutschland rechnen außerdem mit deutlichen Folgeproblemen. Wie es weitergeht werden wir auch auf unserem „Düsseldorfer Arbeitgebertag 2022“ im Mai besprechen.

Quelle: Der Quelltext ist im kostenpflichtigen Teil der RHEINISCHEN POST nachzulesen! (Foto: IW Köln)

Weg vom russischen Gas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält einen Lieferstopp von russischem Gas für „handhabbar“. Tatsächlich birgt er aber ein unkalkulierbares Risiko. Bereits der Ausfall von Nord Stream 1 oder der Ukraine-Leitung würde für hohe Kosten sorgen.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgt für hitzige Debatten: Wird es ohne russisches Gas gehen? Wenn ja: Wie lange? Vor Kurzem hat sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina dazu eindeutig positioniert: Sie hält einen Lieferstopp von russischem Gas für „handhabbar“, heißt es in einer Stellungnahme. Die Lücken könnten mit Flüssiggas, Reserven und mittelfristig mit erneuerbaren Energien aufgefangen werden. Tatsächlich aber bietet ein vollständiger Lieferstopp ein unkalkulierbares Risiko. Ein Lieferstopp von Nord Stream 1 oder der Ukraine-Leitung wäre mengenmäßig für eine gewisse Zeit kompensierbar, würde aber durch sehr hohe Preise große Schäden verursachen.

Kurzfristig soll vor allem Flüssiggas (LNG) fehlende Gasmengen ersetzen. Würde das komplette russische Pipelinegas ausbleiben, entstünde laut des Thinktanks Bruegel eine Lücke von 1.550 TWh. Dem gegenüber standen 2021 freie LNG-Kapazitäten von etwa 1.160 TWh. Das Problem dabei: Die tatsächlich nutzbaren Kapazitäten sind deutlich geringer. Neben den begrenzten Produktionskapazitäten in den Exportländern und den meist langfristigen LNG-Verträgen hapert es  vor allem am innereuropäischen LNG-Weitertransport. Das europäische Gasnetz kann die besonders an LNG-Häfen in Spanien und Frankreich ankommenden Mengen nur zu einem Teil in besonders betroffene Länder in Mittel- und Osteuropa transportieren. In diesen Ländern fehlt es auch an Infrastruktur wie Speichern, um eine kurzfristige Umstellung der Gasversorgung zu ermöglichen.

Darüber hinaus verweist die Leopoldina als kurzfristige Lösung auf einen geringeren Verbrauch: Das würde vor allem die Industrie treffen, die über einen längeren Zeitraum erhebliche Einschränkungen ihrer Produktion hinnehmen müsste. Damit einher ginge ein hohes wirtschaftliches und soziales Risiko: Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit werden von der Leopoldina nicht thematisiert. Zudem ist unwahrscheinlich, dass deutsche und europäische Privatverbraucher und Unternehmen ihren Verbrauch aus Solidarität zur Ukraine einschränken – sogar über Jahre. Dadurch droht die Gefahr, dass Sanktionen nicht durchgehalten werden und rückgängig gemacht werden müssten.

Eine gemeinsame europäische LNG-Beschaffung könnte etwas Luft verschaffen: Würde Europa gemeinsam LNG auf dem Weltmarkt einkaufen, wäre die Verhandlungsstrategie deutlich komfortabler, als wenn Länder wie Deutschland oder Polen für sich allein verhandeln. Alternativ könnte auch der Staat möglichst viel am LNG-Markt kaufen und marktgerecht im Inland anbieten, das würde die Nachfrage nach russischem Gas senken, während der Staat Defizite selbst finanzieren würde. „Verantwortliche Politik muss die Gesamtwirkung, die durch Kollateraleffekte beim Import kritischer Rohstoffe und weiter ausgeweiteten Produktionsausfall drohen kann, beachten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Mittelfristig müssen wir alles tun, um vom russischen Gas unabhängig zu werden und dafür den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren.“

 

METALL NRW und IG Metall fordern durchgreifende Maßnahmen zur Senkung von Energie- und Kraftstoffpreisen

Die Sozialpartner METALL NRW und IG Metall NRW verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste und unterstützen die bisherigen Entscheidungen der Politik in Deutschland und Europa. Binnen weniger Tage hat sich jetzt die energiewirtschaftliche Lage für unser Land grundlegend verändert. Diese gilt es zu bewerten und politische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Vor diesem Hintergrund begrüßen METALL NRW und IG Metall NRW die Einberufung eines Energiegipfels NRW für Donnerstag, den 10. März 2022, durch Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Die beiden Sozialpartner sind sich darin einig, dass die Politik ein Maßnahmenpaket schnüren muss, das die Sicherung der Energieversorgung zu jeder Sekunde bei bezahlbaren Energiepreisen gewährleistet. Wir brauchen jetzt durchgreifende Maßnahmen zur wirksamen Begrenzung der Energiepreise, um die Kaufkraft der Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.

Arndt G. Kirchhoff, Präsident von METALL NRW: „Die schon seit Jahren zu hohen und durch den Krieg in der Ukraine nochmals massiv verteuerten Energiepreise sind eine erhebliche Belastung für unseren Wirtschafts- und Industriestandort. Die Politik ist jetzt dringend gefordert, schnellstmöglich den Steueranteil des Staates zu reduzieren und so die hohen Belastungen auf Energie zu verringern. Zuallererst brauchen wir eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich vorgegebene Minimum und eine zumindest zeitweise Absenkung weiterer Verbrauchssteuern auf Energie. Beides wären schnell wirkende Sofortmaßnahmen.“

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW: „Teure Energie und teurer Kraftstoff haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine immer stärker belastet. Durch den Krieg verschärft sich die Situation, und die Inflationsrate steigt immer weiter. Diese politisch bedingte extreme Teuerung kann Tarifpolitik alleine nicht ausgleichen. Darum muss die Politik jetzt handeln. Die Mehrwertsteuer oder die Energie- oder Mineralölsteuer sind die Stellschrauben für die Absenkung und Deckelung des Kraftstoffpreises. Hier erwarte ich den massiven Einsatz der Landesregierung für ein entsprechendes Maßnahmenpaket.“

Wir trauern um Detlev Grüne

Die Düsseldorfer Arbeitgeberverbände und die Unternehmerschaft Düsseldorf trauern um Dipl.Ing. Dipl.Wirtsch.Ing. Detlev Grüne (rechts). Der Düsseldorfer Unternehmer (Dillenburg GmbH & Co. KG) war viele Jahre Mitglied in den Vorständen unserer Verbände. Wir danken ihm für seine Unterstützung, sein ehrenamtliches Engagement in den Verbänden und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Bild zeigt Herrn Grüne beim Düsseldorfer Arbeitgebertag mit seiner Tochter Kathrin Grüne, geschäftsführende Gesellschafterin bei Dillenberg, und Herbert K. Meyer (ehemals Siemens, heute Hochschulrats-Vorsitzender in Düsseldorf). Foto: Frank Wiedemeier