„Sanktionstracker“: In einer Woche 977 Sanktionen gegen Russland verhängt

(rnd) Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben westliche Staaten zahlreiche Sanktionen verhängt. Immer wieder kommen neue hinzu. Einen tagesaktuellen Überblick über alle aktuell verhängten Sanktionen bietet das stiftungsfinanzierte Rechercheprojekt „Correctiv“ an – in Form eines „Sanktionstrackers“. Laut aktuellen Zahlen des Projekts (Stand: 3. März) wurden allein seit dem 22. Februar 977 Sanktionen gegen Russland verhängt, seit März 2014 sind es 4358 Sanktionen.

Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

Chemie-Arbeitgeber warnen vor Folgen des Ukraine-Kriegs

Im Vorlauf der bundesweiten Tarifverhandlungen haben die Chemie-Arbeitgeber vor den wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine als „sicherlich schwerwiegend“ gewarnt. Die wirtschaftlichen Folgen werden sicherlich schwerwiegend sein. „Wir müssen die Lage weiter beobachten und die wirtschaftlichen Auswirkungen im Laufe der Verhandlungen bewerten“, so Matthias Bürk, Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber.

Im Vorlauf der bundesweiten Tarifverhandlungen haben die Chemie-Arbeitgeber vor den wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in die Ukraine als „sicherlich schwerwiegend“ gewarnt.

Der Verhandlungstag war geprägt von einer intensiv geführten Debatte über die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Herausforderungen, die angesichts des Kriegsgeschehens in der Ukraine noch größer werden könnten.

Die Gewerkschaft  fordert eine Entgelterhöhung mit dem Ziel der Kaufkraftsteigerung sowie eine Erhöhung der Nachtschichtzuschläge auf 25 Prozent. Diese Forderungen lehnen die Chemie-Arbeitgeber als zu teuer ab. „Ich habe nach dem heutigen Tag den Eindruck gewonnen, dass die IGBCE die notwendigen Konsequenzen der stattfinden Transformation unserer Branche noch nicht ausreichend verinnerlicht hat“, betont der Verhandlungsführer der hessischen Chemie-Arbeitgeber Matthias Bürk (Merck KGaA; links im Bild).

Klimaneutrale Produktion, Digitalisierung, demografischer Wandel, Kreislaufwirtschaft und EU-Chemikalienpolitik seien Themen, die auch in Hessen Milliardeninvestitionen der Unternehmen erforderlich machen. „Gelingt uns der Umbruch nicht, stehen der Industriestandort und damit Arbeitsplätze auf dem Spiel“, erklärt Bürk.

Daher müsse die Gewerkschaft mit realistischeren Einschätzungen der Lage in die Bundesrunde gehen und den enormen Finanzierungsbedarf der Unternehmen auch im Interesse der Beschäftigten stärker in den Blick nehmen.

Der Verteilungsspielraum sei bereits vor der aktuellen Krise deutlich eingeschränkt gewesen, denn die massiv gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Materialkosten schmälerten die Erträge.

So gaben in einer Verbandsumfrage Anfang Februar 91 Prozent der hessischen Mitgliedsunternehmen an, dass ihr Geschäft durch die sehr hohen Energiekosten stark beeinflusst wird. 90 Prozent benennen gestiegene Rohstoffkosten und 86 Prozent Lieferengpässe bei Vorprodukten als größte Belastungsfaktoren.

Die russische Invasion war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Ihre wirtschaftlichen Folgen werden aber sicherlich schwerwiegend sein. „Wir müssen die Lage weiter beobachten und die wirtschaftlichen Auswirkungen im Laufe der Verhandlungen bewerten“, so Bürk.

Mit Blick auf die weiteren Tarifverhandlungen betonte der Verhandlungsführer: „Wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum. Sich ausschließlich auf vordergründig positive Umsatzzahlen der Vergangenheit zu fokussieren, greift zu kurz. Wir müssen jetzt als Sozialpartner gemeinsam ein positives Wirtschaftsumfeld für unsere Unternehmen schaffen, damit wir auch im Interesse unserer Beschäftigten in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.“ Dies könne nur mit angemessenen Kosten ‑ auch beim Faktor Arbeit – gelingen.

Die derzeitig stark verzerrte Inflation könne auf keinen Fall der Maßstab für unverhältnismäßige Sprünge in einer Hochlohnbranche wie der Chemie sein. „Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat in der Vergangenheit durch ihre Tarifverträge die Teuerungsraten in Summe stetig übertroffen. Seit 2010 sind die Verbraucherpreise um 20 Prozent gestiegen, die Tarifentgelte aber um 30 Prozent. So können wir jetzt nicht mehr weitermachen“, sagt Bürk abschließend.

In den nächsten Tagen folgen weitere regionale Runden in den anderen Tarifbezirken, bevor am 21. und 22. März 2022 auf Bundesebene in Hannover weiterverhandelt wird.

DRK in unserer Stadt: Spenden für wirkungsvolle humanitäre Hilfe für die Ukraine

Die Not der Ukrainerinnen und Ukrainer sowohl im Land als auch auf der Flucht und damit ihr Bedarf an humanitärer Hilfe ist immens und wächst immer weiter. Geldspenden sind in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art zu unterstützen. 

„Wir wissen, dass die Betroffenheit auch unter den Düsseldorfern angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine groß ist und der Wunsch, den betroffenen Menschen Unterstützung zu bieten, ebenso. Es ist überwältigend zu sehen, wie schnell und engagiert die Zivilgesellschaft auf allen Ebenen zu helfen bereit ist. Dies trifft auf unzählige Privatpersonen, kleine und große Initiativen, Unternehmen und natürlich auch auf all unsere ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler:innen zu. Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt Stefan Fischer, Vorsitzender des Vorstands DRK-Düsseldorf.

„Damit die Hilfe tatsächlich ankommt, bitten uns all unsere Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern sehr eindringlich darum, die stark beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen nicht zu blockieren. Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhäuser, binden Transport- und Sortierkapazitäten. Sie helfen leider nicht, sie behindern vielmehr die humanitäre Arbeit vor Ort. Es bestehen seitens unser Schwestergesellschaften momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote“, so Fischer weiter.

Geldspenden sind gegenüber Sachspenden wesentlich effektiver: Ihr großer Vorteil ist es, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden können. Damit lässt sich die humanitäre Hilfe gezielter an die jeweiligen Bedarfslagen vor Ort anpassen. Dies ist absolut erforderlich in Situationen, die sich beständig ändern und höchst unvorhersehbar sind, wie aktuell in der Ukraine und ihren Nachbarländern.

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Ukraine

NRW-Unternehmensverbände: Modernisierungsprozess des Landes nach NRW-Landtagswahl mit noch mehr Tempo fortsetzen

Die nordrhein-westfälischen Unternehmer haben die Landespolitik aufgefordert, den Modernisierungs- und Erneuerungsprozess Nordrhein-Westfalens nach der Landtagswahl mit noch mehr Tempo fortzusetzen. „Stillstand oder gar Rückschritt können wir uns nicht leisten, die Herausforderungen sind gewaltig“, sagte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, am Mittwoch in Düsseldorf. Er erwarte, dass die Wirtschafts- und Standortpolitik in der nächsten Legislaturperiode einen noch größeren Stellenwert einnehme. Nordrhein-Westfalen müsse sich seine Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue erarbeiten. „Deshalb ist das Werben für und das Ermöglichen von privaten Investitionen die Kernaufgabe für die Landespolitik der nächsten Jahre“, betonte Kirchhoff bei der Vorlage eines „Wirtschaftspolitischen Papiers“ seiner Organisation zur Landtagswahl 2022 mit Forderungen und Erwartungen der Wirtschaft an eine neue Landesregierung.

Der NRW-Unternehmerpräsident bescheinigte der amtierenden Landesregierung, in den vergangenen fünf Jahren vieles zum Besseren bewegt zu haben. Die wirtschaftspolitische Grundstimmung habe sich eindeutig gebessert. Die Wirtschaftspolitik sei deutlich innovations- und investitionsfreundlicher geworden. „Nicht der komplette, aber doch so mancher bürokratische Unsinn wurde beseitigt“, erklärte Kirchhoff. Gleichzeitig warnte er die Landespolitik, nach der Wahl in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Im Jahr 2017 sei Nordrhein-Westfalen ein Land gewesen, das als Sinnbild für wirtschaftsfeindliche Überregulierung sowie bürokratische Sonderwege gegolten und unter einer bundesweiten Schlusslicht-Debatte gelitten habe. Nordrhein-Westfalen sei teilweise sogar als Sozialfall der Republik betrachtet worden.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land erwarteten von einer neuen Landesregierung einen klaren Fokus auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Angesichts der weltweit ambitioniertesten Klimaziele in Deutschland sei der Veränderungs- und der Zeitdruck für die Unternehmen immens. Diesen fundamentalen Wandel der Wirtschaft ökonomisch, ökologisch und sozial zu stemmen könne technisch, zeitlich und auch finanziell anspruchsvoller nicht sein. „Ich habe es schon oft gesagt: Zwingende Voraussetzung für all dies sind viel schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren“, sagte Kirchhoff. Das gelte für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, für den Aufbau von Stromnetzen und Speicherkapazitäten und natürlich auch für die Erstellung neuer Anlagen für klimaneutrale Produktionsprozesse und ressourcenschonende Produkte. Zugleich forderte Kirchhoff, die Anstrengungen bei der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur entschlossen fortzusetzen. „Nach jahrzehntelangen parteiübergreifenden Versäumnissen hat die amtierende Landesregierung hier den Hebel endlich umgelegt“, so Kirchhoff. Auch nach der Landtagswahl dürfe es beim Ausbau von Straßen, Brücken, Schleusen und Schienenwegen keinen verkehrspolitischen Richtungswechsel geben.

Mit Blick auf den russischen Überfall auf die Ukraine erklärte der NRW-Unternehmerpräsident, die nordrhein-westfälische Wirtschaft unterstütze uneingeschränkt die Entscheidungen der Politik, mit denen sie auf den massiven Bruch des Völkerrechts durch Russland reagiere. „Unsere Unternehmen und wir Verbände wissen um unsere Verantwortung“, sagte Kirchhoff. Man müsse erkennen, dass sich zumindest derzeit Demokratie und westliche Werte nicht überall in der Welt durchsetzen ließen. Moralische Überlegenheit allein reiche offensichtlich nicht immer aus. „Wenn wir unsere Freiheit und unsere Werte verteidigen wollen, dann müssen wir moralisch Stärke zeigen und auch wirtschaftlich stärker sein als die Diktaturen dieser Welt“, betonte Kirchhoff. Deshalb sei Deutschland und Europa auch jenseits aller sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen existenziell auf wirtschaftlichen Erfolg angewiesen. Und das müsse deutsche und europäische Politik wieder deutlich stärker zur Leitlinie ihres Handelns machen, so Kirchhoff.

BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW – 5. Online-Informationsveranstaltung für Unternehmen: „Fachkräfte binden und gewinnen durch geförderte Weiterbildung“

Das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e.V. (BWNRW) und die Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) haben in Nordrhein-Westfalen unter dem Motto BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW eine enge Kooperation vereinbart.

Ziel dieser Kooperation ist es, den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ein hochwertiges, wirtschaftsnahes und passgenaues Angebot an geförderter Weiterbildung zu unterbreiten. Die Unternehmen erhalten auf diese Weise Unterstützung dabei, ihren Beschäftigten – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Transformationsprozesse –  eine zukunftsorientierte Anpassung beruflicher Kompetenzen zu ermöglichen. Bestehende Tätigkeitsfelder ändern sich gegenwärtig quer durch alle Branchen, und oftmals wird es schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden. Umso wichtiger ist es, vorhandene Beschäftigte zu binden und durch passgenaue Weiterbildungsangebote fit für die Zukunft zu machen.

Ein wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Angebotes sind Teilqualifizierungen (TQ), die im Rahmen der ARBEITGEBERINITIATIVE TEILQUALIFIZIERUNG „Eine TQ besser!“ gemeinsam von den Bildungswerken der deutschen Wirtschaft entwickelt wurden. TQ bieten die Möglichkeit, sich schrittweise bis zum vollständigen Berufsabschluss weiterzubilden. Da jedes TQ-Modul ein in sich geschlossenes Kompetenzbündel umfasst und die Übernahme von Aufgaben in einem konkreten betrieblichen Einsatzgebiet ermöglicht, eignen sich bestimmte TQs auch als Zusatzqualifikation für qualifizierte Beschäftigte im Transformationsprozess. So können
z. B. langjährige Beschäftigte mit einer fachfremden oder veralteten Ausbildung damit modular für neue Aufgaben im Betrieb qualifiziert werden.

Im Rahmen der

5. Online-Informationsveranstaltung für Unternehmen:
„Fachkräfte binden und gewinnen durch geförderte Weiterbildung“
am Dienstag, 29. März 2022, 11.00 – 12.00 Uhr
möchten wir interessierte Mitgliedsunternehmen aus Ihren Verbänden über die Möglichkeiten einer Weiterbildungsförderung für Beschäftigte informieren und laden hierzu herzlich ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Einladung an geeignete Ansprechpartner in den Unternehmen weiterleiten. Anmeldungen nimmt Frau Elke Finke (Projektleitung BILDUNG.WIRTSCHAFT.NRW) gerne per Mail (elke.finke@faw.de) oder telefonisch (Tel.: 0521-787 156 18) entgegen. Die Zugangsdaten zum Webex-Meeting werden nach der Anmeldung versandt.In der einstündigen Veranstaltung wird u. a. erläutert, was eine Teilqualifizierung ist, welche Kompetenzen (und Berufe) damit erlernt werden können, wie diese in der Praxis umgesetzt werden und welche Fördermöglichkeiten existieren (je nach Konstellation bis zu 100 Prozent). TQ können z. B. im Rahmen des so genannten „Qualifizierungschancengesetzes“ durch die Agenturen für Arbeit gefördert werden.

Neben den Weiterbildungskosten können dabei während der Qualifizierung auch Zuschüsse zum Entgelt gezahlt werden. Je kleiner ein Betrieb ist, desto höher ist in der Regel auch die Förderung. Teilqualifizierungen haben außerdem den Vorteil, dass sie flexibel umgesetzt werden können, z.B. in Voll- oder Teilzeit, als Schulung in Präsenz oder im virtuellen Klassenzimmer.

Kriegsgeschehen: Düsseldorfer Arbeitgeberverbände informieren ihre Mitglieder über aktuelle Entwicklungen

„Die aktuellen Nachrichten und Bilder aus der Ukraine machen fassungslos. Der russische Angriff auf die Ukraine wird ohne Zweifel weitreichende sicherheits- und wirtschaftspolitische Folgen haben“, schreibt Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf und der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände, heute den Mitgliedsunternehmen: „Die konkreten langfristigen Auswirkungen sind heute noch nicht absehbar. Schon jetzt ist aber klar, dass sich Sanktionen und Gegensanktionen auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, der Ukraine und Russland niederschlagen werden“, schreibt Michael Grütering. Deshalb werden die Verbände ihre Mitglieder, soweit es möglich ist, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Ukraine: So spenden wir „richtig“

Für Millionen Menschen aus der Ukraine bricht das ganze Leben nach den Attacken des russischen Militärs unter Führung von Wladimir Putin weg. Sie stehen vor dem Nichts. Viele Deutsche wollen spenden, doch es gibt Dinge, die dabei beachtet werden müssen. Antenne Düsseldorf sagt welche!

Unsere Stadt bereitet sich auf 600 Flüchtlinge vor

Im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine bereitet sich die Landeshauptstadt Düsseldorf auf steigende Flüchtlingszahlen aus der Ukraine vor.

Vor dem Hintergrund ausgelasteter Unterbringungskapazitäten in den bestehenden kommunalen Flüchtlingsunterkünften werden kurzfristig zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete unter Anmietung externer Objekte wie zum Beispiel Hotels erfolgen. Die Stadt erwarte rund 600 Flüchtlinge, berichtet unser Heimatsender Antenne Düsseldorf.

Kürzlich fand zudem ein kurzfristiger Austausch mit der Liga Wohlfahrt zur potentiellen Aufnahmesituation statt. Auch die Liga Wohlfahrt prüft aktuell alle zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten in ihrem Portfolio. Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Liga Wohlfahrt bleiben im engen Austausch zur weiteren Entwicklung der Krisensituation in der Ukraine.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Wir beobachten die Situation in der Ukraine weiterhin mit großer Besorgnis. Mit den Erfahrungen aus 2015 bleiben wir jedoch weiterhin optimistisch, dass Düsseldorf auch den Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen, helfen kann und sind bereit, auch über das zugewiesene Kontingent hinaus Menschen aus der Ukraine bei uns aufzunehmen.“

Stefan Fischer vom DRK-Düsseldorf, Sprecher der Liga Wohlfahrt Düsseldorf: „Jetzt ist es entscheidend, sich rasch auf eine geordnete Aufnahme vorzubereiten, natürlich auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die sechs Düsseldorfer Wohlfahrtsverbände und ihre angeschlossenen Mitgliedsverbände stehen zur Zusammenarbeit mit Stadt und Land bereit.“

Landeshauptstadt koordiniert Ukraine-Hilfsangebote

Immer mehr Düsseldorferinnen und Düsseldorfer wollen im Moment den Menschen aus der Ukraine helfen. Sie bieten aktuell zum Beispiel Geld, Sachspenden oder Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtende an. Die Stadt will diese Hilfsangebote jetzt koordinieren. Es sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe anbieten. Aber auch Firmen wie zum Beispiel die Rheinbahn oder auch viele Hotels und Immobilienunternehmen. Weil immer mehr Menschen aus der Ukraine fliehen müssen, hat die Stadt jetzt eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, die die Strukturen von 2015 nutzt, heißt es aus dem Amt für Migration. Düsseldorf steht für die Unterbringung von Flüchtenden auch im Austausch mit anderen Städten und den Sozialverbänden. Es würden zurzeit alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten geprüft. Zentrale Mailadresse der Stadt für Hilfsangebote: ukraine-hilfe@duesseldorf.de. Quelle: Antenne Düsseldorf

Sanktionen treffen weite Teile auch des Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbaus

Unser Maschinenbau rechnet mit spürbaren Auswirkungen infolge der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. „Die neuen Lieferverbote für diverse Güter nach Russland erfassen weite Teile des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus“, erklärte VDMA-Hauptgeschäftsführer Brodtmann: „Sie betreffen Exporte im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro. Es gilt nun, die Sanktionsbedingungen und deren Auswirkungen im Detail zu analysieren.“ Möglich seien auch noch Gegensanktionen von russischer Seite. Mit gut 3400 Mitgliedern ist der VDMA die größte fachpolitische Netzwerkorganisation und wichtiges Sprachrohr des Maschinenbaus in Deutschland und Europa. Der Verband vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Interessen dieser einzigartigen und vielfältigen Industrie. Die meisten Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauer sind auch Mitglied in der Verbänden der Unternehmerschaft Düsseldorf.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sagte in einer Stellungnahme wörtlich:

„An erster Stelle steht die Sorge um das Wohl der Menschen in der Ukraine. Daraus ergibt sich auch die Herausforderung, mit wirksamen und konsequenten Sanktionen zu einem Ende der Gewalt beizutragen.

Die Sanktionen, die von der Europäischen Union aufgrund des völkerrechtswidrigen russischen Überfalls auf die Ukraine erlassen wurden, bedeuten eine grundsätzliche Neubewertung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Russland im Licht von Wladimir Putins systematischer Aggression.

Die neuen Lieferverbote für diverse Güter nach Russland erfassen weite Teile des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus. Sie betreffen Exporte im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro.
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Es gilt nun, die Sanktionsbedingungen und deren Auswirkungen im Detail zu analysieren.
Gegensanktionen auch von russischer Seite sind möglich, dennoch bleibt es richtig, die Aggression gegen die Ukraine hart zu sanktionieren. Im Technologie- und Investitionsgüterbereich spielen russische Hersteller eine weitestgehend untergeordnete Rolle.“