Rheinmetall gewinnt „2021 Technology Innovation Award“ für Hochvolt-Pyrofuse-System

Die Transformation zur Elektromobilität bringt auch den Bedarf an neuen Sicherheitssystemen mit sich. Der Technologiekonzern Rheinmetall hat nun im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie ein Pyrofuse-System entwickelt und damit den „2021 China Automotive & Parts Industry Developing & Innovation Award“ gewonnen. Die Preisverleihung, die einmal jährlich vom angesehenen Automobilfachmagazin ‘Automobile & Parts’ ausgerichtet wird, fand Ende 2021 statt.

Die kompakte Pyrofuse-Komponente, ein pyrotechnisches Sicherheitsschaltersystem entwickelt von der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators, hebt sich deutlich von den Mitbewerbern ab und gewinnt den Preis im Bereich New Energy.

Rheinmetalls Hochvolt-Pyrofuse sorgt für den sicheren Betrieb von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), Plug-in Hybriden (PHEV) und Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb (FCEV). Das System trennt die Batterie oder das DC-Ladegerät im Falle eines Notfalls wie zum Beispiel einem Unfall, einer Kollision oder einem Kurzschluss und reduziert so mögliche Gefahren für Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte. Das System hat eine ultraschnelle Reaktionszeit von unter einer Millisekunde und unterbricht sofort die Stromzufuhr.

Die Sicherheitskomponente von Rheinmetall ist ausgelegt für eine Betriebsspannung von 450 bis 1000 Volt Gleichspannung (DC) und trennt hohe Ströme bis 30 Kiloampere (kA) zuverlässig bei Temperaturen von bis zu 120 °C. Das Pyrofuse-System ist hinsichtlich des elektrischen Innenwiderstands (<30 μ Ohm) führend in seinem Bereich und reduziert zudem Leistungsverluste und die thermische Eigenerwärmung.

Weitere Vorteile sind das geringe Gewicht und die kosteneffiziente Bauweise sowie die Fähigkeit, Kurzschlussströme ohne Austritt von leitenden und heißen Gasen abzuschalten. Darüber hinaus ist das System auch mit einem integrierten Stromsensor erhältlich, dadurch können Kosten, Bauraum und Montageaufwand eingespart und die Anpassung der Komponenten vereinfacht werden.

Mit dem Wandel zur E-Mobilität und den neuen Marktanforderungen werden Pyrofuse-Systeme in Elektrofahrzeugen zunehmend breite Anwendung finden und das Technologiesegment wird sich rasant entwickeln. Rheinmetall wird als Innovationsführer seine Vorteile weiter ausbauen und den technologischen Fortschritt im Bereich Mobilität und Sicherheit vorantreiben.

Der Konzern verfügt über langjährige Expertise in der Pyrotechnik und hat Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum entwickelt und produziert. Für Kunden aus der Automobilbranche hat Rheinmetall Airbag-Zünder in großen Stückzahlen gefertigt. Auch Gurtstraffer verfügen über pyrotechnische Lösungen von Rheinmetall, die im Gefahrenfall sensorgesteuert sofort reagieren. Pyrotechnische Munition von Rheinmetall kommt bei polizeilichen wie militärischen Anwendern zum Einsatz, wenn Gegner zum Beispiel durch Knall- oder Blitzeffekte handlungsunfähig gemacht werden sollen. Spezielle Nebel- oder Leuchtmunition kann Einsatzkräfte schützen oder diesen in geeigneten Situationen entscheidende taktische Vorteile verschaffen.

Mobiles Arbeiten: Beteiligte wissen am besten, wie es klappt

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte einen Erörterungsanspruch auf Homeoffice durchsetzen. Doch sein Vorhaben lässt viel Interpretationsspielraum – im schlimmsten Fall müssten sich Arbeitsgerichte mit Klagen auseinandersetzen. Dabei wissen die Beteiligten am besten, wie mobiles Arbeiten in Zukunft gelingen kann.

Neue Regierung, neues Glück: Im ersten Jahr der Corona-Pandemie, als Millionen Beschäftigte auf einen Schlag ins Homeoffice ausweichen musste, wollte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein Recht auf eben jenes per Gesetz festzurren. Doch die Union, der damalige Koalitionspartner, stellte sich quer. Mit den Grünen und der FDP startet Heil nun einen zweiten Versuch. Ein sogenannter gesetzlicher Erörterungsanspruch soll sicherstellen, dass Beschäftigte ihren Homeoffice-Wünschen mehr Nachdruck verleihen können. Der Arbeitgeber darf nur ablehnen, wenn betriebliche Belange dagegensprechen.

Was zunächst eingängig klingt, dürfte in der Praxis allerdings mit einer großen Rechtsunsicherheit verbunden sein. Können sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht einigen, müssten im Extremfall Arbeitsgerichte entscheiden. Situationen, die auf den ersten Blick das Arbeiten im Homeoffice erlauben, können aus Sicht der Unternehmen mit Umständen verbunden sein, die diesem im Wege stehen: Gerechtigkeitsabwägungen unterschiedlicher Abteilungen spielen genauso eine Rolle wie die Beeinträchtigung von Arbeitsprozessen, die Eignung des betreffenden Mitarbeiters oder eine fehlende Vertrauensbasis. Eine neue IW-Auswertung zeigt, dass derartige Erwägungen, die zwangsläufig subjektiv sind, eine wichtige Rolle spielen. 

Ein weiteres Problem: Es ist zu befürchten, dass die Beweislast bei der Arbeitgeberseite liegen wird, was aufgrund der bürokratischen Lasten besonders kleine Unternehmen treffen würde. Sinnvoller wäre es daher, regelmäßig zu prüfen, welche Rahmenbedingungen für Betriebe und Beschäftigte förderlich sind, um einerseits die Zufriedenheit und Gesundheit der Belegschaft und andererseits die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe in Einklang zu bringen. Unternehmen und Beschäftigte müssen daher in einem konstruktiven Dialog spezifische Lösungen über das Ob und Wie des Homeoffice finden. Der Erörterungsanspruch birgt in seiner jetzigen Form das Risiko, diesen Aushandlungsprozess aus der Balance zu bringen.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft; Oliver Stettes

Rheinmetall stattet die Bundespolizei und die Bereitschaftspolizeien der Länder mit neuem Einsatzfahrzeug aus

Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag im Bereich des strategischen Schlüsselmarktes Innere Sicherheit erhalten. Das Beschaffungsamt des BMI hat dem Düsseldorfer Technologiekonzern den Zuschlag über die Lieferung des neuen geländegängigen, geschützten Mehrzweckfahrzeugs des Typs Survivor R als neuem „Sonderwagen 5“ erteilt. Der Auftrag umfasst eine feste Liefermenge von 55 Fahrzeugen in den Varianten für die Bundespolizei sowie auch für die Bereitschaftspolizeien der Länder. Der Vertrag umfasst ein hohes zweistelliges MioEUR-Volumen, wobei sich das gesamte Auftragsvolumen durch vereinbarte Optionen für weitere Fahrzeuge noch in den dreistelligen MioEUR-Bereich erhöhen kann.

Mit diesem Erfolg konnte sich Rheinmetall in einer europaweiten Ausschreibung erfolgreich gegen den Wettbewerber durchsetzen.

Die Survivor R sollen das vor 35 Jahren eingeführte Vorgängermodell „Sonderwagen 4“ ablösen. Im ersten Schritt ist für 2022 die Lieferung von zwei Musterfahrzeugen geplant, mit denen umfangreiche Erprobungen einschließlich einer vollständigen Schutzzertifizierung durchgeführt werden. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge beginnt voraussichtlich 2023 und soll 2026 abgeschlossen sein.

Während der anschließenden Nutzungsphase von bis zu 30 Jahren übernimmt Rheinmetall auch einen in Drei-Jahres-Schritten verlängerbaren Rahmenvertrag für die Wartung und Instandhaltung sowie auch die logistische Betreuung der Fahrzeuge an den Standorten der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizeien der Länder.

Für Rheinmetall bedeutet der Auftrag den erfolgreichen Ausbau des wachsenden Marktsegmentes Public Security. Zudem gilt das Vorhaben als Leuchtturmprojekt für weitere europäische Fahrzeugbeschaffungen durch Polizei und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Die deutschen Landespolizeien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen nutzen eigene Varianten dieses äußerst beweglichen und hervorragend geschützten

Fahrzeugs bereits als Einsatzmittel für ihre Spezialkräfte. Hier musste sich der Survivor R in zahlreichen Einsätzen bis hin zum scharfen Beschuss bewähren und konnte dabei stets erfolgreich Leib und Leben der Einsatzkräfte schützen.

Entwickelt wurde der Survivor R in Kooperation mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner, der bei dem jetzt beauftragten Großvorhaben als Unterauftragnehmer fungiert. Die Endmontage und Übergabe der Serienfahrzeuge erfolgt bei der Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kassel.

Der Survivor R basiert auf einem leistungsstarken 4×4 Lkw-Fahrgestell von MAN.

Rheinmetall – Partner der Sicherheitskräfte

Rheinmetall ist seit vielen Jahren ein Partner der Sicherheitskräfte in Deutschland und Europa. Zum Produktportfolio im Bereich Public Security gehören unter anderem Komponenten für ballistische Schutzausstattung, Spezial-Wirkmittel für polizeiliche Einsätze, Optik und Optronik zur Aufklärung und Überwachung bei Tag und Nacht, Systeme zur Drohnendetektion und -abwehr sowie geschützte Einsatzfahrzeuge.

BIP-Wachstum von 3,5 Prozent und Export-Plus von vier Prozent in diesem Jahr

Für eine Industrienation, die Tag für Tag im weltweiten Wettbewerb steht, sei das bloße Aufrechterhalten von Aktivitäten zu wenig, warnt BDI-Präsident Siegfried Russwurm auf der Pressekonferenz zum Jahresauftakt. Die Politik müsse jetzt den Fortschritt organisieren.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) blickt mit verhaltener Zuversicht auf die wirtschaftliche Erholung in der Industrie. „Die Auftragsbücher sind voll, die Produktion hält jedoch nicht mit der Nachfrage Schritt. Pandemiebedingte Einschränkungen und Lieferengpässe beeinträchtigen große Teile der Wirtschaft“, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Donnerstag in Berlin. Der Wirtschaft könne ein weiteres Stop-and-Go-Jahr drohen. Mit den richtigen Rahmenbedingungen bestehe aber auch die Chance, dass das neue Jahr das Jahr mit der stärksten Wirtschaftsdynamik seit 2010 werde.

Für Deutschland erwarte der BDI in diesem Jahr einen BIP-Zuwachs in einer Größenordnung von 3,5 Prozent – nach 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Die deutschen Exporte würden in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr wohl um vier Prozent zulegen – und damit gerade einmal halb so viel wie im vergangenen Jahr.

Die Industrie sieht sich dem BDI zufolge mit massiven Störungen ihrer globalen Lieferketten konfrontiert. Viele Betriebe in der Automobil-, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau leiden demnach unter Lieferengpässen. „Diese Engpässe bremsen die industrielle Wertschöpfung in den Jahren 2021 und 2022 um jeweils mehr als 50 Milliarden Euro aus“, sagte Russwurm. „Trotz voller Auftragsbücher werden fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe die Produktion noch längere Zeit beeinträchtigen.“

Angesichts der Risiken sei die Wirtschaft umso mehr auf Verlässlichkeit und Berechenbarkeit angewiesen – auch im Mittelstand: „Oberste politische Priorität muss in diesem Jahr die Stärkung des Industrie-, Export- und Innovationstandorts haben. Denn die Industrie ist auch 2022 der Motor, der Wirtschaft und Wohlstand unseres Landes antreibt“, betonte der BDI-Präsident.

Für eine Industrienation, die Tag für Tag im weltweiten Wettbewerb steht, sei das bloße Aufrechterhalten von Aktivitäten zu wenig, sagte Russwurm. Auch eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau reiche nicht aus: „Die Politik muss den Negativtrend der vergangenen Jahre umkehren, über die Krisenbewältigung hinaus die Schlagzahl erhöhen und einen Wachstumskurs einschlagen.“

Der BDI-Präsident forderte die neue Bundesregierung auf, sich zügig und mit ganzer Kraft um die Umsetzung des Fortschritts zu kümmern: „Jetzt ist es an der Zeit zu beweisen, wie viel Aufbruch tatsächlich in der Ampel steckt und ob sie ihrem selbst gesetzten Anspruch als ‚Fortschritts-Koalition‘ gerecht wird.“ Hohe Energiekosten, schleppender digitaler Wandel, mangelnde Infrastruktur-Investitionen, lähmende Regierung und hohe Steuern – all das mache den Standort immer weniger attraktiv für Unternehmen aus dem In- und Ausland.

Die Omikron-Variante sei ein Risiko für die wirtschaftliche Erholung. „Für eine im internationalen Wettbewerb stehende Industrienation braucht es dringend einen einheitlichen, evidenzbasierten Langzeitplan zur Eindämmung der Pandemie“, warnte der BDI-Präsident. Vor allem verlangte er von der Corona-Politik in Bund und Ländern verlässlichere Daten. Für die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit sei es völlig inakzeptabel, dass Gesundheitsämter nicht – oder zu spät – Zahlen übermitteln, Testzentren nicht auf Hochtouren arbeiten oder systematisch erhobene Daten über Corona-Patienten auf Intensivstationen fehlen.

„Mehr Daten würden das Ende der Pandemie beschleunigen und wirksamer die Lücken in der Impfkampagne schließen“, sagte der BDI-Präsident. Nach wie vor sei Impfen die beste Medizin gegen das Virus. Im Interesse aller dürfe sich Deutschland – nach sorgfältiger Abwägung – daher auch einer Impfpflicht als Ultima Ratio nicht verweigern.

Die akute Coronakrise dürfe sich keinesfalls zu einer chronischen Wirtschafts- und Gesellschaftskrise auswachsen. „Es muss gelingen, die Krise als Chance zu nutzen und gestärkt aus ihr hervorzugehen. Schaffen wir nicht nur ein ‚New Normal‘, sondern ein ‚Better Normal‘“, unterstrich Russwurm. Es müsse darum gehen, rechtzeitig Fortschritt zu organisieren für ein Leben nach Corona. „Komplexe Transformationen wie die Digitalisierung oder Dekarbonisierung lassen sich nicht ohne, sondern nur mit der Wirtschaft gestalten.“

Mit Blick auf die Klimaneutralität bis 2045 forderte der BDI-Präsident mehr staatliches Engagement. „Die Regierung muss dafür sorgen, dass sich die Investitionen der Unternehmen und der Bürgerinnen und Bürger in Klimaschutz wieder lohnen – mit Superabschreibungen, einem massiven und schnellen Infrastrukturausbau und schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren. Bei der Umsetzung der Energiewende müssen wir ab sofort in Monaten statt in Jahren denken.“

Klimapolitik sei nur international erfolgreich. Russwurm forderte daher die Bundesregierung auf, sich bei der vor wenigen Tagen gestarteten deutschen G7-Präsidentschaft für mehr internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel einzusetzen, etwa durch die Gründung von Klimaclubs. Deutschland bleibe ein Importland für Energie, selbst wenn die Energieträger langfristig CO2-neutral sein werden. Strategische Souveränität und Nicht-Erpressbarkeit blieben auch in dieser Dimension eine Kernaufgabe deutscher Außen- und Wirtschaftspolitik.

Die Wirtschaft ist laut BDI auf einen modernen Staat mit einer nutzerfreundlichen, agilen und digitalen Verwaltung angewiesen. Die Unternehmen seien Poweruser der Behörden – mit durchschnittlich mehr als 200 Kontakten pro Jahr. Russwurm: „Es braucht weniger Belastungen, weniger Bürokratie, weniger Steuern – und bessere Infrastruktur, mehr Anreize für Innovationen und Investitionen.“

Andrea Haupt leitet SSB – Kooperation mit der Unternehmerschaft – „großer Respekt“

Andrea Haupt wird die neue Geschäftsführerin beim Stadtsportbund Düsseldorf e.V (SSB). Damit wird sie die Nachfolgerin von Ulrich Wolter, der zum Jahresende nach 33 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand geht. Zwischen der Unternehmerschaft Düsseldorf und dem SSB gibt es eine Kooperation. Ziel ist es Sport & Wirtschaft, Sportlerinnen und Sportler, mit den Betrieben besser zu vernetzen.

Die 58-Jährige ist derzeit Vizepräsidentin des Stadtsportbundes und seit 2012 geschäftsführender Vorstand beim SFD 75, der im Sportpark Niederheid beheimatet ist. Der SFD ist mit seinen über 2500 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Stadt. Andrea Haupt ist dem Sport seit 1984 verbunden, damals hat die gelernte Bürokauffrau das erste Amt im SFD übernommen. Seitdem hat sie im Klub verschiedene Positionen ausgefüllt und beim Landessportbund alle relevanten Weiterbildungen etwa zum Thema Vereinsmanagement gemacht.

„Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe als Geschäftsführerin des Stadtsportbundes“, sagt Andrea Haupt, „aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit dem tollen Team und dem Präsidium den Sport in Düsseldorf weiter nach vorn bringen können.“ Andrea Haupt weiß, worauf es beim SSB ankommt, sie gilt als Teamplayerin und hat in den letzten Jahren schon verschiedene Projekte übernommen, derzeit koordiniert sie zum Beispiel das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“. „Eine unserer Aufgaben ist es, die erfolgreiche Arbeit des Stadtsportbundes bekannter zu machen“, sagt Andrea Haupt, „deshalb haben wir vor kurzem unsere Öffentlichkeitsarbeit auch auf Social Media ausgeweitet. Wir wollen dort zeigen, welche gute Arbeit die Sportvereine in der Stadt für Erwachsene, Jugendliche und Kinder leisten und sie dabei noch besser unterstützen.“

Der Stadtsportbund hat in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag gefeiert. Am 14. Oktober 1946 wurde er unter dem Namen Ortsverband Düsseldorfer Sportvereine (ODS) ins Vereinsregister der Stadt Düsseldorf eingetragen. Anfangs war es die Aufgabe, den organisierten Sportbetrieb nach dem zweiten Weltkrieg wieder ans Laufen zu bekommen und etwa dafür zu sorgen, dass das nach dem Krieg beschlagnahmte Vereinsvermögen und auch die Sportanlagen nach und nach wieder an die Klubs zurückgegeben werden. 75 Jahre später sind die Aufgaben vielfältiger geworden. Heute organisiert der Stadtsportbund etwa die Sportangebote im offenen Ganztag, verwaltet über den Pakt für den Sport knapp zwei Millionen Euro Fördergelder für die Vereine, bietet mit dem Sportactionbus ein pädagogisches Angebot, vermietet die über 200 Sporthallen in der Stadt und vertritt die Interessen der über 440 Sportvereine und Betriebssportgruppen gegenüber der Stadt, der Politik und dem Landessportbund.

Stefan Fischer zum Sprecher der Liga Wohlfahrt Düsseldorf ernannt

Stefan Fischer, Vorstandsvorsitzender des DRK-Düsseldorf, sieht die Liga Wohlfahrt Düsseldorf in einer zentralen Rolle, die sozialen Herausforderungen nach zwei Jahren Pandemie zu bewältigen. Der neue Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände löst in diesem Jahr Iris Bellstedt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband ab.

„Besonders in den vergangenen zwei Jahren haben sich auch in der Landeshauptstadt soziale wie wirtschaftliche Missverhältnisse weiter verstärkt“, beschreibt Fischer die Ungleichheit der Lebensumstände einer großen Anzahl Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Vor allem wirtschaftlich und sozial benachteiligte Familien und Einzelpersonen würden stark unter den Einschränkungen während der Pandemie leiden. Schul- und Kitaschließungen, eine leider sehr angespannte Lage in der Pflege und die rasante Digitalisierung seien nur einige Beispiele, die vielen Menschen das Leben erheblich erschwert haben. „Unsere Aufgabe als Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände ist nun, gegenzusteuern“, so Fischer.

Stefan Fischer bekleidet in 2022 bereits zum dritten Mal das Amt des Liga-Sprechers. Die Liga-Eule – der symbolische Staffelstab – wurde ihm am 12. Januar von Iris Bellstedt, Kreisgruppengeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und Liga-Sprecherin des Jahres 2021, im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und DRK-Botschafter Dr. h. c. Horst Klosterkemper im Rathaus der Stadt Düsseldorf überreicht. Während des laufenden Jahres will der neue Sprecher Schwerpunkte in den Bereichen Pflege und Altenhilfe sowie auf die Themen Kinder-, Jugendhilfe und Gesundheit legen. Außerdem stehen die Flüchtlingshilfe und die Integration auf der Agenda. So sollen beispielsweise die Zentren Plus im Stadtgebiet und auch die Welcome-Points für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung ausgeweitet werden sowie verstärkt Anstrengungen im Bereich der Personalgewinnung von Pflegefachkräften unternommen werden.

Sechs starke Partner vertreten die Interessen sozial Benachteiligter
Mit rund 10.400 hauptamtlichen Mitarbeitern und 7.500 ehrenamtlichen Helfern gehört die Arbeitsgemeinschaft, die aus Arbeiterwohlfahrt, Caritas-Verband, Diakonie, Deutschem Roten Kreuz, Jüdischer Gemeinde und Paritätischem Wohlfahrtsverband besteht, zu den großen Arbeitgebern in Düsseldorf. Die Angebote der Verbände in den rund 600 Einrichtungen richten sich an Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren sowie an Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige, von Armut Betroffene, Menschen mit Migrationshintergrund und Langzeitarbeitslose oder junge Menschen ohne Ausbildung.
Die Verbände verfolgen in der Liga gemeinsame Ziele: Die Weiterentwicklung der sozialen Arbeit in Düsseldorf und die Sicherung bestehender Angebote. Als Arbeitsgemeinschaft koordiniert die Liga die Zusammenarbeit der Mitgliedsverbände und steht politischen Entscheidungsträgern als Ansprechpartner in sozialen Fragen zur Verfügung.

Auch in unserer Stadt: geboostert = 2Gplus

In Nordrhein-Westfalen wird zum Donnerstag, 13. Januar, eine Anpassung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW erfolgen. Damit soll das Infektionsgeschehen gebremst und insbesondere die weitere Ausbreitung der Omikron-Variante eingedämmt werden. Mit der Änderung der Verordnung gilt auch in der Gastronomie die sogenannte 2G+-Regel. In Düsseldorf gelten damit ab kommenden Donnerstag ebenfalls die neuen Regelungen.

Geboosterte Menschen werden von der Testpflicht ausgenommen, sie brauchen in Bereichen, in denen 2G+ gilt, keinen tagesaktuellen Test. Dasselbe gilt für Menschen, die nach vollständiger Immunisierung von einer Infektion genesen sind.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick:

Weiteres wichtiges Schutzziel: Schutz der kritischen Infrastruktur
Der Expertenrat der Bundesregierung hat dringend vor einer Gefährdung der kritischen Infrastruktur durch eine Vielzahl von Personalausfällen (Infektionen und Quarantäne) gewarnt. Dies wird damit als Ziel der Verordnung auch klar benannt. Neben der beschlossenen Anpassung der Quarantäneregelungen ist dafür vor allem die Begrenzung der Gesamt-Infektionszahlen erforderlich, weshalb die Gesamtinzidenz neben der Hospitalisierungsinzidenz wieder ein wesentlicher Indikator für die Erforderlichkeit der Schutzmaßnahmen wird. Der Automatismus von Anpassungen von Schutzmaßnahmen bei Veränderungen der Hospitalisierungsinzidenz entfällt folgerichtig.

2G+ in der Gastronomie
Die Zugangsbeschränkung auf immunisierte Personen, die zusätzlich über einen aktuellen Test verfügen müssen, galt bislang bei der Sportausübung in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten. Ab dem 13. Januar 2022 gilt die Regel darüber hinaus auch in der Gastronomie, sofern sich die Nutzung nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt. Hier müssen auch immunisierte Personen daher zukünftig zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, mit sich führen.

Ausnahme von der Testpflicht für geboosterte oder genesene Personen
Die zusätzliche Testpflicht in Bereichen, in denen 2G+ gilt, entfällt für immunisierte Personen, die zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung (gemäß Bundesrecht) entweder über eine Auffrischungsimpfung verfügen oder in den letzten drei Monaten von einer Infektion genesen sind. Die Ausnahme gilt für alle Anwendungsbereiche von 2G+, also auch etwa für den Sport in Innenräumen. Sie gilt unmittelbar ab Erhalt der Auffrischungsimpfung.

Testungen vor Ort
An Orten, an denen ein Test für den Zutritt nötig ist (also bei 3G und bei 2G+), kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden, so etwa beim Zutritt eines Fitnessstudios unter der Aufsicht des Empfangspersonals oder bei der Sportausübung unter der Aufsicht des Trainers/Übungsleiters. Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen. Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung.

Maskenpflicht
Wegen der deutlich höheren Infektiosität der Omikron-Variante werden die Ausnahmen von der Maskenpflicht reduziert und die Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Masken ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Warteschlangen im Freien und bei Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine 3G- oder 2G-Zugangsregelung gilt.

Vereinheitlichung bei Großveranstaltungen
Bisher galt schon die Zuschauerobergrenze von 750 Personen für Großveranstaltungen. Dies gilt künftig einheitlich auch für überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele etc.

Regelungen zum Umgang mit Quarantäne
Bis Anfang nächster Woche ist mit der Anpassung der RKI-Empfehlungen zum Kontaktpersonenmanagement zu rechnen. Hierdurch werden unter anderem im Bereich Quarantäne bundeseinheitliche Maßstäbe zum Umgang mit geimpften, genesenen und geboosterten Personen gesetzt. Die Anpassung der Test- und Quarantäneverordnung des Landes erfolgt im Anschluss.

Insgesamt sind 75 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. 46 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Aufgrund des erhöhten Schutzes wird die Auffrischungsimpfung dringend empfohlen, sofern der von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlene Mindestabstand eingehalten wird. Mit der Änderung der Verordnung werden nun Ergänzungen der Schutzmaßnahmen gerade auch mit Blick auf die Herausforderungen der Omikron-Variante und der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur vorgenommen. Die wichtigen AHA+L-Standards im Alltag bleiben für alle Menschen, unabhängig von ihrem Impfstatus, von großer Bedeutung. Neben einer eigenverantwortlichen Begrenzung der Kontakte, der Einhaltung der Hygienemaßnahmen und regelmäßigem Lüften sollte im Vorfeld von Zusammenkünften auch ein freiwilliger Schnelltest durchgeführt werden.

Die Coronaschutzverordnung gilt in dieser Fassung einstweilen bis zum 7. Februar 2022.

Weitere Infos dazu gibts beim Land NRW!

Elektrifizierungsstrategie: Rheinmetall startet mit US-Spezialisten Joint Venture für E-Mobility und Green Energy

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall gründet im Zuge seiner Elektrifizierungsstrategie mit dem amerikanischen Start-up-Unternehmen PolyCharge America, Inc. ein Joint Venture zur Produktion, Entwicklung und Vermarktung von DC-Link Kondensatoren. Dahinter steht die Zielsetzung, in den stark wachsenden Märkten der Elektromobilität und Industrieanwendungen sowie der dafür benötigten Subsysteme und Komponenten künftig mit innovativen Produkten vertreten zu sein.

Das neue Joint Venture-Unternehmen Rheinmetall PolyCharge GmbH steht unter mehrheitlicher Führung Rheinmetalls (75%). Die verbleibenden 25% der Anteile hält PolyCharge. In dieser Konstellation stellt sich Rheinmetall insbesondere im Bereich der Automobilzulieferung und auch bei seinen militärischen Kunden für den steigenden Bedarf an Komponenten für E-Mobility und Green Energy auf.

Bei dem in Entwicklung befindlichen „Rheinmetall PowerPack“-System für batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge (BEV) spielen hochentwickelte DC-Link-Kondensatoren von PolyCharge eine wichtige Rolle. Rheinmetall verspricht sich für die neue PowerPack-Lösung verbesserte Effizienz und Reichweiten und damit Marktchancen mit großem Wachstumspotenzial.

In der engen operativen Partnerschaft mit PolyCharge sichert sich das Rheinmetall-Joint Venture das exklusive Recht an der Produktion und Vermarktung von DC-Link-Kondensatoren mit der speziellen NanoLam-Technologie in Europa.

Um die enge Kooperation mit PolyCharge zu untermauern, wurde gleichzeitig ein Anteilserwerb durch Rheinmetall in Höhe von rund 13% an der in Tucson, AZ ansässigen US-Gesellschaft getätigt. Hinsichtlich des Finanzvolumens der Transaktion haben die beiden Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

„Die Gründung des Joint Ventures ist ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen unserer Transformationsstrategie und bietet den Kunden im automobilen und industriellen Sektor zukünftig Spitzentechnologie für die Elektrifizierung,“ so Rene Gansauge, CEO Division Sensors and Actuators. “Die hochmoderne NanoLam-Technologie ermöglicht es uns, ein Produkt anzubieten, das gegenüber herkömmlichen Lösungen wesentlich kleiner und leichter ist und bei höheren Temperaturen arbeiten kann. Dies stellt einen deutlichen technologischen Vorteil dar und garantiert, dass Rheinmetall PolyCharge gut positioniert ist, um dem wachsenden Bedarf an diesen Technologien zu begegnen.“

Steven Yializis, Chief Operating Officer PolyCharge America: „Die Diversifizierung der Produktionsbasis von PolyCharge ist von entscheidender Bedeutung für den Übergang zur Großserienproduktion von NanoLam-Kondensatoren für die Automobil-, Luftfahrt- und Industriemärkte. Die technische Tiefe, das Anwendungs-Know-how und die starke Präsenz von Rheinmetall in Europa machen den Konzern zu einem idealen Partner, der eine schnelle Expansion in diesem wichtigen und wachsenden Markt ermöglicht.“

Die neuen PolyCharge-Kondensatoren mit NanoLam-Technologie basieren auf Submikrometer-dünnen, dielektrischen Polymerschichten, die eine optimierte Kühlung und eine verbesserte Performance ermöglichen.

PolyCharge ist ein technologisch führender Anbieter dieser Komponenten, deren wesentlicher Vorteil die thermische Stabilität, Lebensdauer und Leistungsdichte ist.

Angesiedelt werden die Aktivitäten des Mehrheits-Joint Ventures künftig bei der Rheinmetall-Division Sensors and Actuators, welche die Elektrifizierungsstrategie des Konzerns vorantreibt und Weiterentwicklungen für den Beyond-Automotive- und industriellen Bereich umsetzt.

PolyCharge: Ein Unternehmen mit zukunftsweisender Kondensatortechnologie

PolyCharge ist ein amerikanisches Unternehmen, das von Sigma Technologies gegründet wurde, um seine innovative NanoLam-Technologie zu vermarkten. Am Hauptsitz und Produktionsstandort in Tucson, AZ (USA) beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

PolyCharge bietet mit seiner Produktpalette zukunftsentscheidende Lösungen für den Bereich der Elektromobilität und der erneuerbaren Energien sowie für Medizin-, Luft- und Raumfahrt- sowie Industrieanwendungen.

Mercedes-Benz erlebt starke Nachfrage, Absatz bei High-End-Modellen und Elektroautos auf Höchststand

In der Factory 56 im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen rollt ab sofort die Elektro-Limousine Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ (Stromverbrauch kombiniert (WLTP*): 23,4–21,1 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, elektrische Reichweite WLTP: 529-586 km) vom Band. *Stromverbrauch und Reichweite wurden auf Grundlage der VO 2017/1151/EU ermittelt.;Stromverbrauch kombiniert (WLTP*): 23,4–21,1 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, elektrische Reichweite WLTP: 529-586 km*
The Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ (combined electrical consumption (WLTP*): 23,4–21,1 kWh/100 km, combined CO2 emissions: 0 g/km, electric range WLTP: 529-586 km) electric sedan starts to leave the production line at Factory 56 in the Mercedes-Benz Sindelfingen plant. * Power consumption and range were determined on the basis of Regulation 2017/1151/EU.;Combined electrical consumption (WLTP*): 23,4–21,1 kWh/100 km, combined CO2 emissions: 0 g/km, electric range WLTP: 529-586 km*

Die Nachfrage nach Fahrzeugen von Mercedes-Benz ist ungebrochen hoch. Für das Jahr 2021 vermeldet das Unternehmen neue Absatzrekorde bei Mercedes-Maybach, Mercedes-AMG und bei der  G-Klasse – ein Beleg für die Stärke der wertvollsten Luxusmarke im Automobilsektor.

Die Auslieferungen von elektrischen Mercedes-Benz Pkw und Plug-in-Hybrid-Modellen belaufen sich auf den Rekordwert von 227.458 Einheiten (+69,3 %), davon 48.936 rein batterieelektrische Pkw (BEV) der Marke Mercedes-EQ (+154,8 %). Inklusive smart und Mercedes-Benz Vans wurden sogar mehr als 99.000 batterieelektrische Fahrzeuge ausgeliefert. Seit der Verkaufsfreigabe des EQS im August 2021 sind bereits 16.370 Bestellungen für das vollelektrische Flaggschiff eingegangen. Die Markteinführung des EQS in den beiden größten Märkten – den Vereinigten Staaten und China – erfolgte dabei erst im Dezember, sodass mit einer dynamischen Entwicklung der Auftragseingänge zu rechnen ist.

Insgesamt übergab Mercedes-Benz Cars von Januar bis Dezember 2.093.476 Pkw (- 5,0 %) an die Kundinnen und Kunden. Die Nachfrage nach Mercedes-Benz Pkw und Vans ist in allen Segmenten und in allen Regionen sehr hoch. Allerdings bremste der branchenweite Mangel an Halbleitern die Auslieferung von neuen Fahrzeugen stark aus. Für das vierte Quartal des Jahres 2021 ergibt sich daher ein Absatzrückgang von 24,7 %.

Britta Seeger, Mitglied des Vorstandes der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Vertrieb: „In einem herausfordernden Jahr 2021 haben Maybach, AMG und die G-Klasse neue Absatzrekorde erzielt. Der Auftragseingang für den EQS – das Elektroauto mit der größten Reichweite auf dem Markt – ist sehr vielversprechend. Und mit dem Produktionsstart des ersten vollelektrischen AMG im Dezember eröffnen wir ein neues Kapitel für unser elektrisches Flaggschiff. Diese starke globale Nachfrage nach all unseren Marken gibt Mercedes-Benz Rückenwind auf dem Weg in ein neues, elektrisches Zeitalter.“

Mercedes-Benz unternimmt jede Anstrengung, um sicherzustellen, dass neue Fahrzeuge nach der Bestellung möglichst bald an die Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden können. Die Auftragseingänge werden bei der Einplanung der knappen Halbleiter-Kapazitäten für die Fahrzeugproduktion berücksichtigt. Die Situation bei der Versorgung mit Halbleitern bleibt jedoch volatil und es ist davon auszugehen, dass sie Produktion und Absatz in den bevorstehenden Quartalen weiterhin beeinflussen wird.

Bei den Auslieferungen der Mercedes-Benz S-Klasse ergibt sich ein Plus von 40 % auf insgesamt 87.064 Einheiten, wovon 35,5 % in China verkauft wurden. Die G-Klasse klettert mit 41.174 Fahrzeugen auf ein neues Allzeit-Hoch. Mercedes-AMG vermeldet mit 145.979 Einheiten (+16,7 %) ebenfalls einen Rekordwert. Mercedes-Maybach setzte die Rekordmarke von 15.730 Fahrzeugen (+ 50,7 %) ab und profitierte dabei von der hohen Nachfrage in China, wo pro Monat durchschnittlich mehr als 900 Mercedes-Maybach Fahrzeuge verkauft wurden.

Absatz von Mercedes-Benz Pkw nach Regionen und Märkten

In der Region Asien/Pazifik verkaufte Mercedes-Benz zwischen Januar und Dezember 1.009.763 Fahrzeuge (-1,6 %). Davon entfallen 758.863 Einheiten (-2 %) auf China. In Europa kam Mercedes-Benz auf einen Absatz von 696.136 Fahrzeuge (-11,2 %), davon 213.105 in Deutschland. In der Region Nordamerika wurden 318.456 Pkw (+0,3 %) an unsere Kundinnen und Kunden ausgeliefert, davon 276.102 (+0,4 %) in den Vereinigten Staaten.

Gemäß interner Berechnungen erwartet Mercedes-Benz, seine Ziele bei den durchschnittlichen Neufahrzeug-Flottenemissionen für das Jahr 2021 in Europa zu erreichen (inkl. Europäische Union, Norwegen und Island). Für das Jahr 2022 erwartet das Unternehmen eine weitere Reduktion bei Emissionen, da der Hochlauf von vollelektrischen und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen weiter an Fahrt gewinnt.

Mercedes-Benz Vans: Absatzplus im gewerblichen Segment für das Jahr 2021

Dank des starken ersten Halbjahres wurden 2021 insgesamt 334.210 gewerblich positionierte Mercedes-Benz Vans verkauft. Das ist ein Plus von 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aufgrund der Zuwächse in China (+11,3 %) und den Vereinigten Staaten (+4,8 %). In Europa zeigte sich der spanische Markt im Jahr 2021 besonders stark und wuchs um 23,2 %. In den USA war der Sprinter einmal mehr ein Erfolgstreiber, dort hat Mercedes-Benz Vans im Gesamtjahr 53.472 Einheiten (Sprinter und Metris) abgesetzt.

Mercedes-Benz Vans konnte im vierten Quartal 2021 die hohe Nachfrage aufgrund des Halbleitermangels nur mit Verzögerung bedienen. Im gewerblich orientierten Segment steht für das vierte Quartal ein Minus von 12,9 % zu Buche, verglichen mit dem Vorjahresquartal, das aufgrund von Nachholeffekten nach dem Beginn der COVID-19-Pandemie sehr stark ausgefallen war. Weltweit wurden im vierten Quartal 90.532 Einheiten von Sprinter, Vito und Citan ausgeliefert. Für die Region Europa sowie für die USA und Kanada ist der Absatz im vierten Quartal jeweils gesunken. In China hingegen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Absatzplus von 10,1 %.

Im gewerblichen Bereich wurden im vergangenen Jahr insgesamt 9.000 vollelektrische Transporter abgesetzt. Damit verdoppelte sich diese Zahl im Vergleich zu 2020, entsprechend steigt auch der Anteil von elektrischen Modellen an den verkauften Einheiten im gewerblichen Sektor. Der eVito Kastenwagen wird nach seinem Marktstart im Dezember weitere Kundinnen und Kunden für den Umstieg auf elektrischen Antrieb begeistern: Er kommt nun mit einer zusätzlichen Batterie-Variante und kann serienmäßig mit Gleichstrom schnellgeladen werden.

Klaus Rehkugler, verantwortlich für den Vertrieb von Mercedes-Benz Vans (dazu gehört auch das Düsseldorfer Sprinter-Werk): „2021 haben wir bei Mercedes-Benz Vans ein bemerkenswertes Ergebnis eingefahren – und das, obwohl wir mit einigen pandemiebedingten Herausforderungen umgehen mussten. Die Kundennachfrage nach unseren Produkten ist durchgängig hoch, die Zahl der Aufträge für unsere vollelektrischen Vans steigt sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich weiter an. Hinzu kommt, dass wir im vierten Quartal in Europa den Marktstart des neuen Citan als Kastenwagen und Kombi gefeiert haben und er direkt im Anschluss zum ‚International Van of the Year 2022‘ gewählt wurde.“

Nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie in gemischter Stimmungslage zum Jahreswechsel

Die Unternehmen der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie zeichnen zum Jahreswechsel 2021/22 ein gemischtes Stimmungsbild mit Licht und Schatten. Während die Betriebe die aktuelle Lage überwiegend positiv einschätzen, sind die Erwartungen für die nächsten Monate jedoch spürbar verhaltener. Dies ist das Ergebnis einer am Dienstag in Düsseldorf vorgelegten aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) zum Jahreswechsel 2021/2022, an der 455 Betriebe mit fast 140.000 Beschäftigten des bedeutendsten Industriezweigs des Landes teilgenommen haben. Für Zuversicht sorgten gut gefüllte Auftragsbücher, die Auftragslage werde so gut eingeschätzt wie seit Jahren nicht mehr. Völlig unsicher sei indes, ob die hohen Ordereingänge angesichts der unabsehbaren Auswirkungen von Pandemie und Lieferkettenproblemen auch tatsächlich abgearbeitet werden könnten. Die Produktion der Unternehmen habe das Vorkrisenniveau immer noch nicht erreicht. Zusätzlich setze die Unternehmen das transformationsbedingt enorme Veränderungstempo massiv unter Druck.

Der Präsident von METALL NRW, Arndt G. Kirchhoff, bezeichnete die Ergebnisse der Umfrage seines Verbandes als „ein gemischtes Stimmungsbild einer heterogenen Branche in höchst unsicheren Zeiten“. Er freue sich über die gegenüber dem Vorjahr eindeutig verbesserte Auftragslage. Ausdrücklich positiv bewerte er auch die trotz Industrie-Rezession und Corona stabile Lage bei Beschäftigung und Ausbildung in den M+E-Branchen. Diese Freude werde allerdings getrübt durch eine extrem hohe Volatilität, erhebliche Versorgungsengpässe und vor allem durch zum Teil absurde Aufschläge bei Rohstoff-, Energie-, Import- und Erzeugerpreisen. „Die Unternehmen trauen dem Braten noch nicht, dazu ist die Unsicherheit zu groß. Und das macht mir schon Sorgen“, betonte Kirchhoff. Die vielen Bestellungen aus dem In- und Ausland seien für die Unternehmen zwar eine gute Nachricht. Doch die massiven Materialengpässe verhinderten eine entsprechende Auslastung der Produktion und schmälerten die Umsätze. Über alle Branchen, Betriebsgrößen und Regionen hinweg sei fast jeder M+E-Betrieb in Nordrhein-Westfalen von Versorgungs- und Lieferproblemen betroffen. Vorprodukte, Rohstoffe und Materialien seien entweder gar nicht, nicht in der benötigten Menge, nicht in der benötigten Zeit oder nur zu deutlich gestiegenen Preisen verfügbar. „Diese Lage erleben wir schon seit einigen Monaten und wird uns aus heutiger Sicht noch weit in das Jahr 2022 hinein begleiten“, erklärte Kirchhoff.

Mit Blick auf die Investitionen zeichne sich nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten ein hoher Bedarf ab. Allerdings zeigten die Ertragserwartungen einen geringeren Handlungsspielraum an. Die gute Auftragslage werde zwar früher oder später auch umsatzwirksam, allerdings würden die zu erzielenden Margen spürbar durch höhere Beschaffungskosten geschmälert.