Arbeitgeber: „Zur Sicherstellung unserer Energieversorgung darf es keine Denkverbote geben“

Der brutale Überfall Russlands auf die Ukraine hat nach Auffassung der nordrhein-westfälischen Unternehmer die energiepolitischen Spielregeln für die Versorgungssicherheit Deutschlands binnen weniger Tage grundlegend verändert. Der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, schrieb in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag für den NRW-Wirtschaftsblog „Klartext im Westen“ (www.wirtschaftsblog.nrw), allen sei bewusstgeworden, dass die auf umfangreiche Lieferungen von Öl, Gas und Kohle aus Russland aufbauende Energieversorgung des Landes nun schnellstmöglich breiter aufgestellt werden müsse. „Der künftige Energie-Mix in Deutschland muss jetzt neu austariert werden“, so Kirchhoff. Er begrüße, dass die Politik gegenwärtig sämtliche Optionen prüfe, um die Versorgungssicherheit mit Energie zu jeder Sekunde zu gewährleisten. „Ich unterstütze das mit Nachdruck. Es darf dabei keine Denkverbote geben“, schrieb Kirchhoff.

Nach Überzeugung des NRW-Unternehmerpräsidenten haben sich durch den von Russland angezettelten Krieg gegen die Ukraine die strategischen Rahmenbedingungen fundamental verändert. Dem müsse sich Deutschland bei seiner Energie- und Mobilitätswende stellen. In den Planungen für den Weg zur Klimaneutralität spiele Gas als Brückentechnologie eine absolut zentrale Rolle. Gleichzeitig müsse allen bewusst sein, dass Deutschland bis auf weiteres nicht über genügend Erneuerbare Energien verfügen werde. Versorgungslücken müssten daher unbedingt vermieden werden. „Die Frage des ‚Wie‘ muss nun sorgfältig und mit der notwendigen Sachlichkeit geprüft werden“, betonte Kirchhoff. Er stelle weder die Klimaziele noch die Energiewende in Frage. Überhitzte Debatten und die Infragestellung von Jahreszahlen, die noch weit in der Zukunft lägen, seien nicht zielführend. Vielmehr gelte es, sich auf die unmittelbar anstehenden Entscheidungen zur Sicherung der Energieversorgung zu konzentrieren. Nachdrücklich wies Kirchhoff dabei auf die Bedeutung wettbewerbsfähiger Energiepreise für Wohlstand und Arbeitsplätze hin. „Beides – Versorgungssicherheit und Energiepreise – muss immer zusammen gedacht werden“, sagte der NRW-Unternehmerpräsident.

Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2022

Die Berufsfelderkundungen der DTBO finden in diesem Jahr vom 01.-06.04. statt. Trotz der aktuellen Coronalage sind bereits über 2000 Angebote für Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse im Portal verfügbar. Mit dabei sind zahlreiche Präsenzangebote und auch viele digitale Veranstaltungen.

Nun ist die zweite Buchungsphase für Schülerinnen und Schüler gestartet und sie können noch bis zum 16.03. Angebote buchen.

Viele hilfreiche Informationen und Unterlagen zur Vor- und Nachbereitung der Berufsfelderkundungen gibt es auf der begleitenden Website www.berufsorientierungstage.de

Speziell für Lehrkräft haben wir ein Padlet mit Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung erstellt. Mit Hilfe des Padlets sind die Jugendlichen sowohl auf digitale als auch auf Präsenzangebote bestens vorbereitet: https://padlet.com/kaoadus/aiby413g8qeym5f4

Persönliche Infos erhalten bei Ezgi Yildiz unter 0211.6690822 und yildiz@unternehmerschaft.de.

Virtuell geordert – bei der dritten digitalen Messe von ElectronicPartner

„Wissen, Trends, Hintergründe“ – unter diesem Motto lud ElectronicPartner vom 18. Februar bis 4. März 2022 erneut zur virtuellen Jahresveranstaltung ein. „Die hohen Teilnehmerzahlen bei den Workshops und das große Ordervolumen zeigen, dass unser Konzept funktioniert“, freut sich Friedrich Sobol, Vorstand ElectronicPartner.

Zahlreiche Hersteller waren innerhalb der hauseigenen B2B-Plattform INFONET mit digitalen Messeständen präsent und sorgten fünfzehn Tage lang für eine abwechslungsreiche Mischung aus aktuellen Produkthighlights, Messeangeboten und Hersteller-Workshops. Kompakt und prägnant gab es auf jedem virtuellen Stand die wichtigsten Key-Facts zu allen Neuheiten, oft mit lebendigen Bewegtbildern untermauert.

Ein umfassender Messekatalog mit allen Angeboten gab den Mitgliedern bereits vor der Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Einkäufe zu planen, damit mehr Zeit für den Besuch der digitalen Plattform und die Teilnahme an Webinaren blieb. Die Nachfrage bei den Workshops, egal ob Warenschulungen oder Präsentation der Produktneuheiten, war besonders hoch. Die Messebesucher hatten sich schon im Vorfeld zahlreich zu den Terminen angemeldet, hinzu kamen viele Kurzentschlossene, die sich spontan einwählten. Unternehmer oder Mitarbeiter, die aufgrund ihres Tagesgeschäfts einzelne Termine verpasst haben, konnten vom On-Demand-Programm profitieren.

Mit der virtuellen Jahresveranstaltung ist ElectronicPartner in sein neues Event-Konzept für das Jahr 2022 gestartet. Die Messe hat einen klaren Fokus auf Ware sowie attraktive Angebote gelegt, damit sich alle Mitglieder frühzeitig bevorraten konnten und optimal auf die kommenden Monate vorbereitet sind. Als nächstes folgt der ElectronicPartner Kongress am 29. und 30. April in Düsseldorf, der sich vor allem an die EP:Markenhändler und MEDIMAX Franchisepartner richtet. Ein umfassendes Programm aus Workshops, Vorträgen, Ausstellungen und Abendveranstaltung garantiert über anderthalb Tage zahlreiche attraktive Möglichkeiten für Wissenstransfer, regen Austausch und Networking. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gesehen, dass wir virtuell viel umsetzen können und eine große Anzahl an Mitgliedern erreichen. Aber uns ist ebenso bewusst geworden, dass gerade in herausfordernden Umbruchzeiten intensiver, persönlicher Austausch unersetzbar wichtig ist. Dafür wollen wir mit unserem Kongress eine Plattform schaffen. Und ich freue mich schon jetzt auf dieses Wiedersehen“, sagt der Vorstand.

Den physischen Wissenstransfer setzt die Verbundgruppe auch im Rahmen verschiedener Regionaltagungen im Laufe des Jahres gezielt fort. Abgerundet wird der Veranstaltungskalender von ElectronicPartner durch das Branchenhighlight Anfang September: die IFA in Berlin. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr endlich wieder unsere Mitglieder im Palais unterm Funkturm begrüßen können und eine tolle Internationale Funkschau erleben“, ist Friedrich Sobol überzeugt.

VDI: Kernkraftwerke: Laufzeitverlängerung nicht einfach und schnell umsetzbar

Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und den daraus resultierenden Risiken hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Energie in Deutschland empfiehlt der Düsseldorfer Verein Deutscher Ingenieure (VDI), den Ausbau der Erneuerbaren Energien und von Energieeffizienz massiv zu beschleunigen.

Kurzfristig sollten mit Hilfe von Erdgas aus anderen Ländern die Gasspeicher aufgefüllt und bereits in Reserve befindliche Kohlekraftwerke für einen überschaubaren Übergangszeitraum genutzt werden. Diese Empfehlung erfolgt vor dem Hintergrund, dass derzeit über eine Verlängerung des Betriebs der drei noch aktiven Kernreaktoren Isar 2, Emsland und Neckarwestheim über den 31.12.2022 hinaus diskutiert wird.

„Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage ist die Versorgungssicherheit auf einer kurzfristigen Zeitschiene bis nächsten Winter mit Hilfe von Alternativen zu russischen Energieimporten zu gewährleisten. Die Laufzeitverlängerung der deutschen KKW ist dafür keine Option,“ so die Einschätzung des Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt, Dr. Jochen Lambauer.

Aus Sicht des VDI muss die Frage der Versorgungssicherheit aufgrund der derzeitigen geopolitischen Situation zwar tatsächlich dahingehend gelöst werden, dass Deutschland bis spätestens nächsten Winter unabhängiger von russischen Energieimporten sein muss. Allerdings würde eine Verlängerung des Betriebs der drei Kernkraftwerke eine Herausforderung in technischer, organisatorischer und regulatorischer Hinsicht darstellen, da:

  • die Betreiber die Reaktoren so gefahren haben, dass die Brennelemente bei einem Betrieb über die vorgesehene Laufzeit ausgetauscht werden müssen. Für die Beschaffung und Einsatzplanung neuer Brennelemente benötigt man unter normalen Umständen 18 bis 36 Monate.
  • die Personalplanungen im Hinblick auf das Ende der Laufzeit am 31.12.2022 so gestaltet wurden, dass über Regelungen zu Vorruhestand und Altersteilzeit bereits jetzt und insbesondere nach diesem Termin ein signifikanter Teil des Betriebs- und Schichtpersonals abgebaut werden. Inwieweit und bis wann vertragliche Änderungen oder Personalverschiebungen aus anderen Anlagen einschließlich notwendiger Aus- und/oder Weiterbildung möglich sind, wäre zu klären.
  • die für einen sicheren Betrieb über den 31.12.2022 hinaus notwendigen Anlagenrevisionspläne erst ausgearbeitet werden müssen und zurückgestellte nicht- sicherheitsrelevante Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten sowie Um- und Nachrüstprojekte nachgeholt werden müssen.
  • die für die technischen Arbeiten notwendigen Dienstleister und Lieferanten ihrerseits im Hinblick auf den Stichtag 31.12.2022 ihre Kapazitäten entsprechend reduziert haben bzw. planen, diese zu reduzieren.

Quelle: ots

Brauchen wir Putins Öl und Gas? Eine Analyse

Seit nunmehr über einer Woche dauert Putins Krieg in der Ukraine an. Um Russland finanziell schwer zu treffen, steht auch ein Importstopp für Gas zur Debatte. Der würde nicht nur Russland schwer treffen, sondern auch die europäische Gasversorgung.

Erdgas spielt für Deutschlands Energieversorgung eine wichtige Rolle: Rund 75 Prozent der deutschen Importe aus Russland sind mineralische Brennstoffe, zu denen auch Gas gehört. Über die Hälfte unseres Importbedarfs decken wir über russische Lieferungen ab. Auch andere Länder in Europa sind stark von russischen Gaslieferungen abhängig, Italien beispielsweise importiert ähnliche Anteile russischen Gases – bei einigen Staaten im Osten Europas wie Finnland oder Bulgarien ist es sogar noch mehr.

Die Abhängigkeit besteht auf beiden Seiten: Fossile Rohstoffe sind die zentrale Einnahmequelle für Russland, bei Gas, Öl und Steinkohle gehört das Land zu den größten Exportländern der Welt. Rund drei Viertel der Gasexporte gehen dabei auf den europäischen Kontinent – die Bundesrepublik ist mit knapp 25 Prozent der wichtigste Kunde Russlands. Um die Sanktionen gegen Putin weiter zu verschärfen, wird daher auch ein Importstopp seitens der EU-Mitglieder diskutiert, Russland würde dieser Schritt hart treffen. Doch wie würde es um die Versorgungssicherheit in Europa stehen?

Der Großteil des Gases wird über Pipelines nach Europa transportiert, neben Russland etwa aus Norwegen, Algerien oder Aserbaidschan. Flüssiggas (LNG), das per Schiff importiert und an dafür vorgesehenen Terminals wieder in Gasform umgewandelt wird, wird seit einigen Jahren wichtiger. 2020 lag der LNG-Anteil an den europäischen Importen bei 26 Prozent. Boykottiert die EU nun russische Lieferungen, so müsste Europa weitaus größere Mengen des flüssigen Gases beziehen. Rein theoretisch hätten die freien Pipeline- und LNG-Kapazitäten im Jahr 2020 ausgereicht, um das russische Gas zu kompensieren (Grafik 3). Doch das Problem liegt im Detail: Unklar ist etwa, ob die über Pipelines angeschlossenen Länder wie Norwegen und Algerien sowie die Exporteure von LNG, etwa Katar, Australien oder die USA, imstande wären, die benötigten Mengen zu liefern. Auch die Lage der europäischen LNG-Terminals erschwert das Vorhaben.

In Spanien gibt es die größten Kapazitäten für Flüssiggas – gemeinsam mit Frankreich kommen die beiden Länder auf 60 Prozent der gesamten europäischen Kapazitäten. Doch es fehlt an Infrastruktur, um das Gas in größeren Mengen in andere EU-Mitgliedsstaaten zu transportieren. Besonders im Südosten Europas fehlt es zudem an eigenen LNG-Terminals, Speichern und Transportmöglichkeiten, um russische Gaslieferungen ersetzen zu können. Hier würde ein Importstopp als erstes zu spüren sein.

Schätzungen gehen davon aus, dass mit den aktuellen europäischen LNG-Kapazitäten rund 40 Prozent des Gasbedarfs gedeckt werden könnten. Sollten alle angekündigten oder sich im Bau befindlichen LNG-Projekte realisiert werden, könnten bis zu 65 Prozent bedient werden. In Deutschland sollen beispielsweise zwei Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven entstehen, über ein weiteres Terminal in Stade wird noch diskutiert. Diese Werte beziehen sich allerdings nur auf die maximale Importkapazität der EU. Die Weiterverteilung ist aufgrund der Limitierung der Transportinfrastruktur nicht ohne weiteres in diesem Ausmaß möglich.

Kurzfristig könnte Europa einen Importstopp nur unzureichend kompensieren. Doch ein zügiger Ausbau der Flüssiggasterminals reduziert zumindest mittel- bis langfristig die Abhängigkeit von Russland. Weil die Terminals außerdem auch für den Wasserstoffimport geeignet sind, können sie sogar ein wichtiger Baustein der Energiewende werden. Langfristig liegt der entscheidende Hebel für die Unabhängigkeit von russischen Gasimporten im Ausbau erneuerbarer Energien.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Geschäftsklimaindex der deutschen Kleinstunternehmen rutscht weiter ab

Die pandemiebedingten Einschränkungen belasten die Lage der Kleinunternehmen in Deutschland, schreibt das Düsseldorfer Handelsblatt. Ihre Geschäftslage hat sich den dritten Monat in Folge verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex, den das Ifo-Institut gemeinsam mit dem Website-Entwickler Jimdo erhebt, ist auf minus 4,4 Punkte abgerutscht. Eine Million Existenzen seien bedroht, heißt es. Damit werden die Kleinstunternehmen zunehmend von der Gesamtwirtschaft abgekoppelt, wo sich die Lage weiter verbessert. Der entsprechende Ifo-Geschäftsklimaindex ist zuletzt auf plus 24,8 Punkte gestiegen. Grund für die schlechte Lage der Kleinunternehmen ist weiter der Dienstleistungsbereich.  Hier sei die fehlende Nachfrage das treibende Problem, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

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Quelle: Handelsblatt

Die Woche der Ausbildung bei der Agentur für Arbeit in Düsseldorf vom 14. bis 18. März

Die Arbeitslosenzahlen in Düsseldorf sind im vergangenen Monat gesunken – mit Blick nach vorne soll der Fokus der Arbeitsagentur jetzt auf das Thema Ausbildung gerichtet werden. Man möchte die Betriebe motivieren, weiter in Ausbildung zu investieren, heißt es. Dafür gibt es Hilfe: Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter könne beispielsweise durch Online-Infoveranstaltungen, Bewerbertage und vielem mehr bei der Suche nach Azubis unterstützen. Für junge Menschen läuft außerdem von 14. bis 18 März die Woche der Ausbildung bei der Düsseldorfer Arbeitsagentur.

Die Ausbildungswoche im Überblick: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/duesseldorf/woche-der-ausbildung-2022

Pressemeldung: 220307_010_Woche_der_Ausbildung Kopie-3

Text: Antenne Düsseldorf
Foto: Siemens

Henkel in Holthausen: Starke Nachhaltigkeitsbilanz im Jahr 2021 und neue Ambitionen für 2030 und darüber hinaus

Henkel hat seinen 31. Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, in dem das Unternehmen über seine Leistungen und Fortschritte im Jahr 2021 berichtet und zudem sein neues „2030+ Sustainability Ambition Framework“ vorstellt.

„Nachhaltigkeit ist tief in der DNA von Henkel verankert und integraler Bestandteil unseres Handelns und Wirtschaftens. Neben Innovation und Digitalisierung ist Nachhaltigkeit eine strategische Priorität unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum“, sagte Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel. „Nachhaltigkeit ist zudem einer unserer Unternehmenswerte und spiegelt sich in unserem Purpose ‚Pioneers at heart for the good of generations‘ wider. Mithilfe unserer noch ambitionierteren Nachhaltigkeitsstrategie werden wir unsere Transformation beschleunigen und das Portfolio sowie unsere Prozesse noch stärker an Nachhaltigkeit ausrichten.“

„Das vergangene Jahr und die andauernde Covid-19-Pandemie hat unsere Widerstandsfähigkeit auf die Probe gestellt – die jeder und jedes Einzelnen, die der Gemeinschaft und auch die des Unternehmens. Unser Auftrag, ökologische, gesellschaftliche und politische Herausforderungen anzugehen, war daher noch nie so klar wie heute“, sagte Sylvie Nicol, Mitglied des Henkel-Vorstands und verantwortlich für Personal und Nachhaltigkeit. „Ich bin stolz darauf, dass Henkel es im vergangenen Jahr trotz aller Herausforderungen geschafft hat, Nachhaltigkeit in wichtigen Bereichen wie Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben.“

Starke Erfolgsbilanz in einem herausfordernden Jahr

Im Jahr 2021 hat Henkel seine Nachhaltigkeitsstrategie noch fester im Unternehmen verankert. Das Unternehmen hat unter anderem bei der CO2-Reduzierung in der Produktion (insbesondere durch Ökostrom), der Rohstoffbeschaffung und der nachhaltigen Finanzierung wichtige Fortschritte erzielt.

Henkel möchte seinen CO2-Fußabdruck in der Produktion bis 2025 um 65 Prozent reduzieren (gegenüber dem Basisjahr 2010). Bis Ende 2021 konnte das Unternehmen diesen bereits halbieren. Um das Ziel bis 2025 zu erreichen, fokussiert sich Henkel vor allem darauf, seine Energieeffizienz zu verbessern und bis 2030 100 Prozent des Stroms ausschließlich aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Bis Ende 2021 hat Henkel die Produktion in 21 Ländern, darunter in Kolumbien und Frankreich, vollständig auf Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien umgestellt. Heute liegt das Unternehmen bereits bei einem Anteil von 68 Prozent erneuerbarem Strom.

Darüber hinaus setzt sich Henkel aktiv für den Aufbau einer echten Kreislaufwirtschaft ein, arbeitet mit verschiedenen Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen und beteiligt sich an internationalen Initiativen wie der Plastic Bank und der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation. Im Rahmen seiner ambitionierten Verpackungsstrategie möchte das Unternehmen Verpackungsmaterial reduzieren, recyceln und dazu beitragen, die Entsorgung von Abfällen in die Umwelt zu vermeiden. Als eines der wichtigsten Ziele sollen bis 2025 100 Prozent der Henkel-Verpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sein. Ende 2021 lag der Anteil bereits bei 86 Prozent. Darüber hinaus arbeitet Henkel kontinuierlich daran, bis 2025 den Anteil an recyceltem Material in Verpackungen auf mehr als 30 Prozent für alle Kunststoffverpackungen seiner Konsumgüterprodukte weltweit zu erhöhen. Ende 2021 konnte das Unternehmen diesen Anteil um drei Prozent auf rund 18 Prozent steigern.

Auch beim Ziel einer 100 Prozent verantwortungsvollen Beschaffung von Palm- und Palmkernöl ist Henkel gut vorangekommen. Im Jahr 2021 bezog das Unternehmen 93 Prozent seines Gesamtbedarfs sowie die Derivate als zertifizierte Rohstoffe nach dem Massenbilanzmodell des RSPO („Roundtable on Sustainable Palm Oil“). Dies ist unter anderem das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad, die Palmöl-Kleinbauern in Südamerika, Afrika und Asien unterstützt. Bis heute konnten die Partner mehr als 36.000 Kleinbauern in aller Welt unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Ankündigung des neuen Sustainable Finance Framework von Henkel, mit dem Henkel eine direkte Verbindung zwischen seiner Nachhaltigkeitsstrategie und der Finanzierungsstrategie schafft. Der Rahmen ermöglicht die Emission von zwei Anleihearten: Sustainability-Linked Bonds und Green Bonds. 2021 hat Henkel die ersten beiden Emissionen unter den Vorgaben dieses Rahmenwerks platziert und ist damit das erste Unternehmen in seinem Sektor, das eine Euro Anleihe platziert, deren Verzinsung an die Erreichung bestimmter Nachhaltigkeitsziele gekoppelt ist. Insgesamt wurden Anleihen mit einem Volumen von mehr als 700 Millionen Euro platziert.

Neue Ambitionen im 2030+ Sustainability Ambition Framework

Diese Erfolge stehen im Einklang mit den Zielen, die Henkel im Jahr 2010 in einer langfristigen Strategie festgelegt hat. Nach einem erfolgreichen Jahrzehnt hat Henkel im vergangenen Jahr unter Berücksichtigung externer Entwicklungen und Erwartungen seine Strategie und seine Ambitionen weiterentwickelt. Das Ergebnis ist das neue 2030+ Sustainability Ambition Framework. Darin hat Henkel neue und zusätzliche langfristige Ambitionen definiert, die dazu beitragen sollen, Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten.

Henkel’s 2030+ Sustainability Ambition Framework besteht aus drei Dimensionen:

  • Natur: Henkel will eine kreislauforientierte und CO2-neutrale Zukunft ermöglichen. Hierfür gestaltet es sein Geschäft, seine Produkte und seine Rohstoffe auf Basis innovativer Technologien um.
  • Gemeinschaft: Henkel wird als Unternehmen und mit seinen Marken Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen. Dafür fördert das Unternehmen Chancengerechtigkeit und Bildung und stärkt Gesundheit und Wohlergehen.
  • Partner: Henkel steigert seine Leistung und treibt den Systemwandel mit Integrität voran – basierend auf seinen Unternehmenswerten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Leidenschaft für innovative Technologien.

„Wir wollen sicherstellen, dass die Ambitionen des Rahmenwerks sowohl den Erwartungen unserer Stakeholder in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) als auch unserem steigenden Engagement in diesen Bereichen entsprechen“, erklärte Ulrike Sapiro, Chief Sustainability Officer bei Henkel. „Wir haben genau analysiert, wo wir noch einen Schritt weiter gehen, schneller handeln und mutiger sein können. Eines unserer wichtigsten Ergebnisse war, dass wir unsere Produktion nun schon bis 2030 klimapositiv gestalten wollen – 10 Jahre früher als ursprünglich geplant.“

Die wichtigsten neuen Ambitionen sind:

  • Klimapositive Produktion bis 2030 und „net-zero Pfad“ für Scope 3-Emissionen (vom Rohstoffeinsatz bis zum Verkauf) nach den Richtlinien der Science Based Targets Initiative (SBTI)
  • Kreislaufbewirtschaftung von Wasser und Abfallstoffen in der Produktion bis 2030
  • Geschlechterparität über alle Managementebenen hinweg bis 2025
  • Ausweitung der Bildungsprogramme für die Gesellschaft und des freiwilligen gesellschaftlichen Engagements
  • Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft für Henkel und die Mitarbeitenden durch Weiterentwicklung des 2021 initiierten „Smart Work“-Programms

„Wir wissen, dass sich die Welt um uns herum, die Erwartungen unserer Stakeholder und die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit voranzutreiben, ständig verändern. Deshalb soll unser 2030+ Sustainability Ambition Framework regelmäßig überprüft, aktualisiert und um neue Ziele und Ambitionen erweitert werden“, sagte Ulrike Sapiro.

Bildunterschrift: Für Henkel-Chefin Simone Bagel-Trah, hier im Gespräch mit unserer Vorsitzenden Jutta Zülow und unserem Hauptgeschäftsführer Michael Grütering, steht das Thema „Nachhaltigkeit“ ganz oben auf der Agenda. Foto: Frank Wiedemeier

Tag der gesunden Ernährung am 7.3.: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland

Wie kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen am heimischen Arbeitsplatz präventiv begegnet werden? Neben ausreichend körperlicher Bewegung und Verzicht auf schädliche Substanzen wie Nikotin, kann gesunde Ernährung dabei unterstützen. Folgende Tipps gibt Dr. Anika Peschl vom ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.:

+ Verzicht auf stark salzhaltige Fertiggerichte: Im Homeoffice fällt der Gang in die Kantine weg. Zur schnellen Nahrungsaufnahme sind Fertigprodukte mit einem häufig hohen Salzgehalt nicht günstig. Dadurch kann der Blutdruck steigen. Eher sinnvoll: Beschäftigte können am Abend zuvor eine gesunde, möglichst salzarme Mahlzeit vorbereiten, die dann in der Mittagspause aufgewärmt wird.

+ Reichlich Wasser trinken: Eine hohe Wasserzufuhr kann das Risiko, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln, reduzieren. Deswegen sollte auch am heimischen Arbeitsplatz das Trinken nicht vergessen werden. Routinen können helfen: Etwa ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen trinken und eine Kanne ungesüßten Tee oder eine Flasche Wasser in Sichtweite platzieren.

+ Fokus auf gesunde Fette und Vollkornprodukte sowie Verzicht auf zu viel Zucker:Omega-3-Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und schützen vor gefährlichen Gefäßverkalkungen. Entsprechend sollte selbstgemischtes Müsli, Salat mit gesunden Ölen, Avocado und Nüssen sowie Vollkornbrot und magerem Fleisch oder Fisch bevorzugt werden.

+ Genussmittel in Maßen: Im Homeoffice sollte natürlich auf den Konsum von alkoholischen Getränken verzichtet werden. Kaffee kann sich in moderaten Mengen positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Wie viel Koffein für den Körper gesund ist, hängt auch von genetischen Faktoren ab. Hier ist es also sinnvoll, auf den eigenen Körper zu hören.
40 % aller Sterbefälle in Deutschland sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen*

Sie gehören zudem zu den sechs großen Krankheitsgruppen, die Arbeitsunfähigkeit verursachen**. Die Arbeit im Homeoffice kann sich zwar durch eventuelle Stressminderung (z. B. durch die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben) positiv auf Herz und Kreislauf auswirken. Allerdings kann der häufig damit verbundene Bewegungsmangel negative Folgen für das Herz-Kreislaufsystem haben. Ein gesunder Lebensstil kann die positiven Effekte des Arbeitens im Homeoffice erhöhen.

Der Mix machts: Eigenverantwortung und Aufklärungsarbeit
Zum großen Teil sind die Beschäftigten selbst gefragt, ihren Lebensstil anzupassen. Der Arbeitgeber kann auf der anderen Seite durch Aufklärungsarbeit im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung über gesunde Ernährung informieren. So können Unternehmen beispielsweise eine Ernährungsberatung und Impulsvorträge anbieten sowie Ernährungsinformationen über verschiedene Kanäle (z. B. Betriebszeitung, Aushänge) streuen.

Schwere Einbußen für die Wirtschaft – Düsseldorfer Unternehmen sollten ihre Geschäftsprozesse analysieren, neu bewerten und ggf. auch überdenken

Steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten, gefährdete Produktionsstandorte, Wirtschaftssanktionen: Wirtschaftsexperten sehen schwere Einbußen für die Unternehmen und senken reihenweise ihre Prognosen. Die DZ Bank nahm ihre Vorhersage für den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 3,0 auf 1,9 Prozent zurück, die Ratingagentur Scope von 4,4 auf 3,5 Prozent.

Die Kriegshandlungen Russlands führen zur Unterbrechung von Lieferketten. Der Transport ist eingeschränkt, die Produktion in Zulieferbetrieben fällt aus. Schon jetzt müssten die Unternehmen in Düsseldorf ihre Geschäftsprozesse und Businessstrategien analysieren, neu bewerten und ggf. auch überdenken, hieß es am Freitag (04.03.) im Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“. Die Mitglieder der Düsseldorfer Arbeitgeberverbände und des Außenhandelsverbandes NRW werden über die aktuellen Ereignisse stets auf dem Laufenden gehalten über das Rundschreibensystem der Verbände, über die Webseiten (unternehmerschaft.de und ahvnrw.de) sowie über Podcast- und Radiosendungen auf Antenne Düsseldorf.

Im vergangenen Jahr war das deutsche Handelsvolumen mit Russland um über 34 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro gestiegen. Rund 250.000 Stellen bei Unternehmen in Deutschland hingen von Exporten nach Russland ab. „Eine vollständige Isolation Russlands könnte auch den Rest der Welt ökonomisch schwer treffen. Jede Sanktion zum Schaden Russlands ist auch eine Sanktion, die dem Rest der Welt schadet“, sagt Klaus-Jürgen Gern, Experte für internationale Entwicklungen im Konjunkturteam des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Gespräch mit tagesschau.de.

Auch viele Düsseldorfer Unternehmen betreiben bzw. betrieben Handel mit der Ukraine und Russland. „Unser Außenhandel blickt sorgenvoll in dieses Jahr“, sagte uns Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird tiefgreifende Einschnitte auch für den gesamten Außenhandel mit sich bringen. Auch wenn der Anteil des Außenhandels mit der Ukraine und Russland am Gesamtvolumen bei unter 3 Prozent liegt, sind die Folgen substantiell. Die stark steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden breite Teile der deutschen Wirtschaft zusätzlich belasten. Die Lieferprobleme und Lieferengpässen werden sich punktuell verschärfen. Wir rechnen mit deutlichen Folgeproblemen im Logistikbereich durch Fahrermangel, verringerte Luftfrachtkapazitäten und weitere Engpässe bei der Seefracht“.

Der Dachverband aller deutschen IHKs, der DIHK mit Sitz im Berliner „Haus der Wirtschaft“, korrigiert seine Prognose für 2022, sieht aber noch keine Rezession.

Aufgrund des Krieges kommt es auch zu Produktionsunterbrechen in deutschen Autowerken. Es fehlen beispielsweise wichtige Teile von Zulieferern in der Ukraine fehlen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet außerdem mit einer Knappheit und einem Preisanstieg bei Rohmaterialien. Die deutschen Auto-Hersteller haben im vergangenen Jahr etwas mehr als 40.000 Fahrzeuge in beide Länder – Russland und Ukraine – exportiert. Konkret waren es 4.100 Pkw in die Ukraine und 35.600 Pkw nach Russland. Dies entspricht 1,7% aller aus Deutschland heraus exportierten Pkw. Russland steht bei den Pkw-Exporten aus Deutschland auf Platz 18.

In Russland selbst produzierten die deutschen Hersteller 170.000 Pkw in 2021, die weitgehend auch dort abgesetzt wurden. Der Marktanteil deutscher Hersteller in Russland liegt bei knapp 20 Prozent. Die deutsche Automobilindustrie – Hersteller und Zulieferer zusammengefasst – unterhält etwa eigene 43 Fertigungsstandorte in Russland und sechs der Ukraine. Zudem gibt es weitere internationale Werke die Komponenten zuliefern.

Fotoquelle (Archiv): henkel.de