Düsseldorfer Teehersteller TEEKANNE wird erneut für sehr gute Unternehmensführung ausgezeichnet

TEEKANNE, der global agierende Teehersteller aus Düsseldorf, ist erneut mit dem Axia Best Managed Companies Award ausgezeichnet worden. Schon im vergangenen Jahr hatte der Marktführer im Bereich Tee diese Auszeichnung erhalten. Mit dem Award und Gütesiegel zeichnet ein Verbund zusammengesetzt aus dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte, der WirtschaftsWoche, der Credit Suisse sowie dem BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) hervorragend geführte mittelständische Unternehmen aus. Anhand der Bewerbungsunterlagen und den Auswertungen der persönlichen Interviews definierte der Expertenrat des Axia Best Managed Companies Award die Shortlist – im Anschluss wurden die Preisträger von einer Jury, bestehend aus renommierten Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien ausgewählt.

Frank Schübel, CEO der TEEKANNE Gruppe, und ein Teil seines Managementteams nahmen den Preis im Besucherzentrum des TEEKANNE Stammhaus in Heerdt persönlich entgegen. „Wir freuen uns sehr über die zweite Auszeichnung mit dem Axia Best Managed Companies Award in Folge. Diese erneute Prämierung bestätigt uns in unserer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie, in deren Rahmen wir neue Standards in unseren Kategorien setzen und innovative Angebote entlang der kompletten Wertschöpfungskette entwickeln“, erklärte Frank Schübel. In die Bewertung fließen Leistungen in den vier unternehmerischen Schlüsselbereichen Strategie, Produktivität und Innovation, Kultur und Commitment sowie Finanzen und Governance ein. Als weiterer wichtiger Gradmesser für die Auszeichnung fungierte in diesem Jahr das TEEKANNE Krisenmanagement: Die vorbildliche TEEKANNE Strategie rund um den Umgang mit der Covid-19-Pandemie überzeugte die Jury zusätzlich.

Das Axia Best Managed Companies Programm ist ein von Deloitte Private, WirtschaftsWoche, Credit Suisse und BDI in Deutschland durchgeführter Wettbewerb und Gütesiegel für erfolgreiche mittelständische Firmen. Die Vision: Aufbau eines nationalen und globalen Ökosystems hervorragend geführter mittelständischer Unternehmen. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von Best Managed Companies ist seine Internationalität: Best Managed Companies wurde in den 1990er Jahren von Deloitte in Kanada ins Leben gerufen und ist inzwischen in mehr als 30 Ländern erfolgreich eingeführt worden.

Preisverleihung Axia Best Managed Companie Award an TEEKANNE: v.l.n.r. Benedikt Brüggemann (Deloitte), Bernhard Münks, Frank Schübel, Sebastian Moebus, Michelle Sommer (alle TEEKANNE), Martin Henzler (Deloitte). (Bild: TEEKANNE GmbH & Co. KG)

Aber worüber hat Laschet eigentlich gelacht?

Wir erinnern uns: Laschet war im Juli zu Besuch im Katastrophengebiet. Mit dabei war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Und damit hat auch der Witz zu tun, der Laschet zum Lachen brachte.
Laschet soll den Landrat Frank Rock damit aufgezogen haben, dass er das Staatsoberhaupt nur mit „Herr Steinmeier“ und nicht als „Herr Bundespräsident“ begrüßt habe. Rock reagierte darauf mit einer Frotzelei: Er sei überrascht gewesen, dass Steinmeier „auch so klein ist wie du“, soll er Laschet geantwortet haben.
In Laschets Lachen schwang demnach Selbstironie mit. Später war es offenbar zu peinlich, um den Witz zu verraten, der sich ja auch um die Körpergröße des Staatsoberhaupts drehte. Diese wird übrigens mit 1,78 Meter angegeben. Laschet ist 1,72 Meter groß.
Aufgedeckt haben die Anekdote die beiden RND-Hauptstadt­­korrespondenten Steven Geyer und Andreas Niesmann zusammen mit Kollegen des „Kölner Stadtanzeigers“. Zum Nachhören gibt es die ganze Geschichte im zweiten Teil ihres Podcast-Jahresrückblicks.

OB Keller: „Zur Eindämmung der Omikron-Variante auf Publikumsmessen wie die boot verzichten.“

Aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Virusvariante gelten in Deutschland seit dem 28. Dezember weitere Einschränkungen unter anderem bei Veranstaltungen. Nach der Zusammenkunft der Ministerpräsidenten der Bundesländer zur Pandemielage am 21. Dezember 2021 wurde in Nordrhein-Westfalen die Durchführung von Großveranstaltungen mit Zuschauern im Januar untersagt. Dies betrifft auch die boot Düsseldorf, die als überregionale Freizeitmesse wegen der beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung 2022 nicht stattfinden darf.

NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erläutert: „Wir müssen im Moment weiter sehr vorsichtig sein. Die Omikron-Variante breitet sich aus in einer Dynamik, die wir noch nicht kennen. Doch wir müssen heute handeln. Deshalb hatten wir in der aktuellen Coronaschutzverordnung schon große Fußballspiele und Sportereignisse mit Zuschauerinnen und Zuschauern untersagt. Es ist nur folgerichtig, dass im Januar auch keine großen Publikumsmessen mit vielen Besucherinnen und Besuchern aus verschiedenen Regionen und Ländern aus aller Welt stattfinden.”

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstützt die Entscheidung des Landes: „Natürlich haben wir gehofft, dass die Pandemielage im Januar die Durchführung der boot unter strengen Hygieneauflagen zulassen würde. Aber es ist letztlich nur konsequent, zur Eindämmung der Verbreitung der Omikron-Variante auch auf große Publikumsmessen wie die boot zu verzichten. Ich war mir bereits vor dem Verbot des Landes mit der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf einig, kein unvertretbares Risiko einzugehen und die boot notfalls abzusagen.“

Von Messeseite herrscht ebenfalls, angesichts der aktuellen pandemischen Lage und den Herausforderungen in den kommenden Wochen, vollstes Verständnis für die Entscheidung der Politik.

Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf: „Die Pandemie muss schnellst möglich überwunden werden, damit auch die Messewirtschaft wieder mit Planungssicherheit für Aussteller und Besucher arbeiten kann. Mit schwerem Herzen müssen wir uns deshalb von der Durchführung der boot im Januar 2022 verabschieden. Die Entscheidung der Landesregierung entspricht jedoch auch dem Wunsch vieler Aussteller, die in großer Sorge wegen einer Teilnahme an der boot während der Omikronwelle sind. Ich bitte alle Beteiligten um Verständnis und Unterstützung, damit wir 2023 gemeinsam mit voller Kraft wieder ans Werk gehen können. Der herzliche Dank des gesamten Teams der boot Düsseldorf gilt allen Ausstellern, Verbänden und Partnern, die bis heute an unserer Seite gestanden haben. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche boot 2023, nach hoffentlich überstandener Krise, ansteuern werden.“

Die weiteren für das Frühjahr 2022 geplanten Messen in Düsseldorf sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Anders als bei der boot handelt es sich dabei um Fachmessen, an denen ausschließlich Personen aus beruflichen Gründen teilnehmen. Die Messe Düsseldorf betrachtet jede Veranstaltung individuell und berücksichtigt außer dem Infektionsgeschehen, der Reisesituation und der Rechtslage auch die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Messen und ihrer Branchen.

Die nächste boot Düsseldorf wird ihre Tore wieder vom 21. bis 29. Januar 2023 öffnen.

Text/ Foto: Messe Düsseldorf

Fünf Arbeitsmarkt-Trends, die 2022 wichtig werden

Corona hat die Menschen in Deutschland 2021 weiterhin beschäftigt. Doch wie hat sich das im zweiten Pandemie-Jahr auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt? Welche Lehren ziehen wir daraus? Und welche Trends sind schon jetzt für den Jobmarkt absehbar? Das Düsseldorfer Unternehmen StepStone verrät, was im Jahr 2022 auf den Arbeitsmarkt zukommt.

1. Der Jobboom ist nicht aufzuhalten. Auch nicht durch eine weitere Corona-Welle.

Das Jahr 2021 war für den Arbeitsmarkt ein Rekordjahr. Bereits im Frühling 2021 – noch mitten im Lockdown – war die Nachfrage auf StepStone.de wieder so hoch wie vor Beginn der Coronakrise. Seit dem Sommer erlebte StepStone dann ein Allzeithoch nach dem anderen. Zuletzt lag die Zahl der Jobangebote bei StepStone.de mehr als ein Drittel höher als vor Beginn der Corona-Pandemie. „Das Jobwunder hat vor allem zwei Gründe. Erstens wollen Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und Ausfälle schnellstmöglich kompensieren“, sagt StepStone Arbeitsmarktexperte Dr. Tobias Zimmermann. „Zweitens trifft der Nackrisen-Boom mit einer Trendwende am Arbeitsmarkt zusammen. Die Erwerbsbevölkerung in Deutschland wird ab jetzt kleiner. In Zukunft ist unsere größte Herausforderung am Arbeitsmarkt nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeiterlosigkeit. Dieser Trend wirkt langfristig, unabhängig von kleineren Schwankungen wie etwa im Zuge der Pandemie.“ Besonders stark nachgefragt: Mitarbeiter*innen in Pflege, Verkauf und Logistik.

2. Der „Corona-Effekt“ I: Menschen stellen ihren Job grundlegend in Frage.

Corona hat dazu geführt, dass sich viele intensiv mit ihrer beruflichen Situation auseinandersetzen: Während einige feststellen, dass ihr Job nicht krisenfest ist, rückt für andere die Sinnfrage stärker in den Mittelpunkt. Manche wiederum waren vom Krisenmanagement ihres Arbeitgebers enttäuscht. Eine StepStone-Umfrage vom Sommer 2021 zeigt, dass jede*r zweite Arbeitnehmer*in die Jobsuche in diesem Jahr intensivieren wollte. Viele ziehen dabei auch einen Berufs- oder Branchenwechsel in Betracht. So haben sich die Suchanfragen auf StepStone.de nach dem Begriff „Quereinsteiger“ allein im vergangenen halben Jahr mehr als verdoppelt. Arbeitgeber wie „Caritas“ oder „Deutsches Rotes Kreuz“ gehörten erstmals zu den meistgesuchten Unternehmen. „Wir beobachten in diesem Jahr zudem eine deutliche Steigerung bei den Bewerbungen“, sagt Zimmermann. „Allein im November wurden mehr als eine Million Bewerbungen über unsere Plattform gestartet. Und auch die Zahl der Menschen, die sich bei StepStone anmelden, um ihre Möglichkeiten in der Jobwelt zu kennen, ist im Vorjahresvergleich um ein Drittel gestiegen.“

3. Der „Corona-Effekt“ II: Keiner fragt mehr nach Homeoffice.

Homeoffice wird in Bürojobs so selbstverständlich sein wie einst Büropräsenz. Viele Menschen haben die Arbeit im Homeoffice seit Corona zu schätzen gelernt und wollen nun nicht mehr darauf verzichten. Bei StepStone.de ist der Anteil der Suchanfragen nach Jobs mit Homeoffice-Option 2021 im Vergleich zum letzten Jahr um 105 Prozent gestiegen. „In naher Zukunft wird Homeoffice als Teil flexibler Arbeit für einen Großteil der Arbeitnehmer*innen zur Selbstverständlichkeit“, sagt Zimmermann. „Arbeitgeber, bei denen das nicht geht, werden schon vorab aussortiert. Die Filtermöglichkeit nach Jobs mit Homeoffice-Option, wie wir sie auch bei StepStone anbieten, wird genauso Teil der Jobsuche sein wie die Filteroption für den Arbeitsort.“

4. Wer Diversity und Nachhaltigkeit belächelt, wird als Arbeitgeber verlieren.

Haltung zu zeigen ist ein Thema, das bereits 2021 bei immer mehr Unternehmen auf die Agenda gerückt ist. Und diese Entwicklung wird 2022 wichtiger werden: Fast jede*r Zweite sucht bei einem Jobwechsel gezielt nach nachhaltigen Unternehmen. Und wie eine StepStone-Studie zum Thema Diversity ergab, bewerben sich Menschen lieber bei Unternehmen, die für Vielfalt stehen. Umso alarmierender ist es, dass Deutschlands Arbeitgeber bei dem Thema im internationalen Vergleich hinterherhinken. „Viele Unternehmen wollen diverse Teams fördern, es fehlt aber oft an konkreten Schritten“, sagt Zimmermann. „Genau dafür haben wir den StepStone Genderbias Decoderentwickelt. Mit diesem Tool können Unternehmen bei ihren Stellenanzeigen prüfen, ob sie jede*n Bewerber*in ansprechen. Und das ist in der heutigen Zeit der Arbeiterlosigkeit ein regelrechtes Muss.“

5. Wer zu Gehältern schweigt, dem gehen die Bewerber*innen aus.

Gehälter sind bei vielen Unternehmen nach wie vor ein wohlbehütetes Geheimnis, über das bis zum Ende im Bewerbungsprozess nicht gesprochen wird. Dabei ist das Gehalt das entscheidende Kriterium bei der Jobwahl – das sagen neun von zehn Arbeitnehmer*innen in einer StepStone-Studie. „Es ist höchste Zeit, dieses Geheimnis zu lüften. Wenn wir das Thema noch länger totschweigen, wird sich der Gender Pay Gap niemals schließen“, sagt Zimmermann. „Jeder Mensch verdient von vorneherein zu wissen, was seine Leistung wert ist. Aus diesem Grund geben wir seit Frühjahr 2021 Gehaltsspannen auf Jobs bei StepStone.de an. Wir sehen bereits, dass das Bewerbungsinteresse bei diesen Jobs angestiegen ist“, sagt Zimmermann. „Wer auch in Zukunft die passenden Mitarbeiter*innen für sich gewinnen will, sollte Gehaltsspannen transparent in Jobbeschreibungen angeben“, sagt Zimmermann.

Über die Analysen und Studien

Entwicklungen auf dem Jobmarkt:

StepStone analysiert regelmäßig die Personalnachfrage in Deutschland auf Basis der neu veröffentlichten Stellenanzeigen auf StepStone.de.

Über die StepStone-Studie „Jobsuche 2021“

Die Studie untersucht die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt für Beschäftigte unterschiedlicher Berufsgruppen, und gibt Einblick in die Präferenzen und Erwartungen bei der Jobsuche. 2.600 Menschen haben im Sommer 2021 an der Studie teilgenommen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung in Deutschland.

Über die Nachhaltigkeitsumfrage von StepStone

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung: Wie weit sind Deutschlands Unternehmen? Welche Rolle spielen diese Faktoren in Unternehmen, im Berufsalltag der Menschen in Deutschland und bei der Jobsuche? Diese Fragen hat StepStone zusammen mit der Handelsblatt Media Group im Rahmen einer Online-Umfrage untersucht. An der Befragung haben im Dezember 2019 insgesamt ca. 12.000 Menschen teilgenommen. Gut jede/r fünfte Teilnehmende hat Führungsverantwortung.

Über die Diversity-Studie von StepStone

Wie weit sind Deutschlands Unternehmen in Punkto Vielfalt und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz? Welche Bedeutung hat das Thema Diversity in unternehmerischen Strategien, im Berufsalltag der Menschen in Deutschland und bei der Jobsuche? Diese Fragen hat StepStone zusammen mit der Handelsblatt Media Group im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage untersucht, um aufzuzeigen, welche Wege hin zu mehr Vielfalt erfolgversprechend sind. An der Befragung haben im Juni 2020 insgesamt ca. 11.000 Menschen teilgenommen. Gut jede/r fünfte Teilnehmende hat Führungsverantwortung.

Pandemie verstärkt Trend zum Online-Shopping

(iwkoeln.de) Zwar ist der Online-Handel in Deutschland bereits vor der Corona-Krise stärker gewachsen als der gesamte Einzelhandel, die Pandemie hat den Trend zum E-Commerce aber weiter beschleunigt. Viele Händler reagieren auf diesen Strukturwandel mit neuen Strategien.

Der Online-Handel in Deutschland boomt seit Jahren. Schon vor der Corona-Pandemie wuchs das Geschäft im Netz stärker als der gesamte Einzelhandel – der Umstand, dass viele Geschäfte lange Zeit nur mit Termin und limitierter Kundendichte betreten werden durften oder gar über Monate komplett schließen mussten, hat den Trend zum E-Commerce aber nochmals stark beschleunigt.

Die Einzelhändler in Deutschland konnten 2019 – dem letzten Jahr ohne Corona-Einschränkungen – laut Statistischem Bundesamt einen Gesamtumsatz von rund 595 Milliarden Euro verbuchen, davon entfiel mit gut 79 Milliarden Euro etwas mehr als ein Achtel auf den Online-Handel. Für die Jahre 2020 und 2021 hat das Amt zwar noch keine Gesamtjahreswerte veröffentlicht, diese lassen sich anhand der verfügbaren monatlichen Wachstumsraten jedoch grob berechnen.

Der Gesamtumsatz im Einzelhandel stieg in den vergangenen beiden Jahren schätzungsweise um rund 9 Prozent auf gut 648 Milliarden Euro an – der Umsatz im E-Commerce wuchs dagegen um fast die Hälfte und erreicht 2021 voraussichtlich knapp 119 Milliarden Euro.

Die Zahlen deuten den Corona-Effekt auf die Entwicklung der Einzelhandelsbranche an. Noch deutlicher wird dieser, wenn man den Anteil des Umsatzes im E-Commerce am gesamten Einzelhandelsumsatz in Deutschland betrachtet (Grafik):

Während der Anteil von 2015 bis 2019 durchschnittlich um 1 Prozentpunkt pro Jahr wuchs, stieg er seit Ausbruch der Pandemie im Schnitt jährlich um 2,5 Prozentpunkte.

Mittlerweile macht das Online-Geschäft mehr als 18 Prozent des Einzelhandels aus – somit wird in der Branche nahezu jeder fünfte Euro über das Internet ausgegeben. Hätten sich dagegen die durchschnittlichen Wachstumsraten der Jahre 2016 bis 2019 im E-Commerce weiter fortgesetzt, läge dessen Gesamtumsatz auch 2021 noch unter der 100-Milliarden-Euro-Marke. Insgesamt sorgte die Pandemie seit 2020 für einen geschätzten Mehrumsatz im Online-Geschäft von gut 36 Milliarden Euro.

Noch nicht in den Zahlen enthalten sind darüber hinaus die aktuellen Entwicklungen der vergangenen drei Monate, in denen die Corona-Maßnahmen wieder verschärft wurden – beispielsweise blieben die Weihnachtsmärkte, traditionell beliebte Orte zum Kauf von Geschenken, in vielen Bundesländern geschlossen. Somit dürfte der Trend zum Online-Handel im gesamten Jahr 2021 sogar eher noch stärker ausfallen.

Langfristiger Strukturwandel

Doch auch wenn sich die Lage in den Innenstädten wieder normalisiert, ist nicht mit rückläufigem Online-Shopping zu rechnen. Denn die Entwicklung ist nur teilweise umkehrbar: Wenn ein Konsument ein Konto bei einem Online-Händler eröffnet oder eine Shopping-App heruntergeladen hat und mit den digitalen Abläufen vertraut ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er auch in Zukunft auf die Einkaufsmöglichkeiten im Netz zurückgreift. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Menschen schätzen beim Online-Kauf die oftmals größere Produktauswahl und Bequemlichkeiten wie die Zeitersparnis, die Lieferung nach Hause und die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten.

Der Einzelhandel befindet sich damit mitten in einem Strukturwandel, der kaum aufzuhalten ist. Das Internet ist für den stationären Handel auf der einen Seite ein Konkurrent, bietet auf der anderen Seite aber auch neue Möglichkeiten für die Händler, da sie deutschlandweit Kunden erreichen und auf ihr Sortiment aufmerksam machen können.

Laut einer Befragung des Handelsverbands Deutschland im Januar 2021 verkauft bereits gut jeder dritte Einzelhändler seine Produkte über einen vorhandenen oder neu eingerichteten eigenen Online-Shop. Drei von fünf Einzelhändlern nutzten im Lockdown Social-Media-Kanäle, um auf ihr Sortiment, besondere Aktionen oder Ähnliches aufmerksam zu machen. Eine solche Strategie, die den klassischen Verkauf über die Ladentheke um digitale Kanäle ergänzt, kann auch in Zukunft ein Erfolg versprechender Weg sein.

Bis zu 50 Milliarden Euro Corona-Schäden im ersten Quartal

Aufgrund der neuen Omikron-Variante gilt ab heute ein Lockdown light. Im ersten Quartal 2022 kann das zu weiteren Schäden an der Wirtschaft führen, zeigen IW-Berechnungen. Eine allgemeine Impfpflicht würde für Entlastung sorgen.

Auch wenn die Corona-Fallzahlen bereits seit Wochen sinken, ist von Entwarnung noch lange keine Rede. Im Gegenteil: Ab heute gibt es einen Lockdown light. Zusammenkünfte sind auch für Geimpfte und Genesene nur eingeschränkt möglich, Clubs und Diskotheken müssen schließen. Grund ist die neue Omikron-Variante, die in den europäischen Nachbarländern wie Spanien, Großbritannien und Frankreich wütet und auch Deutschland vermutlich bald belasten wird.
Dabei ist der Optimismus der Unternehmen für das kommende Jahr groß, wie die aktuelle IW-Verbandsumfrage zeigt: Zum ersten Mal seit Beginn der Befragung rechnet keiner der 48 befragten Wirtschaftsverbände mit einem Produktions- oder Geschäftsrückgang.

Das Corona-Virus hat die deutsche Wirtschaft bereits stark beschädigt. Bisher sind nach IW-Berechnungen rund 335 Milliarden Euro an Wertschöpfung verloren gegangen, davon 190 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und 145 Milliarden im Jahr 2021. Schon ohne Omikron kommen im ersten Quartal 2022 noch einmal 35 Milliarden Euro hinzu. Die neue Welle und die damit verbundenen Einschränkungen erhöhen den BIP-Verlust noch einmal um fünf bis 15 Milliarden Euro.

Die neue Omikron-Variante und ein weiterer Lockdown könnten insbesondere das Gastgewerbe und den stationären Einzelhandel stark treffen. Rund sechs Milliarden Euro pro Monat gehen in den Geschäften vor Ort verloren, teilweise wandert der Umsatz in den Online-Handel ab. Und wenn es für die Gastronomie so schlimm kommen sollte wie Anfang 2021, könnten sich auch hier die Umsatzverluste auf über zehn Milliarden Euro gegenüber einem normalen Jahr summieren.

Langfristig wird nur eine hohe Impfquote den Weg in die Normalität ermöglichen. Je schwächer die Pandemie und je geringer die notwendigen Einschränkungen, desto geringer sind auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Eine allgemeine Impfpflicht würde diesen Prozess beschleunigen und für eine Entlastung in den Krankenhäusern sorgen. Wichtig ist aber, dass eine solche Pflicht nicht von den Arbeitgebern durchgesetzt werden muss. Diese Konflikte sollten nicht in die Betriebe getragen werden. Vielmehr wäre es Aufgabe des Staates, eine gesetzliche Impfpflicht durchzusetzen.

Quelle: www.iwkoeln.de

Die neuen Corona-Regeln

Seit dem 28. Dezember gelten auch in unserer Region die neuen Corona-Regeln. Kontaktbeschränkungen werden jetzt auf immunisierte Personen ausgeweitet. Private Treffen sind nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt – und das gilt auch draußen! Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind von der Regel aber ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person teilnimmt, dürfen neben dem eigenen Hausstand nur noch zwei Personen eines weiteren Hausstands teilnehmen. Großveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt – zum Beispiel die kommenden Spiele der DEG. Auch im Freizeitsport gibt es Änderungen: Da wo keine Masken getragen werden können, zum Beispiel beim Sport in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten, gilt 2G+. Immunisierte müssen also zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltest nachweisen.

Beim Job gilt: Falls Beschäftigte sich im Betrieben über einen längeren Zeitraum alleine in einem Verkaufsraum, einem Büroraum oder in einem Empfangs- oder Besucherraum etc. aufhalten, sind sie nicht zum Tragen einer Maske verpflichtet, solange keine weitere Person den Raum betritt. Sobald Personen den Raum betreten, müssen alle Personen die Maske anlegen und tragen. Für alle anderen Betriebe gelten nach wie vor diejenigen AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske), die gem. der nach § 2 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) vorzunehmenden Gefährdungsbeurteilung im Betrieb anzuwenden sind.

Quellen: www.antenneduesseldorf.de + www.unternehmer.nrw

Mit LED-Lichterketten 100.000 Tonnen CO2 einsparen

Ob am Tannenbaum, an der Haustür oder im Fenster: Für viele Deutsche gehören Lichterketten zum Weihnachtsfest dazu. Immer mehr Haushalte schmücken ihr Zuhause dabei mit LED-Lämpchen. Eine gute Nachricht, denn insgesamt können so 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

In der Advents- und Weihnachtszeit 2020 haben die Deutschen fast 19 Milliarden Lämpchen an Lichterketten brennen lassen – im Vorkrisenjahr 2019 waren es rund zehn Prozent weniger. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Viele Haushalte ersetzen dabei ihre alten Glüh- und Halogenlämpchen durch LED-Varianten. Für die Umwelt ist dieser weihnachtliche Klimaschutz von Vorteil: Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist der Stromverbrauch der klimaschonenden Lämpchen rund zehn Mal niedriger als bei konventionellen Lichterketten.
100.000-mal zum Weihnachtsmann und zurück
Wenn sechs Wochen lang die Lichterketten täglich von 16 bis 23 Uhr brennen, spart ein Haushalt pro Lichterkette rund 7,35 Kilowattstunden Strom, was umgerechnet rund 2,8 Kilogramm weniger CO2-Emissionen sind. Würden die gut 40 Millionen deutschen Haushalt ihre alten Lichterketten durch LED-Lämpchen ersetzen, könnten jedes Jahr zur Weihnachtszeit rund 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Zum Vergleich: Ein Flug vom Flughafen Köln/Bonn zum Flughafen Longyearbyen auf Spitzbergen in Norwegen, dem angeblichen Wohnort des Weihnachtsmannes, stößt knapp über eine Tonne CO2 pro Person aus.
Über Nacht die Lichterketten ausschalten
Wer seine alte, funktionierende Lichterkette nicht ersetzen möchte, kann ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: In vielen Haushalten brennen die stimmungsvollen Lichter tags und nachts. Dabei machen die Lichter nur am Abend richtig Freude, wenn man gemütlich am Tannenbaum sitzt. Gerade in der kalten Jahreszeit beinhaltet der Strommix weniger erneuerbare Energien, sodass sich über 14 Kilogramm CO2 pro Lichterkette sparen ließen, wenn diese nur von 16 bis 23 Uhr brennen würden. In Anbetracht der hohen Strompreise schont das nicht nur das Klima, sondern auch das Portemonnaie.

Was die Wirtschaftsexperten des IW über Weihnachten herausgefunden haben :-))

Hierzulande an Heiligabend traditionell sehr beliebt: Kartoffelsalat mit Würstchen. Eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die Deutschen für das beliebte Weihnachtsessen unterschiedlich tief in die Tasche greifen müssen. Während man im Bodenseekreis am meisten für den selbstgemachten Kartoffelsalat zahlt, kommen Menschen in Magdeburg günstig davon, sagt das IW.

Neben Gänsebraten, Entenbraten und Raclette steht in rund einem Drittel der deutschen Haushalte ein deftiger Kartoffelsalat mit Würstchen an Heiligabend auf dem Tisch, zeigen aktuelle Daten des Statista Global Consumer Survey. Kein Wunder: Der 24. Dezember gilt deutschlandweit noch als Werktag. Außerdem kommt im Weihnachtsstress ein einfaches Gericht wie Kartoffelsalat mit Würstchen gerade recht – und im Vergleich zu Gänsebraten ist der Klassiker auch noch erschwinglich. Doch eine neue IW-Auswertung zeigt, dass das Gericht in manchen Kreisen Deutschlands fast 25 Prozent teurer ist als in anderen – obwohl die gleichen Produkte und Mengen verwendet werden. Die Berechnungen basieren auf Preisdaten des Lebensmitteleinzelhändlers Rewe.

Um den deutschlandweiten Vergleich möglichst fair zu gestalten, gehen die IW-Wissenschaftler von einem einfachen Rezept bestehend aus Kartoffeln, Zwiebeln, Senf, Mayonnaise, Gewürzgurken, Joghurt und Bockwürsten für vier Personen aus. Wenig zahlen Haushalte etwa im Altenburger Land, in Stendal und in Magdeburg: Hier kostet der Warenkorb mit 5,05 Euro deutschlandweit am wenigsten. Ganz im Gegensatz dazu müssen die Menschen im Bodenseekreis mit 6,24 Euro am tiefsten in die Tasche greifen – und das mit Abstand: Die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz steht mit 5,87 Euro auf Platz zwei.

Auffallend ist, dass die Preise in den neuen Bundesländern, aber auch in einigen ländlichen Regionen besonders günstig sind. Das liegt zum einen an der Kaufkraft der Kunden: Im Schnitt verdienen die Menschen im Osten noch immer weniger als im Rest der Republik. „Auch die Ladenmieten sind in den neuen Bundesländern niedriger als im Westen. Die Märkte dort können also auch mit niedrigeren Preisen lukrativ wirtschaften“, sagt IW-Ökonom Christoph Schröder. „Außerdem gilt: In Innenstadtlagen sind Produkte häufig teurer als am Stadtrand.“

Höchste Zeit für mehr Tempo bei der Transformation der Wirtschaft – Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind neue Herausforderungen, aber auch Chancen

Thomas Buschmann, Vorsitzender Bankenverband NRW,
Sprecher der regionalen Geschäftsleitung Nordwest,
Deutsche Bank AG, Düsseldorf

„Wie kann die digitale und klimaneutrale Transformation der Unternehmen in NRW am besten finanziert werden?“, lautet die Überschrift einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln(IW), die sich im Auftrag des Bankenverbands NRW, der Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, dem Genossenschaftsverband sowie dem NRW-Wirtschaftsministerium zum ersten Mal überhaupt mit den Chancen und Risiken der Transformationsfinanzierung auseinandergesetzt hat. Die Herausforderungen an die Unternehmensfinanzierung sind gewaltig: Das IW Köln schätzt allein für Nordrhein- Westfalen (NRW) einen jährlichen Investitionsbedarf in die Digitalisierung von durchschnittlich 17,2 Mrd. Euro, in die Nachhaltigkeit von bis zu 55 Mrd. Euro. Dies entspricht ungefähr 10 % des NRW-Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das werden weder die Unternehmen, noch die Banken alleine schaffen. Allein die unterschiedlichen Finanzierungsbedarfe offenbaren den Veränderungsdruck: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben eine immense Informations-, Beratungs- und Schulungsnachfrage, während es bei Global Playern vor allem um die Bereitstellung großer Investitionsvolumina geht.

Vollständiger Gastbeitrag

Quelle: Bankenverband NRW