Re-Start im Düsseldorfer Einzelhandel

Der Einzelhandel in unserer Stadt knüpft Hoffnungen an die Geschäftsöffnungen. Seit dieser Woche können wir nach Terminabsprache in die Läden gehen und einkaufen. Laut Handelsverband in Düsseldorf nutzen 95 Prozent der Geschäfte die „Click&Meet“-Methode. Für uns Verbraucher lohnt es sich aber, sich genau vorher zu informieren, wer mitmacht.

Beispiel Mode: P&C bleibt geschlossen, C&A hat wieder geöffnet. (UPDATE vom 9. März: P&C hat auch wieder geöffnet und bietet den Service Click & Meet an). Auf vielen Internetseiten der Länden können Kunden Termine ausmachen. Oft geht es aber auch vor den Geschäften. Mittels eines QR-Codes kommt man mit seinem Smartphone direkt auf die Anmeldeseite. Wie genau das Click&Meet gehandhabt wird, ist sehr unterschiedlich. Bei IKEA in Reisholz werden beispielsweise 90 Minuten-Slots vergeben, für die man sich vorher anmelden muss. Sorge bereitet dem Handelsverband allerdings, dass die jetzigen Einnahmen durch die Personalkosten wieder aufgezehrt werden.

Quelle: ANTENNE DÜSSELDORF

ifaa: Neue Arbeitszeiten braucht das Land – 11 Thesen zur Arbeitszeit der Zukunft

Die Corona-Pandemie hat der Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes einen enormen Entwicklungsschub gebracht. Unternehmen und Beschäftigte haben viel ausprobiert und dazu gelernt. In diesem Zusammenhang steht die Frage: Wie soll sie aussehen, die Arbeitszeit der Zukunft?

Das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat 11 Thesen zu den zukünftigen Herausforderungen und Potenziale einer flexiblen, gesundheits- und bedarfsgerechten Arbeitszeitgestaltung erarbeitet. Dominant über allen Thesen steht: „Traditionelle Arbeitszeitmodelle stoßen an ihre Grenzen. Eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten ist gewünscht und notwendig.“

Download des ausführlichen Thesenpapiers: www.arbeitswissenschaft.net/thesen-arbeitszeit
Die essenzielle Herausforderung einer modernen und innovativen Arbeitszeitgestaltung wird folglich darin liegen, die unterschiedlichen bestehenden und eingeführten Konzepte mit den neuen Entwicklungen insbesondere im Hinblick auf die dort nutzbaren Synergien zu untersuchen, zu bewerten und für die Unternehmen nutzbar zu machen.

Die 11 Thesen auf einen Blick:

1) Traditionelle Arbeitszeitmodelle stoßen an ihre Grenzen. Die Transformation der neuen Arbeitswelt erfordert zunehmend eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit. Der normale Arbeitstag mit einem Achtstundentag und einer Fünftagewoche verliert weiter stark an Bedeutung.

2) Arbeitszeiten müssen so flexibel und bedarfsgerecht gestaltet sein, dass sie Unternehmen im globalen Wettbewerb die notwendige Beweglichkeit einräumen und damit langfristig Arbeitsplätze sichern. Zukunftsfähige Ausgestaltung der Arbeitszeit ist ein wichtiges Instrument für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

3) »Doppelte Flexibilität«: Die flexible und individuelle Arbeitszeitgestaltung, welche sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte vorteilhaft ist, muss zwei Perspektiven gleichermaßen berücksichtigen: zum einen die betriebliche Flexibilität zur stets zuverlässigen und wirtschaftlichen Erfüllung von Kundenbedürfnissen und zum anderen die individuelle Flexibilität der Beschäftigten hinsichtlich einer lebenssituationsspezifischen Arbeitszeit wie zum Beispiel bei der Betreuung von Kindern oder der Pflege kranker Angehöriger.

4) Echte Flexibilität ist nur mit Arbeitszeitkonten zu erreichen. Eine formal und organisatorisch im Unternehmen verankerte Flexibilität kann nur dann alle Potenziale entfalten, wenn eine Steuerung und Verwaltung der Arbeitszeit mithilfe von Arbeitszeitkonten vorgenommen werden.

5) Eine zunehmende Autonomie der Beschäftigten bei der Gestaltung von Arbeitszeiten, wie sie von Beschäftigten und Gewerkschaften gefordert wird, muss folglich auch mit einem »Mehr« an Verantwortung für die eigene Gesundheit und den Arbeitsschutz einhergehen.

6) Orts- und zeitflexibles Arbeiten gewinnt an Bedeutung, trägt maßgeblich zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei und ist somit ein wesentlicher Attraktivitätsfaktor für deutsche Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte. Dabei sind die Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft. Wir gehen davon aus, dass sich in Zukunft der Anteil der Beschäftigten, die orts- und zeitflexibel arbeiten werden, noch weiter stark erhöhen wird.

7) Eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten ist gewünscht und notwendig. Dies kann nur innerhalb zukunftsweisender gesetzlicher und/oder tariflicher Rahmenbedingungen, welche die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen aufgreifen, umgesetzt werden.

8) Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schicht- und Nachtarbeit nimmt seit Jahren zu. Dieser Trend wird sich wohl auch mit der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen und dem Einsatz kapitalintensiver Produktionseinrichtungen weiter fortsetzen.

9) Für ergonomische Schichtplangestaltung ist die Berücksichtigung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse nach wie vor unerlässlich. Um den Veränderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden, sollten jedoch die neu gewonnenen arbeitswissenschaftlichen und arbeitsmedizinischen Ansätze und Erkenntnisse konstruktiv diskutiert und gegebenenfalls in die aktuellen und zukünftigen Diskussionen integriert werden.

10) Flexible, gesundheits- und bedarfsgerechte Schichtarbeit ist planbar. Schichtplangestaltung auf der Basis arbeitswissenschaftlicher Kriterien hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Dass gesunde und flexible Schichtmodelle planbar sind, zeigen die Ergebnisse einer ifaa-Studie aus dem Jahr 2019.

11) Es gibt kein Patentrezept für Arbeitszeitgestaltung. Zahlreiche Kombinationen von Kriterien und Aspekten, wie zum Beispiel Arbeitsorganisation, kurze Reaktions- und Lieferzeiten, Reaktion auf saisonale und konjunkturelle Auslastungsschwankungen, Chronobiologie, Alter, Geschlecht, persönliches Risikoprofil sind ausschlaggebend für eine bedarfs- und gesundheitsgerechte Arbeitszeitgestaltung. Die Herausforderung auf betrieblicher Ebene liegt darin, die jeweiligen betrieblichen Anforderungen mit den Wünschen und Bedarfen der Beschäftigten abzugleichen und optimal aufeinander abzustimmen.

Henkel mit robuster Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 trotz starker Belastungen durch COVID-19-Pandemie

„Trotz des starken Rückgangs der Weltwirtschaft infolge der COVID-19-Pandemie haben wir im Geschäftsjahr 2020 über alle Unternehmensbereiche hinweg eine insgesamt robuste Entwicklung erzielt. Im Gesamtjahr lagen unsere Geschäftsergebnisse am oberen Ende unserer Prognose. Wir haben dies aufgrund unseres ausgewogenen Portfolios, erfolgreicher Innovationen und unserer finanziellen Stärke sowie dank des herausragenden Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit erreicht. Ich möchte ihnen allen für ihre hervorragende Leistung in diesem wirklich herausfordernden Jahr danken“, sagte Carsten Knobel, Vorsitzender des Vorstands von Henkel (Foto).

„Wir haben einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro erreicht, der organisch leicht unter dem Vorjahresniveau lag, und sind mit einer bereinigten EBIT-Marge von 13,4 Prozent profitabel geblieben. Der sehr starke Free Cashflow von über 2,3 Milliarden Euro liegt nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Auf Basis dieser robusten Ergebnisse und aufgrund unserer starken finanziellen Basis werden wir den Aktionären bei der anstehenden Hauptversammlung eine stabile Dividende vorschlagen. Seit dem Börsengang vor 35 Jahren hat Henkel immer eine Dividende gezahlt, die über oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres lag“, ergänzte Knobel.

„Während der COVID-19-Krise haben wir uns flexibel und schnell an Veränderungen in unseren Märkten angepasst. Dabei hatte die Sicherheit unserer Mitarbeiter für uns höchste Priorität. Gleichzeitig konnten wir die Umsetzung unserer strategischen Agenda vorantreiben: ein erfolgreiches Portfolio gestalten, unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem wir erfolgversprechende Innovationen beschleunigen, Nachhaltigkeit noch weiter in alle Aktivitäten integrieren und die digitale Transformation vorantreiben sowie zukunftsfähige Geschäftsprozesse sicherstellen. Aber am wichtigsten ist für mich, dass wir unsere Kultur der Zusammenarbeit gestärkt und einen Kulturwandel eingeleitet haben. Diesen Weg gehen wir weiter. Damit wollen wir überdurchschnittliche Leistungen und ganzheitliches Wachstum erzielen – für unsere Kunden und Verbraucher, unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter und Aktionäre, die Gesellschaft und den Planeten.“

Im Gesamtjahr lag der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies unter dem Niveau des Vorjahres, bedingt durch einen deutlichen Nachfragerückgang von wichtigen Abnehmerindustrien. Dennoch hat der Unternehmensbereich dank der Breite seines Portfolios und erfolgreicher innovativer Lösungen seine Robustheit in einem globalen wirtschaftlichen Abschwung bewiesen.

Die organische Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich Beauty Care lag unter dem Vorjahresniveau, stark beeinträchtigt durch das Friseurgeschäft aufgrund behördlich verordneter Schließungen. Das Retailgeschäft hingegen erzielte gutes Wachstum getragen von der erfolgreichen Entwicklung der Top-Marken sowie der Einführung neuer Produkte, die wichtige Verbrauchertrends aufgreifen.
Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum. Die Zuwächse waren sowohl auf die stark gestiegene Nachfrage nach Hygieneprodukten als auch auf erfolgreiche Innovationen zurückzuführen, die auch die erhöhte Nachfrage nach nachhaltigeren Produkten bedienen.

Nachdem im zweiten Quartal aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Shutdowns ein stark negativer Einfluss auf den Umsatz der Unternehmensbereiche Adhesive Technologies und Beauty Care zu verzeichnen war, erzielten alle drei Unternehmensbereiche im zweiten Halbjahr 2020 ein gutes organisches Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung in den Konsumentengeschäften geht auch auf die höheren Investitionen in Marken, Innovationen und Digitalisierung zurück.

Auf Konzernebene sank das bereinigte betriebliche Ergebnis (EBIT) um -19,9 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Die bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) lag bei 13,4 Prozent und damit um -2,6 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2019. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie lag bei 4,26 Euro, ein Rückgang von -17,9 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

„Die Entwicklung unseres Ergebnisses spiegelt unsere höheren Investitionen wider, die wir bereits Anfang 2020 angekündigt hatten und an denen wir trotz der Krise festgehalten haben. Die rückläufige Nachfrage in wichtigen Geschäftsbereichen während der COVID-19-Krise hat unsere Profitabilität zudem negativ beeinflusst. Dank unseres erfolgreichen Kostenmanagements und der Einführung verbesserter Geschäftsprozesse konnten wir die Auswirkungen der Krise auf unser Ergebnis jedoch teilweise abmildern“, erklärte Carsten Knobel.

„Während wir die aktuelle Krise bewältigen, bleiben wir weiter fokussiert auf unsere ambitionierte Wachstumsagenda für die kommenden Jahre. Wir sind zuversichtlicher denn je, mit unserem globalen Team unsere ganzheitliche Wachstumsagenda umzusetzen und unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten.“

Ausblick 2021
„Zu Beginn dieses Jahres besteht weiterhin eine hohe Unsicherheit darüber, wie sich die Pandemie weiterentwickeln wird, wie schnell Impffortschritte erzielt werden und welchen Einfluss dies auf die in zahlreichen Ländern aktuell geltenden Einschränkungen haben wird. Wir erwarten, dass sich die Industrienachfrage und für Henkel wesentliche Bereiche des Konsumgütergeschäfts, insbesondere das Friseurgeschäft, erholen werden. Gleichzeitig rechnen wir in Kategorien des Konsumgütergeschäfts, in denen es pandemiebedingt eine erhöhte Nachfrage gab, mit einer Normalisierung der Nachfrage. Außerdem gehen wir davon aus, dass in unseren Kernregionen bestehende pandemiebedingte Beschränkungen im Verlauf des ersten Quartals aufgehoben werden und es im Jahresverlauf zu keinen weiteren weitreichenden Geschäfts- und Produktionsschließungen in Industrie und Handel kommen wird“, sagte Carsten Knobel.

Unter Berücksichtigung dieser Annahmen erwartet Henkel im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz- und Ergebniszuwachs. Das Unternehmen geht auf Konzernebene von einem organischen Umsatzwachstum von 2,0 bis 5,0 Prozent und einer bereinigten Umsatzrendite (EBIT-Marge) in der Bandbreite von 13,5 bis 14,5 Prozent aus. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwartet Henkel einen Anstieg in der Bandbreite von 5,0 bis 15,0 Prozent.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2020
Der Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2020 mit 19.250 Mio. Euro um -4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die organische Umsatzentwicklung – also bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen/Divestments – war mit -0,7 Prozent leicht negativ. Akquisitionen und Divestments erhöhten den Umsatz um 0,3 Prozent. Wechselkurseffekte wirkten sich mit -3,9 Prozent negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies verzeichnete angesichts einer infolge der COVID-19-Pandemie deutlich rückläufigen Nachfrage wichtiger Abnehmerindustrien eine organische Umsatzentwicklung von -4,2 Prozent. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care verringerte sich organisch um -2,8 Prozent, insbesondere beeinträchtigt durch das schwierige Marktumfeld im Friseurgeschäft in vielen wichtigen Regionen und Märkten, während das Retailgeschäft eine gute Umsatzentwicklung erzielte. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum von 5,6 Prozent. Die Entwicklung war durch starke Innovationen und die pandemiebedingt stärkere Nachfrage nach Hygieneprodukten getragen.

Die Wachstumsregionen verzeichneten eine organische Umsatzsteigerung von 3,0 Prozent. Die Geschäfte in den reifen Märkten zeigten mit -3,2 Prozent eine rückläufige organische Umsatzentwicklung.

In einem weiterhin wettbewerbsintensiven Marktumfeld zeigte Westeuropa eine negative organische Entwicklung von -4,4 Prozent. Osteuropa erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 7,1 Prozent. In Afrika/Nahost stieg der Umsatz organisch um
7,0 Prozent. Die organische Umsatzentwicklung in Nordamerika lag bei -2,2 Prozent. Lateinamerika verzeichnete einen leichten organischen Umsatzrückgang von -0,5 Prozent.
In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz organisch um -1,6 Prozent zurück.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT) lag im Jahr 2020 bei 2.579 Mio. Euro, nach 3.220 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019 (-19,9 Prozent).

Die bereinigte Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) erreichte 13,4 Prozent,
-2,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Die Entwicklung war auch durch die höheren Investitionen in Marketing und Werbung sowie Digitalisierung und IT beeinflusst.

Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie sank um -21,5 Prozent von 5,43 Euro im Geschäftsjahr 2019 auf 4,26 Euro. Bei konstanten Wechselkursen ging das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um -17,9 Prozent zurück.

Das Netto-Umlaufvermögen verbesserte sich deutlich auf 0,7 Prozent vom Umsatz, gegenüber 3,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Free Cashflow blieb sehr stark und erreichte mit 2.338 Mio. Euro fast das Niveau des Vorjahres (2019: 2.471 Mio. Euro).

Die Nettofinanzposition verbesserte sich deutlich und lag zum 31. Dezember 2020 bei
-888 Mio. Euro (31. Dezember 2019: -2.047 Mio. Euro).

Vorstand, Aufsichtsrat und Gesellschafterausschuss schlagen der Hauptversammlung am
16. April 2021 eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie und von 1,83 Euro je Stammaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von
43,7 Prozent. Die angestrebte Bandbreite von 30 bis 40 Prozent wird dabei vor dem Hintergrund des besonderen Charakters der Ergebnisbelastungen durch die COVID-19-Pandemie überschritten. Dies ist auch dank der starken Finanzbasis und geringen Nettofinanzverschuldung des Henkel-Konzerns möglich. Für die Zukunft hält Henkel an seiner Dividendenpolitik unverändert fest.

Entwicklung der Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2020
Im Geschäftsjahr 2020 erreichte der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies 8.684 Mio. Euro und lag damit nominal -8,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Organisch verringerte sich der Umsatz um -4,2 Prozent. Insbesondere das erste Halbjahr war stark von der COVID-19-Pandemie belastet. Im zweiten Halbjahr konnte jedoch über alle Geschäftsfelder und Regionen hinweg eine Erholung der Nachfrage verzeichnet werden. Das bereinigte betriebliche Ergebnis erreichte 1.320 Mio. Euro (Vorjahr: 1.712 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite lag mit 15,2 Prozent unterhalb des Vorjahres. Der Margenrückgang ist insbesondere auf das pandemiebedingt deutlich niedrigere Umsatzvolumen zurückzuführen.

Im Unternehmensbereich Beauty Care zeigte der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 eine organische Entwicklung von -2,8 Prozent. Nominal lag der Umsatz -3,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und erreichte 3.752 Mio. Euro. Die Entwicklung ist insbesondere auf die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Friseurgeschäft zurückzuführen. Das Retailgeschäft dagegen zeigte eine insgesamt gute organische Umsatzentwicklung. Das bereinigte betriebliche Ergebnis erreichte 377 Mio. Euro (Vorjahr: 519 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite lag bei 10,0 Prozent, belastet durch das rückläufige Umsatzvolumen im Friseurgeschäft sowie höhere Investitionen in Marketing und Werbung sowie Digitalisierung und IT.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erreichte im Geschäftsjahr 2020 eine organische Umsatzsteigerung von 5,6 Prozent. Nominal stieg der Umsatz um 0,7 Prozent auf 6.704 Mio. Euro. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag bei 1.004 Mio. Euro (Vorjahr: 1.096 Mio. Euro). Die bereinigte Umsatzrendite lag bei 15,0 Prozent und damit unter dem Niveau des Vorjahres, insbesondere aufgrund der höheren Investitionen in Marketing und Werbung sowie Digitalisierung und IT.

Agenda für ganzheitliches Wachstum: starke Dynamik
Anfang März 2020 hat Henkel die Wachstumsagenda des Unternehmens für die kommenden Jahre vorgestellt. Dafür hat Henkel einen klaren strategischen Rahmen entwickelt. Dazu gehören: ein erfolgreiches Portfolio, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, vor allem in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, zukunftsfähige Geschäftsmodelle sowie eine starke Unternehmenskultur. „Dieser strategische Rahmen wird uns helfen, die nächste Dekade für Henkel mit einem klaren Fokus auf ganzheitliches Wachstum zu gewinnen. Trotz der Fokussierung auf das Krisenmanagement konnten wir im Jahr 2020 unsere Wachstumsagenda vorstellen und mit ihrer Umsetzung beginnen. Wir sind fest entschlossen, 2021 und in den kommenden Jahren weitere Fortschritte zu erzielen“, erklärte Carsten Knobel.
Ein Kernelement für die zukünftige Ausrichtung von Henkel ist ein aktives Portfoliomanagement. Henkel hat Marken und Kategorien mit einem Gesamtumsatz von mehr als einer Milliarde Euro identifiziert, überwiegend im Konsumentengeschäft, von denen rund 50 Prozent bis Ende 2021 veräußert oder eingestellt werden sollen. Für die übrigen Marken und Geschäfte wird eine deutliche Verbesserung angestrebt. Im Jahr 2020 zeigten, gemessen am Umsatz, bereits 60 Prozent dieser Marken und Geschäfte eine verbesserte Topline-Dynamik.

Trotz der Marktunsicherheiten im Jahr 2020 hat Henkel bereits für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatzvolumen von mehr als 100 Mio. Euro Vereinbarungen über den Verkauf unterzeichnet, den Verkauf abgeschlossen oder sie eingestellt. Im Zusammenhang mit dem aktiven Portfoliomanagement von Henkel wurde im Jahr 2020 für zu verkaufende oder einzustellende Geschäfte ein nicht zahlungswirksamer Wertminderungsaufwand in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. Euro gebucht.

Gleichzeitig hat Henkel sein Portfolio durch Akquisitionen gestärkt und dafür seine starke Bilanz eingesetzt. Im Jahr 2020 hat Henkel zwei Akquisitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro in den Unternehmensbereichen Beauty Care und Adhesive Technologies vereinbart und abgeschlossen.

Um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, konzentriert sich Henkel darauf, starke Innovationen zu beschleunigen, Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal zu stärken und die digitale Transformation weiter voranzutreiben.

Im Jahr 2020 hat Henkel seine Investitionen in Marken, Technologien und Innovationen sowie zur Beschleunigung der digitalen Transformation im Vergleich zu 2019 um rund 200 Millionen Euro (350 Millionen Euro im Vergleich zu 2018) erhöht. Diese Investitionen zeigen erste Erfolge: Henkel konnte in vielen wichtigen Märkten und Kategorien Marktanteile gewinnen. Außerdem hat das Unternehmen seine Innovationsprozesse weiter beschleunigt und neue Produkte schneller auf den Markt gebracht. Das hat zum Beispiel geholfen, mit „Fast-Track“-Innovationen schnell auf den starken Nachfrageschub nach Hygiene-, Desinfektions- und Reinigungsprodukten zu reagieren. Im Fokus der Innovationen standen wichtige Trends wie Hygiene, natürlichere und nachhaltigere Produkte sowie höhere Convenience.

Die Unternehmensbereiche Beauty Care und Laundry & Home Care haben interne Inkubator-Teams eingerichtet, um Innovationen weiter zu beschleunigen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Sie verbinden agile Arbeitsansätze mit der Größe und Expertise eines globalen Unternehmens: Das „Fritz Beauty Lab“, inspiriert von Firmengründer Fritz Henkel, zielt darauf ab, Wachstumspotenziale in bestehenden und neuen Kategorien zu erschließen oder sogenannte „White Spots“ zu identifizieren, um neue Marken zu entwickeln. Unter dem Dach von „Love Nature“ hat der Unternehmensbereich Laundry & Home Care eine neue Ideenfabrik etabliert. Dieses Team konzentriert sich vor allem auf nachhaltige Innovationen im Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel. Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies hat Henkel die Investitionen in das hochmoderne Innovationszentrum in Düsseldorf fortgeführt. Das Zentrum mit einer Gesamtinvestitionssumme von 130 Millionen Euro steht kurz vor der Fertigstellung und wird in der ersten Jahreshälfte 2021 den Betrieb aufnehmen.

Nachhaltigkeit ist eine der großen Stärken von Henkel. Das Unternehmen hat hier eine führende Rolle, die regelmäßig in Ratings und Rankings bestätigt wird. Daher will Henkel seine führende Position im Bereich Nachhaltigkeit als klares Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb weiter stärken. Im Jahr 2020 konnte Henkel Nachhaltigkeit in seinen Geschäften weiter verankern und Fortschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben. Henkel hat neue Produkte auf den Markt gebracht, die die steigenden Erwartungen der Verbraucher an natürliche und nachhaltige Produkte adressieren. Dazu gehören zum Beispiel Haar- und Körperpflegeprodukte in fester Form unter den Beauty Care-Marken Nature Box und N.A.E. sowie im Laundry & Home Care-Geschäft die Erweiterung des Pro Nature-Sortiments und die erfolgreiche Einführung von Love Nature, einer kategorieübergreifenden nachhaltigen Marke. Im Bereich Adhesive Technologies wurde unter der Marke Loctite eine neue Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Polyethylen in Lebensmittel- und anderen Verpackungen durch Papier zu ersetzen. Über solche Innovationen für nachhaltigere Produkte hinaus hat Henkel einen virtuellen Stromabnahmevertrag für erneuerbare Energie abgeschlossen. Damit wird der Energiebedarf aller Henkel-Standorte in Nordamerika abgedeckt. Und Henkel war das erste Unternehmen, das eine Anleihe zur Reduzierung von Plastikabfall ausgegeben hat. Mit dem Emissionserlös von rund 100 Millionen Euro werden Maßnahmen zur Reduzierung von Kunststoffabfällen in der gesamten Wertschöpfungskette finanziert. Die Anleihe unterstreicht das Engagement von Henkel, eine Kreislaufwirtschaft zu fördern, Plastikabfall zu reduzieren sowie für das Thema „Sustainable Finance“.

Henkel verfolgt das Ziel, zwischen 2010 und 2030 den Wert seiner Geschäftstätigkeit, Produkte und Dienstleistungen im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck zu verdreifachen. Auf dem Weg zu diesem langfristigen Ziel hat Henkel mittelfristige Ziele für 2020 definiert und konnte diese in den meisten Dimensionen erreichen. Insgesamt hat Henkel seine Ressourceneffizienz im Jahr 2020 um 64 Prozent gegenüber 2010 verbessert.

Neben Innovation und Nachhaltigkeit hat Henkel die Digitalisierung als zentralen Hebel zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit definiert. Henkel will so die Wertschöpfung für Kunden und Verbraucher über alle Unternehmensbereiche hinweg steigern. Um diesen Prozess zu ermöglichen und zu beschleunigen, hat Henkel 2020 eine neue Einheit geschaffen: Henkel Digital Business oder kurz Henkel dx. Hier sind die Digital-, Business Process Management- und IT-Expertise in einer globalen Organisation vereint. Henkel dx hat im vergangenen Jahr seinen ersten Innovation Hub in Berlin eröffnet. Weitere Hubs sollen als Teil eines globalen Netzwerks folgen. Im Laufe des Jahres 2020 hat sich der Anteil des Umsatzes über digitale Kanäle über alle Unternehmensbereiche hinweg deutlich erhöht. Insgesamt stieg der digital erzielte Umsatz von Henkel um rund 20 Prozent, wobei die Konsumentengeschäfte zusammen ein Wachstum von über 60 Prozent erzielten. Auf Konzernebene hat sich der Anteil der digitalen Umsätze weiter erhöht und stieg auf rund 15 Prozent.

Schlanke, schnelle und zukunftsfähige Geschäftsprozesse sind wichtige Aspekte des strategischen Rahmens von Henkel. Um diese zu gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu verbessern, passt das Unternehmen kontinuierlich die Prozesse und Strukturen im gesamten Unternehmen an und gestaltet sie falls erforderlich neu. Auf diese Weise werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht, die Kundennähe mit schnelleren Entscheidungen gesteigert und die Effizienz im Unternehmen weiter erhöht. Im Jahr 2020 hat Henkel im Unternehmensbereich Adhesive Technologies durch die Einführung neuer Organisationsstrukturen die Märkte noch zielgerichteter bedienen können. In den Unternehmensbereichen Beauty Care und Laundry & Home Care wurden weitere organisatorische Veränderungen zur stärkeren regionalen Fokussierung und zu mehr
Kunden- und Verbrauchernähe weiter umgesetzt.

Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur von Henkel sowie die Beschleunigung der kulturellen Transformation steht im Mittelpunkt der Agenda für ganzheitliches Wachstum von Henkel. Ziel ist es, eine Kultur der Zusammenarbeit zu fördern. Dabei stehen Gestaltungspielräume der Mitarbeiter und die „Leadership Commitments“ im Fokus. Im Jahr 2020 hat Henkel vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Zusammenarbeit und individuelle Gestaltungsspielräume zu fördern, die Weiterbildung seiner Mitarbeiter mit Blick auf zukunftsrelevante Fähigkeiten voranzutreiben und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Henkel hat eine globale Umfrage – den Organizational Health Index – im Unternehmen durchgeführt, um Stärken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und den kulturellen Wandel zu gestalten. Die Bestrebungen des Unternehmens, seine Kultur kontinuierlich weiterzuentwickeln und weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben, wurden durch deutliche Verbesserungen in wichtigen Arbeitgeber-Rankings und -Benchmarks belegt.

„Ich bin stolz auf die Fortschritte, die wir bei der Umsetzung unserer strategischen Agenda gemacht haben, während wir mit einer globalen Pandemie konfrontiert waren. Ich bin beeindruckt von der Stärke unseres Unternehmens, die es uns ermöglicht hat, eine robuste Geschäftsentwicklung zu erzielen und unsere finanzielle Basis weiter zu verbessern. Aber das Wichtigste ist das Gefühl der Dankbarkeit und des aufrichtigen Respekts für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Henkel. Ihre Leistung, Zusammenarbeit und positive Einstellung im vergangenen Jahr haben mich berührt und inspiriert. Ich möchte ihnen allen für ihre unschätzbaren Beiträge in diesem außergewöhnlichen Jahr danken“, fasste Carsten Knobel zusammen.

* Bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen.

Die News aus unserem heutigen (05.03.) „Beste-Nachrichten-Podcast“

+ Nicht nur die Menschen, sondern auch die Unternehmen leiden unter dem Wohnungsmarkt in Düsseldorf. Es gibt zu wenige Wohnmöglichkeiten in unserer Stadt und die Wohnungen, die auf dem Markt sind, sind zu teuer. Dies sagt auch eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Das Problem: Die Unternehmen in der Stadt benötigen Fachkräfte. Für Fachkräfte sind aber nicht ein gutes Gehalt und ein schönes Umfeld wichtig, sondern vor allem auch gute und preisgünstige Wohnmöglichkeiten und gute Schulen und Kitas wichtig. Und jetzt kommt sie, die gute Nachricht: in Düsseldorf nämlich werden zwei neue Wohnprojekte geplant: In Ludenberg soll ein Wohnviertel im Bereich der Bergischen Landstraße / Blanckertzstraße entstehen. Neben Mehr- und Einfamilienhäusern werden auch eine Schule und eine Kita gebaut. Das zweite große Wohnprojekt heißt: „Heerdterhof Garten“. Künftig können die Bewohner direkt am Albertussee wohnen. Insgesamt sollen 700 Wohneinheiten in den Bereichen Heerdter Lohweg, Brüsseler Straße und Schiessstraße entstehen. Geplant sind zudem zwei Kitas, ein Rundweg um den See und eine Lärmschutzwand zur Brüsseler Straße.

+ Die CDU hat in dieser Woche ein Wahlversprechen eingelöst. Die Umweltspuren wurden abgeschafft. Sie waren vor allem für unsere Berufspendler, für die Handwerksbetriebe und für die Logistik von Handel und Industrie ein Ärgernis, weil sie alle jeden Morgen in stundenlang Staus standen. Teilweise reichten die Staus im Süden bis auf die A46. Zu dieser guten Nachrichten gesellt sich direkt eine zweite gute Nachricht, denn eine Umweltspur wird umgewandelt in eine Fahrrad- und Busspur, nämlich zwischen Moltkestraße und Rochusstraße. Planungen für die Fortsetzung der Radwege in den Norden und in den Süden laufen bereits.

+ Die 3. gute Nachricht aus der Düsseldorfer Wirtschaft: es werden wieder analoge Veranstaltungen geplant. Am 01. Juni gibt es eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl. Veranstalter ist der Ausbilderkreis hier in Düsseldorf – Veranstaltungspartner sind Vodafone und die Unternehmerschaft Düsseldorf. Auch der Düsseldorfer Arbeitgebertag wird in diesem Jahr wieder stattfinden, nämlich am 17. Juni. Und der Düsseldorfer Markt für Zeitgenössisches Kunsthandwerk verwandelt am 19. und 20. Juni das Parkdeck der Handwerkskammer am Georg-Schulhoff-Platz in Düsseldorf in ein luftiges Ausstellungsgelände. Auch in diesem Jahr lädt das hochwertige Angebot aus den Bereichen Schmuck, Textil/Leder, Keramik, Glas, Holz, Metall, Stein, Foto und Papier lädt zum Schauen und Entdecken ein.

+ Regelmäßig werden Studien veröffentlicht, die Sorgen und Ängste der Menschen nach Ländern erheben. Zum 29. Mal hat das Infocenter der R+V Versicherungen im Jahr 2020 2.400 Menschen in Deutschland nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familien und Gesundheit befragt. Die gute Nachricht: Wir sind so gelassen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Tatsächlich zeigt sich auch in der Corona-Krise kaum eine Spur von Sorgen und Ängsten. Im Fokus standen natürlich die wirtschaftlichen Themen. Übertroffen wurden diese nur von der Befürchtung, dass die Politik von Donald Trump die Welt gefährlicher macht. Auch dieses Thema ist nun aber abgeharkt.

Rheinmetall-Tochter bucht Auftrag in China: Elektromotorengehäuse für international tätigen Automobilhersteller

Mit einem Lifetime-Umsatz im deutlich zweistelligen Millionen-Eurobereich hat das zum Rheinmetall Konzern gehörende Joint Venture HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd. (KPSNC) einen Großauftrag eines führenden internationalen Automobilherstellers erhalten.

Geordert wurden Elektromotorengehäuse aus Aluminium, die in der gesamten elektrisch angetriebenen Modellflotte des Kunden modular eingesetzt werden. Produktionsstart ist im März 2021. Die Laufzeit des Vertrages erstreckt sich über fünf Jahre.

Die Elektromotorengehäuse werden im chinesischen Werk Kunshan gegossen und anschließend am KPSNC-Standort in Loutang/China endbearbeitet.

Der Aluminiumgussbereich von Rheinmetall mit der KS HUAYU AluTech GmbH in Deutschland und KPSNC in China ist seit vielen Jahrzehnten Experte für hochkomplexe Aluminiumgussteile und bringt seine umfangreiche Expertise jetzt in den aufstrebenden expansiven Markt der Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb ein.

Für diese Antriebsform wird eine große Anzahl ganz neuer Komponenten benötigt, wie zum Beispiel Gehäuse für Batterien oder Elektromotoren. Sie alle werden aufgrund ihrer Komplexität bevorzugt als Gussteile konstruiert. Da die Batterien eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges vergleichsweise schwer sind, ergibt sich für alle anderen Komponenten fast zwingend eine Notwendigkeit zum Leichtbau, so dass neben leichten Stahlwerkstoffen bevorzugt vor allem auch Aluminiumgehäuse zum Einsatz kommen.

Mercedes-Benz Vans verlängert Engagement beim Radsportverband UCI

Mercedes-Benz Vans, dazu gehört auch das Düsseldorfer Sprinter-Werk, setzt sein zwischenzeitlich dreijähriges Engagement beim internationalen Radsportverband UCI auch 2021 fort und tritt weiterhin als Titel-Sponsor des UCI Mountain Bike World Cup auf. Auch die UCI Mountain Bike World Championships begleitet die Marke mit dem Stern erneut, ab diesem Jahr als Haupt-Partner. Im Zentrum des Markenengagements in der Biking-Szene steht die Großraumlimousine V-Klasse, ebenso ihr neues, elektrisch angetriebenes Schwestermodell EQV (Stromverbrauch kombiniert: 26,4-26,3 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)[1]. Anja Gutmann, Leiterin der Marketingkommunikation bei Mercedes-Benz Vans, sagte anlässlich der Vertragsverlängerung: „Wir freuen uns über die Fortführung unserer Markenpräsenz im Mountainbiking zusammen mit unserem langjährigen Partner, der UCI.“ Und betonte: „Wir sind stolz, ab diesem Jahr, neben der V-Klasse, auch verstärkt unseren EQV in unser Sportengagement zu integrieren! Damit machen wir einen weiteren Schritt in Richtung lokal emissionsfreie Zukunft. Und setzen ein Zeichen für die folgenden Generationen.“

Azubimesse Hallo Chef*in

Heute (01.03.) startet der AWO-Aktionsmonat der Messe „Hallo Chef*in“. In diesem Jahr haben Betriebe erstmals die Möglichkeit, mindestens einen Monat lang online auf der Webseite www.hallo-chefin.de ihre potenziellen neuen Praktikant*innen oder Azubis (Maßnahmeteilnehmer*innen des AWO Berufsbildungszentrums) kennenzulernen, sich mit den pädagogischen Fachkräften auszutauschen, Praktika oder Vorstellungsgespräche zu vereinbaren.

Der Zugang zu den Profilen der Nachwuchskräfte ist nach einer Registrierung möglich. Dazu benötigen Betriebe einen Einladungscode, den die Betriebe individuell beim Berufsbildungszentrum anfordern können (über BBZ@awo-duesseldorf.de, 0211/60025 900 oder das Kontaktformular auf www.hallo-chefin.de.

NRW-Bauwirtschaft 2020 teils deutlich ausgebremst

„Die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr die Auftragsmarke aus dem Vorjahr von 14 Milliarden Euro nur knapp halten können und war in diesem schwierigen Jahr eine wichtige Konjunkturstütze in unserem Land. Allerding gehen die Aufträge in fast allen Sparten zum Teil sehr deutlich zurück“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, die baukonjunkturelle Entwicklung des Jahres 2020.

Im Gesamtjahr 2020 schneidet der Wohnungsbau mit einem Auftragsplus von +12,2% positiv ab, die Corona-Krise hat keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die nach wie vor hohe Nachfrage nach Wohnraum in unserem Land. Im Wirtschaftsbau (-5,5%) zeigt sich hingegen die Unsicherheit der Investoren deutlich, der Wirtschaftshochbau verzeichnet einen Auftragseinbruch von -15,2% gegenüber dem Vorjahr.

„Im Öffentlichen Bau ist die Entwicklung gespalten, der Öffentliche Hochbau ist mit -19,2% regelrecht abgestürzt. Dass Bund und Land für das Jahr 2020 die Gewerbesteuerausfälle bei den Gemeinden kompensiert haben, dürfte Schlimmeres verhindert haben. Aber den Kommunen fehlt bislang eine solche Perspektive für 2021 und 2022 – hier müssen die Bundes- und Landesregierung den Kommunen dringend unter die Arme greifen“, appelliert Wiemann. „Zudem haben Bauinvestitionen eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktions-wirkungen von 2,44 Mrd. Euro.“

„Auch im Straßenbau sind die Aufträge gegenüber 2019 im vergangenen Jahr um 3,3% gesunken. Gerade im Bereich Infrastruktur müssen wir aber sehr darauf achten, dass uns in NRW beim Abbau des jahrelangen Investitionsstaus nicht die Puste ausgeht – langfristig nachhaltig sind Investitionen gerade jetzt. Einen ‚Investitionsstau 2.0‘ im Nachhinein abzubauen, wird im Zweifel teurer und schadet dem Wirtschaftsstandort NRW“, so Wiemann.

Trotz Corona haben die Bauunternehmen in NRW ihre Kapazitäten 2020 weiter ausgebaut: Ende 2020 waren in NRW insgesamt 130.738 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe tätig, ein Plus von 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch in 2021 werde die Bauwirtschaft weiter in ihr Personal investieren und neue Arbeitsplätze in NRW schaffen. „Ich freue mich sehr über ein Plus von 9,2% bei der Zahl der neuen Ausbildungsverträge – der Bau bietet auch Quereinsteigern aus anderen Branchen eine gute Perspektive, in denen Corona-bedingt Ausbildungen nicht begonnen werden konnten oder abgebrochen werden mussten.“, so Wiemann.

Die Baupreise sind 2020 erstmals wieder deutlich gesunken: Bei Wohngebäuden (Rohbau) von +2,9% in 2019 auf -0,9% in 2020, der Wohnungsbau machte im vergangenen Jahr fast 25% des gesamten Auftragsvolumens im Bauhauptgewerbe aus. Im Straßenbau ist die Entwicklung ebenfalls rückläufig: von +2,7% in 2019 auf -0,7% in 2020.

Für 2021 ist die Prognose schwierig und die Branche nicht mehr ganz so optimistisch: „Die Baubranche läuft der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher und durch die MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020 hatten wir spürbare Vorzieheffekte, die sich 2021 negativ auswirken werden. Viel wird jetzt davon abhängen, wie sich die zuletzt stark rückläufigen Investitionen der Industrie und den Dienstleistungsbranchen entwickeln. Die öffentliche Hand muss deutlich mehr investieren und ihr Investitionsvolumen vor Corona mindestens wieder erreichen. Außerdem muss sie politische Rahmenbedingungen schaffen, die private Investitionen in den Wohnungs- und Wirtschaftsbau begünstigen“, appelliert Wiemann.

Insgesamt sehen die Bauunternehmen aber skeptisch auf das laufende Jahr: 30% der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag im Januar dieses Jahres Befragten erwarten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, nur 9% eine Verbesserung. Gegenüber der Herbst-Umfrage haben sich die Erwartungen damit noch einmal leicht verschlechtert. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe ist im Februar 2021 mit -3,6 gegenüber -0,8 im Dezember 2020 gesunken.

So können Unternehmen die Zukunft der Arbeit gestalten

Beim diesjährigen 67. Frühjahrskongress der GfA steht das Thema „Arbeit humaine gestalten“ im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Diskussionen. Die größte deutschsprachige arbeitswissenschaftliche Veranstaltung findet vom 03.- 05.03.2021 als reine Onlineveranstaltung statt. Die Experten des Düsseldorfer ifaa – Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. nehmen aktiv mit Vorträgen und Workshops teil. In ihren Ausführungen beleuchteten sie die Möglichkeiten der Unternehmen für eine produktive und zukunftsfähige Gestaltung der Arbeit. Das aktuelle Programm ist zu finden unter: https://gfa2021.de/

Ministerpräsident Laschet: Unsere Wirtschaft braucht Perspektiven und unser Land ein Modernisierungsjahrzehnt

Seit nunmehr gut einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unser aller Leben, Arbeiten und Wirtschaften. Mit jedem Tag wachsen die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastungen. Die Pandemie ringt uns allen große Opfer ab.

Unser aller Gesundheit zu schützen und Menschenleben zu retten sind wichtige Ziele in dieser Zeit. Voraussetzung hierfür ist es, das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können sowie exponentiell anwachsende Infektionszahlen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Erfahrungen weltweit zeigen, dass dies vor allem durch die konsequente Minimierung sozialer Kontakte und die Einschränkung von Mobilität gelingt. Die umfassenden Maßnahmen, die Bund und Länder ergriffen haben, waren und sind daher richtig. Für die grundsätzliche Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie durch die Wirtschaft bin ich sehr dankbar. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland im internationalen Vergleich bisher gut durch diese Krise gekommen ist.

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