Komatsu investiert in die Zukunft: Großprojekt „Plant 2030“ sichert Industriestandort Düsseldorf

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (m.) mit den beiden Vorständen der Komatsu Ltd., Korekiyo Yanagisawa (3.v.r.) und Peter Salditt (2.v.l.), sowie des deutschen Führungsteams um Präsident Ansgar Thole (3.v.l.), beim Besuch der Firmenzentrale von Komatsu Germany GmbH. Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf; David Young

(cs) Die Zukunft der Industrie in Düsseldorf nimmt konkrete Formen an: Mit einem umfassenden Investitionsprojekt stärkt die Komatsu Germany GmbH – Mining Division – ihre Position als weltweit führender Hersteller von Großhydraulikbaggern und setzt ein kraftvolles Zeichen für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller informierte sich im Rahmen seiner Unternehmenstour jetzt vor Ort über das Projekt „Plant 2030“ und lobte das klare Bekenntnis des japanischen Unternehmens zum Standort Benrath.

„Das Projekt ‚Plant 2030‘ ist ein starkes Bekenntnis zum Industriestandort Düsseldorf“, erklärte Dr. Keller beim Besuch im Werk. „Komatsu investiert nicht nur in modernste Fertigungsstrukturen, sondern auch in qualifizierte Arbeitsplätze und damit in die Zukunft unserer Stadt. Solche Investitionen zeigen, dass Düsseldorf auch in Zeiten des globalen Wandels ein attraktiver Produktionsstandort ist.“

Begleitet wurde der Besuch vom globalen Vorstand der Komatsu Ltd., Korekiyo Yanagisawa und Peter Salditt, sowie vom deutschen Managementteam rund um Geschäftsführer Ansgar Thole.

Moderne Produktion trifft auf industrielle Tradition

Im Zentrum des Projekts steht die umfassende Modernisierung der Werksstruktur in Benrath. Bis Ende 2029 entstehen im laufenden Betrieb neue Produktions- und Logistikflächen. Veraltete Gebäude weichen einer hochmodernen Werkhalle, die auf die Fertigung immer größerer Maschinen – wie dem imposanten PC9000 – zugeschnitten ist. Mit rund 900 Tonnen ist der PC9000 nicht nur der größte Hydraulikbagger im Komatsu-Portfolio, sondern auch weltweit führend in seiner Klasse – und wird ausschließlich in Düsseldorf gefertigt.

„Mit dieser Investition treiben wir die Weiterentwicklung unseres Standorts gezielt voran“, betonte Geschäftsführer Ansgar Thole. „Wir schaffen hier die Voraussetzungen, auch künftig Maschinen auf höchstem technologischem Niveau zu produzieren – und zugleich qualifizierte Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“

Nachhaltig, digital und effizient

Neben der baulichen Erneuerung verfolgt „Plant 2030“ ehrgeizige Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Neue Logistikflächen sorgen künftig für kürzere Transportwege und effizientere Abläufe. Auch der Einsatz energieeffizienter Prozesse und die Reduktion von Lärm- und Verkehrsbelastungen stehen im Fokus des Umbaus. Komatsu bekennt sich damit klar zu einer nachhaltigen Industrieproduktion „made in Düsseldorf“.

Global Player mit lokalen Wurzeln

Seit Jahrzehnten produziert Komatsu im Düsseldorfer Süden leistungsstarke Großgeräte für den weltweiten Einsatz im Tagebau. Vom Standort Benrath aus werden die Maschinen in alle Welt verschifft – viele davon über den nahegelegenen Reisholzer Hafen. Auch Ersatzteilversorgung und Service sind vor Ort angesiedelt. Mit mehr als 900 Beschäftigten ist Komatsu nicht nur ein internationaler Akteur, sondern auch der größte japanische Arbeitgeber in der Landeshauptstadt.

Das Projekt „Plant 2030“ macht deutlich: Industrie in Düsseldorf hat Zukunft – wenn sie innovativ, nachhaltig und international vernetzt agiert. Dafür steht Komatsu. Und dafür steht Düsseldorf.

Ehrung für gelebte Verantwortung: Hartmut Haubrich erhält den Großen Ehrenring der Stadt Düsseldorf

Im Rahmen einer Feierstunde im Jan-Wellem-Saal des Rathauses hat Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller die Ehrenauszeichnung des Rates der Landeshauptstadt an Hartmut Haubrich überreicht; Fotos: Gstettenbauer

(cs) Mit einer bewegenden Feierstunde im Jan-Wellem-Saal des Rathauses hat die Landeshauptstadt Düsseldorf eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten gewürdigt: Hartmut Haubrich wurde mit dem Großen Ehrenring der Stadt ausgezeichnet – eine der höchsten Auszeichnungen, die Düsseldorf zu vergeben hat. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller überreichte den goldenen Ring im Namen des Rates der Stadt und würdigte Haubrichs außergewöhnliches Engagement für das Gemeinwohl.

„Mit dem Großen Ehrenring ehren wir das herausragende Wirken von Hartmut Haubrich für unsere Stadt“, sagte Dr. Keller. „Sein Mäzenatentum hat Düsseldorf in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft und Sport entscheidend mitgeprägt. Durch seine Stiftungstätigkeit und sein persönliches Engagement schafft er Zugänge, wo sonst Grenzen wären – und leistet damit einen unschätzbaren Beitrag für eine offene, starke und solidarische Stadtgesellschaft.“

Eine Stiftung mit Wirkung

Hartmut Haubrich gründete im September 2020 die Düsseldorfer Haubrich Stiftung und ist seither ihr Vorstandsvorsitzender. Der Unternehmer (ELECTRONICPARTNER) und Philanthrop versteht seine Stiftung als Beitrag zur Stärkung der Demokratie, zur Förderung von Toleranz und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit einer jährlichen Fördersumme von über einer Million Euro unterstützt die Stiftung gezielt Projekte für benachteiligte Menschen und fördert gleichzeitig Talente, um sowohl soziale Teilhabe als auch Exzellenz zu ermöglichen.

„Freiheit und Demokratie lassen sich nur dann bewahren, wenn man sich mit allen Mitteln für den sozialen Zusammenhalt einsetzt“, lautet Haubrichs Überzeugung. Die Stiftung agiert bewusst unbürokratisch und nah an den Menschen – mit dem Ziel, möglichst vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern Teilhabe an Bildung, Kultur und Sport zu ermöglichen.

Förderung mit Weitblick

Die Liste der unterstützten Projekte ist lang – und prominent: Die Heinrich-Heine-Universität zählt ebenso dazu wie das Haus der Talente, die Kaiserswerther Diakonie, die Sanierung der Johanneskirche oder das Düsseldorf Festival. Auch die Lernwerkstatt, der Düsseldorfer Schwimmclub, die Symphoniker samt Orchesterakademie, das MentForMigra-Projekt, die Mahn- und Gedenkstätte oder die „Singpause“ des Städtischen Musikvereins wurden von der Stiftung mitgetragen. Ob klassische Musik, Sportförderung oder politische Bildung – überall dort, wo gesellschaftliche Entwicklung möglich ist, hinterlässt Haubrichs Engagement Spuren.

Eine Auszeichnung mit Seltenheitswert

Der Große Ehrenring der Stadt Düsseldorf ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste um das Wohl und Ansehen der Stadt. Der in Gold gefertigte Ring mit den Stadtfarben wird nur an maximal fünf lebende Persönlichkeiten gleichzeitig verliehen. In der Innenseite des Rings sind der Name des Trägers sowie das Datum des Ratsbeschlusses eingraviert – eine sichtbare, bleibende Anerkennung für Menschen, die mit Haltung und Handeln ein Vorbild sind.

Mit Hartmut Haubrich reiht sich nun ein Mann in diese exklusive Gruppe ein, der vorlebt, was gesellschaftliche Verantwortung bedeuten kann: „Düsseldorf ist reich, weil Menschen wie Hartmut Haubrich es mit Herz, Haltung und Hilfe für andere gestalten“, so Oberbürgermeister Dr. Keller zum Abschluss der Zeremonie.

Düsseldorf wird zur Denkfabrik der Republik

Der Düsseldorfer UNI-Professor Justus Haucap (rechts) ist auch ein beliebter Podcaster. Er unterstützt ab sofort Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) als Ratgeber. Screenshot: the pioneer

(cs) Düsseldorf mischt in der Bundespolitik kräftig mit – zumindest auf ökonomischer Ebene. Zwei prominente Volkswirte der Heinrich-Heine-Universität rücken in den Kreis der wichtigsten Berater in Berlin: Justus Haucap unterstützt ab sofort Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) als Ratgeber, Jens Südekum berät bereits Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) als persönlicher Beauftragter.

Beide Wissenschaftler lehren am Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) – stehen jedoch für unterschiedliche wirtschaftspolitische Richtungen: Haucap gilt als Verfechter marktwirtschaftlicher Ordnungspolitik mit möglichst wenig staatlichen Eingriffen, während Südekum für eine moderne, keynesianisch geprägte Wirtschaftspolitik steht und früh die Reform der Schuldenbremse forderte.

Dass zwei so einflussreiche Experten aus Düsseldorf stammen, ist kein Zufall. „Wir wollten in Düsseldorf von Anfang an praxisnahe, politikrelevante Forschung betreiben“, sagt Haucap im Interview mit der Rheinischen Post. Das DICE hat sich in den letzten 15 Jahren bewusst als Gegenpol zur oft theorielastigen VWL an anderen Hochschulen positioniert – mit Erfolg.

Die Berufung Haucaps deutet darauf hin, dass Ministerin Reiche ihr Haus wieder stärker als ordnungspolitisches Gewissen der Bundesregierung aufstellen will. Neben Haucap sollen laut Handelsblatt auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm und der frühere Sachverständige Volker Wieland dem neuen Beraterkreis angehören.

Die wirtschaftspolitischen Debatten zwischen Haucap und Südekum dürften künftig nicht nur auf Düsseldorfer Unifluren stattfinden – sondern auch in den Ministerien in Berlin.

Quelle: Antje Höning, „Das Duell der Top-Berater aus Düsseldorf“, Rheinische Post, 12. Juni 2025.

Gegen den Strom: Warum Arbeitgeber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht antasten wollen

(cs) Während in der politischen Debatte über Einsparpotenziale in Unternehmen gern der Rotstift angesetzt wird, denken die Arbeitgeber offenbar pragmatischer – und menschlicher. Eine aktuelle Arbeitgeberbefragung der Techniker Krankenkasse (TK), des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und des Personalmagazins zeigt: Die Mehrheit der Unternehmen lehnt eine Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ab.

Ein deutliches Signal der Wirtschaft

Mehr als 1.500 Geschäftsführende, Personal- und Gesundheitsverantwortliche aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung wurden für die Studie #whatsnext 2025 – Gesund arbeiten in herausfordernden Zeiten befragt. Das Ergebnis: 65 Prozenthalten eine Reduktion der Lohnfortzahlung für wenig bis gar nicht hilfreich, wenn es um die Steigerung der Produktivität geht. Nur knapp ein Viertel hält eine solche Maßnahme für sinnvoll – ein klares Zeichen gegen populistische Vereinfachungen.

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, warnt: „Maßnahmen wie die Kürzung von Lohnfortzahlungen sind kontraproduktiv. Sie führen dazu, dass Krankheiten verschleppt werden – mit dem Risiko längerer Ausfälle.“ Stattdessen plädiert Baas für Investitionen in gesundheitsförderliche Arbeitsprozesse und eine wertschätzende Unternehmenskultur.

Geschäftsführung vs. Gesundheitsverantwortliche

Ein differenziertes Bild ergibt sich bei genauerem Blick auf die Rollen der Befragten. Geschäftsführende zeigten sich deutlich offener für restriktive Maßnahmen als die Gesundheits- und Personalverantwortlichen. So halten 35 Prozent der Geschäftsführenden eine Reduktion der Lohnfortzahlung für produktivitätssteigernd – bei den Gesundheitsverantwortlichen sind es nur 21 Prozent. Auch beim Thema Abschaffung der telefonischen Krankschreibung oder der Rückkehr zur Präsenzpflicht zeigen sich Unterschiede.

Wertschätzung schlägt Sanktion

Statt Kürzungen wünschen sich Arbeitgeber nach wie vor konkrete Verbesserungen im Arbeitsumfeld. Hohe Zustimmungswerte erhielten: der Einsatz von Technik und Automatisierung (86,6 %), Investitionen in gesunde Führung (86,2 %), Weiterbildung (82,6 %) und betriebliches Gesundheitsmanagement (79,3 %). Flexible Arbeitsmodelle, Vertrauensarbeitszeit und gezielte Boni ergänzen das Maßnahmenbündel.

Die Botschaft: Unternehmen wollen nicht über Druck und Einsparungen zu mehr Leistung kommen – sondern über Motivation, Strukturen und ein Arbeitsumfeld, das den Menschen ernst nimmt.

Gesundheit als Führungsaufgabe

„Es gibt keine Lösung von der Stange“, betont TK-Chef Baas. „Aber klar ist: Die Gesundheit der Beschäftigten ist zentral für den Unternehmenserfolg – besonders in Krisenzeiten.“ Wer in gesunde Führung investiert, legt die Basis für langfristige Leistungsbereitschaft – und für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

Die Ergebnisse der Studie zeigen damit: Die Zukunft der Arbeit liegt nicht in der Rücknahme von Rechten, sondern im klugen Gestalten von Rahmenbedingungen. Unternehmen, die das erkannt haben, gehen nicht nur menschlicher – sondern auch wirtschaftlich klüger – mit dem Thema Gesundheit um.

In unserer 168. Podcastfolge haben wir uns im Gespräch mit Arbeitsrechts-Experte Alexander Jarre ebenfalls über diese Thematik unterhalten. HIER GEHT ES ZU DIESER FOLGE!

Starke Ketten für starke Missionen: American Rheinmetall erhält Großauftrag zur Unterstützung der Modernisierung der US-Armee

(cs) Sterling Heights, Michigan – American Rheinmetall, ein führender Hersteller von hochmodernen militärischen Fahrzeugkomponenten, hat einen bedeutenden Auftrag im Wert von 107,5 Millionen US-Dollar erhalten. Der langfristige Vertrag über fünf Jahre umfasst die Produktion und Lieferung von T-158-Kettenlaufwerken für den Kampfpanzer M1 Abrams – das Rückgrat der US-amerikanischen Panzertruppen.

Der Auftrag wurde bereits im August 2024 erteilt, um einen schnellen Produktionsstart zu ermöglichen, während finale Preisverhandlungen noch liefen. Die Vergabe markiert einen entscheidenden Schritt zur Modernisierung der US-Armee und spiegelt das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von American Rheinmetall wider.

„Diese Leistung bekräftigt unser Engagement, Männer und Frauen in Uniform mit Systemen auszustatten, die den Erfolg ihrer Missionen ermöglichen“, betont Matt Warnick, CEO von American Rheinmetall.

Robuste Technik für höchste Ansprüche
Das T-158-Kettensystem ist speziell für den M1 Abrams entwickelt und gilt als besonders widerstandsfähig und wartungsfreundlich. Die robusten Kettenplatten und austauschbaren Komponenten sorgen auch unter extremen Einsatzbedingungen für maximale Leistungsfähigkeit.

American Rheinmetall bietet insgesamt sechs Kettentypen an – darunter auch Lösungen für andere gepanzerte Fahrzeuge wie das Bradley-Kampffahrzeug (BFV), das AMPV, das MLRS M270 oder die M109A7 Panzerhaubitze.

Investitionen in Standorte und Arbeitsplätze
Zur Umsetzung des Großauftrags investiert American Rheinmetall massiv in seine Fertigungsinfrastruktur in den USA. In Plymouth (Michigan) wurden die Produktionslinien für Kettenplatten und Metallstifte erweitert. In St. Marys (Ohio) wurde eine zuvor stillgelegte Fertigung für Gummikomponenten reaktiviert – inklusive Vulkanisierung und Montage. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die Lieferfähigkeit, sondern schaffen auch neue Arbeitsplätze in der Region.

„Der Fokus unseres Teams auf Qualität und Leistung stellt sicher, dass unsere Systeme den Belastungen moderner Einsätze standhalten“, erklärt Jim Schirmer, Senior Vice President Sales and Marketing bei American Rheinmetall.

Beitrag zur Einsatzbereitschaft
Mit dem Auftrag leistet American Rheinmetall einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte. Die Nachfrage nach T-158-Systemen ist aktuell hoch – nicht zuletzt, um Lagerbestände aufzufüllen und Flotten zeitnah einsatzbereit zu halten.

Die frühzeitige Beauftragung unterstreicht die strategische Bedeutung der Lieferkette und die Fähigkeit von American Rheinmetall, auch unter zeitlichem Druck hochwertige Ausrüstung bereitzustellen.

Digitale Power für die Lieferkette: Wackler Spedition setzt auf IoT-Lösung von Vodafone Business

Foto: VODAFONE

(cs) Die Logistikbranche lebt von Tempo, Präzision und verlässlicher Kommunikation. Um den wachsenden Anforderungen an Effizienz und Transparenz gerecht zu werden, digitalisiert die Wackler Spedition & Logistik GmbH jetzt gemeinsam mit Vodafone Business in Düsseldorf ihre Transportprozesse – und setzt dabei auf 300 moderne Handheld-Terminals mit integrierter IoT-Technologie.

Die mobilen Geräte werden von den Fahrerinnen und Fahrern direkt im Einsatz genutzt: Sie empfangen Tourenaufträge in Echtzeit, dokumentieren Lieferungen oder mögliche Schäden und bestätigen Zustellungen digital – alles zuverlässig und lückenlos. Herzstück der neuen Lösung sind leistungsstarke IoT SIM-Karten von Vodafone, die eine stabile Datenverbindung auch unter schwierigen Bedingungen ermöglichen.

„Die Logistik steht nie still – und genau deshalb brauchen Speditionen digitale Lösungen, die mitwachsen, mitdenken und sich flexibel an neue Herausforderungen anpassen lassen“, sagt Hagen Rickmann, Director Vodafone Business in Deutschland und weiteren europäischen Märkten. „Mit unserer Technologie bleibt die Lieferkette auch in Zukunft zuverlässig und effizient.“

Ein entscheidender Vorteil: Die Vodafone SIM-Karten erkennen automatisch verfügbare Mobilfunknetze und wechseln bei Bedarf nahtlos – selbst in ländlichen Regionen oder abgeschirmten Bereichen wie Lagerhallen oder Baustellen. Frühere Verbindungsprobleme durch unterschiedliche Anbieter gehören damit der Vergangenheit an.

Darüber hinaus unterstützen die digitalen Handhelds eine intelligente Routenplanung, entlasten Disposition und Fahrpersonal und sorgen für eine transparente Nachverfolgung der Lieferkette. Empfängerinnen und Empfänger können Lieferungen auf dem Gerät direkt quittieren – ein Plus an Komfort und Effizienz für alle Beteiligten.

Wie ticken Jugendliche? – Workshop gibt wertvolle Impulse für Unternehmen

Fotos: cs

(cs) Wie gewinnen Unternehmen junge Menschen für sich – und wie erreichen sie sie überhaupt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops „Wie ticken Jugendliche?“, zu dem die Bildungsabteilung der IHK Düsseldorf Unternehmens- und Organisationsvertreterinnen und -vertreter aus der Region eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, mehr über die Lebenswelten junger Menschen zu erfahren – und damit auch über die Kommunikationsstrategien, mit denen sie sich für Ausbildung und berufliche Orientierung ansprechen lassen.

Zum Auftakt führte ein Fachvortrag in das Konzept der Sinus-Milieus ein. Das vom Sinus-Institut entwickelte Modell beschreibt gesellschaftliche Gruppen nicht allein anhand klassischer Kriterien wie Alter, Bildung oder Einkommen, sondern ordnet Menschen nach ihren Lebensauffassungen, Wertorientierungen und sozialen Lagen. Heraus kommen dabei unterschiedliche „Milieus“, die für ganz bestimmte Einstellungen, Lebensstile und Kommunikationsvorlieben stehen – vom adaptiv-pragmatischen Milieu über das konservativ-etablierte bis hin zum prekären oder expeditiven Milieu.

In den darauffolgenden Workshops erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Antworten auf zwei zentrale Fragen: Wer sind eigentlich unsere Zielgruppen? Und: Welche Lebenswelten erreichen wir mit unserer bisherigen Kommunikation – zum Beispiel über Anzeigen und Social Media? Die Reflexion über reale Beispiele aus Unternehmen förderte spannende Erkenntnisse zutage.

Zentrale Erkenntnis: Es gibt keine Ideal-Bewerber.
Eines wurde dabei besonders deutlich: Wer Jugendliche gewinnen will, muss deren Lebenswelt verstehen – und akzeptieren, dass es nicht den einen idealtypischen Bewerber oder die eine Zielgruppe gibt. Die Milieus überschneiden sich an ihren Rändern, sind dynamisch und verändern sich mit der Zeit – ebenso wie Berufsbilder, Wertehaltungen und gesellschaftliche Trends.

Für die Unternehmen bedeutet das eine strategische Herausforderung – aber auch eine große Chance. Nur wer weiß, welche personellen Bedarfe in vier bis sechs Jahren entstehen, welche Werte im Unternehmen tatsächlich gelebt werden und wie intern kommuniziert wird, kann die Ansprache junger Talente langfristig und glaubwürdig gestalten.

Der Workshop wollte Impulse geben – und Unternehmen ermutigen, die eigene Kommunikation regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Denn: Wer junge Menschen heute gewinnen will, muss wissen, wie sie morgen leben.

Wochenend-Special der „Düsseldorfer Wirtschaft“ – live von „komm auf Tour 2025“

Alle Akteure von „komm auf tour 2025“ in Düsseldorf. Foto: W. Meyer

(cs) In unserer neuen Podcastfolge nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen von „komm auf Tour 2025“ – dem interaktiven Erlebnisparcours zur Stärkenentdeckung und Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler. In dieser Woche durchliefen rund 700 Jugendliche der siebten Klassen im Düsseldorfer Mercedes-Benz Sprinterwerk die spannenden Stationen – mit besonderem Fokus auf Jugendliche mit Förderbedarf. Wir waren mit dem Mikrofon dabei: beim Rundgang durch den Parcours, im Gespräch mit Projektbeteiligten, Lehrkräften und Jugendlichen – und beim „Inspiring Morning“, dem exklusiven Austauschformat für geladene Gäste. Wie junge Menschen hier ihre Stärken entdecken, neue berufliche Perspektiven entwickeln und worauf es bei praxisnaher, gendersensibler Berufsorientierung ankommt – all das hören Sie in unserer Special-Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“. Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt und im Netz unter www.unternehmerschaft.de. Produziert hat diese Folge Frank Wiedemeier von den Streamboxstudios.

Düsseldorf macht Tempo bei der Neugestaltung des „alten Hafen“

(cs) Der Alte Hafen als Ruhepol und Impulsgeber für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Unter dem Motto „Gemeinsam Düsseldorfs Zentrum weiterdenken!“ kamen engagierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer in der Rheinterrasse zusammen, um neue Impulse für die „Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt/Innenstadt“ zu setzen. Im Fokus des zweiten großen Workshops stand dabei ein besonderer Ort: der Alte Hafen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte in seiner Rede die Bedeutung dieses Quartiers als künftigen Rückzugs- und Erholungsort mitten in der Stadt:
„Eine pulsierende Metropole benötigt auch Ruhepunkte. Als ein Baustein in einer Kette ‚ruhiger Orte‘ kann der Alte Hafen neu gedacht werden – als ein Platz, der sowohl zum Verweilen als auch zur Entschleunigung einlädt.“

Wie diese Vision konkret aussehen könnte, zeigte Prof. Benedikt Stahl vom Architekturbüro Küss den Frosch mit verschiedenen Entwurfsvarianten. Die Visualisierungen sehen unter anderem Holzplattformen am Wasser, blühende Bäume, großzügige Grünflächen und naturnahe Wegeverbindungen vor – ein Zusammenspiel von Natur, Erholung und urbaner Gestaltung.

Auch Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen, zeigte sich beeindruckt von der Mitwirkung der Teilnehmenden:
„Die Leidenschaft und das Engagement, mit der sich so viele Menschen erneut für ihre Stadt einsetzen, ist beeindruckend. Diese Energie ist der Motor für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt.“

Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf/“Küss den Frosch“

Beteiligung als Prinzip

Die Umsetzungsstrategie basiert auf dem städtebaulichen Entwicklungskonzept Raumwerk D und bündelt zahlreiche Projekte, die eine lebenswerte, vielfältige und zukunftsfähige Innenstadt gestalten sollen. Bereits im Frühjahr hatten ein erster Akteursworkshop sowie eine breite Onlinebeteiligung über 3.300 Beiträge und Kommentare aus der Stadtgesellschaft hervorgebracht.

In den kommenden Wochen sollen nun die im Workshop erarbeiteten Ideen weiter konkretisiert und öffentlich diskutiert werden. Geplant ist eine Pop-Up-Beteiligung, bei der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer erneut eingeladen werden, Rückmeldung zu geben und eigene Vorstellungen einzubringen.

Förderprojekt „KreativRaum D“: Drei Säulen für eine resiliente Innenstadt

Die Umsetzungsstrategie ist Teil des Förderprojekts KreativRaum D, das durch das Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ) unterstützt wird. Ziel ist es, eine langfristig resiliente und nutzungsgemischte Innenstadt zu entwickeln.

Drei zentrale Elemente kennzeichnen das Projekt:

  • Erstens: Die Entwicklung kreativer Räume und Zukunftsideen für zentrale Orte wie den Alten Hafen.

  • Zweitens: Der Aufbau von Strukturen zur Zwischennutzung von Leerständen.

  • Drittens: Dialogformate, insbesondere rund um den Worringer Platz, die Akteure aus Kultur, Kreativwirtschaft, Nachbarschaft und Eigentümerschaft zusammenbringen.

Jobzufriedenheit und Engagement: Die meisten Beschäftigten bleiben motiviert und ihrem Unternehmen treu

So viel Prozent der abhängig Beschäftigten in Deutschland stuften ihre Arbeitszufriedenheit auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden) im Jahr 2022 wie folgt ein

(cs) Arbeiten in Deutschland – unzufrieden und frustriert? Der Eindruck, den manche Studien vermitteln, hält einer genaueren Betrachtung nicht stand, betonen die Expertinnen und Experten im Institut der deutschen Wirtschaft: Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten ist mit ihrer Arbeit zufrieden – viele sind sogar hoch engagiert. Zwar sorgte die Gallup-Studie mit der These, 78 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland machten nur „Dienst nach Vorschrift“ und 13 Prozent hätten innerlich gekündigt, für Aufsehen – doch eine differenzierte Analyse zeichnet ein anderes Bild.


Zufriedenheit auf hohem Niveau – seit Jahrzehnten

Schon seit Anfang der 1990er Jahre bewerten die Beschäftigten in Deutschland ihre Arbeitszufriedenheit im Schnitt stabil mit rund sieben von zehn Punkten. Auch die aktuelle Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (2022) bestätigt dieses stabile Stimmungsbild:
Fast die Hälfte der Befragten vergibt acht bis zehn Punkte und ist damit sehr oder vollständig zufrieden mit ihrer Arbeit. Lediglich gut drei Prozent zeigen sich (völlig) unzufrieden.


So viel Prozent der Beschäftigten stimmten den folgenden Aussagen in diesem Maße zu

Engagement: Viele arbeiten mit Begeisterung

Auch beim Thema Engagement gibt es ermutigende Zahlen. Die IW-Beschäftigtenbefragung 2024 zeigt: Der durchschnittliche Wert auf dem sogenannten Engagement-Index liegt bei 16 von 24 möglichen Punkten – ein beachtlicher Wert.

Besonders auffällig:

  • 57 Prozent der Befragten geben an, häufig oder immer mit Begeisterung zu arbeiten.

  • 53 Prozent fühlen sich bei der Arbeit regelmäßig voller Energie.

  • Fast 90 Prozent sind überzeugt, (fast) immer gute Arbeit zu leisten.

30 Personen unter den Befragten erreichten sogar den Höchstwert von 24 Punkten – sie zweifeln nie an der Wichtigkeit ihrer Aufgaben und sind stets motiviert.


So viel Prozent der abhängig Beschäftigten stuften ihre Arbeitszufriedenheit auf einer Skala von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden) wie folgt ein

Fluktuation: Wechselbereitschaft bleibt gering

Trotz eines flexibleren Arbeitsmarkts ist die Fluktuationsrate in Deutschland stabil: Der sogenannte Fluktuationskoeffizient schwankt seit Jahren leicht um den Wert von 30 Prozent – das bedeutet, jährlich wird etwa jeder dritte Arbeitsplatz neu besetzt.

Besonders gering ist die Fluktuation in der öffentlichen Verwaltung (14 Prozent) sowie in der Metall- und Elektroindustrie (16 Prozent).

Die IW-Daten zeigen außerdem: Wer besonders engagiert ist, denkt seltener über einen Jobwechsel nach.


Betriebstreue: Elf Jahre im Schnitt beim selben Arbeitgeber

Auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit spricht für eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen:
Im Jahr 2022 waren Beschäftigte in Deutschland durchschnittlich elf Jahre im selben Betrieb tätig – bei den über 50-Jährigen sogar im Schnitt 17 Jahre. Seit 2012 hat sich dieser Wert nur minimal verändert.


Fazit: Gute Stimmung – aber Herausforderungen bleiben

Trotz konjunktureller Unsicherheiten zeigen die Daten: Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland arbeitet gern und mit Einsatz. Dennoch bleiben Herausforderungen – vor allem im Hinblick auf wachsende wirtschaftliche Unsicherheiten.

Unternehmen sind gefragt, Veränderungen transparent zu gestalten und ihre Beschäftigten aktiv einzubinden. Ein faires Leistungsmanagement, das Motivation und gute Arbeit belohnt, ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.

Quelle: IW Köln