Sonntags-Special: Glaube, Führung und Verantwortung – Unternehmer im Dialog beim ökumenischen Gebetsfrühstück

Immer ein Hingucker: die Freitreppe im Landtag. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Beim ökumenischen Gebetsfrühstück im nordrhein-westfälischen Landtag trafen sich zahlreiche Unternehmer und Führungskräfte, um sich in einem inspirierenden Rahmen über ethische und spirituelle Themen auszutauschen. Diese Zusammenkunft bot eine wertvolle Gelegenheit, in einer entspannten Atmosphäre tiefgehende Gespräche zu führen und gemeinsam über die Verbindung von Glaube, Führung und gesellschaftlicher Verantwortung nachzudenken. VON CHRISTOPH SOCHART

Ein zentraler Fokus des Gebetsfrühstücks war die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Wirtschaft, einem wichtigen Arbeitsfeld der Arbeitgeberverbände. Diese enge Vernetzung zwischen den christlichen Kirchen und der Wirtschaft fördert nicht nur den Dialog über ethische Prinzipien in der Unternehmensführung, sondern stärkt auch den Zusammenhalt in der Gemeinschaft einer Stadt. Besonders die Arbeitgeberverbände haben erkannt, wie wichtig dieser Dialog ist, und setzen sich aktiv für die Pflege und Weiterentwicklung dieser Beziehungen ein. Auch das Institut der Deutschen Wirtschaft sieht in diesem Bereich ein Themenfeld und widmet sich den Schnittstellen zwischen ethischen Werten und ökonomischen Herausforderungen.

Im Mittelpunkt des Morgens stand die biblische Geschichte von Joseph, die den Teilnehmern als Inspirationsquelle diente. Joseph, der in Ägypten nach Jahren der Sklaverei und Gefangenschaft zum Berater des Pharaos aufstieg, bot ein eindrückliches Beispiel für Weisheit und Weitsicht in schwierigen Zeiten. Besonders die 7 fetten und 7 mageren Jahre, in denen Joseph durch vorausschauende Planung Ägypten vor einer Hungersnot bewahren konnte, regten die Anwesenden dazu an, über Themen wie Krisenvorsorge und nachhaltiges Wirtschaften nachzudenken. In einer Welt, die von wirtschaftlicher Unsicherheit und ökologischen Herausforderungen geprägt ist, bleibt diese Lehre von Voraussicht und kluger Ressourcenbewirtschaftung hochaktuell.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Anwesenheit von Christian Grewing, dem Bundesgeschäftsführer für die Gebetsfrühstücke beim Bundestag und in den Landtagen. Er bereicherte die Diskussion durch wertvolle Impulse und hob die Bedeutung von Werten und Orientierung im beruflichen und persönlichen Alltag hervor. Gerade in der heutigen Zeit, in der Unternehmen und Führungskräfte sich mit zahlreichen wirtschaftlichen, sozialen und moralischen Herausforderungen konfrontiert sehen, ist die Rückbesinnung auf ethische Prinzipien von entscheidender Bedeutung.

Die Geschichte von Joseph, wie sie im 1. Buch Mose, Kapitel 37 bis 50 der Bibel erzählt wird, zählt zu den bekanntesten Überlieferungen der jüdischen und christlichen Tradition. Historisch gesicherte Belege für die Figur Joseph existieren zwar nicht, doch im theologischen und historischen Diskurs wird die Geschichte als Teil der religiösen Überlieferung betrachtet. Unabhängig davon, ob sie auf tatsächlichen Ereignissen beruht oder als symbolische Erzählung zu verstehen ist, vermittelt die Geschichte wichtige moralische und spirituelle Lehren, die über Jahrtausende hinweg Generationen von Menschen inspiriert haben. Insbesondere in Zeiten von Unsicherheit und Wandel erinnert uns die Geschichte von Joseph daran, wie wichtig es ist, in schwierigen Phasen klug und weitsichtig zu handeln.

Die Geschichte der ökumenischen bzw. parlamentarischen Gebetsgruppen hat ihren Ursprung in der im Jahr 1935 in den USA gegründete „Fellowship Foundation“ oder auch des „Prayer Breakfast Movement“. Mehr zur Geschichte der Gebetsgruppen in diesem Dokument: DOC110924-003

Deutsche Unternehmen: Zukunftsfit? Nur wenige packen die Transformation konsequent an

Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Eine stockende Digitalisierung, aufgeschobene Nachhaltigkeitsprojekte und der anhaltende Fachkräftemangel setzen die Unternehmen unter Druck. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind tiefgreifende Veränderungen notwendig. Positiv ist jedoch, dass es bereits viele ermutigende Beispiele für erfolgreichen Wandel gibt.

Laut der aktuellen Studie „Fokus Future“ von Kearney und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen aber nur etwa zehn Prozent der Unternehmen echte Ambition und Erfolg bei der Transformation. Insgesamt erhalten die deutschen Firmen in Sachen Zukunftsfähigkeit lediglich die Schulnote „ausreichend“. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen scheinen die Dringlichkeit des Wandels oft zu unterschätzen. Der Wandel ist jedoch machbar und dringend notwendig – für eine zukunftsfähige Wirtschaft.

Hier geht’s zur Studie!

Homeoffice bleibt stabil: 23,4 Prozent der Beschäftigten arbeiten weiterhin von zu Hause

Symbolbild mobiles Arbeiten. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Eine aktuelle Umfrage des ifo-Instituts zeigt, dass die Homeoffice-Quote in Deutschland weiterhin stabil bleibt. Beschäftigte verbringen durchschnittlich 17 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice, genauso viel wie im Vorjahr. Insgesamt arbeiten 23,4 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause aus – ein minimaler Rückgang gegenüber Februar (24,1 Prozent).

In Stellenanzeigen wird Homeoffice als Option immer häufiger angeboten: Der Anteil liegt mittlerweile bei rund 21 Prozent. Besonders stark verbreitet ist das Arbeiten von zu Hause in der IT-Branche (58 Prozent der Arbeitszeit) und in Unternehmensberatungen (50 Prozent). In der Bauwirtschaft und der Gastronomie hingegen liegt der Anteil bei nur 2 Prozent, während es in der Industrie 10 Prozent sind.

Großunternehmen bieten Homeoffice häufiger an als kleine und mittlere Unternehmen (KMU): In Großbetrieben verbringen Mitarbeitende 20 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice, während der Anteil in KMUs nur bei 15 Prozent liegt.

Diese Zahlen stammen aus der ifo-Konjunkturumfrage, an der rund 9.000 Unternehmen teilgenommen haben.

Quelle: Ifo-Institut 

Live-Podcast von der Veranstaltung „Unternehmen im Fluss“

Screenshot: Unternehmerschaft Düsseldorf

Unser Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ wurde diesmal live auf der Veranstaltung „Unternehmen im Fluss“ produziert, die bereits zum vierten Mal stattfand. Auf dem KD-Schiff „Rheinmagie“ erlebten rund 600 Gäste ein unterhaltsames Programm, organisiert unter anderem von der „Digitalen Stadt“ und der „Unternehmerschaft Düsseldorf“.

Erleben Sie unter anderem Thomas Kötter, Rheinbahn AG, Steffen Pörner, Bankenverband NRW, Nina Luig, KD Deutsche Rheinschifffahrt GmbH, Andreas Mertens, Crefo Factoring Düsseldorf Neuss GmbH, Julian Degert, Siemens AG, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Mitglied des Europäischen Parlaments, Stephan Kulbatzki, Stölting Service Group, Jan Gessert, Gessert & Sohn GmbH und Iliana Grosse-Buening, Gründerin des Quiet Social Club.

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Produzent: Frank Wiedemeier
Produktion: Streamboxstudios

Diesen Podcast, im übrigen die 151. Folge, gibt es als Podcast auf allen beliebten Podcastplattformen sowie als Videocast auf YouTube und im Netz hier!

Lohnfortzahlung erreicht Rekordhöhe von 76 Milliarden Euro

Unsere Betriebe haben im vergangenen Jahr mit 76,7 Milliarden Euro für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eine neue Höchstsumme erreicht. Dies geht aus einer unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die Rheinische Post heute zuerst berichtet. Die Studie sieht unter anderem die telefonische Krankschreibung als Ursache für den Kostenanstieg. „Die Kosten haben sich innerhalb von 14 Jahren verdoppelt“, so das Institut. Der hohe Beschäftigungsstand, starke Lohnerhöhungen und der anhaltend hohe Krankenstand lassen auch für das laufende Jahr keine Entspannung erwarten.

Quelle: Rheinische Post

Erfolgsprogramm für Düsseldorfer Kids geht in die nächste Runde – Herbstferien voller MINT und Nachhaltigkeit

Nach dem großen Erfolg des Sommerferienprogramms setzt die Landeshauptstadt Düsseldorf, gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk MINT Düsseldorf der Stiftung Pro Ausbildung, das Programm in den Herbstferien engagiert fort. Viele interessante Workshops aus den Bereichen MINT und Nachhaltigkeit erwarten Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen.

Ab dem 16. September können die Angebote kostenfrei und verbindlich über das neue Online-Portal unter https://portal-adventure-school.de/ gebucht werden. Interessierte haben bis zum 20. September Zeit, sich zu registrieren und für die Plätze zu bewerben. Anschließend erfolgt die Platzvergabe automatisch durch das System. Ab dem 24. September stehen alle noch verfügbaren Kurse zur direkten Buchung bereit.

Die meisten Kurse finden in der Lore-Lorentz-Schule (Schloßallee 25) in Düsseldorf-Eller statt, und alle Angebote sind kostenfrei.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Start der Tarifverhandlungen in der ME-Industrie: Industrie in der Krise – harte Verhandlungen voraus

Michael Grütering (links) vertritt die Unternehmen aus Düsseldorf und Gelsenkirchen bei den Tarifverhandlungen. Foto: Frank Wiedemeier

Am heutigen Donnerstag (12. September) haben in Aachen die Tarifverhandlungen für die nordrhein-westfälischen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Die Gewerkschaft IG Metall (IGM) fordert eine Lohnerhöhung von sieben Prozent für die bundesweit 4,6 Millionen Beschäftigten. Außerdem fordert die IGM monatlich 170 Euro mehr Lohn für die Azubis.

Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen beschäftigt rund 700.000 Menschen, von denen über 420.000 in tarifgebundenen Unternehmen arbeiten. Die Tarifverhandlungen betreffen sowohl große Automobilhersteller als auch Zulieferer und kleinere Metallverarbeitungsbetriebe – insgesamt rund 2.000 Unternehmen in NRW. Die Friedenspflicht läuft bis zum 28. Oktober.

In der komplexen ersten Verhandlungsrunde tauschten sich Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertreter über ihre unterschiedlichen Standpunkte aus. Die Arbeitgeberseite betonte, dass die wirtschaftliche Lage der Branche kritisch sei. So präsentierten die Arbeitgeber gesamt- und volkswirtschaftliche Kennzahlen, die die dramatische Situation in der Metall- und Elektroindustrie unterstreichen. Im ersten Quartal 2024 lag die Produktion sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau und 14 Prozent unter dem Stand von 2018. Zwei von fünf Unternehmen in der Branche sind mittlerweile von Auftragsmangel betroffen, und die Auftragseingänge sind weiter um sieben Prozent gesunken.

Die Arbeitgeber hoben hervor, dass die Rezession anhalte und eine wirtschaftliche Erholung derzeit nicht absehbar sei, insbesondere in den Betrieben in Düsseldorf und NRW. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnte zudem vor einem drohenden Abbau der Industrie in Deutschland, wenn keine pragmatischen Lösungen gefunden werden.

„Unsere Industrie befindet sich insgesamt in einer sehr kritischen Ecke. Sieben Prozent mehr Entgelt für die Beschäftigten sind da völlig unrealistisch“, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff. Er betonte, auch die IG Metall müsse ein elementares Interesse daran haben, „dass Nordrhein-Westfalen weiterhin ein guter M+E-Standort mit vielen attraktiven, sicheren und zukunftsfesten Industriearbeitsplätzen bleibt“. Daher könne er die Gewerkschaft nur davor warnen, die Betriebe jetzt tarifpolitisch zu überfordern.

In der Beurteilung der wirtschaftspolitischen Lage seien die Tarifpartner nach Worten des NRW-Metallarbeitgeberpräsidenten zumindest schon einmal nicht weit auseinander. Auch die IG Metall moniere zu recht seit Monaten zu hohe Energiekosten, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren und überbordende Bürokratie im Land. „Das begrüße ich ausdrücklich“, sagte Kirchhoff. Diese wirtschaftspolitischen Hürden belasteten insbesondere die Kosten-Wettbewerbsfähigkeit heimischer Industriestandorte. Umso wichtiger sei es jetzt, in der anstehenden Tarifrunde die Belastung der M+E-Betriebe nicht auch noch durch einen überzogenen Tarifabschluss in unverantwortliche Höhen zu treiben. Die Tarifparteien gerade in Nordrhein-Westfalen hätten schon häufig bewiesen, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten belastbare und tragfähige Kompromisse zu vereinbaren. „Wir sollten alles daran setzen, dass uns dies auch in dieser Tarifrunde wieder gelingt“, so Kirchhoff.

Die Verhandlungen werden schwer und komplex. Ob am Ende NRW den Pilotabschluss macht? „NRW ist immer bereit und in der Lage, den Pilotabschluss zu machen“, sagte Knut Giesler, Bezirksleiter der Gewerkschaft in NRW, der Rheinischen Post.

Die Verhandlungen werden in den kommenden Wochen fortgesetzt. Michael Grütering (Foto links), Hauptgeschäftsführer der Verbände in Düsseldorf und Gelsenkirchen, vertritt die Betriebe bei den Tarifverhandlungen.

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jetzt vorgestellt: Vier Varianten zur Zukunft der Theodor-Heuss-Brücke

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung informierten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Mobilitätsdezernent Jochen Kral gemeinsam mit den Fachplanerinnen und -planern der Landeshauptstadt über die verbliebenen Varianten für einen Ersatzneubau der ältesten Düsseldorfer Schrägseilbrücke.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte am Mittwoch erneut alle Bürgerinnen und Bürger in das Rheinbad eingeladen, um in einem Dialogforum die umfangreichen Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen zu den Zukunftsszenarien der Theodor-Heuss-Brücke vorzustellen. Rund 100 Personen nahmen am Dialogforum teil.

Seit der öffentlichen Infomesse im Juni 2023 wurden mehr als 20 verschiedene Varianten, darunter auch zahlreiche Vorschläge, die von Bürgerinnen und Bürgern eingebracht wurden, intensiv anhand verschiedener Kriterien geprüft und bewertet. Neben der technischen Machbarkeit wurden planerische Aspekte wie städtebauliche Qualität, Umwelt, Kosten und bauzeitliche Auswirkungen untersucht.

Der Landeshauptstadt Düsseldorf war es von Anfang an ein wichtiges Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger in einem transparenten und nachvollziehbaren Dialog mitzunehmen. Die neue Rheinquerung ist von besonderer Bedeutung für Düsseldorf und auch über die Stadtgrenze hinaus.

Dies betonte auch Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der die Gäste begrüßte: „Die Theodor-Heuss-Brücke ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern prägt auch das Stadtbild und die Shilouette Düsseldorfs. Der Prozess mit der Untersuchung diverser Varianten hat schon jetzt gezeigt, dass es einen Neubau der Brücke braucht.“ Weiter führte Oberbürgermeister Dr. Keller aus: „Wir brauchen an dieser Stelle eine funktionierende Rheinquerung. Unser oberstes Ziel ist es, dass die zukünftige Brücke den Anforderungen und Wünschen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht wird.“

In den letzten Monaten wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, um einer optimalen Lösung für die Zukunft näher zu kommen. Die durchgeführten Bauwerksprüfungen und Nachrechnungen zeigen, dass die Theodor-Heuss-Brücke trotz Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen den aktuellen und zukünftigen Verkehrsanforderungen nicht mehr gewachsen ist.

Projektleiter René Eis stellte den bisherigen Beteiligungsprozess und die Variantenbewertung durch die Verwaltung vor und veranschaulichte, nach welchen Kriterien die Bewertungen vorgenommen wurden, und wie durch diesen Prozess letzten Endes noch vier Varianten übrig geblieben sind. Diese wurden bereits ausführlich in einem begleitenden Online-Dialog vom 26. August bis 20. September der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die vier Varianten für die Theodor-Heuss-Brücke sind:
–    Neubau einteilige Brücke ohne ÖPNV – „Anlehnung“
–    Neubau zweiteilige Brücke mit ÖPNV – „Neubau“
–    Neubau Tunnel und Erhalt THB als Geh-/Radwegbrücke – „Denkmal“
–    Neubau Tunnel (SV, Umbau ÖPNV) und Neubau Brücke (IV + G/R) – „Zeitspiel“

Die Varianten „Anlehnung“ und „Neubau“ sind am wirtschaftlichsten und können am schnellsten umgesetzt werden. Demnach sind sie die einzigen städtebaulich akzeptablen Varianten.

Die Variante „Denkmal“ ist die Einzige mit Erhalt der Theodor-Heuss-Brücke, während die Variante „Zeitspiel“ einen Kompromiss zwischen Erhalt und Neubau darstellt. Hier würde der Bestand möglichst lange erhalten werden.

Mobilitäts- und Umweltdezernent Jochen Kral: „Alle Varianten mit Tunnelbauwerken scheiden aufgrund der immensen Baukosten aus. Diese liegen um bis zu 130 Prozent höher als bei der Brücken-Variante I. Zudem würden die Tunnelrampen das Ortsbild von Golzheim stark beeinträchtigen und Eingriffe in private Grundstücke nach sich ziehen. Darüber hinaus würden die Tunnelvarianten zu einer größeren Flächenversiegelung führen und die CO2-Emissionen wären etwa doppelt so hoch wie bei einem Brückenbau.“

Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern konnten sich in sogenannten „Offenen Speaker Corners“ mit den Fachplanerinnen und Planern zu Qualität der Verkehrsanlage, Städtebau und Denkmalschutz, Umweltbelange und Schallschutz sowie Eingriffe in Grundstücke, Wirtschaftlichkeit und Risiken austauschen.

Hintergrundinfos

Die Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf ist eine wichtige Verkehrsverbindung für die Region und wird täglich von tausenden von Menschen genutzt. Daher ist es von großer Bedeutung, den Zustand der Brücke regelmäßig zu überprüfen und mögliche Alternativen für die Zukunft zu untersuchen. Darüber hinaus ist die 1957 erbaute Schrägseilbrücke prägend für das Stadtbild Düsseldorfs. Seit 2016 steht dieses Bauwerk unter Denkmalschutz.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht aktuell vor der Aufnahme von Planungstätigkeiten. Derzeit gibt es noch keine konkreten Planungen oder ausgearbeitete Strategien zur Zukunft der Theodor-Heuss-Brücke. Das Beteiligungsverfahren soll dazu beitragen, weitere Randbedingungen für die anschließenden Planungstätigkeiten zu ermitteln.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wird zusätzlich ein weiteres Dialogforum am 18. September stattfinden. Dieses richtet sich an politische Vertreterinnen und Vertreter. Im Anschluss wird eine Beschlussvorlage für den Rat vorbereitet, die voraussichtlich im 2. Quartal 2025 in die Abstimmung geht.

Ergänzend wird zum Dialogforum eine Online-Beteiligung bis zum 20. September unter www.duesseldorf/thb angeboten.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

AOK Rheinland/Hamburg startet Modell-Projekt „ReGe Pflege“ zur häuslichen Pflege

In drei Modellregionen erprobt die in Düsseldorf beheimatete AOK Rheinland/Hamburg mit regionalen Partnern neue gesundheitsfördernde Wege in der Pflege. Ziel ist es, Menschen möglichst lange und selbstständig im häuslichen Umfeld zu halten.

Deutschland wird immer älter. Die gestiegene Lebenserwartung von Frauen und Männern sowie ein steigender Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung stellen unsere Gesellschaft und das Gesundheitssystem vor Herausforderungen. Mit dem Alter nimmt das Krankheitsrisiko zu und auch die Wahrscheinlichkeit, auf Pflege angewiesen zu sein. Im Jahr 2021 waren 1,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen pflegebedürftig. Davon leben rund 80 Prozent in der eigenen Häuslichkeit. Bis 2050 wird die Zahl der Pflegebedürftigen nach Einschätzung des Landesbetriebs Information und Technik (IT.NRW) um 30 Prozent steigen – dafür braucht es neue Strukturen und Lösungen. Das Modellprojekt „ReGe Pflege“, das die AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit der IGES Institut GmbH und dem Beratungsunternehmen MA&T Sell & Partner GmbH startet und durch einen Experten-Beirat begleiten lässt, ist eine davon.

Ab Januar 2025 wird in drei Pilotregionen gestartet: Stadt Aachen, Kreis Euskirchen und Kreis Wesel. Auf Pflege angewiesene Menschen, die mit Unterstützung (Pflegegrad 1-3) in der eigenen Häuslichkeit leben und älter als 60 Jahre sind, werden dann stärker von Prävention und Gesundheitsförderung profitieren, damit sie möglichst lange selbstständig, mobil und gesund bleiben.

„Der größte Teil der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, wohnt im häuslichen Wohnumfeld und wird von Familienangehörigen, nahestehenden Personen und häufig auch in Zusammenarbeit mit Dienstleistern der ambulanten Pflege betreut. Angesichts der demographischen Entwicklung wäre eine angemessene Pflege, ohne dieses private und familiäre Engagement wohl nicht zu gewährleisten“, sagt Sabine Deutscher, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg. „Solange ein gewisses Maß an Selbstständigkeit besteht und der Alltag mit dieser Unterstützung gemeistert werden kann, bieten gesundheitsfördernde Maßnahmen eine große Chance, die Lebensqualität der Menschen zu erhalten oder sogar zu verbessern. Das Projekt „ReGe Pflege“ ergänzt unser bestehendes Engagement in der Prävention für Pflegepersonen, pflegende Angehörige und in der stationären Pflege. Uns ist es ein besonderes Anliegen auch in dieser Lebensphase ganzheitlich zu agieren und der Gesundheitsförderung einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Durch einen gesundheitsbewussten, bewegten und ausgeglichenen Alltag fördern wir gesundes Leben und Altern.“

„Allerdings sei es eine besondere Herausforderung, die Menschen in der häuslichen Pflege zu erreichen“, so Dr. Laura Elgeti von MA&T. Das Konzept der AOK Rheinland/Hamburg sieht daher vor, dass Pflegebedürftige durch Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren erreicht werden. Dies können z. B. Pflege- und Seniorendienste, Personen in der (Pflege-)Beratung, aber auch Trainerinnen und Trainer im Sportverein oder Ärztinnen und Ärzte sein. „Über diese Personen soll das Thema Gesundheitsförderung zur Zielgruppe getragen und dafür sensibilisiert werden, dass man auch im hohen Alter und bei Pflegebedarf Selbststänigkeit und Lebensqualität fördern und erhalten kann“, ergänzt Dr. Julia Wolff vom IGES Institut.

Im Herbst dieses Jahres beginnt die Vorbereitung in den Pilotregionen. Es werden Steuerungsgremien gebildet, Netzwerke geknüpft und Ist-Analysen erstellt, um Ansatzpunkte und Angebote bzw. Angebotslücken zu identifizieren und Multiplikatoren zu gewinnen. Danach werden für die jeweilige Region passende Ziele und Realisierungspläne erarbeitet. Ab Januar 2025 soll die Umsetzung beginnen.

Ansatzpunkte zur Prävention in der ambulanten Pflege gibt es viele: körperliche Aktivität, kognitive Ressourcen, psychosoziale Gesundheit, Prävention von Gewalt gegen Pflegebedürftige – häufig auch eine Kombination. So kann die Teilnahme an einem Bewegungskurs der Erhaltung von Kraft und Gleichgewicht dienen und zugleich einen Beitrag zur psychosozialen Gesundheit leisten, da sie Einsamkeit entgegenwirkt und das Selbstvertrauen stärkt. Dabei sollen sowohl aufsuchende Angebote – also Maßnahmen in der Häuslichkeit – unterbreitet werden als auch Teilhabe durch Angebote außerhalb der Häuslichkeit gefördert werden.

Eigene Häuslichkeit statt Pflegeeinrichtung

Nach Einschätzung der Gesundheitskasse könnte das neue Angebot für rund 65.000 Menschen mit Pflegebedarf in den Pflegegraden 1 bis 3 in den Pilotregionen interessant sein. „Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt ‚ReGe Pflege‘ auf breite Akzeptanz stoßen wird. Umfragen und Studien zeigen, dass sich die meisten Menschen wünschen, im Alter möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben zu können, unterstützt von einer vertrauten Person und gegebenenfalls durch einen Pflegedienst. Wenn es gelingt, dass mehr Menschen dies länger und in besserer Gesundheit tun können, ist das sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt ein Gewinn“, betont Dr. Freya Füllgraebe, Abteilungsleiterin Gesundheitsförderung bei der AOK Rheinland/Hamburg.

Just Spices launcht limitierte Special Edition des Kürbis Allrounders

Der Kürbis Allrounder als Special Edition. Foto: obs

Das Beste im Herbst? Kürbis natürlich! Passend dazu launcht das Düsseldorfer Gewürzunternehmen Just Spices den Kürbis Allrounder in einer herbstlichen Special Edition. Ob als geheime Zutat in der Kürbissuppe, leckeres Kürbisrisotto oder ganz klassisch als Ofenkürbis – die limitierte Edition macht jedes Gericht besonders. Der Kürbis Allrounder als Herbst Edition ist ab dem 12. September für 4,99 Euro auf justspices.de sowie im Einzelhandel bei u.a. Rewe, Edeka, Globus, Wasgau oder Bünting erhältlich.

Mit innovativen Gewürzmischungen aus 100 % natürlichen Zutaten inspiriert Just Spices seine Kunden, tagtäglich in der Küche kreativ zu werden und jedes Gericht noch leckerer zu machen. Ob gemeinsam, für andere oder für sich selbst: Kochen macht endlich wieder richtig Spaß. Und das seit nunmehr 10 Jahren. Passend zum Jubiläum des Unternehmens erstrahlt der Kürbis Allrounder in einem bunten Design, das perfekt zur gemütlichen Jahreszeit passt. Mit der Kombination aus u.A. Rosa Kristallsalz, Kurkuma, Chili, Koriander und Zimt gibt die Gewürzmischung allen Kürbisgerichten eine süß-scharfe Note. Egal ob als Suppe, auf dem Ofen oder im Risotto – Kürbis ist der Gemüse-Star im Herbst.

Just Spices feiert 10-jähriges Jubiläum

Seit ganzen zehn Jahren machen die bunten Dosen in tausenden Küchen jedes Gericht noch leckerer. Passend zum Jubiläum läutet das Unternehmen eine neue Ära ein und präsentiert sich in einem neuen, noch moderneren Auftritt. Sowohl das Dosendesign als auch die Website erstrahlen in einem neuen Look. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf eine klare und reifere Markenidentität, um noch näher an den Bedürfnissen seiner Kunden zu sein und noch bessere Geschmackserlebnisse zu bieten. Begleitet wird das 10-jährige Jubiläum zusätzlich mit vielen Aktionen. Von Gewinnspielen auf den eigenen Kanälen des Gewürzunternehmens bis zum Launch der beliebten Adventskalender oder der Special Edition des Kürbis Allrounders.