Netzwerk bedeutet Verantwortung – und genau dafür steht auch unser Arbeitgeberverband

(cs) In der vergangenen Woche haben die Geschäftsführer unserer Mitgliedsunternehmen an einer Schulung zur NIS2-Richtlinie teilgenommen. Angesichts steigender Anforderungen an die IT-Sicherheit ist dieses Thema längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil unternehmerischer Verantwortung geworden.

Auch wenn wir diesen Bereich nicht selbst als Dienstleistung abdecken, zeigt sich hier die Stärke unseres Netzwerks: Unser Mitgliedsunternehmen SCALTEL hat die Schulung übernommen und an zwei Tagen rund 40 Geschäftsleitungen umfassend informiert und sensibilisiert.

Wir bedanken uns herzlich für diesen wertvollen Beitrag und die vertrauensvolle Zusammenarbeit – ein starkes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Neustart an der Spitze von TEEKANNE Holding GmbH & Co. KG: Susanne Wege übernahm gestern den CEO-Job

Frank Schübel. Foto: TEEKANNE ÖSTERREICH INSTAGRAM

(cs) Das Düsseldorfer Traditionsunternehmen TEEKANNE hat ihre Führung neu aufgestellt: Seit dem 1. April 2026 steht Susanne Wege an der Spitze des traditionsreichen Familienunternehmens. Gemeinsam mit Dr. Christian Mestwerdt (CFO/COO) bildet sie eine neu geschaffene Doppelspitze, mit der der Teespezialist seine strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre schärfen will. Wir berichteten bereits im Januar über diese Veränderung.

Wege folgt auf Frank Schübel, der das Unternehmen neun Jahre lang geführt und nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. Unter seiner Leitung entwickelte sich TEEKANNE zu einer der am stärksten wachsenden Teemarken weltweit. Gleichzeitig wurden zentrale Investitionen in das internationale Produktionsnetzwerk umgesetzt und umfassende Prozessinnovationen angestoßen.

Strategischer Kurswechsel mit Doppelspitze

Mit der neuen Führungsstruktur setzt TEEKANNE bewusst auf eine geteilte Verantwortung: Während Wege die strategische und marktorientierte Weiterentwicklung vorantreibt, verantwortet Mestwerdt weiterhin Finanzen und operative Prozesse. Ziel ist es, die Marke zu stärken, nachhaltiges Wachstum im Kernmarkt zu sichern und das internationale Geschäft weiter auszubauen.

Der Generationswechsel kommt nicht überraschend – die Neuausrichtung der Geschäftsführung war bereits seit Jahresbeginn vorbereitet worden und wurde von Schübel aktiv mitgestaltet.

Susanne Wege. Foto: TEEKANNE

Internationale Erfahrung und klarer Markenfokus

Mit Susanne Wege gewinnt das Unternehmen eine erfahrene Managerin aus der internationalen Konsumgüterbranche. Die gebürtige Österreicherin war zuletzt für Lavazza tätig, wo sie seit 2019 die Region DACH und Polen verantwortete. In dieser Funktion steuerte sie Strategie, Wachstum und Organisation in mehreren Kernmärkten.

Zuvor hatte Wege verschiedene Führungspositionen bei Red Bull inne, unter anderem als Geschäftsführerin in Schweden. Weitere Station war Danone Waters in Deutschland, wo sie als Sales Director tätig war.

„TEEKANNE ist eine Marke, die über 140 Jahre Tradition und Innovationskraft verbindet“, sagt Wege. Gemeinsam mit Mestwerdt und den Teams wolle sie die Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben, Wachstumspotenziale erschließen und die Marke zukunftssicher positionieren.

Würdigung für Frank Schübel – große Resonanz in sozialen Medien

Parallel zum Führungswechsel wird in sozialen Netzwerken intensiv über den Abschied von Frank Schübel diskutiert. Besonders ein Beitrag von Teekanne Österreich findet große Aufmerksamkeit. Darin heißt es:

„Nach fast neun prägenden Jahren verabschieden wir unseren CEO Frank Schuebel. In dieser Zeit hat Frank die TEEKANNE Gruppe maßgeblich weiterentwickelt und bleibende Spuren hinterlassen.“

Hervorgehoben werden darin insbesondere das starke internationale Wachstum, die erfolgreiche Steuerung des Unternehmens durch die Corona-Pandemie sowie umfassende Investitionen in Produktion und Digitalisierung. Auch Großprojekte wie das „TEEKANNE Tea Processing Projekt (TTP)“ und die IT-Transformation „FIT/S4“ werden als Meilensteine genannt.

Darüber hinaus wird Schübels Engagement für Nachhaltigkeit, faire Arbeitsbedingungen in den Anbaugebieten sowie für den Industriestandort Düsseldorf gewürdigt.

Kontinuität und Aufbruch

Mit dem Wechsel an der Spitze verbindet TEEKANNE Kontinuität und Neuausrichtung zugleich. Während Schübels strategische Weichenstellungen die Basis für weiteres Wachstum gelegt haben, soll die neue Doppelspitze nun zusätzliche Impulse setzen – insbesondere bei Markenführung, Internationalisierung und nachhaltiger Transformation.

Die kommenden Monate dürften zeigen, wie schnell und konsequent Susanne Wege und Christian Mestwerdt diese ambitionierten Ziele in konkrete Ergebnisse übersetzen können.

Ausbildungsanstrengungen jetzt stärken: Unser Hauptgeschäftsführer wirbt für noch mehr Engagement der Unternehmen

Hauptgeschäftsführer RA Michael Grütering; Foto: Frank Wiedemeier

(cs) Zur Halbzeit des Ausbildungsjahres 2026 zeigt sich auf dem Ausbildungsmarkt in Düsseldorf ein widersprüchliches Bild: Während sich mehr Jugendliche für eine betriebliche Ausbildung interessieren, geht die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich zurück. Vertreter von Arbeitsagentur und Wirtschaft sehen Handlungsbedarf – und richten einen klaren Appell an die Unternehmen.

Zwischen Oktober 2025 und März 2026 meldeten sich 2.562 junge Menschen bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das entspricht einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur gewinnt die duale Ausbildung damit wieder an Attraktivität.

Auffällig ist dabei auch eine Veränderung in der Bewerberstruktur: Zunehmend interessieren sich Jugendliche mit Fach- oder Hochschulabschluss für eine klassische Berufsausbildung. Gleichzeitig wächst der Anteil junger Menschen mit ausländischem Pass. Für die Verantwortlichen ist das ein Zeichen dafür, dass die betriebliche Ausbildung breiter wahrgenommen wird als noch in den Jahren zuvor.

Dem steigenden Interesse steht jedoch ein rückläufiges Angebot gegenüber. Bis Ende März wurden lediglich 2.447 Ausbildungsstellen gemeldet – ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Teil dieses Rückgangs ist zwar statistisch bedingt, dennoch bleibt die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage erheblich.

Als Ursachen nennen Experten vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Zurückhaltung vieler Betriebe. Unternehmen zögern angesichts unsicherer Konjunkturaussichten, neue Ausbildungsverhältnisse einzugehen. Diese Entwicklung passt zum landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen, wo sich der Arbeitsmarkt zwar zuletzt leicht belebt hat, jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau bewegt.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen die Institutionen Chancen, das sogenannte „Delta“ bis zum Ausbildungsstart im September zu verringern. Ein zentraler Hebel ist die intensivere Ansprache von Unternehmen. Die Arbeitsagentur empfiehlt, offene Ausbildungsstellen frühzeitig zu melden und die Unterstützung der Vermittlungsdienste stärker zu nutzen. Spezielle Bewerbertage, die passgenau auf Branchen und Betriebe zugeschnitten sind, hätten sich bereits als erfolgreich erwiesen.

Zudem spielt die demografische Entwicklung eine entscheidende Rolle: In den kommenden Jahren werden viele Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Ohne ausreichenden Nachwuchs drohen den Unternehmen spürbare Engpässe.

Vor diesem Hintergrund richtet sich ein eindringlicher Appell aus der Wirtschaft an die Betriebe. Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf, bittet die Betriebe, die sich bereits stark in der Ausbildung engagieren: „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist es entscheidend, in die Fachkräfte von morgen zu investieren. Unternehmen sollten ihre Ausbildungsaktivitäten mindestens stabil halten – und wenn möglich sogar ausbauen. Nur so lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.“

Leichte Frühjahrsbelebung am Düsseldorfer Arbeitsmarkt – doch globale Risiken wachsen

Birgitta Kubsch-von Harten Foto: Agentur für Arbeit

(cs) Während sich der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen zu Beginn des Frühjahrs vorsichtig stabilisiert, zeichnen sich zugleich zunehmende Belastungen durch internationale Krisen und strukturelle Probleme der Industrie ab. Aktuelle Zahlen aus Düsseldorf und bundesweite Analysen zeigen ein widersprüchliches Bild: leichte Entspannung vor Ort, aber wachsende Unsicherheit im größeren wirtschaftlichen Kontext.

In Düsseldorf ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 leicht gesunken. Insgesamt waren 29.350 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Rückgang um 108 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb jedoch unverändert bei 8,1 Prozent. Gleichzeitig berichten die Behörden von einer steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften. Über 1.100 neue Stellen wurden gemeldet, mehr als im Februar und im Vorjahr. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zuletzt gestiegen.

„Der Düsseldorfer Arbeitsmarkt ist aktuell aufnahmefähig“, erklärte die Chefin der Düsseldorfer Arbeitsagentur, Birgitta Kubsch-von Harten. Tatsächlich konnten im März deutlich mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden als noch im Winter oder im Vorjahr.

Doch der positive Trend hat Grenzen. Besonders auffällig ist der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit: Über 10.600 Menschen sind bereits seit mehr als einem Jahr ohne Job – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt sich auch landesweit wider und gilt als eines der drängendsten Probleme.

Auch auf Ebene Nordrhein-Westfalens zeigt sich ein gemischtes Bild. Zwar entwickelte sich der Arbeitsmarkt im März besser als in den vergangenen drei Jahren, und in fast der Hälfte der Regionen sank die Arbeitslosigkeit sogar. Dennoch bleibt das Niveau insgesamt hoch, und von einer nachhaltigen Trendwende kann laut Arbeitsagentur noch keine Rede sein. Immerhin: Die Dynamik nimmt leicht zu, mehr Menschen finden wieder eine Beschäftigung, und Unternehmen melden wieder etwas mehr offene Stellen. „Obwohl das konjunkturelle Umfeld für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in NRW nach wie vor sehr schwierig ist, hat sich der Arbeitsmarkt im März besser als in den vergangenen drei Jahren entwickelt“, sagte Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Gleichzeitig geraten zentrale Industriezweige zunehmend unter Druck. Besonders in der Metall- und Elektroindustrie hat sich die Lage verschlechtert. Mit rund 178.000 arbeitslosen Fachkräften wurde im März der höchste Stand seit 2014 erreicht. Die Zahl der offenen Stellen ist gesunken, und viele Unternehmen planen weiteren Stellenabbau. Nur eine Minderheit denkt derzeit über Neueinstellungen nach.

Branchenvertreter sehen die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gefährdet und fordern politische Reformen – etwa beim Bürokratieabbau, bei Energiekosten und Abgaben. Ohne konkrete Maßnahmen drohe eine weitere Erosion der industriellen Basis.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die internationale Lage. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass rund 90 Prozent der Industrieunternehmen negative Auswirkungen durch den Iran-Krieg erwarten. Besonders steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten und teurere Logistik belasten die Betriebe. Viele Unternehmen rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Folgen in den kommenden Monaten weiter verschärfen.

Damit steht der Arbeitsmarkt vor einem Balanceakt: Einerseits sorgt die saisonale Belebung für etwas Entspannung und Bewegung, andererseits könnten externe Schocks und strukturelle Schwächen die zarten Fortschritte schnell wieder zunichtemachen.

Richtfest rückwärts: Industriegeschichte wird Zukunftsbüro

So soll die renovierte Halle im Sommer aussehen. Foto: AREAL BÖHLER

(cs) Wo einst Kräne ratterten und schwere Maschinen den Takt vorgaben, wird bald gearbeitet, kommuniziert und gestaltet: Auf dem Areal Böhler hat die Revitalisierung des historischen Gebäudes 21 einen symbolträchtigen Meilenstein erreicht – und das auf ungewöhnliche Weise. Statt eines klassischen Richtfests wurde der vollständige Rückbau des alten Daches gefeiert. Ein „Richtfest rückwärts“, das den Wandel des Ortes treffend inszeniert.

Die Jamestown Areal Böhler GmbH & Co. KG lud gemeinsam mit dem Bau- und Projektpartner Vollack zu diesem besonderen Anlass. Im Mittelpunkt steht eine Industriehalle, deren Ursprünge bis ins Jahr 1919 zurückreichen und die 1941 erweitert wurde. Mit einer Länge von 120 Metern und einer Firsthöhe von 18,5 Metern prägt das dreischiffige Gebäude seit Jahrzehnten das Gesicht des Areals.

Nun beginnt für die Halle ein neues Kapitel. Vollack übernimmt die umfassende Transformation – von der Konzeption über die Planung bis zur Umsetzung. Ziel ist es, die historische Substanz zu bewahren und zugleich moderne, energieeffiziente Büroflächen zu schaffen. Bis zu 350 Arbeitsplätze sollen hier künftig entstehen.

„Wir schaffen Arbeitsräume, die Unternehmen Flexibilität und Identifikation bieten“, betont Sebastian Kahl, Geschäftsführer der Bauherrengesellschaft. Die Verbindung aus Industriearchitektur, moderner Infrastruktur und nachhaltiger Energieversorgung mache den Standort besonders attraktiv.

Auch für die Gesamtentwicklung des Areals ist das Projekt von zentraler Bedeutung. Martin Honak, Geschäftsführer der Areal Böhler Betriebs GmbH, sieht darin einen weiteren Schritt hin zu einem vielseitigen Standort, der Wirtschaft, Kultur und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Die Herausforderungen bei der Umgestaltung sind erheblich. „Die Transformation einer über hundert Jahre alten Produktionshalle erfordert nicht nur Ingenieurskompetenz, sondern auch einen sensiblen Umgang mit der bestehenden Struktur“, erklärt Kambiz Hajizadeh-Zaker, Partner bei Vollack. Umfangreiche Analysen der Bausubstanz seien notwendig gewesen, um ein Konzept zu entwickeln, das den Spagat zwischen Erhalt und Modernisierung meistert.

Tatsächlich bleibt ein Großteil der charakteristischen Elemente erhalten: Teile des Tragwerks, die ehemalige Kranbahn und die Fassade werden in die neue Nutzung integriert. Gleichzeitig wird die Gebäudehülle umfassend energetisch ertüchtigt. Besonders markant: Das Dach eines Seitenschiffs wurde entfernt, die Außenwände werden künftig eine Arkade bilden. So entsteht ein geschützter Außenbereich, der Raum für Pausen und neue Perspektiven bietet.

Im Inneren setzt das Konzept auf Offenheit und Flexibilität. Geplant ist eine zweigeschossige Bürowelt mit teils übergreifenden Ebenen, die sich in mehrere Mieteinheiten unterteilen lässt. Freitreppen und Kommunikationszonen sollen den Austausch fördern und eine kreative Arbeitsatmosphäre schaffen.

Die Hüllensanierung soll bereits im Sommer 2026 abgeschlossen sein. Der vollständige Ausbau der Büroflächen ist bis Ende 2027 vorgesehen. Bis dahin wird sich zeigen, wie aus industrieller Vergangenheit eine zukunftsweisende Arbeitswelt entsteht – und wie ein „Richtfest rückwärts“ zum Symbol eines neuen Anfangs wird.

 

Charlotte Beissel verlässt Düsseldorf

Dr. Charlotte Beissel; Foto: ENBW Michael Lübke

(cs) Führungswechsel bei einem der größten Energiekonzerne Deutschlands – und der ist frühzeitig eingefädelt! Beim Versorger EnBW Energie Baden-Württemberg AG rückt eine neue Frau an die Spitze eines Schlüsselressorts: Dr. Charlotte Beissel aus Düsseldorf, bislang Vorstandsmitglied der Stadtwerke in Düsseldorf, wird zum 1. Juli 2026 in den Vorstand berufen – und übernimmt schon zwei Monate später das wichtige Personalressort.

Damit ist klar: Die Zeit von Colette Rückert-Hennen im Vorstand läuft aus. Die langjährige Personalchefin verabschiedet sich zum 31. August 2026 vorzeitig in den Ruhestand – und macht den Weg frei für einen reibungslosen Übergang. Hinter den Kulissen geht es um viel mehr als nur einen Personalwechsel. EnBW steckt mitten im Umbau – Energiewende, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle. Genau hier soll Beissel liefern. Sie übernimmt künftig die Bereiche Personal, Recht & Compliance sowie Immobilien – ein Machtpaket im Konzern.

Beissel selbst gibt sich kämpferisch: Sie will die Transformation des Konzerns aktiv vorantreiben und die Personalarbeit zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunft machen. Große Worte – denen jetzt Taten folgen müssen.

Beissel schrieb zunächst auf SocialMedia ganz offen über den Wechsel: „Heute schlagen buchstäblich zwei Herzen in meiner Brust, weil mit dem Aufbruch auch ein Abschied von den Stadtwerken Düsseldorf verbunden ist. Was ich vor allem anderen aus der Zeit bei den Stadtwerken mitnehme? Die Menschen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen Julien Mounier und Jan Huth. Und mit dem Betriebsrat um Klarissa Lerp.

Die neue Vorständin bringt dafür reichlich Erfahrung mit. Zuletzt arbeitete sie bei der Stadtwerke Düsseldorf AG, wo sie seit 2021 als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin tätig war. Dort verantwortete sie nicht nur HR, sondern auch Digitalisierung, IT und Vertrieb – ein breites Portfolio, das ihr nun auch bei EnBW zugutekommen dürfte.

Klar ist: Dieser Wechsel ist kein Zufall, sondern Teil eines langfristigen Plans. EnBW stellt frühzeitig die Weichen für die Zukunft – und setzt dabei auf eine Managerin, die Wandel nicht nur verwaltet, sondern gestalten soll. Jetzt wird sich zeigen, ob sie den Konzern durch die nächste Phase der Transformation führen kann.

Eine kleine „Revolution“ auf der Straße – und sie kommt aus Düsseldorf!

Foto: RHEINMETALL

(cs) Die Rheinbahn testet jetzt Shuttlefahrzeuge, die nicht mehr direkt vor Ort gesteuert werden, sondern aus der Ferne. Klingt nach Zukunft? Ist es auch! Und für viele Pendler könnte das schon bald den Alltag verändern.

Vorständin Annette Grabbe macht klar, warum der Schritt nötig ist: Der öffentliche Nahverkehr steckt in der Klemme. Es fehlt an Personal, das Geld ist knapp, der Druck steigt. Die Lösung soll Technik bringen. Teleoperierte Shuttles, also Fahrzeuge, die von einem Operator aus der Distanz gesteuert werden, sollen helfen, den Betrieb stabil zu halten. Grabbe setzt dabei auf harte Fakten statt Visionen: Erst wird getestet, dann entschieden. Nur wenn die Technik im Alltag überzeugt, hat sie eine Zukunft bei der Rheinbahn.

Hinter dem Projekt stehen starke Partner. Der Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Rheinmetall und die MIRA GmbH treiben die Entwicklung voran. MIRA-Chef Win Neidlinger sieht darin eine echte Chance gegen den Personalmangel. Seine Botschaft: Wenn weniger Fahrer da sind, muss die Technik einspringen. Die Teleoperation soll genau das leisten – und den Nahverkehr trotzdem zuverlässig am Laufen halten.


Dr. Stephan Keller; Foto: Stadt

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf betont: „Innovationen wie diese entstehen nicht am Reißbrett, sondern im Zusammenspiel starker Partner. Mit Rheinbahn und MIRA wird hier konkret erprobt, wie neue Technologien im Alltag funktionieren können. Für uns als Stadt ist wichtig, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und solche Projekte möglich zu machen. Denn genau so entsteht ein moderner, leistungsfähiger Nahverkehr, der auch in Zukunft zuverlässig für die Menschen da ist – und zugleich stärken wir Düsseldorf als Innovationsstandort für die Mobilität von morgen.“


Auch die Stadt zieht mit. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller lobt das Projekt als echten Praxis-Test statt Theorie-Spielerei. Innovation entstehe nicht am Schreibtisch, sondern draußen auf der Straße. Genau dort wird jetzt geprüft, ob die Technik hält, was sie verspricht. Für die Stadt geht es dabei um mehr als nur Busse und Bahnen – es geht um die Zukunft als moderner Mobilitätsstandort.

Das Ganze ist Teil eines großen europäischen Zukunftsprojekts. Hinter dem Namen PoQuaSIA verbirgt sich ein ambitioniertes Programm, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ziel ist nichts Geringeres als eine neue digitale Infrastruktur für besonders sensible Anwendungen. Herzstück ist eine hochsichere Cloud, die Fahrzeuge, Steuerung und Betrieb in Echtzeit verbindet. Kaum Verzögerung, maximale Zuverlässigkeit – so soll der Verkehr von morgen aussehen.

Klar ist: Noch ist alles im Test. Aber wenn das System funktioniert, könnte es den Nahverkehr grundlegend verändern. Weniger Ausfälle, flexiblere Angebote, stabilerer Betrieb. Düsseldorf wird damit zum Versuchslabor für die Mobilität von morgen – und vielleicht schon bald zum Vorbild für ganz Deutschland.

Tarifeinigung in der Chemie- und Pharmabranche

Matthias Bürk Foto: Ivgenia Möbus

(cs) Mehr Geld! In schwierigen Zeiten haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft in der Chemie- und Pharmabranche auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Nach zwei Tagen harter Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Breisig steht der Deal: Für rund 585.000 Beschäftigte gibt es ein Lohnplus.

Die Branchengewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC ringen der Krise einen Kompromiss ab. Die Botschaft: Mehr Geld ja, aber mit angezogener Handbremse. Denn die Branche steckt weiter im Abschwung, viele Unternehmen kämpfen mit schwacher Nachfrage, hohen Kosten und unsicheren Perspektiven.

Die Löhne steigen in zwei Schritten: ab Januar 2027 gibt es 2,1 Prozent mehr. Ein Jahr später folgen weitere 2,4 Prozent. Der Tarifvertrag läuft insgesamt 27 Monate bis Ende Mai 2028.

Unternehmen, die gut durch die Krise kommen, dürfen die Erhöhungen vorziehen – um bis zu drei Monate. Für viele dürfte das aber die Ausnahme bleiben.

Ein zentrales Element des Abschlusses ist die Beschäftigungssicherung. Für die Jahre 2026 und 2027 zahlen die Firmen jeweils 300 Euro pro Mitarbeiter in einen Fonds ein. Auszubildende bekommen 150 Euro. Das Geld fließt in den Demografiefonds der Branche, der seit Jahren genutzt wird, um etwa Altersteilzeit oder Betriebsrenten zu finanzieren.

Arbeitgeber-Verhandlungsführer Matthias Bürk verteidigt den Abschluss: Die lange Laufzeit bringe Planungssicherheit für die Unternehmen. Außerdem beginne die finanzielle Belastung erst 2027 – und das „zu krisengerechten Konditionen“.

Ein Abschluss, der zeigt: Auch in einer Schlüsselindustrie wird das Geld knapper – und Kompromisse härter.

Vodafone in Düsseldorf schließt Forschungsprojekt „6G Health“ ab: Neue Technologien gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Foto: VODAFONE

(cs) Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit ist das Forschungsprojekt „6G Health“ erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung des Düsseldorfer Telekommunikations-Unternehmen Vodafone arbeiteten unter anderem die Universität Leipzig, die Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie fünfzehn weitere Partner gemeinsam daran, die Potenziale der nächsten Mobilfunkgeneration für die Medizin zu erforschen. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund zehn Millionen Euro.

Im Fokus stand eine der größten Herausforderungen des Gesundheitssystems: der zunehmende Fachkräftemangel. Überlastetes Personal, lange Wartezeiten und steigende Anforderungen prägen den Alltag in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Genau hier setzen die Ergebnisse von „6G Health“ an – mit dem Ziel, Arbeitsabläufe zu optimieren, Personal zu entlasten und die Patientensicherheit zu erhöhen.

Drei Innovationsfelder im Fokus

Das Projekt untersuchte in den vergangenen drei Jahren drei zentrale Anwendungsbereiche:

  • die Echtzeit-Übertragung von Biosignalen und Vitaldaten
  • den Einsatz von Augmented Reality (AR) und Telemedizin in der Zusammenarbeit medizinischer Fachkräfte
  • die Vernetzung medizinischer Geräte und Infrastrukturen für smarte Krankenhäuser

Dabei bauen die entwickelten Lösungen auf bestehenden 5G-Anwendungen auf – etwa videobasierte Online-Sprechstunden, mobilen Ultraschall oder den Transport von Medikamenten per Drohne.

Konkrete Anwendungen mit direktem Nutzen

Die Projektergebnisse zeigen deutlich, wie moderne Technologien den Klinikalltag verändern können. So ermöglicht eine Augmented-Reality-Navigation Patientinnen und Patienten, sich eigenständig im Krankenhaus zu orientieren – ohne zusätzliche Unterstützung durch das Personal.

Im Operationssaal kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz: Eine KI-basierte Echtzeit-Transkription dokumentiert automatisch Gespräche, erkennt medizinische Schlüsselbegriffe und identifiziert kritische Situationen. Wichtige Informationen werden sofort hervorgehoben und für Anwendungen wie das Tele-Neuromonitoring bereitgestellt.

Auch in der Pflege ergeben sich spürbare Entlastungen. Ein sogenanntes Radar-Bett misst kontaktlos Atem- und Herzfrequenz von Patienten und reduziert so den Aufwand für Pflegekräfte auf Intensivstationen – bei gleichzeitig erhöhter Sicherheit.

Versorgung über die Klinik hinaus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept „Hospital at Home“. Patientinnen und Patienten können medizinische Messungen von zu Hause aus durchführen, während IoT-basierte Geräte die Daten automatisch an die Klinik übermitteln. So lassen sich Verschlechterungen frühzeitig erkennen, stationäre Aufenthalte reduzieren und die Nachsorge verbessern.

Digitalisierung als Schlüssel zur Zukunft

Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass die Kombination aus Augmented Reality, künstlicher Intelligenz, Internet of Things und moderner Funktechnologie erhebliche Effizienzgewinne ermöglichen kann – von der Aufnahme bis zur Nachsorge.

„Das 6G Health Projekt demonstriert, wie der kommende Mobilfunkstandard 6G bei zukünftigen Anwendungen in der Medizin für noch mehr Effizienz und Sicherheit sorgen kann“, heißt es aus dem Projektumfeld. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels könne die Digitalisierung entscheidend dazu beitragen, Ressourcen besser zu nutzen und die Versorgungsqualität zu sichern.

Nächster Schritt: Standardisierung

Nun geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse in internationale Standards zu überführen. Ziel ist es, die entwickelten Technologien nicht nur als Prototypen zu belassen, sondern sie in den realen Alltag von Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu integrieren.

Das Projekt „6G Health“ macht deutlich: Die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen ist kein Zukunftsszenario mehr – sondern ein konkreter Lösungsansatz für die Herausforderungen von heute.

BAU-TURBO IN DÜSSELDORF! Jetzt soll alles schneller gehen

(cs) Düsseldorf drückt aufs Gas! Der Rat der Düsseldorf hat am 19. März den Bau-Turbo beschlossen – und der soll die Wohnungsnot endlich entschärfen. Schluss mit jahrelangen Genehmigungs-Verfahren: Dank eines neuen Bundesgesetzes können Bauprojekte jetzt deutlich schneller durchgewunken werden, ohne erst aufwendige Bebauungspläne aufzustellen. Ziel ist klar: mehr Wohnungen, mehr Tempo, mehr bezahlbarer Wohnraum für die Bürger.

Erste Projekte laufen bereits im Turbo-Modus, etwa an der Hansaallee und am Kennedydamm. Doch einfach nur schneller bauen reicht der Stadt nicht. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke stellt klar: Wer vom Bau-Turbo profitieren will, muss auch liefern. Heißt: fertige Konzepte, klare Planung und vor allem die Bereitschaft, schnell umzusetzen. Verzögerungen oder halbgare Ideen haben keine Chance.

Gleichzeitig setzt die Stadt klare Leitplanken. Auch im Eilverfahren müssen Bauprojekte zur Entwicklung einer modernen, lebenswerten Stadt beitragen. Grünflächen, klimagerechtes Bauen, gute Mobilität und vor allem ein sozialer Wohnungsmix bleiben Pflicht. Das bedeutet konkret: Ein Teil der neuen Wohnungen muss bezahlbar sein – auch für Menschen mit kleinerem Einkommen.

Besonders hart geht Düsseldorf gegen Spekulation vor. Jeder Bauherr muss einen Vertrag mit der Stadt abschließen und sich verpflichten, innerhalb von 48 Monaten nach Genehmigung zu bauen. Außerdem müssen Investoren sich an den Kosten für Infrastruktur wie Kitas oder Schulen beteiligen. Grundstücke einfach weiterverkaufen, um Gewinne zu machen, ist nur mit Zustimmung der Stadt möglich.

Der Bau-Turbo soll vor allem dort greifen, wo schnell neuer Wohnraum entstehen kann: bei leerstehenden Gebäuden, auf brachliegenden Flächen oder bei Nachverdichtungen. Große und besonders komplexe Projekte bleiben dagegen im normalen Verfahren. Klar ist: Düsseldorf will Tempo machen – aber nicht um jeden Preis. Freuen werden sich die Unternehmen in der Stadt, deren Mitarbeitenden dringend Wohnraum benötigen.