Saatchi & Saatchi baut Social-Media-Expertise aus: Drei Neuzugänge für das Düsseldorfer Team

(cs) Die erfolgreichsten Kampagnen der Welt entstehen längst nicht mehr zuerst auf Plakaten oder im TV, sondern in Feeds, Stories und Communities. Social Media ist zum Ausgangspunkt moderner Markenführung geworden – und genau hier setzt die Düsseldorfer Agentur Saatchi & Saatchi an. Die Kreativagentur erweitert ihr bestehendes Social-Media-Team und verstärkt die Unit um Sebastian Hartmann, Director Social Media, gleich dreifach.

Neu an Bord sind Jill Haddad als Senior Social Creative, Charlotte Helena Menke als Influencer Marketing Managerin sowie Maja Rantinovits als Social Media Managerin. Gemeinsam sollen sie die Social-Expertise der Agentur weiter ausbauen und Markenkommunikation noch stärker plattformgerecht, kreativ und relevant denken.

Mit Jill Haddad gewinnt Saatchi & Saatchi eine ausgewiesene Social-Storytelling-Expertin. Die Senior Social Creative kommt von Elbkind Reply, wo sie als Team Lead Social Media unter anderem für die Deutsche Telekom und Ritter Sport verantwortlich war. Zuvor arbeitete sie bei denkwerk für Kunden wie MediaMarkt Saturn. Seit 15 Jahren liegt ihr Fokus auf insight-getriebenem Storytelling – mit dem Ziel, Markenbotschaften in aufmerksamkeitsstarken und nutzerrelevanten Social Content zu übersetzen.

Charlotte Helena Menke verstärkt die Social Unit als Influencer Marketing Managerin. Sie war zuvor mehr als drei Jahre für die PTO Media GmbH tätig und bringt umfassende Erfahrung im Management namhafter Influencer, Artists und Creator mit. Ergänzt wird dieses Profil durch ihre Arbeit als Creative Campaign Managerin für bekannte Marken. Bei Saatchi & Saatchi vereint sie nun beide Perspektiven und setzt ihre Expertise für integrierte Influencer- und Social-Kampagnen ein.

Als Social Media Managerin ergänzt Maja Rantinovits das Team. Sie war zuvor zwei Jahre bei der MCG Medical Consulting Group tätig und betreute dort vor allem Social-Media-Aktivitäten für große Pharma- und Healthcare-Unternehmen. Ihr Aufgabenfeld reichte von der Entwicklung von Social-Media-Ideen über die Channel-Orchestrierung bis hin zum Community Management.

Sebastian Hartmann, Director Social Media bei Saatchi & Saatchi, zeigt sich überzeugt von den Neuzugängen:
„Alle drei neuen Teammitglieder sind wahre Social-Media-Natives und brennen seit vielen Jahren für ihre Arbeit. Expertise und Kompetenz treffen auf Leidenschaft und Kreativität. Das ist genau das, was wir hier als Erweiterung des Team-Setups brauchen. So bringen wir die Kommunikation unserer Kunden mit kreativen Ideen und kanalgerechtem Content auf die Plattformen, der die Community nicht stört, sondern begeistert.“

Social Media, Creator Economy und Community Building sind längst ein zentraler Bestandteil moderner Marketing-Frameworks. Gerade mit Blick auf 2026 wird deutlich: Marken müssen im Wettbewerb um Sichtbarkeit und algorithmische Relevanz mehr leisten als reine Reichweite. Entscheidend ist, für Nutzerinnen und Nutzer wirklich relevant zu sein – durch eine ganzheitliche Markenführung, die klassische Markenarbeit und Social Media konsequent miteinander verzahnt.

Auch Thomas Canzar, CEO Saatchi & Saatchi Germany, unterstreicht diesen Anspruch:
„We are here to make brands leave a mark – völlig unabhängig von Kanälen. Deshalb begeistert es mich besonders, dass unsere Social-Media-Expertise bei unseren Kunden immer stärker gefragt ist und unser Team kontinuierlich weiter wächst.“

Saatchi & Saatchi ist eine Kreativagentur der Publicis Groupe, einem der weltweit führenden Marketing- und Kommunikationsdienstleister. Die Agentur wurde 1970 in London gegründet und ist seit dem Jahr 2000 Teil der Publicis Groupe. In Deutschland betreut Saatchi & Saatchi an den Standorten Düsseldorf, München, Hamburg, Frankfurt und Berlin Kunden wie Axa, MediaMarkt Saturn, Merck, Mondelēz International, Renault, REWE und Subway. Rund 250 Mitarbeitende aus 30 Nationen arbeiten hierzulande für die Agentur.

Im Jahr 2025 wurde Saatchi & Saatchi mit mehr als 100 nationalen und internationalen Kreativ-Auszeichnungen geehrt – unter anderem bei den Cannes Lions, dem GWA Effie und dem ADC.

Tarifjahr 2026 startet unter Hochspannung: Chemie und Metall vor harten Verhandlungen

Verhandlungsführer Matthias Bürk Foto: Arbeitgeberverband/ Ivgenia Möbus

(cs) Das Tarifjahr 2026 beginnt für die deutsche Industrie mit erheblichen Spannungen. Ausgerechnet die beiden beschäftigungsstärksten Branchen – die Chemische Industrie und die Metall- und Elektroindustrie – gehen in eine Phase schwieriger Tarifauseinandersetzungen. Während die Metall- und Elektroindustrie ihre Verhandlungen erst im Herbst aufnehmen wird, hat die Chemiebranche bereits begonnen – allerdings ohne einen ersten Durchbruch.

Die Auftaktrunde der bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 585.000 Beschäftigten der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie ist in dieser Woche in Hannover ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gespräche sollen am 23. und 24. Februar in Wiesbaden fortgesetzt werden. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus, der Zeitdruck wächst.

Die Fronten sind klar gezogen und die Arbeitgeber schlagen Alarm. Sie verweisen auf eine tiefe strukturelle Krise der Branche. „Unsere Industrie hat in den letzten Jahren massiv an Substanz verloren. Es gibt auf absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können“, sagte Matthias Bürk, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands BAVC. Die Produktion liege rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2018. Weitere Lohnkostensteigerungen würden den Standort Deutschland zusätzlich belasten und die Krise verschärfen.

Tatsächlich befindet sich die deutsche Chemieindustrie in einem tiefgreifenden Umbruch. Anlagenschließungen, Einschnitte in der Produktion und Stellenabbau prägen vielerorts den Alltag. Die Auslastung der Anlagen liegt auf einem historisch niedrigen Niveau, die Beschäftigtenzahlen gehen erstmals spürbar zurück. Investitionen fließen zunehmend ins Ausland – dorthin, wo Energie, Arbeit und Regulierung günstiger sind. Vieles deutet darauf hin, dass die Branche in den kommenden Jahren eher schrumpfen als wachsen wird.

Diese Ausgangslage macht die Tarifverhandlungen besonders heikel. Auf der einen Seite stehen berechtigte Erwartungen der Beschäftigten, auf der anderen Seite eine Industrie, die um ihre Wettbewerbsfähigkeit ringt. Die wirtschaftlichen Kennzahlen unterstreichen den Ernst der Lage: Auftragseingänge lagen zuletzt 6,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Umsätze sogar rund sieben Prozent darunter. Produktion und Preise stehen weiter unter Druck.

Gleichzeitig gibt es erste, vorsichtige Hoffnungsschimmer. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben sich zuletzt leicht aufgehellt. In einigen Kundenbranchen sowie im Bau mehren sich die Aufträge. Die Kapazitätsauslastung in der Chemie ist leicht gestiegen, die Produktionspläne zeigen erstmals seit Monaten wieder nach oben. Auch im Exportgeschäft hat sich die Stimmung zuletzt verbessert – erstmals seit fast einem Jahr liegen die Exporterwartungen wieder im positiven Bereich.

Vor diesem Hintergrund wächst der Druck auf die Sozialpartner, verantwortungsvoll zu handeln. „Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen – das muss unser gemeinsames Ziel sein“, lautet der Tenor aus der Branche. Ob es gelingt, einen tragfähigen Kompromiss zu finden, wird nicht nur über die Einkommen von Hunderttausenden Beschäftigten entscheiden, sondern auch darüber, wie zukunftsfähig der Chemiestandort Deutschland bleibt.

Und das ist erst der Anfang: Spätestens im Herbst, wenn auch die Metall- und Elektroindustrie in ihre Tarifrunde startet, dürfte sich zeigen, wie konfliktfähig – oder kompromissbereit – die deutsche Industrie im Tarifjahr 2026 wirklich ist.

Mehrheit trägt den Wandel: Gesellschaft offen für die industrielle Transformation

So viel Prozent der Bundesbürger in Regionen, in denen die industrielle Transformation nicht, wenig oder umfassend erforderlich ist, stehen künftigen Veränderungen in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld so gegenüber

(cs) Der klimaneutrale Umbau der Industrie ist eines der größten Projekte der kommenden Jahrzehnte – und er findet breite Rückendeckung in der Bevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach befürwortet eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie, selbst dann, wenn die dafür nötigen Maßnahmen direkt im eigenen Wohnumfeld spürbar werden.

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Industrie grundlegend umgebaut werden. Dazu gehören der Abschied von fossilen Energieträgern, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine neue Infrastruktur: Stromtrassen, Wasserstoff- und CO₂-Netze, neue Windkraft- und Solaranlagen. Gleichzeitig müssen bestehende Industrieanlagen modernisiert, umgerüstet oder ersetzt werden. Ein Kraftakt – technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich.

Wie stark einzelne Regionen davon betroffen sein werden, ist jedoch sehr unterschiedlich. Die IW-Forscher haben hierfür einen sogenannten Transformationsinfrastrukturindex entwickelt. Er zeigt, wo in Zukunft besonders viele Veränderungen anstehen. Das Ergebnis: In knapp der Hälfte der rund 8.170 Postleitzahlengebiete in Deutschland werden für weniger als 55 Prozent der Bevölkerung sichtbare Veränderungen im direkten Wohnumfeld erwartet. Während einige ländliche Regionen kaum betroffen sind, stehen klassische Industriestandorte – etwa entlang von Rhein, Ruhr und Main – vor besonders großen Umbrüchen. Vor allem dort, wo künftig Wasserstoff genutzt oder CO₂ aufgefangen und weitergeleitet werden soll, sind umfangreiche Bau- und Anpassungsmaßnahmen notwendig.

Trotzdem ist die Zustimmung hoch. In Regionen, in denen neue Infrastrukturen für die industrielle Transformation entstehen sollen, bewerten fast 43 Prozent der Bürger die Veränderungen sehr oder eher positiv. Nur knapp 19 Prozent stehen dem Vorhaben ablehnend gegenüber. In Gebieten mit geringerem Transformationsbedarf fällt die Zustimmung sogar noch höher aus. Insgesamt zeigt sich: Je weniger einschneidend die Veränderungen vor Ort, desto größer die Akzeptanz – doch auch dort, wo viel passiert, überwiegt die Unterstützung.

Diese positive Haltung spiegelt sich auch im Engagement der Bevölkerung wider. Gut 22 Prozent der Bundesbürger geben an, den energetischen Umbau der Wirtschaft durch ihr Wahlverhalten unterstützt zu haben. Deutlich weniger – knapp neun Prozent – wollten mit ihrer Stimme bewusst Widerstand leisten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Petitionen und Bürgerbegehren: Initiativen zugunsten der Transformation finden etwa doppelt so viele Unterstützer wie jene, die sich gegen entsprechende Projekte richten.

Ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz ist dabei die Information. Die IW-Studie macht deutlich, dass sich viele Menschen bislang nicht ausreichend über Umfang und Auswirkungen der industriellen Transformation informiert fühlen. Besonders bemerkenswert: Knapp 70 Prozent der Bürger in Regionen mit größeren Umbrüchen sind sich dieser Veränderungen gar nicht bewusst. Gleichzeitig zeigt die Befragung klar, dass Transparenz und frühzeitige Information die Zustimmung deutlich erhöhen.

Für Politik, Verwaltung und Unternehmen ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag. Wer den klimaneutralen Umbau erfolgreich gestalten will, muss die Menschen vor Ort frühzeitig einbinden, offen kommunizieren und Dialogformate schaffen, die echte Beteiligung ermöglichen. Nur so lassen sich auch jene erreichen, die bislang unentschieden sind – und davon überzeugen, dass die industrielle Transformation nicht nur notwendig ist, sondern auch Chancen für Regionen, Arbeitsplätze und Lebensqualität bietet.

So viel Prozent der Bundesbürger engagieren sich so im Zuge der Transformation, etwa im Hinblick auf den Bau von Solarparks und Windkraftanlagen

Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2026: Große Nachfrage, letzte Plätze für Unternehmen

(cs) Düsseldorf bereitet sich für den Nachwuchs von morgen vor: Vom 23. bis 25. März 2026 finden erneut die Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO) statt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Interesse in diesem Jahr besonders hoch ist. Zahlreiche Schulen haben ihre Teilnahme bereits verbindlich zugesagt, Lehrkräfte wie auch Eltern sind umfassend über Ablauf und Organisation informiert. Gemacht werden die DTBO vom Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung und von der Kommunalen Koordinierung der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Damit rückt nun die andere Seite der Berufsorientierung in den Fokus: die Unternehmen, Betriebe und Institutionen der Stadt. Sie sind eingeladen, jungen Menschen praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen – ganz flexibel und passgenau zu den eigenen Kapazitäten. Ob an einem oder mehreren Tagen, für wenige Stunden oder über den ganzen Tag verteilt, mit kleinen Gruppen oder größeren Klassen: Der Schnuppertag kann individuell gestaltet werden. Auch die Inhalte liegen in der Hand der Teilnehmenden – von Betriebsführungen über Workshops bis hin zu interaktiven Mitmachangeboten.

Gerade diese Flexibilität macht die DTBO für viele Betriebe attraktiv. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Berufsfindung zu unterstützen und reale Eindrücke jenseits von Lehrbuch und Internet zu vermitteln. Für viele Jugendliche sind diese Tage der erste direkte Kontakt mit potenziellen Ausbildungs- oder Praktikumsbetrieben – oft ein entscheidender Impuls für die spätere Berufswahl.

Unternehmen, die bereits in den vergangenen Jahren dabei waren, können ihr Angebot unkompliziert reaktivieren. Neue Teilnehmende haben ebenfalls noch die Möglichkeit, sich einzubringen. Voraussetzung ist lediglich, das jeweilige Angebot bis spätestens Freitag, 27. Februar 2026, auf der Plattform www.buchung-dtbo.de einzustellen.

Die Organisatoren hoffen auf eine breite Beteiligung aus Wirtschaft, Handwerk, Verwaltung und sozialen Einrichtungen. Denn je vielfältiger das Angebot, desto größer die Chance, dass junge Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihren persönlichen Weg in die Berufswelt finden. Oder anders gesagt: Wer heute seine Türen öffnet, investiert in die Fachkräfte von morgen. Die DTBO sind kostenfrei!

Podcastfolge 193: Management Automation – wenn KI-Experten auf Führungskräfte treffen

Foto: cs

(cs) Wie kommt Künstliche Intelligenz ganz konkret im Unternehmensalltag an? In dieser Folge der „Düsseldorfer Wirtschaft“ – gemeinsam mit unserem Schwester-Podcast „GE:wirtschaft“ – werfen wir einen Blick auf das Steinbeis-Forschungszentrum „Management Automation“. Zentrumsleiter Dr. Helmut Döring gibt spannende Einblicke in diese noch relativ unbekannte Thematik: von KI-gestützter Budget- und Ressourcenplanung über automatisierte Risiko- und Chancenanalysen bis hin zu dynamischen Frühwarn- und Entscheidungssystemen. Eine Episode über Innovation, Praxisnähe und die Frage, wie KI Unternehmen wirklich voranbringt. Mehr Informationen erhalten Interessierte unter www.managementautomation.de.

Wenn Ihnen gefällt was Sie hören, dann empfehlen Sie uns gerne weiter in Ihre beruflichen und privaten Netzwerke. Sie hören uns auf allen Podcast-Plattformen und auf www.unternehmerschaft.de/podcast.

Eine Produktion der Streamboxstudios und der Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V.

Arbeitsmarkt unter Druck: Düsseldorf spürt die globalen Krisen – und hält doch stand

Trotz strauchelnder Wirtschaftslage erkennen die Agentur für Arbeit und ihre Partner auch Lichtblicke am Düsseldorfer Arbeitsmarkt. vlnr: Michael Grütering (Unternehmerschaft Düsseldorf), Sigrid Wolf (DGB), Birgitta Kubsch-von Harten, Christoph Tatura (Agentur für Arbeit). Foto: AfA

(cs) Die Agentur für Arbeit hat soeben die Gesamtzahlen für 2025 vorgestellt. Die Zahlen der Agentur für Arbeit Düsseldorf lesen sich wie ein Spiegel der vergangenen anderthalb Jahrzehnte globaler Erschütterungen. Finanzkrise, Pandemie, Krieg in Europa – all das hat sich tief in den regionalen Arbeitsmarkt eingeschrieben. Und doch erzählen die Daten mehr als nur eine Krisengeschichte. Wir haben uns die Zahlen konkreter angeschaut.

Mit durchschnittlich 28.819 Arbeitslosen im Jahr 2025 erreicht Düsseldorf ein Niveau, das zuletzt im Krisenjahr 2008 registriert wurde. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,0 Prozent und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Rückblick: Von der Finanzkrise bis zum Ukrainekrieg

Nach der weltweiten Finanzkrise 2008 hatte sich der Düsseldorfer Arbeitsmarkt über Jahre hinweg stabilisiert. Diese Entwicklung wurde 2020 jäh unterbrochen: Die Corona-Pandemie ließ die Arbeitslosigkeit erneut ansteigen. Zeitweise waren über 100.000 Beschäftigte gleichzeitig in Kurzarbeit – ein historischer Höchstwert. Das Instrument bewährte sich: Massenentlassungen konnten weitgehend verhindert werden, auch wenn die Lockdowns und gestörten Lieferketten deutliche Spuren hinterließen.

Nach einer kurzen Erholung im Jahr 2022 folgte der nächste Dämpfer. Seit nunmehr vier Jahren wirken sich die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf den Düsseldorfer Arbeitsmarkt aus. Besonders betroffen sind die Jobchancen Arbeitsloser: Die Rückkehr in Beschäftigung ist spürbar schwieriger geworden.

Höchste Quote seit zehn Jahren – aber nicht im NRW-Vergleich

Im Vergleich zu anderen Großstädten in Nordrhein-Westfalen steht Düsseldorf trotz allem relativ solide da. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin unter der vieler anderer Metropolen. Das liegt am strukturellen Profil der Stadt: ein starker Branchenmix, ein hoher Anteil an Verwaltungs- und Dienstleistungsjobs sowie die ausgeprägte Internationalität des Standorts.

Diese Struktur hat über Jahre hinweg Beschäftigungswachstum ermöglicht. Allein in den letzten zehn Jahren legte die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich zu. Doch diese Erfolgsgeschichte stockt: Ende Juni 2025 waren in Düsseldorf 460.155 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 866 weniger als ein Jahr zuvor. Ein Rückgang von 0,2 Prozent, der das Ende der Wachstumsphase markiert.

Viele Freisetzungen, weniger Chancen für Schwächere

Auffällig ist die Dynamik innerhalb der Arbeitslosigkeit. Über 19.000 Menschen meldeten sich 2025 aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos – so viele wie zuletzt im Coronajahr 2020. Gleichzeitig fanden mehr als 13.000 Arbeitslose aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) wieder einen Job. Das zeigt: Der Arbeitsmarkt ist grundsätzlich noch aufnahmefähig.

Anders sieht es im Bereich des Jobcenters (SGB II) aus. Hier sind die Arbeitsaufnahmen im langfristigen Vergleich rückläufig. Für hilfebedürftigere Menschen haben sich die Jobchancen in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert – ein strukturelles Problem, das durch den Mangel an passenden Stellen verschärft wird.

Stellenmarkt auf Sparflamme

Die Zurückhaltung der Unternehmen ist deutlich messbar. Im Jahresdurchschnitt 2025 wurden lediglich 4.457 offene Stellen gemeldet – ein Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Vergleichbar niedrige Zahlen gab es nur nach der Finanzkrise und während der Pandemie.

Parallel dazu steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen. 416 Betriebe meldeten 2025 Insolvenz an. Seit fünf Jahren zeigt die Kurve kontinuierlich nach oben – ein klares Signal für den anhaltenden wirtschaftlichen Druck, insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen.

Kurzarbeit kehrt zurück – Industrie schrumpft weiter

Auch die Kurzarbeit nimmt wieder leicht zu. Rund 325 Beschäftigte waren 2025 betroffen, vor allem in den Bereichen wirtschaftliche Dienstleistungen, Bau sowie Verkehr und Lager. Die Zahlen liegen weit unter den Pandemie-Höchstständen, markieren aber dennoch einen Stimmungsumschwung.

Strukturell setzt sich zudem ein langfristiger Trend fort: Die Industrie verliert in Düsseldorf an Bedeutung. Nur noch rund elf Prozent der Beschäftigten arbeiten in diesem Sektor, sieben Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. Sowohl die Zahl der Betriebe als auch der Beschäftigten sinkt. Gleichzeitig ist der Industriebereich stark konzentriert: 60 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Großbetrieben, Kleinstbetriebe spielen kaum eine Rolle.

Lichtblicke: Gesundheit, Internationalität, Qualifikation

Positive Impulse kommen aus dem Gesundheitswesen, das innerhalb eines Jahres um mehr als 1.300 Beschäftigte wuchs. Zudem steigt der Anteil von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit ausländischem Pass weiter an. Auch Geflüchtete finden zunehmend Zugang zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung – ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes.

Im Verarbeitenden Gewerbe zeigt sich zudem eine Besonderheit Düsseldorfs: Der Anteil höherqualifizierter Beschäftigter ist größer als im Landesdurchschnitt. Sie sind es, die den Wissens- und Innovationsstandort prägen – und langfristig über die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt entscheiden.

Fazit

Der Düsseldorfer Arbeitsmarkt befindet sich 2025 in einer Phase der Bewährung. Die globalen Krisen haben tiefe Spuren hinterlassen, die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Dynamik gedämpft. Gleichzeitig zeigt sich eine bemerkenswerte Widerstandskraft: Beschäftigung auf hohem Niveau, vergleichsweise niedrige Quoten im NRW-Vergleich und strukturelle Stärken in wissensintensiven Branchen. Ob daraus wieder ein nachhaltiger Aufschwung entsteht, hängt weniger von lokalen Faktoren ab – als von der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft.

150 Jahre Henkel: Neue Unternehmenschronik beleuchtet eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte – ab heute im Handel!

(cs) 150-jährigen Firmenjubiläum präsentiert Henkel ein umfassendes neues Geschichtsbuch, das die Entwicklung des Unternehmens vom regionalen Waschmittelhersteller zum globalen Konzern detailreich nachzeichnet. Die Publikation, die wir ab heute (02.02.2026) kaufen können basiert auf einer mehrjährigen, unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchung von Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn.

In seinem Werk zeichnet Scholtyseck die Geschichte Henkels auf rund 800 Seiten nach – von der Gründung im Jahr 1876 über die Einführung des ersten selbsttätigen Waschmittels Persil im Jahr 1907, den Ausbau der Firmenzentrale in Düsseldorf und die frühe Internationalisierung bis hin zur heutigen weltweiten Marktführerschaft im Bereich Adhesive Technologies und den starken Consumer Brands. Mehr als 150 historische und aktuelle Abbildungen machen die Entwicklung des Unternehmens zudem lebendig und verständlich.

Besonders hervorgehoben wird der Beitrag der Familiengenerationen, die Henkel bis heute prägen. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses, betont die Bedeutung des Buches als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft: „Unsere Geschichte zeigt, worauf Henkel bis heute baut: Innovationskraft, Pioniergeist, Verantwortung und Zusammenhalt.“

Auch Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel, unterstreicht den Wert der historischen Aufarbeitung: „Für uns ist das mehr als ein Blick zurück – es ist das Fundament für unsere künftige Entwicklung.“ Die Studie beleuchtet dabei auch schwierige Kapitel der Unternehmensgeschichte, darunter die Zeit des Nationalsozialismus und die Aufarbeitung nach 1945. Scholtyseck stellt diese Phasen kritisch und differenziert dar und zeigt, wie Henkel Verantwortung übernommen und eine offene Erinnerungskultur entwickelt hat.

Prof. Dr. Scholtyseck selbst hebt hervor, wie beeindruckend es sei, dass Henkel sich im Laufe von anderthalb Jahrhunderten immer wieder neu erfunden hat – im Spannungsfeld großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen.

Veröffentlichungstermin
Die Publikation „Henkel. Vom Waschmittelhersteller zum Weltunternehmen“ erscheint im C.H.Beck-Verlag (Hardcover, ca. 800 Seiten, 155 Abbildungen, ISBN 978-3-406-83059-4, 38,00 Euro).

 

Wichtiger Hinweis für unsere Logistik-Betriebe: Theodor-Heuss-Brücke muss ab 1. Februar für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt werden – Stadt weist durch Schilder und Variotafeln auf Ablastung hin

(vp) Die sanierungsbedürftige Theodor-Heuss-Brücke soll als wichtige Rheinquerung bis zur Errichtung eines Ersatzneubaus nutzbar bleiben. Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten und die Bausubstanz zu schützen, begrenzt die Landeshauptstadt die Brücken-Nutzung ab Sonntag, 1. Februar 2026, für Fahrzeuge, die schwerer sind als 3,5 Tonnen.

Die Landeshauptstadt informiert über die Ablastung auf 3,5 Tonnen neben der Beschilderung zusätzlich auch über die städtischen Variotafeln. Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, können ab Sonntag, 1. Februar, folgende Ausweichrouten nutzen:

Von Westen kommende Fahrzeuge haben die Möglichkeit, ab dem Autobahnkreuz Kaarst über das Autobahn-Viereck weiterzufahren. In Düsseldorf kann über die Rheinkniebrücke ausgewichen werden. Für von Osten kommende Fahrzeuge bietet sich alternativ die Umfahrung über die B8 Danziger Straße – Querung A44 beziehungsweise die B1 Kennedydamm/Rheinufertunnel – Querung Rheinkniebrücke an.

Von der notwendigen Vorkehrungen zur Sicherung der Brücke sind auch mehrere Buslinien der Rheinbahn betroffen. Die Rheinbahn hat auf der Internetseite www.rheinbahn.de/fahren/verbindungen/thb alle Änderungen der Linienwege der von der Ablastung betroffenen Buslinien: M2, SB51, 834 und 863 zusammengestellt.

Vorstandswechsel bei ElectronicPartner

(cs) Vorstandeswechsel bei ElectronicPartner: Patrick van Tent wird in den Vorstand der Düsseldorfer Verbundgruppe berufen. Der langjährige Geschäftsführer der ElectronicPartner Landesgesellschaft Niederlande folgt somit auf Friedrich Sobol, der Ende März 2026 nach 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand geht. Der Vorstand wird zukünftig aus Matthias Assmann, Greta Ziob und Patrick van Tent bestehen. 

Friedrich Sobol

Aktuell stehen bei ElectronicPartner die Ausgestaltung und Umsetzung des geplanten Zukunftskonzeptes im Mittelpunkt. Wie bereits angekündigt, werden erste konkrete Ergebnisse auf dem Kongress am 20. und 21. März 2026 präsentiert. Eine wichtige personelle Veränderung steht jedoch bereits jetzt an: Wie geplant beendet Friedrich Sobol seine berufliche Laufbahn mit dem Jahr 2026. Dass es bereits im Frühling so weit ist, hängt mit den aktuellen Plänen der Neuausrichtung zusammen. „Wir sind gemeinsam mit dem Vorstandsteam zu dem Ergebnis gekommen, dass es mehr als sinnvoll ist, die neue Leitungsstruktur schon jetzt auf das zukünftige personelle Fundament zu setzen. Mit Patrick van Tent konnten wir wiederum einen Manager aus den eigenen Reihen für den Vorstand gewinnen, der das Kooperationsgeschäft, den Fachhandel und die Warenbereiche bestens kennt“, erklärt Professor Stefan Feuerstein, Vorsitzender des ElectronicPartner Verwaltungsrats. Die Ressortverteilung bleibt unberührt während Patrick van Tent zusätzlich die Landesgesellschaft Niederlande verantwortet.

Patrick van Tent

Dort startete er im Jahr 2007 als Leiter Einkauf, Marketing und E-Commerce. Seit 2017 ist er Geschäftsführer der Landesgesellschaft und trat zudem im Jahr 2022 in den Verwaltungsrat des internationalen Händlerverbundes E-Square ein. Patrick van Tent kommt „von der Fläche“ – er hat vor seiner Zeit bei ElectronicPartner umfassende Erfahrung im Fachhandel gesammelt und diese von Anfang an in seine Arbeit für die Verbundgruppe einfließen lassen. „Wir schätzen seine pragmatische und konstruktive Art und dass er auf den direkten Kontakt zu den Mitgliedern großen Wert legt. Er führt die Landesgesellschaft Niederlande seit Jahren sehr erfolgreich und besitzt ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Fachhändler – gerade in Zeiten von Margendruck und Omnichannel-Komplexität – sowie für das Zusammenspiel zwischen zentralen Vorgaben und lokalem Unternehmertum. Wir freuen uns, dass er diesen Spirit nun in die gesamte Verbundgruppe einbringen wird“, sagt Professor Stefan Feuerstein.

Auch Friedrich Sobol kam „von der Fläche“: Er war 20 Jahre im Elektro-Einzelhandel tätig, bevor er bei ElectronicPartner einstieg. Von 2001 bis 2013 war er Geschäftsführer der Landesgesellschaft Österreich und wurde dann in den Vorstand der Verbundgruppe berufen. Hier setzte er zahlreiche richtungsweisende Projekte um und war federführend bei der erfolgreichen Qualitätsoffensive der Marke EP: sowie der Privatisierung von MEDIMAX. „Die Verbundgruppe verdankt Friedrich Sobol sehr viel – nicht zuletzt den hohen Qualitätsstandard und den langjährigen branchenüberdurchschnittlichen Erfolg der Marke EP:. Im Namen des Verwaltungsrats und der Gesellschafter danke ich ihm für seinen hervorragenden Einsatz. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste“, erklärt Professor Stefan Feuerstein.

Erfolgreicher Test: Rheinmetall-Drohne LUNA NG zeigt neue Fähigkeiten für die Bundeswehr

(cs) Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen Rheinmetall hat eine neue Drohne erfolgreich getestet. Die Drohne heißt LUNA NG. Der Test fand im Gefechtsübungszentrum Heer der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt statt.

Getestet wurde ein neuer Ansatz der Bundeswehr. Er heißt Aufklärungs- und Wirkverbund. Das bedeutet: Aufklärung und Angriff arbeiten eng zusammen. In dem Test wurden nur unbemannte Systeme genutzt. Das waren Drohnen und sogenannte Loitering Munition. Das sind fliegende Systeme, die ein Ziel selbstständig angreifen können.

Solche Drohnenverbünde gelten weltweit als neue Technologie. Sie werden bisher nur wenig praktisch erprobt. Der Test der Bundeswehr war deshalb besonders wichtig.

Innerhalb der Bundeswehr trägt LUNA NG den Projektnamen HUSAR. Das steht für ein unbemanntes Aufklärungssystem mit mittlerer Reichweite. Während des Tests wurde die Drohne erfolgreich an ein zentrales Führungssystem angeschlossen. Dieses System heißt C2-UMS Bw. Darüber können verschiedene Drohnen miteinander zusammenarbeiten.

Die LUNA NG hat besondere Eigenschaften. Sie kann mehr als 12 Stunden in der Luft bleiben. Sie fliegt bis zu 5.000 Meter hoch. In großer Höhe ist sie sehr leise und schwer zu hören.

Der Test war stark digital vernetzt. Alle Systeme waren miteinander verbunden. Dadurch ging alles schneller: Ziele konnten schneller erkannt, markiert und bekämpft werden. Die benötigte Zeit wurde deutlich verkürzt.

Auch kurzfristige Aufträge hat die LUNA NG zuverlässig erfüllt. Dabei zeigte sie ihre hohe Leistung bei der Aufklärung großer Gebiete.

Andere Einheiten erhielten durch die Drohne viele wichtige Informationen. Dazu gehörten genaue Bilder von Zielen und aktuelle Lageinformationen. Die Sensordaten waren live verfügbar. So entstand für die Soldatinnen und Soldaten am Boden ein vollständiges Lagebild in Echtzeit.

Der Test zeigt: Die LUNA NG ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Arbeitsweise der Bundeswehr.