Warum wir in Zukunft mehr arbeiten müssen – im Gespräch mit IW-Experte Holger Schäfer

Symbolbild: Warum wir in Zukunft mehr arbeiten müssen. Quelle: Unternehmerschaft Düsseldorf; KI-generiert

Holger Schäfer ist Senior Economist – Themencluster Arbeitswelt & Tarifpolitik – beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln und schreibt im Blog „Unternehmer NRW” über Wege, dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten. Er sagt: „Seit jeher strebt die Menschheit danach, weniger arbeiten zu müssen. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir menschliche Arbeit brauchen, um Güter und Dienstleistungen zu produzieren. Deutschland steht in den kommenden. Zur Kompensation der demografischen Schrumpfung des Erwerbspersonenpotenzials bleiben die Möglichkeiten, a) das Potenzial zu erweitern und b) es besser auszuschöpfen. Die einzige Möglichkeit kurzfristig das Erwerbspersonenpotenzial zu erhöhen, liegt in der Zuwanderung.

Holger Schäfer Foto: IW Köln

Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser auszuschöpfen, ließe sich auf zwei Wegen erreichen. Erstens brauchen wir eine höhere Erwerbsbeteiligung – also einen höheren Anteil der Bevölkerung, der am Arbeitsmarkt teilnimmt. Zweitens müssten die Menschen, die bereits erwerbstätig sind, ihre Arbeitszeit ausweiten. Deutschland schöpft im Vergleich zu anderen Ländern sein Arbeitskräftepotenzial vor allem deshalb so schlecht aus, weil die durchschnittliche Arbeitszeit – nicht nur, aber auch aufgrund eines hohen Teilzeitanteils – sehr kurz ist. Nun verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer eigenständig und autonom über Arbeitszeiten. Unglücklicherweise neigen Erwerbstätige eher zu dem Wunsch, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Um die Konsumwünsche zu erfüllen, wäre eigentlich eine Sechstagewoche erforderlich. Die Politik kann trotzdem agieren, indem sie Rahmenbedingungen schafft, unter denen eine Ausweitung der individuellen Arbeitszeit attraktiv wird. (Quelle:  unternehmer.nrw)

Die Düsseldorf Fashion Days (DFD) sind zurück

Bei der Pressekonferenz in der Eduard’s Bar wurde das aktuelle Programm mit einigen Neuigkeiten von den Speaker*innen Andrea Greuner (Interimsmanagement Fashion Net Düsseldorf e. V.), Theresa Winkels (Leitung Wirtschaftsförderung Landeshauptstadt Düsseldorf und DFD Festival Edition), Christian Zaum (Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf), Aline Müller-Schade (Geschäftsführung THE SUPREME GROUP/munichfashion.company) und Ulrike Kähler (Geschäftsführung Igedo Exhibitions) vorgestellt. Foto: https://www.fashion-net-duesseldorf.de/de/news-43,37373.htm

Bei strahlendem Sonnenschein fand  in der Düsseldorf Eduard’s Bar (@Breuninger/Kö-Bogen) die Pressekonferenz zur kommenden Sommerausgabe der DFD Düsseldorf Fashion Days 2024 statt. Die DFD Düsseldorf Fashion Days sind zurück: Vom 24. bis zum 31. Juli 2024 wird die NRW Landeshauptstadt erneut zum Mittelpunkt der nationalen Modewelt.

Erstmalig wird die nachhaltige Modemesse Neonyt Düsseldorf (27.-28. Juli 2024) in der neuen Location, dem Bilker Bunker, stattfinden. Auch neu: An beiden Tagen ist ab 15 Uhr die Tür für alle Endverbraucher*innen geöffnet, die sich für Fair Fashion interessieren.

Auch die Orderplattform FASHN ROOMS (27.-29. Juli 2024) zieht um: Von den ‚Alten Schmiedehallen‘ im Areal Böhler geht es nun in die angrenzende ‚Kaltstahlhalle‘. Ein besonderes Highlight der Igedo Exhibitions wird in diesem Jahr die Mitausrichtung der DFD Festival Edition mit acht, eigenen Igedo-Modenschauen in der Düsseldorfer Innenstadt sein.

Mit der DFD Festival Edition am 27. Juli (u. a. mit einer Modenschau von der AMD Akademie Mode & Design Düsseldorf oder einem Open-Air-Markt von The Dorf im Hofgarten) und der exklusiven DFD Party am 28. Juli in der neuen Location Sonnendeck werden diese besonderen Fashion Days gekrönt.

Mehr Informationen hier: https://www.fashion-net-duesseldorf.de/de/

Sieben Minuten und 17 Sekunden arbeiten für EIN Eis

Symbolbild: Wie lange arbeiten wir für ein Eis? Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf ki-generiert

Mit den Temperaturen steigt auch die Lust auf eine erfrischende Abkühlung. Doch wie lange müssen die Deutschen arbeiten, um sich ein Eis am Stiel leisten zu können? Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat ausgerechnet, dass Verbraucher für ein Magnum am längsten arbeiten müssen – nämlich sieben Minuten und 17 Sekunden.

Früher war alles billiger – das empfinden viele Deutsche so. Auch Eis scheint jedes Jahr teurer zu werden. Und tatsächlich: Ein Blick auf die Preisentwicklung der beliebtesten Eissorten in den vergangenen Jahrzehnten zeigt, dass die Preise für Eis gestiegen sind. Zur Jahrtausendwende kostete ein Magnum-Eis noch circa 1,30 Euro, im Jahr 2022 bereits 2,50 Euro und heute müssen Verbraucher dafür 2,70 Euro bezahlen. Auch andere beliebte Eisklassiker sind teurer geworden: Ein Nogger kostet mittlerweile 1,10 Euro mehr als im Jahr 2000, ein Cornetto fast einen Euro, ein Capri 80 Cent und ein Domino 40 Cent.

Doch der Preis allein sagt wenig darüber aus, ob die Leckerei für den Durchschnittsdeutschen auch weniger erschwinglich geworden ist. Wie sich der Kauf eines Eises am Kiosk auf den Geldbeutel auswirkt, hat das Institut der deutschen Wirtschaft in einer Studie untersucht. Dazu haben die Wissenschaftler die Preise für Eis mit dem durchschnittlichen Nettolohn pro Stunde verglichen. Das Ergebnis ist die Zeit, die wir im Durchschnitt für ein Eis arbeiten müssen.

Magnum kostet am meisten Arbeitszeit

Wer sich in diesem Sommer ein Cornetto gönnen möchte, muss dafür fünf Minuten und 24 Sekunden arbeiten, 2022 waren es vier Minuten und 40 Sekunden. Die sogenannte Kaufkraft pro Lohnminute ist für den Eis-Klassiker also gesunken. Bei anderen Eissorten ist die Arbeit pro Leckerei ebenfalls leicht gestiegen: Für ein Capri oder ein Domino sind 19 Sekunden dazugekommen, für ein Nogger braucht es nur zehn Sekunden mehr Arbeit. Magnum ist nach wie vor der Spitzenreiter: Sieben Minuten und 17 Sekunden Arbeit sind zu leisten, bis das Premiumeis verdient ist. Im Vergleich zu 2022 ist die Kaufkraft hier gleichgeblieben.

Kaufkraft kaum verändert

„In der Hochinflationsphase der letzten beiden Jahre haben auch die Eispreise kräftig zugelegt. Die Entwicklung der Nettolöhne konnte aber in etwa Schritt halten. Insgesamt bleibt Eis aber erschwinglich, auch 2024“, sagt IW-Experte Christoph Schröder.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft

Adventure School 2024 erfolgreich gestartet

Mit dem Start der Sommerferien laufen auch die ersten Kurse unseres erfolgreichen Ferienprogramms Adventure School. Die Schwerpunktthemen „Umwelt und Nachhaltigkeit“ werden mit viel Spaß und jeder Menge Kreativität von zahlreichen Düsseldorfer Schüler*innen umgesetzt. An der Lore-Lorentz-Schule finden viele MINT-Kurse statt. Gemacht hauptsächlich von unserer STIFTUNG PRO AUSBILDUNG für die Landeshauptstadt. Hier werden unter anderem Roboter gebaut und programmiert, die Virtuelle Realität (VR) erlebt oder mit Künstlicher Intelligenz (KI) die Umwelt erforscht. Andere Standorte in Düsseldorf bieten darüber hinaus weitere spannende und kreative Angebote aus den Bereichen Kunst und Kultur. Die letzten verfügbaren Plätze können über folgende Seite gebucht werden: Adventure School – Landeshauptstadt Düsseldorf (portal-adventure-school.de)

Hoher Besuch heute bei der „Adventure School“: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Hauptgeschäftsführer Michael Grütering (Arbeitgeberverbände) und Schüler Alexander (von rechts).
Foto: Michael Gstettenbauer / Stadt Düsseldorf

Exklusiv für unsere Mitgliedsunternehmen: Einführungstage für Ihre(n) Auszubildende(n) – jetzt die letzten Plätze sichern

Mit unserem Programm der Einführungstage für Auszubildende richten wir uns jährlich an alle, die im Spätsommer (August/September) ihre Ausbildungen bei unseren Mitgliedsunternehmen beginnen werden – egal ob kaufmännisch oder gewerblich-technisch. Wir haben die wichtigsten Themen (branchenunabhängig) für den Ausbildungsstart kompakt zusammengefasst.

Azubitage 2024: Die letzten freien Plätze!

Folgende Termine stehen Ihnen noch zur Auswahl:

PROGRAMM & ANMELDUNG:
Alle Programmpunkte finden Sie unter den obigen Links. Bitte melden Sie Ihre Auszubildenden über unser Onlineportal an. Die Anmeldungen werden nach Eingang bestätigt.

HINWEIS ZU DEN ANMELDUNGEN:
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, maximal 2-3 Auszubildende über das Onlineportal anzumelden. Sofern Sie eine größere Gruppe anmelden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an l.schelig@unternehmerschaft.de.

Nutzen Sie die Chance unseres Angebotes und ermöglichen Sie damit Ihren neuen Auszubildenden einen erweiterten Einstieg in die Ausbildung!

Fast jeder zweite junge Mensch kann sich die Gründung eines Unternehmens vorstellen

In der jungen Generation steckt Potenzial für mehr Gründungsaktivität in Deutschland. Damit diejenigen, die gründen wollen, auch tatsächlich Jungunternehmer:innen werden, muss es gelingen, die größten Barrieren zu senken. Insbesondere Unsicherheit, Stress und fehlendes Wissen hindern viele junge Menschen an der Gründung eines Unternehmens. Um dies zu verändern, wäre es wichtig, unternehmerisches Denken und Handeln früher zu fördern, sagt die Bertelsmann Stiftung.

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist für 40 Prozent der jungen Menschen in Deutschland vorstellbar. Das geht aus einer in unserem Auftrag durchgeführten repräsentativen Umfrage von 14- bis 25-Jährigen hervor. Während elf Prozent eine Gründung schon fest einplanen, sind sich 29 Prozent noch nicht ganz sicher. Ein Drittel der Befragten kann sich eine Rolle als Gründer:in momentan zwar eher nicht vorstellen, schließt die Möglichkeit aber auch nicht aus. Rund ein Viertel gibt an, dass die Gründung eines Unternehmens für sie keine Option darstellt.

Wie die Befragungsdaten zeigen, ist die Gründungsbereitschaft je nach Geschlecht, Wohnort und Alter unterschiedlich ausgeprägt. Männliche Jugendliche planen den Weg als Unternehmer eher ein als weibliche Jugendliche (14 Prozent gegenüber 9 Prozent). Bei Befragten aus Großstädten ist das Interesse an einer Gründung höher als bei denjenigen, die in Orten mit maximal 5.000 Einwohner:innen leben. Ältere Befragte schließen eine Gründung häufiger aus als jüngere.

„Das Potenzial für junges Unternehmertum wird noch zu selten gehoben“

„Fast jeder zweite junge Mensch bringt Interesse an der Gründung eines Unternehmens mit. Das ist zunächst eine gute Nachricht. Allerdings gehen viel weniger von ihnen diesen Schritt und gründen auch tatsächlich“, sagt Tobias Bürger, Experte der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Wirtschaft. Laut Global Entrepreneurship Monitor 2023 gründet in Deutschland nur knapp jede:r Sechste zwischen 18 und 24 Jahren ein Unternehmen. „Das Potenzial für junges Unternehmertum in Deutschland wird noch zu selten gehoben. Daher müssen wir die Hürden besser erkennen und abbauen, die junge Menschen am Gründen hindern“, so Bürger.

Bei Befragten, die sich nicht vorstellen können zu gründen, führt dies rund jede:r Vierte auf fehlendes Zutrauen in die eigenen Kompetenzen und eine damit verbundene Unsicherheit zurück. Jede:r Fünfte zweifelt daran, über das nötige Wissen zu verfügen. Etwa jede:r Sechste sorgt sich darum, dem mit einer Gründung einhergehenden Stress nicht gewachsen zu sein. Mangelndes Kapital oder fehlende Geschäftspartner:innen fallen für die gründungsinteressierten jungen Menschen hingegen kaum ins Gewicht.

 

Mehr Kompetenzen, bessere Kultur, effektivere Rahmenbedingungen

Ausgehend von diesen Erkenntnissen empfehlen die Expert:innen der Bertelsmann Stiftung folgende Maßnahmen:

  • Erstens sollten schon während der Schulzeit unternehmerisches Denken und Handeln stärker gefördert sowie relevante Kompetenzen und Wissen für eine Gründung vermittelt werden. Dafür bieten sich bedarfsorientierte Bildungs- und Trainingsinhalte, zum Beispiel Workshops und Schülerfirmen, außerhalb der Schule an. Spezielle Angebote zum Aufbau von Resilienz würden dabei helfen, junge Menschen im Umgang mit Stress zu stärken.
  • Zweitens braucht es eine gründungsfreundlichere Kultur. Hierbei kommt Netzwerken, vor allem solchen in ländlichen Regionen, für Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und gerade für junge Menschen, eine zentrale Rolle zu. Öffentlichkeit und Medien sollten die Vielfalt von Gründer:innen sichtbarer machen, um das Stereotyp des männlichen, weißen Gründers mittleren Alters aufzubrechen. Ebenso ist es hilfreich, mehr Beispiele für sozial und ökologisch verantwortungsvoll handelnde Unternehmen ins Bewusstsein zu rücken und damit ein positiveres Bild vom Unternehmertum zu erzeugen.
  • Drittens gilt es, die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Beispielsweise sollten Verwaltungsprozesse beschleunigt und Bewerbungsverfahren für Förderprogramme vereinfacht werden. Zudem muss es gelingen, Informationsmaterialien übers Gründen zielgruppengerechter an junge Menschen zu bringen, vor allem über Social-Media-Kanäle. Auch ein leichterer Zugang zu Startkapital wäre hilfreich für Jungunternehmer:innen. Mehr Gründungsstipendien, günstigere Kredite sowie auf junge Menschen spezialisierte Gründerfonds können dazu beitragen.

Quelle: Bertelsmann Stiftung

Aus Kopf wird Herz: so werden Kinder und Jugendliche für MINT interessiert – 2000 Kinder und Jugendliche besuchen unsere „Adventure School“

Hoher Besuch heute bei der „Adventure School“: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Hauptgeschäftsführer Michael Grütering (Arbeitgeberverbände) und Schüler Alexander (von rechts).
Foto: Michael Gstettenbauer / Stadt Düsseldorf

Hoher Besuch heute bei der „Adventure School“ in Düsseldorf: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Hauptgeschäftsführer Michael Grütering (Düsseldorfer Arbeitgeberverbände) machten sich ein Bild von diesem sehr interessanten Workshop-Programm. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller musste seine Teilnahme aus dringenden Gründen spontan absagen.

Rund 2000 Kinder und Jugendliche erproben sich in kostenfreien Workshops und stellen Wasserstoff mit Sonne und Wind her und bauen Roboter nach dem Vorbild der Natur. Sie erforschen die Welt der Künstlichen Intelligenz, programmieren Spiele und Musik und upcyceln T-Shirts. Träger der Ferienwoche ist die Landeshauptstadt Düsseldorf. Hauptanbieter ist unsere Stiftung Pro Ausbildung mit unserem zdi und der Girls‘ & Boys‘ Academy.

Das Team der der „Adventure School“ mit Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (2.v.l.) und Hauptgeschäftsführer Michael Grütering (Arbeitgeberverbände; rechts).
Foto: Gregor Nachtwey

 


Ein neues Tool und ein cooler Leitfaden aus Düsseldorf: Nachhaltig werden und bleiben durch ein Betriebliches Kontinuitätsmanagement (BKM)

Bei nüchterner Betrachtung der bisherigen Wirkung von Klimaschutzmaßnahmen ist davon auszugehen, dass sich Klimaveränderungen und deren Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft nicht vollständig verhindern lassen. Zur Existenzsicherung müssen Unternehmen die daraus resultierenden Risiken bewerten und erforderliche Maßnahmen zur realistischen Anpassung an die Risikosituation entwickeln.

„Risiken durch den Klimawandel können methodisch von Unternehmen genauso behandelt werden, wie alle anderen Risiken,“ so Olaf Eisele, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Unternehmensexzellenz am Düsseldorfer Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa). Eine Methode der Betriebs- und Arbeitsorganisation zur systematischen und ganzheitlichen Bewältigung von Risiken jeder Art ist das Betriebliche Kontinuitätsmanagement (BKM). Das ifaa hat hierzu einen Leitfaden und eine Checkliste zur Unterstützung von Betrieben bei der praktischen Umsetzung erstellt, die als kostenloser Download verfügbar sind.

BKM basiert auf Realismus

Der Fokus von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft lag in den letzten Jahren vor allem auf Zielen, Strategien und Investitionsmaßnahmen zum Klimaschutz durch Reduzierung der Emission von Treibhausgasen. In Deutschland konnte die territoriale CO2-Emission von 1990 bis heute um etwa 40 Prozent reduziert werden. An der negativen globalen Gesamtentwicklung hat das jedoch nichts geändert. Dies liegt daran, dass in anderen Ländern und Regionen die Emissionen im gleichen Zeitraum teilweise um mehr als 300 Prozent gestiegen sind. Unter Berücksichtigung vorhandener Wissenschaftsdaten können sich Unternehmen also nicht darauf verlassen, dass durch die in der EU politisch verordnete grüne Wirtschaftstransformation und Investitionen in den Klimaschutz (Green Deal) eine globale Klimaveränderung verhindert wird. Eine realistische Unternehmensstrategie zur nachhaltigen Existenzsicherung muss also Ziele, Strategien und betriebliche Investitionen für den bestmöglichen Umgang mit zukünftigen Einflüssen durch Klimaveränderungen auf die Betriebstätigkeit beinhalten. Dies gilt auch für andere exogene Risiken, die im Rahmen eines BKM parallel berücksichtigt werden müssen.

BKM ist eine wirtschaftliche Investition

Im Gegensatz zu Investitionen in den Klimaschutz mit unsicherem Investitionserfolg in Bezug auf die globale Gesamtentwicklung von Treibhausgasemissionen, führen Investitionen zur betrieblichen Anpassung an den Klimawandel zu einem direkt beeinflussbaren und spürbaren Benefit für das eigene Unternehmen. Investitionen in diesem Bereich sind wirtschaftlich gut bewertbar und die Investition von Ressourcen in ein Betriebliches Kontinuitätsmanagement ökonomisch von realem Nutzen.

BKM erfüllt externe Anforderungen

Gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sollen große Unternehmen jährlich Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Im Rahmen dieser Offenlegungspflicht soll – gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) – im Themenbereich „Umwelt“ auch über den Umgang mit dem Klimawandel und dazu beschlossener Maßnahmen berichtet werden. Ein BKM liefert hierzu alle benötigten Informationen und Nachweise. Diese können auch für Kunden, Kapitalgeber oder Versicherungen verwendet werden, die im Rahmen des eigenen Risiko- und Kontinuitätsmanagements das Risiko durch ihre Geschäftspartner prüfen und bewerten wollen.

BKM verbessert die Nachhaltigkeit

BKM kann als Teil eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements angesehen werden. Durch BKM werden Risiken, welche ökologische, ökonomische oder soziale Ursachen und Auswirkungen (doppelte Wesentlichkeit) haben können, systematisch erfasst und der Fortbestand der Betriebstätigkeit trotz auftretender Störgrößen langfristig und damit nachhaltig gesichert. Aufgrund der Unterschiedlichkeit von Unternehmen muss es betriebsspezifisch gestaltet werden. Nicht jedes Thema oder Ereignis ist für jedes Unternehmen gleich relevant. Was für ein Unternehmen ein Risiko ist, kann für ein anderes sogar eine Chance sein. Dies zeigt die praktische Erfahrung aus verschiedenen Krisenereignissen. Das vom ifaa entwickelte BKM-Konzept berücksichtigt dies. Es liefert eine Systematik und einen roten Faden, der bei der Umsetzung unterstützt und gleichzeitig Freiräume für individuelle Anforderungen lässt.

Einen Leitfaden mit weiteren Informationen sowie eine Checkliste zum BKM finden Sie unter:

https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/argumentationshilfen/ue-arg-bkm

Erfolgreich rekrutieren mit KI-Tools

Quelle: KOFA Köln

Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Arbeitskontext nicht mehr wegzudenken. Jedes Unternehmen muss sich früher oder später mit KI auseinandersetzen, um zukunftsfähig zu bleiben. Egal, ob Großkonzern, Mittelstand oder Kleinstunternehmen: KI verändert unsere Prozesse und Arbeitsweisen. Wie KI-Anwendungen gezielt in der Rekrutierung eingesetzt werden können und was dabei zu beachten ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

KI-Tools in der Rekrutierung

Für die betriebliche Personalarbeit ergeben sich durch KI unterschiedliche Anwendungs- und Entlastungsbereiche für die Rekrutierung von Mitarbeitenden. KI bietet die Chance, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und Fachkräfteengpässe abzufedern. Dabei sind ein bewusster, reflektierter Einsatz und Umgang unabdingbar. Denn KI ist ein tiefgreifender Einschnitt in die traditionellen Prozesse und Funktionsweisen einer Organisation. Richtig eingesetzt bietet KI eine Menge Vorteile entlang des Rekrutierungsprozesses, wie Entlastung bei Routineaufgaben oder Formulierung von Stellenanzeigen. Aber Vorsicht! Die Ergebnisse von KI-Anwendungen bieten oft nur einen ersten Ansatz, der dann unternehmensspezifisch weiterentwickelt werden sollte.

Bei unseren Freunden vom KOFA in Köln gibt es noch mehr beste Informationen zum Thema und auch eine tolle Checkliste (hier bitte klicken!)

Quelle: KOFA Köln

Checkliste: Work Wellbeing – Was Menschen wirklich motiviert

Offene Kommunikation gehört auch zum Thema. Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf; kigeneriert

Einführung zum Thema Work Wellbeing

In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gewinnt das Wohlbefinden der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung. Work Wellbeing ist mehr als nur ein Trend – es ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmenskultur. Es umfasst alle Aspekte, die dazu beitragen, dass sich Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen und motiviert sind.

Um zu verstehen, was Menschen wirklich motiviert und wie Unternehmen ein gesundes, produktives Arbeitsumfeld schaffen können, haben wir eine umfassende Checkliste erstellt. Diese Checkliste bietet praktische Ansätze und Maßnahmen, um die verschiedenen Facetten des Work Wellbeing zu optimieren.

Entdecken Sie unsere „Checkliste zum Thema Work Wellbeing“ und erfahren Sie, wie Sie die Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter nachhaltig fördern können.

1. Arbeitsumfeld

  • Ergonomische Arbeitsplätze: Sind die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet?
  • Lichtverhältnisse: Gibt es ausreichend natürliches Licht und gute künstliche Beleuchtung?
  • Lärmschutz: Werden Maßnahmen gegen störenden Lärm ergriffen?

2. Unternehmenskultur

  • Wertschätzung: Werden Mitarbeiter regelmäßig anerkannt und wertgeschätzt?
  • Transparente Kommunikation: Gibt es klare und offene Kommunikationswege?
  • Inklusion und Diversität: Wird eine inklusive und diverse Arbeitskultur gefördert?

3. Karriereentwicklung

  • Weiterbildungsmöglichkeiten: Gibt es Angebote zur beruflichen Weiterbildung und Entwicklung?
  • Aufstiegschancen: Sind die Karrieremöglichkeiten klar und erreichbar?
  • Mentoring-Programme: Werden Mentoring-Programme angeboten?

4. Work-Life-Balance

  • Flexible Arbeitszeiten: Gibt es flexible Arbeitszeitmodelle?
  • Homeoffice-Möglichkeiten: Wird die Option zum Homeoffice angeboten?
  • Urlaubs- und Freizeitausgleich: Werden ausreichend Urlaubstage und Freizeitausgleich gewährt?

5. Gesundheit und Wohlbefinden

  • Gesundheitsprogramme: Gibt es betriebliche Gesundheitsprogramme oder Sportangebote?
  • Psychologische Unterstützung: Wird Unterstützung bei psychischen Belastungen angeboten?
  • Erholungsbereiche: Gibt es Ruhezonen oder Erholungsbereiche im Unternehmen?

6. Arbeitsaufgaben

  • Sinnvolle Tätigkeiten: Fühlen sich die Mitarbeiter durch ihre Aufgaben erfüllt und wertgeschätzt?
  • Herausforderungen: Gibt es genügend Herausforderungen, um die Mitarbeiter zu motivieren und weiterzubringen?
  • Autonomie: Haben die Mitarbeiter genug Freiheit und Verantwortung in ihrer Arbeit?

7. Soziale Interaktionen

  • Teamarbeit: Wird die Teamarbeit gefördert und unterstützt?
  • Unternehmensevents: Werden regelmäßig Teamevents oder Firmenveranstaltungen organisiert?
  • Kommunikation und Austausch: Gibt es regelmäßige Meetings und Austauschmöglichkeiten?

8. Finanzielle Anreize

  • Faire Bezahlung: Werden die Mitarbeiter fair und leistungsgerecht bezahlt?
  • Bonus- und Prämienmodelle: Gibt es leistungsbezogene Bonus- oder Prämienmodelle?
  • Zusatzleistungen: Werden zusätzliche finanzielle Leistungen wie Zuschüsse oder betriebliche Altersvorsorge angeboten?

9. Führung und Management

  • Vorbildfunktion: Sind die Führungskräfte Vorbilder im Unternehmen?
  • Feedback-Kultur: Gibt es eine offene und konstruktive Feedback-Kultur?
  • Unterstützung und Förderung: Unterstützen und fördern die Führungskräfte ihre Mitarbeiter aktiv?

10. Technologische Unterstützung

  • Moderne Arbeitsmittel: Sind die Arbeitsmittel und Technologien auf dem neuesten Stand?
  • IT-Support: Gibt es schnellen und zuverlässigen IT-Support?
  • Effiziente Systeme: Werden effiziente Systeme und Software zur Arbeitsunterstützung genutzt?

Fazit:

Diese Checkliste bietet eine umfassende Übersicht über die verschiedenen Faktoren, die zur Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter beitragen. Unternehmen sollten regelmäßig prüfen, in welchen Bereichen sie sich verbessern können, um das Wohlbefinden und die Motivation ihrer Mitarbeiter nachhaltig zu steigern.