Deutscher Maschinenbau in großer Sorge: Umsatzrückgang in 2023 erwartet

Die Inflation setzt die deutsche Wirtschaft weiterhin unter Druck. Auch den Maschinenbauern bereiten die steigenden Kosten weiterhin starkes Kopfzerbrechen. Sie befürchten für das kommende Jahr einen weiteren deutlichen Anstieg. Vor allem die Kosten für Energie und Strom werden nach Schätzung der Entscheider:innen durchschnittlich um mindestens 35 Prozent anziehen. Die Unternehmenslenker sind besorgt, wie aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) hervorgeht. PWC hat auch einen Standort in Düsseldorf.

Energiekosten drücken die Stimmung

Acht von zehn befragten Entscheider:innen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gehen davon aus, dass die Gesamtkosten im Jahr 2023 weiter ansteigen werden. Für ebenso viele Befragte bleibt der entstehende Kostendruck die größte Herausforderung für ihre Unternehmensentwicklung im kommenden Jahr. Das wird sich vor allem auf die Preise auswirken. Über zwei Drittel der Manager:innen werden zu Beginn des kommenden Jahres ihre Verkaufspreise steigern, jedoch rechnen lediglich 11 Prozent noch damit, ihre Profitabilität halten zu können. Für mehr als ein Drittel der Befragten kann ein Sinken der Margen nicht abgewendet werden.

Im Kostenmix sind vor allem die Energiekosten für die Branche von hoher Relevanz. 71 Prozent der Befragten rechnen damit, dass im kommenden Jahr die Energiekosten weiter steigen werden. Im Durchschnitt erwarten sie eine Steigerung von 36,3 Prozent. Jede:r zehnte Entscheider:in geht sogar davon aus, dass die Energiekosten sogar um über 50 Prozent steigen werden. Zwei Drittel der Befragten rechnet darüber hinaus auch mit steigenden Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte – hier werden im Schnitt Steigerungen von 17,6 Prozent erwartet. Deutlich geringer fallen demgegenüber die möglichen Steigerungen der Personalkosten aus: im Schnitt um 7 Prozent.

„Die Ergebnisse unseres Barometers zeigen deutlich, wie wichtig aktuell Maßnahmen wie die kürzlich vom Bundestag verabschiedete Gaspreisbremse für die Branche sind“, bemerkt Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries and Innovations bei PwC Deutschland. „Die gute Nachricht: Die derzeitige Auslastung der Maschinenbauer ist auf einem stabil hohen Niveau. Die Mehrheit der befragten Unternehmen arbeitet sogar bereits heute am Kapazitätslimit. Deshalb sind gerade jetzt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Eindämmung der Energiekosten dringend geboten.“

Verunsicherung nimmt weiter zu

Fast die Hälfte der befragten Unternehmenslenker blickt pessimistisch auf die deutsche Konjunkturentwicklung der kommenden zwölf Monate. Noch vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine hatte ihr Anteil bei 14 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vorquartal ist vor allem die Gruppe der Unentschlossenen deutlich gewachsen, von 34 auf 42 Prozent. Bei der Bewertung der Weltwirtschaft zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund die Hälfte der Entscheider:innen steht der Entwicklung der globalen Konjunktur im Jahr 2023 skeptisch gegenüber. Ein Drittel ist unentschlossen, lediglich jede:r Fünfte glaubt an einen positiven Trend.

Deshalb setzen die meisten Unternehmen derzeit auf die Stärkung ihrer Abwehrkräfte. Als Gegenmaßnahmen gegen die Folgen des Krieges in der Ukraine fokussiert sich die Mehrheit der Entscheider:innen auf die Steigerung der Energieeffizienz. Ihr Anteil hat gegenüber dem Vorquartal am stärksten zugenommen, von 40 auf 57 Prozent. Viele Unternehmen arbeiten parallel dazu auch an einer Neuaufstellung: Vier von zehn Befragten erschließen neue Kunden, 39 Prozent strukturieren ihrer Lieferketten um, weitere 29 Prozent verändern ihren Energiemix, mittelfristig wird zudem der Footprint hinterfragt.

Prognose: Umsatz 2023 im Minus

Für das Jahr 2023 prognostizieren die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer eine Umsatzentwicklung für die Gesamtbranche von -2,9 Prozent. Der Anteil derjenigen Entscheider:innen, die überhaupt an ein Wachstum glauben, ist rapide gesunken. Inzwischen erwartet über die Hälfte der Befragten eine negative Umsatzentwicklung. Damit ist die Umsatzprognose seit dem Vorquartal wieder deutlich abgeschmolzen und befindet sich auf dem tiefsten Stand der letzten zwei Jahre. „Die Mehrheit der Manager blickt mit Sorge in die Zukunft. Die Gefahr einer Rezession ist bedrohlich real. Umso wichtiger ist es bereits jetzt, die richtigen Schritte einzuleiten. Dazu zählen die Steigerung der Liquidität und intelligente Investitionen in eine Wachstumsstrategie sowie eine Überprüfung des Footprints“, resümiert Gushurst.

Über das PwC Maschinenbau-Barometer:

Das PwC Maschinenbau-Barometer ist das Ergebnis einer vierteljährlichen Panelbefragung unter Führungskräften des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Neben einer Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung spiegelt die Studie die Unternehmenserwartungen hinsichtlich zentraler Kennzahlen wie Kosten, Preise und Investitionsvolumina. Zudem werden in jeder Ausgabe wechselnde Themen vertieft.

Das Maschinenbau-Barometer finden Sie unter:

www.pwc.de/maschinenbau-barometer

PwC hat für Industrieunternehmen zudem ein Playbook zur Reaktion auf das Risiko einer Rezession entwickelt. Erfahren Sie hier, was Unternehmen jetzt tun können:

www.pages.pwc.de/industrial-manufacturing-recession-playbook

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 327.000 Mitarbeitende in 152 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

Beschäftigte in Unternehmen wünschen sich mehr Wissen über künstliche Intelligenz

Mit künstlicher Intelligenz (KI) können Aufgaben des Menschen im Bereich der Datenanalyse effizient automatisiert werden. KI kann in vielen Anwendungen eingesetzt werden und Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen. Eine große Mehrheit der Beschäftigten wünschen sich KI-Qualifikationen zu erwerben oder zu vertiefen, sagt das ifaa in Düsseldorf.

Dabei kommt es aber auf die passenden Lerninhalte und eine geeignete Wissensvermittlung an. Das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat gemeinsam mit Projektpartnern ein zweitägiges Seminar für den Einstieg in die KI-Entwicklung erstellt. Sebastian Terstegen, wissenschaftlicher Experte des ifaa weiß aus praktischer Erfahrung: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen wünschen sich häufig praktische Lösungen, um beispielsweise mühsame Datenauswertungen zu vereinfachen, Assistenzsysteme, die ihnen komplizierte Montageanleitungen erleichtern würden, oder in der Qualitätssicherung Kamerasysteme, die fast ganz von selbst lernen, die Fehler in den Metallbauteilen zu erkennen.“https://www.arbeitswissenschaft.net/enaible-seminar

Das sind keine allzu utopischen Wünsche. Mit künstlicher Intelligenz (KI) – genauer gesagt, den Verfahren des maschinellen Lernens – können insbesondere einfache Tätigkeiten und Aufgaben des Menschen im Bereich der Datenanalyse effizient automatisiert werden. KI bzw. maschinelles Lernen kann in vielen Anwendungen eingesetzt werden: in der Überwachung der Produktionsanlagen, der Optimierung von Produktions- und Fertigungsplänen, für eine orts- und zeitflexible Personalplanung, in der Qualitätskontrolle, als Assistenzsystem in der Montage usw.

Die Herausforderung beim Einsatz von KI: Fachpersonal

Eine Vielzahl an Befragungen und Studien zeigt, dass sich zwar viele Unternehmen mit KI beschäftigen[1], das heißt, sie informieren sich über KI oder analysieren das Potenzial. Aber nur wenige Unternehmen haben konkrete KI-Anwendungen im Einsatz. Dies liegt weder am mangelnden Wissen noch an fehlenden Kenntnissen über KI, sondern ist eher ein Umsetzungsproblem[2]. In den Unternehmen fehlen oftmals die KI-Spezialisten. Die Rekrutierung von Fachpersonal sowie die entsprechende Qualifizierung des eigenen Personals sind Bedingung dafür, KI-Applikationen produktiv im Unternehmen einführen und nutzen zu können.

Große Mehrheit der Beschäftigten möchte sich zu KI qualifizieren

Was wünschen sich Beschäftigte in deutschen Unternehmen von künstlicher Intelligenz? Unter anderem eine von Microsoft in Auftrag gegebene internationale Studie[3]unter 12 000 Fach- und Führungskräften aus 20 Ländern untersuchte den Zusammenhang zwischen dem erfolgreichen Einsatz von KI im Unternehmen und der Qualifizierung beziehungsweise den Kompetenzen der Beschäftigten. Fast alle befragten Führungskräfte, die bereits erste KI-Applikationen im Unternehmen einsetzen, qualifizieren aktiv ihre Beschäftigten und bauen entsprechende Kompetenzen auf. In diesen Unternehmen ist auch eine große Mehrheit der Beschäftigten hoch motiviert, KI-Qualifikationen zu erwerben oder zu vertiefen.

Fit werden für den KI-bedingten Veränderungsprozess

Dabei kommt es aber auf die passenden Lerninhalte und eine geeignete Wissensvermittlung an. Nur wenige Beschäftigte in der Arbeitswelt müssen Expertenwissen zur Entwicklung von KI-Softwareanwendungen besitzen. Für den Großteil ist Grundlagenwissen darüber, wie KI und Maschinelles Lernen funktioniert, ausreichend.

Vielmehr müssen betriebliche Akteure, die in Projekten an der Entwicklung von KI-Anwendungen beteiligt sind, befähigt werden, in diesem KI-bedingten Veränderungsprozess produktiv und präventiv zu agieren sowie mithilfe eines mitarbeiterorientierten Beteiligungskonzeptes alle Kompetenzen und sozialen Innovationen des Unternehmens für die KI-Integration partizipativ zu nutzen.

Das ifaa hat gemeinsam mit Projektpartnern im Verbundprojekt en[AI]ble das zweitägige Seminar „KI erkennen, bewerten und einführen – Kriterien und Aspekte der Arbeitsgestaltung“ entwickelt. Das Seminar konzentriert sich darauf, den Teilnehmenden aus Unternehmen sowohl die notwendigen technologischen Fachkompetenzen als auch die Arbeitsgestaltungskompetenzen mit klaren Kriterien für KI-Lösungen und ihrer Implementierung zu vermitteln. Diese Kompetenzen werden in das jeweils bestehende Domänenwissen der betrieblichen Akteure integriert, sodass sie die Arbeitsgestaltung von KI im Rahmen ihrer bisherigen Aufgaben und Tätigkeiten umsetzen können.

Details zum enAIble-Seminar, das Konzept und die Lernziele auf der Website des ifaa: https://www.arbeitswissenschaft.net/enaible-seminar

Das Projekt en[AI]ble wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert.

Ringtausch: Rheinmetall liefert hochmoderne Wechsellader-Lkw an Slowenien

Im Zuge eines weiteren von der deutschen Bundesregierung beauftragten Ringtausches liefert Rheinmetall militärische Wechsellader-Lkw an Slowenien. Die 40 neu gebauten Militär-Lkw, die angelehnt sind an Fahrzeuge, die Rheinmetall als sogenannte WLS-Fahrzeuge auch für die Bundeswehr fertigt, sind jetzt in Ljubljana an den slowenischen Kunden übergeben worden. Für Rheinmetall verbindet sich damit ein Auftragswert im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich.

Die slowenischen Streitkräfte hatten ihrerseits – im Tausch für die neuen Militär-Lkw – vor wenigen Wochen signifikante militärische Unterstützung an die Ukraine geliefert. Neben der Lieferung der Fahrzeuge sind Wechselladepritschen, fünf palettierte Wassertankmodule sowie ein erstes Servicepaket inklusive Training Teil der Lieferungen an den slowenischen Kunden.

Bemerkenswert ist die schnelle Realisierung des Projekts bis hin zur Übergabe der Fahrzeuge. Der Tausch basiert auf einer Vereinbarung zwischen den Verteidigungsministerien von Deutschland und Slowenien sowie dem anschließend vereinbarten Liefervertrag mit Rheinmetall vom 5. Dezember 2022. Dabei erfolgten die Verhandlungen aller Beteiligten – des Bundesverteidigungsministeriums, der slowenischen Streitkräfte und Rheinmetalls – äußerst zügig und kooperativ.

Die Übergabe der Fahrzeuge fand jetzt beim lokalen Partner der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, der MAN Truck & Bus Slovenija d.o.o., statt. Bereits unmittelbar danach wurden die Fahrzeuge durch Verteidigungsminister Marjan Šarec offiziell in die Armee übernommen. Hiermit wird ein Großteil der Lieferungen bereits abgeschlossen sein, einzelne Komponenten und Trainingsmodule werden aber auch noch in den kommenden zwei Jahren geliefert.

Bei den Wechselladersystemen (WLS) handelt es sich um Fahrzeuge, die in einer vergleichbaren Konfiguration von Rheinmetall MAN Military Vehicles für die Bundeswehr entwickelt wurden. Derzeit werden sie in großer Stückzahl in geschützten sowie ungeschützten Varianten innerhalb eines Rahmenvertrags produziert, den das Koblenzer Bundesamt für Beschaffung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit Rheinmetall getroffen hat.

Der Ringtausch ist ein von der deutschen Bundesregierung entwickeltes Verfahren, um die Ukraine bei deren Anstrengungen gegen die russische Invasion in Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn und NATO-Partnern unterstützen zu können. Dabei geben NATO-Partner Großgerät aus vormals sowjetischer Produktion an die Ukraine ab und erhalten dafür verfügbare Systeme aus westlicher Produktion. Rheinmetall ist bereits an Ringtauschen mit den griechischen, tschechischen und slowakischen Streitkräften – hier mit Kampf- und Schützenpanzern – beteiligt.

MINT-Lücke: 300.000 Menschen fehlen, aber: Innovationen brauchen Fachkräfte

Quelle: IW Köln

In den vergangenen Monaten fehlten in Deutschland weit mehr als 300.000 MINT-Fachkräfte. Um die Wirtschaft zukunftsfest zu machen, muss Deutschland noch innovativer werden – was den Bedarf an Fachpersonal weiter steigert. Nachwuchskräfte sind also begehrt und haben beste Verdienstchancen.

Die Corona-Pandemie hatte das Problem kurzzeitig kaschiert, verschwunden war es aber nie: Deutschland hat ein dramatisches Fachkräfteproblem. Das gilt besonders für MINT-Tätigkeiten, also jene in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Oktober 2022 gab es in diesen Berufen bundesweit mehr als 500.000 offene Stellen – bei nur gut 175.000 arbeitslos gemeldeten Personen, die einem MINT-Beruf nachgehen wollen. Das bedeutet unterm Strich :

Über alle 36 MINT-Berufskategorien hinweg gab es in Deutschland im Oktober 2022 eine Arbeitskräftelücke von 326.100 Personen.

Weiterlesen: IW KÖLN (Link)

rising systems stark im Düsseldorfer Sport-Sponsoring

Sebastian Witzmann, Vorstand des Softwareentwicklers rising systems, spricht im Interview über das Engagement seines Unternehmens bei D.SPORTS, die Affinität zum Sport und was er sich für das neue Jahr wünscht.

Herr Witzmann, Ihr Unternehmen ist schon seit vielen Jahren Official Partner von D.SPORTS und hat diese Partnerschaft nun verlängert. Warum ist rising systems so engagiert im Sport?

Sebastian Witzmann: Unser ganzes Unternehmen ist einfach ungemein sportaffin. Wir sind alle privat sportlich aktiv und darüber hinaus in Vereinen engagiert. Der Sport braucht Unterstützung und entsprechende Finanzierung. Das gilt insbesondere für alle Sportarten, die nicht Fußball heißen. Unser Engagement ist uns auch deshalb wichtig, weil D.SPORTS für tolle Events steht und den Athletinnen und Athleten ein sportliches Zuhause bietet.

Ist die Verlängerung Ihrerseits nach den Pandemie-Jahren ein besonderes Zeichen?

Witzmann: Wir haben unsere Partnerschaft ja auch während der Corona-Pandemie aufrechterhalten. Gerade in schwierigen Zeiten ist finanzielle Unterstützung im Leistungssport von besonderer Bedeutung. Und die Zeiten sind auch nach den Pandemie-Jahren weiter schwierig, nur eben aus anderen Gründen. Es gibt in vielen Bereichen Aufholbedarf, und das nicht zuletzt, weil es viele Unternehmen gibt, die aktuell vielleicht primär mit anderen Dingen beschäftigt sind und ihren Fokus nicht so sehr aufs Sponsoring legen können. Uns ist es wichtig, ein verlässlicher Partner zu sein und zu bleiben.

Im vergangenen Jahr hat rising systems für die Digitalisierung des städtischen Sportangebots den German Innovation Award erhalten. Was ist aus der gemeinsam mit dem Sportamt Düsseldorf geplanten Online-Plattform zum Sportangebot geworden?

Witzmann: Die Plattform ist startklar und wird Anfang des kommenden Jahres durch das Sportamt der Öffentlichkeit vorgestellt. Aktuell pflegen die Sportvereine und Sportanbieter ihre Angebote ein und der Launch der Online-Plattform wird die Sportlandschaft in Düsseldorf transparenter machen. Basierend auf einer entsprechenden Auswahl der User werden den Bürgerinnen und Bürgern Sportarten empfohlen, die zu ihnen passen könnten und im nächsten Schritt wird erklärt, wo sie diese ausprobieren bzw. dauerhaft ausüben können.

Sie selbst haben sich lange als Vorstandsmitglied beim Judoclub 71 engagiert. Wie sportlich ist ihr Alltag derzeit – sowohl als Aktiver als auch als Zuschauer?

Witzmann: Ich selbst mache jeden Tag Sport, zuletzt habe ich beispielsweise aktiv als Staffelmitglied am Triathlon teilgenommen. Als Zuschauer bin ich unter anderem ein Freund des Handballsports und der Leichtathletik. Das ISTAF INDOOR im PSD BANK DOME mit Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis hat mich beispielsweise sehr beeindruckt.

Gibt es denn Sport-Highlights im Kalender für 2023, auf die Sie sich besonders freuen?

Witzmann: Da gibt es sicher einige. Als ehemaliger Vorstand des Judoclub 71 möchte ich an dieser Stelle aber gerne mal den Judosport hervorheben. Ich schaue immer sehr genau auf das, was Johannes Frey macht und bin gespannt, wie es für ihn weitergeht. Er kann auf der Weltbühne auf jeden Fall noch viel erreichen, da bin ich mir sicher.

Welche Wünsche haben Sie für das Jahr 2023?

Witzmann: Natürlich immer Gesundheit. Das steht an erster Stelle. Für unsere Partnerschaft mit D.SPORTS wünsche ich mir, dass viele Düsseldorfer Athletinnen und Athleten auch 2023 richtig gut performen und dass viele sportliche Großveranstaltungen in unsere Stadt kommen. Düsseldorf ist diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Und über ein weiteres gemeinsames Beachvolleyball-Spiel mit den anderen Partnern würde ich mich freuen. Das hat mir dieses Jahr viel Spaß gemacht.

Quelle: https://www.d-sports.de/der-sport-braucht-unterstuetzung/

Trotz eklatantem Fachkräftemangel: Nur wenige Unternehmen werben Personal im Ausland an

Die Personalengpässe in der deutschen Wirtschaft nehmen immer weiter zu. Vor allem Menschen mit Berufsausbildung werden händeringend gesucht. Trotzdem setzt noch nicht einmal jedes fünfte Unternehmen auf Fachkräfte aus dem Ausland. Die Hürden für Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern sind noch zu hoch. Mit ihrem neuen Strategiepapier zeigt die Bundesregierung, dass sie den Handlungsbedarf erkannt hat. Die Bertelsmann Stiftung hat dazu diesen Beitrag veröffentlicht: www.bertelsmann-stiftung.de

Veränderung im Henkel-Vorstand

Henkel hat soeben bekanntgegeben, dass Jan-Dirk Auris, im Vorstand verantwortlich für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies, nach der gemeinsamen Entscheidung, den Ende 2023 auslaufenden Vertrag nicht erneut zu verlängern, zum Ende Januar 2023 seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit für das Unternehmen beenden wird. Er wird in dieser Zeit die Übergabe der Verantwortung an seine Nachfolge begleiten.

„Jan-Dirk Auris hat sich in mehr als drei Jahrzehnten bei Henkel immer in den Dienst unseres Unternehmens gestellt und sehr viel erreicht. Unter seiner Führung hat sich der Unternehmensbereich Adhesive Technologies in der vergangenen Dekade ausgesprochen erfolgreich entwickelt und steht heute unangefochten als weltweit führendes Geschäft in seiner Industrie. Das ist ein guter Zeitpunkt, die Nachfolge für die Leitung des Unternehmensbereichs anzugehen. Wir sind Herrn Auris für seinen großen Einsatz und sein erfolgreiches Wirken für unser Unternehmen sehr dankbar und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagte Dr. Simone Bagel-Trah, die Vorsitzende des Aufsichtsrates und Gesellschafterausschusses von Henkel.

„Jan-Dirk Auris blickt auf eine außergewöhnliche und erfolgreiche Karriere bei Henkel zurück. Mehr als 35 Jahre im Unternehmen, davon 12 Jahre als Vorstand – das ist eine beeindruckende Leistung. Seine Leidenschaft für das Geschäft, verbunden mit einer tiefen Kenntnis der Märkte und Kunden sowie seine Fähigkeit, erfolgreiche Teams und Führungskräfte zu entwickeln, waren für Henkel immer von großem Wert“, ergänzte Carsten Knobel, der Vorstandsvorsitzende von Henkel.

Jan-Dirk Auris (54) ist seit rund 35 Jahren bei Henkel und verantwortet seit 2011 im Vorstand den Unternehmensbereich Adhesive Technologies, der mit mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz weltweit führend bei Kleb- und Dichtstoffen sowie Beschichtungen ist. Er begann seine Karriere bei Henkel 1987 mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann und stieg dann nach Positionen als Key Account Manager und Vertriebsleiter in Deutschland über Aufgaben mit zunehmender Verantwortung in Nordamerika und Asien Anfang 2011 zum Vorstandsmitglied auf.

NRW-Industrie lehnt Preisbremsen ab – zu viele Auflagen

Die im Bundestag beschlossenen Energiepreisbremsen haben für wichtige Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft einen erheblichen Konstruktionsfehler. Das ursprünglich gut gedachte Instrument geht mit seinen jetzigen Bedingungen insbesondere an vielen Betrieben des energieintensiven industriellen Mittelstands vorbei. Die Rückmeldungen aus den Unternehmen sind alarmierend, sagt unternehmer nrw- Hauptgeschäftsführer Pöttering.

Unsere Kollegen in Gelsenkirchen haben dazu recherchiert: https://arbeitgeber-emscher-lippe.com/preisbremse-industriebetriebe-beklagen-schwachstellen/

Neue Rheinland-Zentrale der SMS Group wird in etwa einem Jahr eröffnet

Die Düsseldorfer SMS group, Mitglied in der Verbandsgemeinschaft der Unternehmerschaft Düsseldorf und Weltmarktführer im Maschinen- und Anlagenbau für die Stahl- und Nichteisenmetall-Industrie, zieht 2023 in einen neuen und innovativen Campus. Dieser wird neben den Bestandsgebäuden auf dem Betriebsgelände in Mönchengladbach errichtet. Zum Gelände wird auch ein Parkhaus mit 1.500 (!) Parkplätzen gehören. Die Eröffnung soll in etwa einem Jahr, also zur Jahreswende 2023/2024, stattfinden.

Am neuen Rheinland-Standort sollen Mitarbeitende aus fünf Standorten zusammengeführt werden. Damit will SMS ein noch engeres Zusammenarbeiten entlang der gesamten Wertschöpfungs­kette erreichen. Der Fokus liegt hier auch auf der digitalen und analogen Kommunikation. Der neue Campus ermöglicht agiles Arbeiten in einer 5G-Infrastruktur und bietet groß­zügige Sozial- und Kommunikationsbereiche. Interessantes Baudetail: „eine Showtreppe führt zum Konferenzbereich“, schreibt heute Denisa Richter, RP-Lokalchefin in Mönchengladbach, in ihrer Ausgabe.

SMS will am neuen Standort auch dem Fachkräftemangel begegnen. Richter: „Vor allem jedoch sollen Fachkräften auch Berufe mit Zukunftsperspektive geboten werden. Ob Industrie- oder Zerspanungsmechaniker, Elektroniker, Fachinformatiker, Produktdesigner oder Industriekaufleute“.

Den exklusiven „Baustellen-Bericht“ der Rheinischen Post gibts heute in der Lokalausgabe Mönchengladbach.

Podcastfolge 113: Ein Tag, der das Berufsleben prägen kann

In unseren vorletzten Podcastfolge (diesen Jahres) der „Düsseldorfer Wirtschaft“ sprechen wir heute über die „Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2023“. Es gibt Tipps und Ideen für Betriebe, die sich als Ausbildungsunternehmen den Schülerinnen und Schülern vorstellen möchten. Das Angebot kostenfrei für alle teilnehmenden Betriebe. Sie organisieren Ein-Tages-Praktika für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse von 4-6 Stunden, zeigen das Unternehmen, die Ausbildungsberufe und Berufsfelder und organisieren Gespräche mit Azubis. Informationen: www.dtbo-dus.de.
Als besonderen Gast begrüßen wir in diesem Podcast Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungen: unser Thema ist die Initiative „Common Purpose“. Herr Bischof ist als Kuratoriumsmitglied Botschafter der Idee und schickt regelmäßig auch Mitarbeitende ins Programm. Wir sprechen unter anderem über das veränderte Rollenverständnis von Fach- und Führungskräften in den Betrieben und von neuen Perspektiven, die man durch „Common Purpose“ bekommen kann. Informationen: www.commonpurpose.org. Abgerundet wird die Folge vom „Nachrichten-Müsli“, den Nachrichten aus der Düsseldorfer Wirtschaft unter www.unternehmerschaft.de.
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