Lean Management trifft Lego: Wie ein Planspiel Auszubildende für schlanke Prozesse begeistert

Foto: ifaa

(cs) Effizienz, Struktur, Teamarbeit – das sind Begriffe, die in der modernen Arbeitswelt immer wichtiger werden. Doch wie bringt man diese Konzepte jungen Menschen näher? Das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat darauf eine ebenso ungewöhnliche wie wirkungsvolle Antwort: Mit einem Planspiel, bei dem Auszubildende mit Lego-Steinen Werkzeugmaschinen bauen – und dabei ganz nebenbei die Grundprinzipien des Lean Managements verinnerlichen.

Lernen durch Erleben
„Lean Management ist seit Jahrzehnten in der Industrie und Verwaltung etabliert – in der Ausbildung kommt es aber oft zu kurz“, erklärt Ralph Conrad, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifaa. Um das zu ändern, hat das Institut das bewährte Planspiel „Learn2Lean“ überarbeitet und speziell auf Auszubildende zugeschnitten. Ziel: Schlanke Prozesse spielerisch erfahrbar machen – und so Methodenkompetenz und Motivation gleichermaßen stärken.

Simulation mit System – und mit Lego
Das Herzstück von Learn2Lean ist eine Präsenzsimulation, bei der die Teilnehmenden in mehreren Spielrunden Produktionsprozesse gestalten. An realitätsnahen Arbeitstischen entstehen aus Lego-Bausteinen Werkzeugmaschinen. Dabei erleben die Auszubildenden, wie sich Arbeitsabläufe effizienter gestalten lassen – vom Wareneingang über die Fertigung bis hin zur Auslieferung.

Neben dem „Bauen“ lernen die Teilnehmenden zentrale Lean-Methoden wie die „7 Arten der Verschwendung“, die 5S-Methode, Pull-Systeme sowie Visualisierung und Standardisierung kennen. Das Besondere: Die Teilnehmenden merken schnell, wie kleine Veränderungen große Wirkung zeigen – und das steigert sowohl die Aufmerksamkeit als auch den Lerneffekt.

Mehr als nur ein Spiel
Was auf den ersten Blick nach Spielspaß aussieht, hat einen ernsten und zukunftsweisenden Kern: „Game-Based Learning ermöglicht eine ganz neue Lernerfahrung“, sagt Ralph Conrad. „Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern darum, ein Gefühl für Prozesse, Verantwortung und Zusammenarbeit zu entwickeln.“ Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels könne das Planspiel helfen, junge Menschen frühzeitig für effiziente Produktionssysteme zu sensibilisieren.

Praxisnah, greifbar, motivierend
Dass das Konzept aufgeht, zeigt die wachsende Nachfrage aus Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Neben dem Planspiel stellt das ifaa auch Lehrmaterialien und Beratungsangebote zur Verfügung – und unterstützt Betriebe bei der Einführung von Lean-Strukturen.

Weitere Informationen zum Planspiel und zu den Angeboten des Instituts gibt es unter:
👉 www.learn2lean.de
👉 www.arbeitswissenschaft.net/themenfelder/produktions-und-unternehmenssystemgestaltung

„Meine Position ist spitze“ – Jugendliche übernehmen das Kommando in der Chemiebranche

Foto: CHEMCOLOGNE

(cs) Wie fühlt es sich an, an der Spitze eines Unternehmens zu stehen? Dieser Frage gehen derzeit 44 Jugendliche aus dem Rheinland nach – im Rahmen der Aktion „Meine Position ist spitze“. Die Brancheninitiative ChemCologne macht es möglich: Bereits zum elften Mal schlüpfen Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren für einen Tag in die Rolle von Geschäftsführenden, Werksleitenden oder Abteilungschefinnen in der chemischen Industrie.

Beim Auftakttreffen in Köln trafen die Teilnehmenden erstmals auf ihre Gastgeberinnen und Gastgeber aus den 26 beteiligten Unternehmen. Dabei standen nicht nur das Kennenlernen und die Aufgabenbesprechung auf dem Programm – es ging auch um einen ersten Einblick in das, was unternehmerische Verantwortung ausmacht. Die Jugendlichen zeigten sich begeistert: „So eine Gelegenheit bekommt man nicht oft,“ sagte eine Teilnehmerin. Ein anderer ergänzte: „Ich bin gespannt, wie echte Entscheidungen getroffen werden.“

Foto: CHEMCOLOGNE

Vielfalt, Verantwortung, Zukunftsperspektiven
Mit der Aktion möchte ChemCologne nicht nur Einblicke ermöglichen, sondern auch Vorurteile abbauen und Lust auf die vielfältigen Berufschancen in der Chemiebranche machen. „Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie innovativ, vielfältig und zukunftsorientiert unsere Industrie ist,“ betont Daniel Wauben, Geschäftsführer von ChemCologne. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben hautnah, was es bedeutet, Teams zu führen, Strategien zu entwickeln oder Produktionsprozesse zu verantworten.

Teilnahmerekord 2025: Noch nie machten so viele Unternehmen mit
Die Rekordbeteiligung von 26 Unternehmen – darunter namhafte Akteure wie Bayer, Currenta, Evonik oder Lanxess – unterstreicht das große Interesse der Branche an frühzeitiger Nachwuchsförderung. „Die Resonanz zeigt, wie wichtig es ist, junge Talente frühzeitig für unsere Industrie zu begeistern,“ so Wauben.

Foto: CHEMCOLOGNE

Am Aktionstag selbst werden die Jugendlichen an echten Führungsarbeitsplätzen sitzen – vom Chefbüro bis zur Technikleitung – und erleben einen Arbeitstag auf Augenhöhe. Viele dürfen auch eigene Ideen einbringen, Präsentationen halten oder interne Meetings leiten. So wird „Meine Position ist spitze“ nicht nur zur spannenden Erfahrung, sondern auch zum Türöffner für eine mögliche berufliche Zukunft in der Chemie.

Hintergrund:
Die Aktion „Meine Position ist spitze“ wurde von ChemCologne ins Leben gerufen und findet seit 2014 jährlich statt. Ziel ist es, Jugendlichen praxisnahe Einblicke in Führungsrollen der Chemiebranche zu geben und Perspektiven für Ausbildung und Studium aufzuzeigen.

Industriestrompreis und Wärmewende – zwei Seiten derselben Medaille

Verzögerung bei Wärmewende-Projekt: Die in Köln geplante Groß-Flusswasser-Wärmepumpe am Rhein wird später als geplant in Betrieb genommen – laut Rheinenergie-Chef Andreas Feicht wegen Verzögerungen im Genehmigungsverfahren. Foto: RHEINENERGIE

(cs) Die deutsche Industrie steht unter Strom – im wahrsten Sinne des Wortes. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will mit einem neuen Industriestrompreis die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen stärken. Die Botschaft ist deutlich: „Wir starten die Aufholjagd für bezahlbare Energiepreise.“ Doch die Jagd ist nicht ohne Risiko – und sie ist längst nicht alles, was passieren muss.

Denn während der Ruf nach einem subventionierten Strompreis vor allem aus der energieintensiven Industrie seit Jahren laut ist, warnen wichtige Stimmen vor Kollateralschäden. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) etwa mahnt vor Marktverzerrungen und einer Schwächung des Terminmarktes. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert Augenmaß und warnt davor, mittelständische Unternehmen oder strategisch wichtige Bereiche wie Batteriezellen und Halbleiter außen vor zu lassen.

Industriestrompreis: Hilfe oder Hürde?

Unbestritten ist: Der Strompreis ist in Deutschland für viele Betriebe deutlich zu hoch – im internationalen Vergleich oft zwei- bis dreimal so teuer wie in den USA oder China. Wer konkurrenzfähig bleiben will, braucht verlässliche und bezahlbare Energie. Aber: Eine Subvention löst nicht das strukturelle Problem. Sie lindert Symptome, aber heilt keine Ursachen.

Die Debatte erinnert an eine kostspielige Schmerztablette – kurzfristig entlastend, aber langfristig keine Therapie. Was fehlt, ist ein nachhaltiger Pfad zu günstiger, sauberer Energieversorgung. Und genau hier kommen Großwärmepumpen ins Spiel.

Großwärmepumpen: Der leise Schlüssel zur Wärmewende

Fast unbemerkt von der großen Industriestrom-Debatte treibt Ministerin Reiche eine zweite, mindestens genauso entscheidende Weichenstellung voran: ein Gesetz zur Förderung von Großwärmepumpen. Ziel ist es, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, Planungsprozesse zu beschleunigen und erneuerbare Wärmequellen wie Flüsse, Seen, Abwasser oder Abwärme effizient nutzbar zu machen.

Diese Anlagen sind nicht nur ein technisches Versprechen, sondern ein gesellschaftliches. Sie entziehen Fluss- oder Abwasser Wärme und speisen diese in Fernwärmenetze ein – nachhaltig, emissionsarm, skalierbar. Ein Paradebeispiel ist das Projekt in Köln, wo Rheinenergie eine Flusswasser-Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 150 Megawatt plant. Rund 50.000 Haushalte könnten mit Fernwärme versorgt werden – wenn das Projekt denn endlich genehmigt wird. Der neue Zeithorizont: Ende 2027, Anfang 2028. Der Grund für die Verzögerung? Genehmigungsrechtliche Hürden.

Der Schulterschluss fehlt – noch

Was beide Maßnahmen verbindet: Sie wollen die Transformation der Energieversorgung beschleunigen. Doch sie tun das aus unterschiedlichen Blickwinkeln – der Industriestrompreis kurzfristig, die Großwärmepumpen strukturell und langfristig. Was noch fehlt, ist ein gemeinsamer strategischer Rahmen, was wir an dem Kölner Beispiel sehen können. Doch: wenn man dies im Blick hat, kann auch hier die Wende Wirklichkeit werden.

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Tischler aus Leidenschaft: Warum ein Ruheständler zum „Werkstatt-Opi“ wurde

von rechts: Dr. Oliver Fix, Matthias Grunwald und Christoph Sochart

(ud) Golf war ihm zu langweilig – jetzt hobelt er mit den Azubis: Heute sind wir mit unserem Podcast und unserer ANTENNE DÜSSELDORF-Sendung „Düsseldorfer Wirtschaft“ zu Gast bei Tischlermeister Matthias Grunwald im Düsseldorfer Norden.

Dort hatte er vor 13 Jahren sein eigenes Unternehmen gegründet: „Raumkonzept Möbel und Innenausbau“. Bei ihm arbeiten Tischlerinnen und Tischler, Auszubildende und neuerdings auch ein „Werkstatt-Opi“: Dr. Oliver Fink wollte als Rentner nicht faul auf der Couch herumliegen und auf’s Golfen hatte er auch keine Lust. Lieber wollte er mehr über sein Hobby, dem Tischlern von Möbel erfahren und bewarb bei Matthias Grunwald.

Seitdem arbeitet Herr Fink ehrenamtlich in der Tischlerei, baut seine eigenen Möbel, berät Matthias Grunwald in unternehmerischen Fragen und steht auch den Auszubildenden mit seiner reichhaltigen Erfahrungen Rede und Antwort, begleitet und unterstützt, dort wo Begleitung erwünscht und sinnvoll ist. Ein spannendes Projekt. Wir schauen heute hinter die Kulissen dieser einmaligen Kooperation, sagen aber auch, worauf Nachahmer achten sollten.

Host dieser Folge ist Christoph Sochart, die von Frank Wiedemeier und den Streambox-Studios produziert wurde. Sie hören den Podcast überall dort, wo es gute Podcasts gibt und im Netz unter www.unternehmerschaft.de. Wenn Ihnen gefällt, was Sie hören, dann empfehlen Sie uns gerne bitte weiter. Für Fragen und Anregungen erreichen Sie uns unter podcast@unternehmerschaft.de. Gemacht wird der Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ von der Unternehmerschaft Düsseldorf.

Hier klicken, um die Folge zu hören

Ferienstart mit Spiel und Service: Düsseldorfer Flughafen erwartet 3,4 Millionen Reisende

Einfach scannen und einsteigen: Die neuen E-Gates am Flughafen Düsseldorf beschleunigen das Boarding.
Foto: Flughafen Düsseldorf

(cs) Es sind nur ein paar Millimeter – aber die entscheiden. Wer beim Spiel „Der heiße Draht“ am Düsseldorfer Flughafen eine ruhige Hand beweist, wird direkt mit einem kleinen Geschenk belohnt: Gutscheine für Shops und Gastronomie im Terminal. Die Augen leuchten, der Puls beruhigt sich, und der Urlaub beginnt – mit einem Lächeln, einem Spiel, einer kleinen Atempause vor dem Abflug. Willkommen in den Sommerferien!

Rund 3,4 Millionen Passagiere erwartet der Flughafen Düsseldorf zwischen dem 11. Juli und dem 26. August – ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftakt verspricht volle Terminals: Allein am ersten Ferienwochenende inklusive Freitag werden über 220.000 Reisende erwartet, der Sonntag markiert mit rund 76.000 Passagieren den vorläufigen Höhepunkt.

„Wir freuen uns über die hohe Nachfrage und den Wunsch vieler Menschen nach Reisen, Erholung und Erlebnissen“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens. „Gerade in bewegten Zeiten gewinnt das Reisen an Bedeutung. Es schafft Abstand, verbindet Menschen und öffnet den Blick für Neues.“

Erlebnis, Effizienz und Entspannung – der Dreiklang am Airport

Damit der Start in den Urlaub reibungslos gelingt, setzt der Flughafen auf eine enge Abstimmung mit Airlines, Sicherheitsdiensten und Partnern. Nach stabilen Abläufen zu Ostern und Pfingsten sieht sich der Airport gut vorbereitet – sowohl organisatorisch als auch digital.

Zentrale Bausteine sind automatisierte Services:

  • DUSgateway, das kostenlose Online-Buchungssystem für Zeitfenster an der Sicherheitskontrolle, wird rege genutzt.

  • Self Bag Drop, die Gepäckaufgabe in Eigenregie, ist bei elf Fluggesellschaften möglich – weitere sollen folgen.

  • E-Gates am Flugsteig A ermöglichen ein schnelles, kontaktloses Boarding.

  • Digitale Parksysteme mit Kennzeichenerkennung sorgen für bequemes Ein- und Ausfahren ohne Ticket.

Der Flughafen investiert damit nicht nur in Technik, sondern in Vertrauen – in Verlässlichkeit und Planbarkeit für Reisende, gerade in der verkehrsreichsten Zeit des Jahres.

Buntes Programm für kleine und große Urlauber

Trotz modernster Abläufe: Die Ferienzeit bleibt am Düsseldorfer Airport auch ein Erlebnis. Neben „Der heiße Draht“ erwarten Familien Fotoboxen, Kinderaktionen und Gewinnspiele im Terminal – kleine Lichtblicke, die die Wartezeit verkürzen und das Urlaubsgefühl schon am Boden beginnen lassen.

165 Ziele – zwischen Mallorca und Reykjavik

Insgesamt 165 Destinationen stehen im Sommerflugplan. Spitzenreiter bleibt die Türkei mit über 300 wöchentlichen Flügen – allein Antalya wird bis zu 115 Mal pro Woche angesteuert. Auch Spanien ist mit rund 280 wöchentlichen Verbindungen stark vertreten, davon 115 nach Mallorca. Weitere Hotspots sind Italien, Griechenland, Portugal, Marokko, Ägypten, Tunesien und Kroatien.

Ein interessanter Trend zeichnet sich parallel ab: Coolcation statt nur Warmwasser. Immer mehr Urlauber entscheiden sich für kühleres Klima und kulturelle Vielfalt. Ziele wie Oslo, Stockholm, Bergen, Reykjavik oder Vilnius erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – und sind vom Düsseldorfer Flughafen aus bestens erreichbar.

Der Flughafen Düsseldorf geht optimistisch und gut vorbereitet in die Sommerferien 2025. Mit einem Mix aus Verlässlichkeit, technischer Innovation und menschlicher Note setzt er auf eine Balance aus Effizienz und Erlebnis. Die Reiselust ist groß – und wer sich beim heißen Draht nicht aus der Ruhe bringen lässt, kann sie vielleicht schon spüren: die erste Vorfreude auf das, was kommt.

Zurück ins Büro? Hybride Modelle setzen sich durch – Neue ifaa-Metastudie zeigt Realität jenseits des Schlagzeilenlärms

ifaa-Chef Professor Sascha Stowasser

(cs) Die Debatte um das Comeback des Büros ist in vollem Gange – doch was passiert wirklich in unseren Unternehmen? Aktuelle Updates liefert regelmäßig unsere Redaktion, aber das sind nur Stichproben. Das Düsseldorfer ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft bringt mit einer aktuellen Metastudie nun Klarheit in die aufgeladene Diskussion. Das neue Faktenblatt fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen und zeigt: Die Realität sieht differenzierter und pragmatischer aus, als viele meinen.

Weniger als jedes fünfte Unternehmen setzt auf vollständige Präsenz

Laut einer Cisco-Studie aus dem Frühjahr 2024 fordert nur jedes sechste Unternehmen (17 %) die komplette Rückkehr ins Büro. Die Mehrheit hingegen setzt auf hybride Modelle – zumeist zwei bis drei Tage pro Woche im Betrieb, den Rest im Homeoffice oder mobil. Das Büro wird zunehmend als Ort für gezielten Austausch, Innovation, Teambindung und Onboarding begriffen – nicht als Standardarbeitsplatz für alle.

Flexibilität bleibt Trumpf – aber mit System

Was sich durchsetzt, ist nicht Beliebigkeit, sondern strukturierte Flexibilität. Die Studien zeigen: Dort, wo Führung, Kommunikation oder kreative Prozesse gefährdet sind, greifen Unternehmen bewusst ein und steuern Präsenz. Die Differenzierung nach Funktion, Team und Projekt ist dabei entscheidend. Auch innerhalb eines Unternehmens können so unterschiedliche Lösungen existieren – etwa für IT, Vertrieb oder Management.

Hybrid erfordert Führungskompetenz und Technik

Hybrides Arbeiten ist kein Selbstläufer. Führungskräfte brauchen neue Kompetenzen, etwa im Bereich Kommunikation auf Distanz, Ergebnisorientierung und Teamdynamik. Technische Infrastruktur und klare Spielregeln sind ebenfalls essenziell, um hybride Teams erfolgreich zu führen.

„Doppelte Flexibilität“ als strategischer Erfolgsfaktor

Die ifaa-Analyse betont, dass Unternehmen gut daran tun, die Interessen der Beschäftigten ebenso wie die betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen – die sogenannte doppelte Flexibilität. Studien zeigen, dass dies zu einer höheren Zufriedenheit, mehr Produktivität und einer gestärkten Arbeitgebermarke führt. Flexibilität ist also kein Nice-to-have, sondern ein handfester Wettbewerbsvorteil.

Blick in die Zukunft: Hybrid wird Standard

Ein Blick auf die Trends bestätigt: Die Arbeitswelt wird auch künftig hybrid bleiben. Laut Cisco gehen rund 90 Prozent der befragten deutschen Unternehmen davon aus, dass Beschäftigte in den nächsten zwei Jahren überwiegend hybrid arbeiten werden.

Fazit: Struktur statt Bauchgefühl

Die Rückkehr ins Büro ist also nicht das Ende der mobilen Arbeit – vielmehr beginnt nun eine neue Phase: die durchdachte, strategische Gestaltung von Arbeitsorten und -zeiten. Unternehmen, die diese Herausforderung annehmen, schaffen nicht nur bessere Arbeitsbedingungen – sie sichern sich auch einen klaren Vorsprung in Zeiten von Fachkräftemangel und wachsendem Innovationsdruck.

Weitere Infos und das vollständige Faktenblatt:
👉 ifaa – Zurück ins Büro: Studienlage & Trends

Flughafen Düsseldorf öffnet im August die Besucherterrasse – 9.200 kostenlose Tickets ab sofort verfügbar

Gute Aussichten: Der Flughafen Düsseldorf öffnet in den NRW-Sommerferien die Terrasse am Bahnhof „Düsseldorf Flughafen“ an sechs Terminen für Besucherinnen und Besucher. Foto: Flughafen Düsseldorf / Andreas Wiese

(cs) Gute Nachrichten für alle Luftfahrtfans, Familien und Feriengäste: Der Flughafen Düsseldorf öffnet an den letzten drei August-Wochenenden seine Besucherterrasse – und das völlig kostenlos. Insgesamt 9.200 kostenlose Tickets können ab sofort über das Buchungsportal events.dus.com/terrasse reserviert werden. Wir hatten bereits im April darüber berichtet!

Vom 9. bis zum 24. August, jeweils freitags und samstags, lädt der Flughafen auf die Terrasse der Eventlocation „Station Airport“ am Fernbahnhof ein – mit direktem Blick auf das Vorfeld und die Start- und Landebahn. Ein besonderes Highlight: das „Sunrise Special“ am Sonntag, 10. August, bei dem bereits ab 5:45 Uhr rund 200 Frühaufsteher den Flugbetrieb im ersten Licht des Tages beobachten können.

Flughafenchef Redeligx: „Ein Herzensprojekt – für uns und unsere Gäste“

„Die Möglichkeit, die Faszination Flughafen hautnah von der Besucherterrasse zu erleben, ist für viele eine Herzensangelegenheit – auch für uns“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Düsseldorf GmbH. Der Airport arbeite parallel an einem tragfähigen Konzept, um die Aussichtsplattform auf Flugsteig B, die derzeit aus Sicherheits- und Kostengründen geschlossen ist, perspektivisch dauerhaft in neuer Form zu reaktivieren.

Mit der temporären Öffnung bedankt sich der Flughafen bei allen Fans und Besucherinnen und Besuchern für ihre Geduld – und schenkt ihnen unvergessliche Einblicke in das Flughafenleben.

So funktioniert der Besuch

Die Terrasse ist an den Tagen 9., 10., 16., 17., 23. und 24. August jeweils in drei zweistündigen Zeitslots geöffnet:

  • 10:00–12:00 Uhr

  • 12:15–14:15 Uhr

  • 14:30–16:30 Uhr
    Hinzu kommt am 10. August das Sunrise-Special von 5:45–9:30 Uhr. Zwischen den Zeitfenstern wird die Terrasse komplett geräumt.

Wichtig: Die Terrasse grenzt an den Luftsicherheitsbereich – daher gibt es strenge Einlasskontrollen. Große Taschen, Reisegepäck oder gefährliche Gegenstände sind nicht erlaubt. Eine Aufbewahrungsmöglichkeit besteht nicht. Hunde dürfen nicht mit auf das Gelände.

Begleitprogramm: Kinderaktionen, Ausstellung und Gewinne

Zum Begleitprogramm gehören unter anderem eine Malecke, Walking Acts für Kinder sowie die Ausstellung „AirWalk“, die Einblicke in die Zukunft des Flughafens gibt – vom Masterplan 2045 über die neue Feuerwache bis hin zum geplanten Gewitterfrühwarnsystem.

Auch kulinarisch wird etwas geboten: Getränke in Kunststoffflaschen dürfen mitgebracht werden, außerdem steht ein Snackautomat bereit. Wer Glück hat, gewinnt am Glücksrad Gutscheine für Shops und Restaurants im Terminal – das nur eine kurze SkyTrain-Fahrt entfernt ist.

Aufruf zur Spende

Obwohl der Eintritt kostenlos ist, ruft der Flughafen dazu auf, das gesparte Eintrittsgeld nach eigenem Ermessen an die Bürgerstiftung Düsseldorf und deren Aktion „Düsseldorf setzt ein Zeichen“ zu spenden. Informationen dazu gibt es online und vor Ort.

Anreise am besten mit Bus und Bahn

Da sich die Terrasse direkt am Bahnhof „Düsseldorf Flughafen“ befindet, empfiehlt der Flughafen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So startet der Besuch nicht nur stressfrei, sondern auch nachhaltig.


Tickets sichern unter: events.dus.com/terrasse
Weitere Infos zum Programm und Sicherheitshinweise ebenfalls auf der Website.

Rheinbahn-Chefin Annette Grabbe kündigt neue Artikelserie zur Zukunft der Fortbewegung an

Screenshot: Instagram

(cs) Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe startet eine neue Impulsserie zum Thema „Mobilitätswende weitergedacht“ – und bringt damit frische Perspektiven in die Diskussion um die Verkehrswende in Düsseldorf und der Region. Auf ihren Social-Media-Kanälen kündigte sie heute die neue Artikelreihe an, mit der sie regelmäßig Denkanstöße geben will.

Im Zentrum ihrer Überlegungen steht ein klarer Perspektivwechsel:

„Mobilitätswende heißt: wenn Mobilität ohne Auto kein Verzicht, sondern ein Fortschritt ist.“

Grabbe plädiert für eine neue Definition von Mobilität – weg vom Besitz, hin zur intelligenten Nutzung. Besonders deutlich wird sie bei einem oft übersehenen Punkt: Der Durchschnitts-Pkw steht rund 23 Stunden am Tag still – für die Rheinbahn-Chefin ein Symbol für Ineffizienz und falsche Ressourcenverteilung.

Statt sich nur auf die Elektrifizierung des Autos zu konzentrieren, müsse sich die Diskussion stärker um eine zentrale Frage drehen:

Wie organisieren wir Mobilität so, dass die Menschen in Düsseldorf auch ohne eigenes Auto jederzeit verlässlich, sicher und komfortabel unterwegs sein können?

Grabbe betont, dass es bei der Verkehrswende nicht allein um neue Technologien, sondern um bessere Systeme gehe – Systeme, die bezahlbar, verlässlich, digital und barrierefrei sind. Nur dann werde Mobilität zu einem echten Gewinn im Alltag:

„Mobilität soll das Leben leichter machen – nicht schwerer.“

Die Artikelserie soll künftig in regelmäßigen Abständen auf Instagram erscheinen. Ziel ist es, Diskussionen anzustoßen, Mut zur Veränderung zu machen – und konkrete Ideen für die Mobilität der Zukunft sichtbar zu machen.

Rheinkirmes Düsseldorf 2025: Komfortabel und klug zur größten Kirmes am Rhein – Sondernehmigung für Firmen-Fahrzeuge müssen zeitnah beantragt werden – Mitglieder der Unternehmerschaft bieten Parkmöglichkeiten an

Beim Medientermin zur Rheinkirmes: OB Dr. Stephan Keller (M.) und (v.l.) Jannik Möller, Polizei, Torsten Peters, Andreas Paul Stieber, Sven Gerling, Manfred Kirschenstein, alle Schützen, sowie Alexander Vieten, Feuerwehr. Foto: David Young

(cs) Vom 11. bis 20. Juli 2025 verwandelt sich das linke Rheinufer in Düsseldorf-Oberkassel wieder in ein buntes Festgelände: Die Rheinkirmes, eines der größten Volksfeste Deutschlands, erwartet rund vier Millionen Besucherinnen und Besucher. Damit der Besuch zu einem unbeschwerten Erlebnis wird, hat die Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit der Rheinbahn ein durchdachtes Verkehrskonzept aufgestellt – mit dem Ziel, den Ansturm bestmöglich zu lenken und die Anwohner zu entlasten.


Öffentliche Verkehrsmittel: Die beste Wahl zur Kirmes

Zur Kirmes kommt man bequem per Bus und Bahn oder auch mit dem Rad oder zu Fuß über die Brücken“, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit den St. Sebastianus Schützen 1316 ein großes Fest zu feiern. Als Stadt sorgen wir für die verkehrlichen Rahmenbedingungen – komfortabel für Gäste und schonend für Anwohnende.“

Die Rheinbahn setzt während der zehn Kirmestage ein verstärktes Angebot ein. Besonders an den Wochenenden und zu den Highlight-Abenden mit Drohnenshow und Feuerwerk fahren die Bahnen und Busse in dichten Takten – teils alle zwei Minuten zur Haltestelle „Luegplatz“, dem zentralen Zugang zur Kirmes. Auch Linien außerhalb Düsseldorfs – etwa nach Krefeld, Duisburg, Neuss, Meerbusch und Ratingen – sind in der Nachtanbindung deutlich verstärkt.

Eine komfortable Übersicht aller Fahrten bietet die Rheinbahn-App oder die Webseite www.rheinbahn.de.


Mit dem Auto? Nur über Park & Ride!

Im direkten Umfeld der Kirmes gibt es keine öffentlichen Parkplätze – falsch abgestellte Fahrzeuge werden abgeschleppt. Wer dennoch mit dem Auto kommt, sollte eines der vielen Park & Ride-Angebote nutzen. Diese sind kostenlos und liegen ideal entlang der Rheinbahnlinien, die direkt zum Festgelände führen:

  • P+R „Haus Meer“ (Meerbusch, A57): 470 Plätze, U70/U76 bis „Luegplatz“

  • P+R „Simon-Gatzweiler-Platz“ (Heerdt): 200 Plätze, U75

  • P+R „Am Kaiser S“ (Neuss): Direktverbindung mit U75

  • P+R „Südfriedhof“ & „Südpark“ (Bilk): Mit Umstieg Richtung Kirmes

  • P+R „Gerresheim Krankenhaus“ & „Staufenplatz“ (Osten): Gute Anbindung via U83, U73, 709


Zusätzliche Parkmöglichkeiten an den Wochenenden

An den Wochenenden stehen außerdem zusätzliche kostenfreie Parkhäuser zur Verfügung:

  • Vodafone-Campus: 1.700 Stellplätze, 300 Meter zur Haltestelle „Prinzenallee“

    • Öffnungszeiten: Fr 15–3 Uhr | Sa 12–3 Uhr | So 10–1 Uhr

  • Provinzial-Versicherung: 600–800 Stellplätze nahe A46

    • Zugang nur mit vorheriger Registrierung

    • Direktverbindung mit U76 zum „Luegplatz“


Mit dem Fahrrad oder zu Fuß – schnell und nachhaltig

Der Kirmesplatz ist barrierefrei erreichbar und besonders gut für alle, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen. Zwei große Fahrradparkplätze befinden sich:

  • Nördlich der Oberkasseler Brücke

  • Am Kaiser-Wilhelm-Ring

Achtung: Das Abstellen an Brückengeländern oder Zäunen ist verboten – falsch abgestellte Fahrräder werden entfernt.

Zusätzlich gibt es im Umfeld gekennzeichnete Sharing-Zonen für E-Scooter, Leihfahrräder und Roller. Motorräder finden Platz nördlich der Rheinkniebrücke, Taxistände sind am Luegplatz und am Südeingang eingerichtet.


Informationen für Anwohnerinnen und Anwohner

Wer in einem gesperrten Gebiet wohnt, hat bereits im Vorfeld eine Durchfahrtsberechtigung erhalten. Diese erlaubt die Einfahrt zu bestimmten Zeiten, ersetzt jedoch nicht den Bewohnerparkausweis. Betriebe in Anwohnschutzgebieten können für Firmenfahrzeuge, Außendienstler und Kunden ebenfalls Sondergenehmigungen per E-Mail anfordern:
📩 ausnahme.veranstaltungen66@duesseldorf.de

Weitere Auskünfte gibt es über die städtische Infoline Düsseldorf unter 0211-8991.