Geschichte der Transporter-Cockpits bei Mercedes-Benz Vans

Ebenso wie die Arbeitsplätze der Lkw-Fahrer spiegelt auch die Evolution des Transporter-Cockpits den technischen Fortschritt über Jahrzehnte wider. Wie effizient und ergonomisch Fahrer und Beifahrer heute ihren Tätigkeiten nachgehen und sich wohlfühlen können, zeigt auf besondere Weise die neue Generation des Mercedes-Benz Sprinter. Keyless Start, leistungsstarke Klimaanlagen, rückenschonende Sitze sowie das optionale 9G-TRONIC Automatikgetriebe und das Multimediasystem MBUX sind nur einige Details, mit denen der Sprinter seinen Nutzern den Alltag erleichtert. Die ersten Lieferwagen-Fahrerplätze glichen hingegen noch eher einem Kutschbock, und ähnlich wie Pferdekutschen fuhren sich die Urahnen der heutigen leichten Nutzfahrzeuge auch. Erst langsam entwickelte sich aus dem spartanischen Arbeitsplatz im Freien das moderne Cockpit mit zahlreichen Komfortmerkmalen aus dem Pkw-Bereich.

Mer­ce­des-Benz Sprin­ter 1 (1995–2006), Inte­ri­eur Mer­ce­des-Benz Sprin­ter 1 (1995–2006), interior

Die Fahr­zeug­klas­se der Trans­por­ter ist bei­na­he so alt wie das Auto­mo­bil selbst, auch wenn der Begriff „Trans­por­ter“ damals noch nicht exis­tier­te. Einer der ers­ten Ver­tre­ter sei­ner Art welt­weit war der Benz Com­bi­na­ti­ons-Lie­fe­rungs-Wagen der dama­li­gen Benz & Cie. aus dem Jahr 1896. Der „klei­ne Kut­schier­wa­gen mit abnehm­ba­rem Kas­ten­auf­bau“ war vom Per­so­nen­wa­gen „Vic­to­ria“ abge­lei­tet, ver­füg­te anfangs über einen 2,5 PS star­ken Ein­zy­lin­der­mo­tor und konn­te 300 Kilo­gramm Zula­dung schul­tern. Aus­ge­lie­fert wird der ers­te „Trans­por­ter“, der Fah­rer saß auf einem not­dürf­tig gepols­ter­ten Bock, an das Pari­ser Kauf­haus Du bon Mar­ché. Eine Wind­schutz­schei­be gab es für ihn eben­so wenig wie ein fes­tes Dach oder ein Lenk­rad. Der Com­bi­na­ti­ons-Lie­fe­rungs­wa­gen war statt­des­sen ledig­lich mit einer senk­recht ste­hen­den Lenk­kur­bel aus­ge­stat­tet. Schutz vor Regen bot allen­falls ein klei­ner Dach­vor­sprung am Kof­fer­auf­bau. Dem Stand der Tech­nik ent­spre­chend über­trug ein Drei­gang-Getrie­be mit Ket­ten­an­trieb die Kraft an die Hin­ter­rä­der, und statt des heu­te übli­chen elek­tri­schen Signals drück­te der Fah­rer eine simp­le Ball­hu­pe. Auch die Daim­ler-Moto­ren-Gesell­schaft bot ab dem Jahr 1897 unter der Bezeich­nung „Daim­ler-Geschäfts­wa­gen“ eine Lie­fer­wa­gen Modell­rei­he für Nutz­las­ten von 500 bis 2000 kg an.

Mer­ce­des-Benz Sprin­ter 1 (1995–2006), Exte­ri­eur Mer­ce­des-Benz Sprin­ter 1 (1995–2006), exterior

1911: Benz-Gag­ge­nau Lie­fe­rungs­wa­gen mit Such­schein­wer­fer und Klappverdeck

Bereits deut­lich mehr Kom­fort für den Fahr­zeug­len­ker boten die Benz-Gag­ge­nau Lie­fe­rungs­wa­gen, die von 1911 bis 1916 unter der nutz­last­ab­hän­gi­gen Typen­be­zeich­nung D11, KL11 und B10 gebaut wur­den. Anders als ihr Vor­gän­ger ver­füg­ten sie über ein ech­tes Lenk­rad mit schräg gestell­ter Lenk­säu­le, was die Bedie­nung enorm erleich­ter­te. Den­noch erfor­der­te jede Lenk­be­we­gung einen hohen Kraft­auf­wand. Über zusätz­li­che Hebel am Lenk­rad lie­ßen sich essen­zi­el­le Motor­funk­tio­nen wie Zünd­zeit­punkt und Gemisch regu­lie­ren. Zusätz­lich zu den Haupt­schein­wer­fern konn­te ein Such­schein­wer­fer instal­liert wer­den, der ange­sichts der trü­ben Stra­ßen­be­leuch­tung jener Zeit bei Fahr­ten im Dun­keln eine gro­ße Hil­fe war. Wie gehabt, saß der Fah­rer noch im Frei­en, aller­dings schütz­te ihn jetzt ein auf­klapp­ba­res Tex­til­ver­deck vor Regen­schau­ern. Eine Hei­zung war hin­ge­gen noch Zukunfts­mu­sik, so dass sich Fah­rer und Bei­fah­rer im Herbst und Win­ter warm ein­pa­cken mussten.

1926: Mer­ce­des-Benz L 1: vor­klapp­ba­re Wind­schutz­schei­be als Klimaanlage

Im Jahr der Fusi­on von der Daim­ler-Moto­ren-Gesell­schaft und der Benz & Cie. kam der Mer­ce­des-Benz L 1 auf den Markt. Das je nach Auf­bau und Zula­dung als Klein­trans­por­ter und Lkw ver­füg­ba­re Fahr­zeug war­te­te erst­mals mit einer eigen­stän­di­gen Kas­ten­wa­gen­va­ri­an­te auf. Wich­tigs­te Neue­rung für Fah­rer und Bei­fah­rer war die geschlos­se­ne Kabi­ne. Ent­ge­gen dama­li­ger Nutz­fahr­zeug­ge­pflo­gen­hei­ten hat­te sie sogar Sei­ten­schei­ben, was zum Erschei­nungs­zeit­punkt des L 1 nicht ein­mal bei Per­so­nen­wa­gen selbst­ver­ständ­lich war. Als „Kli­ma­an­la­ge“ für hei­ße Tage fun­gier­te die vor­klapp­ba­re Wind­schutz­schei­be. Nütz­li­che Details waren auch das Fens­ter in der Trenn­wand zum Lade­ab­teil, das einen Blick auf die Fracht erlaub­te, und der wei­ter­hin ver­füg­ba­re Suchscheinwerfer.

1955: Mer­ce­des-Benz L 319: Front­len­ker­cock­pit mit guter Rundumsicht

1955 steck­te die jun­ge Bun­des­re­pu­blik mit­ten im Wirt­schafts­wun­der. Hand­werk, Han­del und Gewer­be ver­lang­ten nach pas­sen­den Trans­port­mit­teln, um die wach­sen­de Auf­trags- und Waren­flut zu bewäl­ti­gen. Mit dem L 319 prä­sen­tier­te Mer­ce­des-Benz die pas­sen­de Ant­wort. Der ers­te eigen­stän­di­ge Trans­por­ter der Mar­ke seit nahe­zu drei Jahr­zehn­ten unter­schied sich von sei­nen Vor­gän­gern durch das moder­ne, platz­spa­ren­de Front­len­ker-Kon­zept. Das weg­wei­sen­de Lay­out und der gro­ße Ver­kaufs­er­folg mach­ten den L 319 zum Vor­läu­fer zahl­rei­cher erfolg­rei­cher Trans­por­ter-Genera­tio­nen von Mer­ce­des-Benz bis hin zu den aktu­el­len Bau­rei­hen Sprin­ter und Vito.

Um einen kom­for­ta­blen Ein­stieg zu ermög­li­chen, rück­ten die Ent­wick­ler die Vor­der­ach­se weit nach vorn, was zusam­men mit der geschwun­ge­nen ein­tei­li­gen Pan­ora­ma-Front­schei­be dem 3,6‑Tonner eine ganz eige­ne Optik ver­lieh. Das Arma­tu­ren­brett war­te­te mit einer Geschwin­dig­keits­an­zei­ge und einem Kühl­was­ser­ther­mo­me­ter auf. Eine Tank­uhr fehl­te noch. Der Fah­rer muss­te anfangs selbst kal­ku­lie­ren, wie weit der Kraft­stoff im 60-Liter-Tank reich­te. Der Schalt­he­bel am Lenk­rad war ein frü­her Vor­läu­fer des Joy­sticks im aktu­el­len Sprin­ter. Blin­ker und Hupe wur­den über einen Signal­ring am Volant betä­tigt. Der weit in die Kabi­ne ragen­de, längs ein­ge­bau­te Motor war akus­tisch prä­sent und erschwer­te den Wech­sel vom Fah­rer auf den Bei­fah­rer­sitz, dafür über­zeug­te das Cock­pit mit einer durch­ge­hen­den offe­nen Abla­ge für Doku­men­te im Armaturenträger. 

1967: „Düs­sel­dor­fer“ mit beque­mem Einstieg

Im Jahr 1967 trat die Bau­rei­he L 406 D, nach ihrem Poduk­ti­ons­ort gern auch „Düs­sel­dor­fer“ genannt, die Nach­fol­ge des belieb­ten L 319 an. Trotz ins­ge­samt ecki­ge­rer For­men­spra­che im Stil der Zeit folg­te das Kon­zept dem bewähr­ten Vor­gän­ger. Typisch für die Optik war eine nur ange­deu­te­te Kurz­hau­be, da der Motor auch bei der neu­en Trans­port­er­ge­nera­ti­on platz­spa­rend in die Kabi­ne rag­te, aller­dings nicht mehr so weit wie beim Vor­gän­ger, so dass die Bewe­gungs­frei­heit im Fah­rer­haus deut­lich zunahm. Eben­so mar­kant war die ana­log zum L 319 weit vorn lie­gen­de Vor­der­ach­se zuguns­ten eines beque­men Ein­stiegs. An die Stel­le der seit­lich her­um­ge­zo­ge­nen Pan­ora­ma-Front­schei­be trat eine gro­ße recht­ecki­ge Wind­schutz­schei­be, vor­ne an den Sei­ten wie gehabt durch jeweils ein klei­ne­res Fens­ter vor den Türen ergänzt, was für gute Sicht­ver­hält­nis­se sorg­te. Die Gän­ge wur­den nicht mehr am Lenk­rad gewech­selt, son­dern mit einem kon­ven­tio­nell plat­zier­ten lan­gen Schalthebel.

Dass der „Düs­sel­dor­fer“ stets auf der Höhe der Zeit blieb, stell­ten sorg­fäl­ti­ge Modell­pfle­gen über die lan­gen Jah­re sei­ner Pro­duk­ti­ons­zeit sicher. Im Jahr 1977 zum Bei­spiel erfuhr die Bau­rei­he eine umfang­rei­che Modell­pfle­ge, die im Inne­ren einen neu­en Instru­men­ten­trä­ger sowie Kur­bel- statt der bis dahin übli­chen Schie­be­fens­ter brach­te. Außer­dem gab es neue Bedien­he­bel und Grif­fe sowie ein ange­nehm grif­fig umman­tel­tes Lenk­rad statt des bis­he­ri­gen dün­nen Bake­lit­vo­lants. Eine wei­te­re Aktua­li­sie­rung brach­te dem „Düs­sel­dor­fer“ 1981 erst­mals den Zünd­schlüs­sel. Bis dato wur­de zum Star­ten des Motors und zum Ein­schal­ten des Abblend­lichts ein zylin­dri­scher Metall­stift ver­wen­det. Zugleich stat­te­te das Werk die Groß­trans­por­ter mit einer neu­en Innen­ver­klei­dung aus, die das Geräusch­ni­veau im Fah­rer­haus deut­lich reduzierte.

1977: längs- und höhen­ver­stell­ba­rer Fah­rer­sitz im „Bre­mer“

1977 erwei­ter­te Mer­ce­des-Benz sein Trans­por­ter­pro­gramm um ein neu­es Modell eine Gewichts­klas­se unter­halb des „Düs­sel­dor­fers“: den TN („Trans­por­ter neu“), der wegen sei­nes Fer­ti­gungs­orts auch schnell „Bre­mer“ genannt wur­de. Spä­ter bür­ger­te sich die Bezeich­nung T 1 ein. Mehr denn je soll­te die neue, extrem viel­sei­tig kon­zi­pier­te Bau­rei­he mit 2,4 bis 3,5 Ton­nen Gesamt­ge­wicht bei Fahr- und Bedie­nungs­kom­fort die Brü­cke zum Pkw schla­gen. Hier­für nah­men die Ent­wick­ler Abschied von der bis­lang prak­ti­zier­ten rei­nen Front­len­ker­bau­wei­se sowie von Vor­der­rad­an­trieb und Rah­men­kon­zept. Die Kurz­hau­be war deut­lich weni­ger aus­ge­prägt als beim grö­ße­ren Bru­der, was zum einen den Zugang zum Motor und damit den Ser­vice erleich­ter­te. Zum ande­ren war es dadurch mög­lich, die Vor­der­ach­se noch ein Stück weit vor­zu­ver­le­gen und damit den Ein­stieg bequem nied­rig zu hal­ten. Aus Fah­rer- und Bei­fah­rer­sicht war die­ses Kon­zept noch in ande­rer Hin­sicht will­kom­men, weil der Motor weni­ger Platz im Innen­raum weg­nahm. Hier­durch gestal­te­te sich im Bre­mer Trans­por­ter der Durch­stieg zur Sei­te und nach hin­ten in den Lade­raum ein­fa­cher denn je.

Einen bis­lang unbe­kann­ten Kom­fort im Seg­ment der leich­ten Nutz­fahr­zeu­ge bot auch der Fah­rer­ar­beits­platz. Seri­en­mä­ßig stat­te­te Mer­ce­des-Benz die neu­en Trans­por­ter mit einem längs und in der Höhe ver­stell­ba­ren Fah­rer­sitz aus. Hin­ter dem dick umschäum­ten Zwei­spei­chen-Lenk­rad lie­fer­te die gut ein­seh­ba­re und über­sicht­lich geglie­der­te Arma­tu­ren­ta­fel alle nöti­gen Infor­ma­tio­nen auf einen Blick. Für bes­te Sicht nach vorn sorg­te die gro­ße Front­schei­be. Hei­zung und Lüf­tung ver­füg­ten über ein zwei­stu­fi­ges Gebläse.

1995: Der ers­te Sprin­ter mit funk­tio­nal aus­ge­stat­te­tem und geräu­mi­gem Fahrerhaus

Nach knapp einer Mil­li­on gefer­tig­ter Exem­pla­re lös­te 1995 der Sprin­ter den T 1 ab. Die neue Trans­port­er­ge­nera­ti­on führ­te mit trak­ti­ons­star­kem Hin­ter­rad­an­trieb, vier Gesamt­ge­wich­ten, einer Viel­zahl an Vari­an­ten und einer umfang­rei­chen Moto­ren­pa­let­te das Kon­zept des Vor­gän­gers kon­se­quent wei­ter. Zu den beson­de­ren Merk­ma­len des Sprin­ter zähl­te über­dies sein zeit­los-moder­nes Design eben­so wie das geräu­mi­ge und beson­ders funk­tio­nal aus­ge­stat­te­te Fah­rer­haus, des­sen Ein­rich­tung in Form und Mate­ri­al inzwi­schen fast Pkw-Niveau erreich­te. Da der Vord­er­wa­gen im Ver­gleich zum T 1 noch­mals ver­län­gert wur­de und der Motor hier­durch wei­ter nach vor­ne rück­te, stand nun noch mehr Fuß­raum zur Ver­fü­gung. Selbst mit einem Dop­pel­bei­fah­rer­sitz kam kei­ne Enge auf.

Zahl­rei­che Abla­gen, dar­un­ter ein groß­zü­gig dimen­sio­nier­tes, abschließ­ba­res Hand­schuh­fach, erleich­ter­ten den Arbeits­all­tag im Sprin­ter. Der Fah­rer­sitz war zwei­mal in der Höhe ver­stell­bar, damals im Trans­por­ter­seg­ment eine Sen­sa­ti­on. Ein Novum waren eben­falls die Dreh­reg­ler für Hei­zung und Lüf­tung im Pkw-Stil inklu­si­ve eines kräf­ti­gen vier­stu­fi­gen Geblä­ses und Umluft­schal­tung. Wohn­li­che Atmo­sphä­re schu­fen auch die nahe­zu rund­um ver­klei­de­ten Wän­de und Türen. Der optio­na­le Fah­rer-Air­bag, höhen­ver­stell­ba­re Drei­punkt-Sicher­heits­gur­te und Gurt­schlös­ser am Sitz zeug­ten dar­über hin­aus von der Vor­rei­ter­rol­le, die der Mer­ce­des-Benz Sprin­ter in punc­to Sicher­heit einnahm.

2000: Joy­stick-Schalt­he­bel und schwung­vol­le Arma­tu­ren­ta­fel für den Sprinter

Im Rah­men der Modell­pfle­ge wer­te­te Mer­ce­des-Benz im Jahr 2000 das Inte­ri­eur wei­ter auf. Die bis­her betont funk­tio­nel­le gerad­li­ni­ge Instru­men­ten­ta­fel war nun völ­lig neu­ge­stal­tet. Sie zeig­te dyna­mi­schen Schwung und erreich­te sowohl mit ihrer Form als auch mit ihrer Mate­ri­al­qua­li­tät Pkw-Niveau. Dies galt beson­ders für den Sprin­ter Kom­bi mit einer wei­chen und leder­ar­ti­gen Ober­flä­che – für die ande­ren Vari­an­ten des Trans­por­ters war die­se so genann­te Soft­look-Ober­flä­che optio­nal lie­fer­bar. Neben zusätz­li­chen Kom­fort­de­tails wie dem Geträn­ke­hal­ter in einer prak­ti­schen Schub­la­de fiel vor allem der neue Schalt­he­bel in Form eines Joy­sticks ins Auge. Er rag­te jetzt griff­güns­tig aus der Mit­tel­kon­so­le und erlaub­te einen völ­lig frei­en Durch­gang im Fahrerhaus.

2006: Cock­pit mit viel Bewe­gungs­frei­heit und Top-Ergo­no­mie in der zwei­ten Sprin­ter Generation

Gutes noch bes­ser machen, lau­te­te die Devi­se auch für die zwei­te Sprin­ter Genera­ti­on, die 2006 auf den Markt kam. Die Aus­wahl aus mehr als 1.000 Grund­mo­del­len mit unter­schied­li­chen Karosserie‑, Gewichts- und Antriebs­va­ri­an­ten sowie die erst­ma­li­ge Ver­füg­bar­keit offe­ner Bau­mus­ter als Basis für indi­vi­du­el­le Auf­bau­ten setz­ten erneut Maß­stä­be, eben­so die umfang­rei­che Seri­en­aus­stat­tung. Unter ande­rem waren jetzt elek­trisch betä­tig­te Fens­ter­he­ber und eine Zen­tral­ver­rie­ge­lung mit Funk­fern­be­die­nung Stan­dard. Eine erwei­ter­te Längs­ver­stel­lung der Sit­ze und mehr Kopf­raum stei­ger­ten noch­mals die Bewe­gungs­frei­heit. Das Lenk­rad war nun auf Wunsch in Höhe und Nei­gung verstellbar.

Das Inte­ri­eur glänz­te dar­über hin­aus mit einer Viel­zahl von durch­dach­ten Abla­gen, wie zum Bei­spiel eine Dach­ga­le­rie über der Wind­schutz­schei­be. Außen­spie­gel mit zusätz­li­chen Weit­win­kel­glä­sern ver­mit­tel­ten einen guten Blick auf den rück­wär­ti­gen Ver­kehr – der so genann­te tote Win­kel wur­de auf ein Mini­mum redu­ziert. Cha­rak­te­ris­tisch für das neue Sprin­ter Cock­pit war die her­aus­ge­ho­be­ne Mit­tel­kon­so­le mit dem Joy­stick-Schalt­he­bel. Als wert­vol­le Arbeits­hil­fe bot Mer­ce­des-Benz für den Sprin­ter erst­mals das Info­tain­ment­sys­tem COMAND APS mit inte­grier­tem Navi­ga­ti­ons­sys­tem an. Eben­falls neu war das Multifunktionslenkrad.

2018: Die drit­te Genera­ti­on des Sprin­ter mit sprach­ge­steu­er­tem Mul­ti­me­dia­sys­tem MBUX

Einen Inno­va­ti­ons­schub in jeder Hin­sicht mar­kiert die drit­te Genera­ti­on des Mer­ce­des-Benz Sprin­ter, die 2018 debü­tier­te und die Trans­por­t­er­klas­se in Sachen Kom­fort, Ergo­no­mie und Funk­tio­na­li­tät neu defi­niert. Mit dem eSprin­ter stell­te ihm Mer­ce­des-Benz ein Jahr spä­ter erst­mals eine rein bat­te­rie­elek­tri­sche Vari­an­te zur Sei­te, die alle Vor­tei­le der Trans­por­ter-Iko­ne mit lokal emis­si­ons­frei­er Mobi­li­tät verbindet.

Zu den her­aus­ra­gen­den Neue­run­gen des aktu­el­len Sprin­ter zählt unter ande­rem das Mul­ti­me­dia­sys­tem MBUX (Mer­ce­des-Benz User Expe­ri­ence) mit 10,25-Zoll-Touchscreen, Sprach­steue­rung und Sprach­aus­ga­be. Ein hohes Maß an Kom­fort errei­chen die neu­en, ergo­no­misch geform­ten Sit­ze. Sie las­sen sich den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen des Fah­rers anpas­sen und ermög­li­chen somit eine ergo­no­misch güns­ti­ge Hal­tung auch auf län­ge­ren Stre­cken. Optio­nal ist die Memo­ry-Funk­ti­on für die elek­tri­sche Sitz­ver­stel­lung mit an Bord. Neu sind auch Keyless-Start, „Dri­ve Select“, Schalt­padd­les am Lenk­rad für Auto­ma­tik­ge­trie­be sowie eine ver­bes­ser­te Kli­ma­an­la­ge. Die Kli­ma­ti­sie­rungs­au­to­ma­tik THERMOTRONIC regelt Geblä­se, Luft­ver­tei­lung und Tem­pe­ra­tur automatisch.