Globales Stahlforum: Strukturprobleme in der globalen Stahlindustrie müssen dringend angegangen werden

Anläss­lich des Tref­fens des Glo­ba­len Stahl­fo­rums am 7. und 8. Juli warnt die Düs­sel­dor­fer Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung Stahl (WV Stahl) vor erheb­li­chen Risi­ken im inter­na­tio­na­len Stahl­au­ßen­han­del. „Im Zuge der Coro­na-Kri­se haben sich die Ver­wer­fun­gen in der glo­ba­len Stahl­in­dus­trie wei­ter ver­schärft. Die Struk­tur­pro­ble­me müs­sen vom Glo­ba­len Stahl­fo­rum drin­gend ange­gan­gen wer­den. Ein ‚Wei­ter so‘ kann und darf es nicht geben“, erklärt Hans Jür­gen Kerk­hoff, Prä­si­dent der WV Stahl.

Schät­zun­gen der Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) deu­ten dar­auf hin, dass die glo­ba­len Über­ka­pa­zi­tä­ten im Stahl­be­reich infol­ge der Coro­na-Kri­se in die­sem Jahr und 2021 erheb­lich zuneh­men wer­den. Ursa­che hier­für ist unter ande­rem der har­te welt­wei­te Nach­fra­ge­ein­bruch. Hin­zu kommt, dass in den ver­schie­de­nen Regio­nen sehr unter­schied­lich auf die Kri­se reagiert wird. So wur­de ins­be­son­de­re in Chi­na die Pro­duk­ti­on trotz schwa­cher Kon­junk­tur aus­ge­wei­tet und Stahl­ka­pa­zi­tä­ten wie­der aus­ge­baut.

Das Glo­ba­le Stahl­fo­rum der G20 ist in der aktu­el­len Kri­se wich­ti­ger denn je. Auf dem kom­men­den G20-Tref­fen in Sau­di-Ara­bi­en müs­sen die Struk­tur­pro­ble­me in der glo­ba­len Stahl­in­dus­trie drin­gend adres­siert wer­den. Zugleich gilt es die Anstren­gun­gen zu inten­si­vie­ren, Chi­na wie­der in die Arbeit des Glo­ba­len Forums ein­zu­bin­den“, so Kerk­hoff wei­ter. Chi­na hat­te das Glo­bal Forum on Steel Excess Capa­ci­ty im ver­gan­ge­nen Jahr ver­las­sen, ist aber für mehr als 50 Pro­zent der glo­ba­len Stahl­pro­duk­ti­on ver­ant­wort­lich.

Link zur Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung Stahl