Unternehmerverbände fordern Lockdown-Lockerungen zum Monatsende

Die NRW-Unter­neh­mer­ver­bän­de ver­lan­gen eine Ent­schär­fung des Coro­na-Lock­downs spä­tes­tens zum Monats­en­de. „Die Poli­tik muss ab sofort einen Plan erar­bei­ten, der deut­li­che Locke­run­gen spä­tes­tens ab Ende Janu­ar ermög­licht“, ver­lang­te Unter­neh­mer­prä­si­dent Kirch­hoff. Die aktu­el­len Beschlüs­se trä­fen die deut­sche Wirt­schaft hart; Deutsch­land müs­se jetzt drin­gend auf­pas­sen, dass es sei­ne Wirt­schaft in den kom­men­den Wochen nicht kom­plett abwür­ge, warn­te Kirch­hoff: „Zudem muss allen klar sein, dass die Situa­ti­on für die beson­ders betrof­fe­nen Betrie­be und Arbeits­plät­ze von Woche zu Woche immer exis­tenz­ge­fähr­den­der wird.“ Des­halb sei rasches Han­deln not­wen­dig: „Ins­be­son­de­re muss nun mit Hoch­druck die Imp­fung der Risi­ko­grup­pen vor­an­ge­trie­ben wer­den.“ Hier sei jetzt ein äußerst sorg­fäl­ti­ges Pro­zess­ma­nage­ment erfor­der­lich. Ange­sichts der beschlos­se­nen sehr weit­ge­hen­den Maß­nah­men sei es für ihn außer­dem unver­ständ­lich, dass Deutsch­land nach wie vor die digi­ta­len Mög­lich­kei­ten zur Bekämp­fung der Pan­de­mie nur unzu­rei­chend nut­ze. In die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Lage den Daten­schutz so ein­sei­tig vor den Gesund­heits­schutz zu stel­len, hal­te er für einen schwe­ren Feh­ler, sag­te Kirchhoff.

Foto: Flo­ri­an Lang