Bankenverband informiert: Was ist eine „digitale Identität“

1. Was ist eine digitale Identität?

Digitale Identitätsnachweise – kurz digitale Identitäten – sind wie digitale Ausweise. Mit ihnen kann man sich online sicher ausweisen oder bestimmte Informationen wie z.B. sein Alter verbindlich teilen. Das ist wichtig für Geschäfte in der digitalen Welt. Je mehr Menschen und Unternehmen davon Gebrauch machen, umso schneller verbreitet sich die digitale Identität und desto mehr Einsatzmöglichkeiten gibt es.

2. Wer soll sich darum kümmern?

Damit digitale Identitäten genutzt werden, müssen sie für alle Seiten Vorteile bieten. Für die erfolgreiche Entwicklung digitaler Identitäten braucht es daher eine Private-Public-Partnership, also eine Zusammenarbeit von Staat, Unternehmen, Identitätsdienstleister und der Gesellschaft. Alle betroffenen Parteien sollten in die konkrete Ausgestaltung eingebunden sein, z.B. über ein gemeinsames Gremium, das die Leitplanken festlegt.

3. Welche Rollen können Banken dabei spielen?

Banken haben hohen Bedarf und viel praktische Erfahrung im Umgang mit Kundenidentitäten, z.B. bei der Kontoeröffnung oder der Kundenauthentifizierung im Rahmen des Online und Mobile Banking. Damit können sie zur Entstehung und Verbreitung digitaler Identitäten einschließlich einer staatlichen digitalen Identität beitragen. Letztere kann Vorteile gegenüber heutigen Verfahren bieten, wenn sie für Kunden einfach zu nutzen ist, und für Unternehmen mit geringeren Kosten verbunden ist.

4. Wie sollte eine digitale Identität ausgestaltet sein?

Die digitale Identität muss nicht nur leicht zu nutzen, sondern auch sicher sein. Beide Ziele lassen sich aber gelichzeitig nur schwer in Einklang bringen. Daher sollte eine digitale Identität verschiedene Ausprägungen unterstützen, die je nach Anwendungsfall mehr Bequemlichkeit oder höherer Sicherheit zulassen. Von einer digitalen Identität wird heute aber noch mehr erwartet als nur den physischen Ausweis zu ersetzen. Sie muss auch Unternehmen repräsentieren können und sollte wie eine Brieftasche weitere private und staatliche Nachweise aufnehmen, in Form einer sogenannten Identitäts-Wallet.

5. Wie kann es gelingen, dass digitale Identitäten europaweit einsetzbar sind?

Die Daten, die für die Identifikation benötigt werden, sollten in allen EU-Ländern gleich sein. Das macht es einfacher für alle, die digitale Identität zu verwenden. Es sollte ein einheitlicher Standard für alle europäischen Identitäts-Wallets geben. Das erleichtert es allen, die digitalen Ausweis nutzen wollen oder müssen.

Unser aktuelles Positionspapier zum Thema eID finden Sie hier.

Negativer Ausblick für Stahlnachfrage setzt sich fort und Deutschland trägt die rote Laterne mit einem Minus von 10%

Viele Unternehmen in Düsseldorf, dem Rhein Kreis Neuss und Südkreis Mettmann sind abhängig von der Stahl-Produktion. Doch, die Nachfrage nach Stahl wird leider immer geringer. Ein Grund sind die hohen Strompreis für die energiereiche Industrie. So produziert die Aluhütte Neuss „Rheinwerk“ wegen der hohen Strompreise bald kein Aluminium mehr.

Der Stahlverband worldsteel prognostiziert zwar in seinem aktuellen Konjunkturausblick für das noch laufende Jahr einen Anstieg des globalen Marktvolumens von 1,8 Prozent, doch: Für die gesamte Europäischen Union dagegen einen Rückgang von 5,1 Prozent. Noch deutlicher fällt die für Deutschland erwartete Abwärtsentwicklung aus: Hier wird ein Schrumpfen des Marktvolumens um 10 Prozent vorausgesagt – und das nach einem Rückgang um 9 Prozent im Vorjahr. Und während worldsteel weltweit auch für das kommende Jahr einen Anstieg der globalen Stahlnachfrage um 1,9 Prozent erwartet, bleibt in Deutschland die konjunkturelle Lage auch im kommenden Jahr herausfordernd.

In die gleiche Richtung zeigt die aktuelle Statistik der Wirtschaftsvereinigung Stahl zur Rohstahlproduktion in Deutschland. So ging die Menge an Elektrostahl von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent zurück. Dies macht deutlich, wie stark gerade die stromintensive, aber heute schon relativ CO2-arme Elektrostahlherstellung von den anhaltend hohen Kosten für Elektrizität betroffen ist.

So profitieren wir von Künstlicher Intelligenz – Hintergründe und Erfahrungen

So viel Prozent der entsprechenden Unternehmen setzen künstliche Intelligenz ein

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde und verbreitet neben neuen Möglichkeiten auch viel Unsicherheit. Dem wollen wir entgegenwirken und gemeinsam die Welt der KI verstehen und ausprobieren. Denn nicht die KI wird uns die Jobs wegnehmen.

Digitale Technologien sind längst Teil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland. Mit Chatbots wie ChatGPT und Google Bard ist zuletzt insbesondere die künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die IW Consult hat nun untersucht, welche Bedeutung KI-Anwendungen – insbesondere KI-gestützte Google-Dienste – für die deutsche Wirtschaft haben.

Bis 2030 gehen in Deutschland etwa 4,2 Milliarden Arbeitsstunden dadurch verloren, dass Erwerbstätige altersbedingt in den Ruhestand treten. Allein mit nachrückenden Generationen und qualifizierter Zuwanderung wird sich diese Lücke aller Voraussicht nach nicht schließen lassen. Um die wegfallende Arbeitszeit zu kompensieren, muss Arbeit in Zukunft deshalb produktiver gestaltet werden. Nur wie?

Eine viel diskutierte Technologie in der Debatte rund um effizienteres Arbeiten ist die künstliche Intelligenz. Ein beträchtlicher Teil der Unternehmen in Deutschland nutzt KI bereits (Grafik):

Rund 600.000 Unternehmen setzten hierzulande zuletzt künstliche Intelligenz ein – 17 Prozent aller Unternehmen in Deutschland.

Unternehmen aus der Industrie setzen KI-Anwendungen besonders häufig ein: In einer im Rahmen der IW-Consult-Studie durchgeführten Befragung gab annähernd jedes dritte Industrieunternehmen an, künstliche Intelligenz zu nutzen. Damit war der Anteil der KI-nutzenden Unternehmen in der Industrie fast doppelt so hoch wie im Dienstleistungssektor.

Ein Blick auf die Umsatzzahlen zeigt, dass sich der Einsatz von KI für die Industrieunternehmen auch wirtschaftlich lohnt: 88 Prozent der Industrieunternehmen, die KI einsetzten, erzielten im vergangenen Jahr eine positive Nettoumsatzrendite, verbuchten also einen Gewinn. Bei den Industrieunternehmen, die keine KI nutzten, traf das nur auf 69 Prozent zu.

Wenn Arbeitnehmer hierzulande mithilfe von KI zwei Arbeitsstunden pro Woche sparen würden, könnten damit 3,9 der 4,2 Milliarden bis 2030 altersbedingt wegfallenden Arbeitsstunden kompensiert werden.

Ob ein Unternehmen KI einsetzt oder nicht, hängt neben der Branche auch von der Lage ab: Auf dem Land nutzten nur 9 Prozent der heimischen Unternehmen KI-Anwendungen, in städtischen Räumen waren es bereits 22 Prozent.

Und auch die Größe der Unternehmen spielt eine wesentliche Rolle. Während von den Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten nur etwa jedes sechste KI-Anwendungen nutzte, setzten 75 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten künstliche Intelligenz ein. Dabei lohnt es sich auch für kleine und mittlere Unternehmen, KI anzuwenden: Kleine Unternehmen, die KI einsetzten, wiesen häufiger eine positive Beschäftigungs- und Umsatzentwicklung auf als jene kleinen Betriebe, die KI nicht nutzten. Umso entscheidender ist es für die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen, mithilfe von KI-Anwendungen ihre Produktivität zu steigern und den Abstand zu Großunternehmen konstant zu halten oder zu verringern.

KI kann Ausstieg von älteren Arbeitskräften teilweise auffangen

Welches gesamtwirtschaftliche Potenzial in künstlicher Intelligenz steckt, zeigt sich, wenn man den produktivitätssteigernden Effekt der KI-Nutzung auf alle Beschäftigten hochrechnet:

Generative KI – darunter fallen KI-Anwendungen, die Inhalte wie Texte oder Bilder erstellen – könnte in Zukunft 330 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung in Deutschland beitragen, wie Berechnungen der IW Consult zeigen.

Dieser Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass ein Arbeitnehmer in Deutschland im Schnitt etwa zwei Arbeitsstunden pro Woche durch KI-Anwendungen sparen könnte. Insgesamt könnten damit 3,9 der 4,2 Milliarden bis 2030 wegfallenden Arbeitsstunden kompensiert werden. Damit sich durch die eingesparte Zeit tatsächlich die Wertschöpfung erhöht, müssen die Beschäftigten in der frei gewordenen Arbeitszeit Tätigkeiten mit vergleichbarer Wertschöpfung nachgehen.

Darauf zielen auch die Unternehmen ab: Zwei von drei Betrieben, die planen, in den nächsten fünf Jahren in KI-Anwendungen zu investieren, gehen davon aus, dass sie die dadurch frei werdende Arbeitszeit ihrer Beschäftigten für andere, ähnlich produktive Tätigkeiten einsetzen können.

Ein zentrales Element für die Gestaltung dieser Transformation ist die entsprechende Software. Neun von zehn Unternehmen in Deutschland greifen dabei auf KI-gestützte Dienste von Google zurück – mit Erfolg (Grafik):

Rund ein Drittel der Firmen, die mindestens einen Google-Dienst nutzten, erzielte 2022 einen höheren Umsatz als im Vorjahr, während es bei Unternehmen, die dies nicht taten, nur halb so viele waren.

Auch in puncto Innovationen profitieren die Unternehmen vom Technologiekonzern: Fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland gibt an, dass ihnen Google-Anwendungen helfen, neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu entwickeln.

MEHR ERFAHREN: WIE EIN DIGITALER PRODUKTIONSPASS ENTSTEHT!

Quelle: IW Köln

So viel Prozent der Unternehmen, die Google-Dienste auf diese Art nutzten, erzielten im Jahr 2022 diesen Effekt

Wie Sie sich vor Anlagebetrug schützen!

Wer im Internet nach lukrativen Geldanlagemöglichkeiten sucht, sollte vorsichtig sein. Auch für kleine Anlagebeträge wird häufig eine hohe Rendite versprochen. Was auf den ersten Blick verlockend klingt, kann Sie schnell um Ihr Geld bringen! Lesen Sie diesen interessanten Beitrag unseres Bankenverbandes.

Ködern über Werbeanzeigen oder E-Mails

Charakteristisch für diese Betrugsmasche ist der Ablauf in mehreren Phasen. In Phase 1 wird geködert: Das Ziel der Betrüger ist es, dass Sie sich mit Ihren Kontaktdaten, insbesondere Ihren Rufnummern, auf einer gefälschten Website registrieren.

Dafür schalten die Kriminellen Werbung – etwa in bekannten Online-Magazinen oder in den Sozialen Medien. Der Anschein der Seriosität wird häufig durch bekannte Persönlichkeiten oder Fernsehsendungen erweckt, die als Werbeträger für die Geldanlage genutzt werden, ohne davon Kenntnis zu haben. Folgen Sie einem solchen Link, gelangen Sie meist auf eine professionell gestaltete und seriös wirkende Webseite.

Geködert wird aber auch über E-Mails. Diese E-Mails umgehen gängige Spamfilter beispielsweise dadurch, dass Schlagwörter wie Bitcoin abgekürzt oder mit Sonderzeichen versehen werden. Oft werden seriös klingende Formulierungen benutzt wie „Ihr Schweizer Finanzpartner“.

Erstkontakt am Telefon

Wenn Sie nun Ihre Daten auf der Webseite eingeben, ruft Sie (Phase 2) in einem nächsten Schritt meist ein „Berater” oder “Finanzmakler“ an. Da Sie sich vorher registriert haben, schöpfen Sie in der Regel keinen Verdacht.

Es werden Ihnen nun unterschiedliche Anlagemöglichkeiten empfohlen: von Kryptowährungen über Gold bis hin zu speziellen Wertpapieren, mit denen Sie auf Kursentwicklungen von Währungen oder Rohstoffen wetten können (Optionen, Derivate). Vereinbart werden anfänglich kleinere Anlagesummen von beispielsweise 250 oder 500 Euro.

Sofern Sie diesen Anlagebetrag überweisen, erhalten Sie einen „Onlinebanking-Zugang“ für Ihr vermeintliches Wertpapierdepot (Phase 3). Hier wird Ihnen Ihr eingezahlter Geldbetrag angezeigt, und mit jeder neuen Anmeldung erfahren Sie, um wieviel Ihr investiertes Vermögen angeblich gestiegen ist. Dabei ist das Geld in Wahrheit längst verloren.

Einmal betrogen, doppelt abgezockt

Nach und nach versucht der „Berater“ Sie davon zu überzeugen, noch mehr Geld zu überweisen – meist mehrere Tausend Euro –, schließlich habe sich das Investment bislang doch gelohnt. Häufig werden dafür durch die “Beratung” auch bestehende Anlagen gekündigt, um das einsetzbare Kapital zu erhöhen. Erst wenn Sie sich irgendwann Ihre „Gewinne“ auszahlen lassen wollen, kommt es zu Problemen.

Doch auch jetzt ist die Betrugsmasche noch nicht vorbei: Der Betrüger kommt dem Wunsch nach Auszahlung des Geldes vermeintlich nach. Allerdings sei es dafür notwendig, dass ein weiterer Geldbetrag überwiesen wird. Als Gründe hierfür werden Steuern, Bonuszahlungen, Nachschusspflichten oder Versicherungsbeiträge angeführt. Es kann auch vorkommen, dass die Kriminellen Sie dazu veranlassen, eine Transaktion in Ihrem Onlinebanking freizugeben, um die angebliche Auszahlung auf Ihr Konto zu autorisieren. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine Überweisung auf das Konto der Betrüger.

Spätestens wenn Sie jetzt darauf drängen, an Ihr eingezahltes Geld zu kommen, wird Ihnen bewusst, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind und das eingesetzte Geld unwiederbringlich verloren ist.

Obwohl es unmöglich ist, sich hundertprozentig vor kriminellen Machenschaften zu schützen, in diesem Fall können Sie die Dinge selbst beeinflussen:

1. Klicken Sie auf keine Anzeigen mit reißerischer Werbung

Achten Sie darauf, ob es sich um eine Anzeige handelt. Oft sind diese in der gleichen Typografie wie die Artikel des seriösen Online-Magazins verfasst. Klicken Sie solche dubiosen Anzeigen nicht an. Bei Versprechungen, wie „Kleiner Anlagebetrag, große Rendite“, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Betrugsversuch.

2. Schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Geben Sie fremden Personen keine persönlichen Daten preis. Dazu gehört auch, dass Sie Dritten, die Sie beim Zugang zu Webseiten angeblich nur unterstützen wollen, keine Berechtigung erteilen, sich auf ihrem Computer oder Smartphone einzuloggen. Hierdurch eröffnen die Kriminellen die Möglichkeit, auf alle sensiblen Daten zuzugreifen. Seien Sie auch dann vorsichtig, wenn Ihnen dieses Angebot als großzügige Hilfe präsentiert wird.

3. Achten Sie auf Schlagwörter, Layout und Schreibweise

Achten Sie auf Schlagwörter, die Vertrauen wecken sollen, wie „Ihr Schweizer Finanzpartner“, „Sonderbericht“. Verzichten Sie darauf, solche E-Mails zu öffnen. Wenn in Spam-Mails das Erscheinungsbild von bekannten Fernsehsendern genutzt wird, achten Sie hier auf abweichende Schreibweisen oder einzelne Buchstaben, die zum Beispiel durch Zahlen ersetzt werden.

Prüfen Sie zudem Webseiten für die Geldanlage genau: Können Sie diese mit Freunden teilen? Wenn nicht, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Betrugsversuch. Denn: Durch das Teilen würde die genaue Adresse der Webseite aufgedeckt.

4. Auskunft über das Unternehmen einholen

Eine eigenständige Recherche hilft Ihnen herauszufinden, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handelt. Insbesondere sollten Sie die Registrierungen, Lizenzen und Geschäftsadressen des Unternehmens überprüfen.

Nutzen Sie möglichst mehrere Quellen, um Informationen über das Unternehmen und das Anlageprodukt herauszufinden. Neben den Aufsichtsbehörden, in Deutschland ist das die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), erhalten Sie auch bei Verbraucherschutzorganisationen oder spezialisierten Anwaltskanzleien zuverlässige Informationen. Zusätzlich können Sie nach unabhängigen Erfahrungsberichten anderer Anleger suchen. Sprechen Sie zudem mit Familienangehörigen oder Bekannten, um weitere Einschätzungen zu erhalten.

Eine Anlageentscheidung sollten Sie grundsätzlich nur dann treffen, wenn Sie ein gutes Verständnis für das betreffende Anlageprodukt und den damit verbundenen Risiken entwickelt haben.

Rheinbahn bestellt zehn Wasserstoffbusse für 8,5 Millionen Euro

Hier ein Beispielfoto eines Wasserstoff-Busses der Firma Solaris. Der Urbino 18 hydrogen ist bereits der zweite Wasserstoffbus im emissionsfreien Solaris-Angebot. Ähnlich wie in der kürzeren Version des Modells, ist Wasserstoff auch hier der Hauptenergieträger. Foto: Solaris

Die Rheinbahn bestellt zehn Wasserstoffbusse beim polnischen Hersteller Solaris. Dem Kauf hat der Aufsichtsrat des Düsseldorfer Nahverkehrsunternehmens nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren zugestimmt. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist ab Oktober 2024 vorgesehen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 8,5 Millionen Euro.

Michael Richarz, Vorstand der Rheinbahn, erklärt:

„Mit dem Kauf erhöhen wir die Anzahl der Wasserstoffbusse bei der Rheinbahn auf insgesamt 20. In Verbindung mit den vorhandenen und den bestellten Batteriebussen testen wir die beiden Antriebsformen, um auf Basis der betrieblichen, technologischen und betriebswirtschaftlichen Erkenntnisse eine Systementscheidung für unsere zukünftige Busflotte zu treffen. Mit der Fahrzeugbeschaffung, der erforderlichen Energieversorgung und dem notwendigen Aus- und Umbau der Abstell- und Instandhaltungsinfrastruktur leistet unsere Rheinbahn ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Düsseldorf.“

Moderne Brennstoffzellen-Technik in komfortablen Bussen

Die bestellten Niederflur-Busse haben eine Länge von 12 Metern und bieten 32 Sitz- und 33 Stehplätze. Drei Türen ermöglichen ein schnelles Ein- und Aussteigen, eine Klimaanlage sorgt im Sommer für angenehmere Temperaturen. Die Mindestreichweite beträgt laut Hersteller über 300 Kilometer. Die Busse werden vom Betriebshof in Lierenfeld aus voraussichtlich auf der Linie 732 eingesetzt, die zwischen Hafen, Hauptbahnhof und Eller pendelt.

Dank für 10.000 Ausbildungsplätze an die Düsseldorfer Wirtschaft“ – Eine Initiative der Unternehmerschaft Düsseldorf zur Förderung der beruflichen Bildung

Die Unternehmerschaft Düsseldorf setzt ein Zeichen der Wertschätzung für die lokale Wirtschaft und Unternehmen, die gemeinsam 10.000 wertvolle Ausbildungsplätze geschaffen haben. Diese beeindruckende Leistung wird im Rahmen einer Werbekampagne auf Infoscreens in der Stadt öffentlich gewürdigt.

Die Düsseldorfer Unternehmerschaft erkennt die entscheidende Rolle der Wirtschaft an, die durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen zum Wohlstand der Stadt und zur Förderung junger Talente beiträgt. Die Initiative möchte ihre Anerkennung für das kontinuierliche Engagement der Unternehmen zur Stärkung der beruflichen Bildung zum Ausdruck bringen.

Die Aktion soll nicht nur die Leistungen der Wirtschaft in den Mittelpunkt rücken, sondern auch dazu beitragen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in Düsseldorf aufzuzeigen. Dieser Dank ist gleichzeitig ein Aufruf an die Jugend, die zahlreichen Chancen zu ergreifen, die ihnen in der eigenen Stadt geboten werden.

Foto: Unternehmerschaft Düsseldorf

Smart City Index 2023: Düsseldorf verliert leider Plätze und landet auf Platz 21

Screenshot: Bitcom

Wechsel an der Spitze des Smart City Index: München erreicht erstmals Platz 1, Hamburg liegt nach vier Jahren an der Spitze auf dem zweiten Platz und Köln kommt als Dritter auf das Treppchen. Ulm schafft es erstmals unter die Top 10 der smartesten Städte Deutschlands, Trier liegt insgesamt auf Rang 13, sichert sich in der Kategorie Energie und Umwelt aber den Spitzenplatz. Düsseldorf verliert Plätze und landet auf Platz 21. Das sind Ergebnisse des Smart City Index, den der Digitalverband Bitkom in diesem Jahr zum fünften Mal erhoben hat.

Wie wir der Grafik entnehmen können hat Düsseldorf die größten Baustellen in den Bereichen Energie und Umwelt, IT und Kommunikation sowie Mobilität. Der Düsseldorfer Journalisten Christian Herrendorf der Redaktionsplattform VierNull (https://www.viernull.de/) erklärt sich das so: Der Anteil der E-Fahrzeuge in Düsseldorf sei vergleichsweise gering und die Zahl der Ladesäulen erreiche nur die Hälfte der möglichen Punkte. Grüne Wärme und Stromerzeugung aus Photovoltaik könnte mehr Punkte bringen, schreibt Herrendorf. Ein weiterer Minuspunkt wäre die Bewertung des Glasfaserausbaus. „Von den 100 möglichen Punkten erreicht Düsseldorf gerade einmal 22,5“, schreibt Herrendorf. Und dann das Thema Mobilität: „Mit Blick auf die Straße bemängelt die Studie, dass es in Düsseldorf bisher kaum Letzte-Meile-Logistik gibt“, betont der Journalist. Als letzte Meile wird in der Transport- und Logistikbranche der finale Teil eines Transportes bezeichnet. Im B2C-Bereich ist das häufig die Haustür des Kunden. Im Fokus steht die schnelle, sichere und preiswerteste Lösung für die Auslieferung von Sendungen. So sollen bspw. Pakete mit einem möglichst geringen Aufwand an die Kunden verteilt und multiple Zustellversuche vermieden werden. Gut bewertet wird im übrigen die Digitalisierung der Verwaltung und der Digitalisierungsstand in den Düsseldorfer Schulen.

München schafft es mit 84,5 von 100 möglichen Punkten erstmals an die Spitze im Gesamtranking, knapp dahinter liegt der bisherige Dauer-Sieger Hamburg mit 83,9 Punkten. Das Podium komplettiert Köln mit 83,2 Punkten. Der Vorjahres-Dritte Dresden (78,5 Punkte) fällt um drei Plätze zurück auf Rang 6. Nicht nur der Abstand unter den Podiums-Plätzen ist knapp, die Top 10 rücken insgesamt enger zusammen. Zwischen Platz 4 und 10 liegen nur 3,5 Punkte – so wenig wie noch nie. Erstmals unter den besten Zehn ist Ulm (9. mit 76,8 Punkten), zurückgekehrt sind Osnabrück (7. / 77,6 Punkte) und Karlsruhe (10. / 76,6 Punkte). Die Top 10 komplettieren Nürnberg (4. / 80,1 Punkte), Aachen (5. / 79,3 Punkte) und Stuttgart (8. / 77,2 Punkte).

Alle Ergebnisse und Details finden Sie unter www.smart-city-index.de.

„Der fünfte Smart City Index zeigt genauer als je zuvor den Stand der Digitalisierung der deutschen Großstädte. Wir haben die untersuchten Indikatoren erweitert, zudem haben wir erstmals das wichtige Thema Bildung mit in den Blick genommen. Wir sehen eine große Dynamik innerhalb des Rankings und erstmals auch einen Wechsel an der Spitze: München kann sich knapp vor Hamburg setzen und erntet damit den Lohn der Anstrengungen der vergangenen Jahre“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Unter den Top 10 finden sich aber nicht nur Metropolen wie München und Hamburg, sondern auch kleinere Universitätsstädte wie Aachen, Osnabrück oder Ulm. Das zeigt einmal mehr, dass man nicht groß sein muss, um smart sein zu können. Wichtig sind vielmehr ein professionelles Management der Digitalisierungs-Aktivitäten und ein gemeinsames Engagement von Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft vor Ort.“

Erprobte Digitalprojekte in die Fläche bringen

Zugleich verweist Wintergerst auf große Unterschiede beim Tempo der Digitalisierung in den Städten. So gebe es eine Spitzengruppe unter den Top 20, die seit Jahren im Ranking gut platziert sei. Gleichzeitig hätten viele Städte auf den hinteren Plätzen Schwierigkeiten, Tempo aufzunehmen und aufzuschließen. „Wir sehen bei den Untersuchungen für den Smart City Index jedes Jahr, wie viele Städte schon großartige Digitalprojekte umgesetzt haben. Woran es oft hapert: Einzelprojekte in die Fläche zu bringen. Der Appel nach Berlin und in die Landeshauptstädte ist daher: Bund und Länder sollten nicht nur neue Leuchtturmprojekte wie etwa zum KI-Einsatz in der Verwaltung fördern, sondern den Roll-Out von erprobten digitalen Lösungen viel stärker unterstützen“, so Wintergerst.

Hidden Champions: Viele Städte haben Stärken in einzelnen Bereichen

Der Smart City Index zeigt zudem, welche Städte in einzelnen Bereichen ihre Stärken haben, auch wenn es im Gesamtranking nicht für eine Top-10-Platzierung reicht. Bei der Verwaltung schneiden Düsseldorf (3., Gesamtranking 21.), Regensburg (5., Gesamtranking 17.), Bochum (6., Gesamtranking 11.), Augsburg (7., Gesamtranking 29.), Mannheim (9., Gesamtranking 15.) und Bielefeld (10., Gesamtranking 33.) besonders gut ab. In der Kategorie Energie und Umwelt ist nicht nur Trier (1., Gesamtranking 13.) stark, sondern auch Paderborn (2., Gesamtranking 36.), Wolfsburg (3., Gesamtranking 25.), Münster (6., Gesamtranking 30.), Oldenburg (7., Gesamtranking 20.), Darmstadt(9., Gesamtranking 16.) und Bergisch Gladbach (10., Gesamtranking 64.).  Bei IT und Kommunikationkommt Kiel auf den dritten Platz (Gesamtranking 31.), Oldenburg erreicht Platz 5 (Gesamtranking 20.), gefolgt von Gelsenkirchen (7., Gesamtranking 34.), Frankfurt am Main (8., Gesamtranking 22.) und Freiburg im Breisgau (9., Gesamtranking 14.). In der Kategorie Mobilität verpasst Berlin nur knapp einen Podiumsplatz (4., Gesamtranking 24.), in die Top 10 kommen daneben Frankfurt am Main (6., Gesamtranking 22.), Bonn (7., Gesamtranking 26.), Potsdam (9., Gesamtranking 48.) und Bochum (10., Gesamtranking 11.). In der Kategorie Gesellschaft und Bildung kommt Düsseldorf auf den zweiten Platz (Gesamtranking 21.), ebenfalls unter den besten zehn sind Darmstadt (5., Gesamtranking 16.), Kiel (7., Gesamtranking 31.) und Heidelberg (9., Gesamtranking 12.).

Städte in Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern schneiden besonders gut ab

Je nach Bundesland sind die Großstädte unterschiedlich weit in ihren Digitalisierungsbemühungen. Wie bereits im Vorjahr schneiden Städte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen im Mittel deutlich besser ab als der Durchschnitt. Hessen und Rheinland-Pfalz liegen knapp über dem Schnitt, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fallen die Ergebnisse unterdurchschnittlich aus. Allerdings unterscheidet sich auch die Anzahl der im Ranking berücksichtigten Städte zwischen den Ländern deutlich – so gibt es in Sachsen überhaupt nur drei Großstädte, in Nordrhein-Westfalen dagegen 30. Für Bundesländer mit weniger als drei Großstädten lässt sich faktisch keine Aussage treffen. Auffällig ist, dass Universitätsstädte im Durchschnitt besser abschneiden. „In Städten mit Hochschulen fällt der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis deutlich leichter. Städte profitieren auch von Tech-Startups mit ihrem innovativen Technologie-Einsatz und frischen Blick auf Herausforderungen. Wenn Startups die Möglichkeit bekommen, Smart-City-Anwendungen vor Ort in Kooperationen zu testen, ist das eine klassische Win-Win-Situation“, so Wintergerst.

Rostock und Erfurt machen am meisten Boden gut

Auch jenseits der Top-Platzierungen gibt es viel Bewegung im Smart City Index 2023. Größter Aufsteiger im Gesamtranking ist Rostock (65,6 Punkte), das sich um 31 Plätze auf Rang 40 verbessert. Das im Vorjahr letztplatzierte Erfurt (54,2 Punkte), hat sich um 26 Plätze auf Rang 55 vorgeschoben. Göttingen (53., 57,5 Punkte) gewinnt 20 Plätze, Wolfsburg (23., 71,3 Punkte) schiebt sich 19 Plätze nach vorne. Wintergerst: „Digitalisierung ist auch in den Städten kein Zustand, sondern ein Prozess der ständigen Veränderung.“ Im Vergleich zum Vorjahr deutlich Boden verloren haben Würzburg (48,4 Punkte, Gesamtranking 71., minus 32 Plätze), Hagen (47,8 Punkte, Gesamtranking 73., minus 22 Plätze) sowie Solingen (58,7 Punkte, Gesamtranking 52.) und Gelsenkirchen (67,2 Punkte, Gesamtranking 34.), die beide 17 Plätze abrutschen. Auf den Plätzen 79 bis 81 liegen Remscheid (39,0 Punkte), Magdeburg(38,5 Punkte) und Bremerhaven (35,4 Punkte).

Mehr als 12.700 Datenpunkte für 81 Städte

Für den Smart City Index wurden insgesamt 12.717 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert. Analysiert und bewertet wurden alle 81 Städte mit einer Bevölkerung größer 100.000. Untersucht wurden die den fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Die fünf Bereiche fächern sich in 37 Indikatoren auf, die wiederum aus insgesamt 157 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote und Umweltsensorik bis zur Breitbandverfügbarkeit und Digital-Fortbildungen für Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte. Bei der Datenerhebung wurden die Kommunen aktiv einbezogen. Die Städte konnten Daten zur Digitalisierung liefern, jeweils mit Quellen belegt. Davon machten 94 Prozent der Städte Gebrauch – ein Rekordwert in der Geschichte des Smart City Index. Die Daten wurden anschließend von einem Team aus Expertinnen und Experten der Bitkom Research validiert. Für jene 5 Städte, die ihrerseits keine Informationen geliefert hatten, wurden die nötigen Daten bei einschlägigen Stellen und zuverlässigen Quellen recherchiert. Der Smart City Index wird unterstützt von Visa, PwC und Uber.

Smart City Index als interaktive Online-Anwendung

Das Ranking der 81 deutschen Großstädte mit den Ergebnissen in allen Teilbereichen ist als interaktive Online-Karte unter www.smart-city-index.de verfügbar.

Rheinmetall erhält Neuauftrag für innovative Plug and Play-Wärmepumpenlösung zum Einsatz in E-Traktoren

Unser Mitgliedsunternehmen Rheinmetall in Düsseldorf baut sein Geschäft im Bereich E-Mobilität wie geplant auf weitere Anwendungsbereiche mit einem Großauftrag eines aufstrebenden europäischen Herstellers von Elektrotraktoren erfolgreich weiter aus. Beauftragt wurde die neue Wärmepumpe für Elektrofahrzeuge als innovative Plug and Play-Lösung mit einem Auftragsvolumen im niedrigen zweistelligen MioEUR-Bereich zum Einsatz in elektrischen Traktorfahrzeugen des Herstellers.

Mit diesem Neuauftrag gelingt dem Konzern nach Markteinführung des neuartigen Moduls, das insbesondere zur Elektrifizierung von Antrieben bei Nutzfahrzeugen, Baumaschinen und Booten konzipiert wurde, ein weiterer Meilenstein bei der Vermarktung und Etablierung. Die komplett vormontierte und mit Kältemittel befüllte Wärmepumpe kann durch ihr intelligentes Kälte- und Wärmemanagement nicht nur die Reichweite der Fahrzeuge und die Lebensdauer der Batterie erhöhen, sondern auch den Komfort des Fahrers verbessern. Die Vertragslaufzeit beträgt sieben Jahren. Die ersten Pumpen für Feldtests sollen ab 2024 ausgeliefert werden.

Durch die immer höheren Anforderungen an das komplexe Thermomanagement moderner Elektrofahrzeuge steigt die Zahl der einzelnen Komponenten und Anschlüsse für den Kühl- und Kältemittelkreislauf stark an. Hier hilft das neue Kältemittelsystem von Rheinmetall durch seine Kompaktbauweise als Komplettsystem wichtigen Bauraum einzusparen. Die Systemlösung ist für 400- sowie 800-Volt-Applikationen ausgelegt und liefert bis zu 8 kW nominelle Kühl- und bis zu 11 kW Heizleistung.

Als aktives Element im Thermomanagement sorgt die innovative kompakte Wärmepumpe darüber hinaus für die präzise Konditionierung von Batterie und Elektromotor und übernimmt zusätzlich die Klimatisierung des Innenraums. Das Kühlen oder Heizen erfolgt über einen angeschlossenen Kühlmittelkreislauf. Das optimierte Thermomanagementsystem von Rheinmetall leistet insbesondere durch die präzise, intelligente Steuerung einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen, effizienten und gleichzeitig komfortablen E-Mobilität. Die Lebensdauer der Bauteile und die Reichweite der Fahrzeuge können zudem signifikant erhöht werden.

Mit diesem Neuauftrag gelingt Rheinmetall ein weiterer Erfolg im Zukunftsmarkt der Elektromobilität mit hohem Wachstumspotenzial. Das Komplettsystem ist sowohl in neue als auch in bestehende Fahrzeugplattformen integrierbar und eignet sich auch für kundenspezifische Einzelanwendungen.

Zukunft der Mobilität in Düsseldorf

Klaus Kappen, Geschäftsführer der MIRA GmbH, Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Daniel Leimbach, Head of Customer Unit Western Europe, Ericsson | Foto: Mira GmbH

„Die Kooperation von MIRA und Ericsson vereint die Exzellenz des Mobilfunk- und des Mobilitätsstandorts Düsseldorf. Das von MIRA ausgetestete teleoperierte Fahren hat das Potential, zu einem wichtigen Baustein zukünftiger multimodaler Mobilitätskonzepte für Großstädte zu werden.“

Mit diesen Worten unterstrich OB Dr. Keller die Bedeutung des Themas bei seinem Besuch bei Ericsson und MIRA in Düsseldorf. Die eindrucksvolle Demonstration teleoperierter Fahrzeuge, gesteuert über die leistungsfähige 5G-Infrastruktur von Ericsson, zeige die Möglichkeiten für innovative Mobilitätskonzepte.

Die Teleoperation von Fahrzeugen birgt großes Potential: flexiblere öffentliche Verkehrslösungen, optimierte Logistik und eine nachhaltige städtische Entwicklung sind in greifbare Nähe gerückt. Die 5G-Technologie von Ericsson spielt dabei eine unverzichtbare Rolle. Dank geringer Latenz und hoher Datenübertragungsrate ermöglicht sie eine nahezu Echtzeitkommunikation zwischen den Fahrzeugen und dem Steuerungszentrum – eine Grundvoraussetzung für sichere und effiziente teleoperierte Fahrten.

„Düsseldorf erweist sich mit dieser Kooperation erneut als Nährboden für Innovation und Fortschritt. Die Stadt bietet die perfekten Rahmenbedingungen für solche Partnerschaften und für zukunftsweisende Ideen und Technologien“, heißt es in einer Mitteilung an unsere Redaktion.

10 Jahre Einsatz für die Stärkung der Frauenerwerbstätigkeit – die Arbeitsgruppe „Frauenerwerbstätigkeit stärken“ der Taskforce für Arbeit Düsseldorf feiert 10-jähriges Jubiläum

Am 17. Oktober 2013 tagte zum ersten Mal die Arbeitsgruppe „Frauenerwerbstätigkeit stärken“ des Lenkungskreises Taskforce für Arbeit in Düsseldorf. In dieser Arbeitsgruppe haben sich acht arbeitsmarktpolitische Akteure der Stadt zusammengeschlossen, um die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erhöhen. Für die Mitglieder war das nun Anlass eine Bilanz über die bisherige Arbeit zu ziehen. Partner ist auch die Unternehmerschaft Düsseldorf – wir werden dort durch Christina Moeser (Foto Dritte von links) vertreten.

„Der Fachkräftemangel war vor 10 Jahren schon eine der größten Herausforderungen auf unserem Arbeitsmarkt und er ist es heute umso mehr. Dabei liegt ein Teil der Lösung so nahe: Politik und Unternehmen müssen Frauen gewinnen! Bei ihnen liegt ein riesiges ungenutztes Potenzial. Wir haben uns daher vor 10 Jahren mit unseren Partnerinnen und Partner zusammengeschlossen, um für eine stärkere Frauenerwerbstätigkeit zu kämpfen und dazu über die Jahre regelmäßig gut besuchte Veranstaltungen zu diesem Thema organisiert“, fasst Sigrid Wolf (Foto Mitte), Leiterin der Arbeitsgruppe und DGB-Regionsgeschäftsführerin Düsseldorf-Bergisch Land, die Beweggründe der Arbeitsgemeinschaft zusammen.

Für die Handwerkskammer Düsseldorf macht die Betriebsberaterin Ingrid Czulkies deutlich: „Für viele Unternehmen wird es immer schwieriger, geeignete Mitarbeitende und Auszubildende zu finden. Frauen im Handwerk müssen daher sichtbarer werden, um Klischees ab- und Vorbilder aufzubauen. Dies schließt eine Unterstützung von Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit ein. Unternehmen sollten verstärkt auf Frauen zugehen, um deren Potenziale als Fachkräfte zu gewinnen. Davon würden beide Seiten profitieren.“

„Wir leisten unseren Beitrag, weibliche Fachkräfte zu gewinnen durch unsere Zusammenarbeit in Netzwerken und mit gut abgestimmten Strategien aller Beteiligten. Unsere jährlichen Veranstaltungen sind hierfür ein sehr gutes Beispiel. Allein in diesem Jahr haben wir über 100 Teilnehmende erreicht“, betont Anke Jürgens, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter Düsseldorf die gute Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe.

Johanna Torkuhl, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf/Kreis Mettmann erklärt hierzu: „Wer dem Fachkräftemangel begegnen will, sollte Frauen einstellen und auf eine lebensphasenorientierte Personalpolitik setzen. Nur so schaffen es die Unternehmen attraktiv für Frauen zu werden.“

Für die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V. fordert die PR-Referentin Christina Moeser: „Das Ungleichgewicht der Geschlechter in MINT-Berufen auszugleichen ist ein zentrales Anliegen, insbesondere in einer Zeit, in der der Wettbewerb um Talente immer intensiver wird. Deshalb engagieren wir uns seit vielen Jahren mit Fördermöglichkeiten, Programmen und Projekten zu diesem Thema bei der Unternehmerschaft Düsseldorf und bringen uns tatkräftig in der Arbeitsgruppe mit ein.“

Und die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Düsseldorf Elisabeth Wilfart stellt klar: „Es müssen aktiv Impulse für Mädchen und junge Frauen gesetzt werden, um sie darin zu bestärken, zukunftsfähige MINT-Berufe zu erobern.“

„Unternehmen sollten die Potenziale von Frauen in Beruf und Führung noch besser nutzen als bisher. Wenn sie für weibliche Fach- und Führungskräfte attraktiver werden, steigern sie ihre Personalattraktivität insgesamt deutlich. Die IHK Düsseldorf hilft Betrieben dabei und setzt sich mit zahlreichen Initiativen und Formaten für mehr Frauen in Beruf und Führung ein. Die AG ‚Frauenerwerbstätigkeit stärken‘ unterstützen wir von Anfang an“, sagt Stephan Jäger, Berater für Fachkräftesicherung von der IHK Düsseldorf.

„Ungewöhnliche Berufswege sind gefragt. Ob Quereinstieg, Wiedereinstieg, Neuorientierung oder Ausbildung: Wir möchten Frauen ermutigen, sich in neue Bereiche zu wagen und dafür aktiv auf attraktive Arbeitgeber zuzugehen“, macht Julia Klein, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Düsseldorf deutlich.

Wenn Sie mehr über unsere Initiative erfahren möchten sind Sie hier richtig: Christina Moeser unter 0211.6690813.