Nette Hörer-Post zu unserem Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“

Dietmar aus Düsseldorf schreibt uns:

Mit großer Freude verfolge ich den Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“, der regelmäßig informative Einblicke in das Wirtschaftsgeschehen unserer Stadt bietet. Die aktuelle Ausgabe hat wieder einmal meine Erwartungen übertroffen.

Die Auswahl der Themen und die interessanten Gäste machen diesen Podcast zu einem wertvollen Informationsmedium für jeden, der sich für das Wirtschaftsgeschehen in Düsseldorf interessiert. Besonders schätze ich die Vielfalt der besprochenen Themen, die von lokalen Start-ups bis hin zu etablierten Unternehmen reicht. Dadurch bekommt man ein umfassendes Bild von der Wirtschaftsdynamik in unserer Stadt.

Auch die angenehme und professionelle Gesprächsführung trägt dazu bei, dass man gerne zuhört und jede Episode mit neuen Erkenntnissen und Einsichten abschließt. Die Interviews sind fundiert und bieten einen Einblick in die Hintergründe und Strategien der verschiedenen Unternehmen.

Insgesamt leistet der Podcast „Düsseldorfer Wirtschaft“ einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaftsberichterstattung. Ich hoffe, dass er auch zukünftig zahlreiche spannende Themen und interessante Gäste präsentieren wird.

Vielen Dank an das Team für die tolle Arbeit!

Hier geht es zu unseren Podcastfolgen!

Der Fernbahnhof soll deutlich ausgebaut werden

Am Fernbahnhof sollen deutlich mehr ICE-Züge anhalten. Archivfoto: Stadt Düsseldorf

In Zeiten, in denen sich die Immobilienwirtschaft und der private Bausektor auf turbulenten Wegen befinden, tritt die Landeshauptstadt Düsseldorf proaktiv ein und demonstriert festes Engagement, um sowohl aktuelle, als auch zukünftige Herausforderungen anzugehen.

Das machte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller in seiner diesjährigen Präsentation „Düsseldorf. OFFENsiv. Jetzt die Zukunft planen“ auf der Immobilienmesse Expo Real in München deutlich.

Die Stadt unterstreicht die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen. „Abwarten ist keine Option“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „Im Fokus liegen entscheidende Bauprojekte, die klare Impulse in der gegenwärtigen Situation setzen. So investieren wir nicht nur in zahlreiche Schulbauprojekte in Düsseldorf, sondern mit dem Projekt U81 ebenso in die Verkehrsinfrastruktur. Die Zeiten sind herausfordernder denn je, aber in dieser Situation sind Expertise, Ideen, ein konstruktives Miteinander und Sachlichkeit gefordert.“ Auf Landesebene sind zudem Erweiterungen des Landtags und ein Neubau des NRW-Finanzministeriums geplant.

Laufende Projekte wie das Le Coeur, die Deiker Höfe, die Benrather Rochade oder auch der Euref Campus zeigen, dass selbst in Zeiten hoher Zinsen und Baukrisen die Bauindustrie in der Lage ist, visionäre Ideen zu verwirklichen und die Stadt Düsseldorf von morgen zu gestalten.

Zur Expo wurde auch bekannt, dass der Fernbahnhof am Flughafen deutlich ausgebaut werden soll. Dies berichtet die Rheinische Post: „Eine Machbarkeitsstudie dazu ist in Arbeit. Außerdem sollen mehr Intercity-Züge an dem Haltepunkt stoppen. „Wir sind in Gesprächen mit der Deutschen Bahn“, bestätigte Flughafen-Chef Lars Redeligx bei der Expo Real im Gespräch mit unserer Redaktion“, hieß es in der Zeitung.

Der entstehende EUREF Campus. Links im Bild der Fernbahnhof. Foto: Stadt Düsseldorf

Hessen: Das Problem liegt im Bildungssystem – Welche Partei die Menschen in Hessen stärker von ihren Plänen überzeugen kann, wird sich heute an der Wahlurne zeigen

Roland Koch, Volker Bouffier, Boris Rhein – seit 1999 stellt die CDU die Ministerpräsidenten in Hessen. Das will die SPD mit Spitzenkandidatin Nancy Faeser ändern. Sie setzt dabei auf ein Thema, das den Hessen zurzeit Sorgen bereitet.

Heute wählen mehr als 4,4 Millionen Menschen in Hessen einen neuen Landtag. Wirtschaftlich geht es dem Bundesland gut. Die amtierende schwarz-grüne Koalition manövrierte die hessische Wirtschaft erfolgreich durch die krisenreichen vergangenen Jahre (Grafik):

Hessens Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag im Jahr 2022 rund 10 Prozent über dem bundesweiten Schnitt.

Vergleich der wirtschaftlichen Kennzahlen Hessens mit dem bundesweiten Durchschnitt

Ein wichtiger Faktor neben den Finanzdienstleistungen: die Chemie- und Pharmabranche. Der wichtigste Industriezweig des Landes setzte 2022 knapp 34,5 Milliarden Euro um – mehr als 8 Prozent als 2021.

Dementsprechend machen sich die Hessen wenig Sorgen um die wirtschaftliche Lage in ihrem Bundesland. Im HessenTrend des Hessischen Rundfunks schätzen nur 7 Prozent die Wirtschaft als dringlichstes Problemfeld ein.

Hessen steht vor der Landtagswahl wirtschaftlich gut da. Bildungspolitisch hinkt das Bundesland im deutschlandweiten Vergleich allerdings teilweise hinterher.

Was die Hessen viel mehr beschäftigt, ist die Bildungssituation im Land: Rund ein Drittel der hessischen Wähler sieht dort den größten Handlungsbedarf.

Dass die Sorge berechtigt ist, zeigen die Zahlen: Im bundesweiten Gesamtranking des INSM-Bildungsmonitors 2023 reicht es zwar noch für einen Platz im Mittelfeld (siehe: „INSM-Bildungsmonitor 2023: Die Qualität nimmt ab“), bei einzelnen Indikatoren fällt das hessische Bildungssystem allerdings ab. So belegt Hessen in puncto Internationalisierung, Schulqualität und Bildungsausgaben jeweils einen der letzten fünf Plätze. Im Jahr 2021 lagen die Ausgaben des Landes pro Schüler ab Klasse fünf an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen im Vergleich zu den gesamten öffentlichen Ausgaben des Landes pro Einwohner rund 15 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Mit einem umfangreichen Investitionsprogramm wollen die Sozialdemokraten um Nancy Faeser die Schulen nun sanieren und modernisieren. Außerdem sollen Studienplätze für das Lehramt aufgestockt und der Quereinstieg als Lehrer erleichtert werden. Das Ziel: Hessen zum Bildungsland Nummer eins machen.

Die CDU geht das Problem ebenfalls an und setzt auf Digitalisierung. Die Partei möchte jeden Schüler ab der siebten Klasse mit einem digitalen Endgerät ausstatten und virtuelle Räume in den Schulen schaffen. Außerdem auf dem Plan der Christdemokraten: der Bau einer komplett digitalen Pilotschule.

Welche Partei die Menschen in Hessen stärker von ihren Plänen überzeugen kann, wird sich an der Wahlurne zeigen.

Vor den Landtagswahlen am Wochenende: IW schlüsselt Wirtschaftsrisiken einer starken AfD auf

So viel Prozent der 54 befragten Hauptgeschäftsführer deutscher Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände schätzen das Risiko eines langfristigen Erstarkens der AfD für die folgenden Aspekte so ein

Die AfD ist im Umfragehoch. Gut jeder Fünfte würde sie wählen, wenn jetzt eine Bundestagswahl anstünde. Das IW hat diese politische Gemengelage zum Anlass genommen, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände zu befragen, wie sie das Erstarken der Partei mit Blick auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einschätzen.

In Umfragen ist die AfD so stark wie nie, in einigen ostdeutschen Bundesländern wäre sie derzeit sogar stärkste Kraft. Und auch erste wichtige kommunale Ämter hat sie inzwischen inne. Politik und Wirtschaft diskutieren über einen angemessenen Umgang mit der Rechtsaußenpartei und den Risiken, die von ihr ausgehen. Um ein empirisch fundiertes Stimmungsbild aus der Wirtschaft zum Erstarken der Rechtspopulisten zu erhalten, hat das IW 54 Hauptgeschäftsführer von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden befragt. Das Ergebnis (Grafik):

Die Wirtschaft sieht durch die AfD Risiken für sich selbst – aber noch größere für die Politik.

Konkret schätzen 85 Prozent das Risiko hoch ein, dass die Bildung einer handlungsfähigen Regierung auf Landesebene schwerer würde. Für den Bund erkennen dasselbe Problem knapp drei Viertel. Vier von fünf Befragten sehen zudem eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich eine starke AfD langfristig negativ auf die konstruktive politische Kultur auswirken wird.

Auch wenn die politischen Auswirkungen von den Verbänden gravierender eingeschätzt werden, ist die Skepsis mit Blick auf wirtschaftliche Konsequenzen ebenfalls groß. So rechnen 68 Prozent mit großen und weitere 26 Prozent mit geringen Risiken für die Fachkräftesicherung. Große Gefahren durch eine langfristig starke AfD sehen immerhin 60 Prozent auf den Wirtschaftsstandort Deutschland zukommen, weitere 36 Prozent der Befragten gehen zumindest von geringen negativen Konsequenzen aus.

Das Vertrauen der Wirtschaft in die etablierten Parteien ist weiterhin hoch.

Aus der Umfrage geht darüber hinaus hervor, wie sich die politische Debattenkultur bereits verschoben hat. So stufen Verbandschefs vielfach die EU und ihre Institutionen als reformbedürftig ein. Die AfD tendiert dazu, die EU-Kritik der Verbände zu instrumentalisieren, um die EU-Skepsis in der Bevölkerung zu vergrößern. Eine konstruktive Debatte unter Einbezug der Partei scheint kaum möglich.

Bedenken – wenn auch nicht ganz so gravierend – hat die Wirtschaft zudem, dass Deutschland durch eine starke AfD Freihandelsabkommen verhindert oder das Ansehen bei internationalen Partnern Schaden nehmen könnte. Die aktuellen Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft führen die Befragten stärker auf unzureichende Digitalisierung, hohe Energiepreise, fehlende Fachkräfte oder zu viel Bürokratie zurück. Unabhängig von den Risiken aus einem AfD-Erstarken ergibt sich hieraus eine Unzufriedenheit mit der aktuellen Wirtschaftspolitik.

Dennoch ist das Vertrauen der Wirtschaft in die etablierten Parteien hoch: Schließlich sind 96 Prozent der befragten Verbandschefs überzeugt, dass sich die aktuellen Herausforderungen mit Parteien, die auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen, grundsätzlich erfolgreicher angehen lassen als mit Parteien, bei denen daran Zweifel bestehen.

Ebenso viele sprechen der AfD die Regierungsfähigkeit auf Bundesebene ab. Für die Landesvertretungen schätzen vier von fünf Hauptgeschäftsführern die AfD als nicht regierungsfähig ein.

Quelle: IW KÖLN

Großer Erfolg im Bereich der Entwicklung von E-Trucks: eActros 600 fährt mit Ladung 530 Kilometer von Stuttgart nach Südtirol

Prototyp des eActros 600 fährt mit 40 Tonnen ohne Zwischenladen 530 Kilometer von Stuttgart nach Südtirol – insgesamt über 1.000 Kilometer mit einer Zwischenladung. Foto: MB Trucks

Entwicklungsingenieure von Mercedes-Benz Trucks haben erfolgreich eine Alpen-Testfahrt mit dem batterieelektrischen eActros 600 für den Fernverkehr absolviert. Das teilte uns das Unternehmen am Donnerstag (05.10.) mit. Die Ingenieure fuhren den auf rund 40 Tonnen beladenen Prototyp von Stuttgart über den Albaufstieg am Aichelberg, Kufstein und die Brennerautobahn bis nach Bozen in Südtirol, heißt es in der Mitteilung an unsere Redaktion (Mercedes-Benz Trucks ist eines unserer Mitgliedsunternehmen). Trotz der anspruchsvollen Topografie bewältigte der E-Lkw die 530 Kilometer lange Strecke komplett ohne Zwischenladen und kam nach etwa sieben Stunden Fahrt in Bozen an. Nach einem Ladevorgang traten die Ingenieure die Heimfahrt – erneut ohne Zwischenladen und mit rund 40 Tonnen – an.  So legte der vollbeladene eActros 600 insgesamt über 1.000 Kilometer mit nur einem Ladestopp zurück. Die Kombination aus effizientem Antrieb, hoher Batteriekapazität und leistungsstarker Rekuperation ermöglichte dieses Testergebnis.

Am 10. Oktober feiert der eActros 600 seine Weltpremiere. 2024 soll das Fahrzeug serienreif sein.

Zum Live-Stream der Weltpremiere (10.10.2023 / 10 Uhr):
Home | Mercedes-Benz Trucks (mercedes-benz-trucks.com)

Über den eActros 600

Eine neue Designsprache der Fahrerkabine des eActros 600 bricht mit der bekannten Optik der Actros-Baureihe, greift Designelemente des auf der IAA präsentierten Konzept-Prototyps auf und führt diese mit klaren Linien und einer aerodynamischen Formgebung weiter. Auch das Interieur erhält Neuerungen. Drei Batteriepakete liefern dem eActros 600 in der Serie eine installierte Gesamtkapazität von über 600 kWh und zwei Elektromotoren als Bestandteil der neuen E-Achse generieren eine Dauerleistung von 400 kW sowie eine Spitzenleistung von 600 kW. Die hohe Batteriekapazität soll eine Reichweite von 500 Kilometern[1] ohne Zwischenladen ermöglichen. Zusätzlich zur Sattelzugmaschine produziert Mercedes-Benz Trucks direkt ab Marktstart auch Pritschenfahrgestell-Varianten des eActros 600. Dies bietet Kunden zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten im vollelektrischen Transport. Die Entwicklungsingenieure von Mercedes-Benz Trucks legen den eActros 600 für dieselben Anforderungen an die Dauerhaltbarkeit von Fahrzeug und Komponenten wie einen vergleichbaren konventionellen schweren Fernverkehrs-Actros aus. Das bedeutet 1,2 Millionen Kilometer Laufleistung in zehn Betriebsjahren.

Im eActros 600 kommen Batterien mit Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) zum Einsatz. Diese zeichnen sich vor allem durch eine hohe Lebensdauer und eine hohe nutzbare Energie aus. In der Serie soll der eActros 600 sowohl das CCS-Laden mit bis zu 400 kW als auch das Megawatt-Laden (MCS) ermöglichen.

Vier-Tage-Woche: Zukunftsmodell oder Produktivitätskiller?

Johannes Pöttering im Pressegespräch. Archivbild: unternehmer nrw

Deutschland debattiert um die Viertagewoche. Arbeitnehmern stehen schon heute alle Möglichkeiten offen, eine Arbeitszeitverkürzung zu vereinbaren. Im gesamtwirtschaftlichen Maßstab würde dies aber selbst ohne Lohnausgleich zu einem Wohlstandsverlust führen, weil die Produktivität nicht im erforderlichen Maß gesteigert werden kann. Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände in NRW, in der Rheinischen Post am Donnerstag (05.10.): „Eine Debatte um immer kürzere Arbeitszeiten kommt angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und des Fachkräftemangels zur Unzeit. Viel wichtiger wäre in dieser Situation eine Diskussion, statt weniger deutlich mehr zu arbeiten“.

Die Diskussion um die „Einführung“ einer Viertagewoche in Deutschland reißt nicht ab. Es gäbe einen klaren Trend in Richtung der Vier-Tage-Woche“, sagte Eike Windscheid-Profeta, Arbeitswissenschaftler der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, in einem Journalistengespräch, dass heute in der Rheinischen Post abgedruckt wird (Quelle siehe unten).

Dabei sollte sich eine Debatte insofern erübrigen, als dass die Arbeitszeit eigenverantwortlich und autonom zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern verhandelt wird. Arbeitnehmern, die ihre Wochenarbeitszeit auf vier Tage verteilen wollen, stehen kaum gesetzliche Hürden im Weg. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt eine tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden, sofern die werktägliche Arbeitszeit – das inkludiert den Samstag – im Schnitt acht Stunden nicht überschreitet. Eine 40-Stunden-Arbeitswoche mit vier Tagen zu je zehn Stunden wäre somit realisierbar.

Fraglich ist, ob ein solches Modell attraktiv ist. Für Arbeitnehmer erhöht sich zwar die Flexibilität durch einen zusätzlichen freien Tag, sie vermindert sich aber an den Arbeitstagen selbst. Weil die Zehnstundengrenze nicht überschritten werden darf, kann etwa ein früher Feierabend an einem Tag nur noch an dem Tag durch Mehrarbeit ausgeglichen werden, der eigentlich frei bleiben sollte. Hinzu kommt, dass sehr lange Arbeitstage physisch und psychisch erschöpfen können und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschwert wird. Auch Betriebe sind weniger flexibel, weil Mehrarbeit über zehn Stunden hinaus nicht angeordnet werden kann.

Es kann aber Konstellationen geben, in denen die Reduzierung der Anzahl der Arbeitstage Sinn ergibt, etwa wenn lange Anfahrtswege zum Arbeitsort vorliegen oder die Wochenarbeitszeit so kurz ist, dass die Flexibilität an den verbleibenden vier Arbeitstagen gewahrt bleibt. Praktikabel erscheint die Verkürzung der Arbeitswoche auf vier Tage somit in erster Linie bei Teilzeitbeschäftigungen.

Mit 79 Prozent arbeiten die meisten Arbeitnehmer in Deutschland an fünf Tagen in der Woche. Das ergeben Befunde aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) von 2020. Die Viertagewoche ist nur für 7 Prozent der Arbeitnehmer das geltende Arbeitszeitmodell. Auch bei Teilzeitbeschäftigten dominiert die Fünftagewoche. So arbeiten 22 Prozent der Arbeitnehmer mit einer Wochenarbeitszeit von mehr als 20 bis 30 Stunden an vier Tagen die Woche, aber 58 Prozent an fünf Tagen. Selbst bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als zehn bis 20 Stunden wird die Fünftagewoche mit 33 Prozent häufiger genutzt als die Viertagewoche, die auf einen Anteil von 22 Prozent kommt (Schäfer, 2023a). Befragungen ergeben allerdings auch, dass viele Arbeitnehmer sich eine Verkürzung der Anzahl der Tage in der Arbeitswoche wünschen (Hammermann/Schäfer, 2023). Offen bleibt, warum es zu einer Diskrepanz zwischen gewünschter und tatsächlicher Arbeitswoche kommt.

Die Popularität der Debatte um die Viertagewoche speist sich vermutlich weniger aus den bestehenden Möglichkeiten, sie in die Tat umzusetzen. Vielmehr dürfte die Wunschvorstellung eine Rolle spielen, man könne im Sinne einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit einen Tag weniger arbeiten, aber das Gleiche verdienen. Voraussetzung dafür wäre, dass die Arbeitszeitverkürzung durch eine entsprechende Steigerung der Stundenproduktivität mindestens kompensiert wird.

In der Debatte wird häufig auf „Pilotstudien“ verwiesen, die vermeintlich den Beweis erbringen, dass ein solcher Ausgleich möglich sei. Haraldsson/Kellam (2021) berichten von einem Experiment in Island, wo in verschiedenen Einrichtungen – überwiegend im öffentlichen Dienst – verschiedene Formen der Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich erprobt wurden. Der Schwerpunkt der Betrachtung lag auf den Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer, es wurde aber auch die Entwicklung des Outputs der Einrichtungen untersucht. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine konsistente Messung der Produktivität, sondern um eine eher kursorische Messung diverser Performance-Indikatoren. Manche Betriebe konnten ihr Leistungsangebot aufrechterhalten, was für eine Steigerung der Stundenproduktivität spräche, sofern der Ausgleich nicht durch den externen Zukauf von Leistungen erfolgte. Manche Betriebe – vor allem im Gesundheitswesen – mussten aber auch zusätzliches Personal einstellen oder Überstunden anordnen. Die Betriebe berichteten von Produktivitätssteigerungen durch spezifische Maßnahmen – etwa das Kürzen von Meetings oder der Wegfall von Kaffeepausen. Diese hätten auch ohne Arbeitszeitverkürzung erfolgen können, sodass sich die Tauschmenge zwischen Arbeitszeit und produzierter Menge von Gütern und Dienstleistungen nicht geändert hat. Im Ergebnis ist Island trotz des Experiments weit von einer durchgängigen Anwendung der Viertagewoche entfernt. Die übliche wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten ist mit 42,2 Stunden vielmehr eine der höchsten Europas und liegt über der in Deutschland mit 40,0 Stunden (Eurostat, 2023).

Lewis et al. (2023) berichten über verschiedene Formen der Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich in 61 Betrieben in Großbritannien. Dabei handelte es sich um eine Positivauswahl von Betrieben überwiegend mit Bürotätigkeiten. Wie in Island wurde auch im britischen Experiment die Produktivität nicht konsistent erfasst. Erfragt wurde lediglich der Umsatz – der aber nicht mit der Wertschöpfung gleichzusetzen ist, die dem Produktivitätsbegriff zugrunde liegt. Die Frage beantworteten auch nur rund 40 Prozent der Unternehmen. Langzeiteffekte wurden nicht betrachtet.

Die vorliegenden Befunde können zeigen, dass die Viertagewoche in manchen Betrieben zumindest in einer kurzen Frist ein funktionierendes Arbeitszeitmodell sein kann. Sie zeigen aber nicht, dass in einer längeren Frist die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe unbeeinträchtigt bleibt. Schon gar nicht wurde der Beweis erbracht, dass die Viertagewoche ein Modell ist, dass in einem gesamtwirtschaftlichen Maßstab funktioniert. Was in einzelwirtschaftlicher Betrachtung gegebenenfalls sinnvoll erscheinen mag – etwa, wenn mit der Viertagewoche knappe Arbeitskräfte von Mitbewerbern abgeworben werden können – löst sich in gesamtwirtschaftlicher Betrachtung auf: Wenn alle Unternehmen die Arbeitszeit reduzieren, bleibt am Ende ein Arbeitszeitdefizit.

Es fehlt jeglicher Hinweis darauf, dass kausal durch die Arbeitszeitverkürzung die Produktivität in einem Maß gesteigert werden könnte, dass sie in der Lage ist, diese zu kompensieren. Die Verkürzung der Arbeitswoche von fünf auf vier Tage entspricht einer Reduzierung der Arbeitszeit um 20 Prozent. Um den resultierenden Produktionsrückgang zu kompensieren, müsste die Stundenproduktivität um 25 Prozent gesteigert werden. Dies ist in einem gesamtwirtschaftlichen Maßstab utopisch. Im Durchschnitt nahm die Stundenproduktivität in den letzten 20 Jahren um jährlich 0,8 Prozent zu (Grafik), wobei der Trend – nicht nur in Deutschland – rückläufig ist. Ein Anstieg um 25 Prozent entspräche dem gesamten Produktivitätszuwachs seit 1998. Es erschient wenig wahrscheinlich, dass in deutschen Betrieben eine Produktivitätsreserve in diesem Ausmaß liegt, die bislang trotz aller Bemühungen um betriebliche Effizienz nicht gehoben werden konnte.

Letztlich muss die Debatte um die Viertagewoche mit Arbeitszeitverkürzung im Kontext des demografischen Wandels betrachtet werden. Weil geburtenstarke Jahrgänge in den kommenden Jahren das Rentenalter erreichen, wird sich der Arbeitskräftemangel drastisch verschärfen (Schäfer, 2023b). In dieser Situation eine Arbeitszeitverkürzung vorzunehmen, resultiert unweigerlich in einer Schrumpfung der produzierten Menge an Gütern und Dienstleistungen – ob mit oder ohne Lohnausgleich. Der Wohlstandsverlust beträfe nicht nur die Erwerbstätigen selbst, sondern auch die steigende Anzahl der ökonomisch inaktiven Personen. Daher wäre stattdessen in weit stärkerem Maß eine Debatte um längere Wochenarbeitszeiten angezeigt (Hüther et al., 2022).

Quelle: https://www.iwkoeln.de/studien/holger-schaefer-kein-modell-fuer-alle.html


In unserer Podcastfolge 129 der „Düsseldorfer Wirtschaft“ haben wir auch über Pro & Contra der Viertagewoche gesprochen. Nachhören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/unternehmerschaft/episodes/129-Ausgeschlafen-an-der-Autobahn-e29qpgd


Vier-Tage-Woche: Zukunftsmodell oder Produktivitätskiller? / Verfassungsgericht prüft 60-Milliarden-Euro-Haushaltstrick
Handelsblatt Today vom 21.06.2023

https://www.iwkoeln.de/presse/videos-und-audios/holger-schaefer-zukunftsmodell-oder-produktivitaetskiller.html


+ Wir als Arbeitgeberverbände lehnen eine generelle Vier-Tage-Woche ab. Es mag Betriebe geben, die mit diesem neuen Instrument erfolgreich sind. Grundsätzlich und generell empfehlen die Verbände allerdings Mehrarbeit. So wird Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände in NRW, in der Rheinischen Post wie folgt zitiert: „Eine Debatte um immer kürzere Arbeitszeiten kommt angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und des Fachkräftemangels zur Unzeit. Viel wichtiger wäre in dieser Situation eine Diskussion, statt weniger deutlich mehr zu arbeiten“, denn: Eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich wäre mit einem massiven Anstieg der ohnehin schon hohen Arbeitskosten verbunden. Pöttering: „Das wäre Gift für die in Deutschland produzierenden Unternehmen.“  Quelle: https://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/1200515/28447731

Azubiseminar: Kommunikation im Umgang mit Kunden und im Team – Herzliche Einladung!

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Wir starten in den Herbst und laden Sie herzlich ein zu:

Azubiseminar I
Kommunikation im Umgang mit Kunden und im Team

Gemeinsam werden wir an kommunikativen Geschicken (intern und extern) arbeiten, die Bedeutung der Kommunikationsfähigkeit im Berufsalltag herausfinden und das eigene Kommunikationsverhalten optimieren. Selbstverständlich nehmen wir auch Bezug auf Erfahrungen und persönlichen Beispiele.

SEMINARTAGE (ONLINE & PRÄSENZ)
Dienstag, 24. Oktober 2023, 09.00 Uhr – 16.30 Uhr, online
Mittwoch, 25. Oktober 2023, 09.00 Uhr – 16.30 Uhr, Düsseldorf
Donnerstag, 26. Oktober 2023, 09.00 Uhr – 16.30 Uhr, Gelsenkirchen

DURCHFÜHRUNG I ANMELDUNG
Die Seminare finden ganztägig statt. Bitte suchen Sie sich einen Termin aus.

Anmelden können Sie sich oder Ihre Auszubildenden ganz einfach hier: www.halloazubitage.de. Vorerst bitten wir (aus organisatorischen Gründen) 2-3 Auszubildende pro Unternehmen anzumelden. Weitere Anmeldungen besprechen wir mit Ihnen gerne per E-Mail.
l.schelig@unternehmerschaft.de/ schipperges@unternehmerschaft.de oder telefonisch 0157 806 309 94.

Große, neue Ziele: Nina Luig neue Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt

Seit drei Jahren fühlt sich die Unternehmerschaft Düsseldorf verbunden mit der Köln Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH (KD). Das Unternehmen ist – im Verbund mit der RheinEnergie – durchführendes Unternehmen unseres gemeinsamen Erfolgsevent „Unternehmen im Fluss“. Nina Luig ist seit wenigen Wochen die neue Geschäftsführerin der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH. In einem Journalistengespräch verriet die Kölnerin, was Sie alles Neues vor hat.

Nina Luig (40) ist keine Unbekannte in Düsseldorf. Sie war bis zum Sommer stellvertretende Hoteldirektorin und Director of Operations im Hyatt Regency Hotel in Düsseldorf tätig. Sie kennt die touristische Umgebung in Köln, Düsseldorf und Bonn bestens und ist hervorragend vernetzt. Nina Luig begann ihre Karriere im Hyatt Regency in Köln, auf der gegenüberliegenden Rheinseite ihres zukünftigen Büros an der Frankenwerft.

Nina Luig freut sich auf ihre neue Herausforderung: «Die KD ist ein Unternehmen mit einer beeindruckenden Tradition und Strahlkraft. Ich bin stolz darauf, die Chance zu haben, gemeinsam mit dem Team einzigartige Erlebnisse auf dem Wasser zu schaffen und die Zukunft der KD verantwortlich zu gestalten.»

Robert Straubhaar, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH, zeigt sich mit der Wahl sehr zufrieden: «Ich freue mich sehr, dass wir mit Nina Luig eine erfahrene Führungspersönlichkeit und ausgewiesene Dienstleistungs-Expertin, die das touristische Umfeld international und insbesondere auch im Raum Köln/Düsseldorf hervorragend kennt, für die KD gewinnen konnten.»

Die operativen Geschäfte der KD bleiben bis zum Amtsantritt von Nina Luig am 1. Juni in den Händen der Geschäftsführer Jelle van der Steeg und Thomas Günther. Die aktuelle Geschäftsleitung wird am 27. April im Rahmen ihrer Pressekonferenz zum Saisonauftakt weitere Neuigkeiten zur bevorstehenden Saison 2023 bekanntgeben.

In einem Journalistengespräch verriet Nina Luig was Sie Neues vor hat: „Wir haben 13 Schiffe, die sich zwischen Köln und Frankfurt bewegen – auf dem Rhein, auf dem Main und auf der Mosel. Der Großteil der Flotte ist in Düsseldorf und Köln im Einsatz. Dann werden wir ab diesem November noch das Hotelschiff vermarkten. Das werden wir mieten. Noch haben wir kein eigenes, aber das ist das Ziel. Aktuell haben wir Eventkreuzfahrten und Chartereinsätze für dieses Hotelschiff von November bis Ende März im Angebot. Angesichts der guten Nachfrage werden wir aber sicher direkt in die Verlängerung gehen, sodass wir dauerhaft ein Hotelschiff in unserer Flotte haben werden. Hoffentlich werden wir dann in etwa fünf Jahren ein eigenes Hotelschiff gebaut haben.“

Die KD hat mit der RheinGalaxie und der RheinPoesie zwei Eventschiffe in Düsseldorf stationiert. Hin und wieder sieht man in der Stadt auch die RheinEnergie, beispielsweise wenn die Unternehmerschaft Düsseldorf mit der Digitalen Stadt, der RheinEnergie und dem Rhein-Kreis-Neuss/Wasserstoff HUB die Erfolgsveranstaltung „Unternehmen im Fluss“ mit rund 600 Gästen präsentiert.

In Düsseldorf legen jeden Tag zwei Ihrer Schiffe ab und wieder an. Die Rheingalaxie und die Rheinpoesie. Wird das so bleiben? Vor allem die Galaxie und die Poesie sollen auch in Düsseldorf bleiben: „Die Rheingalaxie wurde letztes Jahr in Düsseldorf getauft. Die Rheinpoesie ist deutlich kleiner und hat den Stil einer schicken Eventjacht. Jeweils am Burgplatz und an der Schnellenburg gehen sie vor Anker“, sagt Frau Luig im Pressegespräch.

Luig und KD wollen wir mit der Zeit gehen. So betonte sie unlängst gegenüber Journalisten: „Wir wollen mit der Zeit gehen. Unser KD-Schiff RheinEnergie wird im kommenden Frühjahr auf einen Hybridantrieb umgestellt. Zudem rüsten wir unsere Landebrücken weiter sukzessive mit Landstrom aus. Alle unsere Schiffe sollen plastikfrei werden, es wird also zum Beispiel keinen Zucker oder Milch in diesen typischen kleinen Verpackungen mehr geben. Wir wollen uns außerdem für ein Nachhaltigkeitssiegel qualifizieren.“

Vorfreude! Die vierte Auflage von „Unternehmen im Fluss“ wird im kommenden Jahr am 10. September 2024 stattfinden.

Quellen: eigene Recherche und RP

Lesermeinung zum Artikel „Neuer Metro-Campus soll zum Hotspot für Gastronomie werden“

Michael schreibt uns zum Artikel „Neuer Metro-Campus soll zum Hotspot für Gastronomie werden“:

Sehr geehrte Redaktion,

ich möchte meine Begeisterung über das neue gastronomische Konzept auf dem Metro-Campus in Grafental zum Ausdruck bringen, wie in Ihrer aktuellen Ausgabe des „Weekender Düsseldorfer Wirtschaft“ berichtet wurde.

Es ist erfrischend zu hören, dass in einer bisher gastronomisch weniger erschlossenen Gegend wie Grafental ein Hotspot für Genuss und Kulinarik entstehen soll. Die Ankündigung von Sternekoch Thomas Bühler, der im ersten Quartal 2025 den Anfang macht, weckt die Vorfreude auf kreative Gaumenfreuden. Auch die Vielfalt der gastronomischen Projekte, die in den kommenden Jahren entstehen sollen, verspricht eine breite Auswahl an kulinarischen Erlebnissen.

Besonders beeindruckend finde ich den Ansatz des „One Metro“-Campus, der nicht nur traditionelle gastronomische Angebote, sondern auch innovative Ideen und einen Raum für Vernetzung schafft. Der Mix aus „Very fine dining“ und „Casual fine dining“ zeigt, dass hier für jeden Geschmack etwas geboten wird – von der exquisiten Gourmetküche bis hin zu legeren Genüssen.

Ich freue mich auf die Bereicherung, die dieses gastronomische Konzept für unsere Stadt und insbesondere für Grafental mit sich bringt. Es wird sicherlich dazu beitragen, die Attraktivität der Region weiter zu steigern und ein belebtes gastronomisches Zentrum zu schaffen.

Arbeitslosenzahlen in Düsseldorf: Rückgang setzt sich fort, jedoch weiterhin Herausforderungen

„Erstmals seit Beginn der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit in Düsseldorf wieder leicht gesunken. Das war saisontypisch zu erwarten und ist noch keine Trendwende. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt vergleichsweise gut hält, gehen wir davon aus, dass die Arbeitslosigkeit angesichts der konjunkturellen Schwäche zunehmen wird“, kommentiert die Leiterin der Agentur für Arbeit Düsseldorf, Birgitta Kubsch-von Harten (2.v.r.), die soeben veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen. In unserem Archivbild rechts unser Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. Das Bild zeigt außerdem Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (2.v.l.) und DGB-Chefin Sigrid Wolf.

Im September 2023 verzeichnete die Agentur für Arbeit Düsseldorf 25.095 registrierte Arbeitslose. Dies entspricht einem Rückgang von 268 Frauen und Männern im Vergleich zum Vormonat, was einem Minus von 1,1 Prozent entspricht. Verglichen mit dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 1.606 Personen (+6,8 Prozent).

Im September meldeten sich 1.693 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, was einem Rückgang von 262 Personen oder -13,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt stieg diese Zahl um 68 Personen oder 4,2 Prozent. 1.724 arbeitslose Menschen fanden im September 2023 eine neue Erwerbstätigkeit, was einem Anstieg von 11,7 Prozent im Vergleich zum August entspricht und einem Anstieg von 7,3 Prozent im Vergleich zum September des letzten Jahres.

Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt derzeit bei 7,1 Prozent. Im September 2022 betrug die Arbeitslosenquote 6,8 Prozent.

Die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, ist im Vergleich zum August 2023 um 84 Personen gesunken (-1,0 Prozent) und beläuft sich auf 8.491 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Rückgang von 911 Personen (-9,7 Prozent).

Weitere Stichworte:

+ Das Risiko für Menschen ohne Berufsabschluss arbeitslos zu werden ist ungleich höher als für Menschen mit einer Berufsausbildung. Im Jahr 2022 lag die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss in Düsseldorf bei 21,3 Prozent.

+ Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre sank im September 2023 um 71 junge Frauen und Männer (-4,1 Prozent) auf 1.642 Personen. Verglichen mit September 2022 bedeutet das ein Plus von 105 Personen (+6,8 Prozent).

+ Seit Beginn des Jahres 2023 haben die Düsseldorfer Unternehmen 10.471 Arbeitsstellen dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters zur Besetzung gemeldet. Das sind 1.235 Stellen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger (-10,6 Prozent).

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