DIGITALK der Unternehmerschaft Düsseldorf zur studienintegrierenden Ausbildung der FOM am Max-Weber-Berufskolleg

Seit dem Schuljahr 2021/22 bietet die FOM Hochschule in Kooperation mit dem Düsseldorfer Max-Weber-Berufskolleg für den Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ erstmalig eine ganz neue Zusatzqualifikation an: SiA, was für „studienintegrierende“ Ausbildung steht.

Mit diesem Angebot soll vor allem die Attraktivität dieser kaufmännischen Ausbildung gesteigert werden und hierdurch eine besondere Zielgruppe für die Ausbildung erreicht werden: Leistungsorientierte Nachwuchskräfte für Ihr Team!

Wofür SiA im Detail steht und wie flexibel es sich umsetzen und anwenden lässt, erfahren Sie in unserem kommenden DigiTalk:Ausbildung. HERZLICHE EINLADUNG! Link: ZUR ANMELDUNG BITTE HIER KLICKEN!

Leitet das Düsseldorf Max-Weber-Berufskolleg: Sabine von Zedlitz-Neukirch

Warnstreiks in der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie sollen auch in der kommenden Woche fortgesetzt werden

RA Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie, vertritt die Düsseldorfer Betriebe im aktuellen Tarifkonflikt mit der IG Metall.

In der Düsseldorfer Metall- und Elektroindustrie rumort es gewaltig. Nach dem die Friedenspflicht beendet ist, kommt es auch in Düsseldorf immer wieder zu Warnstreiks, beispielsweise gestern im Sprinter-Werk in Rath. In der kommenden Woche sollen Betriebe im Düsseldorfer Süden bestreikt werden. 

Die Arbeitgeberseite hat bereits einen fairen Kompromissvorschlag vorgelegt, doch die Gewerkschaft beharrt auf den nicht realisierbaren 8 Prozent. Unser Vorschlag sieht die vollständige Ausschöpfung der vom Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro vor. Ein Vorschlag, der zu einer gerechten Verteilung der Belastungen von Betrieben und Beschäftigen beiträgt.

Auch eine Tabellenerhöhung ist durchaus möglich. Ein näher beziffertes Angebot können wir aber erst unterbreiten, wenn wir von der IG Metall eine verlässliche Zusage zu einer entsprechend langen Laufzeit haben.

Egbert Neuhaus, unser stellvertretender NRW-Verhandlungsführer, sagt dazu: „Mit Blick auf die von Tag zu Tag schlechter werdende wirtschaftliche Situation brauchen unsere Unternehmen nun schnell und langfristig Planungssicherheit. Wir haben immer betont, angesichts der exorbitanten Preissteigerungen insbesondere für Energie Verständnis für die Sorgen unserer Beschäftigten zu haben. Dem wollen wir mit unserem Angebot Rechnung tragen.

Die wirtschaftliche Situation in den Düsseldorfer Betrieben ist sehr unterschiedlich. Allerdings befinden sich zahlreiche Betriebe in einer sehr schwierigen Situation, beispielsweise wenn man die Autoproduktion, an Automobilzulieferer, an die Gießereien und an die Unternehmen denkt, die auch intensiv im Außenhandel unterwegs sind.

In dieser sehr komplexen Situation bedeuten 3.000 EUR steuer- und abgabenfrei beispielsweise für die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen ein Lohnplus, das mehr als zehn Prozent eines Jahresverdiensts entspricht. In der Entgeltgruppe 7 (Facharbeiter) entspricht das Nettoplus immer noch mehr als acht Prozent eines Jahresverdiensts.

Die Gewerkschaft spricht selbst davon, dass die Lasten angesichts der enormen Herausforderungen für Betriebe und Beschäftigte fair verteilt werden müssten. Ihre Forderung nach acht Prozent mehr für zwölf Monate zielt jedoch darauf ab, die Belastungen für die Beschäftigten vollständig zu kompensieren – zu Lasten der Betriebe, die genauso unter stark gestiegenen Kosten leiden. Denken wir nur an die Energiekrise, an die unterbrochenen Lieferketten und an die zahlreichen Produktionsausfälle durch fehlendes Material. Ganz zu schweigen von den von Tag zu Tag extrem steigenden Materialpreisen.

Wir rutschen aktuell in eine tiefe Rezession, haben also kein Wachstum, das es zu verteilen gibt. Deshalb müssen wir auch die Belastungsgrenzen unserer Betriebe fest im Blick behalten. Unser Vorschlag ist daher ein kluger Kompromiss, der unsere Beschäftigten entlastet, aber auch unsere Firmen nicht überfordert. Wir müssen diese schwierige Zeit gemeinsam durchstehen.

Rheinmetall-Ladebordsteine – ein innovatives Ladelösungskonzept zur Förderung der E-Mobilität in Innenstädten und Ballungsräumen

Rheinmetall plant ein neues System für E-Autos in der Stadt. Im Bild der E-Sprinter, der in Düsseldorf gebaut wird. Das Rheinmetall-System leistet einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat auf der Fachkonferenz VDE E-Mobility Conference ein neuartiges Ladelösungskonzept für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Die Rheinmetall-Ladebordsteine fügen sich nahezu unsichtbar ins Stadtbild ein und bieten Möglichkeiten, die Herausforderungen bestehender Ladesysteme – etwa hoher Platzbedarf, geringe Punktedichte, Verschlechterung des Stadtbildes und hohe Kosten – zu lösen.

Hierzu setzt die Rheinmetall-Entwicklung im Gegensatz zu anderen am Markt befindlichen Ladelösungen auf die Ertüchtigung und intelligente Nutzung vorhandener städtischer Infrastruktur. Durch Integration von Ladeelektronik in einen Bordstein wird dieser faktisch zur „Ladesäule“, ohne jedoch die für die anderen Verkehrsteilnehmer mit einer Ladesäule verbundenen Einschränkungen zu verursachen. Weiterhin lassen sich Elektrofahrzeuge hiermit direkt am Bordstein laden, ohne lange Kabel über Gehwege legen zu müssen.

Das Rheinmetall-System leistet einen Lösungsbeitrag zur großen Herausforderung, insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen ausreichend Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Es wurde unter der Prämisse entwickelt, den Eingriff in den öffentlichen Raum möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

Hintergrund: Schon zu Beginn des Elektromobilität-Booms wissen viele Städte und Kommunen kaum, wie ausreichend Flächen zur Errichtung von Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden können – entsprechend sieht der Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung vom Oktober 2022 hier starken Handlungsbedarf. Gerade im innerstädtischen Raum sind freie Flächen knapp, sodass die Errichtung neuer Infrastruktur sehr häufig nur auf Kosten anderer Stakeholder im Straßenraum möglich ist. Das Ausweichen auf größere (Schnell-) Ladeparks am Stadtrand kommt hingegen für viele Konsumenten insbesondere aus Zeit- und Kostengründen nicht in Frage. Damit droht die Gefahr, dass der Hochlauf der Elektromobilität in Ballungsräumen ins Stocken gerät, bevor dieser richtig angefangen hat.

In den vergangenen Monaten hat ein Team des Rheinmetall Technology Centers intensiv an einer Lösung gearbeitet, bestehende städtische Infrastruktur zu ertüchtigen, ohne dabei Beschränkungen in der Ladepunktdichte in Kauf nehmen zu müssen, wie es z.B. bei Laternenladern der Fall ist. Das Ergebnis ist ein modularer Ladebordstein, der bis zu 22kW AC-Laden ermöglicht und per Open Charge Point Protocol (OCPP) in bestehende Backend-Systeme bzw. bereits vorhandene Ladesystemstrukturen integriert werden kann.

Bei der Entwicklung wurde der einfachen Nachrüstbarkeit und Wartung ein hoher Stellenwert beigemessen. So ist es möglich, komplette Straßenzüge oder Parkplätze für die Integration von Ladebordsteinen vorzubereiten und eine spätere Skalierbarkeit zu ermöglichen. Durch die Vorbereitung bzw. Erschließung größerer Flächen lassen sich u.a. hinsichtlich Planung, Bewilligung, Baumaßnahmen etc. Synergien erreichen, um Installationskosten zu reduzieren. Dafür werden sogenannte Dummybordsteine an den gewünschten Ladestandorten installiert. Das Elektronikmodul wird nachgerüstet, sobald der lokale Bedarf durch den Anstieg der Elektromobilität ausreichend hoch ist. Die Nachrüstung ist dabei in wenigen Minuten ausführbar – ebenso die Wartung, für die die Elektronikeinheit einfach entnommen werden kann. Die Systeme sind auf die Umweltbedingungen im Straßenraum ausgelegt, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

Neben dem Laden am Straßenrand können weitere Nutzungsmöglichkeiten adressiert werden. Vom Laden beim Arbeitgeber über Außenstellplätze an Ein- oder Mehrfamilienhäusern bis hin zu Geschäftsparkplätzen bringt das System die notwendigen Funktionalitäten mit, um dem Nutzer ein einfaches, schnelles und komfortables Laden zu ermöglichen.

Da Sicherheit bei Rheinmetall Teil der DNA ist, werden die Systeme aktuell umfangreichen Langzeittests unterzogen, bevor diese erstmalig im Rahmen eines Pilotprojekts im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen. Rheinmetall stellt mit der vorgestellten Lösung einen wichtigen Baustein bereit, um das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte in Deutschland bis 2030 erreichbar zu machen.

Noch 50 Tage bis Weihnachten: Händler hoffen auf Umsatzimpulse

Der Düsseldorfer Handel hofft auf Umsatzimpulse im Weihnachtsgeschäft. Im Augenblick sieht es „mau“ aus.

In 50 Tagen ist Weihnachten. Die bange Frage im Handel: Wie wirkt sich die Krise auf den Umsatz aus? Viele Händler rechnen damit, dass sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zurückhalten werden. Obwohl das Bild, dass wir in der Innenstadt erleben, ein anderes ist. Bereits am frühen Nachmittag füllen sich die Parkhäuser rund herum um KÖ und Schadowplatz stark und samstags scheint es besonders voll zu sein. Das KÖ-Bogen-Parkhaus war zuletzt teilweise ausgebucht (Foto unten).

Große Sorgen bereitet den Händler die Energiekrise. Deutlich geschwächt kommen viele Handelsbranchen aus den vergangenen beiden Pandemiejahren und stehen nun vor rasant steigenden Energiekosten bei zunehmend schlechter Konsumstimmung. Der nordrhein-westfälische Einzelhandelsverband (Präsident Michael Radau und Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Achten) stellte kürzlich in Düsseldorf eine aussagekräftige Umfrage vor. Radau: „Wir sind in herausfordernden Zeiten!“

Gut die Hälfte der Händler (57%) berichtet laut Umfrage über eine deutlich geringere (39%) oder gar drastisch geringere (18%) Kundenfrequenz bei gleichzeitiger Strompreiserhöhung von durchschnittlich 87% und Wärmeenergiepreiserhöhung von 99%. „Das bedeutet, dass mitunter kerngesunde Unternehmen in eine Schieflage geraten, aus der sie alleine nicht mehr herauskommen!“, erläutert Achten. Und da kämen die aktuelle Kaufzurückhaltung und weitere Faktoren wie teurere Logistik etc. noch oben drauf.

Die Aktivität der Energiesparmaßnahmen im Handel ist indes enorm. Laut Umfrage planen vier von fünf (82%) Unternehmen individuelle Schritte zur Einsparung, jedes vierte beteiligt sich an gemeinschaftlichen Maßnahmen. Die Bandbreite reicht von kürzeren Beleuchtungs- oder sogar Öffnungszeiten über reduzierte Raumtemperaturen bis hin zur Stilllegung von Rolltreppen.

Wir dürfen also gespannt bleiben, wie sich das Weihnachtsgeschäft in Düsseldorf auswirken wird: entweder Daumen nach oben oder nach unten. Wir hoffen: nach oben!

Rheinmetall und 4iG gründen Gemeinschaftsunternehmen in Ungarn – Joint Venture erbringt IT-Dienstleistungen für den Technologiekonzern

Vorstand der Rheinmetall AG: Armin Papperger

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG und die 4iG PLC haben ein IT-Joint-Venture in Budapest gegründet und damit einen weiteren Schritt in ihrer strategischen Zusammenarbeit vollzogen. 4iG ist mit 51% an der „Rheinmetall 4iG Digital Services LLC“ (R4) beteiligt, Rheinmetall hält die restlichen 49% der Anteile. Das Unternehmen wird ab dem Jahr 2023 IT-Dienstleistungen für die lokalen und globalen Tochtergesellschaften von Rheinmetall sowie potenziell auch für Dritte erbringen. Das neue Joint Venture ist für beide Seiten von Vorteil: Es stärkt die IT-Kompetenz von Rheinmetall und verschafft 4iG einen besseren Zugang zum globalen Markt für IT-Dienstleistungen.

Rheinmetall und 4iG arbeiten bereits seit Anfang 2022 eng zusammen. Die technologischen und regionalen Stärken sowie die gemeinsamen Wachstumsambitionen ergänzen sich ideal. Rheinmetall ist ein führendes Systemhaus in der Verteidigungsindustrie, wo der IT-Bedarf kontinuierlich steigt, und verfügt über eine starke Präsenz in Westeuropa – zwei potenzielle Wachstumsfelder für 4iG. 4iG wiederum ist ein führendes Unternehmen in der IT-Branche und verfügt über eine starke Präsenz in Ostmitteleuropa – zwei wichtige Wachstumsbereiche für Rheinmetall. Die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen ist daher ein logischer Schritt und hat nun einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.

Aufgabe der Rheinmetall 4iG Digital Services LLC (R4) ist es, projekt- und betriebsbezogene IT-Dienstleistungen für die lokalen Rheinmetall-Tochtergesellschaften in Ungarn, aber auch weltweit zu erbringen. Basierend auf den geschäftlichen Anforderungen und Möglichkeiten plant das Unternehmen, den Umfang seiner Dienstleistungen für interne und auch externe Kunden schrittweise zu erweitern.

„Die Gründung dieses Joint Ventures ist nicht nur ein Bekenntnis zum Standort Ungarn“, erklärt Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, „es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Kompetenz von Rheinmetall im Bereich der digitalen Technologien. Wir sehen in der Zusammenarbeit mit 4iG, insbesondere in diesem Joint Venture, ein großes Potenzial. Wir setzen auf eine starke und fruchtbare Zusammenarbeit, die für 4iG und Rheinmetall eine klare Win-Win-Situation darstellt.“

Gellért Jászai, Vorstandsvorsitzender der 4iG PLC: „Internationales Wachstum ist einer der Eckpfeiler der Geschäftsstrategie von 4iG und bestimmt die Entwicklung des Konzerns sowie unsere Geschäftsentscheidungen. Das von Rheinmetall und 4iG gegründete IT-Joint-Venture ist ein großer Schritt nach vorn, denn wir können nicht nur unsere Position im Bereich der digitalen Verteidigungsdienstleistungen stärken, sondern 4iG wird nach der Kooperation in Ungarn auch ein globaler Partner von Rheinmetall werden.“

Ergänzende Informationen:

Die in Budapest ansässige 4iG PLC ist Ungarns führender IT-Systemintegrator mit einem bedeutenden Anteil an den nationalen und regionalen Telekommunikationsmärkten. Das Unternehmen ist seit über 27 Jahren auf dem Markt für innovative, branchenunabhängige IT-Technologien tätig und hat in dieser Zeit seine Dienstleistungen und sein Portfolio kontinuierlich erweitert, um den sich ändernden Bedürfnissen und Anforderungen des IKT-Marktes gerecht zu werden. 4iG beschäftigt mehr als 6.900 Mitarbeiter. Als Anbieter eines breiten Spektrums an Lösungen ist das Unternehmen führend in den Bereichen Informationstechnologie, Telekommunikation, Satellitentelekommunikation und Entwicklung von Telekommunikationsinfrastrukturen. Das an der Budapester Börse notierte Unternehmen strebt eine dominierende Marktposition in einem breiten Spektrum von Informations- und Kommunikationsdienstleistungen in Ungarn, Ostmitteleuropa und dem westlichen Balkan an.

www.4ig.hu

Die börsennotierte Rheinmetall AG ist als integrierter Technologiekonzern mit mehr als 130 Jahren Erfahrung ein starkes, international erfolgreiches Unternehmen. Der Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweit über 25.000 Mitarbeiter. Mit einem innovativen Produkt- und Dienstleistungsangebot und 210 Tochtergesellschaften ist Rheinmetall in 52 Ländern auf sechs Kontinenten präsent. Rheinmetall ist bewährter Partner der Streitkräfte zahlreicher Länder und auch in der zivilen Technik stark vertreten. So entwickelt und produziert Rheinmetall Produkte für die Automobilindustrie und andere Industriezweige. Für militärische Kunden entwickelt und produziert der Konzern Kampffahrzeuge, moderne Verteidigungssysteme, IT-Lösungen, Waffen und Munition. Der Umsatz der Rheinmetall AG lag im Jahr 2021 bei über 5,8 Milliarden Euro.

www.rheinmetall.com

M+E-Tarifrunde 2022 in Düsseldorf: erste Streiks – nächster Verhandlungstag: 10.11.2022

In Düsseldorf finden in diesen Stunden erste Warnstreiks statt. In der kommenden Woche sollen Betriebe im Düsseldorfer Süden bestreikt werden, berichtet die RP. Der vierte Verhandlungstag findet am 10. November statt. Die Arbeitgeber hatten bereits am dritten Verhandlungstag ein Angebot vorgelegt. Dieses sieht wie folgt aus:
+ Die Beschäftigten erhalten die steuer- und beitragsfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro innerhalb einer Laufzeit von 30 Monaten.
+ Zusätzlich wird eine Tabellenerhöhung während dieser Laufzeit in Aussicht gestellt.
+ Das Angebot ist gebunden an die Vereinbarung einer dauerhaften, automatischen Differenzierung.
+ Überdies soll die Möglichkeit für die betriebliche Vereinbarung einer Variabilisierung geschaffen werden.
Außerdem erwarten die Arbeitgeber eine Verständigung über einen Prozess, wie auf eine Energienotlage während der Laufzeit des Tarifvertrages reagiert werden soll.

Für die Arbeitgeber bezeichnete Egbert Neuhaus, stellvertretender Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), das Angebot als „fair und angesichts der extrem angespannten Wirtschaftslage angemessen“. Es sei ein Vorschlag, auf dessen Grundlage nun zügig mit dem Ziel einer raschen Einigung weiterverhandelt werden könne. „Mit Blick auf die von Tag zu Tag schlechter werdende wirtschaftliche Situation brauchen unsere Unternehmen nun schnell und langfristig Planungssicherheit“, betonte Neuhaus. Die Metallarbeitgeber seien bereit, den vom Gesetzgeber in Aussicht gestellten Spielraum der steuer- und beitragsfreien Einmalzahlung bei dieser langen Laufzeit vollständig auszuschöpfen. „Wir haben immer betont, angesichts der exorbitanten Preissteigerungen insbesondere für Energie Verständnis für die Sorgen unserer Beschäftigten zu haben. Dem wollen wir mit unserem Angebot Rechnung tragen“, sagte Neuhaus.

Die Lösung der Tarifrunde 2022 sei angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen außerordentlich herausfordernd. Die Energiepreiskrise sei für den Wirtschafts- und Industriestandort eine existenzielle Gefahr. Und auch Mangellagen in diesem, aber auch im nächsten Winter seien weiterhin nicht ausgeschlossen. Die Folgen für Betriebe und Arbeitsplätze wären dramatisch. Das alles sorge für eine enorme Verunsicherung in den unter einem massiven Kosten- und Wettbewerbsdruck stehenden Unternehmen. Eine Umfrage des Verbandes habe jüngst noch einmal ergeben, dass das Gros der Betriebe von den Auswirkungen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erheblich betroffen sei, nicht wenige sogar existenziell.

Vor diesem Hintergrund sei es unabdingbar, dass die enorme Heterogenität der wirtschaftlichen Lage in den Unternehmen tarifpolitisch Berücksichtigung finde. „Wir brauchen zwingend eine dauerhafte, automatische Differenzierung“, so Neuhaus. Zugleich eröffne das Angebot die langfristige Perspektive für eine von der IG Metall geforderte Tabellenerhöhung. „Hier sind wir gesprächsbereit, brauchen aber eine belastbare Zusage für eine entsprechend lange Laufzeit“, betonte er. Insgesamt sei der Vorschlag ein Kompromiss, der die Beschäftigten zusätzlich zu den von der Politik in Aussicht gestellten Hilfen weiter entlaste, die Betriebe aber auch nicht überfordere. „Unsere Unternehmen müssen konkurrenzfähig bleiben“, sagte Neuhaus. Es sei jetzt enorm wichtig, die schweren Zeiten gemeinsam zu bewältigen, damit die Metall- und Elektroindustrie an ihren heimischen Standorten in die Transformation investieren und damit eine Zukunft haben könne.

Schulleitungskongress 2022 in Düsseldorf: Innovationsschub für Schulen durch ganzheitliches digitales Konzept

Auf dem Deutschen Schulleitungskongress 2022, der vom 10. bis 12. November 2022 im Congress Center Düsseldorf stattfindet, stellt die Stiftung Digitale Bildung ihr ganzheitliches Konzept zur Digitalisierung in den Schulen vor.

Stiftungsvorstand Jürgen Biffar erklärt, wie digitale Lehrwerke einen Unterricht ermöglichen, der aktuelle didaktische Prinzipien umsetzt, die Lernenden motiviert und ihre Aufmerksamkeit bindet. Dabei wird er auch über die Erfahrungen und Evaluationen des Praxiseinsatzes der neuen Lernsoftware Brainix berichten.

„Mehr Lernerfolg durch digitales Lernen?“ ist der Titel des Vortrags von Jürgen Biffar auf dem DSLK 2022. Dieser Frage wird er nachgehen, indem er das Konzept ganzheitlicher digitaler Lehrwerke darstellt, die an den jeweiligen Lehrplänen orientiert sind und Lehrbücher komplett ersetzen können. Sie ermöglichen modere Unterrichtsmodelle wie „Flipped Classroom“, unterstützen das selbstregulierte Lernen und sorgen durch ihr multimediales und multisensorisches Design sowie Gamification für hohe Aufmerksamkeitsbindung. Darüber hinaus trägt die implizite Vermittlung der Lerninhalte durch Storytelling zur Erhöhung des Lernerfolgs bei.

Weiterhin wird Jürgen Biffar über den praktischen Einsatz der Lernsoftware Brainix berichten, die an verschiedenen Schulen im vergangenen Schuljahr im Dauereinsatz war. Lehrende und Lernende wurden zur Nutzung der Software befragt und haben ihre Erfahrungen dargelegt. Jürgen Biffar wird in seinem Vortrag auch detaillierte Case Studies vorstellen, die zum Einsatz der Lernsoftware im Schuljahr 2021/22 an drei Gymnasien erstellt wurden.

Jürgen Biffar hält seinen Vortrag im Schwerpunkt “ Mit Digitalisierung in die Zukunft“ im Praxisforum des DSLK 2022 am 11. November um 14 Uhr. Im Ausstellungsbereich vor dem Vortragssaal ist die Stiftung Digitale Bildung mit einem Stand (Nr. 68) vertreten, an dem sich Kongressteilnehmende über die Stiftungsaktivitäten und insbesondere die Lernsoftware Brainix eingehend informieren können.

Weitere Infos zur Stiftung Digitale Bildung und Brainix: https://www.digi-edu.org/ und https://www.brainix.org/

Frauen in MINT: zdi sorgt für Fachkräftenachwuchs

Beim zdi-Mädchen-Camp 2022 haben sich Schülerinnen über inspirierende MINT-Vorbilder ausgetauscht und dabei gleich selbst experimentiert.

Die Fachkräftelücke im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wächst: Im April 2022 gab es laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in diesen Berufen fast eine halbe Million unbesetzte Stellen in Deutschland. Vor allem Mädchen und Frauen entscheiden sich deutlich seltener für einen MINT-Beruf – ein großer Verlust für Wirtschaft und Wissenschaft. Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) setzt sich dafür ein, den Frauenanteil in MINT-Berufen zu steigern und stellt Frauen vor, die in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen erfolgreich sind. Hier geht es zum MINT-Netzwerk zdi Düsseldorf!

Sophie Charlotte Keunecke ist Mechatronikerin aus Leidenschaft

Sätze wie „Informatik ist doch nichts für Mädchen!“ sind nicht nur Unfug – sie sind angesichts des MINT-Fachkräftemangels sogar problematisch. Dass Frauen in technischen Berufen genauso erfolgreich sein können wie Männer, ist längst erwiesen, aber häufig noch nicht selbstverständlich. Eine dieser erfolgreichen „MINT-Frauen“ ist Sophie Charlotte Keunecke. Mit zwölf Jahren hat sie ihren ersten Roboter programmiert und ist nun Promovierende am Institut für Getriebetechnik, Maschinendynamik und Robotik der RWTH Aachen. Die 26-Jährige hat sich auf Robotik spezialisiert und forscht auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik.

Dass im Informatikbereich mehr Männer als Frauen arbeiten, ist offensichtlich. Die Mechatronikerin kann das jedoch nicht nachvollziehen. „Es ist egal, ob Du ein Junge oder ein Mädchen bist, es kommt nur darauf an, was Du erreichen willst und wie viel Du dafür tust“, davon ist Keunecke überzeugt. Ihre Leidenschaft für Robotik hört nach Feierabend nicht auf. Denn einen Teil ihrer Freizeit widmet sie der Förderung von jungen Menschen. Besonders begeistert ist sie, wenn es ihr gelingt, junge Frauen auf ihr Potenzial aufmerksam zu machen. Oft sagen Mädchen in ihren Kursen: „Ich kann das eh nicht.“ Diese Hürden in den Köpfen von Mädchen und junger Frauen müssen weg. Dafür setzt sich die Wissenschaftlerin ein.

Das gesamte Portrait von Sophie Charlotte Keunecke finden Sie hier.

„Mir war sehr früh klar, dass ich Verfahrenstechnik studieren will“

Dr. Nina Woicke ist Ingenieurin der Verfahrenstechnik, selbstständige Beraterin und Produktentwicklerin. Ihr Herzensthema sind ganz besondere Kunststoffe und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten. Um welche Kunststoffe es sich dabei handelt, dass Kunststoff per se nicht „böse“ ist und wie Nina Woicke dazu kam, ein Ingenieur:innen-Studium anzugehen – darüber hat sie im Interview mit zdi.NRW gesprochen.

Technisch interessiert war sie bereits im Kindesalter und wurde dabei von ihren Eltern immer unterstützt – deshalb war für Nina Woicke früh klar, dass sie Ingenieurin werden möchte. In ihrem Umfeld sorgte sie mit diesem Entschluss teilweise für Unverständnis und fühlte sich manchmal „anders als die anderen“. An der Uni merkte sie jedoch direkt, dass die Wellenlänge zwischen ihr und den anderen Frauen stimmte, und dass sie die richtige Berufswahl getroffen hat.

Warum sie Netzwerke im beruflichen Umfeld für besonders wichtig hält, und welches Projekt ihr „Leuchtturmprojekt“ ist, erzählt die Verfahrenstechnikerin im Interview.

Zum Hintergrund: Mädchenförderung ein Fokusthema von zdi

Die beiden portraitierten zdi-Heldinnen stehen stellvertretend für die Vielfalt an MINT-Frauen und zeigen MINT-interessierten Mädchen und jungen Frauen potenzielle Tätigkeitsbereiche auf. Denn: Frauen stellen bisher nur 15 Prozent der MINT-Beschäftigten. Laut MINT-Frühjahrsreport 2022 liegt ein Grund darin, dass Mädchen sich im Vergleich zu Jungen in den MINT-Fächern als schlechter einschätzen – und in dieser Wahrnehmung von ihren Eltern teilweise bestärkt werden. zdi.NRW setzt sich als größtes MINT-Netzwerk Europas dafür ein, dem entgegenzusteuern und bietet mit den MINT-Kurs-Angeboten der regionalen Netzwerke eine Studien- und Berufsorientierung ohne Geschlechtsstereotype, eine starke Community und fördert das Sichtbarmachen von weiblichen Erfolgsgeschichten. Dafür bieten zdi-Netzwerke und -Schüler:innenlabore Kurse in ganz NRW an, um Jugendliche und vor allem junge Mädchen für MINT zu begeistern. Die zdi-Landesgeschäftsstelle organisiert zudem jedes Jahr den zdi-Heldinnen-Oktober, bei dem einen Monat lang Projekte und Themen rund um MINT und Mädchen sowie junge Frauen im Fokus stehen. Langfristig will zdi.NRW damit einen Beitrag zur Reduzierung der Fachkräftelücke im MINT-Bereich leisten.

Berufs- und Studienorientierung

Das zdi-BSO-MINT-Programm ermöglicht Schüler:innen ab der Klasse 7 allgemeinbildender Schulen in NRW im Rahmen der vertieften Berufs- und Studienorientierung einen detaillierten Einblick in die MINT-Fächer. Neben Studiengängen werden auch MINT-Ausbildungsberufe vorgestellt, die mit einem ausbildungsbegleitenden Studium verbunden sind oder die zu einem anschließenden MINT-Studium führen können. zdi-BSO-MINT leistet damit einen wirksamen Beitrag zur erfolgreichen Berufs- und Studienorientierung junger Menschen und dient der Fachkräftesicherung in NRW. Finanziell getragen werden die zdi-BSO-MINT-Maßnahmen zu jeweils 50 Prozent von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung 2023; Infomeeting virtuell am 28. November

Bereits zum zehnten Mal finden 2023 die Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO) statt. An vier Tagen vor den Osterferien, vom 24.03.-29.03.2023 gibt es für Schüler*innen wieder Berufsorientierung pur – in individuell gewählten und passgenauen Berufsfeldern.

Wir – das Kompetenzzentrum Berufliche Orientierung Düsseldorf – möchten über die DTBO Schüler*innen ab Klasse 8 und Firmen, Betriebe und Einrichtungen zusammenbringen. Bei den eintägigen Schnuppertagen der DTBO können Betriebserkundungen, Mitmach-Aktionen, Vorstellungen der Ausbildungsmöglichkeiten, kleinere Aufgaben aus der Praxis und vieles mehr von Ihnen angeboten werden – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Es lohnt sich mitzumachen, wenn Sie

  • sich bei der Beruflichen Orientierung von Düsseldorfer Jugendlichen engagieren möchten!
  • Ihr Unternehmen präsentieren und Ihre Ausbildungsmöglichkeiten bekannt machen wollen!
  • Ihre zukünftigen Auszubildenden schon heute kennenlernen möchten!

Ihre Vorteile:

  • Den Ablauf Ihres Schnuppertages können Sie individuell gestalten.
  • Sie stellen Ihre Termine selbst online ein.
  • Die Bewerbung der DTBO an den Schulen übernehmen wir als Kompetenzzentrum.

Um Ihre Veranstaltung zu einem vollen Erfolg für alle Beteiligten zu machen und Ihnen unser neues  Online-Tool der DTBO vorzustellen, möchten wir Sie herzlich einladen zur

DTBO-Infoveranstaltung für Anbieter

Online-Termin: 28. November 2022, 15 bis 16 Uhr

Anmeldung unter: https://www.koko-dus.de/event/dtbo-2023-informationsveranstaltung-fuer-neue-anbieter/

 Weitere Information zu den DTBO finden Sie unter www.dtbo-dus.de

Ausbildungsmarkt: Unternehmen können wegen rückläufiger Bewerberzahlen Ausbildungsplätze nicht besetzen

Für die Unternehmen in NRW wird es nach Angaben der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) immer schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Betriebe hätten auch im Jahr 2022 mehr Ausbildungsplätze angeboten. Gleichzeitig sei aber die Nachfrage durch Bewerberinnen und Bewerber ein weiteres Mal gesunken. Die pandemiebedingt erschwerte Berufsorientierung sowie der demografische Wandel hätten diesen Trend noch beschleunigt. Inzwischen sei das Angebot an Ausbildungsplätzen in Nordrhein-Westfalen größer als die Nachfrage durch Bewerberinnen und Bewerber. Der Hauptgeschäftsführer von unternehmer nrw. Johannes Pöttering, warb anlässlich der am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichten Ausbildungszahlen dafür, mehr Jugendliche für eine Ausbildung zu begeistern. „Die Chancen für junge Menschen auf einen attraktiven Ausbildungsplatz sind so gut wie lange nicht mehr“, betonte er.

Der hohe Stellenwert von Ausbildung in den Unternehmen sei nicht nur ungebrochen, ihre Bedeutung nehme mit Blick auf die Fachkräftesicherung noch zu. Ungeachtet eines extrem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes sei das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen um 3,3 Prozent kräftig gestiegen. „Das ist erneut ein starkes Signal der Unternehmen in schwierigen Zeiten“, betonte Pöttering. Der Bewerberrückgang um 2,1 Prozent sei indes eine sorgenvolle Entwicklung und werde sich mittelfristig als „massive Wachstumsbremse“ erweisen. Die Ausbildungszahlen für 2022 setzten überdies den langfristigen Trend in Nordrhein-Westfalen fort. Während sich seit 2012 das Angebot an Ausbildungsplätzen um fast 14 Prozent erhöht habe, seien gleichzeitig die Bewerberzahlen um rund 26 Prozent zurückgegangen. Pöttering forderte junge Menschen auf, in den nächsten Wochen die Chancen der Nachvermittlung intensiv zu nutzen und dabei auch über den Tellerrand ihres Wohnortes hinauszublicken. Immer noch seien landesweit 10.144 Ausbildungsplätze unbesetzt, denen aktuell 6.680 unversorgte Bewerber gegenüberstünden. Pöttering lobte die vielfältigen Angebote der Unternehmen zur Berufsorientierung für junge Menschen. „Es muss unser aller Ziel sein, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu erhöhen“, erklärte Pöttering. Er warb dafür, die Berufsorientierung auch an den Schulen noch weiter zu stärken.