Institut der Deutschen Wirtschaft: Immer mehr ausländische Azubis

Die Suche nach geeigneten Auszubildenden gestaltet sich für deutsche Unternehmen so schwierig wie nie: 42 Prozent aller Firmen können zuletzt nicht alle offenen Stellen besetzen, zeigt eine aktuelle Befragung des Deutschen Industrie und Handelskammertags. Gerade einmal 466.000 Jugendliche haben im Jahr 2021 eine Ausbildung begonnen. Zum Vergleich: 2008 waren es noch über 600.000. Besonders stark ist die Zahl der Ausbildungsanfänger mit deutscher Nationalität gesunken, sie schrumpfte zwischen 2008 und 2021 um fast 160.000. Gleichzeitig stieg fast kontinuierlich die Zahl neuer Auszubildender ohne deutsche Staatsangehörigkeit, von gut 30.000 jungen Menschen im Jahr 2008 auf über 51.000 Ausbildungsanfänger im Jahr 2021. Junge Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit spielen für die Besetzung von Ausbildungsstellen und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses somit eine zunehmend wichtige Rolle. Dass mehr ausländische Jugendliche eine Ausbildung beginnen, hängt mit dem steigenden Anteil an Migranten in Deutschland zusammen. Die jungen Menschen mit ausländischen Wurzeln sollten noch stärker in den Blick genommen werden. Sie müssen mit einigen Nachteilen kämpfen. So haben junge Migranten häufiger als Deutsche keinen allgemeinbildenden Schulabschluss, und sie sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Zielgruppe ist zudem sehr heterogen: Einige von ihnen sind selbst geflohen, sprechen schlecht Deutsch und haben nur für einige Jahre hierzulande die Schule besucht, andere leben schon lange in Deutschland und sind fest verwurzelt. Will man junge Menschen mit Migrationshintergrund erreichen, lohnt es sich, sie dort anzusprechen, wo sie sich bevorzugt aufhalten – beispielsweise in Vereinen, Jugendzentren oder migrantischen Selbstorganisationen. Zudem müssen Eltern in den Berufswahlprozess einbezogen werden, da sie häufig starken Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Kinder haben. Da das deutsche Modell der dualen Ausbildung außerhalb des deutschsprachigen Raums weitgehend unbekannt ist, muss hier im Rahmen einer frühzeitigen Berufsorientierung gezielt Aufklärungsarbeit geleistet werden: Das betrifft die Arbeitsmarktchancen, aber auch die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Darüber hinaus benötigen Unternehmen Unterstützung. Während es für Geflüchtete unter anderem das Förderprogramm Willkommenslotsen gibt, gibt es für Jugendliche mit Migrations-, aber ohne Fluchterfahrung keine eigene Unterstützungsstruktur.
(Mit Material von: IW)

VCI-NRW Umfrage zeigt: es muss dringend gehandelt werden!

Aufgrund der stetig zunehmenden Preissteigerungen im Energiebereich, hat der VCI NRW eine aktuelle Schnellumfrage unter den Chemieunternehmen in Nordrhein-Westfalen, zu den Folgen dieser Preisentwicklungen, durchgeführt. Die Ergebnisse sind mehr als alarmierend.

Hans-Jürgen Mittelstaedt, Geschäftsführer VCI NRW: „Etwa 34 % unserer Unternehmen haben ihre Produktion gedrosselt und etwa 14 % haben Produktionen verlagert. Im Vergleich zu den Ergebnissen einer Umfrage unseres Bundesverbandes aus dem Juni bedeutet dies bei den Produktionsdrosselungen eine Zunahme um 27 % und bei den Produktionsverlagerungen eine Zunahme um 8 %. Gerade unsere mittelständischen Unternehmen berichten uns von drastischen Preissteigerungen für ihre auslaufenden Energieverträge, die eine Produktion wirtschaftlich nicht mehr tragfähig macht.“

Die Energiekrise nimmt vielen Unternehmen mindestens für den Moment die Kraft zu investieren. Mehr als 50 % der Betriebe müssen Investitionen in Anlagen und mehr als 25 % Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückstellen.

„Es gilt nun mit aller höchster Priorität die Energiepreise in Deutschland wieder auf ein Maß zu senken, das industrielle Produktion möglich macht. Wir stehen mit unseren Unternehmen am Beginn nahezu jeder industriellen Wertschöpfungskette. Die Produktion unserer Branche ist essenziell, denn ohne die Chemie steht bald alles still.“

Der VCI-Bundesverband veröffentlichte in diesen Tagen einen 6-Punkte-Plan, wie man diesen Entwicklungen auf dem Energiemarkt begegnen kann

Hintergrund:

Der VCI NRW vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von etwa 500 in NRW ansässigen deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Die Branche setzte 2021 rund 56,3 Milliarden Euro um und beschäftigte etwa 117.000 Mitarbeiter. Sitz des VCI NRW ist Düsseldorf. Die Verbandspolitik wird von einem ehrenamtlichen Vorstand und der Geschäftsführung unter Mitarbeit einiger Fachausschüsse gestaltet.

Für mehr Chancengleichheit: StepStone CEO wird Beiratsmitglied von BeyondGenderAgenda

Sebastian Dettmers, CEO StepStone, 2022

StepStone setzt sich für mehr Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt ein. Die digitale Recruiting-Plattform entwickelt weltweit technische Lösungen, die Jobsuche und Recruiting fairer für alle Menschen machen – zum Beispiel mit dem StepStone Genderbias Decoder. Als Beiratsmitglied vom Diversity-Netzwerk BeyondGenderAgenda geht das Digitalunternehmen nun einen weiteren Schritt, um das Ziel von einer gleichberechtigten Jobwelt gemeinsam mit anderen Unterstützer*innen aus der deutschen Wirtschaft zu erreichen.

Als CEO von StepStone kennt Sebastian Dettmers den Arbeitsmarkt sehr genau – und weiß, wie ungerecht es heutzutage dort immer noch zugeht. „Durch die niedrigen Geburtenraten wird jetzt die wichtigste Ressource unserer Gesellschaft knapp: der Mensch. Jetzt beginnt die Ära der Arbeiterlosigkeit. Ungleichbehandlung können wir uns schlichtweg nicht mehr leisten“, sagt Dettmers. „Wir brauchen endlich Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt – und müssen dafür sorgen, dass jeder Mensch den richtigen Job findet. Das ist unsere Vision bei StepStone. Und genau dafür setze ich mich auch als Beiratsmitglied von BeyondGenderAgenda ein.“

Victoria Wagner, Gründerin und CEO von BeyondGenderAgenda, freut sich über die Unterstützung von StepStone: „Gemeinsam haben wir ein klares Ziel: Die deutsche Wirtschaft muss diverser und inklusiver werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir unterstützen Unternehmen dabei, die Vielfalt unserer Gesellschaft als Vorteil wertzuschätzen und Diversität als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor zu etablieren.“ Das Netzwerk wurde 2020 ins Leben gerufen. Seitdem setzt es regelmäßig zahlreiche Kampagnen und Projekte zu den Themen Diversität, Chancengerechtigkeit und Inklusion um – so auch den German Diversity Index und den German Diversity Monitor.

Gemeinsamer Austausch für eine gleichberechtigte Arbeitswelt

Für ein persönliches Netzwerktreffen im August hat StepStone rund 20 Unterstützer*innen und Mitglieder von BeyondGenderAgenda zu sich ins Headquarter in Düsseldorf eingeladen. „Nur wenn wir gemeinsam in den Dialog gehen, können wir voneinander lernen, wie es gelingt, Vielfalt in den Unternehmen zu fördern und gemeinsame Visionen entwickeln“, sagt Wagner. Es sei jetzt die Aufgabe eines jeden Unternehmens, endlich zu handeln. „Bei StepStone arbeiten täglich Menschen aus über 70 Nationen mit den unterschiedlichsten Hintergründen erfolgreich zusammen. Doch auch wir stehen noch am Anfang – wie viele andere Unternehmen auch. Wir alle müssen weiter daran arbeiten, Vorurteile abzubauen und Diskriminierung zu verhindern“, sagt Dettmers.

Über StepStone

StepStone ist eine führende digitale Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Bewerber*innen zusammenbringt und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. StepStone verbindet jährlich mehr als 100 Millionen Bewerbungen mit über 150.000 Arbeitgebern. Als integrierte Plattform automatisiert StepStone mit KI-basierten Lösungen sowohl die Jobsuche als auch die Rekrutierung passender Mitarbeiter*innen. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete StepStone einen Umsatz von etwa 800 Millionen Euro. StepStone ist in mehr als 30 Ländern aktiv – darunter mit StepStone in Deutschland, mit Appcast in den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und beschäftigt weltweit rund 4.000 Mitarbeiter*innen.

Über BeyondGenderAgenda

BeyondGenderAgenda hat sich zum Ziel gesetzt, durch integrale Verankerung von Diversity, Equity & Inclusion (DE&I) in der DNA börsennotierter und mittelständischer Unternehmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft langfristig zu sichern und auszubauen. Basierend auf dem Zusammenhang zwischen DE&I und Business Performance soll die Chancengerechtigkeit von Führungskräften mit Behinderungen, jeden Geschlechts, jeglichen Alters, kultureller sowie sozialer Herkunft oder unterschiedlicher sexueller Orientierung sowie Geschlechtsidentität bei der Besetzung von Vorstandspositionen und Aufsichtsratsmandaten sichergestellt und so ein Kulturwandel unter Einbindung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft herbeigeführt werden.

Ericsson in Düsseldorf: Großteil der Gebäude ist nicht energieeffizient: Internet of Things kann die Nachhaltigkeit steigern

Mobilfunk-basierte IoT-Lösungen für das Gebäudemanagement, beispielsweise über 4G und 5G, verbessern die Nachhaltigkeit von Gebäuden (Symbolbild)

  • Ein Ericsson-Bericht, der in Zusammenarbeit mit dem Gebäudeenergiemanagement-Anbieter Kiona erstellt wurde, untersucht den Wert des Mobilfunk-basierten IoT für das Energiemanagement und die Optimierung von intelligenten Gebäuden.
  • Die Partner stellten fest, dass drei Viertel der Gebäude in Europa nicht energieeffizient sind.
  • Durch den Einsatz von IoT im Gebäudemanagement können Eigentümer ihre Energiekosten um bis zu 10 Prozent senken und somit auch die Nachhaltigkeit steigern.

Ericsson veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Immobilientechnologie-unternehmen Kiona und der Unternehmensberatung Arthur D. Little einen Bericht zum Energiemanagement in vernetzten Gebäuden. Dabei stellten die Partner fest, dass drei Viertel der Gebäude in Europa nicht energieeffizient sind. Durch den Einsatz eines Mobilfunk-basierten Internet of Things (IoT) im Gebäudemanagement – zum Beispiel über 4G und 5G – können Eigentümer ihre Energiekosten jedoch um bis zu 10 Prozent senken.

Der Bericht Connected Buildings Energy Management Report untersucht den Nutzen eines Internet of Things (IoT)-basierten Gebäudemanagements und dessen Auswirkungen auf das Klima. IoT wird dabei eingesetzt, um den Energieverbrauch zu überwachen, zu steuern und zu optimieren. So können Immobilieneigentümer ihre Energiekosten und CO2-Emissionen senken und gleichzeitig den Wert ihrer Immobilien steigern.

Die Immobilienbranche hat großen Einfluss auf die Umwelt. 36 Prozent der CO2-Emissionen und 40 Prozent des Stromverbrauchs der EU gehen auf diesen Sektor zurück. Das Einsparungspotenzial ist daher enorm. Der Bericht enthält einen speziellen Rechner für das Energiemanagement, mit dem sich Einsparungen von bis zu 10 Prozent und Effizienzgewinne auf der Grundlage von Energiepreisen und anderen Faktoren berechnen lassen.

Diese Einsparungen ergeben sich aus der Anpassung der Heizungsparameter an die individuellen lokalen Bedingungen für jedes Gebäude, seine Energieleistung und den prognostizierten Heizbedarf. In vernetzten Gebäuden können Probleme schneller identifiziert und behoben werden. Außerdem lässt sich die Heizung intelligent steuern und muss nicht manuell an die Gegebenheiten angepasst werden.

Kiona hilft der Immobilienbranche, ihre finanziellen und nachhaltigen Ziele zu erreichen, indem es neue und alte Gebäude mithilfe von IoT-Lösungen digitalisiert. Mehr als 5.500 Gebäude nutzen Mobilfunkverbindungen, die von Ericsson IoT Accelerator unterstützt werden.

Ericsson IoT Accelerator wird als Service über ein globales Partnernetz von Telekommunikationsdienstleistern bereitgestellt und bietet vollständige Transparenz und Kontrolle über die Mobilfunkverbindung aller IoT-Geräte während ihres gesamten Lebenszyklus, unabhängig von ihrem Standort. Diese Funktionen sind für das Energiemanagement und die Optimierung von intelligenten, vernetzten Gebäuden von entscheidender Bedeutung.

Jens Erler, IoT Client Principal, Technology and Emerging Business, Ericsson, sagt: „Die Implementierung der Mobilfunk-basierten IoT-Konnektivität im Immobiliensektor kommt Gebäudemanagern auf der ganzen Welt zugute, von der Senkung des Energieverbrauchs und anderer Betriebskosten bis hin zur Steigerung des Immobilienwerts und der Zufriedenheit der Mieter.“

„Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, denen sich die Immobilienbranche im Zusammenhang mit dem Energiemanagement und der Steigerung des Immobilienwerts in Nordeuropa und darüber hinaus gegenübersieht. Mit unseren unabhängigen Lösungen und unterstützenden Dienstleistungen ist Kiona bestrebt, diesen Druck zu lindern und ein einheitliches digitales Ökosystem zu schaffen, indem wir Immobilienverwalter mit ihren Gebäuden auf einer dezentralen Ebene verbinden“, sagt Viktor Vitell, CMO von Kiona.

Ericsson IoT Accelerator ermöglicht es Unternehmen, ihr globales IoT-Geschäft von einer einzigen IoT-Plattform aus einfach zu implementieren, zu verwalten und zu skalieren. Heute bedient er über 9.000 Unternehmen in mehr als 100 Ländern und verwaltet mehr als 90 Millionen Verbindungen, darunter über 20 Millionen eSIMs. Ericsson ist damit einer der Marktführer im IoT-Konnektivitätsmanagement.

Über Kiona

Kiona ist ein führendes SaaS-Unternehmen mit der Vision, durch das Angebot der intelligentesten und kosteneffizientesten Proptech-Plattform auf dem Markt einen großen Einfluss auf den Kampf gegen den Klimawandel zu erzielen. Das Unternehmen ermöglicht es Gebäudeeigentümern und anderen Stakeholdern, ihre finanziellen und Nachhaltigkeitsziele durch die Digitalisierung von neuen und alten Gebäuden und deren Heiz-, Kühl-, Lüftungs- und Kälteanlagen zu erreichen. Mit Niederlassungen in sieben Ländern und 136 Mitarbeitern vernetzt Kiona derzeit über 55.000 Gewerbe-, Industrie-, Wohn- und öffentliche Gebäude sowie 3.000 Lebensmittelgeschäfte in Europa. Durch eine innovative Plattform, die sowohl den Energieverbrauch als auch die Organisation überwacht, steuert und optimiert, können die bestehenden Gebäude in Europa jetzt Teil der Lösung für die Zukunft werden. www.kiona.com

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die Geschäftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks für Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 101.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2021 erwirtschaftete Ericsson einen Nettoumsatz von 232,3 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Ericsson ist an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 130 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. Ericsson.com/5g

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

103. Podcastfolge der „Düsseldorfer Wirtschaft“: Bettensteuer und Personalmangel / Wie bekommt die Gründerszene in unserer Stadt „die PS auf die Straße“ / Apotheker in Düsseldorf warnen vor einer der größten Grippenwellen / Adventure School macht in den Herbstferien Lust auf MINT / neuer Wohnungstrends in unserer Stadt / „Green Recruiting“

Energiesparen im Winter, ist eines unserer Themen. 19 Grad im Büro? Für öffentliche Bürogebäude steht es schon fest, für Schulen und Kitas wird die Möglichkeit in Erwägung gezogen: Damit weniger Energie verbraucht wird, soll die Raumtemperatur in diesem Winter auf 19 Grad abgesenkt werden. Ist das eigentlich problematisch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nicht unbedingt. Die Behörde schlägt für sitzende Tätigkeiten mit einer leichten Arbeitsschwere eine Temperatur von 20 Grad vor, für eine mittlere Arbeitsschwere 19 Grad. Wechseln die Tätigkeiten zwischen Stehen und Gehen, kann die Temperatur bei mittlerer Arbeitsschwere auch auf 17 Grad reduziert werden, sagt die Arbeitsschutzexperten. Was sagen die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer dazu?
Weitere Themen sind:
+ Feedback auf unsere Sendung und dem Projekt 321-fachkraft
+ Gastronomie in Düsseldorf leidet unter Bettensteuer und Personalmangel
+ Wir stellen uns die Frage: Wie bekommt die Gründerszene in unserer Stadt „die PS auf die Straße“
+ Apotheker in Düsseldorf warnen vor einer der größten Grippenwellen
+ die Adventure School macht in den Herbstferien Lust auf MINT
+ die ProWein gibt’s ab 2024 auch in Tokio
+ ein neuer Trend in unserer Stadt: der Markt für kleine Wohnung
+ und das Thema „Green Recruiting“
Sie finden unseren Podcast auf allen gängigen Podcast-Plattformen und unter www.unternehmerschaft.de. Bitte, like Sie uns, wenn Ihnen gefällt, was Sie hören. Gerne können Sie auch den Link der Sendung weiterleiten in Ihre privaten und beruflichen Netzwerke.
Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch ab 05.55 Uhr. Am Abend jeweils hören Sie dann auch unser gleichnamiges Radioformat auf www.antenneduesseldorf.de im Livestream und auf UKW.

Welche Möglichkeiten haben mittelständische Unternehmen, neue zukünftige Fachkräfte zu gewinnen?

Fachkräftemangel, demographischer Wandel… all das sind Begriffe, die den Personalern Schweiß von der Stirn perlen lassen. Welche Möglichkeiten haben mittelständische Unternehmen, neue zukünftige Fachkräfte zu gewinnen? Was müssen sie dafür tun, dass diese zukünftigen Fachkräfte auch bestmöglich auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden? Um im Werben um Auszubildende die Nase vorn zu haben, müssen sich Unternehmen nicht nur in der Akquise, sondern auch in ihrem Ausbildungsangebot neu und modern aufstellen. Insbesondere die Inhalte der dualen Ausbildung müssen über die entsprechenden Rahmenlehrpläne hinausgehen und den Auszubildenden einen spannenden und vor allem zukunftsorientierten Mehrwert bieten. Lesen Sie den interessanten Beitrag von Dr. Mario Penzkofer, Direktor Personal bei der Firma Achenbach Buschhütten und Geschäftsführer Smarte Lernfabrik Buschhütten.

Lesen

Düsseldorfs „Bauwerk des Jahres“

Der spektakuläre, neue Südeingang der Messe in Stockum wurde gerade zu Düsseldorfs „Bauwerk des Jahres“ gekürt. Das ist das Ergebnis einer Wahl durch den Architekten- und Ingenieursverein in unserer Stadt. Dabei hat sich die „Neue Messe Süd“ unter anderem gegen den „Kö-Bogen II“ durchgesetzt. Der Eingang des Messegeländes besteht jetzt aus der neuen Halle 1 und einem 20 Meter hohen, gläsernen Vordach, das noch etwas größer ist als ein Fußballfeld. Das Ensemble hat insgesamt rund 140 Millionen Euro gekostet.

Alle Details hier!

(Mit Material von Antenne Düsseldorf)

Rollende Tankstelle: Rheinmetall gewinnt Auftrag über Flugfeldtankwagen für die Bundeswehr

Rheinmetall in Düsseldorf hat einen wichtigen Auftrag über Spezialfahrzeuge für die Bundeswehr gewonnen. Die Bundeswehr hat den Düsseldorfer Technologiekonzern damit beauftragt, insgesamt 48 Flugfeldtankwagen (FTW) zur Nutzung auf einer Vielzahl von Flughäfen des Heeres und der Luftwaffe zu liefern. Darüber hinaus besteht die Option für die Lieferung weiterer fünf Fahrzeuge desselben Typs.

Der Auftrag umfasst ein mittleres zweistelliges MioEUR-Volumen und wurde im Juni 2022 eingebucht. Rheinmetall gelingt damit der erfolgreiche Ausbau der Beziehungen mit der Bundeswehr. Auch das Nutzungsspektrum handelsüblicher Fahrzeuge erweitert sich, nachdem vor zwei Jahren bereits 342 Abrollkipper von Rheinmetall an die Bundeswehr geliefert worden sind.

Die Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) konnte sich im Rahmen einer Ausschreibung erfolgreich gegen den Wettbewerb durchsetzen. Die Auslieferungen beginnen im Juli 2023 und sollen nach Kundenvorgaben bis zum Jahresende 2024 abgeschlossen werden. Dabei ist der Auftrag nicht nur auf die Fahrzeuge selbst begrenzt, sondern umfasst zusätzlich die Lieferung von Beladungsteilen für den Tankaufbau sowie von Sonderwerkzeugen. Weiterhin wurde ein über den Lieferzeitraum hinausgehender Servicevertrag über insgesamt zwölf Jahre abgeschlossen.

Rheinmetall ist ein weltweit führender Hersteller von militärischen LKW in diversen Ausführungen und mit unterschiedlichsten Spezialaufbauten. Der TGS 8×4 Flugfeldtankwagen ist in enger Kooperation mit der Esterer GmbH & Co. KG aus Helsa (Nordhessen) entstanden, einem renommierten Spezialisten für Aufbauten von Tankfahrzeugen im zivilen wie auch im militärischen Bereich.

Das Fahrzeug zeichnet sich insbesondere durch sein hohes Tankvolumen von bis zu 22.000 Liter, einen Filter neuester Generation und einen digitalisierten Aufbau mit der Möglichkeit einer Einbindung in Informationssysteme aus.

Eine umfangreiche Fahrzeug- und Ersatzteildokumentation ist digital verfügbar, ebenso wie ein weltweiter militärischer Service.

Der jetzt gewonnene Auftrag ist neben der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit der Bundeswehr von hoher Bedeutung für den Konzern, da nun erstmals auch – in der Kooperation mit Esterer – besondere Expertise auf dem Gebiet der militärischen Flugfeldtankwagen zum Ausdruck gebracht wird.

Rheinmetall MAN Military Vehicles bildet innerhalb der Rheinmetall Vehicle Systems Division das Kompetenzzentrum für professionelle militärische und militarisierte logistische Radfahrzeuge. Das Joint Venture mit Hauptsitz in München, an dem die Rheinmetall AG 51% und die MAN Truck & Bus SE 49% hält, ist einer der weltweit führenden Anbieter für Defence-Lösungen im Bereich logistischer Landmobilität. Zusammen mit seinen Vorgängerunternehmen blickt RMMV auf eine mehr als 100-jährige Geschichte des LKW-Baus für anspruchsvollste militärische Anwendungen zurück. Alle Fahrzeuge der Rheinmetall MAN Military Vehicles werden am Standort Liesing bei Wien produziert.

30 neue Nachwuchskräfte steigen bei der Rheinbahn ein

903 Bewerbungen gingen bei der Rheinbahn für den Ausbildungsstart 2022 ein – 30 Kandidatinnen und Kandidaten setzten sich am Ende in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess erfolgreich durch und starten am 1. September in ihr Berufsleben. Die Bewerbungsgespräche konnten seit dem 1. Februar wieder komplett persönlich geführt werden – das war im vergangenen Jahr Corona-bedingt nicht möglich. 

Erfolgreiche Einstellungskampagne
Auch für den diesjährigen Ausbildungsstart hat sich die Rheinbahn wieder mit verschiedenen Aktionen und Kampagnen besonders um weibliche Verstärkung in den technischen Ausbildungsberufen bemüht. Mit Erfolg: Von den 30 Auszubildenden, die in diesem Jahr bei der Rheinbahn an den Start gehen, sind zwölf Frauen – das entspricht einer Quote von 40 Prozent. Neun von ihnen beginnen ihre Ausbildung in einem technischen Berufsbild.

Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn, erklärt: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir auch in diesem Jahr mit fast tausend Bewerbungen zu den attraktivsten Arbeitgebern in der Region zählen. Ausbildung ist eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft unserer Rheinbahn: Die Hälfte unserer Mitarbeitenden in Werkstatt, Verwaltung und Infrastruktur sind ehemalige Auszubildende. Besonders froh bin ich außerdem darüber, dass sich erneut so viele junge Frauen für diesen Weg bei uns entschieden haben, denn ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis ist sehr gut und wichtig für die Unternehmenskultur. Allen unseren Auszubildenden wünsche ich einen tollen Start ins Berufsleben und eine erfolgreiche Zeit bei unserer Rheinbahn – während ihrer Ausbildung und auch als zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Michael Pink, Betriebsratsvorsitzender der Rheinbahn, ergänzt: „Nahverkehr ist und bleibt eine Zukunftsbranche. Wir halten die Menschen in Düsseldorf und der Region mobil. Gemeinsam mit allen Rheinbahnerinnen und Rheinbahnern werden diese jungen Menschen die Verkehrswende gestalten. Für ihren Weg wünsche ich ihnen alles Gute und viel Spaß.“

Die sechs Berufsfelder und Azubizahlen im Einzelnen:

  • 6 Elektronikerinnen und Elektroniker für Betriebstechnik (davon eine Frau)
  • 9 Fachkräfte im Fahrbetrieb (davon 3 Frauen)
  • 4 Industriekaufleute (davon 3 Frauen)
  • 4 Industriemechanikerinnen und -mechaniker (davon 2 Frauen)
  • 3 Kfz-Mechatronikerinnen und -mechatroniker (davon 2 Frauen)
  • 4 Mechatronikerinnen und Mechatroniker (davon eine Frau)

Hohe Übernahmequote
Einer von vielen Faktoren, der die Rheinbahn als Arbeitgeberin so attraktiv für die jungen Männer und Frauen macht, ist die hohe Übernahmequote der vergangenen Jahre – mit annähernd 100 Prozent bot das Verkehrsunternehmen ihnen bisher nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung stets eine gesicherte Zukunft.

(Mit Material von der Rheinbahn)

Tarifrunde startet in einer schwierigen Ausgangslage

Für unsere Podcast- und Internetfreunde berichten wir heute (16.) von den in Gelsenkirchen beginnenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in NRW.

Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent. Die NRW-Metallarbeitgeber wiesen die Forderung als „völlig unrealistisch und überzogen“ zurück. Alle M+E-Branchen lägen immer noch zum Teil deutlich unter dem Vorkrisenniveau, eine Besserung sei angesichts der politischen und wirtschaftlichen Lage in der Welt nicht zu erwarten. Zudem belasteten sie hohe Preise für Rohstoffe und Vorprodukte. Die Unternehmen stünden zudem durch die anstehende Transformation unter massivem strukturellem Veränderungsdruck. „Eine auch nur annähernde Umsetzung dieser Forderung würde viele Betriebe überfordern und zahlreiche Arbeitsplätze im bedeutendstem Industriezweig des Landes aufs Spiel setzen“, erklärte Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer von „düsseldorf metall“, dem Düsseldorfer Arbeitgeberverband der hiesigen Metall- und Elektroindustrie.

Die auf den ersten Blick noch gute Auftragslage sei trügerisch. Die IG Metall ignoriere, dass die anhaltenden Störungen der internationalen Lieferketten für eine extrem belastende und volatile Lage in der Industrieproduktion sorgten. „Unseren Unternehmen nutzen die vielen Bestellungen gar nichts, wenn Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte verspätet, in viel geringerem Umfang, dazu zu exorbitant gestiegenen Preisen oder schlimmstenfalls erst gar nicht auf dem Hof ankommen“, sagte Michael Grütering. Die massiv gestiegenen Energiekosten verschärften die Lage noch. Das alles führe zu erheblichen Einbußen bei Umsätzen und Gewinnen oder treibe zunehmend viele Betriebe in die Verlustzone. Diese höchst unsicheren Zeiten machten die Ausgangslage vor der Tarifrunde 2022 ausgesprochen schwierig. „Darum ist es so wichtig, dass jetzt nicht auch noch die Tarifpolitik den Unternehmen nicht verkraftbare Belastungen aufbürdet“.

Als „so ernst wie selten zuvor“ hatten zwischenzeitlich die NRW-Metallarbeitgeber die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bezeichnet. Die Industrie befinde sich inmitten einer dramatischen Energiepreiskrise. Außerdem bereite den Unternehmen die Versorgungssicherheit bei Strom und Gas in den bei-den kommenden Wintern weiterhin erhebliche Sorgen. „Beides ist für unseren Industriestandort und damit auch für die Arbeitsplätze eine existenzielle Bedrohung“, erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, am Freitag in Gelsenkirchen. Bei der ersten Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs in NRW betonte er, die Tarifrunde 2022 finde in einem noch schwierigeren und unsicheren Umfeld statt als während der Corona-Pandemie. „Vor diesem Hintergrund wirkt die Acht-Prozent-Forderung der IG Metall wie aus der Zeit gefallen“, sagte Kirchhoff. Er verstehe die Sorgen der Beschäftigten, erwarte aber, dass die IG Metall auch die Ausnahmesituation in den Betrieben zur Kenntnis nehme.

Kernaufgabe der nächsten Wochen und Monate müsse es sein, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Industrie in Deutschland zu gewährleisten. Dazu müsse auch die Tarifpolitik beitragen. Für viele M+E-Unternehmen stelle sich die Frage, ob hierzulande Investitionen noch wirtschaftlich darstellbar seien. „Es muss alles getan werden, damit wir auch in zehn Jahren noch Industriestandort sind“, so Kirchhoff. Das werde aber nicht zu schaffen sein, wenn die Kosten der Unternehmen durch eine überzogene Tarifpolitik zusätzlich massiv in die Höhe getrieben würden. Tarifverträge müssten auch jene Betriebe verkraften können, denen es wirtschaftlich nicht gut gehe. Deren Zahl werde sich ganz sicher noch erhöhen. Auf diese zunehmende Heterogenität müsse die Tarifpolitik langfristige Antworten geben. „Hier brauchen wir dauerhafte Instrumente, die automatisch greifen“, betonte er. Eine Zuspitzung der politischen und wirtschaftlichen Lage im Herbst sei nicht auszuschließen. Metallarbeitgeber und IG Metall müssten sich umso mehr bewusst sein, dass der Umgang miteinander in der Tarifrunde auch stilbildend für die gesellschaftspolitische Debatte im Land sein könne. „Dieser Verantwortung müssen wir gerecht werden“, sagte Kirchhoff.

Zum Auftakt der Tarifverhandlungen in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) haben die Arbeitgeber eindringlich vor überzogenen Erwartungen und einem überhöhten Tarifabschluss gewarnt. „Nach wie vor sind die Lieferketten in unserer Industrie noch immer nicht wieder intakt, Materialien und Vorprodukte sind knapp und teuer. Vor allem aber wird die Entwicklung der Energiepreise für viele Betriebe immer dramatischer. Das geht bis hin zur Existenzbedrohung“, sagte Dick, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, am Mittwoch im Anschluss an die erste Verhandlungsrunde in Kornwestheim: „Immer mehr Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir brauchen daher keinen teuren Abschluss, sondern ein differenziertes Tarifangebot, das der jeweiligen Situation unserer Unternehmen gerecht wird.“
Zuvor hatte die IG Metall in der eineinhalbstündigen Verhandlung nochmals ihre Acht-Prozent-Forderung mit Argumenten begründet, die von der Arbeitgeberseite durchgängig als „nicht überzeugend und realitätsfern“ zurückgewiesen wurden. Die Tarifvertragsparteien müssten alles daransetzen, den Unternehmen einen Werkzeugkasten nicht nur finanzieller Art zur Verfügung zu stellen, der den Betrieben schnelle und passgenaue Reaktionen auf unterschiedliche Entwicklungen ermögliche. „Eine „one-size-fits-all“-Lösung, wie sie die IG Metall fordert, verbietet sich in der aktuellen Situation, da sie die Krise noch weiter verschärfen würde“, so Dick. Zwar sei nachvollziehbar, dass die Beschäftigten die aktuell hohe Inflation im eigenen Geldbeutel spürten, sagte Dick: „Aber die Tarifpolitik wäre damit überfordert, dies auszugleichen – zumal die Tarifsteigerungen in unserer Industrie über lange Jahre hinweg weit über der Inflation lagen.
Die Kaufkraft der M+E-Beschäftigten ist daher mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von gut 66.000 Euro in Baden-Württemberg immer noch sehr, sehr hoch.“ Statt zusätzlicher Kostenbelastungen müsse den Unternehmen nun durch maximale Flexibilität in den Tarifverträgen geholfen werden: „Auch die Modernisierung der Tarifverträge und das Ziel, deren Komplexität zu verringern, bleiben auf unserer Agenda.“ Die hohen Auftragsbestände seien derzeit kein Beleg dafür, dass es den Unternehmen in der Branche gut gehe, so der Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer: „So lange die Aufträge wegen Lieferengpässen nicht abgearbeitet werden können, entstehen daraus auch keine Erträge, aus denen man Entgelte oder Tariferhöhungen bezahlen könnte.“
Fakt sei, dass die M+E-Produktion im Land noch weit unter den Höchstständen vor Rezession, Corona-Krise und Ukraine-Krieg liege und auch immer deutlicher der globalen Produktionsentwicklung hinterherhinke. Zudem mache den Firmen neben Lieferengpässen und hohen Preisen auch ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel immer mehr zu schaffen, sagte Dick: „Auch dafür wollen wir gemeinsam mit der IG Metall nach tariflichen Lösungen suchen.“

Der erste Verhandlungstag in Tarifverhandlungen folgt einer eher traditionellen Dramaturgie: die Volkswirte der Arbeitgeber und Gewerkschaften tauschen ihre unterschiedlichen Perspektiven zur wirtschaftlichen Lage aus. Vor dem Start der Verhandlungen wurde der Tarifvertrages gekündigt sowie der Forderungskatalog und der geplante Ablauf der Verhandlungen besprochen.

Arbeitgeber und Gewerkschaft setzen sich dann an den Verhandlungstisch und versuchen, sich auf einen neuen Tarifvertrag zu einigen. Normalerweise erstrecken sich die Gespräche über mehrere Verhandlungstermine. Um Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen, werden die Verhandlungen durch Aktionen und Warnstreiks nach Ende der Friedenspflicht begleitet. Einigen sich die Tarifvertragsparteien auf ein Ergebnis, sind die Verhandlungen beendet.

(Mit Material von Metall NRW und Südwestmetall)